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Jellygod

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1

Montag, 20. Februar 2012, 15:01

Heldentum in der heutigen Zeit oder: Wann ist ein Held ein Held?

Ich möchte mich mit euch der Frage widmen, wann heutzutage ein als "Held" titulierter Mensch denn tatsächlich ein Held ist und ob das Phänomen Heldentum im heutigen Verständnis überhaupt noch aktuell ist.


Im Folgenden einige Thesen und Fragen als Denkanstöße (spiegeln nicht zwingend meine Meinung wider):

- Der wahre Held glaubt an zeitlose Werte, die über ihm stehen und nicht in Frage zu stellen sind, und nimmt dafür Nachteile in Kauf.

- Sind Kriegshelden tatsächlich Helden?

-> Das Wort Kriegsheld ist eigentlich ein Oxymoron, da der Kriegsheld zwar sein Leben für etwas außer ihm Stehendes - den Staat und dessen Krieg - opfert, doch ist Gewalt immer in Frage zu stellen und keineswegs ein zeitloser Wert.

- Held ist vielmehr der, der Zivilcourage zeigt, also "Nein" sagt, gegen den Strom schwimmt, Widerstand leistet.

- Der Begriff "Held" wird in den Medien inflationär verwendet

- Heldenhaft handeln = Übernehmen gesellschaftlicher Verantwortung

- Helden und Heldentum in der ursprünglichen Bedeutung gibt es nicht mehr, vielmehr sind "Helden des Alltags", die bei der Wandelbarkeit der Zeit an unwandelbaren, bewährten Werten festhalten



Natürlich dürft und sollt ihr auch eigene Thesen und Fragen in die Diskussion einbringen.
Dabei gilt aber stets: Haltet euch an die Regeln und unterlasst Einzeiler.
last update: 05/14/12
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zuckerstange

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2

Montag, 20. Februar 2012, 18:40

Erster ;D
auch Ich finde ein Held ist dann ein Held wenn er etwas in Bewegung setzt,wenn er sich für etwas einsetzt.
z.b:Mutter Theresa hat sich im Namen Gottes für kranke,schwache und behinderte Menschen eingesetzt.
Ein Indianer hat sich für einen Baum eingesetzt.Der Baum sollte gefällt werden aber der Indíaner hatte sich vor dem Baum aufgestellt so das die Bauarbeiter den Baum nicht fällen darf. Somit bewegen sie ein Stein und alle werfen auch ein Stein.(blöd das mit dem Stein ?( )
Kriegshelden finde ich sind meiner Sicht nach keine Helden.Weil sie ja andere Menschen oder Pflanzen töten.Somit sind sie auch natürlich von gegnerischen Soldaten keine Helden.
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3

Montag, 20. Februar 2012, 22:44

Wenn man dem Wort oder Begriff Held gegen übertritt, dann denkt man zumeist an die bekannten Superhelden und nicht an den 0815 Menschen von heute. Man braucht keine Röntgenstrahlen oder kann fliegen um nur einige Beispiele zu nennen, um von den Medien als Helden gefeiert zu werden. Ein Held ist für mich jemand der gegen den Strom schwimmt und für seine Sache eintritt. Der auch in kleinen Dingen großes leistet, ohne gleich ein Wolkenkratzer vor dem Zusammenbruch bewahren zu müssen. Ein Held der das ganze nicht aus Gewinnsucht oder Eigennutz macht sondern für andere. Der sein Leben und Nutzen über das anderer stellt. Wenn man anderen zum Beispiel älteren Menschen hilft einkaufen zu gehen oder mal auf fremde Kinder aufpasst damit deren Eltern sich mal wieder einen freien Abend gönnen.

Ich würde sagen, dass Kriegsheldentum größtenteils in Amerika existiert. Dort werden ja für besondere Leistungen im Krieg auch posthum Orden verliehen. Meiner Meinung muss das nicht sein. Krieg an sich ist eine nutzlose Sache. Die Menschen werden als Bauern eingesetzt um eine Schlacht zu schlagen, die sie gar nicht schlagen wollen. Diese Taten muss dann auch nicht mit irgendwelchen Orden aufgewertet werden.

Jellygod

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4

Montag, 20. Februar 2012, 22:55

Zitat

Wenn man anderen zum
Beispiel älteren Menschen hilft einkaufen zu gehen oder mal auf fremde
Kinder aufpasst damit deren Eltern sich mal wieder einen freien Abend
gönnen.
Das zeichnet deiner Meinung nach einen Helden aus? Sind solche kleinen Gefallen, die man seinen Mitmenschen tut, nicht eher selbstverständlich? Das ist eigentlich eine Zweckentfremdung des Begriffs.
Mit Helden des Alltags sind doch eher diejenigen gemeint, die Zivilcourage zeigen und sich für benachteiligte Personen aller Art einsetzen.
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XXme

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Montag, 20. Februar 2012, 23:16

Eine gute frage die du da stellst.
Ein Kriegsheld sehe ich nicht wirklich als Held an.Sie haben Menschen getötet so wie die "Bösen".Das macht den angeblichen Held der Geschichte nicht besser als den Bösen.Helden die andere Töten um zu siegen sind nicht Wirklich helden.Schließlich sind Helden vorbilder.Welches Vorbild tötet andere Leute.Helden sollen doch die Bösen zu guten bekehren und sie nicht umbringen.Auch wenn es manchmal Situationen gibt in denen es nicht anders geht.Doch ich würde die Person die den Held spielt nicht als "Held der Geschichte" sondern lieber als "Haupcharackter der Geschichte" Bezeichen.Helden sind etwas anderes.Helden verbessern das Leben anderer und töten nicht.Egal was passiert.
Ich hoffe ihr hapt jetzt nicht den eindruck das ich soetwas Falsch finde.NEIN!Soetwas gehöhrt in die Filmbrangche dazu.Jedoch würde ich es nicht als Held bezeichen.

LG XXme

Emerald

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6

Dienstag, 21. Februar 2012, 00:08

Whoa, Helden! So was finde ich cool!

Ich möchte mich mit euch der Frage widmen, wann heutzutage ein als "Held" titulierter Mensch denn tatsächlich ein Held ist und ob Heldentum in der
heutigen Zeit überhaupt noch gegenwärtig ist.
Ich bin mir um ehrlich zu sein gar nicht sicher, ob man so allgemein gültige Richtlinien ab wann denn jemand ein Held ist, entwerfen kann und inwiefern das überhaupt erstrebenswert ist. Alle Menschen sind verschieden, und deshalb betrachte ich manche Menschen als meine persönlichen Helden, weil ich sie einfach so sehe. Das ist bei mir irgendwie eher eine emotionale Sache, als dass man mindestens zehn Menschen das Leben gerettet haben muss, um offiziell ein Held zu sein, lol
- Der wahre Held glaubt an zeitlose Werte, die über ihm stehen und nicht in Frage zu stellen sind, und nimmt dafür Nachteile in Kauf.
Na, also da kann ich dir gleich widersprechen. So etwas wie "zeitlose Werte" existiert einfach nicht. Zu jeder Zeit haben die Menschen gedacht, dass ihre jeweils aktuellen Werte die richtigen seien, egal wie obskur das den Menschen anderer Epochen erscheinen mag. Schau dir unsere Zeit an: Männer und Frauen sind immer noch nicht wirklich gleichberechtigt, obwohl wir alle Menschen sind: Frauen verdienen weniger, steigen seltener in hohe Posten auf, werden als erste gefeuert.
Oder Barack Obama. Er wird allen Menschen der Welt als der erste schwarze Präsident der USA in Erinnerung bleiben. Dabei sollte die Hautfarbe keine Rolle dabei spielen, wie ein Mensch behandelt und betrachtet wird.
Aber wenn schon niemand diese eine Maxime, dass alle Menschen gleich sind und so behandelt werden wollen, richtig einhalten kann, dann heißt das etwa dass es gar keine Helden gibt?
Falsch. Ich bin mir sicher, dass Helden existieren, sie sind nur nicht perfekt.
- Sind Kriegshelden tatsächlich Helden?
-> Das Wort Kriegsheld ist eigentlich ein Oxymoron, da der Kriegsheld zwar sein Leben für etwas außer ihm Stehendes - den Staat und dessen Krieg - opfert, doch ist Gewalt immer in Frage zu stellen und keineswegs ein zeitloser Wert.
Also, ob ein Kriegsheld ein wirklicher Held ist hängt davon ab, wofür er überhaupt gefeiert wird. Wenn man jemandem einen Orden verleiht, weil er so und so viele Feinde niedergemetzelt hat, dann ist er meiner Meinung nach kein Held. Aber wenn jemand einen Orden bekommt, weil er es geschafft hat, ein Gefangenenlager zu befreien (oder etwas Ähnliches), dann könnte man ihn schon als Held bezeichnen.
Außerdem ist das Word Kriegsheld überhaupt kein Oxymoron. Ein Kriegsheld ist jemand, der im Krieg eine heldenhafte Sache vollbracht hat. Man kann im Krieg genauso wie im Frieden Heldentaten vollbringen. Wenn man als Arzt an den Frontlinien lauter verwundeten Soldaten das Leben rettet und dabei selbstlos sein eigenes Leben riskiert, dann ist man wirklich ein Held und hat dafür keinerlei Gewalt anwenden müssen.
Außerdem ist Gewalt nicht immer in Frage zu stellen. Stell dir vor, du gehst Abends die Straße entlang und siehst, wie jemand ein Mädchen vergewaltigen will. Du schreitest ein, aber plötzlich zückt der Triebtäter ein Messer und geht auf dich los. Wenn du dich jetzt wehrst und den Typen dabei verletzt, dann ist das nicht verwerflich.
- Held ist vielmehr der, der Zivilcourage zeigt, also "Nein" sagt, gegen den Strom schwimmt, Widerstand leistet.
Bei der Zivilcourage stimme ich dir sogar zu. Solche Menschen braucht es mehr auf der Welt. Obwohl man dann die Frage stellen könnte, aus welchen Gründen jemand Zivilcourage zeigt. Ist man noch ein Held, wenn man sich nur so heldenhaft verhält, um Ruhm und Ansehen zu erlangen? Das ist mal eine komplizierte Frage, denn das Ergebnis ist ja das Gleiche, die "Heldentat" wurde vollbracht. Ob nun von jemand Bescheidenem oder einem Egoisten ist dagegen offen.

