[Einleitung] Die Kunst, Pokémon zu spielen, um zu siegen

    • [Einleitung] Die Kunst, Pokémon zu spielen, um zu siegen

      Du bist ein tapferer Trainer und hast gegen die Top 4 wahrscheinlich schon so oft gewonnen, dass die Durchmärsche sich wie langweilige Lehrervorträge anfühlen. Du hast das nur gemacht, um deine treuen Pokémon zu trainieren und nachdem du sie so gut gemacht hast, wie es geht, wolltest du mehr. Du hast dich entschieden, gegen deine Freunde zu kämpfen und nachdem du sie konstant niedergewälzt hast (oder niedergewälzt wurdest), begann Pokémon langweilig zu werden.

      Aber dieses Spiel hat mehr zu bieten, etwas Größeres als das.

      Willkommen in der Welt des strategischen Spielens, die Kunst, Pokémon zu spielen, um zu siegen! In dieser Welt ist das 999 Angriff-Pelipper, das du aus Spaß gecheatet hast, um deine Freunde zu ärgern, nicht erlaubt. Strategisches Spielen erfordert ein Verständnis der Spielmechanik, des Teambaus und Taktiken im Kampf. Es reicht nicht mehr, einfach vier Attacken mit verschiedenen Typen zu benutzen und die zu wählen, die sehr effektiv ist.

      Nun, falls wir dein Interesse geweckt haben, willst du vielleicht wissen, was man alles zum strategischen Spiel braucht. Deshalb werden zunächst die grundlegenden Spielmechaniken erklärt und anschließend wird dir gezeigt, wie und wo du in die Gemeinschaft der Strategiespieler, der "Battler", eintauchen kannst.

      1. Grundlegende Spielmechanik

      "Mechanik" ist der Begriff, den wir benutzen, um uns auf die Art und Weise wie Pokémon funktioniert zu beziehen. Bis jetzt hast du es wahrscheinlich geschafft, die meisten detaillierten Spielmechaniken zu ignorieren und trotzdem erfolgreich gegen deine Freunde zu sein. Aber im strategischen Spiel ist die Grenze zwischen Erfolg und Versagen sehr dünn. Du musst auch die detaillierten Funktionsweisen der Spielmechanik kennen und ausnutzen können. Wenn du das nicht tust, kannst du dir sicher sein, dass es dein Gegner auf jeden Fall tun wird.

      Um einen Kampf zu gewinnen, musst du alle Pokémon deines Gegners besiegen, bevor er dich besiegt. Aus diesem Grund konzentrieren sich alle Aspekte des strategischen Spiels auf den Schaden - die Fähigkeit Schaden anzurichten, Schaden zu widerstehen und Schaden zu vermeiden. Weil Schaden der Anfang und das Ende allen strategischen Spiels ist, müssen dir die verschiedenen Spielmechaniken bekannt sein, mit denen Schaden beeinflusst werden kann.

      1.1 Mechaniken der Attacken

      Dies sind die Mechaniken, die den Schaden einer bestimmten Attacke im Kampf beeinflussen:

      • Effektivität der Typen: Du kennst es wahrscheinlich schon aus dem Spielverlauf. Manche Arten von Attacken richten mehr oder weniger Schaden auf manche Arten von Pokémon an. So sind beispelsweise Boden-Attacken gegen Elektro-Pokémon "sehr effektiv" und richten damit doppelten Schaden an. Der Typ eines Pokémon und der Typ der Attacken, die es benutzt, sind die mit Abstand größten Faktoren, die bestimmen können, wie viel Schaden eine Attacke anrichtet oder wie viel ein Pokémon aushält. Die Fähigkeit eines einzelnen Pokémon oder eines Teams, Schaden über eine Vielzahl von Typen auszuteilen oder einzustecken, nennt man "Typenabdeckung" oder im Englischen auch "type coverage". Gute Beispiele an dieser Stelle wären zum Beispiel Attacken-Kombinationen der Typen Eis und Elektro, Geist und Kampf oder auch Drache und Feuer in der offensiven Typenabdeckung oder auch Drache und Stahl in der Defensive.
      • Physische und spezielle Attacken: Alle Attacken, die Schaden anrichten, sind etweder physisch oder speziell. Physische Attacken benutzen den Angriffs-Wert zur Schadensberechnung, während spezielle Attacken den Spezial Angriff-Wert benutzen. Die Attacken werden entsprechend ihrer "Ausführung" in physisch und speziell unterteilt. Physische Attacken werden mit dem roten Icon dargestellt und spezielle Attacken mit dem blauen Icon .

