Der Ninja, den Fugialus und zeev gestellt haben, schien keiner der Drahtzieher zu sein, sondern versuchte nur, sich mit den anderen möglichst schnell aus dem Staub zu machen. Als die beiden Trainer ihm ihre Pokémon vor die Nase setzten, war er jedoch gezwungen, zu reagieren, und warf seinen eigenen Pokéball. Die Menschen drum herum wichen etwas zurück, um nicht von den kämpfenden Pokémon verletzt zu werden. "Was wollt ihr? Glaubt ihr, das bringt was?" grunzte er verärgert, das Gesicht immer noch maskiert.
"Aber gut... los, Fermicula". Ein graues Pokémon in Form einer großen Ameise erschien und bereitete sich auf seinen ersten Angriff vor. Der Ninja schien es auf einen Kampf anzulege, das konnte Zeev nur recht sein: "Was wir wollen, also zunächst möchte ich Informationen, danach bringst du mich zu deinem Boss und dann sehen wir weiter." "Träum weiter, Kleiner", erwiderte der Gegner. Zeev hingegen schlug vor: "Wir können das auch hier ohne dass du verletzt wirst klären, du must nur Aufgeben." Während dieser Worte, zierte ein provozierendes Grinsen das Gesicht des Jungen. Doch der Ninja lehnte natürlich ab."Warum sollte ich gegen eure Schwachen Pokémon aufgeben? Nur weil ihr zu zweit seid?" "Das wäre ein Grund, der andere, weil in einem Kampf nicht nur auf die Kampfkraft ankommt", lautete Zeevs Antwort. Fermicula trippelte ungeduldig hin und her und zeigte dabei eine für ein Insekt beachtliche Geschwindigkeit.
"Wenn du unbedingt einen Kampf willst okay", sagte Fugialus und befahl seinem Pokemon, den Gegner anzugreifen: "Los Kramurx, greif diese Riesenameise mit dem Nachtnebel an!" Kramurx bereitet sich vor, seine Nachtnebel-Attacke auf Fermicula einzusetzen. "Schnapp dir den Vogel mit Metallklaue!" "Los Hydropi, schränke die Geschwindigkeit mit Lehmschnelle ein!" Blitzschnell krabbelte die Ameise auf Kramurx zu und sprang auf es los, um es mit seinen harten Zangen anzugreifen. Kramurx wurde getroffen und ein wenig zurückgeschleudert, konnte sich aber mit seinen Flügeln wieder fangen und den Nachtnebel abfeuern. Anschließend bekam Fermicula noch eine Packung aufgewirbelten Schlamm von Hydropi ab, der an seinen Augen und Beinen kleben blieb.
"Und nun bereite eine Geduld vor", rief Zeev seinem Pokémon kühl zu! "Das war doch schonmal ein Anfang, aber du musst dich besser schützen. Feuer nochmal einen Dunkelnebel ab und halte dich dann hinter Hydropi auf!" ordnete Fugialus an. Kramurx machte weiter mit Dunkelnebel, versuchte sich aber im Hintergrund zu halten, während Hydropi sich konzentrierte um die Energie von Angriffen zu absorbieren. Tatsächlich lief Fermicula nun auf Hydropi los und attackierte es mit einem Käferbiss. Das Wasser-Pokémon wurde zwar verletzt, konnte die Attacke aber noch ganz gut wegstecken. Es verharrte in seinem Zustand und wartete, was sein Partner und sein Gegner nun tun würden.
"Jetzt Kramurx, ein schneller Flügelschlag!" rief Fugialus seinem gefliederten Freund zu in der Hoffnung, dass Fermicula weiterhin das defensiv stärkere Hydropi angreifen würde. "Hydropi mach weiter und decke Kramurx!" Kramurx versuchte, an Fermicula heranzukommen und es mit Flügelschlag anzugreifen, ohne dass es sofort zurückschlagen würde. Die Ameise wollte es nun mit einem Eisenschädel rammen, doch Hydropi sprang dazwischen und konnte somit zumindest einen Teil des Schadens abfangen. Dann schoss Hydropi die absorbierte Energie auf seinen Gegner ab. Fermicula wurde stark zurückgeschleudert und nahm enormen Schaden, kam jedoch wieder auf die Beine für einen weiteren Angriff. Wieder sprintete es auf Kramurx zu...
"Flieg in die Luft!" Fugialus wollte unbedingt einen weiteren direkten Treffer auf Kramurx verhindern. Diese Ameise war doch um einiges zäher als sie aussah, aber das war bei Stahlpokémon zu erwarten. "Los Hydropi, Aquaknarre!" Kramurx versuchte, rechtzeitig aufzuweichen, doch die Ameise war zu schnell und konnte vorher seine Klammer einsetzen. Der kleine Vogel war nicht mehr in der Lage, mit dem schweren Metall-Pokémon abzuheben, und landere auf dem Boden. Es konnte sich zwar noch aufrichten, würde aber keinen weiteren Treffer mehr überstehen. Glücklicherweise brachte die kalte Dusche von Hydropi Fermicula dazu, schnell wieder loszulassen.