Aber dass gleich jeder der gegen den Strom schwimmt und Widerstand leistet, ein Held ist, ist total falsch. Ich meine, die RAF-Terroristen haben auch "Widerstand geleistet", und die würde ich jetzt nicht als Helden bezeichnen.
- Der Begriff "Held" wird in den Medien inflationär verwendet
Findest du? Ich höre den Begriff "Held" eigentlich nur sehr selten in den Medien.
- Heldenhaft handeln = Übernehmen gesellschaftlicher Verantwortung
Da muss man jetzt natürlich wieder fragen, wie der Einzelne "gesellschaftliche Verantwortung" definiert. Es wäre ja als Mitgleid einer Demokratie fast schon unsere Pflicht, das Wahrecht zu nutzen und uns aktiv mit der Politik zu befassen. Trotzdem sinken die Wählerzahlen immer weiter. Aber kann dann jemand, der zu faul zum Wählen ist, kein Held sein? Finde ich nicht.
- Helden und Heldentum in der ursprünglichen Bedeutung gibt es nicht mehr, vielmehr sind "Helden des Alltags", die bei der Wandelbarkeit der Zeit an unwandelbaren, bewährten Werten festhalten
Da muss man natürlich fragen, ob die "alten Helden" überhaupt echte Helden waren. Nehmen wir mal Herakles als Beispiel. Um als Gott anerkannt zu werden (total egoistisches Ziel) hat er lauter Monster umgebracht (Lebewesen die ihm nichts zu Leide getan haben das Leben genomen). Trotzdem werden seine Abenteuer als Heldentaten bezeichnet.
Ich denke jetzt nicht, dass "Helden des Alltags", also Krankenpfleger, Kindergärtner etc. an unwandelbaren Werten festhalten. Das sind auch nur Menschen.
Was sind jetzt deiner Meinung nach unwandelbare Werte? So ziemlich jeder "Wert", den ich mir vorstellen kann, hat wurde irgendwann irgendwo ins Gegenteil verkehrt.
auch Ich finde ein Held ist dann ein Held wenn er etwas in Bewegung setzt,wenn er sich für etwas einsetzt.
z.b:Mutter Theresa hat sich im Namen Gottes für kranke,schwache und behinderte Menschen eingesetzt.
Ein Indianer hat sich für einen Baum eingesetzt.Der Baum sollte gefällt werden aber der Indíaner hatte sich vor dem Baum aufgestellt so das die Bauarbeiter den Baum nicht fällen darf. Somit bewegen sie ein Stein und alle werfen auch ein Stein.(blöd das mit dem Stein ?( )
Kriegshelden finde ich sind meiner Sicht nach keine Helden.Weil sie ja andere Menschen oder Pflanzen töten.Somit sind sie auch natürlich von gegnerischen Soldaten keine Helden.
Tja, bei Mutter Theresa und dem Indianer stimme ich dir zu (obwohl ich bei der Sache mit dem Stein leider nicht so recht durchblicke).
Aber pauschal zu sagen, dass es im Krieg keine Helden gibt, bzw. jeder der Menschen oder Pflanzen tötet garantiert kein Held sein kann ist echt übertrieben. Sieh mal, wir Menschen müssen Pflanzen essen um zu überleben. Aber um die Pflanze zu essen, muss sie jemand erst mal ausreißen. Und selbst wenn du die Pflanze nicht "umgebracht" hast, so bist du aufgrund der Tatsache, dass du sie verzehrst zumindest an diesem "Mord" beteiligt, oder? Außerdem würde das bedeuten, dass kein Mensch des Planeten ein Held sein kann, weil wir ja alle Pflanzen zu uns nehmen müssen! XD
Bei der Menschen-umbringen-Sache ist das wieder kniffliger, denn wen jemand mich überfallen würde, aber ein Mensch daherkommt und mein Leben rettet, dabei aber den Angreifer in Notwehr umbringt, dann wäre dieser Mensch trotz des Mordes ein Held für mich.
Wenn man dem Wort oder Begriff Held gegen übertritt, dann denkt man zumeist an die bekannten Superhelden und nicht an den 0815 Menschen von heute. Man braucht keine Röntgenstrahlen oder kann fliegen um nur einige Beispiele zu nennen, um von den Medien als Helden gefeiert zu werden. Ein Held ist für mich jemand der gegen den Strom schwimmt und für seine Sache eintritt. Der auch in kleinen Dingen großes leistet, ohne gleich ein Wolkenkratzer vor dem Zusammenbruch bewahren zu müssen. Ein Held der das ganze nicht aus Gewinnsucht oder Eigennutz macht sondern für andere. Der sein Leben und Nutzen über das anderer stellt. Wenn man anderen zum Beispiel älteren Menschen hilft einkaufen zu gehen oder mal auf fremde Kinder aufpasst damit deren Eltern sich mal wieder einen freien Abend gönnen.
Natürlich muss man keine Superkräfte haben, um ein Held zu sein, aber dass jeder der gegen den Strom schwimmt und für seine Sache eintritt gleich ein Held sein soll, finde ich nicht richtig. Denn ein Terrorist tritt auch für seine Sache ein, und den würdest du doch auch nicht als Helden bezeichnen, oder?
Das mit dem auf kleine Kinder oder so aufpassen, ist zwar ein Zeichen dafür, dass jemand ein herausragender Mensch ist und wirklich nett, aber ihn gleich als Helden zu betrachten finde ich etwas übertrieben. Obwohl das auch auf die Umstände in der jeweiligen Situation ankommt.
Ich würde sagen, dass Kriegsheldentum größtenteils in Amerika existiert. Dort werden ja für besondere Leistungen im Krieg auch posthum Orden verliehen. Meiner Meinung muss das nicht sein. Krieg an sich ist eine nutzlose Sache. Die Menschen werden als Bauern eingesetzt um eine Schlacht zu schlagen, die sie gar nicht schlagen wollen. Diese Taten muss dann auch nicht mit irgendwelchen Orden aufgewertet werden.
Hahaha, ich denke dass egal ist, aus welchem Land jemand kommt. Aber in den Amerika sind die Menschen tatsächlich etwas fixierter auf ihre "Helden". Da hast du wirklich recht. Dass der Krieg schlecht ist, da stimme ich dir zu. Am Krieg an sich ist nichts Heldenhaftes, aber er bringt trotzdem teilweise die besten Seiten der Menschen ans Licht. Nur leider auch die Schlechtesten.

Zitat

Wenn man anderen zum
Beispiel älteren Menschen hilft einkaufen zu gehen oder mal auf fremde
Kinder aufpasst damit deren Eltern sich mal wieder einen freien Abend
gönnen.
Das zeichnet deiner Meinung nach einen Helden aus? Sind solche kleinen Gefallen, die man seinen Mitmenschen tut, nicht eher selbstverständlich? Das ist eigentlich eine Zweckentfremdung des Begriffs.
Mit Helden des Alltags sind doch eher diejenigen gemeint, die Zivilcourage zeigen und sich für benachteiligte Personen aller Art einsetzen.
Also, ich würde solche kleinen Gefallen bestimmt nicht als selbstverständlich bezeichnen. Ich meine, ich weiß jetzt nicht wo du herkommst, aber wenn ich raus gehe, dann sehe ich keine Leute die Älteren über die Straße helfen oder Ähnliches. Sagen wir so: es wäre gut und wünschenswert, wenn alle handeln würden, als wäre so etwas selbstverständlich, aber leider sind die meisten Menshcen heute Egoisten. Nicht, dass ich ihnen einen Vorwurf machen will, aber trotzdem.

Ein Kriegsheld sehe ich nicht wirklich als Held an.Sie haben Menschen getötet so wie die "Bösen".Das macht den angeblichen Held der Geschichte nicht besser als den Bösen.Helden die andere Töten um zu siegen sind nicht Wirklich helden.Schließlich sind Helden vorbilder.Welches Vorbild tötet andere Leute.Helden sollen doch die Bösen zu guten bekehren und sie nicht umbringen.Auch wenn es manchmal Situationen gibt in denen es nicht anders geht.Doch ich würde die Person die den Held spielt nicht als "Held der Geschichte" sondern lieber als "Haupcharackter der Geschichte" Bezeichen.Helden sind etwas anderes.Helden verbessern das Leben anderer und töten nicht.Egal was passiert.
Ich hoffe ihr hapt jetzt nicht den eindruck das ich soetwas Falsch finde.NEIN!Soetwas gehöhrt in die Filmbrangche dazu.Jedoch würde ich es nicht als Held bezeichen.
Also, in einem Krieg von Guten oder Bösen zu sprechen finde ich auch falsch, da meistens beide Seiten genug Kriegsverbechen begangen haben. Aber du scheinst hier eher von Filmen als von der Realität auszugehen. Hm... Helden als Vorbilder. Das ist ein ziemlich guter Punkt, so was gehört wohl wirklich zu einem Helden.

Bastet

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Dienstag, 21. Februar 2012, 00:42

Gut, dann möchte ich den Startpost mal beantworten ^^

Zitat von »Jellygood«

Ich möchte mich mit euch der Frage widmen, wann heutzutage ein als "Held" titulierter Mensch denn tatsächlich ein Held ist und ob Heldentum in der heutigen Zeit überhaupt noch gegenwärtig ist.

Die Fragestellung ist, wie ich finde, schon von einer irreführenden und für mich falschen Seite aufgezogen.
Gab es überhaupt schon Helden? Ich denke, nein. Die Menschheit ist seit der Steinzeit die Selbe. Menschen bewerfen sich im Krieg nun, im 21. Jahrhundert, mit Bomben und schießen mit Gewehren, Affen bewerfen sich mit Steinen und gehen mit spitzen Zähnen aufeinander los, aber die Handlung und die Absicht sind die Selben geblieben. Ich glaube auch nicht, dass in jedem Menschen etwas Gutes (also das "Heldenhafte") steckt - dafür steckt in jedem etwas Schlechtes, in einem mehr, in anderem weniger.
Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben.

Ein Feuerwehrmann, der in ein brennendes Haus läuft, um jemanden zu retten, und ein Arzt, der jemanden reanimiert, und ein Mensch in der Straßenbahn, der Zivilcourage zeigt, der ist kein Held, sondern ein Feuerwehrmann oder ein Arzt, der seinen Beruf ausführt bzw. ein Mensch in der Straßenbahn, der seinem Gewissen nachgeht. Natürlich gehört ihm für diese Tat Respekt gezollt. Ohne Frage. Aber nur für diese EINE Tat.
Dieser Mensch kann ja auch derjenige sein, der zu Hause Frau und Kind schlägt oder jemanden abzockt oder zur Schulzeiten jemanden so sehr gemobbt hat, dass es psychische Schäden hinterließ. Man weiß es nicht, da man denjenigen, dem man zum Helden erklärt, ja in vielen Fällen nicht kennt. Das macht die eine, gute Tat auch nicht wett.
Ein US-Soldat ist kein Held, wenn er jemanden von der feindlichen Gruppe (zB. im Irak, Afghanistan und co.) erschießt, sondern ein Mörder. (Notwehr ausgeschlossen)
Ein Soldat, der jemanden das Leben rettet, hat eine gute Tat vollbracht, ist aber kein Held, weil es keine Helden gibt.

Zitat von »Jellygood«

Der wahre Held glaubt an zeitlose Werte, die über ihm stehen und nicht in Frage zu stellen sind, und nimmt dafür Nachteile in Kauf.

Man darf keinen einzelnen Wert unhinterfragt lassen, sonst ist man ewig ein kleines Kind, das brav darauf hört, was mal Mama und Papa und die Kindergartentante gesagt haben.

