Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten

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    Die Chroniken Johtos

    Buch 1: Marionetten



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    Quelle

    The greatest illusion of this world
    is the illusion of separation.
    Things you think are separate and different
    are actually one and the same.
    - Avatar, the last airbender


    Klappentext

    Sinan, einstiger Straßenjunge und Dieb, glaubt allmählich seinen Platz in dieser Welt zu finden. Allerdings geben ihn die Geister seiner Vergangenheit nicht frei.
    Silvano „Silver“, Sohn eines Mafiabosses, begibt sich nicht auf die Pfade, die andere für ihn vorsehen. Ebenfalls geprägt von den Dämonen des Vergangenen, ist für ihn das meiste im Leben ein nie enden wollender Konflikt.
    Hotaru „Blue“, platonisch große Schwester und ihres Zeichens Meisterdiebin, war Zeit ihres Lebens stets an seiner Seite und würde ihn niemals im Stich lassen.
    Kotone, die gutherzige Tochter eine Anwältin, fühlt sich den Erwartungen, die das Leben an sie stellt, nicht gewachsen.
    Hayato, Matsuba und Mikan, Kindheitsfreunde und angesehene Arenaleiter, würden um jeden Preis die, die ihnen wichtig sind, und ihre Stadt beschützen.
    Jennifer, eine junge Sportlerin, jagt seit ihrer frühsten Kindheit dem Erfolg hinterher, bis ihr das Leben zeigt, dass die Welt noch mehr zu bieten hat.
    Taiki, weltoffener Student aus gutem Hause, sieht mit Lebenslust seiner Zukunft entgegen. Mit den zukünftigen Ereignissen weiß er nicht umzugehen.
    Ruri, ehemaliges Rocket-Mitglied, verlief sich auf ihrem Lebensweg und versucht sich neu zu orientieren.
    Yoko, Teaks Hohepriesterin, ordnet sich dem Willen der Götter unter und vergisst dabei ihre eigenen Wünsche.

    Und sie alle mussten und müssen Entscheidungen treffen, die das Leben nicht von Jugendlichen in ihrem Alter verlangen dürfte.
    Wer noch nicht erwachsen ist, muss es werden, um den großen Test des Lebens zu bestehen, denn dem Kontinenten stehen schwere Zeiten bevor. Team Rocket ist im Besitz einer geheimen Waffe. Diese möchte ihrerseits bloß frei sein.
    Währenddessen sieht sich Orre kurz vor dem entscheidenden Wandel, doch dann soll eine verbrecherische Technologie zurückkehren - und alles scheint plötzlich zusammenzuhängen.

    Vorwort

    Danke, meine lieben Leser! Ich freu mich sehr, dass ich im Profibereich sein darf! <3
    Herzlich willkommen zu den Chroniken Johtos, früher Diebesgut. Ich hoffe, ich darf bereits bekannte wie auch neue Leser in meinem Topic begrüßen. =)
    Warum ein Remake? Schön war's, das "alte Diebesgut" zu schreiben. Es war entspannend, ich genoss es, aber alles braucht einmal einen neuen Anstrich. Es sind nicht nur die kleinen Details, die mich stören. Ihr werdet sehen, welche Details ich genau geändert habe. Leichte Abwandlungen in der Vergangenheit der Charaktere, den Namen eines meines Protagonisten (mehr oder minder), damit er "natürlicher" wirkt, bishin bis zu seinem äußeren Erscheinungsbild (seine Frisur hehe).
    Nein, aber diese Details sind es natürlich nicht. Es ist die Story, die ich von Anfang an komplett neu aufziehen möchte. Ich möchte von Anfang an stetig zwischen den Sichtweisen meiner beiden Protagonisten hin- und herpendeln und von Anfang an eine klar erkennbare Mainstory aufziehen. Mich fasziniert es, zwischen den beiden zu wechseln, da sie sich einerseits ziemlich ähnlich, andererseits doch so unterschiedlich wie Tag und Nacht, sind.
    Ich hoffe an sich, dass die Canon Characters, sprich die ich übernehme und nicht mir gehören, IC (In Character) erscheinen werden, also ich hoffe, dass ich sie gut getroffen habe. Außerdem werde ich allen Hauptpersonen (naja fast allen...) von Anfang an ein stärkeres Team geben - seien wir mal ehrlich, blutige Anfänger mit einem unentwickelten Starter sind nicht besonders hilfreich.
    Ihr müsst wissen, dass ich oft mit der Uni sehr beschäftigt bin, aber in meiner Freizeit schreibe ich meist, sollte ich mich nicht gerade mit Freunden treffen. Schreiben ist und war an sich immer schon mein liebstes Hobby, da ich mich auf diese Art und Weise am besten entspannen kann. Nebenbei habe ich ein eigenes Projekt am Laufen, aber Fanstories besitzen ihren ganz eigenen Reiz.
    Ich hoffe, ihr habt viel Spaß! Lasst doch bitte Kommis da. =)


    When we hit our lowest point,
    we are opened to the greatest change.
    - Avatar, The Last Airbender


    Genres

    Reise: Ist Reise ein Genre? Da wir in einem Pokemonforum sind, sag ich einfach ja.
    Young Adult/Coming Of Age: Und was darf man darunter verstehen? Young Adult bezeichnet ein Werk, welches seinen Fokus auf Jugendliche und deren alltäglichen Probleme, Sorgen, etc... legt. Wie ihr sehen werdet, sind meine Hauptcharaktere zwischen 15 und 18 Jahre alt. Coming Of Age bedeutet in der Hinsicht, dass die Jugendlichen reifer werden und mit ihren Erfahrungen dazulernen.
    Romantik: Romantik ist weiteres, wichtiges Genre. Pairings werden von mir hier natürlich keine verraten. Ich werde mich mit meinen Charakteren, vor allem da sie sich ja so wunderbar mitten in der Pubertät befinden, mit hetero- und homosexueller Liebe auseinandersetzen. Und wenn ich von Homosexualität spreche, dann spreche ich in dem Fall von zwei Jungs.
    Fantasy/Science Fiction: Pokemon ist an und für sich Fantasy. Lasst euch überraschen, weshalb ich Science Fiction als Genre anführe. Ich kann schon so viel verraten: um Aliens und Weltraumkriege wird es nicht gehen.
    Dystopie: Mehr oder minder stark ausgeprägt, anfangs noch gar nicht.
    Slice Of Life: Was ist Slice Of Life? Das Genre bezeichnet da Schildern alltäglicher Szenen - und es gibt kaum etwas, das ich mehr liebe als Dialoge unter Freunden in alltäglichen Szenen zu schreiben.

    Warnungen

    Ich werde den Bezug zu realitätsbezogenen Themen aufgreifen: Psychische Belastungen, traumatische Kindheitserlebnisse, Tod, Trauer, mehr oder weniger Krieg.
    Was meiner Meinung nach typisch für Pokemon ist, wird vor allem Freundschaft im Vordergrund stehen.
    Ich möchte für eine Reisestory eine ab und an etwas düstere Atmosphäre schaffen.
    Wegen den ernsten Themen, der realitätsnahen Welt, ab und an heftigeren Kämpfen, Gewalt (welche nicht entgleiten wird, aber sie wird vorhanden sein), Kraftausdrücken und - da meine Charaktere in der Pubertät sind - sexuellen Anspielungen (und mehr), sowie eine Auseinandersetzung mit Beziehungen, (Bi- & Homo)Sexualität und Liebe, schätze ich meine Story selbst etwa auf P14 (generell) - P16 (manchmal) ein.


    Copyright

    Keines der verwendeten Bilder wurde von mir erstellt.
    Das Copyright der Zitate liegt bei den darunter angegegebenen Autoren.
    Pokemon sowie die Pokemonwelt gehören Gamefreak und Nintendo, genauso wie manche der Charaktere.
    Das Copyright meiner eigenen Charaktere, Ideen, Textpassagen liegt alleinig bei mir.





    Charaktere

    Protagonisten

    Protagonisten

    Kleine Änderungen Pokemonteams und anderer Details können spontan vorkommen… *verlegen lächle*
    Statt euch zuzuspammen, werd ich bei den meisten kurze Sätze dazuschreiben und vll. passende Liedtitel/zitate. =)

    Sinan Nejem (Eigener Charakter)


    Namensherkunft/bedeutung: Er trägt (laut Namensseiten im Internet, die ich durchforstet habe) einen arabischen Namen, aufgrund seiner Herkunft und dem, was ich aus Orre gemacht habe, dessen Bedeutung "Speerspitze" ist.
    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: zu Beginn eben erst 15 geworden, Pionskora (Skorpion), 28. Oktober
    Herkunft: Orre / Phenac
    Aussehen: etwa 1.75 groß, meist in einem schlichten Kapuzenpullover oder T-Shirt und gewöhnlichen, dunklen Jeans gekleidet, schlanker, später leicht athletischer/sportlicher Körperbau, eher dunkler Hautteint (orientalisch), kastanienbraunes Haar, intelligente, dunkelbraune Augen, jungenhafte und gut geschnittene Gesichtszüge, meist recht ernste Mimik, dafür ein sehr einnehmendes Lächeln und Lachen, weiß mit seiner Mimik zu spielen, sieht insgesamt eins, zwei Jahre älter aus, als er tatsächlich ist
    Familie (verstorben): Dilara (Mutter, ehemals Lehrerin), Samir (Vater, ehemals Arzt), Amina (10, Schwester)
    Familie (lebend): Familie seines Onkels
    Pokemon: Snobilikat (w), Tragosso (w), eF-eM (m), Kramurx (m), Sniebel (m)
    Teamleaderin: Snobilikat
    Icon For Hire - Hope Of Morning


    Silvano "Silver" Cicala (Canon Charakter)

