OT: So, der Kampf zwischen meinem Charakter Dawn und Sekushi Seiko (freundlicherweise verkörpert von drsnake) ist endlich beendet. Zur klaren Abtrennung sind die Teile farblich unterschieden.
Dawn stand vor dem Tor zur Arena namens Wüste, doch seine Gegnerin erschien nicht. Was war mit ihr los? Als sich nach einer Weile des Wartens das Tor öffnete ging er einfach hindurch, lange untätig herumzusitzen war sowieso nicht seine Art, wieso sollte er also weiter warten? Entweder sie kam oder sie kam eben nicht, im Grunde genommen warihm das egal. Hinter dem Tor befand sich ein steinerner Gang, der bereits nach wenigen Metern in eine flimmernde Scheibe mündete, die dem Portal, durch das er hier her gelangt war verdächtig ähnelte. Ein Portal durch die Dimensionen? Vermutlich schon. Das Skelett zögerte nicht lange, sondern ging einfach hindurch.
Auf der anderen Seite angekommen spürte er sofort den weichen Boden, Sand. Wie von einer Wüste zu erwarten. Weit und breit nichts als Sand und vereinzelte kleine Felsformationen.Pflanzen gab es keine, nicht einmal abgestorbene Reste irgendwelchen Grüns konnte er entdecken. Die Sonne brannte unbarmherzig auf die Wüste nieder und erhitzte den Sand auf unerträgliche Temperaturen, es fehlte vermutlich nicht mehr viel, und der Sand würde zu Glas gebacken werden, doch Dawn interessierte das herzlich wenig. Er konnte nicht schwitzen, er konnte nicht austrocknen und auch sonst störte in die Hitze nicht wirklich, obgleich er sie sehr wohl spüren konnte. Die meisten der Gegner in diesem Turnier würden in dieser Arena aber vermutlich sehr wohl auf ernsthafte Probleme stoßen. Auch seine Gegnerin erschien ihm auf dem Bild, das er von ihr gesehen hatte, nicht so, als wäre sie hitzeunempfindlich.
Ich muss mich bewegen, sonst wird mir noch langweilig. Langsam setzte er sich in Bewegung und inspizierte weiter das Kampffeld, doch er entdeckte nichts Interessantes. Er lief nicht etwa aus Vorsicht oder Anstrengung so langsam, sondern weil er sich Zeit lassen wollte, um länger eine Beschäftigung zu haben, denn noch immer war seine Gegnerin nicht zu sehen. Das Laufen auf dem Sand machte ihm überhaupt nichts aus,denn durch sein geringes Gewicht sank er praktisch nicht ein und kam somit ebenso leicht voran wie auf festem Untergrund. Gerade als er in Gedanken zu versinken drohte sank plötzlich sein rechter Fuß ein kleinesStückchen ein, doch er reagierte schnell und sprang nach hinten. Was
war das? Wieso bin ich plötzlich im Sand versunken, dazu bin ich doch eigentlich viel zu... Achso, natürlich! Das ist bestimmt Treibsand, davon habe ich gehört! Also doch nicht so langweilig und öde wie ich zuerst dachte, ich muss vorsichtiger sein. Immerhin weiß ich jetzt schon Bescheid, das verschafft mir vielleicht einen weiteren Vorteil gegenüber meiner Gegnerin, aber wo bleibt sie nur?