Zitat von »XXme«

Doch ich würde die Person die den Held spielt nicht als "Held der Geschichte" sondern lieber als "Haupcharackter der Geschichte" Bezeichen.Helden sind etwas anderes.Helden verbessern das Leben anderer und töten nicht.Egal was passiert.

Ich bevorzuge auch das Wort Hauptcharakter oder Prota(gonist).
Weil die richtigen HELDEN in Geschichten öde, eindimensional, gutmenschenhaft, ausgelutscht, mainstream, viel zu gut und oftmals so dämlich sind, dass es wieder zum Ko... Erbrechen ist. >_____<"
Ja, ein Hoch auf Antihelden! :sekt: (zumindest meistens, bis auf wenige Ausnahmen, die aber dann wirklich gut gemacht sein müssen!)
Diebesgut
Es ist leichter zu bleiben, was man geworden ist,
als zu werden, was man im Grunde ist.
~Kruppa

Jellygod

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Dienstag, 21. Februar 2012, 10:35

Zuerst merke ich an, dass ich nicht unbedingt allen meinen Thesen zustimme. Sie sollen ja "nur" eine Gesprächsgrundlage bilden.
@ Bastet: Ich habe den Startpost umformuliert ;)

Zitat

Gab es überhaupt schon Helden? Ich denke, nein.
Aus der heutigen Sicht betrachtet sicher nicht. Es bedarf aber der Suche in Anbetracht der in der jeweiligen Zeitepoche aktuellen Definition des Helden. Damit will ich auch gar nicht behaupten, dass literarische Helden wie Iphigenie oder Ödipus Helden (nach heutigem Verständnis) sind. Sie dienten und dienen vielleicht noch heute meist als (Erziehungs-)Ideal für den Menschen und sein Handeln.

Zitat

Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben.
Und genau deswegen muss die allgemeine Vorstellung von Heldentum "entheroisiert" werden. Weil keiner diese Utopie erreichen kann, sollte es dann nicht genügen, wenn man eben "nur" außergewöhnliche, singuläre Leistungen in Extremsituationen leistet, oder eben ein ziviler Held des Alltags ist?

Zitat

Man darf keinen einzelnen Wert unhinterfragt lassen, sonst ist man ewig ein kleines Kind, das brav darauf hört, was mal Mama und Papa und die Kindergartentante gesagt haben.

Zitat

So etwas wie "zeitlose Werte" existiert einfach nicht. Zu jeder Zeit haben die Menschen gedacht, dass ihre jeweils aktuellen Werte die richtigen seien, egal wie obskur das den Menschen anderer Epochen erscheinen mag.
Natürlich muss man kritisch sein, doch meiner Meinung nach lassen sich manche Werte einfach nicht Hinterfragen.
Und ja, Wertewandel ist stets gegenwärtig. Ich spiele auch nicht auf irgendwelche - aus heutiger Sicht - veralteten Werte an, die Emerald meint, sondern auf ebendiese, die sowohl damals, als auch heute aktuell sind.
Findet ihr denn, dass Werte und Ideale wie Aufrichtigkeit, friedliches Verhalten, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Ehrlichkeit, Fairness oder Respekt ein Verfallsdatum haben? Im Gesamten betrachtet sind solche Werte einfach nicht zu hinterfragen, Gewalt aber schon. Natürlich kann man sich konkrete Situationen auspicken, wo Gewalt nicht, Ehrlichkeit jedoch schon zu hinterfragen sind, doch ich kann nur auf das fett geschriebene verweisen.

Zitat

Also, ob ein Kriegsheld ein wirklicher Held ist hängt davon ab, wofür erüberhaupt gefeiert wird. Wenn man jemandem einen Orden verleiht, weil er so und so viele Feinde niedergemetzelt hat, dann ist er meiner Meinung nach kein Held. Aber wenn jemand einen Orden bekommt, weil er esgeschafft hat, ein Gefangenenlager zu befreien (oder etwas Ähnliches), dann könnte man ihn schon als Held bezeichnen.

Außerdem ist das Word Kriegsheld überhaupt kein Oxymoron. Ein Kriegsheldist jemand, der im Krieg eine heldenhafte Sache vollbracht hat. Man kann im Krieg genauso wie im Frieden Heldentaten vollbringen. Wenn man als Arzt an den Frontlinien lauter verwundeten Soldaten das Leben rettetund dabei selbstlos sein eigenes Leben riskiert, dann ist man wirklich ein Held und hat dafür keinerlei Gewalt anwenden müssen.
Ich habe auf diese Menschen angespielt, denen als Untäter der Status "Held" zugesprochen wurde, vor allem nach dem zweiten Weltkrieg. Soweit ich mich recht entsinne, versteht man unter Kriegshelden auch allgemein solche Menschen und nicht etwa Ärzte oder Freiheitskämpfer. Diese sind ja nicht wegen sondern trotz des Krieges für ihre Ideale und Mitmenschen eingestanden. Und solche Menschen können dann schon als Held bezeichnet werden.

Zitat

Obwohl man dann die Frage stellen könnte, aus welchen Gründen jemand Zivilcourage zeigt. Ist man noch ein Held, wenn man sich nur so heldenhaft verhält, um Ruhm und Ansehen zu erlangen?
Kann man denn aus direktem Eigennutz zivilcouragiert handeln? Tritt man nicht für andere Menschen trotz drohender Nachteile für die eigene Person ein?

Zitat

Da muss man jetzt natürlich wieder fragen, wie der Einzelne "gesellschaftliche Verantwortung" definiert. Es wäre ja als Mitgleid einer Demokratie fast schon unsere Pflicht, das Wahrecht zu nutzen und uns aktiv mit der Politik zu befassen. Trotzdem sinken die Wählerzahlen immer weiter. Aber kann dann jemand, der zu faul zum Wählen ist, kein Held sein? Finde ich nicht.
Das sage ich auch nicht. Zwar handelt man als Held aus gesellschaftlicher Verantwortung, jedoch heißt das nicht, dass man diese in allen Bereichen übernehmen muss und damit einhergehend kein Held sein kann, wenn man sein Wahlrecht - aus Politikverdrossenheit etwa - nicht wahrnimmt.

Zitat

Denn ein Terrorist tritt auch für seine Sache ein, und den würdest du doch auch nicht als Helden bezeichnen, oder?
Natürlich tritt er für seine Sache ein. Du darfst nicht immer alle Thesen isoliert betrachten. Es stellt sich die Frage nach seiner Motivation. Seine Ideale sind vielleicht in Grundzügen lobenswert, doch sind Terroristen Extremisten und werden es immer sein. Auch nehmen sie den Tod Unbeteiligter in Kauf, töten/wenden Gewalt also nicht aus einer Notsituation in dem Sinne, als dass ihre physische Unversehrtheit in diesem Moment gefährdet ist, heraus an.

Zitat

Am Krieg an sich ist nichts Heldenhaftes, aber er bringt trotzdem
teilweise die besten Seiten der Menschen ans Licht. Nur leider auch die
Schlechtesten.
Du sagst es ja schon selbst. Am Krieg an sich ist nichts Heldenhaftes, daher kann es keine Kriegshelden geben. Man ist, wie gesagt, nicht wegen des Kriegs Held, sondern trotzdem.

@ Bastet: Wenn du mich zitierst, dann auch bitte richtig, da ich nicht Jellygood bin. ;)
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Mr. Te

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Dienstag, 21. Februar 2012, 10:59

Helden kennt man nicht

Helden sind für mich Menschen, die anderen Menschen helfen! Selbst wenn du einer alten Frau über die Straße hilfst, bist du ein Held für mich! Es sind immer die kleinen Dinge, die dich zum Helden machen, es hört sich zwar absurd an, aber es gibt viel zu wenig Helden! Wer spendet Geld an Kinder in Asien? Wer gibt seinem Nächsten einen Taschentuch, wenn er schnieft? Wer hält einfach mal seinen Bürgersteig sauber, nur damit Menschen darüber ohne Dreck in den Sohlen durchgehen können?
Für mich sind auch die Leute Helden, die gegen leute kämpfen, die anderen Menschen schaden zufügen! Wenn du gegen die NPD also die Nazis bist und aufstehst, um es diesen Skinheads zu sagen, bist du wahrlich ein Held!
Ein Hoch auf die unbekannten, die das jeden Tag machen, aber trotzdem kennt sie niemand!


Egal ob ich sitze oder stehe, ich rede, bevor ich mich bewege und irgendwo hingehe!

Vinum

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Dienstag, 21. Februar 2012, 16:29

Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben.

Als was würdest du es denn bezeichnen, wenn jemand sein eigenes Leben riskiert, um andere Menschen zu retten? Für mich ist das sehrwohl heldenhaft.
Ärztliche Hilfe z.B. sehe ich aber auch nicht als heldenhaft, sondern einfach nur als notwendig an, damit es überhaupt sowas wie eine funktionierende Gesellschaft geben kann.

Wirkliche Zivilcourage ist für mich heldenhaft. Einfache Hilfe hingegen ist, meiner Ansicht nach, eine Selbstverständlichkeit.
Dass die meisten Menschen lieber wegsehen statt anderen zu helfen, selbst wenn sie die Möglichkeit dazu haben und keine Nachteile daraus ziehen würden, ist sicher einer der Gründe dafür, dass das Wort "Held" so inflationär verwendet wird.
Sind Kriegshelden tatsächlich Helden?

Kommt darauf an.
Ein Kriegsheld muss nicht zwangsläufig getötet haben, er kann seinen Status auch dafür erhalten haben, dass er anderen Menschen trotz der eigenen Lebensgefahr vor dem Tod bewahrt hat.
Ob man so einen Menschen jetzt als Helden bezeichnen kann (oder will), hängt einfach davon ab wie man einen Helden definiert.
Also, in einem Krieg von Guten oder Bösen zu sprechen finde ich auch falsch, da meistens beide Seiten genug Kriegsverbechen begangen haben.

Streich das "meistens" weg, dann stimmt es.
- Held ist vielmehr der, der Zivilcourage zeigt, also "Nein" sagt, gegen den Strom schwimmt, Widerstand leistet.

Was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun?
Doch ich würde die Person die den Held spielt nicht als "Held der Geschichte" sondern lieber als "Haupcharackter der Geschichte" Bezeichen.Helden sind etwas anderes.

Ein Protagonist ist ein Held. In der Literatur spielen weder Charakter noch Taten der Hauptfigur eine Rolle, sie wird ganz neutral als "Held" bezeichnet. ;)

Emerald

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Dienstag, 21. Februar 2012, 23:05

Yay! Runde Zwei im "Helden-Marathon" !