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    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: ist in den ersten Kapiteln noch 15, die meiste Zeit von Buch 1 ist er 16 Jahre alt, Kobalium (Steinbock), 24. Dezember (Geburtstag nach Mangavorlage)
    Zusatz zum Aussehen ca. 1.78 groß, recht schlaksig - leicht sportlich, trägt ziemlich unauffällige Kleidung, die recht streng wirkt, einen dunklen Sweater / Mantel, eine gräuliche Hose in schwarze Stiefel gestreckt, im Sommer einfarbig-dunkle, selten helle Shirts und Jeans, hat ein etwas androgynes Aussehen, hinterlässt auf andere eine kühle Ausstrahlung (kaschiert damit auch absichtlich sein androgynes Aussehen)
    Herkunft: Seine Eltern stammen aus Roma, er ist in Kanto / Vertania geboren und aufgewachsen
    Familie: Giovanni (Vater), Athena (Mutter)
    Pokemon: Sniebel (w), Kramurx (m), Impergator (m), Golbat (m), Hundemon (m), Quajutsu (m), Duodino (w), Nidorino (m)
    Teamleaderin: Sniebel
    On My Own - Ashes Remain


    Weitere Hauptcharaktere und wichtge Personen

    Weitere Hauptcharaktere


    Kotone Ito (Canon Charakter)

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    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: anfangs noch 15, Goldini (Fische), 19. März
    Zusatz zum Aussehen: ca. 1.60 groß, zierliche Figur mit wenig Weiblichkeit, trägt oftmals elegante, aber ziemlich verspielte Kleidung, welche jedoch nicht zu kindlich wirkt
    Herkunft: Johto / Neuborkia
    Familie: Mei (Mutter, Anwältin), Saburo (Vater, Geschäftsmann), Aimi (6, Schwester), Sota (19, Bruder), Tadashi (22, Bruder)
    Pokemon: Kirlia (w), Ponita (m), Endivie (w), Wiesor (m), Flabébé (w)
    Teamleaderin: Kirlia

    Hayato Nagase (Canon Charakter, Arenaleiter)

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    (man stelle sich das Tauboss bitte so groß vor, dass ein erwachsener Mensch es fliegen kann...)

    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: anfangs 17, Galoppa (Schütze), 23. November
    Zusatz zum Aussehen: ca. 1.72 groß, sportlich-schlanke Statur, tritt in den Medien und in der Öffentlichkeit oft in einer hellblauen Männeryukata auf, um Violas traditionallen Stil zu unterstreichen, trägt privat jedoch sehr gewöhnliche, unauffällige Kleidung
    Arenaleiter aus: Johto / Viola
    Arena übernommen mit: 16
    Spezialisiertes Element: Flug
    Nebenberuf: Nach Vorbild seines Vaters in Spezialausbildung der Polizei
    Familie: Ren (Vater, verstorben, ehemaliger Kommissar und Arenaleiter), Sayuri (Mutter, Hausfrau), Akira (15, Bruder), Tetsuya (12, Bruder), Yui (7, Schwester), Hina (6, Schwester)
    Stärkstes Team: (Mega)Tauboss (w), Schwalboss (m), Panzaeron (m), Fiaro (m), Brutalanda (m), Resladero (m)
    Zweitstärkstes Team: Tropius (w), Xatu (m), Noctuh (m), Ibitak (m), Tauboss ohne Megaform (w)
    Später in Training: Plinfa / Pliprin (tauscht es für Brutalanda, kann mit Drachen nicht umgehen)
    Sonstige Pokemon: Voliere in Viola mit einigen Taubsis, Taubogas, anderen unentwickelten Pokemon (vor allem den unentwickelten "Startervögel"), Porenta, Dodu
    Teamleaderin: Tauboss


    Jennifer "Jenny / Jen" Smith (Eigener Charakter)

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    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: 18, Waaty (Widder), 2. April
    Zusatz zum Aussehen: ca. 1.70 groß, athletisch-weiblicher Körperbau, trägt oft sehr modische, recht aufreizende Kleidung und ziert sich nicht mit Make-Up, färbt manchmal ihre Haare, eigentlich naturblond (Bild: hat dunkelbraune Augen)
    Herkunft: Isshu / Stratos
    Beruf: Flugsportlerin in Johtos Frauennationalmannschaft
    Nebenberuf: Trainerin
    Familie: Isabelle (Mutter, bekannte Tennisspielerin), Brian (Vater, Footballcoach)
    Pokemon: Flambirex (m), Kleoparda (w), Washakwil (m), Karippas (m), Fasasnob (m), Siberio (w), Dressella (w), später im Training: Evoli, Teddiursa
    Teamleader: Flambirex

    PS: Ich hab endlich das richtige Jennybild gefunden! =D

    Infos zum Flugsport


    Flugsport kann mit einem Pferderennen verglichen werden. Auch diese finden statt, dabei müssen nicht immer Galoppa zum Einsatz kommen. Auch Rihorn, Arkanis, etc. werden geritten.
    Beim Flugsport jedoch treten stets große Vögel oder Drachen gegeneinander an, wobei Drachen ihre eigene Kategorie besitzen. Auch zwischen Männer- und Frauenmannschaften wird unterschieden, da die Reiter / Reiterinnen ein/e unterschiedliche/s Durchschnittsgröße- und gewicht besizen, wodurch die Fluggeschwindigkeit beeinflusst wird.
    Grundsätzlich ist der Sport wie jedes andere Rennen aufgebaut und besteht aus zwanzig Runden. Die Vögel / Drachen müssen dabei jedoch in der Luft durch schwebende Ringe fliegen, welche durch Psychokräfte zum Schweben gebracht werden.
    Dabei sind ein speziell angefertigter, eng anliegender Anzug, eine Flugbrille und ein Helm sowie ein "Notpokemon", welches einen bei einem Sturz auffangen kann, Pflicht.


    Hotaru "Blue" Tanaka (Canon Charakter)

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    Anmerkung: Den "echten" Namen Hotaru hab ich ihr verliehen, der ist nicht Canon.
    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: 19, Latios & Latias (Zwilling), 1. Juni
    Zusatz zum Aussehen: ca. 1.75 groß, schlank, sehr feminine Statur, trägt gerne Schmuck und sehr modische, weibliche Kleidung, ist jedoch nie zu aufreizend
    Herkunft: Kanto
    Wohnort: Johto
    Familie: unbekannt
    Pokemon: Ditto (geschlechtslos), Rutena (w), Flunkifer (w), Nidoqueen (w), Pummeluff (w)
    Teamleader: Ditto


    Taiki "Tai" Miyamoto (Eigener Charakter)

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    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: anfangs 17, wird bald zu Beginn 18, Galoppa (Schütze), 16. Dezember
    Zusatz zum Aussehen: hell-mittelblond, dunkelblaue Augen, ca. 1.78 groß, sehr gewöhnliche und unsportliche Statur, trägt auch gerne mal buntere Farbenund hat kein Problem auch feminin angehauchte Kleidung zu tragen, ist dabei aber nie geschmacklos
    Herkunft: Kanto / Orania
    Familie: Yuna (Mutter, Hausfrau), Makato (Vater, Architekt), Ayumi (13, Schwester), Kohaku (15, Bruder)
    Pokemon: Fukano (m), Pygraulon (m), Magnetilo (geschlechtslos), Kabutops (w)
    Teamleader: Fukano

    Ruri Kimura (Eigener Charakter)

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    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: 15, Tauros (Stier), 2. Mai
    Zusatz zum Aussehen: ca. 1.65 groß, burschikose Figur, trägt eher burschikose Kleidung, hat auf ihrer Reise sehr wenige Klamotten, manche sind etwas ausgefranst etc..
    Herkunft: Johto / Nähe Dukatia
    Familie: Kan (Vater, von Mutter geschieden, trinkt), Yumi (Mutter, Mindestlohnjob)
    Pokemon: Rattikarl (m), Ariados (m), Nincada (m), Paras (w)
    Teamleader: Rattikarl


    Matsuba Sakai (Canon Charakter, Arenaleiter) & Yoko Mizuki (Eigener Charakter)

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    MATSUBA
    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: 20, Krabby (Krebs), 11. Juli
    Zusatz zum Aussehen: ca. 1.88 groß, schlank und ziemlich schlaksig, trägt oft dünklere Kleidung, gerne einen Schal und ein Stirnband, meistens in lila
    Arenaleiter aus: Johto / Teak
    Arena übernommen mit: 18
    Spezialisiertes Element: Geist
    Nebenberuf: Geschichtestudent
    Familie: Yamato (Vater, Geschichtelehrer), Ayaka (Mutter, Kindergärtnerin)
    Stärkstes Team: (Mega)Gengar (m), Skelabra (w), Durengard (geschlechtslos), Traunmagil (w), Frosdedje (w), Zwirrfinst (m)
    Zweitstärkstes Team: Pumpdjinn (w), Trombork (m), Apollo (m)
    Teamleader: Gengar

    YOKO
    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: 25, Pionskora (Skorpion), 13. November
    Zusatz zum Aussehen: ca. 1.72 groß, sehr zierlich, trägt oft einen Kimono, privat jedoch oft sehr einfache, unauffällige Kleidung
    Beziehung zum Arenaleiter: Freundin
    Beruf: Miko
    Familie: Fumiko (Mutter, Maklerin), Akemi (Zwillingsschwester), Vater geschieden und aus dem Leben verschwunden
    Pokemon: Folipurba (w), Simsala (m)
    Teamleader: keines


    Mikan Nuro (Canon Charakter, Arenaleiterin)

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    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: 18, Laschoking (Wassermann), 25. Januar
    Zusatz zum Aussehen: ca. 1.65 groß, zierlich, trägt sehr feminine Kleidung, oft Kleider und Röcke
    Arenaleiterin aus: Johto / Oliviana
    Arena übernommen mit: 17
    Spezialisiertes Element: Stahl & Elektrizität
    Nebenberuf: Studentin der Veterinärmedizin
    Familie: Gou (Vater, ehemaliger Arenaleiter in Ruhestand), Beniko (Mutter, Krankenschwester), Haruto (15, Bruder)
    Team: (Mega)Ampharos (w), Lanturn (m), Stahlos (geschlechtslos), Impoleon (m), Magnezone (geschlechtslos), Metagross (geschlechtslos)
    Teamleaderin: Ampharos


    Hibiki Sugita (Canon Charakter)

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    Alter/Sternzeichen/Geburtstag: 16, Krabby (Krebs), 21. Juli
    Herkunft: Johto / Neuborkia
    Familie: Tara (20, Schwester), Keisuke (Vater, Schiedsrichter bei größeren Kämpfen), Makiko (Mutter, ehemaliger Ligachamp in Kalos)
    Pokemon: Pikachu (m), Tornupto (m), Reptain (m), Fiaro (w), Lucario (m)
    Teamleader: Pikachu


    Weitere Nebencharaktere

    Bekommt bitte keinen Schrecken! =D
    Diese Persönchen sind weitere wichtige Charaktere, die ich allerdings nicht in den anderen Tab zählen würde und Nebencharaktere, wie der Tab bereits heißt.
    Diese Subspoilers sollen schön aussehen und euch einen Überblick verschaffen.

