Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jellygod« (21. Februar 2012, 10:41)

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Das zeichnet deiner Meinung nach einen Helden aus? Sind solche kleinen Gefallen, die man seinen Mitmenschen tut, nicht eher selbstverständlich? Das ist eigentlich eine Zweckentfremdung des Begriffs.
Zitat
Wenn man anderen zum
Beispiel älteren Menschen hilft einkaufen zu gehen oder mal auf fremde
Kinder aufpasst damit deren Eltern sich mal wieder einen freien Abend
gönnen.
Ich bin mir um ehrlich zu sein gar nicht sicher, ob man so allgemein gültige Richtlinien ab wann denn jemand ein Held ist, entwerfen kann und inwiefern das überhaupt erstrebenswert ist. Alle Menschen sind verschieden, und deshalb betrachte ich manche Menschen als meine persönlichen Helden, weil ich sie einfach so sehe. Das ist bei mir irgendwie eher eine emotionale Sache, als dass man mindestens zehn Menschen das Leben gerettet haben muss, um offiziell ein Held zu sein, lolIch möchte mich mit euch der Frage widmen, wann heutzutage ein als "Held" titulierter Mensch denn tatsächlich ein Held ist und ob Heldentum in der
heutigen Zeit überhaupt noch gegenwärtig ist.
Na, also da kann ich dir gleich widersprechen. So etwas wie "zeitlose Werte" existiert einfach nicht. Zu jeder Zeit haben die Menschen gedacht, dass ihre jeweils aktuellen Werte die richtigen seien, egal wie obskur das den Menschen anderer Epochen erscheinen mag. Schau dir unsere Zeit an: Männer und Frauen sind immer noch nicht wirklich gleichberechtigt, obwohl wir alle Menschen sind: Frauen verdienen weniger, steigen seltener in hohe Posten auf, werden als erste gefeuert.- Der wahre Held glaubt an zeitlose Werte, die über ihm stehen und nicht in Frage zu stellen sind, und nimmt dafür Nachteile in Kauf.
- Sind Kriegshelden tatsächlich Helden?
Also, ob ein Kriegsheld ein wirklicher Held ist hängt davon ab, wofür er überhaupt gefeiert wird. Wenn man jemandem einen Orden verleiht, weil er so und so viele Feinde niedergemetzelt hat, dann ist er meiner Meinung nach kein Held. Aber wenn jemand einen Orden bekommt, weil er es geschafft hat, ein Gefangenenlager zu befreien (oder etwas Ähnliches), dann könnte man ihn schon als Held bezeichnen.-> Das Wort Kriegsheld ist eigentlich ein Oxymoron, da der Kriegsheld zwar sein Leben für etwas außer ihm Stehendes - den Staat und dessen Krieg - opfert, doch ist Gewalt immer in Frage zu stellen und keineswegs ein zeitloser Wert.
Bei der Zivilcourage stimme ich dir sogar zu. Solche Menschen braucht es mehr auf der Welt. Obwohl man dann die Frage stellen könnte, aus welchen Gründen jemand Zivilcourage zeigt. Ist man noch ein Held, wenn man sich nur so heldenhaft verhält, um Ruhm und Ansehen zu erlangen? Das ist mal eine komplizierte Frage, denn das Ergebnis ist ja das Gleiche, die "Heldentat" wurde vollbracht. Ob nun von jemand Bescheidenem oder einem Egoisten ist dagegen offen.- Held ist vielmehr der, der Zivilcourage zeigt, also "Nein" sagt, gegen den Strom schwimmt, Widerstand leistet.
Findest du? Ich höre den Begriff "Held" eigentlich nur sehr selten in den Medien.- Der Begriff "Held" wird in den Medien inflationär verwendet
Da muss man jetzt natürlich wieder fragen, wie der Einzelne "gesellschaftliche Verantwortung" definiert. Es wäre ja als Mitgleid einer Demokratie fast schon unsere Pflicht, das Wahrecht zu nutzen und uns aktiv mit der Politik zu befassen. Trotzdem sinken die Wählerzahlen immer weiter. Aber kann dann jemand, der zu faul zum Wählen ist, kein Held sein? Finde ich nicht.- Heldenhaft handeln = Übernehmen gesellschaftlicher Verantwortung
Da muss man natürlich fragen, ob die "alten Helden" überhaupt echte Helden waren. Nehmen wir mal Herakles als Beispiel. Um als Gott anerkannt zu werden (total egoistisches Ziel) hat er lauter Monster umgebracht (Lebewesen die ihm nichts zu Leide getan haben das Leben genomen). Trotzdem werden seine Abenteuer als Heldentaten bezeichnet.- Helden und Heldentum in der ursprünglichen Bedeutung gibt es nicht mehr, vielmehr sind "Helden des Alltags", die bei der Wandelbarkeit der Zeit an unwandelbaren, bewährten Werten festhalten
Tja, bei Mutter Theresa und dem Indianer stimme ich dir zu (obwohl ich bei der Sache mit dem Stein leider nicht so recht durchblicke).auch Ich finde ein Held ist dann ein Held wenn er etwas in Bewegung setzt,wenn er sich für etwas einsetzt.
z.b:Mutter Theresa hat sich im Namen Gottes für kranke,schwache und behinderte Menschen eingesetzt.
Ein Indianer hat sich für einen Baum eingesetzt.Der Baum sollte gefällt werden aber der Indíaner hatte sich vor dem Baum aufgestellt so das die Bauarbeiter den Baum nicht fällen darf. Somit bewegen sie ein Stein und alle werfen auch ein Stein.(blöd das mit dem Stein)
Kriegshelden finde ich sind meiner Sicht nach keine Helden.Weil sie ja andere Menschen oder Pflanzen töten.Somit sind sie auch natürlich von gegnerischen Soldaten keine Helden.