Zitat von »Jellygood«

Ich möchte mich mit euch der Frage widmen, wann heutzutage ein als "Held" titulierter Mensch denn tatsächlich ein Held ist und ob Heldentum in der heutigen Zeit überhaupt noch gegenwärtig ist.
Die Fragestellung ist, wie ich finde, schon von einer irreführenden und für mich falschen Seite aufgezogen.
Gab es überhaupt schon Helden? Ich denke, nein. Die Menschheit ist seit der Steinzeit die Selbe. Menschen bewerfen sich im Krieg nun, im 21. Jahrhundert, mit Bomben und schießen mit Gewehren, Affen bewerfen sich mit Steinen und gehen mit spitzen Zähnen aufeinander los, aber die Handlung und die Absicht sind die Selben geblieben. Ich glaube auch nicht, dass in jedem Menschen etwas Gutes (also das "Heldenhafte") steckt - dafür steckt in jedem etwas Schlechtes, in einem mehr, in anderem weniger.
Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben.

Ein Feuerwehrmann, der in ein brennendes Haus läuft, um jemanden zu retten, und ein Arzt, der jemanden reanimiert, und ein Mensch in der Straßenbahn, der Zivilcourage zeigt, der ist kein Held, sondern ein Feuerwehrmann oder ein Arzt, der seinen Beruf ausführt bzw. ein Mensch in der Straßenbahn, der seinem Gewissen nachgeht. Natürlich gehört ihm für diese Tat Respekt gezollt. Ohne Frage. Aber nur für diese EINE Tat.
Dieser Mensch kann ja auch derjenige sein, der zu Hause Frau und Kind schlägt oder jemanden abzockt oder zur Schulzeiten jemanden so sehr gemobbt hat, dass es psychische Schäden hinterließ. Man weiß es nicht, da man denjenigen, dem man zum Helden erklärt, ja in vielen Fällen nicht kennt. Das macht die eine, gute Tat auch nicht wett.
Ein US-Soldat ist kein Held, wenn er jemanden von der feindlichen Gruppe (zB. im Irak, Afghanistan und co.) erschießt, sondern ein Mörder. (Notwehr ausgeschlossen)
Ein Soldat, der jemanden das Leben rettet, hat eine gute Tat vollbracht, ist aber kein Held, weil es keine Helden gibt.
Woah, da ist jemand aber finster drauf. Also wenn du sagst, dass es keine Helden gibt, weil die Menschheit sich seit der Steinzeit nicht verändert hat, dann könnte ich, wenn ich einfach davon ausgehe dass es damals schon Helden gab sagen, dass heute noch Helden existieren weil sich die Menschheit seit damals nicht verändert hat! XD

Dass in jedem Menschen etwas Schlechtes steckt mag schon stimmen, aber dass in jedem etwas Gutes steckt stimmt genauso. Dir als Autorin fällt ja auch immer auf, wie unrealistisch Bösewichte sind, die die Welt nur aus dem Grund zerstören wollen, weil sie ach so "phöse" sind. Jeder Mensch hat gute und schlechte Seiten. Der Massenmörder von letzter Woche kann morgen auch einer alten Dame über die Straße helfen. Niemand ist komplett schlecht. Zumindest niemand, von dem ich jemals im Fernsehen gehört/ in der Zeitung gelesen sonst wo erfahren habe. Sogar Osama Bin Laden hat versucht, seinen Kindern ein möglichst normales, sicheres und unkriminelles Leben zu bieten.

Ich finde ja auch, dass nicht pauschal jeder Feuerwehrmann jetzt als Held bezeichnet werden sollte, aber andererseits hätten die auch alle die Möglichkeit gehabt, sich einen Job zu suchen, der weniger lebensgefährlich ist, aber dafür keinen Menschen (direkt) hilft, wie Bauarbeiter oder Bürokaufmann oder sonst was. Es ist sogar so, dass viele Leute einfach Feuerwehrmänner werden wollen, weil sie ihren "Helden" nacheifern und gute Taten vollbringen wollen. In dem Fall kann es tatsächlich sein, dass jemand irgendwann zum Held wird, ganz einfach weil er sein Leben lang Heldentaten vollbracht hat.

Überhaupt finde ich das etwas extrem formuliert. Du kennst ja gar nicht alle Menschen, die jemals gelebt haben oder leben. Wie kannst du dann behaupten, dass es keine Helden gibt; nein, noch schlimmer, gar keine geben kann? Das ist eine ziemlich ungerechtfertigte Einstellung.
Vor allem, weil du für mich eine Heldin bist. Du hast mir in meiner dunkelsten Stunde beigestanden, als ich wirklich keine Hoffnung mehr hatte und das alles ohne irgendeinen Vorteil daraus zu ziehen. Du bist nicht perfekt, aber trotzdem bist du eine Heldin und der lebende Beweis dafür, dass deine Theorie nicht stimmt.

Zitat von »Jellygood«

Der wahre Held glaubt an zeitlose Werte, die über ihm stehen und nicht in Frage zu stellen sind, und nimmt dafür Nachteile in Kauf.
Man darf keinen einzelnen Wert unhinterfragt lassen, sonst ist man ewig ein kleines Kind, das brav darauf hört, was mal Mama und Papa und die Kindergartentante gesagt haben.
Das stimmt wohl, aber es kann gut sein, dass jemand an Werten festhält, obwohl er über sie nachgedacht und sie als falsch empfunden hat, ganz einfach weil er leicher damit leben kann. In dem Sinn läuft es auf das gleiche hinaus, ob man die Werte jetzt hinterfragt hat oder nicht, und (sehr) viele Menschen sind heutzutage zu faul, um wirklich alle Werte zu hinterfragen.

Zitat von »XXme«

Doch ich würde die Person die den Held spielt nicht als "Held der Geschichte" sondern lieber als "Haupcharackter der Geschichte" Bezeichen.Helden sind etwas anderes.Helden verbessern das Leben anderer und töten nicht.Egal was passiert.
Ich bevorzuge auch das Wort Hauptcharakter oder Prota(gonist).
Weil die richtigen HELDEN in Geschichten öde, eindimensional, gutmenschenhaft, ausgelutscht, mainstream, viel zu gut und oftmals so dämlich sind, dass es wieder zum Ko... Erbrechen ist. >_____<"
Ja, ein Hoch auf Antihelden! :sekt: (zumindest meistens, bis auf wenige Ausnahmen, die aber dann wirklich gut gemacht sein müssen!)
Hm... zwischen Protagonist und Held gibt es meines Wissens nach aber einen Unterschied. Der Protagonist ist einfach derjenige, auf den die Geschichte fixiert ist. Held und Antiheld sind sozusagen Unterarten des Protagonisten, je nachdem ob der Protagonist jetzt klassisch heldenhafte Züge aufweist oder nicht. In den alten Zeiten waren die ganzen "Helden" ja quasi muskelbepackte Superfighter, und wenn dann in einem Drama jemand der schwach oder hässlich war als Protagonist eingesetzt wurde, dann war er das Gegenteil von einem Helden, also ein "Antiheld".
Und überhaupt sind Antihelden (im modernen Sinne jetzt) oft genauso zum Kotzen wie normale Helden. Die werden auch dauernd so übertrieben cool und unrealistisch dargestellt. Hast du schon mal Sin City gesehen? Die sind mindestens so unreal wie jeder Superheld den du jetzt als Gegenbeispiel nennen könntest. Es ist völlig egal ob ein Charakter ein Held oder ein Antiheld ist, was zählt ist, wie der Autor/Regisseur ihn rüberbringt, ob er ihm nachvollziehbar Leben einhauchen kann.

Zitat

Gab es überhaupt schon Helden? Ich denke, nein.
Aus der heutigen Sicht betrachtet sicher nicht. Es bedarf aber der Suche in Anbetracht der in der jeweiligen Zeitepoche aktuellen Definition des Helden. Damit will ich auch gar nicht behaupten, dass literarische Helden wie Iphigenie oder Ödipus Helden (nach heutigem Verständnis) sind. Sie dienten und dienen vielleicht noch heute meist als (Erziehungs-)Ideal für den Menschen und sein Handeln.
Wieso nicht? Ich verstehe das einfach nicht. Wie können alle so pauschal sagen, dass keine Helden existieren? Logisch betrachtet kann man sowieso nur beweisen, dass etwas existiert und nicht, dass etwas nicht existiert. Aber genug davon! ^^"
Ich habe mir mal ein Paar Definitionen von "Held" bei Wikipedia durchgelesen, und nach den dort angegebenen Maßstäben kann man zwar verschidene Menschen als Helden bezeichnen, aber trotzdem finden sich zu jeder Definition Beispiele (sogar Leute, die ich normalerweise persönlich nicht als Helden bezeichnen würde, aber das ist jetzt meine persönliche Meinung und keine neutrale Definition).

Zitat

Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben.
Und genau deswegen muss die allgemeine Vorstellung von Heldentum "entheroisiert" werden. Weil keiner diese Utopie erreichen kann, sollte es dann nicht genügen, wenn man eben "nur" außergewöhnliche, singuläre Leistungen in Extremsituationen leistet, oder eben ein ziviler Held des Alltags ist?
Ich weiß jetzt nicht, was genau jemand deiner Vorstellung nach für übermenschliche Taten vollbringen muss, um als Held zu gelten, aber ich habe Helden niemals las Utopie betrachtet. Ich meine, in einer Utopie wären ja dann alle "heldenhaft", wodurch das nichts besonderes oder heldenäßiges mehr wäre, oder nicht? Solange die Menschen nicht perfekt sind, wird es immer irgendjemanden geben, der eben überdurchschnittlich mutig ist und sich durch seine Taten von der grauen Masse abhebt. Das ist dann ein Held. Man muss nicht perfekt sein, ein wenig Überdurchschnittlichkeit reicht da oft schon aus! XD

Zitat

Man darf keinen einzelnen Wert unhinterfragt lassen, sonst ist man ewig ein kleines Kind, das brav darauf hört, was mal Mama und Papa und die Kindergartentante gesagt haben.

Zitat

So etwas wie "zeitlose Werte" existiert einfach nicht. Zu jeder Zeit haben die Menschen gedacht, dass ihre jeweils aktuellen Werte die richtigen seien, egal wie obskur das den Menschen anderer Epochen erscheinen mag.
Natürlich muss man kritisch sein, doch meiner Meinung nach lassen sich manche Werte einfach nicht Hinterfragen.
Und ja, Wertewandel ist stets gegenwärtig. Ich spiele auch nicht auf irgendwelche - aus heutiger Sicht - veralteten Werte an, die Emerald meint, sondern auf ebendiese, die sowohl damals, als auch heute aktuell sind.
Findet ihr denn, dass Werte und Ideale wie Aufrichtigkeit, friedliches Verhalten, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Ehrlichkeit, Fairness oder Respekt ein Verfallsdatum haben? Im Gesamten betrachtet sind solche Werte einfach nicht zu hinterfragen, Gewalt aber schon. Natürlich kann man sich konkrete Situationen auspicken, wo Gewalt nicht, Ehrlichkeit jedoch schon zu hinterfragen sind, doch ich kann nur auf das fett geschriebene verweisen.
Also wolltest du nur sagen, dass es gewisse Werte gibt die in über 99% der Fälle eben doch vertretbar sind, und dass man sich auf diese konzentrieren sollte?
Okay, damit kann ich leben. ^^

Zitat

Obwohl man dann die Frage stellen könnte, aus welchen Gründen jemand Zivilcourage zeigt. Ist man noch ein Held, wenn man sich nur so heldenhaft verhält, um Ruhm und Ansehen zu erlangen?
Kann man denn aus direktem Eigennutz zivilcouragiert handeln? Tritt man nicht für andere Menschen trotz drohender Nachteile für die eigene Person ein?
Natürlich kann man aus Eigennutz civilcouragiert handeln. Das ist das gleiche, wie wenn jemand Reiches oder ein Politiker Geld spendet um sein Ansehen zu steigern, nur eben noch ein bisschen weiter ins Extrem getrieben. Es gab schon mehr als genug Leute, die sich durch derartige Aktionen ins rechte Licht rücken wollten.

