Als Ben ungefragt einfach nach ihren Arm griff und begann, die Wunde zu säubern, entwich ihr ein unwilliges Knurren, aber sie ließ ihn gewähren. „Wenn du es schon ignorierst, dann kann ich ja dafür sorgen, dass wir dich nicht später wegen einer Infektion behandeln müssen.“, meinte er knapp, worauf sie nur die Augen verdrehte und sich eine Hand auf Mund und Nase presste, als sie den widerlichen Gestank von Alkohol wahrnahm. Diese Geste mochte in den Augen der Anderen vielleicht übertrieben wirken, aber die Mentalistin wusste aus eigener Erfahrung, wie anfällig sie auf dieses Teufelszeug war. Soweit es ging entfernte sie sich von Ben, der ihren verletzten Arm festhielt, den sie deswegen von sich strecken musste. Die Berührungen des aggressiven Alkohols auf ihrer verletzten Haut brannten höllisch, auch wenn sie sich bemühte, sich nichts anmerken zu lassen. Kaum war der Drachentrainer aber mit der Behandlung fertig, wand sie schnell den Arm aus seinem Griff und tastete sich weiter an den nahezu unsichtbaren Wänden entlang, ohne sich zu bedanken. Musheen folgte ihr, während Magnayen kurz den großen Kopf dankbar an das Bein des Jungen drückte und dann witternd die Nase hob. Scheinbar enttäuscht senkte er sie wieder und folgte seiner Menschenfreundin.
Nach einiger Zeit, es war überraschender Weise schneller gegangen, als Shyreen befürchtet hatte, erreichten sie die Gestalten, die sich wirklich als Menschen entpuppten. Oder besser, diese erreichten sie, denn die beiden Jungen kamen auf die Gruppe zugelaufen, so schnell es bei den Eiswänden möglich war. insgeheim wunderte sich die Grauhaarige, dass der kleine Blondschopf, der vorrauslief nicht gegen eines der gläsernen Hindernisse rannte. Leon begann ein Gespräch mit den beiden, oder zumindest mit dem Blonden, doch der Dunkelhaarige antwortete. Das Geplänkel der drei nervte die ohnehin von der ganzen Situation gereizte Shyreen zusehend, als dann der Blonde, der sich bisher nicht einmal die Mühe gemacht hatte, sich vorzustellen, mit so einem Spruch ankommen musste, reichte es ihr eindeutig. „Gewöhnlich stellt man sich vor, wenn der Gegenüber einem schon seinen Namen nennt.“, knurrte sie grimmig und blickte diesen vorlauten Wicht aus ihren kalten, silbergrauen Augen abwertend an, „Natürlich sind wir mit einem Schiff hier, als lasst den Unsinn. Und überhaupt, findet ihr es nicht ein bisschen arg abwegig, dass wir an so einem Ort Leute treffen, die überraschender Weise auch noch ganz wirken. Bei den Ganzen Angriffen, die wir zur Begrüßung bekommen haben doch recht verwunderlich. Wer sagt uns denn, dass sie sich das mit dem Schiffsunglück nicht ausgedacht haben?“
„Wo wir doch einer Gruppe Verbrecher in die Quere geraten sind, die sich auch auf den Weg hierher befinden müssten und Arktos fangen wollen.“, fügte sie in Gedanken hinzu. Sie glaubte den beiden Fremden kein Wort und zeigte dies auch auf ihre harte, provokante Art.
Mehr konnte sie jedoch nicht sagen, denn plötzlich erschien etwas am Rande ihres geistigen Wahrnehmungsfeldes, was sich schnell auf die Gruppe zubewegte. Da es ihr zu ruhig gewesen war, hatte sie ganz automatisch ihren Geist ausgesandt. Nun fuhr ihr Kopf herum und sie fixierte den dritten Eingang, den dieser Raum hatte, der ihr aber erst jetzt auffiel. Kurz darauf waren auch rasche Schritte zu hören und Ace kam in den Raum gestolpert eine kleine Meute scheinbar wütender Jugong hinter sich. „So ein Vollidiot!“, schimpfte Shyreen ärgerlich. Durch die eisigen Wände konnte man zwar nichts Genaues erkennen, aber es genügte. Die Eispokémon vereitelten jeden Versuch ihrer Beute, sich in dem Labyrinth zu verstecken, indem sie die Köpfe hoben und einen ohrenbetäubenden Heuler erklingen ließen. Die Eiswände klirrten und zersplitterten in tausende Scherben, die auf den gefrorenen Boden regneten. „Super, die Mühe hätten wir uns ja sparen können.“, bemerkte Shy grimmig.