Fugialus bemerkte, wie sein eigentlich schnelles Vogelpokemon zu langsam im Vergleich zu Fermicula war und sagte deshalb seinem Mitstreiter: "Die Ameise ist zu schnell, du musst sie nochmal mit Lehmschelle verlangsamen." "Wer bist du, das du denkst, du kannst mir Befehle erteilen?" an Hydropi gewandt, sagte Zeev in einem kühlen Ton wie immer "Los" und die Lehmschelle flog erneut auf die Ameise zu. "Los Kramurx, greif aus der Entfernung mit Nachtnebel an." Kramurx griff wieder mit Nachtnebel an, doch noch immer gab Fermicula nicht klein bei. "Der Vogel schwächelt schon... beende es mit Kreuzschere!" Die Ameise stürzte sich wieder Kramurx, doch bekam sie unterwegs erneut Schlamm ins Gesicht und konnte ihr Ziel daher nicht auf Anhieb treffen. Erschrocken flatterte Kramurx nach oben, was einen weiteren Angriffsversuch unmöglich machte. "Treffer, nun langsam wird es langweilig, Hydropi, noch einmal!" "Auch wenn Kramurx fast erledigt ist, jetzt ist die Schrottameise langsamer. Greif mit Flügelschlag an und verzieh dich dann in die Luft, Kramurx."
Kramurx konnte Fermicula mit seinem Flügelschlag treffen, und diesmal war es nicht mehr schnell genug, um direkt zurückzuschlagen. Stattdessen wandte es sich wieder Hydropi zu und verpasste dem Wasser-Pokémon einen Knirscher, wobei es jedoch noch mehr Schlamm abbekam. Alle drei Pokémon waren nun kritisch verletzt und würden vermutlich nicht mehr lange kämpfen können, die große Frage war nur, welche Seite zuerst fällt. "Es ist fast besiegt. Wir müssen noch einmal die maximale Angriffskraft auf Fermicula loslassen, dann wird es vorbei sein. Los, Flügelschlag!" Der Knirscher war nicht ohne, lange würde Hydropi nicht so weitermachen können. "Es muss zuerst die Distanz zwischen uns überbrücken, das ist die Chance, Ziel mit der stärksten Lehmschelle auf es, sobald es in Reichweite kommt." Die beiden Trainer setzten noch einmal auf die gleiche Kombination, die eben schon so gut funktioniert hat. Der Ninja wusste offenbar nicht, was er gegen die Verlangsamung durch Lehmschnelle tun konnte, und befahl seinem Fermicula, weiter anzugreifen. "Käferbiss auf Hydropi!". Wie auch bei vielen anderen Pokémon dieser Spezies, nahm aufgrund seiner Verletzungen die Kampfbereitschaft und die Durschlagskraft von Fermiculas Käfer-Attacken zu, und es gelang ihm, Hydropi mit seinem mächtigen Kiefer auszuschalten.
Zeev kam zu dem Schluss, dass er und sein Hydropi dringend mehr Trainieren mussten. "Ich überlass ihn dir." sagte er zu seinem Verbündeten. "Jetzt heißt es eins gegen eins, alles oder nichts. Einen weiteren Angriff wird wahrscheinlich keiner der beiden Parteien überleben, aber wir haben einen Trumpf: Kramurx ist schneller. Also los Kramurx, streng dich an. Nocheinmal einen Flügelschlag mit maximaler Geschwindigkeit!" Kramurx griff noch einmal mit Flügelschlag an, und Fermicula war durch den Schlamm so sehr geblendet und verlangsamt, dass darauf nicht mehr wirklich antworten konnte. Es versuchte mit letzter Kraft nach Kramurx zu springen, doch erwischte es nicht und landete besiegt auf dem Boden. "Game Over."
"Pah", kommentierte der Ninja, "dabei habe ich extra Fermicula ausgewählt, weil man mir sagte, damit kann man auch Kämpfe gewinnen, ohne groß nachzudenken." Zeev erwiderte höhnisch: "Lass mich raten, das Nachdenken war noch nie deine Stärke oder?" "Wozu? Das übernehmen bei uns die anderen", antwortete der Ninja nur schulterzuckend. "Wer sind denn die anderen?", fragten die beiden Trainer dann wie aus einem Munde. Der Vermummte antwortete nur mit einem kurzen "Seht ihr doch", während er auf die übrigen, noch laufenden Kämpfe zeigte.
Fugiualus und Zeev hatten nun einen der Ninjas gestellt. Er schien zwar in der Hierarchie eher unten zu stehen und auch nicht der hellste zu sein, doch ansonsten wäre es den beiden wohl auch nicht möglich gewesen, ihn zu zweit zu schlagen. Die anderen Ninjas machten keine Anstalten, ihn zu unterstützen, sondern setzten alles daran, mit dem Artefakt zu entkommen. Vielleicht war es möglich, ihn auszufragen, nachdem sich der Tumult gelegt hatte. "Naja, du bleibst zunächst mal bei uns."
In Zusammenarbeit mit Blaze und zeev.