        Es ist wichtig, dies im Hinterkopf zu behalten, wenn man sich eine Kombination an Attacken, ein "moveset", ausdenkt. Du gibst so deinem Simsala besser keine Psychoklinge, denn obwohl die Attacke einen Gleicher-Typ-Bonus (einen STAB, same type attack bonus) einheimst, d.h. um die Hälfte verstärkt wird, wird die Attacke aufgrund von Simsalas unterirdischem Angriff kaum Schaden anrichten.

      1.2 Statusmechaniken

      Die Statusmechaniken beeinflussen die Fähigkeit eines Pokémon, Schaden auszuteilen und einzustecken. Mit Statusmechaniken bezieht man sich auf die Mechanik, die hinter den sechs Statuswerten eines Pokémon steckt. Für das Verständnis der Statusmechaniken sind die folgenden drei Begriffe von besonderer Wichtigkeit.

      • Wesen: Jedes Pokémon kann eins von 25 verschiedenen Wesen haben. Die meisten Wesen erhöhen einen Status um 10% und senken dafür einen anderen um 10%, KP ausgenommen. Im strategischen Spiel hat jedes Pokémon in der Regel ein oder zwei bevorzugte Wesen, abhängig von seinen Attacken. Ein Pokémon, das zum Beispiel nur physische Attacken beherrscht, würde am meisten von einem "harten" Wesen profitieren, welches den Angriff um 10% erhöht und den nicht benötigten Spezial-Angriff um 10% senkt. Es gibt 5 Wesen, die keinen Effekt auf die Statuswerte haben. Diese sind "robust", "sanft", "ernst", "zaghaft" und "kauzig". Diese Wesen sollten nie benutzt werden im strategischen Spiel, da sie keinen Vorteil bieten. Wenn man alle Statuswerte braucht, senkt man am besten immer den niedrigsten, weil man so weniger absoluten Verlust hat. Eine Wesensliste kann hier gefunden werden.
      • Determinant Values (DVs, bestimmende Werte): Die Determinant Values, auch Individual Values (IVs, individuelle Werte) genannt, sind sozusagen die Statuswerte mit denen die Pokémon zur Welt kommen. Sie können auch bei zwei Pokémon der gleichen Art unterschiedlich sein (deshalb der Name "individuelle Werte") und entscheiden darüber, ob es sich lohnt das Pokémon zu trainieren (deshalb der Name "bestimmende Werte").
      • Effort Values (EVs, Fleißpunkte): Effort Values bezeichnen zusätzliche Statuspunkte, die einem Pokémon durch gezieltes Training auf einen Status antrainiert werden können.
      Das strategische Spiel basiert auf der Annahme, dass alle Spieler (nahezu) perfekte Pokémon besitzen. Analog zu Leistungssportarten, in denen die Athleten immer mit dem besten Material antreten, nimmt das strategische Spiel an, dass du Zugang zu perfekten Pokémon hast. Das ist zunächst schwer zu verstehen, wenn du bis jetzt nur im Spielverlauf gespielt hast, aber es ist wichtig zu wissen, dass du mit deinem Level 78 Groudon aus Omega Rubin wahrscheinlich nicht weit kommen wirst. Im strategischen Spiel benutzen alle Spieler ausschließlich Pokémon die auf Level 50 abgestuft werden. Diese Pokémon sind nahezu perfekt EV-trainiert, besitzen perfekte DVs und die besten Attacken. Deshalb ist es ein absolutes Muss, die Mechaniken hinter den EVs und DVs durchschaut zu haben.