Zitat

Da muss man jetzt natürlich wieder fragen, wie der Einzelne "gesellschaftliche Verantwortung" definiert. Es wäre ja als Mitgleid einer Demokratie fast schon unsere Pflicht, das Wahrecht zu nutzen und uns aktiv mit der Politik zu befassen. Trotzdem sinken die Wählerzahlen immer weiter. Aber kann dann jemand, der zu faul zum Wählen ist, kein Held sein? Finde ich nicht.
Das sage ich auch nicht. Zwar handelt man als Held aus gesellschaftlicher Verantwortung, jedoch heißt das nicht, dass man diese in allen Bereichen übernehmen muss und damit einhergehend kein Held sein kann, wenn man sein Wahlrecht - aus Politikverdrossenheit etwa - nicht wahrnimmt.
Also stimmst du mir zu, dass man nicht perfekt sein muss (denn ehrlich, niemand ist perfekt), um ein Held sein zu können?
Das finde ich so toll :) !

Zitat

Denn ein Terrorist tritt auch für seine Sache ein, und den würdest du doch auch nicht als Helden bezeichnen, oder?
Natürlich tritt er für seine Sache ein. Du darfst nicht immer alle Thesen isoliert betrachten. Es stellt sich die Frage nach seiner Motivation. Seine Ideale sind vielleicht in Grundzügen lobenswert, doch sind Terroristen Extremisten und werden es immer sein. Auch nehmen sie den Tod Unbeteiligter in Kauf, töten/wenden Gewalt also nicht aus einer Notsituation in dem Sinne, als dass ihre physische Unversehrtheit in diesem Moment gefährdet ist, heraus an.
Aber, wenn Menschen einen Diktator töten wollen, weil er ein Land unterdrückt, dann haben sie ja auch eindeutig gute Ziele. Aber wenn sie dabei den Tod seiner Schergen, die im Grunde ganz normale Verwaltungsangestellte sind (nicht alle, aber doch ein guter Anteil) in Kauf nehmen, dann sind die im Grunde auch nicht besser als Terroristen, oder wie? Sie töten den Diktator aber auch Unschuldige und sind deshalb genauso schlimm wie Terroristen, die ihre Taten mit einem Gott rechfertigen?
Der einzige Unterschied ist scheinbar, ob jemand mit seinen Taten sein Ziel erreicht oder nicht.
Helden sind für mich Menschen, die anderen Menschen helfen! Selbst wenn du einer alten Frau über die Straße hilfst, bist du ein Held für mich! Es sind immer die kleinen Dinge, die dich zum Helden machen, es hört sich zwar absurd an, aber es gibt viel zu wenig Helden! Wer spendet Geld an Kinder in Asien? Wer gibt seinem Nächsten einen Taschentuch, wenn er schnieft? Wer hält einfach mal seinen Bürgersteig sauber, nur damit Menschen darüber ohne Dreck in den Sohlen durchgehen können?
Für mich sind auch die Leute Helden, die gegen leute kämpfen, die anderen Menschen schaden zufügen! Wenn du gegen die NPD also die Nazis bist und aufstehst, um es diesen Skinheads zu sagen, bist du wahrlich ein Held!
Ein Hoch auf die unbekannten, die das jeden Tag machen, aber trotzdem kennt sie niemand!
Menschen die anderen helfen würde ich nicht sofort alle als Helden bezeichnen, das hängt auch ein wenig davon ab mit welchen Mitteln und in welchem "Maßstab" man das macht, aber im Kern stimme ich dir da zu.
Der zweite Teil klingt für mich aber fast so, als hättest du kein Problem damit, wenn jemand mit dem Maschinengewehr loszieht und Neonazis umbringt, und das obwohl dadurch auch den unschuldigen Kindern der Neonazis Schaden zugefügt wird und man dann auch nicht besser als die Menschen sind, die man gejagt hat.
Aber mit dem letzten Satz sprichst du einen Punkt an, den ich bei Helden noch gar nicht bedacht habe: Die Bescheidenheit. Es erfordert wirklich eine Menge Stärke, jeden Tag stur gute Taten zu vollbringen und das ohne ein einziges Wort des Dankes. So was ist wirklich "übermenschlich"!
Also, in einem Krieg von Guten oder Bösen zu sprechen finde ich auch falsch, da meistens beide Seiten genug Kriegsverbechen begangen haben.
Streich das "meistens" weg, dann stimmt es.
Hahaha, Vinum, du siehst alles so extrem ;) ! Nicht in jedem Krieg seit Menschengedenken haben ausnahmslos alle beteiligten Parteien Kriegsverbrechen begangen. Im Grunde würde die Existenz einer einzigen solchen an irgendeinem jemals geschlagenen Krieg beteiligten Seite genügen, um deine Aussage zu dementieren, oder? Deshalb schreibe ich nie solch extreme Aussagen hin. Mal sehen, eine an einem Krieg beteiligte Partei, die keine Kriegsverbrechen begangen hat... Wie wäre es mit Polen im zweiten Weltkrieg? Als NS-Deutschland die innerhalb von ein Paar Tagen überrannt hat, hatten die kaum Zeit, um groß Kriegsverbrechen zu verüben, oder?
Aber du kennst dich bestimmt besser mit Geschichte aus als ich und kennst wahrscheinlich wesentlich mehr und bessere Beispiele :) !
- Held ist vielmehr der, der Zivilcourage zeigt, also "Nein" sagt, gegen den Strom schwimmt, Widerstand leistet.
Was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun?
Ich glaube hier geht es darum, dass jemand für seine Werte eintritt, egal ob das von der Gesellschaft toleriert wird oder nicht. Das kann zwar in meinen Augen sowohl zu einem Helden als auch zu einem Terroristen führen, aber bei Wikipedia habe ich eine ähnliche Begriffsdefinition gelesen, also kann ich mir ungefähr vorstellen, was der betreffende Poster damit ausdrücken will.

Gucky

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12

Mittwoch, 22. Februar 2012, 14:42

- Der wahre Held glaubt an zeitlose Werte, die über ihm stehen und nicht in Frage zu stellen sind, und nimmt dafür Nachteile in Kauf.
Na, also da kann ich dir gleich widersprechen. So etwas wie "zeitlose Werte" existiert einfach nicht. Zu jeder Zeit haben die Menschen gedacht, dass ihre jeweils aktuellen Werte die richtigen seien, egal wie obskur das den Menschen anderer Epochen erscheinen mag. Schau dir unsere Zeit an: Männer und Frauen sind immer noch nicht wirklich gleichberechtigt, obwohl wir alle Menschen sind: Frauen verdienen weniger, steigen seltener in hohe Posten auf, werden als erste gefeuert.


Natürlich gibt es zeitlose Werte!! Das sind doch nicht die, die uns irgendwelche Diktatoren oder Staatsformen vermitteln wollen. Der zeitloseste Wert überhaupt ist doch das Leben an sich. Das ist mir durchaus bewusst, dass das in der Geschichte nicht immer so war, aber sollten wir heute soetwas nicht besser wissen!?
Darum kann für mich auch z.B. jeder Feuerwehrmann zum Helden werden. Das geschieht (für mein Empfinden) genau in dem Moment, in dem er mehr macht, als er muss. Wenn es brennt und eigentlich niemand mehr ein Haus betreten würde, weil es zu gefährlich ist und er in dem Moment nicht zögert und das trotzdem tut, weil da noch jemand drin ist, den er retten kann. Die Feuerwehrmänner, die z.B. am 11.9. nicht an ihr Leben gedacht haben, sondern versucht haben, anderen zu helfen und wenn ich bei dem Thema bin, für mich sind auch die Helden, die das eine Flugzeug vorher noch zum Absturz gebracht haben. Also, ich hätte mir das nicht getraut, auch nicht mit dem Wissen, was der Plan der Entführer ist.
Es kann aber auch im Alltag zu solchen Situationen kommt, in denen man für sich selber entscheiden muss, was richtig ist. Und ohne an sich selbst zu denken und anderen zu helfen, ist für mich heldenhaft. Und warum soll man deswegen gleich immer alles richtig machen? Natürlich sind auch solche Helden ganz normale Menschen, die Fehler machen. Man erwartet doch nicht ernsthaft, dass jemand perfekt ist. Wenn man so will, kann man es dann auch als heldenhafte Tat bezeichnen, wenn man den Menschen insgesamt schon nicht als Held bezeichnet.

Und nein, soviel, wie gewisse andere Personen schreibe ich jetzt nicht ;) , aber zu den Kriegshelden muss auch noch was...
Natürlich gibt es auch im Krieg Helden. Verstehe gar nicht, warum nicht? Gerade da kann man zu einem Helden werden, indem man eben nicht blind darauf vertraut, was der Vorgesetzte einem sagt, sondern manche Entscheidungen selber trifft. Dass man eben nicht tötet, wo es nicht notwendig ist, um selber zu überleben oder indem man möglicherweise einem Kameraden hilft, der in Gefahr ist und sich selber nicht helfen kann, obwohl man dafür selber im schlimmsten Fall sein Leben verlieren könnte. Dass in dem Fall einige Entscheidungen möglicherweise sogar bedeuten, dass man später dafür bestraft wird, weil man einen direkten Befehl nicht befolgt hat, ist eben manchmal unvermeidbar. Aber wenn man es für sich so entscheidet, weil es eigentlich das Richtige war, dann ist das heldenhaft (und niemand sagt, dass es einfach ist, ein Held zu sein).
War zwar kein Fall aus dem direkten Kriegsgeschehen, aber das, was damals Oskar Schindler getan hat, hat ihn zum Helden gemacht (nur um auch mal einen Namen ins Spiel zu bringen). Trotzdem er wusste, wie gefährlich sein Handeln war, hat er hunderte Menschen gerettet. Das hätte für ihn auch ganz anders ausgehen können. Und da kommen wir auch nochmal zu den zeitlosen Werten. Unter der Naziherrschaft wäre er ganz sicher kein Held gewesen, sondern das ganze Gegenteil eines solchen. Trotzdem hat er sich für einen zeitlosen Wert eingesetzt.
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Ich habe ja nichts gegen die Klassenjustiz. Mir gefällt nur die Klasse nicht, die sie macht. (Tucholsky)