    Silvers und Blues Freunde

    Riku

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    Alter: 17
    Beziehung: (wohl ehemals) war in etwa so etwas wie ein bester Freund
    Pokemon: Elektek, Ariados, Igelaver

    Chase

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    Alter: 18
    Beziehung: Blues Freund, guter Kumpel von Silver
    Pokemon: Magcargo, Quappo, Pinsir




    Hayatos Familie und Freunde

    Sayuri

    i1164.photobucket.com/albums/q565/chari_Bastet/Sayuri.jpg

    Alter: 42
    Beziehung: Mutter, sehr eng, liebevoll
    Beruf: Hausfrau


    Akira

    i1164.photobucket.com/albums/q565/chari_Bastet/Akira.jpg

    Alter: 15
    Beziehung: Bruder, sehr eng, freundschaftlich
    Beruf: Schüler
    Pokemon: keine


    Tetsuya

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    Alter: 12
    Beziehung: Bruder, sehr eng, wird von Hayato oft beschützt und zu gut behütet
    Beruf: Schüler
    Pokemon: Hunduster, Wiesenior, Quapsel, Habitak


    Hina

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    Alter: 6
    Beziehung: Schwester, von ihm aus schützend, liebevoll, sie sieht zu ihm auf und sieht ihn als Vorbild, anhänglich
    Beruf: Schülerin
    Pokemon: Wablu, Natu, Taubsi


    Yui

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    Alter: 8
    Beziehung: Schwester, von ihm aus schützend, liebevoll, sie sieht zu ihm auf und sieht ihn als Vorbild, anhänglich
    Beruf: Schülerin
    Pokemon: Togetic, Smettbo, Hoppsspross


    Nanami

    i1164.photobucket.com/albums/q565/chari_Bastet/Nanami.jpg

    Alter: 17
    Beziehung: Exfreundin, gutes, freundschaftliches Verhältnis
    Beruf: Erzieherinausbildung (Tochter des Polizeichefs Violas)
    Pokemon: Hausfukano


    Mei

    i1164.photobucket.com/albums/q565/chari_Bastet/Mei.jpg

    Alter: 20
    Beziehung: Exfreundin, gutes, freundschaftliches Verhältnis
    Beruf: Jusstudentin (Tochter eines Richters), macht ein Au Pair-Jahr in Kalos
    Pokemon: Hauspichu


    Jennys Familie und Freunde

    Isabelle und Brian Smith (Eigene Charaktere)
    kommt

    Sora (Eigener Charakter)
    kommt


    Hitomi und Shin Watanabe (Eigene Charaktere)

    i1164.photobucket.com/albums/q…bucketHitomiundShin-1.jpg


    Beziehung zueinander: Zweieiige Zwillinge
    Alter/Stetnzeichen/Geburtstag: 17, Pyroleo (Löwe), 10. August
    Position: potentielle Top Vier-Anwärter nach Agathes Tod
    Herkunft: Kanto / Saffronia, Eltern zogen geschäftlich nach Isshu / Stratos
    Nebenberuf: Models
    Hitomis spezialisiertes Element: keines
    Shins spezialisiertes Element: Geist/Unlicht
    Hitomis Pokemon: Washakwil (m), Rabigator (m), Glurak (w), Zapplarang (w), Wie-Shu (w), Bojelin (w)
    Shins Pokemon: Zoroark (m), Golgantes (geschlechtslos), Echnatoll (geschlechtslos), Skelabra (w), Zobiris (m), Caesurio (m)
    Weitere folgen







    Team Rocket


    Team Rocket

    i1164.photobucket.com/albums/q…20Rocket%20Commanders.jpg

    Team Rocket wird mit der Mafia in Verbindung gebracht.
    Über ihre Taten ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt und sollte doch etwas an die Presse durchsickern, weiß der normalsterbliche Bürger nie, ob dem der Wahrheit entspricht.
    Um Mitglieder zu gewinnen nutzt Team Rocket das soziale Ungleichgewicht aus und begeistert Straßenkinder- und jugendliche sowie Teenager für sich, welche zu Hause unüberwindbaren Problemen ausgesetzt sind.
    Sie bieten ihnen eine tägliche Mahlzeit und ein Dach über den Kopf, doch die Straßenkinder lernen bald, dass dies keinesfalls aus Wohltätigkeit heraus geschieht.
    Die meisten von ihnen werden bloß für die Drecksarbeit benötigt, welche die hohen Tiere Team Rockets nicht selbst ausführen würden. Die Schergen wissen nicht, weshalb sie Befehle ausführen und wozu diese dienen. Nur wenige, ranghöhere Mitglieder erhalten einen vollen Einblick in die Aktivitäten der Organisation.
    Bekannt jedoch ist, dass Giovanni viel in die Forschung investiert.
    Giovanni Cicala

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    Alter: 59
    Herkunft: Kanto / Vertania
    Familie: Athena (Frau), Silver (Sohn)
    Pokemon: Rizeros (m), Geowaz (geschlechtslos), Snobilikat (m), Knakrack (w), Nidoking (m), Despotar (w)


    Ariana "Athena" Cicala

    i1164.photobucket.com/albums/q565/chari_Bastet/Athena.jpg

    Alter: 45
    Herkunft: Sevii Islands (Roma)
    Familie: Giovanni (Mann), Silver (Sohn)
    Pokemon: Giflor (m), Piondragi (m), Kramshef (w), Turtok (w), Panzaeron (w), Arbok (m)


    Vorstände folgen




    Es ist leichter zu bleiben, was man geworden ist,
    als zu werden, wer man im Grunde ist.
    - unbekannt




    So funktioniert die Pokemonwelt

    Allgemeines - Ligakomitee - Bildung - Trainerdasein - Fakten über Pokemon - Glaube


    Die folgenden Informationen/Tabs sind für Interessenten - und werden (soweit sie benötigt werden) ohnehin noch in der Fanstory erwähnt.
    Allerdings könnt ihr hier alles nachlesen, was euch interessiert.


    Allgemeines

    Damals haben uns WoelfinAkira ( @Rajani ) und ich in gemeinsamer Entwicklung das Recht herausgenommen die Pokemonwelt an unsere, reale Welt anzulehnen. Fairerweise ist zu sagen, dass die Ideen zu einer realistischeren Pokemonwelt vor ca. drei Jahren in gemeinsamer Arbeit entstanden sind. Unsere Geschichten haben sich dann auseinanderentwickelt.
    Die Sprachen behielten ihre Namen wegen des besseren Klanges.
    Die meisten Regionen sind Demokratien und besitzen ein funktionierendes Bildungs- wie Gesundheitssystem.
    Das Reisen ist für gewöhnlich wegen einer hohen, finanziellen Belastung der Mittel- und Oberschicht vorbehalten.
    Im Gegensatz zum Anime, konzentriert sich in "unserer" Pokemonwelt nicht alle Welt bloß auf Pokemon. Es existieren gewöhnliche Berufe und Studiengänge. Diese sind in der Überzahl. Wirtschaft und Politik funktionieren nicht anders als bei uns.
    Es herrscht wie in der realen Welt auch ein Ungleichgewicht zwischen Reichtum und Armut, sehr wohl existiert ebenso das Problem von Diskriminierung von Minderheiten und Rassismus. Manche Pokemon werden gegessen, andere sind selbst ihrerseits Beutegreifer.
    Sprich, ich hoffe euch eine Welt präsentieren zu können, die ähnlich dreckig wie die unsere ist. =D

    Ligakomitee

    Unter dem gesamten Ligakomitee meint man den Champ, die Elite Four und die Arenaleiter sowie solche, deren Aufgabe es ist, die Richtigkeit der Dinge zu kontrollieren.
    Als man den Pokemonkampf als offiziellen "Sport" noch nicht kannte, existierten bereits Arenen.
    Bei Arenaleitern herrscht die Pflicht, dass fast jeder von ihnen drei bis vier unterschiedlich starke Teams besitzen muss, um Anfängern eine faire Chance auf einen Sieg in Aussicht zu stellen. Davon ausgenommen ist in Johto Ibuki (Sandra) und in Kanto Shigeru (Blau/Green). Geht man vom Können, dem allgemeinen Talent und vom stärksten Team eines jeden Arenaleiters aus, unterscheiden sich diese in ihrem Niveau nicht von den Top Vier - ihre Aufgabe ist bloß eine andere, denn diese sind nicht bloß für Orden zuständig, sie besitzen bestimmte Rechte und Pflichten. Ein Recht, welches den Arenaleitern eingeräumt wird, ist ein politisches Mitspracherecht auf städtischer Ebene, in Ausnahme- und Gefahrenfällen auch auf regionaler und überregionaler Ebene. Aufgrunddessen liegt das Mindestalter bei sechzehn Jahren (Tsukushi ist zwar erst fünfzehn, man vertraute jedoch seinem Großvater und erwartet dasselbe von seinem Enkel), um eine gewisse geistige Reife vorauszusetzen. Die wichtigste Pflicht eines Arenaleiters ist es, in Falle eines Angriffs die Bewohner der Stadt nach aller Kraft zu beschützen.
    Der Leiter besitzt das Recht seine Arena an eine fähige, talentierte Person seines Vertrauens weiterzuvererben. Dabei ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass sie zumeist an ein leibliches Kind oder anderen nahen Verwandten weitergegeben wird. Zwar wird ein neuer Leiter überprüft, sowohl als Person wie auch in seinem kämpferischen Geschick, allerdings gab es erst vor einigen Jahren einen einzigen Fall, bei dem ein Arenaleiter abgelehnt wurde.
    Die Rechten und Pflichten der Top Vier sind im Grunde dieselben, beziehen sich aber an sich immer auf die gesamte Region. Auch diese werden von anderen Top Vier-Mitgliedern bestimmt, allerdings gibt es hier weniger Familiendynastien.
    Der Champ besitzt ebenfalls dieselben Rechte und Pflichten. Dieser Titel kann jedoch nicht weitergereicht werden. Wer Champ werden will, muss erst alle acht Orden sammeln, sich in der offiziellen Liga den Titel des Meisters erlangen, sich sodann der Top Vier stellen und anschließend den amtierenden Champ besiegen.
    Diese insgesamt dreizehn Personen werden auch als Bewahrer des Friedens angesehen.