      Was man erwarten sollte

      Das strategische Spiel ist ganz anders als das, was die meisten neuen Spieler gewöhnt sind. Man spielt gegen menschliche Gegner, die detaillierte Spielmechaniken zu ihren Gunsten nutzen. Besser zu sein als solche Gegner, ist etwas ganz anderes, als besser zu sein als ein Nintendo 3DS. Darum gibt es ein paar Schlüsselpunkte im strategischen Spiel, die du unbedingt wissen solltest.

      Das erste, was man wissen sollte, ist, dass die Leute spielen, um zu gewinnen. Auch wenn es gereicht hat, in den Spielen selber Pokémon zu benutzen weil sie cool, süß oder deine Favoriten sind, im strategischen Spiel ist genau das meistens der schnellste Weg zur Niederlage. Deine Gegner werden die Pokémon benutzen, die ihnen die besten Chancen zu gewinnen geben und um wirklich mithalten zu können, solltest du dasselbe tun. Das schließt natürlich nicht vollkommen aus, dass du nicht trotzdem deine Lieblinge benutzen kannst, aber daran solltest du dich erst als fortgeschrittener Spieler versuchen.

      Einer der überraschendsten Aspekte für neue Spieler ist die Idee des Auswechselns von Pokémon. Dein Gegner wird nicht länger ein Pokémon im Spiel lassen bis es besiegt ist; er kann und wird einen Vorteil aus der Möglichkeit ziehen, sein Pokémon auszuwechseln und eins einzuwechseln, was gegen dein Pokémon vorteilhaft ist. Sei ausserdem nicht überrascht, wenn dein Gegner den Wechsel voraussieht und dich mit einer sehr effektiven Attacke trifft, die meisten Spieler werden versuchen, Vorteile aus allzu offensichtlichen Manövern ziehen.

      Der Einfluss von Glück in Pokémon ist eine unbequeme Überraschung für viele neue Spieler und zuweilen auch für fortgeschrittene Spieler. Zwischen Volltreffern, der Wahrscheinlichkeit von Nebeneffekten wie Verbrennung oder Zurückschrecken und Attacken mit nicht perfekter Trefferquote lautert überall das Potential für glückliche oder unglückliche Siege oder Niederlagen. Schließlich sollte jeder akzeptieren, dass obwohl Siegen wichtig ist, jeder Sieg für sich gesehen bedeutungslos ist. Wie in der Fussball-Bundesliga kann jede Mannschaft in jedem Ligaspiel gegen eine andere, in der Tabelle über ihr platzierte und somit eigentlich bessere Mannschaft gewinnen; was viel wichtiger ist, ist auf die lange Sicht erfolgreich zu sein. Der beste Spieler der Welt kann immer noch verlieren, sogar gegen Neulinge, aber er wird wahrscheinlich dazu in der Lage sein, deutlich mehr Siege als Niederlagen einzufahren.

      Auf geht's!

      Nachdem du nun einen groben Überblick über das strategische Spielen hast, erwarten dich sieben Lektionen, die dich Schritt für Schritt in unsere Welt, die Welt der "Battler", einführen. Am Ende jeder Lektion findest du einige Aufgaben als Selbsttest, ob du den Inhalt der Lektion auch wirklich verstanden hast. Versuche diese Aufgaben selbst zu lösen und scheue dich nicht, bei Unklarheiten Fragen zu stellen oder dich in unserem Tutorprogramm als Schüler anzumelden. Wir helfen gerne!

      Hier geht's zur ersten Lektion!

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Moeper ()

    • Im strategischen Spiel benutzen alle Spieler ausschließlich Level 100-Pokémon, sie benutzen nur die besten Pokémon und die Pokémon sind perfekt EV-trainiert mit perfekten DVs und den besten Attacken. Deshalb ist es ein absolutes Muss, die Mechaniken hinter den EVs und DVs durchschaut zu haben.