Bai stolperte, als sie auf den sandigen Boden der Arena trat, konnte sich aber fangen, bevor sie ihn als Nachtisch schmecken durfte. Wow, ob diese Dimension wohl vom unserem Gastgeber geschaffen wurdestaunte sie über die schier endlose Wüste. Schon nach ein paar Minuten verwandelte sich ihr Staunen allerdings in Irritation, als die Gnadenlosigkeit der Sonne bei ihr zu wirken begann. Sie begann an ihrem Kragen zu zerren, während der Schweiß ihr von der Stirn rann. Die Konbatnerin war erst ein paar-Sekunden, Minuten?-und sie fühlte sich bereits wie in einem Backofen. Und hier sollen wir kämpfen? stöhntesie innerlich. Entschlossen schnell wieder ins deutlich angenehmere Klima des Schlosses zurückzukeheren blickte sie sich nach ihrem Gegner um, doch der war weit und breit nicht zu sehen. Die Dimensionsmagierin war schon fast dabei sich die Haare rauszureißen, als sie in einiger Entfernung eine Gestalt erahnte. Schnell hatte sie die magische Energie in sich gesammelt und stand bereits kaum einen Moment später vor dem Rücken ihres Gegners. "Hey, musstes du unbedingt wglaufen Lass uns bitteschnell loslegen, damit wir möglichst schnell hier wegkönnen", sprach sie auf ihren Gegner ein, wobei ihr gar nicht in den Sinn kam, dass Überraschungsmoment zu nutzen.
Plötzlich spürte Dawn die Anwesenheit eines anderen Wesens, genau hinter seinem Rücken. Da ist sie ja endlich.Unmittelbar danach hörte er eine weibliche Stimme: "Hey, musstest du unbedingt weglaufen? Lass uns bitte schnell loslegen, damit wir möglichst schnell hier wegkönnen."
Blitzschnell drehte er sich um, zog eines seiner Schwerter und hielt es in einer Abwehrhaltung vor sich. "Ich habe dich bereits erwartet", sagte er, nun mehr mit Kälte in der Stimme. "Deinen baldigen Kampf kannst du haben, umso schneller wir das beenden geht es weiter." Er zögerte nur einen Augenblick, dann sprang er nach vorne und schlug mit dem gezogenen Schwert nach seiner Gegnerin, während er mit der linken Hand sein zweites Schwert zog. Sie will einen schnellen Kampf? Den kann sie haben!
Überrascht stolperte Bai nach hinten und entkam so der Klinge ihres Gegners. Nachdem ihr Stand wieder fest war (so fest es in dem Sandmeer ging), legte sich ein grimmiges Lächeln auf ihre Züge:"Gut". Sie hielt Jigen fest in beiden Händen und sprang ihrerseits auf ihren Gegner zu. Zwar war sie in Sachen Nahkampf nicht ganz so kräftig, wie in der magischen Kraft, aber sie wollte erstmal mehr über ihren Gegner erfahren. Auf den ersten Blick schien er nicht viel kräftiger als sie, aber das konnte natürlich täuschen. Ausholend setzte sie auf einen horizontalen Schlag in Höhe der Hüfte.
Mit einer eher unbeholfen wirkenden Bewegung wich seine Gegnerin nach hinten aus und entging so scheinem Schlag. Ihre Reaktionsgeschwindigkeit ist gar nicht schlecht. Das wird interessant. Nach einer kurzen Phase der Überraschung, vermutlich ob seines plötzlichen Angriffes, zeigte sie ein grimmiges Lächeln. "Gut" Das finde ich auch. So gefällt mir dieser Kampf.
Dann sprang sie auf ihn zu und schlug mit ihrer Waffe seitlich auf seine Hüfte. Doch ehe die Waffe auch nur in seine Nähe kam vollführte Dawn einen kleinen Sprung zur Seite. Noch während er sich in der Luft befand drehte er sich leicht, sodass er den Schlag problemlos mit seinem vor den Körper gehobenen Schwert abwehren konnte. Obwohl der Hieb durchaus kräftig war fing er den Angriff mühelos ab, ohne mit seinem Arm auch nur zurückzuweichen. Soll sie ruhig sehen, wie stark ich bin. Noch während die Klinge seiner Kontrahentin gegen sein rechtes Schwert drückte schwang das Skelett die Waffe seiner linken Hand und zielte von oben auf die Schulter seiner Gegnerin. Wenn der Hieb traf würde er vermutlich nicht nur das Schlüsselbein, sondern auch einige Rippen und die Lunge durchtrennen, es sei denn die Anatomie seiner Gegnerin unterschied sich völlig von dem, was er kannte.