    Bildung und Schullaufbahn

    Ab dem sechste Lebensjahr beginnt die Schulpflicht. Kinder zwischen sechs bis zehn Jahren besuchen die Grundschule. Anschließend folgt die Mittelschule, welche bis zum vollendeten, vierzehnten Lebensjahr geht und mit einer Abschlussprüfung beendet wird.
    Optional können Schüler, welche eine Trainer- oder Koordinatorenkarriere anstreben, ab vierzehn Jahren die Schule im Fernkurs absolvieren. Dazu ist die Einwilligung des Erziehungsberechtigten unbedingt notwendig.
    Nach neun Jahren Schule ist die Schulpflicht getan, mit siebzehn Jahren erlangen die Schüler die höhere Reife, welche für einen Universitätsbesuch notwendig ist. Auch dieses ist im Fernkurs für Trainer und Koordinatoren möglich. Dabei ist das Überspringen von Klassen möglich.
    Unterrichtet werden in Schulen folgende verpflichtende Fächer: die jeweilige Landessprache, Englisch, Mathematik, Biologie, Chemie, Physik, Geographie, Geschichte, Ethik/Religion und Psychologie. Als Wahlpflichtfächer werden oft Ernährung, Trainerkunde, Sport, Musik und Kunst angeboten.

    Trainer- und Koordinatorendasein

    Trainer kämpfen gegen einen fixen Arenaleiter um Orden, dann nehmen sie an der Meisterschaft teil.
    Koordinatoren erkämpfen Bänder in verschiedenen Contesten, in denen sie andere Koordinatoren bekämpfen. Wer genügend Bänder besitzt, der darf am großen Festival teilnehmen. Beim Koordinieren geht es nicht nur um Stärke und Strategie, sondern auch um Schönheit und Anmut.
    Viele Kinder und Jugendliche träumen von einer Trainer- oder Koordinatorenkarriere. Doch die Wenigsten bleiben ihr Leben lang Trainer/Koordinator, sondern konzentrieren sich mit Anfang oder Mitte der Zwanziger auf eine gewöhnliche, bodenständiere Karriere. Diejenigen, die weiterhin als Trainer arbeiten wollen, gehen an eine Arena (obwohl diese auch oftmals vererbt werden) - als Leiter, andere als Gehilfen oder Stütze -, in die Top Vier oder werden Champ. Dies ist natürlich den Allerwenigsten, den Talentiertesten, den Allerbesten unter den Besten, vorbehalten. Die Wenigsten behalten das Reisen über ihr halbes Leben bei.
    Generell wird viel Trubel um sie gemacht. Erfolgreiche Trainer sind die Rockstars, erfolgreiche Koordinatoren die Popstars ihrer Welt (obwohl diese auch existieren).
    Trainer und Koordinatoren hegen viele Vorurteile gegeneinander.

    Fakten über Pokemon


    - Viele Pokemon gestalte ich größer oder kleiner als im Pokedex angegeben.
    - Pokemon sind die Tiere ihrer Welt, wenn sie tierähnlicher Gestalt sind. Es existieren keine anderen Tiere, aber natürlich Pflanzen, Pilze, Einzeller, Baktieren und Viren.
    - Pflanzenpokemon sind Mischwesen aus Fauna und Flora, ersetzen aber natürlich keine Pflanzen.
    - Säugetiere gebären ihre Jungen lebend und säugen sie.
    Beispiele: Snobilikat, Hundemon, Magnayen, Kleoparda, Kronjuwild, Luxtra, etc ...
    - Pokemon können sich nur mit sehr ähnlichen oder bloß der gleichen Art paaren.
    - Viele Pokemon sind Raubtiere und jagen regelmäßig andere, kleinere Pokemon, auch wenn sie eigentlich gesättigt sind.
    Beispiele: Snobilikat, Kleoparda, Hundemon, Impergator, Glurak, Luxtra, etc ...
    - Pokemon sammeln im Laufe ihres Lebens ein großes Arsenal an Attacken. Sie können natürlich mehr als vier Angriffe erlernen.
    - Trainerkämpfe sind nur sportliche Wettkämpfe, in denen Pokemon ihre "wahren Kräfte" zurückhalten. Diese werden bei der Verteidigung des eigenen Lebens, der Jungen und des Reviers oder des Trainers und bei der Jagd eingesetzt. Obwohl Pokemon über einen sehr zähen Körper verfügen, kann ein Kampf unter dem Einsatz der wahren Kräfte tödlich enden.
    - Nicht alle Pokemon kämpfen. Viele Familien schaffen sich Pokemon als Haustiere und Wachhunde an. Bei diesen sind Entwicklungen meist unerwünscht.
    Generell sehr beliebt: Evoli, Fukano, Mauzi, Eneco, Minun, Pluse, Pichu, Yorkleff, Charmian, Felilou, Haspiror, Vulpix, Fiffyen, Hunduster ...
    - Manche Arten von Pokemon sind Nutztiere. Miltanks geben Milch, kleine Vogelpokemon legen Eier, manche werden auch zum Opfer der Fischerei. Zur Wollproduktion werden Voltilamm herangezogen.
    - Viele Pokemon, welche Gegenständen oder Steinen stark ähneln, besitzen kein Geschlecht (beispielsweise Kleinstein und seine Entwicklungen, etc.)
    - Jedes Spinnenpokemon besitzt acht Beine.

    Glaube und Religion

    Legendäre sind in so mancher Religion gottähnliche Wesen, welche keine Pokemon darstellen. Sie können nicht gefangen (es sei denn, sie wollen es) und von keinem gewöhnlichen Pokemon auf dieser Welt besiegt werden.
    Jedoch glaubt nicht jeder an sie oder besitzt seine persönliche oder kulturell vorgebene Vorstellung, sodass auf der Welt verschiedene Vielgötterglauben entstanden sind und auch ein "Nichtglaube" als Atheismus breitet sich aus.
    Jedoch existiert auch eine große Tendenz zum Monotheismus. Hierbei ist dann Arceus (in Orre in der Einwohnersprache Arkes) derjenige, der verehrt wird.
    In Johto sowie Kanto kann man den Glauben an die Legendären mit dem Shintoismus gleichsetzen oder damit vereinbaren. Auch hier sind die Einwohner zumeist sowohl Buddhisten wie auch dem Shinto zugehörig.


    Geographie

    Geographie

    Kanto
    Hauptstadt: Saffronia (Einwohner Stadt und Vororte ca. 18 Millionen)
    Landessprache: Japanisch
    Einwohner: ca. 250 Millionen
    Klima: gemäßigt

    Johto
    Hauptstadt: Dukatia (Einwohner Stadt und Vororte ca. 15 Millionen)
    Landessprache: Japanisch
    Einwohner: ca. 220 Millionen
    Klima: gemäßigt

    Hoenn
    Hauptstadt: Graphitport (Einwohner Stadt und Vororte ca. 10 Millionen)
    Landessprache: Japanisch
    Einwohner: ca. 100 Millionen
    Klima: warm-gemäßigt - tropisch - arid

    Shinou
    Hauptstadt: Jubelstadt (Einwohner Stadt und Vororte ca. 15 Millionen)
    Landessprache: Japanisch
    Einwohner: ca. 200 Millionen
    Klima: warm/kühl-gemäßigt - subpolar

    Isshu
    Hauptstadt: Stratos (Einwohner Stadt und Vororte ca. 20 Millionen)
    Landessprache: Englisch
    Einwohner: ca. 500 Millionen
    Klima: warm/kalt-gemäßigt - subpolar

    Kalos
    Hauptstadt: Illumina (Einwohner Stadt und Vororte ca. 12 Millionen)
    Landessprache: Französisch
    Einwohner: ca. 200 Millionen
    Klima: gemäßigt - mediterran

    Orre
    Hauptstadt: Phenac (Einwohner Stadt und Vororte ca. 15 Millionen)
    Landessprache: Arabisch
    Einwohner: ca. 500 Millionen
    Klima: warm-gemäßigt - mediterran - arid

    Sevii Islands
    Wir entwickelten damals die Sevii Islands zu einem europaähnlichen Gebilde. Die Staaten, die ich weiterhin aus der realen Welt übernehmen werde, können abweichen (da nun etwa Kalos exisitert). Die Namen sind leicht abgewandelt und die Sprachen übernommen.
    Einwohner insgesamt: ca. 220 Millionen