      Heißt das, dass alle Spieler bei Turnieren eigentlich gleich stark sind?
      Das ist doch ein bisschen langweilig.
      Roffel, loll, oemgeh und iggsdee,
      die Abkürzungen tun mir so weeh!
      -Zitat von Seneca
    • Also streng genommen bedeutet Amateur ja, dass man dafür kein Geld bekommt... und das dürfte so ziemlich jeder sein :D
      Aber so, wie du das gemeint hast, wirst du das nur selten finden... Am Besten ist es halt, in der Umgebung mit anderen Spielern strategische Aspekte durchzunehmen und DANACH zu trainieren, und halt einfach mit Simulatoren wie Pokémon Online zu spielen. Dort köntest du auch einfach Anfragen stellen, und sogar jemanden finden, der dich trainiert. Dafür ist es allerdings meist englischsprachig.
      Ich selbst beschäftige mich auch schon länger mit der Strategie, hab aber den Dreh noch nicht ganz raus, also kommt mir dieser Guide auch sehr entgegen^^

      Vielen Dank dafür!
    • Strategisches Spiel: Hilfen in Pokemon Schwarz und Weiß:

      Hallo, liebe Trainer!

      Ich habe ein paar interessante strategische Hilfen in Pokemon Schwarz und Weiß gefunden:
      1. in Rayono-City gibt es bei der Kampfmetro eine Person, die einem sagt, welchen Statuswert ein beliebiges Pokemon als Stärke hat und wie diese im Vergleich zu vielen anderen Pokemon ist (z. B. eher durchschnittlich, überdurchschnittlich, schlecht ect.), leider sagt diese Person nicht, welcher Statuswert der schlechteste ist....
      2. bei der Anzeige des Status eines Pokemon (unter Pokemon -> Pokemon auswählen mit A/ Touchpen berühren -> Bericht) kann man, wenn man genauer hinsieht jetzt sogar den schlechtesten Statuswert erkennen. Die Stärke der Statuswerte wird mit farbigen Umrandungen der weiße Schrift dargestellt: blau steht für einen schlechten Statuswert, rot für einen guten, rein weiß bedeutet, dass der angegebene Statuswert durchschnittlich ist

      Nach Besuch der Person in Rayono-City oder dem Nachgucken im Pokemonbericht kann man nun besser entscheiden, welche Attacke man dem Pokemon beibringt.

      Was nun in jeder Edition hilfreich ist, ist sich die Beschreibungen zu den Attacken durchzulesen. Diese geben oft Hinweise auf Nebenwirkungen.
      Ebenso wichtig für strategisches Kämpfen halte ich ab der 2. Generation die getragenen Items und Beeren, ab der 3. Generation halte ich auch Wesen der Pokemon sowie Fähigkeiten für bedeutend.

      Beispiele für gute strategische Pokemon: Zapplardin, Zapplalek, Zapplarang und auch Rotom, da sie durch Schwebe ihre Schwäche gegenüber Bodenpokemon eliminieren. Ein Ventilator-Rotom bräuchte diese Fähigkeit nicht einmal, da der Flugtyp die Schwäche eliminiert.