Bais Gegner war körperlich deutlich stärker als sie und zeigte, dass auch indem er ihren Schlag mit Jigen einfach mit seinem Schwert abblockte, ohne einen Centimeter zurückzuweichen. Sie selbst musste ihrem Gegner ein wenig mehr Freiraum gewähren, um seiner zweiten Klinge zu entkommen. So leicht kriegst du mich auch im Nahkampf nichtrief die Konbatanerin innerlich motiviert. Sie verlagerte ihr Gewicht, um mit Jigen eine Stich zu wagen, allerdings würde sie sofort die Richtung ändern, bei seinem Versuch zu blocken. Sie zielte vorerst auf den Brustkorb, um ihre Waffe in die Lunge des Gegners zu stoßen, aber im Hinterkopf wähte sie ihr eigentliches Ziel bereits in den Beinen des Gegners.
Seine Gegnerin wich dem Angriff aus, doch das entmutigte ihn nicht. Auch wenn sie eher gebrechlich wirkt ist sie doch flink und durchaus kräftig, das verspricht Spaß. Nun stieß sein Gegenüber ihre Waffe nach vorne, auf seine Brust zu. Noch einmal zu blocken wäre zu einfallslos, mit Sicherheit rechnet sie schon damit. Also muss es anders funktionieren. Er lehnte sich mit dem Oberkörper ein Stück nach hinten und holte von untem mit seinem linken Schwert aus, um die seltsame Klinge seiner Gegnerin nach oben wegzuschlagen, dabei rutsche ihm die Kapuze langsam vom Kopf. Was soll's, sie hat sowieso nur mein Sichtfeld eingeschränkt. Normalerweise hätte ich sie schon vor dem Kampf heruntergezogen, doch das plötzliche Erscheinen dieses Mädchens hat mich davon abgelenkt. Gleichzeitig stach er seinerseits mit dem anderen Schwert nach vorne, wobei er auf die linke Körpermitte der jungen Frau zielte.
Bai musste sich zusammennehmen, um beim Konter ihres Gegners nicht den Fokus auf den Kampf zu verlieren. Durch dessen Bewegung rutschte ihm nämlich die Kapuze vom Kopf und ein menschlicher Schädel mit dem Grinsen der Toten blickte ihr entgegen. Kein Wunder bei der Fülle an Wesen auch ein paar sehr ungewöhnliche dabei zu haben. Für die Sache ist auch später noch Zeit sagte sie sich und erstickte damit ihre Neugier im Keim. Mit ihrer Waffe momentan noch aus der Balance, trat sie nach Dawns Klinge, um den Stich abzulenken. Sie selbst gewann ihre Balance wieder, indem sie sich mit dem Schwung drehte. Im Rücken ihres Gegners, bereit ihren Ellbogen in ihn hinein zu stoßen.
Dawn legte ein grimmiges Lächeln auf, als er die Reaktion seiner Gegnerin auf seine Erscheinung bemerkte. Obwohl sie sich schnell gefangen hatte, konnte er kurz Ungläubigkeit in ihren Augen erkennen. Sein Angriff ging ins Leere, da die junge Frau seine Waffe weggekickt hatte. Er stoppte die Waffe zwar schnell und war über den fehlgeschlagenen Angriff überhaupt nicht enttäuscht, doch was als nächstes geschah betrübte ihn zutiefst. Aus dem Schwung ihres Trittes heraus drehte sich seine Gegnerin fast schon tänzelnd hinter seinen Rücken und rammten ihren Ellbogen hinein. Ein hässliches Knacken ertönte und Dawn spürte einen stechenden Schmerz in seinem Rücken, doch er verklang fast ebenso schnell wieder, wie er gekommen war. Er biss die Zähne zusammen und drehte sich in einem Sprung von der Frau weg zu ihr um. Es scheint nichts ernsthaft verletzt zu sein, damit kann ich problemlos weiterkämpfen. Auch wenn der Angriff überraschend schnell kam, hätte er ihm eigentlichproblemlos ausweichen können müssen, doch irgendwie konzentrierte er sich nicht so recht. Ich muss mich zusammenreißen. Das Skelett hob das linke Schwert vor die Brust, dann stieß es sich hart vom Boden ab und sprang hoch in die Luft, auf seine Gegnerin zu. Es holte von oben zu einem heftigen Schlag mit beiden Schwertern aus, um die junge Frau von oben zu spalten. Tut mir Leid, aber ich kann in diesem Turnier keine Rücksicht auf andere nehmen!