Emerald

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13

Donnerstag, 23. Februar 2012, 00:02

Schau, Gucky! Ich kann auch kurze Beiträge schreiben! Und dieser hier ist nur für dich <3

Natürlich gibt es zeitlose Werte!! Das sind doch nicht die, die uns irgendwelche Diktatoren oder Staatsformen vermitteln wollen. Der zeitloseste Wert überhaupt ist doch das Leben an sich. Das ist mir durchaus bewusst, dass das in der Geschichte nicht immer so war, aber sollten wir heute soetwas nicht besser wissen!?
Hm...Das Leben an sich als zeitloser Wert. Das ist auf eine philosophische Weise irgendwie... genial! Wenn es keine Lebewesen gäbe die Werte festlegen können, dann gäbe es auch keine Werte, du bist ein Genie!
Ich dachte ja eigentlich, dass "Zeitlosigkeit" an sich einfach dadurch definiert wird, dass schon immer kaum jemand daran gezweifelt hat. Dann gäbe es zwar auch andere "richtige" Werte, nur sind sie aufgrund der Tatsache, dass die Menschen zu spät drauf gekommen sind nicht "zeitlos".
Aber andererseits waren die allgemein als zeitlos angesehenen Werte auch irgendwann mal "neu". Die musste sich auch erst einer "ausdenken".
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr stimme ich dir in diesem Punkt zu :) ! Kommen wir also einfach zum nächsten Teil deines Posts. ^^
Darum kann für mich auch z.B. jeder Feuerwehrmann zum Helden werden. Das geschieht (für mein Empfinden) genau in dem Moment, in dem er mehr macht, als er muss. Wenn es brennt und eigentlich niemand mehr ein Haus betreten würde, weil es zu gefährlich ist und er in dem Moment nicht zögert und das trotzdem tut, weil da noch jemand drin ist, den er retten kann. Die Feuerwehrmänner, die z.B. am 11.9. nicht an ihr Leben gedacht haben, sondern versucht haben, anderen zu helfen und wenn ich bei dem Thema bin, für mich sind auch die Helden, die das eine Flugzeug vorher noch zum Absturz gebracht haben. Also, ich hätte mir das nicht getraut, auch nicht mit dem Wissen, was der Plan der Entführer ist.
Ja, wenn jemand derartig selbstlos handelt, dann ist das wahrlich heldenhaft, das empfindest bestimmt nicht nur du so (weil ich das auch so sehe ^^). Wobei ich persönlich in dem Flugzeug zwar ähnlich aber anders gehandelt hätte, doch das liegt wohl eher daran, dass ich schräg drauf bin! XD
Es kann aber auch im Alltag zu solchen Situationen kommt, in denen man für sich selber entscheiden muss, was richtig ist. Und ohne an sich selbst zu denken und anderen zu helfen, ist für mich heldenhaft. Und warum soll man deswegen gleich immer alles richtig machen? Natürlich sind auch solche Helden ganz normale Menschen, die Fehler machen. Man erwartet doch nicht ernsthaft, dass jemand perfekt ist. Wenn man so will, kann man es dann auch als heldenhafte Tat bezeichnen, wenn man den Menschen insgesamt schon nicht als Held bezeichnet.
Naja, ob etwas "im Alltag" so richtig heldenhaft sein kann, sei jetzt mal dahingestellt.
Ich dachte eigentlich, dass es auf das außergewöhnliche Verhalten in Situationen ankommt, in denen es für den normalen Menschen in Ordnung wäre sich zu verkriechen und zu versuchen sein nacktes Leben zu retten. Wer in so einem Fall noch selbstlos handelt ist für mich ein Held.
Aber ich habe auch nie behauptet, dass ein Held perfekt sein muss. Denn ganz ehrlich: Nobody's perfect. Aber Helden gibt es trotzdem, obwohl es keine perfekten Menschen gibt. Auch muss nicht jeder (theoretisch) perfekte Mensch zwangsläufig ein Held sein, oder? Schließlich ist mit den meisten als "Heldentaten" angesehenen Handlungsweisen auch eine gute Portion Wagemut und Risikobereitschaft nötig, was andere Personen eventuell eher als Idiotie denn als Heroismus auffassen würden. ^^"
Könnte es dann sein, dass Helden gerade deshalb dazu fähig sind Heldentaten zu vollbringen WEIL sie nicht perfekt sind? Woah, heute bin ich echt philosophisch drauf.
Und nein, soviel, wie gewisse andere Personen schreibe ich jetzt nicht ;)
Hihihi, dazu wärst du auch gar nicht fähig :P! Nur Verrückte und Aliens kriegen so was hin!
aber zu den Kriegshelden muss auch noch was...
Natürlich gibt es auch im Krieg Helden. Verstehe gar nicht, warum nicht? Gerade da kann man zu einem Helden werden, indem man eben nicht blind darauf vertraut, was der Vorgesetzte einem sagt, sondern manche Entscheidungen selber trifft. Dass man eben nicht tötet, wo es nicht notwendig ist, um selber zu überleben oder indem man möglicherweise einem Kameraden hilft, der in Gefahr ist und sich selber nicht helfen kann, obwohl man dafür selber im schlimmsten Fall sein Leben verlieren könnte. Dass in dem Fall einige Entscheidungen möglicherweise sogar bedeuten, dass man später dafür bestraft wird, weil man einen direkten Befehl nicht befolgt hat, ist eben manchmal unvermeidbar. Aber wenn man es für sich so entscheidet, weil es eigentlich das Richtige war, dann ist das heldenhaft (und niemand sagt, dass es einfach ist, ein Held zu sein).
So sehe ich das auch :) !
Der Krieg ist etwas schlechtes, aber die Menschen die leider daran teilnehmen (müssen) haben immer noch die Möglichkeit, entgegen allen Befehlen und trotz jedes Risikos für das eigene Leben das "Richtige" zu tun. Oder zumindest das, was man als das Richtige betrachtet.
Wenn jemand seinen Kameraden, die aber selbst ziemlich viele Kriegsvergehen begangen haben, das Leben rettet, macht man dann das Richtige?
Ich weiß jedenfalls, was ich im Krieg machen würde, aber ich bin ganz sicher kein Held.
War zwar kein Fall aus dem direkten Kriegsgeschehen, aber das, was damals Oskar Schindler getan hat, hat ihn zum Helden gemacht (nur um auch mal einen Namen ins Spiel zu bringen). Trotzdem er wusste, wie gefährlich sein Handeln war, hat er hunderte Menschen gerettet. Das hätte für ihn auch ganz anders ausgehen können. Und da kommen wir auch nochmal zu den zeitlosen Werten. Unter der Naziherrschaft wäre er ganz sicher kein Held gewesen, sondern das ganze Gegenteil eines solchen. Trotzdem hat er sich für einen zeitlosen Wert eingesetzt.
Hahaha, Oskar Schinlder hat mir in einer früheren Diskussion mit Vinum auch schon mal geholfen, der war ein toller Typ. Interessant ist an ihm ja, dass er die Leute ursprünglich aus Profitgier behalten hat, aber später hat er eine immer größere empathische Bindung zu ihnen entwickelt und selbst große finanzielle Nachteile nicht gescheut, um "seine" Arbeiter zu retten. Da hat der Krieg wirklich die besten Seiten eines Menschen zum Vorschein gebracht, auch wenn er nicht direkt an der Frontlinie gekämpft hat, wie du schon so treffend erkannt hast. Jedenfalls ist das die Version von Oskar Schindler die mir bekannt ist.

Tja, mehr habe ich heute nicht zu sagen. Interessanterweise stimmen wir in ziemlich vielen Punkten überein.
Hihihi, wir sind wohl Seelenverwandte :) !

Adeptimus

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Donnerstag, 23. Februar 2012, 00:49

Ein Held ist man, wenn man in einer Nacht 2 Mädels ins Bett bekommt oder zu 5. auf jemanden einprügelt. Ganz klar.

Definitiv ist man dann kein Held.

Ein Held kann jeder sein, für kleine Kinder sind ihre Helden wohl anfangs die Eltern, für eine Familie aus einem Land in dem Krieg herrscht, ist evtl. ein Soldat der Feinde ein Held, weil er ihnen hilft, und für sehr religiöse Menschen ist ihr Gott oder evtl. das oberste Mitglied ihres Glaubens ein Held, da diese ihre Symbole weltweit ausstrahlen.

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15

Donnerstag, 23. Februar 2012, 12:49

Zitat von »Emerald«

Dass in jedem Menschen etwas Schlechtes steckt mag schon stimmen, aber dass in jedem etwas Gutes steckt stimmt genauso. Dir als Autorin fällt ja auch immer auf, wie unrealistisch Bösewichte sind, die die Welt nur aus dem Grund zerstören wollen, weil sie ach so "phöse" sind. Jeder Mensch hat gute und schlechte Seiten. Der Massenmörder von letzter Woche kann morgen auch einer alten Dame über die Straße helfen. Niemand ist komplett schlecht. Zumindest niemand, von dem ich jemals im Fernsehen gehört/ in der Zeitung gelesen sonst wo erfahren habe. Sogar Osama Bin Laden hat versucht, seinen Kindern ein möglichst normales, sicheres und unkriminelles Leben zu bieten.
Nein, ich glaub nicht dran, dass jeder Mensch gute Seiten hat. Nur weil der Massenmörder der alten Oma über die Straße hilft, ich sag, das tut er nur, um den Guten zu spielen. Das ist ein Unterschied, ein gravierender sogar! Und ja, manche Leute sind einfach von Beginn an ... nicht böse, das ist das falsche Wort, aber psychopathisch und psychisch labil veranlagt. Solche Leute sind schneller bereit diese Taten zu begehen, als jeder anderer. Und in den meisten Fällen können weder die Eltern, noch das Umfeld oder oder etwas dafür, manche Leute haben einfach .. ja Pech, mit ihrer Veranlagung. Das ist einfach so, es hilft nichts, wenn man die Realität schönredet.
Aber das ist ein anderes Thema.

Zitat von »Vinum«

Zitat von »Bastet«

Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben

Als was würdest du es denn bezeichnen, wenn jemand sein eigenes Leben riskiert, um andere Menschen zu retten? Für mich ist das sehrwohl heldenhaft.

Zitat von »Gucky«

Die Feuerwehrmänner, die z.B. am 11.9. nicht an ihr Leben gedacht haben, sondern versucht haben, anderen zu helfen.

Was habt ihr alle mit euren Märtyrer und Selbstlosigkeit. Das sind für mich keine Helden, die handeln kurzsichtig, riskieren für einen Fremden ihr eigenes Leben. Es musste vielen klar gewesen sein, dass sie nicht mehr lebend hinauskämen. Viele dieser besagten Feuerwehrmänner des 11.9. waren zB. Familienväter und ich finde es nicht heldenhaft, wenn man so risikofreudig ist und nicht bedenkt, dass die eigenen Kinder dann möglicherweise ohne Vater aufwachsen, die gesamte Familie und der Freundeskreis um einen trauern. "Mein Vater/Mann/bester Freund war ein Held", hilft auch über keine Trauer dann mehr hinweg. Bei aller Selbstlosigkeit, zuerst muss man an sich und Nahestehenden denken.