      Was gibt es noch wichtiges für das strategische Kämpfen?
      1. dem Pokemon nicht nur statuswertsteigernde Präparate geben (z. B. KP-Plus), sondern es häufig gegen schwache (!) Pokemon antreten lassen, das steigert die EV- und DV-Werte des Pokemon. Leider sind EV- und DV-Werte nicht einsehbar (schade eigentlich), deshalb immer jeden Pluspunkt pro Statuswert mitschreiben. Die gesammelten Punkte werden am Ende eines Levelanstiegs sowie bei Erreichen von Level 100 gutgeschrieben.
      2. Doppeltypen sind oft besser als Einzeltyen gegenüber bestimmten Pokemontypen. Leider können hier aber auch bestimmte Doppelschwächen auftreten. Ein gutes Beispiel ist der Doppeltyp Drache/Flug oder auch Drache/Boden - beide Doppeltypen weisen die Doppelschwäche Eis auf, die zu vierfachem Schaden am Pokemon führt - in Einzelkämpfen ist es sinnvoll, dem Pokemon eine Kampfattacke, Feuerattacke, Gesteinsattacke oder eine Stahlattacke beizubringen. In Doppel- und Dreierkämpfen können das notfalls auch Partnerpokemon übernehmen.
      3. Bestimmte Attacken kann man über Vererbung einem Pokemon beibringen. Dabei muss die zu vererbende Attacke einem männlichen (!) Pokemon beigebracht werden. Weibliche Pokemon bestimmen beim Züchten die Art des schlüpfenden Pokemon.
      4. will man einem bestimmten Pokemon eine Attacke per Zucht, TM oder VM oder auch durch Levelanstieg beibringen, sollte man im Bisafans-Pokedex schauen (im spielinternen Pokedex steht das leider nicht drin). Sollte man kein Internet beim Freund oder unterwegs haben, ist entweder das Konsultieren des Pokedex-Ratgebers oder wenn nicht vorhanden nur noch ein "Durchprobieren".
      5. TMs und VMs lassen sich unterschiedlich oft beibringen und weisen in der Art des Beibringens Unterschiede auf:
      a) TMs: Technische Maschinen lassen sich verlernbar beibringen, d. h. man kann, ohne den Attackenverlerner zu besuchen, dem Pokemon statt der per TM erlernten Attacke eine andere Attacke per TM, VM, Zucht oder Levelanstieg beibringen, in der ersten bis vierten Generation sind sie einmalig benutzbar, in der fünften Generation mehrmals benutzbar
      b) VMs: Versteckte Maschinen kann man einem Pokemon beibringen, dass auch außerhalb der Kämpfe im Spiel noch Aufgaben erledigen soll. Die Erlaubnis, die VM-Attacke außerhalb eines Kampfes zu benutzen, ist abhängig von den erhaltenen Arenaorden, die Anwendung der Attacke im Kampf ist dagegen bereits ohne den Arenaorden zu besitzen, möglich. Zum Verlernen der Attacke muss man den Attackenverlerner im Spiel aufsuchen.
      6. Move-Tutoren: Einige kennen ja schon die alten Movetutoren der dritten Generation aus Feuerrot und Blattgrün sowie Rubin, Saphir und Smaragd, die den Starterpokemon auf der höchsten Stufe, wenn sie eine gewisse Zutraulichkeit zum Trainer zeigen, die Attacken Lohekanonade, Aquahaubitze oder Faunastatue erlernen können. In Heartgold, Soulsilver und Platin soll es auch viele dieser Movetutoren geben, die Pokemon neben den genannten 3 Attacken auch andere Attacken beibringen können. Insbesondere die Movetutoren in Heartgold und Soulsilver bei der Johtokampfzone sind für das strategische Kämpfen empfehlenswert, denn Pokemon können hier nicht nur Attacken lernen, die per TM/VM nicht beigebracht werden können, sondern auch Attacken lernen, die strategisch das Blatt wenden können, z. B. Paralyse, Frost, Schlaf, Vergiftung etc.
      7. als Letzen Fakt sollte man die Stufe des für einen kämpfenden Pokemon beachten. Je höher die Entwicklungsstufe des Pokemon ist, umso besser ist es. Bei legendären und nicht entwickelbaren Pokemon kann man diese Tatsache allerdings nicht pauschalisieren. Aber auch hier gibt es eine Rangfolge der Stärke des Pokemon. Deswegen sind bestimmte Pokemon in Turnieren oder in Kampfmetro/ Kampfzone/ Duellturm auch verboten. Hält man sich nicht an das Verbot, wird man bei Überprüfung des Teams sofort disqualifiziert.