Wieder zischten Eisstrahlattacken durch die Luft und wieder wurde den jungen Trainern der Fluchtweg abgeschnitten. Der einzige Eingang, der noch frei war, lag somit im Rücken der Feinde, die immer näher kamen. Ace hatte nun seine Kameraden erreicht und die Grauhaarige bereits Zwar gerufen. Eine kluge Entscheidung, denn ein weiterer Eisstrahl schoss direkt auf die Gruppe zu. Der kleine Zombie schnippte mit den Fingern, wodurch ein kleiner Funke entstand. Der Eisstrahl prallte nur Zentimeter des Geistes entfernt in der Luft ab und traf die nächste Wand. „Weg hier!“, befahl die Mentalistin gepresst und wich gleichzeitig zurück. „Da ist ein Riss in der Wand.“, rief Shai plötzlich und stürmte schon auf den erspähten Ausweg zu.
Tatsächlich hatte die Felswand, die den Raum umschloss an dieser Stelle einen schmalen Spalt, den sie alle wohl sicher nicht gefunden hätten, wenn sie sich nicht so hecktisch nach einem Ausweg umgesehen hätten. Natürlich hätten sie auch kämpfen können aber drei ausgewachsene und stark aussehende Jugong, die zudem nicht gerade sehr sanftmütig aussahen, ließen die meisten doch Respekt verspüren.
Schnell zwängten sich die Menschen durch den engen Spalt, wobei sie einen Großteil ihrer Pokémon zurückrufen mussten, so auch Shys Magnayen, während das Absol geschmeidig durch den Riss schlüpfte. Hinter dem Felsspalt fanden sie einen Gang, dem sie hektisch folgten. Lange dauerte es nicht, bis hinter ihnen das bereits bekannte zischen eines Eisstrahls zu hören war und darauf das Knackende Geräusch von wachsendem Eis. Als sich einige von ihnen darauf umwandten erkannten sie, dass der schmale Eingang hinter ihnen unter Eis verschwand. Die Jugong waren ihnen nicht gefolgt, aber nun saßen sie in der Falle. Es blieb ihnen nur, dem Gang zu folgen, der zusehends dunkler wie die Halle zuvor war, sodass wieder Taschenlampen und leuchtende Pokémon hervorgeholt wurden.
Der Gang endete jedoch in einer Sackgasse und Abzweige hatte es keine gegeben. Recht hilflos begannen die Trainer die Wände der schmalen Höhle abzusuchen aber außer einem flachen Stein mit unnatürlich glatter Oberfläche, direkt neben dem Ende, der beinahe wie eine Tafel wirkte, fanden sie nichts. Von der Idee beseelt, es könnte dort ja etwas Nützliches stehen, legte ein Mittglied der Gruppe seine Hände darauf und suchte nach Rillen in dem Stein. Plötzlich war der Gang in diffuses Schummerlicht getaucht und aus den feinen Ritzen und Furchen der Wände schwebten unähnliche Icognito. In einem verwirrenden Strudel umkreisten die leuchtenden Buchstabenpokémon die Trainer, bevor sie sich auf die Steinplatte niederließen und dabei ihre Größe stark verringerten, bis sie in die hohle Faust gepasst hätten. Auch vereinten sie sich scheinbar mit der glatten Oberfläche und bildeten Gruppen und Zeilen.
Am Ende stand eine schwach leuchtende Botschaft auf dem Stein, welche die jungen Trainer aber erst entziffern mussten. Sie wussten es zwar nicht, aber soeben hatte sich ihnen der Schlüssel geboten, aus diesem Gefängnis zu entkommen, doch zuerst mussten sie das erschienene Rätsel lösen.
OT: Weiter gehts^^. Löst bitte das Rätsel, dass dort erschienen ist^^. Eure Charas müssen das Lösungswort nur laut aussprechen. ^^
Ja, ich weiß, die Schrift ist fies, entziffert es am besten zuerst und schreibts in Buchstaben ab. Für das Rätsel gitb es keine Lösung im Netz, da drsnake und ich es zusammen erstellt haben.
Wir wollen es euch ja nicht zu einfach machen.
Wenn einer von euch den Text übersetzt hat, kann er ihn auch gerne für die anderen in seinem Post in Ziffern aufschreiben. Wenn ihr wirklich nicht lesen könnt, was dort steht, kann ich euch auch die Übersetzung geben, aber eig müsste das jeder selbst schaffen, zumal es das Alphabet ja auf Seiten wie Pokewiki gibt.
Ich würde euch auch bitten, euch für die Lösung nicht zu viel Zeit zu lassen, denn ich hab langsam genug von den Seeschauminseln und das ist sogesehen die letzte Hürde. Auch werden wir, sobald das geschafft ist, mit Devils Dog eine neue Spielerin bekommen, die schon auf ihren Einstieg wartet und wir wollen sie ja nicht warten lassen^^.