    1. Finsk
    Hauptstadt: Helsinki
    Landessprache: Finnisch
    Klima: kalt-gemäßigt

    2. Engernia
    Hauptstadt: London
    Landessprache: Englisch
    Klima: gemäßigt

    3. Espana
    Hauptstadt: Madrid
    Landessprache: Spanisch
    Klima: mediterran

    4. Serva
    Hauptstadt: Belgrad
    Landessprache: Serbisch
    Klima: gemäßigt

    5. Roma
    Hauptstadt: Rom
    Landessprache: Italienisch
    Klima: gemäßigt - mediterran

    6. Greece
    Hauptstadt: Athen
    Landessprache: Griechisch
    Klima: mediterran

    7. Germanie
    Hauptstadt: Berlin
    Landessprache: Deutsch
    Klima: gemäßigt

    8. Slowana
    Hauptstadt: Ljubljana
    Landessprache: Slowenisch
    Klima: gemäßigt

    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
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  • Prolog

    Sinans Prolog: Todesschwelle

    - Winter 2013 -

    Er ertrank.
    Tosende Wellen peitschten ihn unter Wasser.
    Nein. Er wollte nicht aufgeben.
    Mit jeder unkoordinierten Bewegung trieb er weiter in die Tiefe. Die Wassermassen zerrten an ihm. Je verschwommener die Lichtquelle an der Oberfläche wurde, desto panischer und heftiger trat er gegen das Wasser aus. Die Wellen schlugen ihm ins Gesicht. Sie waren eine Naturgewalt, der niemand gewachsen war und eben diese Macht rang mit ihm um sein Leben.
    Nein! Er würde um sein Leben kämpfen.
    Er konnte nicht schwimmen und doch war er nicht gewillt sein Leben loszulassen. Ebenso wenig wie er Snobilikats rettende Pfote freigeben wollte. Das Wasser durchschnitt ihre Verbindung zueinander und trieb sie beide in entgegengesetzten Richtungen fort.
    Sein Wille war stark. So stark, dass er seinen Lungen verbot dem natürlichsten Reflex nachzugeben und einen tiefen Atemzug zu nehmen. Würde ihn sein Seedraking rechtzeitig finden?
    Ein Wirbel erfasste ihn und schnalzte gegen seinen Brustkorb, sodass er einen schmerzhaften, erstickten Laut von sich gab. Jäh strömte das Wasser in seine Lungen ein und ließ ihn husten. Ein stechender Schmerz machte sich in seiner Brust breit. Mit jedem Reflex, den er nicht kontrollierte, wusste er, dass seine Lage auswegloser wurde. Als er den Blick zur Oberfläche verlor, schien er in einer dunkelblauen, zunehmend schwarzen, Welt einzutauchen.
    Er hatte sich noch nie aufgegeben, war eine Kämpfernatur durch und durch. Dieses Mal wusste er nicht, ob ihn sein starker Wille alleine am Leben erhalten konnte.

    Bin ich tot?
    Er hatte die Orientierung endgültig verloren, saß im Nirgendwo. Dunkelheit und Einsamkeit fingen ihn auf und umklammerten ihn eisern. Egal, wohin er blickte, sah er nur das schwarze, bodenlose Nichts, das ihn jeglichen Gefühls für Zeit und Raum beraubte.
    Wo bin ich?
    Das Haar klebte an ihm, war schwer und hing in triefenden Strähnen herab. Vom Wasser durchtränkt sahen selbst sie dunkler, beinahe schwarz, aus, ließen den ursprünglichen Braunton nicht mehr erkennen. Kalte Tropfen rannen über seinen Nacken und ließen ihn erschaudern. Seine Kleidung war klamm vor Kälte und Nässe, lag an seiner Haut an und schien ihn einzuengen. Er hörte das regelmäßige Tröpfeln des Wassers, das sich von seinem Haar und seiner Kleidung löste. Entsetzt sah er seine blassen Hände an, sah den bläulichen Schimmer unter der dunkelbraunen Haut. Noch nie hatte er einen derart fahlen Eindruck hinterlassen, selbst in den kältesten Nächten nicht, die er auf der Straße zugebracht hatte.
    Plötzlich überkam ihn Furcht, die ihn, wie so oft schon, aus seiner Starre riss.
    Eben noch, da war er bei Minusgraden in den See des Zorns gefallen, hatte mit seinem Körper um sein Überleben gerungen, hatte mit dem Schicksal und dem Wasser gerungen. Das Wasser, diese Mengen an Wasser - überall war es gewesen! Ein Teil in ihm wollte sich im Boden festkrallen, fand jedoch keinen Halt, um nicht von der Strömung fortgespült zu werden. Es war ihm, als wollten die tosenden Wellen des Sees immer noch an ihm zerren und in die Tiefe reißen. Derart erbärmlich hatte er es nicht enden lassen wollen. Oh nein, bestimmt nicht.
    Er verdrängte den Gedanken daran, dass er sterben könnte, vielleicht schon tot war.
    Was nicht sein durfte, das konnte nicht sein. Dieser Gedanke war ihm zuletzt gekommen, als er im Alter von zwölf Jahren seine gesamte Familie in einer Blutlache am Wohnzimmerboden vorgefunden hatte. Sein Vater war Arzt gewesen. Mit dem Tod war der Junge seit Kindesbeinen an konfrontiert, doch jener hatte nie zuvor die eigene Türschwelle überschritten. Als er es damals getan hatte und in das Reichenviertel Phenacs eingedrungen war, um die Familie des Jungen an sich zu nehmen, hatte sich in ihm ein unendlicher Zorn auf den Tod entwickelt. Den konnte er zum Ausdruck bringen, indem er sich nicht als leichte Beute gab.

    Panisch versuchte er nach Luft zu schnappen und konnte es nicht. Seine Lungen füllten sich nicht. Sein Herz stand still. So sprang er auf die Beine und sah sich wie ein von Magnayen gehetztes Kitz um. Dies war ein surrealer Ort, eventuell eine Parallelwelt. Er suchte einen Ausgang, einen, der ihn zurück ins Leben brachte, um dem Tod trotzen zu können. War das nicht naiv? Aber er wollte leben, verdammt! Was… ja, was sollte geschehen, wenn er tatsächlich das Ringen mit dem Tod verlor? Es waren Jahre vergangen, da hatte er sich wenig Gedanken darüber gemacht, was mit seiner Seele geschehen mochte, wenn er starb und er erinnerte sich plötzlich wieder an die tröstendes Vorstellung des paradiesischen Gartens. Niemand würde ihm Einlass gewähren. Dazu war er zu verdorben. Zu viele Regeln waren von ihm gebrochen und missachtet worden. Also sollte es so enden? Im Nichts? Darauf hatte ihn nichts auf der Welt vorbereiten können, davon sprachen keine Sagen, keine Legenden, keine religiösen Texte.

    Plötzlich wurde ihm der Boden unter den Füßen weggezogen und er fiel. Nirgendwo konnte er sich festhalten – und dann war da eine Hand. Sanft, weich, zierlich, weiblich. Er kannte sie. Eine Hand an seinem Rücken. Stark, Halt gebend. Erst sagte er sich, dass er nun halluzinierte. Seine Eltern waren schon lange tot. Diese Vorstellung jedoch war zu schön, um sich ihr nicht hinzugeben. Instinktiv fiel er seinen Eltern um den Hals, vergrub sich in der wohlriechenden Halsbeuge seiner Mutter und schluchzte. Sein Stolz befahl damit aufzuhören, doch er konnte sich nicht beherrschen. Sie strich ihm mütterlich über den Rücken. „Wir lieben dich“, sagte sie. „Sieh dich an, was für ein schöner, junger Mann du geworden bist.“ Sie nahm sein Gesicht in beide Hände und betrachtete ihn aus dem schwermütigen und gleichzeitig liebenden Blick, den nur eine Mutter ihrem Kind entgegenbringen konnte, nahm sogar das Wort „Mann“ in den Mund und machte ihn sprachlos. Dabei war er erst vor kurzem sechzehn geworden.
    Mit den Jahren war die einst schlanke Frau etwas stärker geworden, für ihn jedoch war ihr warmherziges, ovales Gesicht, eingerahmt von den bunten Stoffen, das Abbild von Schönheit. Für sie war er trotz allem immer noch der zwölfjährige Junge, der nie aufgehört hatte seine Eltern zu brauchen.
    Der starke, Mut spendende Griff um seine Schulter ließ ihn aufsehen. „Bleib ruhig, bitte“, beschwor sein Vater und sein Sohn schüttelte verständnislos den Kopf. „Sinan, Sinan. Ruhig. Es ist noch nicht verloren. Es gibt Menschen, die wurden nach einer halben Stunde erst aus dem Eiswasser gezogen und konnten wiederbelebt werden.“ Sein Vater hielt seine Handgelenke fest und schlussendlich nickte Sinan, versuchte tief einzuatmen, obwohl seine Lungen nicht länger seiner Kontrolle unterlagen. Hoffentlich hatte er mit seinen Taten, mit dem Stehlen, dem Lügen, alledem, was er falsch gemacht hatte, dem Namen seines Vaters keine allzu große Schande bereitet; hoffentlich konnte er stolz auf seinen Sohn sein.
    „Du darfst nicht sterben“, hörte er die bittende Stimme seiner kleinen Schwester. „Das geht nicht. Du bist mein großer Bruder, du bist doch mein Held.“ Sinan küsste ihre Stirn und drückte sie an sich. In dieser bizarren Parallelwelt schien die Zeit eingefroren zu sein. Seine süße, kleine Amina, die er am liebsten nie mehr loslassen wollte, war damals ebenso wie in diesem Augenblick zehn Jahre alt.
    „Noch ist nichts verloren“, vernahm er seine Mutter wie aus weiter Ferne. „Damals konnten wir Amina nicht beschützen und wir konnten dich nicht vor dem Leben ohne uns beschützen. Verzeih uns.“ Ihre Stimme war voller Leid, wohl nur ihren Kindern zu Liebe hielt sie ihre Tränen zurück.
    „Mama. Nicht“, sagte er, fast hilflos, und umarmte sie. „Nicht weinen.“
    Da es seine Mama, sein Papa, seine kleine Schwester waren, die ihre Hoffnungen in ihn setzten, wollte er mit aller Kraft um sein Leben kämpfen. Sich abzuschreiben wäre verachtenswert schwach gewesen.
    „Ich bin kein Feigling. Sie brauchen mich, ich kann sie nicht im Stich lassen.“ Jetzt, da er mit dem Tod rang, wollte er nichts lieber als Verantwortung zu tragen. Verwickelt war er in all die Geschehnisse - nur Arceus konnte sagen, ob sie noch abzuwenden gewesen wären - ohnehin schon.
    „Du bist erwachsen geworden“, sagte sein Vater sanft. Dessen Stimme und besonnener Charakter waren für ihn stets wie der Fels in der Brandung gewesen.