      Also, viel Spaß noch beim Teambau und viel Erfolg in euren Kämpfen wünscht euch Nicky343.
    • Nicky343 schrieb:

      2. bei der Anzeige des Status eines Pokemon (unter Pokemon -> Pokemon auswählen mit A/ Touchpen berühren -> Bericht) kann man, wenn man genauer hinsieht jetzt sogar den schlechtesten Statuswert erkennen. Die Stärke der Statuswerte wird mit farbigen Umrandungen der weiße Schrift dargestellt: blau steht für einen schlechten Statuswert, rot für einen guten, rein weiß bedeutet, dass der angegebene Statuswert durchschnittlich ist

      Das ist nur der Einfluss des Wesens (wie in Heartgold und Solusilver), keineswegs werden die höchsten/niedrigsten DVs angezeigt.

      Nicky343 schrieb:

      Was nun in jeder Edition hilfreich ist, ist sich die Beschreibungen zu den Attacken durchzulesen. Diese geben oft Hinweise auf Nebenwirkungen.

      Ebenso wichtig für strategisches Kämpfen halte ich ab der 2. Generation die getragenen Items und Beeren, ab der 3. Generation halte ich auch Wesen der Pokemon sowie Fähigkeiten für bedeutend.
      Ich bin mir nicht sicher, ob du die anderen Themen bereits durchgelesen hast, aber das kommt später und wird dort deutlich besser erklärt. Zudem muss du diese Dinge nicht für bedeutend "halten", denn sie sind sehr (!) bedeutend!

      Nicky343 schrieb:

      Beispiele für gute strategische Pokemon: Zapplardin, Zapplalek, Zapplarang und auch Rotom, da sie durch Schwebe ihre Schwäche gegenüber Bodenpokemon eliminieren. Ein Ventilator-Rotom bräuchte diese Fähigkeit nicht einmal, da der Flugtyp die Schwäche eliminiert.
      Es gibt Pokémon, die viel häufiger verwendet werden, z.B. Skelabra, Seedraking, Despotar oder auch Scherox. Nur weil sie keine Bodenschwäche haben, heißt es nicht, dass sie auch stark sind. Zapplarding und Zapplalek sind beispielsweise unentwickelt und die meisten Basis-Pokémon (bzw. 1. Stufe, falls noch eine zweite Stufe existieren sollte) werden im strategischen Spiel nicht benutzt. Zapplarang hat beispielsweise eine schlechte Initiative. Rotom ist durchaus nicht schlecht und strategisch verwendbar, allerdings hängt das auch vom Team ab (Verweis auf spätere Lektionen der Trainerschule).

      Nicky343 schrieb:

      1. dem Pokemon nicht nur statuswertsteigernde Präparate geben (z. B. KP-Plus), sondern es häufig gegen schwache (!) Pokemon antreten lassen, das steigert die EV- und DV-Werte des Pokemon. Leider sind EV- und DV-Werte nicht einsehbar (schade eigentlich), deshalb immer jeden Pluspunkt pro Statuswert mitschreiben. Die gesammelten Punkte werden am Ende eines Levelanstiegs sowie bei Erreichen von Level 100 gutgeschrieben.
      Ein kampf steigert in keinster Weise die DV-Werte, sondern nur die EV-Werte (spätere Lektion). Zudem ist es nicht nur wichtig, die EVs mitzuschreiben, sondern auch die richtigen EVs zu verteilen (Verweis auf spätere Lektion). Ein starkes Pokémon der selben Spezies gibt genau so viel EVs wie das gleiche Pokémon, auchw enn dieses schwächer ist.