Natürlich muss man keine Superkräfte haben, um ein Held zu sein, aber dass jeder der gegen den Strom schwimmt und für seine Sache eintritt gleich ein Held sein soll, finde ich nicht richtig. Denn ein Terrorist tritt auch für seine Sache ein, und den würdest du doch auch nicht als Helden bezeichnen, oder?Wenn man dem Wort oder Begriff Held gegen übertritt, dann denkt man zumeist an die bekannten Superhelden und nicht an den 0815 Menschen von heute. Man braucht keine Röntgenstrahlen oder kann fliegen um nur einige Beispiele zu nennen, um von den Medien als Helden gefeiert zu werden. Ein Held ist für mich jemand der gegen den Strom schwimmt und für seine Sache eintritt. Der auch in kleinen Dingen großes leistet, ohne gleich ein Wolkenkratzer vor dem Zusammenbruch bewahren zu müssen. Ein Held der das ganze nicht aus Gewinnsucht oder Eigennutz macht sondern für andere. Der sein Leben und Nutzen über das anderer stellt. Wenn man anderen zum Beispiel älteren Menschen hilft einkaufen zu gehen oder mal auf fremde Kinder aufpasst damit deren Eltern sich mal wieder einen freien Abend gönnen.
Hahaha, ich denke dass egal ist, aus welchem Land jemand kommt. Aber in den Amerika sind die Menschen tatsächlich etwas fixierter auf ihre "Helden". Da hast du wirklich recht. Dass der Krieg schlecht ist, da stimme ich dir zu. Am Krieg an sich ist nichts Heldenhaftes, aber er bringt trotzdem teilweise die besten Seiten der Menschen ans Licht. Nur leider auch die Schlechtesten.Ich würde sagen, dass Kriegsheldentum größtenteils in Amerika existiert. Dort werden ja für besondere Leistungen im Krieg auch posthum Orden verliehen. Meiner Meinung muss das nicht sein. Krieg an sich ist eine nutzlose Sache. Die Menschen werden als Bauern eingesetzt um eine Schlacht zu schlagen, die sie gar nicht schlagen wollen. Diese Taten muss dann auch nicht mit irgendwelchen Orden aufgewertet werden.
Also, ich würde solche kleinen Gefallen bestimmt nicht als selbstverständlich bezeichnen. Ich meine, ich weiß jetzt nicht wo du herkommst, aber wenn ich raus gehe, dann sehe ich keine Leute die Älteren über die Straße helfen oder Ähnliches. Sagen wir so: es wäre gut und wünschenswert, wenn alle handeln würden, als wäre so etwas selbstverständlich, aber leider sind die meisten Menshcen heute Egoisten. Nicht, dass ich ihnen einen Vorwurf machen will, aber trotzdem.Das zeichnet deiner Meinung nach einen Helden aus? Sind solche kleinen Gefallen, die man seinen Mitmenschen tut, nicht eher selbstverständlich? Das ist eigentlich eine Zweckentfremdung des Begriffs.
Zitat
Wenn man anderen zum
Beispiel älteren Menschen hilft einkaufen zu gehen oder mal auf fremde
Kinder aufpasst damit deren Eltern sich mal wieder einen freien Abend
gönnen.
Mit Helden des Alltags sind doch eher diejenigen gemeint, die Zivilcourage zeigen und sich für benachteiligte Personen aller Art einsetzen.
Also, in einem Krieg von Guten oder Bösen zu sprechen finde ich auch falsch, da meistens beide Seiten genug Kriegsverbechen begangen haben. Aber du scheinst hier eher von Filmen als von der Realität auszugehen. Hm... Helden als Vorbilder. Das ist ein ziemlich guter Punkt, so was gehört wohl wirklich zu einem Helden.Ein Kriegsheld sehe ich nicht wirklich als Held an.Sie haben Menschen getötet so wie die "Bösen".Das macht den angeblichen Held der Geschichte nicht besser als den Bösen.Helden die andere Töten um zu siegen sind nicht Wirklich helden.Schließlich sind Helden vorbilder.Welches Vorbild tötet andere Leute.Helden sollen doch die Bösen zu guten bekehren und sie nicht umbringen.Auch wenn es manchmal Situationen gibt in denen es nicht anders geht.Doch ich würde die Person die den Held spielt nicht als "Held der Geschichte" sondern lieber als "Haupcharackter der Geschichte" Bezeichen.Helden sind etwas anderes.Helden verbessern das Leben anderer und töten nicht.Egal was passiert.
Ich hoffe ihr hapt jetzt nicht den eindruck das ich soetwas Falsch finde.NEIN!Soetwas gehöhrt in die Filmbrangche dazu.Jedoch würde ich es nicht als Held bezeichen.
Zitat von »Jellygood«
Ich möchte mich mit euch der Frage widmen, wann heutzutage ein als "Held" titulierter Mensch denn tatsächlich ein Held ist und ob Heldentum in der heutigen Zeit überhaupt noch gegenwärtig ist.
Zitat von »Jellygood«
Der wahre Held glaubt an zeitlose Werte, die über ihm stehen und nicht in Frage zu stellen sind, und nimmt dafür Nachteile in Kauf.
Zitat von »XXme«
Doch ich würde die Person die den Held spielt nicht als "Held der Geschichte" sondern lieber als "Haupcharackter der Geschichte" Bezeichen.Helden sind etwas anderes.Helden verbessern das Leben anderer und töten nicht.Egal was passiert.
(zumindest meistens, bis auf wenige Ausnahmen, die aber dann wirklich gut gemacht sein müssen!) 
Aus der heutigen Sicht betrachtet sicher nicht. Es bedarf aber der Suche in Anbetracht der in der jeweiligen Zeitepoche aktuellen Definition des Helden. Damit will ich auch gar nicht behaupten, dass literarische Helden wie Iphigenie oder Ödipus Helden (nach heutigem Verständnis) sind. Sie dienten und dienen vielleicht noch heute meist als (Erziehungs-)Ideal für den Menschen und sein Handeln.
Zitat
Gab es überhaupt schon Helden? Ich denke, nein.