Ihr Gegner sprang ohne Verzögerung von der jungen Frau weg. Damit verschaffte er sich genug Distanz für einen Sprung mit beiden Schwertern erhoben. Sicherich hätte er ihr mit der zusätzlich Kraft mehr als nur den Schädel spalten können. Doch war de Angriff wesentlich zu langsam bei der Entfernung. Schnell entfachte Bai die Magie in sich und teleportierte sich genau in dem Moment mehrere Meter zur Seite, indem die Klingen ihre Haut berührt hätten. Damit sollte er...äh sie, es...ARGH...das Skelett noch mit dem Schwung beschäftigt sein dachte sie, ohne den Fokus über die Magie zu verlieren. Mit Schweißperlen auf der Stirn konzentrierte sie sich auf einen Punkt einige Meter unter dem Sand, wo sie einen Dimensionsriss öffnete, gerade gut genug, dass sich der Sand um ihren Gegner in einen reißenden Strudel verwnadelte, der ihn hinunterreißen würde. Leider hatte der Zauber den Nachteil, dass sie sich erstmal nicht bewegen konnte.
Gerade als die Schwerter die junge Frau erwischt hätten verschwand diese plötzlich und der Angriff ging ins Leere. Wo ist sie hin? Sie ist genau so plötzlich verschwunden wie sie vorhin auftauchte. Er hörte ein angestrengtes Keuchen von der Seite und blickte zum Ursprung des Geräusches. Da ist sie ja! Entweder ist sie dazu fähig sich mit großer Geschwindigkeit zu bewegen oder sie muss sich irgendwie teleportiert haben. Da sie in dem Schlagabtausch vorher lange nicht so schnell war, tippe ich eher auf... Er verlor urplötzlich den Faden, als er nicht wie erwartet auf den relativ festen Sandboden auftraf, wo er seinen Schwung problemlos hätte abfedern können, sondern in einen reißenden Strudel geriet. Treibsand? Aber der war doch nicht derart reißend gewesen, ich konnte mich leicht daraus befreien! So sehr er sich auch wehrte wurde er unbarmherzig in die Tiefe gezogen.
Er versank völlig im Sand und noch immer wurde er weiter hinuntergezogen, erst nach einer gefühlten Ewigkeit - es konnte sich aber nur um wenige Minuten gehandelt haben - verebbte der Sog und er plumpste auf den Boden. Wo bin ich gelandet? Was ist das hier?
Nachdem ihr Gegner vollkommen im Sand verschwunden war, ließ Bai den Riss wieder verschwindenund trotz der Anstrengung grinste sie zufrieden. Ihrer Erwartung nach sollte jetzt irgendetwas passieren, dass sie als Gewinnerin auswieß, doch selbst nach einigen Minuten passierte nicht dergleichen. Also musste das Skelett noch soweit kampfhähig sein, dass ihr stummer Schiedsrichter den Kampf nicht als beendet ansah. Und jetzt? fragte sich die Konbatnerin leicht verzweifelt. Sie konnte nicht mehr sagen, wo er abgeblieben war und ihre Teleportation war deshalb nutzlos. Außerdem wusste sie nicht, ob er einfach nur in einem Hohlraum war, oder komplett von Sand eingeschlossen. Allerdings war der Gedankenfaden recht schnell vergessen, denn plötzlich brach eine Sanddüne in der Nähe in sich zusammen und der Sand bildete einen großen Krater. Verwirrt legte sich Bai eine Hand hinters Ohr und kniete sich hin, da sie meinte ein leises Rumpeln aus der Tiefe zu hören. Da öffnete sich der Boden unter ihren Füßen und auch sie verschwand im tiefen Schwarz mit einem Aufschrei.