    Je länger er sich im Nichts und im Schutz seiner Familie aufhielt, desto verschwommener wurden all seine Erinnerungen. Die Erinnerungen an Gesichter, die er nicht vergessen wollte, Gesichter, die er liebte; Erinnerungen wie kostbare Schätze, die er festhielt, damit sie nicht ebenfalls von der Strömung fortgerissen wurden.
    Wie konnte all das bloß geschehen? Wie viele Fehlentscheidungen hatten zu all dem führen können?
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
    AMVs

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  • Da ich in diesem Topic nun die Möglichkeit bekomme, deine Story in kleineren Häppchen zu genießen, möchte ich die Gelegenheit doch glatt nutzen! Ich bin gespannt, was du für Neuerungen im Vergleich zum 'alten' Diebesgut bereit hältst. Zuerst dachte ich, du setzt sehr viel später an als vorher, aber der Prolog war offenbar Ausblick auf Kazus Zukunft? Zumindest deutet der letzte Absatz in diese Richtung, mal sehen, was du dir da ausgedacht hast! Verbessern werde ich wohl bei allen meinen Kommis nicht viel, es wird also eher bei Eindrücken bleiben, die ich beim Lesen habe(n werde). :3 Der Startpost gefällt mir btw. super, die Zitate hast du toll ausgewählt und vom Gesamtbild her macht er einen tollen Eindruck!

    Bastet schrieb:

    Team Rocket ist im Besitz einer geheimen Waffe. Diese möchte bloß frei sein.
    Hört sich so an, als wäre Team Rockets Geheimwaffe eine menschliche Person (Silver)? Ich mag den (as you propably know) ja total und werde gespannt verfolgen, was du mit ihm so anstellst. Besonders interessiert mich der Trotz, den er evtl. an der Tag legen wird, wenn seine family ihn als 'Waffe' missbraucht. Finde es cool, dass du Blue (mangalike) mit einbringst.

    Bastet schrieb:

    Mich fasziniert es, zwischen den beiden zu wechseln, da sie sich einerseits ziemlich ähnlich, andererseits doch so unterschiedlich wie Tag und Nacht, sind.
    Freue ich mich ebenfalls drauf, ich liebe es, Charaktere zu vergleichen! Wobei das vielleicht nicht das richtige Wort ist. Ich lerne sie gern kennen, ihre Eigenarten, ihre Gemeinsamkeit. Natürlich aber wird es interessant sein, wie beide in bestimmten Situationen reagieren. Schwer zu beschreiben, jedenfalls: I love how you concentrate on your characters! <3 Nun noch kurz um Prolog ... Eigentlich hatte ich eine Neufassung des alten erwartet, der hier kam unerwartet! Liest sich aber genauso gut und der Ausblick ist dir ganz cool gelungen, vor allem die Ausführlichkeit mit der du die Umgebung und seine Gedanken darstellst.

    Bastet schrieb:

    Desto dringlicher der Wunsch nachzugeben geworden waren, desto widerspenstiger hatte er gegen seinen Körper angekämpft.
    Erstes 'Desto' müsste evtl. in 'Je' umgeändert werden und 'waren' ---> war?

    Bastet schrieb:

    „Du darfst nicht sterben“, hörte er die bittende Stimme seiner kleinen Schwester.
    Was? Eine Schwester hatte er doch aber vorher nicht? Hm, interesting. Du hattest bereits angekündigt, dass die Vergangenheit deiner Charas im Verlauf des Remakes etwas umgeschrieben wird, mal sehen inwiefern sich das auswirkt! Ich suche dann mal fleißig weiter nach diesen 'Eastereggs'. :D Insgesamt schon mal gelungener Einsteig, freue mich auf das 'neue' Diebesgut!
  • Oh Kanra *.* Dankesehr!
    Jetzt werd ich deinen Kommi gut gehen, soweit es am Handy möglich ist ^^.

    Zuerst dachte ich, du setzt sehr viel später an als vorher, aber der Prolog war offenbar Ausblick auf Kazus Zukunft? Zumindest deutet der letzte Absatz in diese Richtung, mal sehen, was du dir da ausgedacht hast! Verbessern werde ich wohl bei allen meinen Kommis nicht viel, es wird also eher bei Eindrücken bleiben, die ich beim Lesen habe(n werde). :3 Der Startpost gefällt mir btw. super, die Zitate hast du toll ausgewählt und vom Gesamtbild her macht er einen tollen Eindruck!

    Noch eine Überraschung: da ich zwei Protagonisten habe, wird es einen zweiten Prolog geben, der ebenfalls den "Istzustand" der Gegenwart aus Silvers Sicht darstellt.
    Ich dachte es mir folgendermaßen: ich beleuchte aus beiden Perspektiven die Situation der Gegenwart und erzähl im Arc 1, wie es zu all dem kommen konnte. ^^

    Danke für das Lob ^^

    Hört sich so an, als wäre Team Rockets Geheimwaffe eine menschliche Person (Silver)? Ich mag den (as you propably know) ja total und werde gespannt verfolgen, was du mit ihm so anstellst. Besonders interessiert mich der Trotz, den er evtl. an der Tag legen wird, wenn seine family ihn als 'Waffe' missbraucht. Finde es cool, dass du Blue (mangalike) mit einbringst.

    Puh, was soll ich sagen/verraten? Nur im Spoiler!
    Spoiler!
    Da ich jetzt selbst Biologie studiere und sich Team Rockets Geschichte und Handeln dazu anbietet über Missbrauch der Wissenschaft und Genex… hab ich gedacht, ich greif eine uralte, verstaubte, aber für mich die intelligenteste und berührendste Storyline der Pokemonhistory nochmal auf ^^ Remake ist Remake haha

    Aber daneben liegst du mit deiner Interpretation nicht, da ist viel dran ^^
    Danke, ich mag sie total gerne (und die Diebin passt ins Bild hehe) und möchte auch die freundschaftliche/geschwisterliche Beziehung der beiden nicht missen.

    Freue ich mich ebenfalls drauf, ich liebe es, Charaktere zu vergleichen! Wobei das vielleicht nicht das richtige Wort ist. Ich lerne sie gern kennen, ihre Eigenarten, ihre Gemeinsamkeit. Natürlich aber wird es interessant sein, wie beide in bestimmten Situationen reagieren. Schwer zu beschreiben, jedenfalls: I love how you concentrate on your characters! <3 Nun noch kurz um Prolog ... Eigentlich hatte ich eine Neufassung des alten erwartet, der hier kam unerwartet! Liest sich aber genauso gut und der Ausblick ist dir ganz cool gelungen, vor allem die Ausführlichkeit mit der du die Umgebung und seine Gedanken darstellst.

    Kann dich verstehen, die machen eine Story lebendig. Ich könnte nicht mit einem Ash schreiben und es auf irgendeine Art und Weise ernst meinen, dass er tatsächlich überhaupt irgendetwas auf der Welt - und dann die gleich ganze Welt - retten könnte. >=D Ich mag es zwar genauso positive, durchaus fröhliche, einfach auch (für mich) "süße/liebe" Charaktere sehr, sehr gerne diese zu schreiben (Hibiki, Taiki, Kotone <3), ohne in ihnen gleich strunzdumme oder Running-Gag-Charas zu sehen, aber eben keine Idioten, flach wie ein Stück Papier.
    Aber abgesehen ist mir auch die Kompetenz meiner Charaktere wichtig. Wenn ich vorwegnehmen darf: Silver wird nicht der Rivale aus dem Spiel sein, der dauernd nur verliert und sich trotzdem für großartig hält haha ^^
    Mit den Charakteren steht und fällt für mich viel beim Lesen und Schreiben. Wer würde die Hunger Games (#hype!) lesen, wenn Katniss ein Miststück wäre, das sich für niemandes Wohl interessiert? =S

    Danke ^^ das (so ganz ähnlich) ist mein Prolog für meine Originalstory und um da vorzugreifen: Sinan ist eben sehr beschützend, außerdem wollt ich ihn nicht als Einzelkind aufwachsen lassen.
    Aber danke, freut mich #^^#

    Erstes 'Desto' müsste evtl. in 'Je' umgeändert werden und 'waren' ---> war?

    Hupps, werd ich ausbessern ^^"

    Ich suche dann mal fleißig weiter nach diesen 'Eastereggs'. :D Insgesamt schon mal gelungener Einsteig, freue mich auf das 'neue' Diebesgut!

    Gibt recht viele =D
    #^^#
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
    AMVs
  • Prolog 2

    Silvers Prolog: Sturmböen


    - Winter 2013 -

    Scheiße!
    Silver hatte sich alles anders vorgestellt, wollte, dass die Geschehnisse nach seinem Plan verliefen, für den er verantwortlich war. Sein Gewissen meldete, dass es noch nicht tot war. Dieses verfluchte Etwas schien vollkommen intakt zu sein und wie jenes anderer gesunder Menschen zu funktionieren. Am liebsten hätte er es abgestellt. Wahrscheinlich waren Blue und Kotone Schuld, Sinan und Riku nicht zu vergessen. Sie erhielten es am Leben. Wäre er doch nur in der Lage, ein solcher Mistkerl wie sein Vater zu sein. Alles wäre um so vieles einfacher. Irgendwann, als er die Begriffe von Sozio- und Psychopathie kennengelernt hatte, hatte er die gesamte Elite des Team Rockets darin erkannt. Würde er in die Fußstapfen seines Vaters treten, wäre er zwar der meist gesuchte Verbrecher des Landes, aber wenigstens gewissenlos. Ja, Silvano "Silver" Cicala, Giovannis und Athena Cicalas Sohn, hätte in ferner Zukunft das Team Rocket übernehmen sollen und er war der Erste im Mafiabund, der dieses Schicksal von sich abwenden wollte.
    Er selbst war noch nie jemand gewesen, der die Welt, oder überhaupt irgendjemanden, der ihn nichts anging, retten wollte. Wer sich als Retter in der Not aufspielte, kotzte ihn an. Ehrlich gesagt waren ihm die Schicksale anderer, fremder Menschen gleich. Wer in dieser Welt starb, litt oder leben durfte, das war nicht seine Angelegenheit. Aber er – nein, sie alle, die daran beteiligt waren, also sollte sein verdammtes Gewissen still sein - … sie hatten eine Katastrophe heraufbeschworen. Oder sie zumindest nicht abgewandt und trugen daher eine Teilschuld. Obwohl er sich darum bemühte, konnte ihn diese Tatsache nicht gleichgültig und gefühlskalt lassen.