Und genau deswegen muss die allgemeine Vorstellung von Heldentum "entheroisiert" werden. Weil keiner diese Utopie erreichen kann, sollte es dann nicht genügen, wenn man eben "nur" außergewöhnliche, singuläre Leistungen in Extremsituationen leistet, oder eben ein ziviler Held des Alltags ist?
Zitat
Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben.
Zitat
Man darf keinen einzelnen Wert unhinterfragt lassen, sonst ist man ewig ein kleines Kind, das brav darauf hört, was mal Mama und Papa und die Kindergartentante gesagt haben.
Natürlich muss man kritisch sein, doch meiner Meinung nach lassen sich manche Werte einfach nicht Hinterfragen.
Zitat
So etwas wie "zeitlose Werte" existiert einfach nicht. Zu jeder Zeit haben die Menschen gedacht, dass ihre jeweils aktuellen Werte die richtigen seien, egal wie obskur das den Menschen anderer Epochen erscheinen mag.
Ich habe auf diese Menschen angespielt, denen als Untäter der Status "Held" zugesprochen wurde, vor allem nach dem zweiten Weltkrieg. Soweit ich mich recht entsinne, versteht man unter Kriegshelden auch allgemein solche Menschen und nicht etwa Ärzte oder Freiheitskämpfer. Diese sind ja nicht wegen sondern trotz des Krieges für ihre Ideale und Mitmenschen eingestanden. Und solche Menschen können dann schon als Held bezeichnet werden.
Zitat
Also, ob ein Kriegsheld ein wirklicher Held ist hängt davon ab, wofür erüberhaupt gefeiert wird. Wenn man jemandem einen Orden verleiht, weil er so und so viele Feinde niedergemetzelt hat, dann ist er meiner Meinung nach kein Held. Aber wenn jemand einen Orden bekommt, weil er esgeschafft hat, ein Gefangenenlager zu befreien (oder etwas Ähnliches), dann könnte man ihn schon als Held bezeichnen.
Außerdem ist das Word Kriegsheld überhaupt kein Oxymoron. Ein Kriegsheldist jemand, der im Krieg eine heldenhafte Sache vollbracht hat. Man kann im Krieg genauso wie im Frieden Heldentaten vollbringen. Wenn man als Arzt an den Frontlinien lauter verwundeten Soldaten das Leben rettetund dabei selbstlos sein eigenes Leben riskiert, dann ist man wirklich ein Held und hat dafür keinerlei Gewalt anwenden müssen.
Kann man denn aus direktem Eigennutz zivilcouragiert handeln? Tritt man nicht für andere Menschen trotz drohender Nachteile für die eigene Person ein?
Zitat
Obwohl man dann die Frage stellen könnte, aus welchen Gründen jemand Zivilcourage zeigt. Ist man noch ein Held, wenn man sich nur so heldenhaft verhält, um Ruhm und Ansehen zu erlangen?
Das sage ich auch nicht. Zwar handelt man als Held aus gesellschaftlicher Verantwortung, jedoch heißt das nicht, dass man diese in allen Bereichen übernehmen muss und damit einhergehend kein Held sein kann, wenn man sein Wahlrecht - aus Politikverdrossenheit etwa - nicht wahrnimmt.
Zitat
Da muss man jetzt natürlich wieder fragen, wie der Einzelne "gesellschaftliche Verantwortung" definiert. Es wäre ja als Mitgleid einer Demokratie fast schon unsere Pflicht, das Wahrecht zu nutzen und uns aktiv mit der Politik zu befassen. Trotzdem sinken die Wählerzahlen immer weiter. Aber kann dann jemand, der zu faul zum Wählen ist, kein Held sein? Finde ich nicht.
Natürlich tritt er für seine Sache ein. Du darfst nicht immer alle Thesen isoliert betrachten. Es stellt sich die Frage nach seiner Motivation. Seine Ideale sind vielleicht in Grundzügen lobenswert, doch sind Terroristen Extremisten und werden es immer sein. Auch nehmen sie den Tod Unbeteiligter in Kauf, töten/wenden Gewalt also nicht aus einer Notsituation in dem Sinne, als dass ihre physische Unversehrtheit in diesem Moment gefährdet ist, heraus an.
Zitat
Denn ein Terrorist tritt auch für seine Sache ein, und den würdest du doch auch nicht als Helden bezeichnen, oder?
Du sagst es ja schon selbst. Am Krieg an sich ist nichts Heldenhaftes, daher kann es keine Kriegshelden geben. Man ist, wie gesagt, nicht wegen des Kriegs Held, sondern trotzdem.
Zitat
Am Krieg an sich ist nichts Heldenhaftes, aber er bringt trotzdem
teilweise die besten Seiten der Menschen ans Licht. Nur leider auch die
Schlechtesten.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Jellygod« (21. Februar 2012, 10:43)
Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben.
Sind Kriegshelden tatsächlich Helden?
Also, in einem Krieg von Guten oder Bösen zu sprechen finde ich auch falsch, da meistens beide Seiten genug Kriegsverbechen begangen haben.
- Held ist vielmehr der, der Zivilcourage zeigt, also "Nein" sagt, gegen den Strom schwimmt, Widerstand leistet.
Doch ich würde die Person die den Held spielt nicht als "Held der Geschichte" sondern lieber als "Haupcharackter der Geschichte" Bezeichen.Helden sind etwas anderes.
Woah, da ist jemand aber finster drauf. Also wenn du sagst, dass es keine Helden gibt, weil die Menschheit sich seit der Steinzeit nicht verändert hat, dann könnte ich, wenn ich einfach davon ausgehe dass es damals schon Helden gab sagen, dass heute noch Helden existieren weil sich die Menschheit seit damals nicht verändert hat! XDDie Fragestellung ist, wie ich finde, schon von einer irreführenden und für mich falschen Seite aufgezogen.
Zitat von »Jellygood«
Ich möchte mich mit euch der Frage widmen, wann heutzutage ein als "Held" titulierter Mensch denn tatsächlich ein Held ist und ob Heldentum in der heutigen Zeit überhaupt noch gegenwärtig ist.