Durch den Aufprall, der wegen einem Haufen Sand nicht allzu schlimm war, leicht irritiert brauchte es einige Sekunden, bevor Bai erkannte, dass sie in einer Höhle war. Der Fels musste sich direkt unter dem Wüstensand befinden, da immer noch Sand aus einem Loch in der Decke rieselte, einige Meter über ihr. Die Höhle war weitläufig und es herrschte ein gedimmtes Zwielicht, dass durch mehrere leuchtende Kristalle an den Wänden hervorgerufen wurde. Erst allmählich gewöhnten sich ihre Augen an die veränderten Lichtverhältnisse, doch als sie wieder sehen konnte und einigen komischen Schmatzgeräuschen folgte und die Quelle erkannte, schrie sie auf.
Langsam richtete Dawn sich auf und klopfte den verbliebenen Sand von seiner Kleidung. Seltsam dieser Treibsand, man sieht an der Decke nicht die geringsten Überreste des Strudels, nur ein kleines Häufchen auf dem Boden, wo ich gelandet bin. Ist das normal? Zum Glück brauche ich keine Luft zum Leben, sonst hätte dieser Strudel sicherlich meinen Tod bedeutet, so aber bin ich praktisch unbeschadet hier angekommen. Er blickte sich um und erkannte recht schnell, dass es sich bei seiner Umgebung um eine unterirdische Höhle handelte. Sie war erhellt von einigen Kristallen, die ein schummriges Zwielicht verbreiteten. Was das wohl für seltsame Steine sind, ob sie magischer Natur sind? Das Skelett überlegte, was es jetzt tun sollte. Hier herumzustehen bringt mir nichts, das zögert den Kampf nur unnötig in die Länge. Am besten erkunde ich dieses Tunnelsystem... In dem Moment gellte ein Schrei durch die Höhle. Woher kam der Schrei? War das etwa meine Gegnerin? Schnell rannte er in die Richtung, aus der er den Schrei vermutete. Als er schließlich das Mädchen fand und sah, was ihr diesen Schrei entlockt hatte, konnte er es ihr nicht verdenken.
Bais Blick lag wie hypnotisiert auf den pechschwarzen Leib der Kreatur vor ihr. Ein langer, länglicher Körper schob sich über den Boden und nahm etwa 1/3 der Höhle ein. Ihre Schuppen war schwarz wie die Nacht, solange sie im Schatten blieben, aber sobald die Lichtstrahlen der Kristalle auf sie fielen entstand ein hypnotisierendes Farbenspel des gesamten Farbspektrums. Endlich schien auch die riesige Bestie die Neuankömminge zu bemerken und hob sogleich acht Köpfe, die aus acht goldglben, geschlitzen Augen zurückstarren.
Man nannte die riesige achtköpfige Schlangenart Orochi. Sie lebten eigentlich unter dem Sand der Wüsten Akasunas, waren alerdings so selten, dass es kaum Berichte gab. das lag vor allem daran, dass potentielle Zeugen zu langsam waren, um zu entkommen und von einem der acht Kiefer verschlungen wurden. Anstatt aber Skelette vorzufinden, fand man die Körper der Opfer meist etwas zerquetscht aber vollständig, wenn man sie denn überhaupt fand. Das serpentine ernährte von magischer Energie, die es von seinen Beutetieren bezog, ein Prozeß der ebenso tödlich war, wie die normale Verdauung.
Als die bedrohlichen Augen auf sie fielen, stiegen Bai selbst die Tränen in die Augen. ICH HASSE SCHLANGEN. Mit einem weiteren, allerdings ersticktem, Schrei wandte sich die Konbatnerin um und fing an zu rennen, an Dawn vorbei und entlang des Ganges aus dem er gekommen war und der der einzige Ausgang aus der Höhle in der Nähe der beiden war. Der Orochi zischte laut und durchdringen und setzt mit allen acht Köpfen im EInklang zur Verfolgung an.