      Nicky343 schrieb:

      2. Doppeltypen sind oft besser als Einzeltyen gegenüber bestimmten Pokemontypen. Leider können hier aber auch bestimmte Doppelschwächen auftreten. Ein gutes Beispiel ist der Doppeltyp Drache/Flug oder auch Drache/Boden - beide Doppeltypen weisen die Doppelschwäche Eis auf, die zu vierfachem Schaden am Pokemon führt - in Einzelkämpfen ist es sinnvoll, dem Pokemon eine Kampfattacke, Feuerattacke, Gesteinsattacke oder eine Stahlattacke beizubringen. In Doppel- und Dreierkämpfen können das notfalls auch Partnerpokemon übernehmen.
      Häufig sind sie besser, aber das ist nicht immer so. Camerupt hat mit Boden/Feuer beispielsweise eine Ar***-Karte gezogen, während Krypuk einen durchaus guten Typ hat - genau wie Seedraking. Allerdings sind auch reine Stahl-Typen nicht zu verachten, da sie viele Resistenzen (Drache ist sehr wichtig, da es der einzige Typ mit einer Resistenz gegen Drache ist.), eine Immunität (Gift) und nur drei (leider relativ häufige) Schwächen.
      Heiteira ist ein weiteres Beispiel, dass durchaus Einzeltypen sinnvoll sind. So hat Heiteira nur eine Schwäche gegen Kampf.

      Nicky343 schrieb:

      7. als Letzen Fakt sollte man die Stufe des für einen kämpfenden Pokemon beachten. Je höher die Entwicklungsstufe des Pokemon ist, umso besser ist es. Bei legendären und nicht entwickelbaren Pokemon kann man diese Tatsache allerdings nicht pauschalisieren. Aber auch hier gibt es eine Rangfolge der Stärke des Pokemon. Deswegen sind bestimmte Pokemon in Turnieren oder in Kampfmetro/ Kampfzone/ Duellturm auch verboten. Hält man sich nicht an das Verbot, wird man bei Überprüfung des Teams sofort disqualifiziert.
      Als letzten Fakt möchte ich noch hinzufügen, dass sich das vor allem in der 5. Generation geändert hat, dies verdankt man Evolith.
      Nur ein paar Beispiele, die durchaus strategische Verwendung finden und dennoch nicht vollentwickelt:
      ~ Porygon2
      ~ Chaneira
      ~ Zwirrklop

      So, ich hoffe, es stört dich nicht, dass ich deinen Post mal ein bisschen auseinandergenommen habe. Außerdem werden viele Punkte ausführlicher in den folgenden Lektionen erklärt.
    • Zum CP ist keineswegs RNG umbedingt erforderlich.
      Es gibt die altbekannte normale Breeding-Methode um an halbwegs gute Pokmeon zu kommen, oder du ignorierst die DVs und trainierst deine Mons nur auf EVs.
      In der Metro kann man mit beiden Methoden Erfolg haben, möglicherweise auch hier im Board.
      Aber wenn du kein Computer hast, denke ich, dass du auch kein Wi-Fi hast, für die Metro brauchst du also nicht umbedingt DV-Mons.
    • Man kann auch durch herkömmliche Zucht Pokemon mit guten (wenn auch nicht perfekten (theoretisch ist das auch möglich, aber äußerst unwahrscheinlich)) DVs bekommen, und wenn dein Pokemon auf den wichtigsten Stats (bei offensiven Pokemon Init und der jeweils benötigte Angriffswert; bei defensiven Pokemon meist die KP und die beiden Def-Werte) 31er DVs hat, und auf den anderen passable, dann wird der Unterschied nur in den seltensten Fällen spielentscheidend sein, du kannst also durchaus strategisch spielen, ohne merklich im Nachteil zu sein.
      Wie du Pokemon mit guten DVs ohne RNG züchten kannst, ist hier beschrieben.
      Akademie: Lerne strategisches Spielen | Unterstütze andere als Lehrer
      Movesetlisten: Nutze die Bisafans-Movesetdatenbank | Ergänze sie mit eigenen Movesets
    • Kein Star ohne Talent

      Erkörung zitiert'

      Scept schrieb:

      Wie erkenne ich das Talent eines Pokemon?

      Starke Pokemon müssen gute Gene haben. Die Gene der Pokemon sind die DVs. Jeder Statuswert hat eigene DVs. DVs werden in Zahlen von 0 bis 31 angegeben. Je höher die Zahl, desto besser die Gene. Das Pokemon muss nicht nur körperlich, sondern auch geistig für die Aufgabe geeignet sein, also das richtige Wesen haben. Ein scheues Kapilz wird nicht so stark und rücksichtslos angreifen können, wie ein mutiges Kapilz.