Gab es überhaupt schon Helden? Ich denke, nein. Die Menschheit ist seit der Steinzeit die Selbe. Menschen bewerfen sich im Krieg nun, im 21. Jahrhundert, mit Bomben und schießen mit Gewehren, Affen bewerfen sich mit Steinen und gehen mit spitzen Zähnen aufeinander los, aber die Handlung und die Absicht sind die Selben geblieben. Ich glaube auch nicht, dass in jedem Menschen etwas Gutes (also das "Heldenhafte") steckt - dafür steckt in jedem etwas Schlechtes, in einem mehr, in anderem weniger.
Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben.
Ein Feuerwehrmann, der in ein brennendes Haus läuft, um jemanden zu retten, und ein Arzt, der jemanden reanimiert, und ein Mensch in der Straßenbahn, der Zivilcourage zeigt, der ist kein Held, sondern ein Feuerwehrmann oder ein Arzt, der seinen Beruf ausführt bzw. ein Mensch in der Straßenbahn, der seinem Gewissen nachgeht. Natürlich gehört ihm für diese Tat Respekt gezollt. Ohne Frage. Aber nur für diese EINE Tat.
Dieser Mensch kann ja auch derjenige sein, der zu Hause Frau und Kind schlägt oder jemanden abzockt oder zur Schulzeiten jemanden so sehr gemobbt hat, dass es psychische Schäden hinterließ. Man weiß es nicht, da man denjenigen, dem man zum Helden erklärt, ja in vielen Fällen nicht kennt. Das macht die eine, gute Tat auch nicht wett.
Ein US-Soldat ist kein Held, wenn er jemanden von der feindlichen Gruppe (zB. im Irak, Afghanistan und co.) erschießt, sondern ein Mörder. (Notwehr ausgeschlossen)
Ein Soldat, der jemanden das Leben rettet, hat eine gute Tat vollbracht, ist aber kein Held, weil es keine Helden gibt.
Das stimmt wohl, aber es kann gut sein, dass jemand an Werten festhält, obwohl er über sie nachgedacht und sie als falsch empfunden hat, ganz einfach weil er leicher damit leben kann. In dem Sinn läuft es auf das gleiche hinaus, ob man die Werte jetzt hinterfragt hat oder nicht, und (sehr) viele Menschen sind heutzutage zu faul, um wirklich alle Werte zu hinterfragen.Man darf keinen einzelnen Wert unhinterfragt lassen, sonst ist man ewig ein kleines Kind, das brav darauf hört, was mal Mama und Papa und die Kindergartentante gesagt haben.
Zitat von »Jellygood«
Der wahre Held glaubt an zeitlose Werte, die über ihm stehen und nicht in Frage zu stellen sind, und nimmt dafür Nachteile in Kauf.
Hm... zwischen Protagonist und Held gibt es meines Wissens nach aber einen Unterschied. Der Protagonist ist einfach derjenige, auf den die Geschichte fixiert ist. Held und Antiheld sind sozusagen Unterarten des Protagonisten, je nachdem ob der Protagonist jetzt klassisch heldenhafte Züge aufweist oder nicht. In den alten Zeiten waren die ganzen "Helden" ja quasi muskelbepackte Superfighter, und wenn dann in einem Drama jemand der schwach oder hässlich war als Protagonist eingesetzt wurde, dann war er das Gegenteil von einem Helden, also ein "Antiheld".Ich bevorzuge auch das Wort Hauptcharakter oder Prota(gonist).
Zitat von »XXme«
Doch ich würde die Person die den Held spielt nicht als "Held der Geschichte" sondern lieber als "Haupcharackter der Geschichte" Bezeichen.Helden sind etwas anderes.Helden verbessern das Leben anderer und töten nicht.Egal was passiert.
Weil die richtigen HELDEN in Geschichten öde, eindimensional, gutmenschenhaft, ausgelutscht, mainstream, viel zu gut und oftmals so dämlich sind, dass es wieder zum Ko... Erbrechen ist. >_____<"
Ja, ein Hoch auf Antihelden!(zumindest meistens, bis auf wenige Ausnahmen, die aber dann wirklich gut gemacht sein müssen!)
Wieso nicht? Ich verstehe das einfach nicht. Wie können alle so pauschal sagen, dass keine Helden existieren? Logisch betrachtet kann man sowieso nur beweisen, dass etwas existiert und nicht, dass etwas nicht existiert. Aber genug davon! ^^"Aus der heutigen Sicht betrachtet sicher nicht. Es bedarf aber der Suche in Anbetracht der in der jeweiligen Zeitepoche aktuellen Definition des Helden. Damit will ich auch gar nicht behaupten, dass literarische Helden wie Iphigenie oder Ödipus Helden (nach heutigem Verständnis) sind. Sie dienten und dienen vielleicht noch heute meist als (Erziehungs-)Ideal für den Menschen und sein Handeln.
Zitat
Gab es überhaupt schon Helden? Ich denke, nein.
Ich weiß jetzt nicht, was genau jemand deiner Vorstellung nach für übermenschliche Taten vollbringen muss, um als Held zu gelten, aber ich habe Helden niemals las Utopie betrachtet. Ich meine, in einer Utopie wären ja dann alle "heldenhaft", wodurch das nichts besonderes oder heldenäßiges mehr wäre, oder nicht? Solange die Menschen nicht perfekt sind, wird es immer irgendjemanden geben, der eben überdurchschnittlich mutig ist und sich durch seine Taten von der grauen Masse abhebt. Das ist dann ein Held. Man muss nicht perfekt sein, ein wenig Überdurchschnittlichkeit reicht da oft schon aus! XDUnd genau deswegen muss die allgemeine Vorstellung von Heldentum "entheroisiert" werden. Weil keiner diese Utopie erreichen kann, sollte es dann nicht genügen, wenn man eben "nur" außergewöhnliche, singuläre Leistungen in Extremsituationen leistet, oder eben ein ziviler Held des Alltags ist?
Zitat
Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben.
Also wolltest du nur sagen, dass es gewisse Werte gibt die in über 99% der Fälle eben doch vertretbar sind, und dass man sich auf diese konzentrieren sollte?