Vor ihm wand sich eine riesige achtköpfige Schlange. Dawn konnte nicht sagen, welche Farbe sie wirklich hatte, denn der Großteil ihrer Schuppen leuchtete in einem stetig wechselnden Farbton. So etwas habe ich noch nie gesehen! Wie bekämpft man dieses Vieh? Er blickte zu seiner Gegnerin, als diese erneut schrie, dann drehte sie sich und rannte von der Schlange weg, genau an ihm vorbei und in den Gang, aus dem er eben gekommen war. Er konnte es ihr nicht verdenken, sie musste vermutlich mehr Todesfurcht haben als er, immerhin dürfte sie leichter zu töten sein als er. Selbst wenn die Schlange ihn biss, was könnte sie ihm schongroß anrichten? Gift störte ihn nicht im Geringsten und er war sich sicher, schnell genug zu sein, um sich aus den Kiefern zu befreien, ehe sie ihm großen körperlichen Schaden zufügen konnte. Aber was, wenn sie ein magisches Wesen ist? Es gibt mit Sicherheit nicht viele achtköpfige Schlangen, die sich natürlich entwickelt haben. Solange er nicht wusste,wie man gegen diese seltsame Schlange kämpfen konnte, hielt er es für das Beste, sich nicht auf eine direkte Konfrontation einzulassen. Erst recht als sie laut zischelnd zur Verfolgung des Mädchens ansetzte und damit genau auf ihn zukam.
Er drehte sich um und rannte seiner Gegnerin hinterher. "Vielleicht sollten wir unseren Kampf unterbrechen, bis wir dieses Vieh losgeworden sind. Hast du eine Ahnung, wie man sie bekämpfen kann?", fragte das Skelett, als es zu der jungen Frau aufgeschlossen hatte, ohne dabei merklich langsamer zu werden.
In Bais Kopf hatte im Moment nur ein einziger Gedanke Platz. Obwohl, man konnte es wohl besser as Instinkt als Gedanke bezeichnen: Flucht. Es war klar, dass sie nicht gegen das Monster hinter ihr ankam, also war das einzige Heil die Flucht. Noch dazu war es eine Schlange (dazu noch achtmal) und sie hasste Schlangen. Der Schädel der Konbatnerin war mit Angst geflutet und erst almählich konnten halbwegs raionale Gedanken wieder Fahrt aufnehmen, auch wenn sie eher einem chaotischen Gewitter ohne wirkliche Ordnung glichen. Was macht ein Orochi hier, sind wir auf Akasuna? Warum musste es ausgerechnet eine Schlange sein? Wo ist eigentlich mein Gegner abgeblieben? Hatte das Viech irgendeine Schwäche? Hab ich eine Chance? Was kann ich bloß tun? Ich kann mich einfach nicht konzentrieren dachte sie panisch, während sie immer noch im Höchstempo durch den von Kristallen erleuchteten Tunnel rannte. Bald konnte sie hinter sich ein weiteres paar Schritte hören. Doch was wirkich ihre Aufmerksamkeit fesselte war das Rumpeln eines riesigen Leibes und das achtönige und bedrohliche Zischen, was ihren Adrenalinausstoß im Blut nochmal verdoppelte. Mittlerweile erledigte sich eine ihrer Fragen, als ihr Gegner zur ihr Aufschloss und nach einer Idee fragte. Dies sorgte dafür, dass ihr Kopf endlich wieder rationale Gedanken zuließ. Allerdings war ihre Stimme immer noch recht schrill, als sie antwortete: "Als ob wir überhaupt noch dazu kommen würden zu kämpfen. Wenn wir dem Biest nicht entkommen, sind wir Geschichte." Eine scharfe Kurve unterbrach sie und sie mussten scharf abbiegen, bevor Bai weitersprechen konnte. "Unsere Chancen das Vieh zu töten sind niedrig, wenn nicht gleich null." Sie schluckte scharf. "Man nennt ihre Art Orochi und es gibt zwar viele Legenden über sie, aber wenig Fakten. So sollen sie entstehen, wenn eine normale Schlange mit dem Alter magische Fähigkeiten erlangt und zu einem Dämon wird. In diesem Zustand ernähren sie sich von magischer Energie, weshalb sie auch gegen Magie immun sind. Außerdem sind ihre Schuppen so hart, dass nur die schärfsten Schwerter sie durchdringen können. Dadurch haben sie keine Feinde und alles was vor ihre Schnauzen kommt ist bloß Nahrung für sie. Die einzige Chance, die wir haben ist, wenn wir sie irgendwie blockieren können, sodass wir entkommen können."