    Silver sah sich um, benötigte sofort eine zündende Idee, die alles Geschehene und Gewesene zur Sekunde null rückwärts laufen ließ.
    Der See des Zorns schien als personifiziertes Ungeheuer zu wüten, das die wilden Pokemon zum Angriff anstachelte. Tosende Wellen spülten ans Ufer und zerrten an jungen Nadelbäumen, die der Naturgewalt widerspenstig standhielten. Der Himmel war von dunkelgrauen Wolken verhangen, begleitet vom Rauschen und Zischen des Sturms. Dieser peitschte den meterhohen Schnee auf und jagte ihn in Böen durch die Landschaft. Die Eisdecke des zuvor zugefrorenen Sees war bis auf wenige Stellen beinahe vollkommen aufgebrochen.
    Die Orientierung hatte er längst verloren. Eben, vor wenigen Minuten, war er an Land gekommen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Alles war grau, jedes Ufer glich seiner Nachbarseite aufs Detail genau und er konnte in dem Chaos kein bekanntes Gesicht ausmachen.
    Nur Schwärme von Pokemon, die nach Opfern gierten. Diese Viecher sollten sich trauen, ihm zu nahe zu kommen, die würden schon sehen, was ihnen blühte. Das unbedeutende Kleingetier konnte lästig werden, aber es stellte nicht das Hauptproblem dar. Die wenigen Male, in denen Silver einen Kampf verloren hatte, waren erbärmliche Ausnahmen gewesen. Trotzdem konnte er die Erlebnisse von vorhin nicht vergessen, diese Massen, die sich vorhin auf ihn und die anderen an seiner Seite gestürzt hatten.
    Jeder Muskel an seinem Körper war vom Eiswasser gefroren, jede Faser drohte bei der geringsten Bewegung zu reißen und die Kleidung erschien ihm ungewöhnlich schwer. Die Fingerkuppen fühlten sich an, als wären sie abgetrennt, als wären sie nicht mehr vorhanden. Er rief Impergator aus dem Ball und befahl ihm, dass er sich zurück in den See begeben sollte. Silver bezwang den Protest seines Körpers gegen jede weitere Bewegung. Eine Welle zerrte an seinen Beinen, als er den Sandstrand betrat. Automatisch griff er nach einer der Rückenplatten des Alligators, um nicht fortgerissen zu werden. Unsicher sah Impergator zu seinem Trainer zurück. Zorn kam in Silver auf. „Ich glaub, ich hab mich klar genug ausgedrückt. Ich will, dass du in diesen See hineinschwimmst.“ Solche Feiglinge konnte er in seinem Team nicht gebrauchen. Doch der Alligator war stark, deshalb konnte er ihn in seinen Reihen nicht missen. Seine imposante Erscheinung hielt die wilden Pokemon für’s Erste ab. Dennoch starrten sie ihn an, wandten den Blick nicht ab. Diejenigen, an denen der Alligator mit gleitenden Schwimmbewegungen vorbeizog, bleckten die Zähne. Wie Zombies, deren jegliche Regung eigenen Willens oder Verstands fehlte. Vielleicht funktionierte ihr Überlebensinstinkt noch. Die meisten von ihnen waren unentwickelt, schwach und wahrscheinlich jung. Sie hatten erlebt, dass keiner von ihnen eine leicht zu reißende Beute war.
    Jeder von ihnen konnte auf sich Acht geben und er war zuversichtlich, dass Kotone aus der Gefahrenzone gebracht worden war.

    Eine Windhose fauchte in der Ferne, tanzte über den See des Zorns und bog sich den grauen Wolken entgegen. Das schlauchförmige, bizarre Gebilde schien Himmel und Erde miteinander zu verbinden und wand sich zwischen beiden.
    Wankend, aber mit genügend Willenskraft, kam er auf die Beine, halb stehend, halb kniend, mit einer Hand fest in Impergators Rückenplatte gekrallt, mit der anderen hielt er Trikephalos Pokeball.
    Zwei schwarze Punkte am Himmel flogen niedriger, als es ihm lieb war. „Halt 'nen Eisstrahl bereit.“ Bevor er einen Angriff startete, wollte er sehen, ob sie auf seiner Seite standen. Zuerst konnte er Fiaros feuerrotes Gefieder als einzig farbigen Punkt ausmachen. Hibiki – den Trottel konnte er vielleicht doch vom Himmel schießen, wenn er es sich recht überlegte.
    Dann flog ein Vogel, den er als Blues Tauboss erkannte, niedriger. Sie ließ ihn über die Oberfläche des Sees gleiten. Ihre Lippen bewegten sich, doch die Böen verschluckten ihre Worte. Ihr Vogel schwankte zur Seite ab. Silver sah den Frost an Tauboss Schwungfedern und bedeutete ihr, dass sie abspringen sollte. Sie nickte, ließ sich auf Impergator ziehen und erlaubte es ihrem Pokemon in den Ball zurückzukehren. Ihr dunkelbraunes Haar hing ihr in durchnässten Strähnen ins Gesicht, ihre Haut war fahl wie die einer Leiche. Ihren Mantel hatte sie wohl verloren und so schlang sie die Arme um ihren Oberkörper. Der Wind zerrte an ihrem durchtränkten Pullover und ließ sie frieren. „Was tun wir?“, übertönte sie den Sturm mit heiserer Stimme und konnte den Husten nicht mehr halten.
    „Wir greifen das Garados an.“
    „Sollten wir nicht die Schaltzentrale finden? Irgendwo muss die doch sein. Du kennst Team Rocket besser als jeder andere.“ Die Satzfragmente, die zu ihm durchrangen, klangen vernünftig und fast wollte er sich dazu überreden lassen. Ihr Blick schweifte zu den seelenlosen Pokemon ab, die sie jeden Moment von allen Seiten her anfallen könnten. „Das sind Cryptopokemon“, flüsterte sie bedrückt. „Und was ist mit der Schaltzentrale, der Basis, wie auch immer du das nennen willst?“
    „Ich weiß nicht, wo die ist. Dazu hab ich auch nie was gesehen. Nicht, als ich noch bei ihnen war.“ Das Garados sollte in Zukunft nicht ihr größtes Problem werden, doch davon brauchte er sie nicht in Kenntnis setzen. Was alles noch zu erwarten war, hatte sie mit eigenen Augen gesehen.
    „Suchen wir sie“, widersprach sie und drehte sich von ihm weg, als sie von einem erneuten Hustenanfall gebeutelt wurde. Gegen aller Vernunft warf er ihr seine ebenfalls nasse Jacke über.
    „Wir haben ja auch alle Zeit der Welt ein riesiges Waldgebiet mit irren Zombieviechern abzusuchen“, wehrte er höhnisch ab. Er würde sich nicht, wie es so mancher Idiot täte – etwa wie jener auf dem Fiaro über ihm –, in einen vermeidbaren Kampf stürzen, wenn es eine andere Lösung gäbe, und Blue sollte das wissen.
    „Gib mir dein Trikephalo. Dann können wir es von mehreren Seiten angreifen. Tauboss kann so nicht fliegen.“ Erwartungsvoll hielt sie die Hand auf und erhielt ohne Zögern einen Pokeball. „Will dich, euch, nachher in einem Stück wiedersehen. Hab dich lieb.“ Sie drückte ihn und verschwand auf seinem Drachen ohne weitere Sentimentalitäten auszutauschen.

    Die Windhose flaute ab. Ein gellender Schrei durchdrang das gesamte Tal, metallisch glänzend rote Schuppen leuchteten an der Oberfläche zwischen tobenden Schneeböen und dem zwielichtigen Hintergrund. Wie ein Band zog sich das leuchtende Rot durch Teile des Sees. Die Wasserschlange maß gute fünfzehn Meter. Silver wollte sich jede Regung der Angst verbieten – das war lächerlich, Garados waren keine Gegner für ihn. Jedoch gelang es ihm nicht. Das Ungeheuer erhob sich, riss das Maul auf, bestückt mit Zähnen, die der Länge eines menschlichen Unterarms entsprachen, und sah die Menschen aus dem leeren Blick an, den sie bereits bei all den anderen Pokemon gesehen hatten.

    Sie alle hatten es so weit kommen lassen, das zog sie doch alle gleichermaßen in den Dreck.
    Das verdammte Gewissen gab keine Ruhe und schalt ihn, dass er die treibende Kraft gewesen war.
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
    AMVs

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  • Bastet schrieb:

    Spoiler anzeigen
    Da ich jetzt selbst Biologie studiere und sich Team Rockets Geschichte und Handeln dazu anbietet über Missbrauch der Wissenschaft und Genex… hab ich gedacht, ich greif eine uralte, verstaubte, aber für mich die intelligenteste und berührendste Storyline der Pokemonhistory nochmal auf ^^ Remake ist Remake haha
    Spoiler anzeigen
    ​\OT Bio ist cool, würde das ja gern als Nebenfach nehmen. Nur bei Physik als Hauptfach geht das an meiner Uni leider nicht, damn it. \OT Na gut, dann kann ich mir ungefähr vorstellen was / wer noch eine Rolle spielen wird. Ich fand diese Hinweise in den Spielen und im Anime immer ziemlich interessant. Der erste Film, in dem es meine ich auch darum ging, hat mir total gut gefallen. Das hört sich schon mal sehr spannend an und ein wissenschaftlicher Touch ist sowieso immer super. Bin gespannt!