Zitat
Man darf keinen einzelnen Wert unhinterfragt lassen, sonst ist man ewig ein kleines Kind, das brav darauf hört, was mal Mama und Papa und die Kindergartentante gesagt haben.Natürlich muss man kritisch sein, doch meiner Meinung nach lassen sich manche Werte einfach nicht Hinterfragen.
Zitat
So etwas wie "zeitlose Werte" existiert einfach nicht. Zu jeder Zeit haben die Menschen gedacht, dass ihre jeweils aktuellen Werte die richtigen seien, egal wie obskur das den Menschen anderer Epochen erscheinen mag.
Und ja, Wertewandel ist stets gegenwärtig. Ich spiele auch nicht auf irgendwelche - aus heutiger Sicht - veralteten Werte an, die Emerald meint, sondern auf ebendiese, die sowohl damals, als auch heute aktuell sind.
Findet ihr denn, dass Werte und Ideale wie Aufrichtigkeit, friedliches Verhalten, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Ehrlichkeit, Fairness oder Respekt ein Verfallsdatum haben? Im Gesamten betrachtet sind solche Werte einfach nicht zu hinterfragen, Gewalt aber schon. Natürlich kann man sich konkrete Situationen auspicken, wo Gewalt nicht, Ehrlichkeit jedoch schon zu hinterfragen sind, doch ich kann nur auf das fett geschriebene verweisen.
Natürlich kann man aus Eigennutz civilcouragiert handeln. Das ist das gleiche, wie wenn jemand Reiches oder ein Politiker Geld spendet um sein Ansehen zu steigern, nur eben noch ein bisschen weiter ins Extrem getrieben. Es gab schon mehr als genug Leute, die sich durch derartige Aktionen ins rechte Licht rücken wollten.Kann man denn aus direktem Eigennutz zivilcouragiert handeln? Tritt man nicht für andere Menschen trotz drohender Nachteile für die eigene Person ein?
Zitat
Obwohl man dann die Frage stellen könnte, aus welchen Gründen jemand Zivilcourage zeigt. Ist man noch ein Held, wenn man sich nur so heldenhaft verhält, um Ruhm und Ansehen zu erlangen?
Also stimmst du mir zu, dass man nicht perfekt sein muss (denn ehrlich, niemand ist perfekt), um ein Held sein zu können?Das sage ich auch nicht. Zwar handelt man als Held aus gesellschaftlicher Verantwortung, jedoch heißt das nicht, dass man diese in allen Bereichen übernehmen muss und damit einhergehend kein Held sein kann, wenn man sein Wahlrecht - aus Politikverdrossenheit etwa - nicht wahrnimmt.
Zitat
Da muss man jetzt natürlich wieder fragen, wie der Einzelne "gesellschaftliche Verantwortung" definiert. Es wäre ja als Mitgleid einer Demokratie fast schon unsere Pflicht, das Wahrecht zu nutzen und uns aktiv mit der Politik zu befassen. Trotzdem sinken die Wählerzahlen immer weiter. Aber kann dann jemand, der zu faul zum Wählen ist, kein Held sein? Finde ich nicht.
!Aber, wenn Menschen einen Diktator töten wollen, weil er ein Land unterdrückt, dann haben sie ja auch eindeutig gute Ziele. Aber wenn sie dabei den Tod seiner Schergen, die im Grunde ganz normale Verwaltungsangestellte sind (nicht alle, aber doch ein guter Anteil) in Kauf nehmen, dann sind die im Grunde auch nicht besser als Terroristen, oder wie? Sie töten den Diktator aber auch Unschuldige und sind deshalb genauso schlimm wie Terroristen, die ihre Taten mit einem Gott rechfertigen?Natürlich tritt er für seine Sache ein. Du darfst nicht immer alle Thesen isoliert betrachten. Es stellt sich die Frage nach seiner Motivation. Seine Ideale sind vielleicht in Grundzügen lobenswert, doch sind Terroristen Extremisten und werden es immer sein. Auch nehmen sie den Tod Unbeteiligter in Kauf, töten/wenden Gewalt also nicht aus einer Notsituation in dem Sinne, als dass ihre physische Unversehrtheit in diesem Moment gefährdet ist, heraus an.
Zitat
Denn ein Terrorist tritt auch für seine Sache ein, und den würdest du doch auch nicht als Helden bezeichnen, oder?
Menschen die anderen helfen würde ich nicht sofort alle als Helden bezeichnen, das hängt auch ein wenig davon ab mit welchen Mitteln und in welchem "Maßstab" man das macht, aber im Kern stimme ich dir da zu.Helden sind für mich Menschen, die anderen Menschen helfen! Selbst wenn du einer alten Frau über die Straße hilfst, bist du ein Held für mich! Es sind immer die kleinen Dinge, die dich zum Helden machen, es hört sich zwar absurd an, aber es gibt viel zu wenig Helden! Wer spendet Geld an Kinder in Asien? Wer gibt seinem Nächsten einen Taschentuch, wenn er schnieft? Wer hält einfach mal seinen Bürgersteig sauber, nur damit Menschen darüber ohne Dreck in den Sohlen durchgehen können?
Für mich sind auch die Leute Helden, die gegen leute kämpfen, die anderen Menschen schaden zufügen! Wenn du gegen die NPD also die Nazis bist und aufstehst, um es diesen Skinheads zu sagen, bist du wahrlich ein Held!
Ein Hoch auf die unbekannten, die das jeden Tag machen, aber trotzdem kennt sie niemand!
Hahaha, Vinum, du siehst alles so extremStreich das "meistens" weg, dann stimmt es.Also, in einem Krieg von Guten oder Bösen zu sprechen finde ich auch falsch, da meistens beide Seiten genug Kriegsverbechen begangen haben.