      Wie bekomme ich talentierte Pokemon?

      In der Wildnis gibt es so viele Pokemon, dass du nur selten ein talentiertes finden kannst. Schneller geht es, wenn du das Pokemon selbst züchtest. Aber nur starke Eltern können ein sehr starkes Pokemon bekommen, denn das Kind bekommt immer ein Teil der Gene (DVs) seiner Eltern.

      Die Eltern können ihrem Kind bis zu 3 DV-Werte geben. Es hängt von Zufall ab, welche Statuswerte das Kind von seinen Eltern erbt. Je besser die Gene der Eltern, desto höher die Wahrscheinlichkeit ein talentiertes Pokemon zu bekommen. Daher sollten die DVs der Eltern möglichst gut sein. Die DVs kannst du mit sogenannten DV-Rechnern sichtbar machen. Solltest du nur schlechte Eltern haben, benutze diese Eltern um bessere zu bekommen. Benutze dann die besseren Eltern um noch bessere Eltern zu bekommen. Das kannst du so lange machen bis die Eltern gut genug sind. Tipp: Hast du ein Pokemon mit der Fähigkeit Flammenkörper oder Magmapanzer im Team, schlüpfen die Eier schneller aus.



      Die Lektion dadrunter "Meister fallen nicht vom Himmel" erklärt EVs.

      Erklärung zitiert

      Guineapig schrieb:

      Die EVs (Effort Values = "Fleißpunkte") sind unsichtbare Werte, die die Statuswerte der Pokémon verbessern. Es können pro Pokémon maximal 510 EVs verteilt werden; davon maximal 255 auf einen Wert. Da auf Level 100 je 4 EVs einen Statuswert bilden und die Pokémon im strategischen Kampf immer auf Level 100 sind, teilt man die Anzahl der EVs pro Wert durch 4, damit keine EVs verloren gehen. Somit reichen 252 EVs, um einen bestimmten Statuswert auf den Maximalwert zu bringen: die drei zusätzlichen würden verfallen.
      Beispiel: Verteilt man bei einem Pokémon 252 EVs auf Angriff, hat es auf Level 100 genau 63 Angriffspunkte mehr (252 : 4 = 63)


    • Es gibt sogenannte "Tierlists". Turniere werden immer nach "Tierlists" gespielt, das heißt, dass in einem "Tier" bestimmte Pokémon aufgezählt sind, die man benutzen darf. Beispielsweise machst du bei einem Turnier mit, in dem man nur "OU"-Pokémon benutzen darf. Das heißt dann, dass alle "Uber" verboten sind. Die Wifi-Tierlist ist hier:

      [WiFi] Bisafans Tierlist

      Und die Simulatoren-Tierlist hier:

      [Simulatoren] Bisafans Tierlist
    • @P0r!g0n-Z: Von der 5. Generation gibt es bisher nur die Smogon Tierlist, aber wer weiss, ob sich da nicht noch etwas ändert, denn die 5. Gen ist ja schließlich vor noch nicht allzulanger Zeit rausgekommen und das Metagame ist noch neu. Ich denke, es wird noch ein paar Monate dauern, ehe man sich fest auf sowas einigen kann.

      Außerdem kann sich die Tierlist bei uns dann evtl. auch von der Tierlist der Smogoner unterscheiden, denn die lieben es ja bekanntlich, Pokémon zu bannen. :P
      ...
    • hallo.
      ich bin eigentlicjh ein bisschen strategisch aber kann man zum beispiel einn richtig guten gegner (real mensch) nur mit intuition besiegen?ich stelle mei team natürlich auch strategisch zusammen und trainiere jedes poki das ich haber(außer VM: helfer).aber wäre es eine schlechte idee mit nem beispiel: flambirex gegen rotom anzutreten?