Die Menschen im Flugzeug ... das ist etwas anderes, die sahen dem Tod so oder so ins Auge, als warum nicht gleich das Richtige tun? Was sicher einfacher gesagt als getan ist, aber es ist die einzige richtige Lösung.

Zitat von »Mr. Te«

Wer spendet Geld an Kinder in Asien? Wer gibt seinem Nächsten einen Taschentuch, wenn er schnieft? Wer hält einfach mal seinen Bürgersteig sauber, nur damit Menschen darüber ohne Dreck in den Sohlen durchgehen können?

Lol, das soll heldenhaft sein?
Jemanden ein Taschentuch anzubieten ist alltägliches, normales Verhalten. :rolleyes:
Und Kinder in Asien Geld spenden? Also ich sicher nicht! XD
Ich finde das sehr kurzsichtig. Jeder glaubt "oh, jetzt hab ich dafür gesorgt, dass es Kind x in Asien/Afrika/Südamerika besser geht, bin ich nicht toll!?". Dabei wissen die Wenigsten, dass dies alles so aufgeblähte Systeme sind und es viel wahrscheinlicher ist, dass man mit dem eigenen Geld einen von hunderten Buchhaltern der Organisation einen Teil das nächsten Gehalts gesichert hat, anstatt einem Kind in Asien zu helfen. Und ich bezahl sicher niemanden sein Gehalt, zumindest nicht freiwillig lol.


Generell zum Thema: Das Wort "Held" ist so eine Utopie, die keiner erreichen kann, also ist es blödes Wort. Wie gesagt, manche Taten eines einzelnen Menschen muss man ehren und schätzen (wenn er davor nicht etwas Schlimmes begangen hat, dann ist jede gute, folgende Tat nutzlos, das macht nichts wieder gut), aber nicht den ganzen Menschen als heldenhaft oder sogar als Held bezeichnen ...

@Emerald
Den Rest haben wir schon in Skype besprochen <3

@Jellygod
Sorry ^^"
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als zu werden, was man im Grunde ist.
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Gucky

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16

Donnerstag, 23. Februar 2012, 13:57

Zitat von »Vinum«

Zitat von »Bastet«

Helden gab es nie, weil Menschen so sind, wie sie eben sind und deswegen wird es auch nie Helden geben

Als was würdest du es denn bezeichnen, wenn jemand sein eigenes Leben riskiert, um andere Menschen zu retten? Für mich ist das sehrwohl heldenhaft.

Zitat von »Gucky«

Die Feuerwehrmänner, die z.B. am 11.9. nicht an ihr Leben gedacht haben, sondern versucht haben, anderen zu helfen.

Was habt ihr alle mit euren Märtyrer und Selbstlosigkeit. Das sind für mich keine Helden, die handeln kurzsichtig, riskieren für einen Fremden ihr eigenes Leben. Es musste vielen klar gewesen sein, dass sie nicht mehr lebend hinauskämen. Viele dieser besagten Feuerwehrmänner des 11.9. waren zB. Familienväter und ich finde es nicht heldenhaft, wenn man so risikofreudig ist und nicht bedenkt, dass die eigenen Kinder dann möglicherweise ohne Vater aufwachsen, die gesamte Familie und der Freundeskreis um einen trauern. "Mein Vater/Mann/bester Freund war ein Held", hilft auch über keine Trauer dann mehr hinweg. Bei aller Selbstlosigkeit, zuerst muss man an sich und Nahestehenden denken.


Ganz ehrlich hatte ich das eigentlich erwartet (und gehofft), dass dieser Punkt noch angesprochen wird. Eigentlich wollte ich es selber auch noch dazusagen, aber hat dann irgendwie nicht so gut in den Post gepasst. ;)
Wenn man eine Familie hat, sollte man schon ziemlich genau abwägen, was man in welcher Situation tut. Wenn ein Kind den Vater/die Mutter verliert durch solche "Heldentaten" (in dem Fall in ""), dann ist das wirklich etwas kurzsichtig, weil man sich da schon bewusst machen sollte, was das für die eigene Familie bedeutet. Und ich finde diese Ami-Filme, wo dann einer an die Hinterbliebenen herantritt, ihnen noch einen Orden (oder die Nationalflagge, oder sonst was) gibt, auf die Schulter klopft und sagt: "Dein Vater war ein Held" echt übel. Sowas kann im Film dafür sorgen, dass es nochmal emotional wird, aber im RL ist das Alles einfach nur Sch***. Trotzdem kann ich es verstehen, wenn jemand entgegen besseren Wissens trotzdem so handelt, in manchen Momenten hat man zu wenig Zeit, um das Pro und Contra genau abzuwägen. Und wenn man vielleicht mehreren Menschen das Leben retten kann und dagegen sein eines eigenes setzt... (wie gesagt, niemand sagte, es sei einfach).
Vielleicht haben viele Superhelden deswegen keine Familie, weil, wenn man sich nur sich selbst gegenüber rechtfertigen muss, dann macht dass diese ganze Überlegung hinfällig und man kann sich ganz auf die Heldentat konzentrieren.
Aber auch in dem Fall ist das bei normalen Menschen immernoch heldenhaft genug, jedenfalls wenn einem etwas an seinem eigenen Leben liegt, weil sonst... naja sonst ist man irgendwie auch kein Held, weil man dann nichts verlieren kann.


@Emerald
Den Rest haben wir schon in Skype besprochen <3

Bringt dieser Diskussion hier natürlich extrem viel. :rolleyes:
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Donnerstag, 23. Februar 2012, 17:04

Nach der Definition ist ein Held einfach nur eine Person mit besonders herausragenden Fähigkeiten oder Eigenschaften, die sie zu besonders hervorragenden Leistungen, sogenannten Heldentaten, treiben. Mit anderen Wort ist ein Held ein Wesen das gute Dinge tut und mehr nicht. Was man in dieses Wort persönlich hinein interpretiert bleibt somit einem selbst überlasssen.

Für mich ist ein Held irgendwie mehr als jemand oder etwas das gute Dinge tut, aber das liegt wohl daran dass ich das Wort Held nicht selber gelernt habe und es auch nie benutze. Das Fernsehen hat mir vorgespielt wie Helden so "sind" (bzw für das Fernsehn sein müssen). Im Fernsehen werden meistens Helden gezeigt die eigentlich schon gar keine Helden mehr sind. Sie sind entweder die übernatürlichen Superhelden oder werden nur als normale Menschen dargestellt. Wenn jemand in einem Film eine gute und wichtige Tat vollbringt, bekommt diese Person so gut wie gar keine Aufmerksamkeit oder Dank dafür. Wenn er jedoch viele, kleinere Taten vollbringt wird er von allen bejubelt und er ist der Held. Das ist einfach nicht wirklich so.

Wenn beispielsweise ein Bekannter jemanden beim einräumen der Möbel für seine frisch gekaufte, neue Wohnung hilft, ist das auch schon eine Heldentat. Wenigstens für die eine Person ist es eine Heldentat wenn jemand so nett ist und mit seinen besonderen Fähigkeiten Zeit und Kraft hat um mit ihm seine neue Wohnung zu beziehen worauf vielleicht niemand anderes Lust zu hätte.
Man braucht keine Superkräfte oder so um ein Held zu sein. Jeder kann ein Held sein in dem er etwas heldenhaftes tut, und jeder kann etwas heldenhaftes tun. Nur Heldsein ist wie Kunst. Es liegt im Auge des Betrachters ob Held oder nicht...
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Freitag, 24. Februar 2012, 01:28

Day four: The heroism continues...