! Nicht in jedem Krieg seit Menschengedenken haben ausnahmslos alle beteiligten Parteien Kriegsverbrechen begangen. Im Grunde würde die Existenz einer einzigen solchen an irgendeinem jemals geschlagenen Krieg beteiligten Seite genügen, um deine Aussage zu dementieren, oder? Deshalb schreibe ich nie solch extreme Aussagen hin. Mal sehen, eine an einem Krieg beteiligte Partei, die keine Kriegsverbrechen begangen hat... Wie wäre es mit Polen im zweiten Weltkrieg? Als NS-Deutschland die innerhalb von ein Paar Tagen überrannt hat, hatten die kaum Zeit, um groß Kriegsverbrechen zu verüben, oder?
! Ich glaube hier geht es darum, dass jemand für seine Werte eintritt, egal ob das von der Gesellschaft toleriert wird oder nicht. Das kann zwar in meinen Augen sowohl zu einem Helden als auch zu einem Terroristen führen, aber bei Wikipedia habe ich eine ähnliche Begriffsdefinition gelesen, also kann ich mir ungefähr vorstellen, was der betreffende Poster damit ausdrücken will.Was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun?- Held ist vielmehr der, der Zivilcourage zeigt, also "Nein" sagt, gegen den Strom schwimmt, Widerstand leistet.
Na, also da kann ich dir gleich widersprechen. So etwas wie "zeitlose Werte" existiert einfach nicht. Zu jeder Zeit haben die Menschen gedacht, dass ihre jeweils aktuellen Werte die richtigen seien, egal wie obskur das den Menschen anderer Epochen erscheinen mag. Schau dir unsere Zeit an: Männer und Frauen sind immer noch nicht wirklich gleichberechtigt, obwohl wir alle Menschen sind: Frauen verdienen weniger, steigen seltener in hohe Posten auf, werden als erste gefeuert.- Der wahre Held glaubt an zeitlose Werte, die über ihm stehen und nicht in Frage zu stellen sind, und nimmt dafür Nachteile in Kauf.
, aber zu den Kriegshelden muss auch noch was...
Hm...Das Leben an sich als zeitloser Wert. Das ist auf eine philosophische Weise irgendwie... genial! Wenn es keine Lebewesen gäbe die Werte festlegen können, dann gäbe es auch keine Werte, du bist ein Genie!Natürlich gibt es zeitlose Werte!! Das sind doch nicht die, die uns irgendwelche Diktatoren oder Staatsformen vermitteln wollen. Der zeitloseste Wert überhaupt ist doch das Leben an sich. Das ist mir durchaus bewusst, dass das in der Geschichte nicht immer so war, aber sollten wir heute soetwas nicht besser wissen!?
! Kommen wir also einfach zum nächsten Teil deines Posts. ^^Ja, wenn jemand derartig selbstlos handelt, dann ist das wahrlich heldenhaft, das empfindest bestimmt nicht nur du so (weil ich das auch so sehe ^^). Wobei ich persönlich in dem Flugzeug zwar ähnlich aber anders gehandelt hätte, doch das liegt wohl eher daran, dass ich schräg drauf bin! XDDarum kann für mich auch z.B. jeder Feuerwehrmann zum Helden werden. Das geschieht (für mein Empfinden) genau in dem Moment, in dem er mehr macht, als er muss. Wenn es brennt und eigentlich niemand mehr ein Haus betreten würde, weil es zu gefährlich ist und er in dem Moment nicht zögert und das trotzdem tut, weil da noch jemand drin ist, den er retten kann. Die Feuerwehrmänner, die z.B. am 11.9. nicht an ihr Leben gedacht haben, sondern versucht haben, anderen zu helfen und wenn ich bei dem Thema bin, für mich sind auch die Helden, die das eine Flugzeug vorher noch zum Absturz gebracht haben. Also, ich hätte mir das nicht getraut, auch nicht mit dem Wissen, was der Plan der Entführer ist.
Naja, ob etwas "im Alltag" so richtig heldenhaft sein kann, sei jetzt mal dahingestellt.Es kann aber auch im Alltag zu solchen Situationen kommt, in denen man für sich selber entscheiden muss, was richtig ist. Und ohne an sich selbst zu denken und anderen zu helfen, ist für mich heldenhaft. Und warum soll man deswegen gleich immer alles richtig machen? Natürlich sind auch solche Helden ganz normale Menschen, die Fehler machen. Man erwartet doch nicht ernsthaft, dass jemand perfekt ist. Wenn man so will, kann man es dann auch als heldenhafte Tat bezeichnen, wenn man den Menschen insgesamt schon nicht als Held bezeichnet.
Hihihi, dazu wärst du auch gar nicht fähigUnd nein, soviel, wie gewisse andere Personen schreibe ich jetzt nicht![]()
! Nur Verrückte und Aliens kriegen so was hin!So sehe ich das auchaber zu den Kriegshelden muss auch noch was...
Natürlich gibt es auch im Krieg Helden. Verstehe gar nicht, warum nicht? Gerade da kann man zu einem Helden werden, indem man eben nicht blind darauf vertraut, was der Vorgesetzte einem sagt, sondern manche Entscheidungen selber trifft. Dass man eben nicht tötet, wo es nicht notwendig ist, um selber zu überleben oder indem man möglicherweise einem Kameraden hilft, der in Gefahr ist und sich selber nicht helfen kann, obwohl man dafür selber im schlimmsten Fall sein Leben verlieren könnte. Dass in dem Fall einige Entscheidungen möglicherweise sogar bedeuten, dass man später dafür bestraft wird, weil man einen direkten Befehl nicht befolgt hat, ist eben manchmal unvermeidbar. Aber wenn man es für sich so entscheidet, weil es eigentlich das Richtige war, dann ist das heldenhaft (und niemand sagt, dass es einfach ist, ein Held zu sein).