Die Antwort seiner Gegnerin kam Dawn gerade recht. Er konnte gut darauf verzichten den Kampf fortzuführen, solange eine riesige Schlange hinter ihnen her war. Die Erläuterungen zur Art der Schlange kam ihm hingegen weniger recht. Ein magisches Geschöpf, das sich von magischen Energien ernährte? Er wusste nicht, inwiefern er als Skelett leichtere Beute abgab, aber dieses Wesen konnte ihm sicherlich gefährlich werden. Auch wenn sein Schwert vermutlich scharf genug war, um die Haut der Schlange zu durchdringen, war es fraglich, ob er überhaupt dazu kommen würde, einen Hieb gegen sie zu führen. Den Weg blockieren... ob ich die Decke zum Einsturz bringen könnte?
"Lauf so schnell du kannst, ich werde versuchen die Decke einstürzen zu lassen!", rief Dawn seiner Gegnerin zu, dann blieb er stehen und drehte sich um. Kurz schien die Orochi verwirrt, doch dann zischte sie und hielt unbeirrt auf ihn zu. Er umschloss sein Schwert fester, dann sprang er hoch in die Luft und schnitt einige tiefe Furchen in die steinerne Decke. Ein kleiner Sprung nach hinten und er wiederholte die Prozedur.
Ein lautes Knirschen ertönte und etwas Staub rieselte von der Decke, doch mehr tat sich nicht. Verdammt! Das Skelett sprang erneut und fügte der Decke weitere Schnitte hinzu. Ein lautes Krachen war zu hören, Staubund kleine Felsbrocken fielen zu Boden. Dawn vollführte einen Drehsprung und rannte weg, die Schlange war nur noch wenige Meter hinterihm. Er hielt seine Schwerter senkrecht nach oben und sprang nach vorne, um die Decke besser zu erreichen, und schnitt lange Furchen in die Decke. Dann steckte er seine Schwerter in den Gürtel und rannte so schnell er konnte. Das Krachen wurde lauter und plötzlich gesellte sich ein Rumpeln dazu. Eine dichte Staubwolke umhüllte Dawn, weswegen er über einen Stein stolperte und der Länge nach hinfiel. Der Lärm war so ohrenbetäubend und die Staubwolke so dicht, dass er weder etwas hören noch etwas sehen konnte. Etwas Schweres schlug auf seine Rippen und ein böses Knacken ertönte, dann traf etwas seinen Kopf und er wurde bewusstlos.