Ein Held kann jeder sein, für kleine Kinder sind ihre Helden wohl anfangs die Eltern, für eine Familie aus einem Land in dem Krieg herrscht, ist evtl. ein Soldat der Feinde ein Held, weil er ihnen hilft, und für sehr religiöse Menschen ist ihr Gott oder evtl. das oberste Mitglied ihres Glaubens ein Held, da diese ihre Symbole weltweit ausstrahlen.
Hm... Dass kleine Kinder ihre Eltern anfangs als Helden betrachten mag wohl stimmen, denn die wissen es einfach noch nicht besser.
Und das mit dem Soldaten erscheint mir auch logisch, da der Soldat wenn er Feinde verschont sogar gegen Befehle verstößt. Obwohl, ich glaube, dass es im Krieg eigentlich sowieso verboten ist Angriffe auf die Zivilbevölkerung durchzuführen. Aber daran hält sich sowieso kaum einer und ich bin kein Fachmann, was das angeht.
Hm... Ob man einen Gott der nicht einmal nachweislich existiert als Helden bezeichnen kann erscheint mir jetzt aber fragwürdig. Ich meine, nur weil er die Welt erschaffen hat hat er noch lange keine Heldentaten vollbracht, oder? Kinder in die Welt zu setzen ist leicht, wie man sie erzieht und aufs Leben vorbereitet zeigt wie gut man wirklich ist! XD
Nee, ganz ehrlich, Götter kann ich nicht für heroischer halten als beispielsweise Filmhelden. Für eine Gottheit sind ja Sachen, die bei einem Menschen als heldenhaft gelten sowieso ganz einfach quasi per Knopfdruck zu erreichen, oder? Die müssen kein Risiko eingehen, anders als unser Lieblingsbeispiel, die Feuerwehrmänner.
Aber jetzt zum obersten Vertreter eines Glaubens. Ob man den Papst oder den Dalai Lama als Helden betrachten kann? Ganz ehrlich, da habe ich keine Ahnung. Ich bin auf dem Papier evangelisch aber verhalte mich nocht sehr religiös. Ich weiß nicht mal ab es für die Protestanten ein Glaubensoberhaupt gibt.
Aber das hängt dann wohl einfach davon ab, was der Betreffende geleistet hat in seinem Leben. Ich meine, die werden ja wohl keinen rückgratlosen Bürokraten zum Papst ernennen, oder? Der muss (hoffendlich) was großes für die Menschen geleistet haben um die Position als Gottes Vertreter auf Erden zu erhalten. Aber persönlich würde ich pauschal niemanden als Helden bezeichnen, ganz egal welchen Rang oder Ehrentitel er haben mag. Es kommt auf den Menschen hinter dieser Fassade an.
Nein, ich glaub nicht dran, dass jeder Mensch gute Seiten hat. Nur weil der Massenmörder der alten Oma über die Straße hilft, ich sag, das tut er nur, um den Guten zu spielen. Das ist ein Unterschied, ein gravierender sogar! Und ja, manche Leute sind einfach von Beginn an ... nicht böse, das ist das falsche Wort, aber psychopathisch und psychisch labil veranlagt. Solche Leute sind schneller bereit diese Taten zu begehen, als jeder anderer. Und in den meisten Fällen können weder die Eltern, noch das Umfeld oder oder etwas dafür, manche Leute haben einfach .. ja Pech, mit ihrer Veranlagung. Das ist einfach so, es hilft nichts, wenn man die Realität schönredet.
Dann glaub halt nicht daran. Aber ich WEIß, dass jeder Mensch gute Seiten hat und mein Wissen schlägt deinen Glauben!
Nee, der hilft der alten Oma nicht um den Guten zu spielen. Vor allem in unserer heutigen immer weiter anonymisierten Gesellschaft wäre das sowieso nutzlos. Er tut es, um sich selber gut zu fühlen oder weil er einfach Lust dazu hat. Niemand ist komplett schlecht und damit haben die Gene bzw. Veranlagungen bei weitem nicht so viel zu tun wie du scheinbar annimmst. Ich habe mal gelesen, dass die Menschen in 90% aller fälle ihre Gene "übertrumpfen" können. Es wäre wirklich viel zu vereinfachend pauschal zu behaupten, dass jemand wegen seiner Veranlagung "schlecht" oder "böse" ist. Ich kann das gar nicht oft genug betonen: Niemand ist komplett böse! Da könnte man genauso gut sagen, dass jeder der eine starke Veranlagung zum Krebs hat auch automatisch Krebs bekommt. Und überhaupt ist man schon ab dem Zeitpunkt nicht mehr zu 100% schlecht, ab dem man in seinem Leben auch nur eine gute Tat vollbracht hat. Selbst jeder Psychopath oder Amokläufer hat in seinem mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte dauernden Leben mindestens eine gute Tat vollbracht und das nicht mit dem Ziel sich als besser dazustellen und alle hinters Licht zu führen. Oh Mann, deine Aussagen wirdersprechen meinem Realitätsempfinden derartig stark, dass ich mich hier langsam in was reinsteigere.
Moumantai, Emerald. Moumantai.
Was habt ihr alle mit euren Märtyrer und Selbstlosigkeit. Das sind für mich keine Helden, die handeln kurzsichtig, riskieren für einen Fremden ihr eigenes Leben. Es musste vielen klar gewesen sein, dass sie nicht mehr lebend hinauskämen. Viele dieser besagten Feuerwehrmänner des 11.9. waren zB. Familienväter und ich finde es nicht heldenhaft, wenn man so risikofreudig ist und nicht bedenkt, dass die eigenen Kinder dann möglicherweise ohne Vater aufwachsen, die gesamte Familie und der Freundeskreis um einen trauern. "Mein Vater/Mann/bester Freund war ein Held", hilft auch über keine Trauer dann mehr hinweg. Bei aller Selbstlosigkeit, zuerst muss man an sich und Nahestehenden denken.
*Ausatm* Okay Katzengöttin, wenden wir uns nun dem Rest deines interessanten Beitrags zu! ^^ (Ganz ehrlich, bei dir habe ich stets überraschende Sachen zu lesen, und mit solchen Leuten diskutiere ich immer am liebsten. Weiter so :thumbup: !)
Also, dass die Feuerwehrleute aus deinem Beispiel nicht sehr weitsichtig oder verantwortungsvoll im Hinblick auf ihre Familie handeln, da stimme ich dir jederzeit zu. Aber wenn man es mal rein rational betrachtet, dann würden die im Hochhaus gefangenen Leute ihr Leben verlieren, während die eigenen Kinder zwar ihren Elternteil verlieren aber ihr Leben insgesamt behalten. Pragmatisch kann man also sagen, dass im Großen und Ganzen ein Gewinn erzielt wurde, oder? Vor allem weil so viele Feuerwehrleute bei sowas auch wieder nicht sterben. Die wurden speziell für solche Situationen ausgebildet und haben Schutzmasken gegen Rauchvergiftung. Für die ist das in den meisten Fällen ein kalkuliertes Risiko.
Das klingt jetzt von mir ziemlich herzlos und mir persönlich gefällt die Vorstellung dass jemand wildfremden Leuten gegenüber den eigenen Kindern den Vorzug gibt überhaupt nicht, weil für mich geliebte Menschen immer Vorrang vor irgendwelchen Heldentaten haben, aber ich kann die hinter einem derartigen Verhalten stehenden Gedankengänge doch nachvollziehen und betrachte sie insgesamt trotzdem als heldenhaft. Sie sind zwar keine guten Eltern oder Ehepartner aber wenigstens Helden! XD
Generell zum Thema: Das Wort "Held" ist so eine Utopie, die keiner erreichen kann, also ist es blödes Wort. Wie gesagt, manche Taten eines einzelnen Menschen muss man ehren und schätzen (wenn er davor nicht etwas Schlimmes begangen hat, dann ist jede gute, folgende Tat nutzlos, das macht nichts wieder gut), aber nicht den ganzen Menschen als heldenhaft oder sogar als Held bezeichnen ...
Inwiefern ist das Wort "Held" denn eine Utopie? Es gab bisher ziemlich viele und wird auch in Zukunft noch Helden geben, solange die Menschen ein zu Empfindungen fähiges Herz in ihrer Brust und genug Mut besitzen um sich trotz aller Gefahren für ihre Mitmenschen einzusetzen! Das ist keine utopische Fantasie sondern die nackte Realität.
Wenn man eine Familie hat, sollte man schon ziemlich genau abwägen, was man in welcher Situation tut. Wenn ein Kind den Vater/die Mutter verliert durch solche "Heldentaten" (in dem Fall in ""), dann ist das wirklich etwas kurzsichtig, weil man sich da schon bewusst machen sollte, was das für die eigene Familie bedeutet. Und ich finde diese Ami-Filme, wo dann einer an die Hinterbliebenen herantritt, ihnen noch einen Orden (oder die Nationalflagge, oder sonst was) gibt, auf die Schulter klopft und sagt: "Dein Vater war ein Held" echt übel. Sowas kann im Film dafür sorgen, dass es nochmal emotional wird, aber im RL ist das Alles einfach nur Sch***. Trotzdem kann ich es verstehen, wenn jemand entgegen besseren Wissens trotzdem so handelt, in manchen Momenten hat man zu wenig Zeit, um das Pro und Contra genau abzuwägen. Und wenn man vielleicht mehreren Menschen das Leben retten kann und dagegen sein eines eigenes setzt... (wie gesagt, niemand sagte, es sei einfach).
Also irgendwelche Medaillen oder Heldenbegräbnisse sind wirklich ein schwacher Trost, aber vor allem in den USA, die teilweise einfach anormal patriotisch sind wird das wohl wirklich von vielen als erstrebenswertes Ideal betrachtet. Ich weiß jetzt nicht, ob man pauschal sagen kann, dass jeder Familienvater besser nicht in ein brennendes Haus stürzen sollte, denn es gibt auch genug Menschen die ihre Kinder zu Hause schlagen, und wenn solche dabei draufgehen, wie sie wenigstens wildfremden Menschen helfen, dann ist das vielleicht sogar etwas ganz Gutes. Obwohl, das klingt jetzt wieder so als wäre ich total herzlos.
Vielleicht haben viele Superhelden deswegen keine Familie, weil, wenn man sich nur sich selbst gegenüber rechtfertigen muss, dann macht dass diese ganze Überlegung hinfällig und man kann sich ganz auf die Heldentat konzentrieren.
Aber auch in dem Fall ist das bei normalen Menschen immernoch heldenhaft genug, jedenfalls wenn einem etwas an seinem eigenen Leben liegt, weil sonst... naja sonst ist man irgendwie auch kein Held, weil man dann nichts verlieren kann.
Hm... also bei Superhelden die ja nicht wirklich existieren kann es auch einfach sein, dass die Eltern als für den Plot eher unwichtig betrachtet wurden oder der Autor sich dachte, dass seine Zielgruppe nichts von den Eltern des Superhelden erfahren will. Die müssen eher daran denken wie sie ihre Story möglichst beliebt und erfolgreich machen, anstatt derartig realistische aber für potentielle Leser eventuell abschreckende Details in seine Story einzubauen. Keine Ahnung was genau in den köpfen von Comicbuch-Autoren vor sich geht. Vielleicht sind die auch zu beschäftigt um sich über so etwas groß Gedanken zu machen.
@Emerald
Den Rest haben wir schon in Skype besprochen <3
Bringt dieser Diskussion hier natürlich extrem viel. :rolleyes:
Hihihi, willst du jetzt auch noch alles über meine intimen Skype-Gespräche erfahren :P ?
Das wäre für ein Kinderforum wirklich nicht angemessen, weshalb du von mir auch bestimmt keine schmutzigen Details erfahren wirst; meine Lippen sind versiegelt. =X
Du kennst doch die goldene Regel: Was in Skype passiert, das bleibt auch in Skype.
Wenn beispielsweise ein Bekannter jemanden beim einräumen der Möbel für seine frisch gekaufte, neue Wohnung hilft, ist das auch schon eine Heldentat. Wenigstens für die eine Person ist es eine Heldentat wenn jemand so nett ist und mit seinen besonderen Fähigkeiten Zeit und Kraft hat um mit ihm seine neue Wohnung zu beziehen worauf vielleicht niemand anderes Lust zu hätte.
Man braucht keine Superkräfte oder so um ein Held zu sein. Jeder kann ein Held sein in dem er etwas heldenhaftes tut, und jeder kann etwas heldenhaftes tun. Nur Heldsein ist wie Kunst. Es liegt im Auge des Betrachters ob Held oder nicht...
Hm... Das ist eine wirklich interessante Definition des Heldenbegriffs, die du da hast. Das finde ich super-cool :D !
Und es gibt mir auch zu denken. Solche kleinen Heldentaten sind eventuell auf einer bestimmten Ebene sogar schwerer durchzuführen, ganz einfach weil sie so trivial und nicht wirklich aufregend sind. Viele würden durch ihre Heldentaten ja gerne berühmt und bewundert werden, aber eine im Großen und Ganzen recht undankbare Aufgabe wie das Helfen beim Umzug erscheint dann wesentlich unattraktiver als die ganzen pompösen Sachen.
Und beim Rest stimme ich dir vorbehaltlos zu: Man braucht keine Superkräfte um ein Held zu sein und jeder Mensch definiert den Begriff "Held" für sich individuell.
Das ist auch ein erfreulich harmonischer Ausgang für diesen Post im Allgemeinen :) !

Flampor

Pokémon Beobachter

Beiträge: 13

Registrierungsdatum: 24. Februar 2012

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19

Sonntag, 26. Februar 2012, 00:09

Ein Held für mich ist ein Held, wenn er sein Maul aufreißen kann und das ausspricht was alle denken.
Ein Held für mich ist ein Held, wenn er für seine Überzeugung aus den RICHTIGEN Gründen kämpft (er kann anderer Meinung sein als ich aber wenn er es aus religiöser Sicht oder Aufmerksamkeit macht ist er für mich kein Held).
Ein Held für mich ist ein Held, wenn er selbstlos handelt z.B. ein Organspender für eine Fremde Person.
Ein Held für mich ist ein Held, wenn er das Leben einer Person zum besseren ändert.

Das sind für mich die wichtigsten Kriterien die ein Held mit sich bringen sollte.