!Hahaha, Oskar Schinlder hat mir in einer früheren Diskussion mit Vinum auch schon mal geholfen, der war ein toller Typ. Interessant ist an ihm ja, dass er die Leute ursprünglich aus Profitgier behalten hat, aber später hat er eine immer größere empathische Bindung zu ihnen entwickelt und selbst große finanzielle Nachteile nicht gescheut, um "seine" Arbeiter zu retten. Da hat der Krieg wirklich die besten Seiten eines Menschen zum Vorschein gebracht, auch wenn er nicht direkt an der Frontlinie gekämpft hat, wie du schon so treffend erkannt hast. Jedenfalls ist das die Version von Oskar Schindler die mir bekannt ist.War zwar kein Fall aus dem direkten Kriegsgeschehen, aber das, was damals Oskar Schindler getan hat, hat ihn zum Helden gemacht (nur um auch mal einen Namen ins Spiel zu bringen). Trotzdem er wusste, wie gefährlich sein Handeln war, hat er hunderte Menschen gerettet. Das hätte für ihn auch ganz anders ausgehen können. Und da kommen wir auch nochmal zu den zeitlosen Werten. Unter der Naziherrschaft wäre er ganz sicher kein Held gewesen, sondern das ganze Gegenteil eines solchen. Trotzdem hat er sich für einen zeitlosen Wert eingesetzt.
! Nein, ich glaub nicht dran, dass jeder Mensch gute Seiten hat. Nur weil der Massenmörder der alten Oma über die Straße hilft, ich sag, das tut er nur, um den Guten zu spielen. Das ist ein Unterschied, ein gravierender sogar! Und ja, manche Leute sind einfach von Beginn an ... nicht böse, das ist das falsche Wort, aber psychopathisch und psychisch labil veranlagt. Solche Leute sind schneller bereit diese Taten zu begehen, als jeder anderer. Und in den meisten Fällen können weder die Eltern, noch das Umfeld oder oder etwas dafür, manche Leute haben einfach .. ja Pech, mit ihrer Veranlagung. Das ist einfach so, es hilft nichts, wenn man die Realität schönredet.
Zitat von »Emerald«
Dass in jedem Menschen etwas Schlechtes steckt mag schon stimmen, aber dass in jedem etwas Gutes steckt stimmt genauso. Dir als Autorin fällt ja auch immer auf, wie unrealistisch Bösewichte sind, die die Welt nur aus dem Grund zerstören wollen, weil sie ach so "phöse" sind. Jeder Mensch hat gute und schlechte Seiten. Der Massenmörder von letzter Woche kann morgen auch einer alten Dame über die Straße helfen. Niemand ist komplett schlecht. Zumindest niemand, von dem ich jemals im Fernsehen gehört/ in der Zeitung gelesen sonst wo erfahren habe. Sogar Osama Bin Laden hat versucht, seinen Kindern ein möglichst normales, sicheres und unkriminelles Leben zu bieten.
Zitat von »Vinum«
Zitat von »Bastet«
Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben
Als was würdest du es denn bezeichnen, wenn jemand sein eigenes Leben riskiert, um andere Menschen zu retten? Für mich ist das sehrwohl heldenhaft.
Zitat von »Gucky«
Die Feuerwehrmänner, die z.B. am 11.9. nicht an ihr Leben gedacht haben, sondern versucht haben, anderen zu helfen.
Zitat von »Mr. Te«
Wer spendet Geld an Kinder in Asien? Wer gibt seinem Nächsten einen Taschentuch, wenn er schnieft? Wer hält einfach mal seinen Bürgersteig sauber, nur damit Menschen darüber ohne Dreck in den Sohlen durchgehen können?
Zitat von »Vinum«
Zitat von »Bastet«
Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben
Als was würdest du es denn bezeichnen, wenn jemand sein eigenes Leben riskiert, um andere Menschen zu retten? Für mich ist das sehrwohl heldenhaft.
Zitat von »Gucky«
Die Feuerwehrmänner, die z.B. am 11.9. nicht an ihr Leben gedacht haben, sondern versucht haben, anderen zu helfen.
Was habt ihr alle mit euren Märtyrer und Selbstlosigkeit. Das sind für mich keine Helden, die handeln kurzsichtig, riskieren für einen Fremden ihr eigenes Leben. Es musste vielen klar gewesen sein, dass sie nicht mehr lebend hinauskämen. Viele dieser besagten Feuerwehrmänner des 11.9. waren zB. Familienväter und ich finde es nicht heldenhaft, wenn man so risikofreudig ist und nicht bedenkt, dass die eigenen Kinder dann möglicherweise ohne Vater aufwachsen, die gesamte Familie und der Freundeskreis um einen trauern. "Mein Vater/Mann/bester Freund war ein Held", hilft auch über keine Trauer dann mehr hinweg. Bei aller Selbstlosigkeit, zuerst muss man an sich und Nahestehenden denken.
@Emerald
Den Rest haben wir schon in Skype besprochen <3

Hm... Dass kleine Kinder ihre Eltern anfangs als Helden betrachten mag wohl stimmen, denn die wissen es einfach noch nicht besser.Ein Held kann jeder sein, für kleine Kinder sind ihre Helden wohl anfangs die Eltern, für eine Familie aus einem Land in dem Krieg herrscht, ist evtl. ein Soldat der Feinde ein Held, weil er ihnen hilft, und für sehr religiöse Menschen ist ihr Gott oder evtl. das oberste Mitglied ihres Glaubens ein Held, da diese ihre Symbole weltweit ausstrahlen.
Dann glaub halt nicht daran. Aber ich WEIß, dass jeder Mensch gute Seiten hat und mein Wissen schlägt deinen Glauben!Nein, ich glaub nicht dran, dass jeder Mensch gute Seiten hat. Nur weil der Massenmörder der alten Oma über die Straße hilft, ich sag, das tut er nur, um den Guten zu spielen. Das ist ein Unterschied, ein gravierender sogar! Und ja, manche Leute sind einfach von Beginn an ... nicht böse, das ist das falsche Wort, aber psychopathisch und psychisch labil veranlagt. Solche Leute sind schneller bereit diese Taten zu begehen, als jeder anderer. Und in den meisten Fällen können weder die Eltern, noch das Umfeld oder oder etwas dafür, manche Leute haben einfach .. ja Pech, mit ihrer Veranlagung. Das ist einfach so, es hilft nichts, wenn man die Realität schönredet.