Anstatt weg zu laufen, erstarrte Bai beim Anblick ihres Gegners, der wild an der Deck entlang schnitt, um sie zum Einsturz zu bringen. Der Orochi war viel zu nah und es wurde langsam brennslich. Die acht Köpfe sperrten gierig ihre Mäuler auf, säureartiges Gift tropfte auf den Boden und ließ das Gestein genauso Zischen, wie seinem Ursprung. Doch erreichte das Reptil sein Ziel nicht mehr, als nach ein paar harten Schlägen des Skelettes schließlich die Decke begann einzubrechen. Die Schlange war dabei mitten im Gebiet und wurde anscheinend unter den Felsen begraben. Die Konbatnerin bließ allerdings ausser Reichweite und musste sich nur vor der enormen Staubwolke mit den Armen schützen. Als diese langsam wieder herabsank, lugte Bai ebenso langsam hinter ihren erhobenen Armen hevor, nicht unbedingt erpicht darauf, was es zu sehen gab. Aber sie konnte erleichtert aufatmen, da von dem Orochi nichts zu sehen war. in der nächsten Sekunde zog sie allerdings erschrocken die Luft ein, da ihr Gegner ohnmächtig und halb vergraben unter dem Schutt lag. Nachdem sie sich aus ihrer Starre befreit hatte, ging Bai ohne viel nachzudenken auf den Bewusslosen zu. Eine Hand wäscht die andere. Doch auf halben Wege fingen ein paar der Brocken an zu rutschen und mit einem Male durchbrach einer der Köpfe des Orochis den Schuttwall und nahm ihren Gegner ins Visier. Die Gedanken rasten durch den Kopf der Konbatnerin, doch ihr Entschuss stand schnell fest. Gerade noch rechtzeitig kam sie vor Dawn an, sodass anstatt des Skeletts sie selbst in die Kiefer des Reptils kam. Vor Schmerzen biss sich Bai auf die Unterlippe, blickte aber noch zu dem Bewusstlosen und mit letzter Anstrengung konzentrierte sie alles an magischer Kraft, was sie aufbringen konnte und von einem Moment auf dem anderen war Dawn verschwunden. Für bai selbst wurde die Welt dunkel.
Langsam kam Dawn wieder zu sich. Wo bin ich? Was ist passiert? Nach und nach kehrte die Erinnerung an die letzten Ereignisse vor seiner Ohnmacht wieder zurück. Aber... wurde ich nicht von der einstürzenden Decke begraben? Mein Körper ist unversehrt, meine Verletzungen müssen also geheilt sein, war ich so lange bewusstlos? Und wie komme ich hier her? Das Skelett ließ den Blick über seine Umgebung wandern. Ich bin definitiv in der Wüste. Hat mich jemand hergebracht? Aber wer? Moment mal... das Mädchen kann sich doch teleportieren, vielleicht kann sie ihre Kräfte auch auf andere einsetzen! Nur wo ist sie dann abgeblieben?
Noch während er darüber nachdachte, was mit seiner Gegnerin war und wie er aus dem Erdreich an die Oberfläche gelangt war, tauchte urplötzlich ein Verstummter vor ihm auf. Wenn er keine magischen Sinne gehabt hätte, wäre er Dawn gar nicht sofort aufgefallen, doch so nahm er in unmittelbar war und zuckte kurz zusammen. Das verhüllte Wesen machte eine auffordernde Geste, dann schwebte es davon. Ich soll ihm wohl folgen. Aber... wenn es sich zeigt, dann habe ich gewonnen?! Was ist dann mit dem Mädchen? Wurde sie ebenfalls von der Decke begraben? Oder... hat sie sich für mich geopfert?! Ein Gefühl, das von seinem Unterbewusstsein ausgehen musste, stieg in ihm auf und verbreitete Gewissheit. Seine magischen Sinne mussten während seiner Bewusstlosigkeit die Geschehnisse wahrgenommen haben. Hoffentlich ist sie nicht umgekommen. Dieser Kampf ist für mich noch nicht vorbei!
Nach einigen Metern erschien ein verschwommener Dunst vor ihnen, ebenso plötzlich wie der Verstummte erschienen wahr. Eben dieser verharrte neben dem, was ein Portal zu sein schien, und zeigte mit seiner unheimlichen Hand darauf, dann verschwand er. Dawn überlegte nicht lange, sondern ging durch das Portal hindurch. Nach einem kurzen Kribbeln, das er in seinem nicht vorhanden Bauch fühlte, stand das Skelett in dem Gang, der zum Kampffeld geführt hatte. Also ist es tatsächlich vorbei...