*Ausatm* Okay Katzengöttin, wenden wir uns nun dem Rest deines interessanten Beitrags zu! ^^ (Ganz ehrlich, bei dir habe ich stets überraschende Sachen zu lesen, und mit solchen Leuten diskutiere ich immer am liebsten. Weiter soWas habt ihr alle mit euren Märtyrer und Selbstlosigkeit. Das sind für mich keine Helden, die handeln kurzsichtig, riskieren für einen Fremden ihr eigenes Leben. Es musste vielen klar gewesen sein, dass sie nicht mehr lebend hinauskämen. Viele dieser besagten Feuerwehrmänner des 11.9. waren zB. Familienväter und ich finde es nicht heldenhaft, wenn man so risikofreudig ist und nicht bedenkt, dass die eigenen Kinder dann möglicherweise ohne Vater aufwachsen, die gesamte Familie und der Freundeskreis um einen trauern. "Mein Vater/Mann/bester Freund war ein Held", hilft auch über keine Trauer dann mehr hinweg. Bei aller Selbstlosigkeit, zuerst muss man an sich und Nahestehenden denken.
Inwiefern ist das Wort "Held" denn eine Utopie? Es gab bisher ziemlich viele und wird auch in Zukunft noch Helden geben, solange die Menschen ein zu Empfindungen fähiges Herz in ihrer Brust und genug Mut besitzen um sich trotz aller Gefahren für ihre Mitmenschen einzusetzen! Das ist keine utopische Fantasie sondern die nackte Realität.Generell zum Thema: Das Wort "Held" ist so eine Utopie, die keiner erreichen kann, also ist es blödes Wort. Wie gesagt, manche Taten eines einzelnen Menschen muss man ehren und schätzen (wenn er davor nicht etwas Schlimmes begangen hat, dann ist jede gute, folgende Tat nutzlos, das macht nichts wieder gut), aber nicht den ganzen Menschen als heldenhaft oder sogar als Held bezeichnen ...
Also irgendwelche Medaillen oder Heldenbegräbnisse sind wirklich ein schwacher Trost, aber vor allem in den USA, die teilweise einfach anormal patriotisch sind wird das wohl wirklich von vielen als erstrebenswertes Ideal betrachtet. Ich weiß jetzt nicht, ob man pauschal sagen kann, dass jeder Familienvater besser nicht in ein brennendes Haus stürzen sollte, denn es gibt auch genug Menschen die ihre Kinder zu Hause schlagen, und wenn solche dabei draufgehen, wie sie wenigstens wildfremden Menschen helfen, dann ist das vielleicht sogar etwas ganz Gutes. Obwohl, das klingt jetzt wieder so als wäre ich total herzlos.Wenn man eine Familie hat, sollte man schon ziemlich genau abwägen, was man in welcher Situation tut. Wenn ein Kind den Vater/die Mutter verliert durch solche "Heldentaten" (in dem Fall in ""), dann ist das wirklich etwas kurzsichtig, weil man sich da schon bewusst machen sollte, was das für die eigene Familie bedeutet. Und ich finde diese Ami-Filme, wo dann einer an die Hinterbliebenen herantritt, ihnen noch einen Orden (oder die Nationalflagge, oder sonst was) gibt, auf die Schulter klopft und sagt: "Dein Vater war ein Held" echt übel. Sowas kann im Film dafür sorgen, dass es nochmal emotional wird, aber im RL ist das Alles einfach nur Sch***. Trotzdem kann ich es verstehen, wenn jemand entgegen besseren Wissens trotzdem so handelt, in manchen Momenten hat man zu wenig Zeit, um das Pro und Contra genau abzuwägen. Und wenn man vielleicht mehreren Menschen das Leben retten kann und dagegen sein eines eigenes setzt... (wie gesagt, niemand sagte, es sei einfach).
Hm... also bei Superhelden die ja nicht wirklich existieren kann es auch einfach sein, dass die Eltern als für den Plot eher unwichtig betrachtet wurden oder der Autor sich dachte, dass seine Zielgruppe nichts von den Eltern des Superhelden erfahren will. Die müssen eher daran denken wie sie ihre Story möglichst beliebt und erfolgreich machen, anstatt derartig realistische aber für potentielle Leser eventuell abschreckende Details in seine Story einzubauen. Keine Ahnung was genau in den köpfen von Comicbuch-Autoren vor sich geht. Vielleicht sind die auch zu beschäftigt um sich über so etwas groß Gedanken zu machen.Vielleicht haben viele Superhelden deswegen keine Familie, weil, wenn man sich nur sich selbst gegenüber rechtfertigen muss, dann macht dass diese ganze Überlegung hinfällig und man kann sich ganz auf die Heldentat konzentrieren.
Aber auch in dem Fall ist das bei normalen Menschen immernoch heldenhaft genug, jedenfalls wenn einem etwas an seinem eigenen Leben liegt, weil sonst... naja sonst ist man irgendwie auch kein Held, weil man dann nichts verlieren kann.
Hihihi, willst du jetzt auch noch alles über meine intimen Skype-Gespräche erfahrenBringt dieser Diskussion hier natürlich extrem viel.@Emerald
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?Hm... Das ist eine wirklich interessante Definition des Heldenbegriffs, die du da hast. Das finde ich super-coolWenn beispielsweise ein Bekannter jemanden beim einräumen der Möbel für seine frisch gekaufte, neue Wohnung hilft, ist das auch schon eine Heldentat. Wenigstens für die eine Person ist es eine Heldentat wenn jemand so nett ist und mit seinen besonderen Fähigkeiten Zeit und Kraft hat um mit ihm seine neue Wohnung zu beziehen worauf vielleicht niemand anderes Lust zu hätte.
Man braucht keine Superkräfte oder so um ein Held zu sein. Jeder kann ein Held sein in dem er etwas heldenhaftes tut, und jeder kann etwas heldenhaftes tun. Nur Heldsein ist wie Kunst. Es liegt im Auge des Betrachters ob Held oder nicht...
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