    So, nach einer zu langen Woche komme ich nun endlich dazu, hier zu kommentieren! Wobei ich die Hälfte schon am Erscheinungsdatum vor der Schule gelesen hab, bis dann meine Mutter rein stürzte und meinte, wir müssen los. /: Nun habe ich jedenfalls die Zeit für Silver gefunden und (of course) gefällt mir deine Darstellung! Bei dir kommt er etwas "extremer" rüber als bei mir, aber das finde ich gut so. Dadurch wird es umso erstaunlicher könnte man sagen, dass er Blue gegenüber so vertraut ist. Dieser Kontrast in seiner Verhaltensweise wird IMO schon hier deutlich. Auch wenn man sich den Anfang ansieht, merkt man, dass er eigentlich nichts mit der Sache am Hut haben will. Andererseits bedeuten ihm die anderen Leute, die du erwähnst, genug, dass er nicht einfach abhauen kann. Auch merkt man, dass er nicht aus Angst abhauen würde, sondern schlicht, weil es normalerweise none of his business ist. Dadurch, dass er beteiligt war, die anderen in Gefahr zu bringen, ist es nun aber doch an ihm, etwas zu tun. Ich liebe den Charactertwist. <3

    Bastet schrieb:

    Die Fingerkuppen fühlten sich an, als wären sie abgetrennt, als wären sie nicht mehr vorhanden.
    Das kenne ich! Diese Stelle habe ich mir auch deshalb raus gesucht, weil zu sehr realitätsbezogen schreibst. Viel von dem kann man direkt nachempfinden. Die detaillierten Beschreibungen, auch von der Umgebung, tragen natürlich dazu bei. Ebenso die authentische Sprache. Beim Anfang dachte ich mir auch: "Na gut, er nennt das Kind beim Namen." :D Irgendwie war ich nur überrascht, dass die Umgebung verschneit ist. Keine Ahnung warum, aber ich hatte es mir nicht so vorgestellt, bis die Berge von Schnee erwähnt wurden? Dachte eher an etwas Richtung Spätherbst, aber Winter passt auch. ^^

    'Da fehlt evtl. etwas?"

    Bastet schrieb:

    Doch der Alligator war stark, [er] konnte ihn deshalb nicht in seinen Reihen missen.

    Dann werden wir wohl im ersten Kapitel bei den Wurzeln dieses Unglücks anfangen, mal sehen welche Wege nun nach Rom führen. Besonders freue ich mich auf die unterschiedlichen Handlungsstränge, die früher oder später auf diesen Fixpunkt zusteuern. Ich nehme mal an, dass sie sich mit Team Rocket anlegen und diese durch irgendeine Waffe die Pokémon kontrollieren / zu "Zombies" werden lassen? (War übrigens cool beschrieben!) Aber das ist wohl noch weit hin, dann werd' ich mal geduldig lesen. (:
  • Spoiler anzeigen

    So nun zu Kanra. ^^

    Das was du im Spoiler sagst, könnte sogar eine der zentralen Rollen spielen. ;)
    So, nach einer zu langen Woche komme ich nun endlich dazu, hier zu kommentieren! Wobei ich die Hälfte schon am Erscheinungsdatum vor der Schule gelesen hab, bis dann meine Mutter rein stürzte und meinte, wir müssen los. /:

    Das kommt mir irgendwie allzu bekannt vor :D

    Nun habe ich jedenfalls die Zeit für Silver gefunden und (of course) gefällt mir deine Darstellung! Bei dir kommt er etwas "extremer" rüber als bei mir, aber das finde ich gut so. Dadurch wird es umso erstaunlicher könnte man sagen, dass er Blue gegenüber so vertraut ist. Dieser Kontrast in seiner Verhaltensweise wird IMO schon hier deutlich.

    Da ich ja von dir erfahren habe, dass das extremer nicht automatisch schlecht ist, bin ich beruhigt. ^^ Ich wollte ihn eigentlich sogar von der Spielevorlage "abschwächen", mal davon abgesehen, dass er im Spiel ein zehnjähriger Bengel ist, der nicht weiß, wann genug ist haha. Und jeder FF-Autor, der nicht schreibt, um blind in der Gegend rumzupairen, weiß, dass der Grad zwischen IC und OOC schwer und manchmal vll. unmöglich zu treffen. Ich hoffe, er erscheint IC, aber er ist da ja auch ca. 18. ^^
    Das macht mir Sorgen, dass er mehrere Leute noch... nett behandeln wird, die ihm etwas bedeuten, nicht nur Blue. Ist das schlecht? ._. *Sorgen*

    Auch wenn man sich den Anfang ansieht, merkt man, dass er eigentlich nichts mit der Sache am Hut haben will. Andererseits bedeuten ihm die anderen Leute, die du erwähnst, genug, dass er nicht einfach abhauen kann. Auch merkt man, dass er nicht aus Angst abhauen würde, sondern schlicht, weil es normalerweise none of his business ist. Dadurch, dass er beteiligt war, die anderen in Gefahr zu bringen, ist es nun aber doch an ihm, etwas zu tun. Ich liebe den Charactertwist. <3

    Oh dankeschön, alle Sorgen weg. #^^# Nicht nur die, auch der gesamte Kontinent oder die gesamte Weltlage, im zweiten Kapitel sieht man, dass es auch um Orre geht und warum Sinan da hineingerät und später Kotone und... ach, du wirst es noch zu lesen bekommen hehe ^^, aber die fremden Leute machen ihm dann doch eher weniger Kopfzerbrechen :D

    Das kenne ich! Diese Stelle habe ich mir auch deshalb raus gesucht, weil zu sehr realitätsbezogen schreibst. Viel von dem kann man direkt nachempfinden. Die detaillierten Beschreibungen, auch von der Umgebung, tragen natürlich dazu bei. Ebenso die authentische Sprache. Beim Anfang dachte ich mir auch: "Na gut, er nennt das Kind beim Namen." :D Irgendwie war ich nur überrascht, dass die Umgebung verschneit ist. Keine Ahnung warum, aber ich hatte es mir nicht so vorgestellt, bis die Berge von Schnee erwähnt wurden? Dachte eher an etwas Richtung Spätherbst, aber Winter passt auch. ^^

    Danke, das ist ein liebes Lob *_*

    Er wäre es ja nicht, wenn er die Lage mit schönen Worten umschreibt. Scheiße!, trifft das Ganze am besten. :D

    Soll ich's noch eher am Anfang schreiben? ^^

    Dann werden wir wohl im ersten Kapitel bei den Wurzeln dieses Unglücks anfangen, mal sehen welche Wege nun nach Rom führen. Besonders freue ich mich auf die unterschiedlichen Handlungsstränge, die früher oder später auf diesen Fixpunkt zusteuern. Ich nehme mal an, dass sie sich mit Team Rocket anlegen und diese durch irgendeine Waffe die Pokémon kontrollieren / zu "Zombies" werden lassen? (War übrigens cool beschrieben!) Aber das ist wohl noch weit hin, dann werd' ich mal geduldig lesen. (:

    Danke x3 Ich freu mich auch ^^ Noch steht die ganze Storyline nicht, nur irgendwelche Punkte in der Mitte und das Ende von Buch eins, der Anfang von Buch zwei und der Höhepunkt von Punkt 2. Seems legit, ne?^^"
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  • Bist du wahnsinnig?

    Das war es, was mir zuallererst durch den Kopf ging, als ich diesen Thread geöffnet habe. Diebesgut gehörte und gehört auch jetzt noch zu den besten Geschichten in diesem Forum und besaß so eine schöne sowie etablierte Handlung und Charaktere - und nun willst du das alles neu aufrollen? Ehrlich gesagt war ich über diese Botschaft nicht unbedingt froh. Anderen mag es vielleicht Spaß machen, ewig und drei Tage mit einer Story zu verbringen (das sind dann solche Leute die sich dachten: Mensch, den Naruto Manga hätte man doch noch um hundert Kapitel strecken können). Und zu keinem von beiden kann ich mich dazuzählen. Jede schöne Geschichte besitzt ein Ende und ein Fazit aus selbiger wird durch eben jenes entscheidend geprägt. Und egal wie nah oder fern wir in deiner Originalfassung dem Ende gewesen wären, ich hätte es so gerne erfahren.


    Jetzt zum Wesentlichen. Wie in meinen Augen ein Startpost aufgebaut werden sollte, hab ich denke ich schonmal erwähnt und ebenso, dass deine Ansichten darüber sich mit meinen weitestgehend decken. Aufbau und Inhalt sind ähnlich wie in der Originalfassung und wieder mit sehr schönen - wenn auch anderen als beim letzten Mal - Zitaten. An Charaktere ist nun also alles gegeben, was ursprünglich erst nach und nach seinen Weg in die Geschichte gefunden hast und sieh an, Silver hat sich sogar zum Protagonisten gemausert. Liege ich mit der Vermutung richtig, dass dieses Remake in erster Linie aus daraus resultiert, dass du im Nachhinein Charaktere wie eben Silver oder Blue schon gerne früher eingebunden und eine etwas andere Richtung mit ihnen verfolgt hättest? Dass sie innerhalb kürzester Zeit ungemein liebenswürdig für mich geworden waren, kann ich nicht abstreiten und so gesehen ist diese Änderung einer der wenigen Aspekte, die mich auf das Remake euphorisch stimmen. Ein weiterer Aspekt lautet: Mehr Ruri! :love: Du weißt, wie sehr ich sie mag. Dazu muss nichts weiter gesagt werden.
    Bei der Welt und ihren allgemeinen Infos hast du nochmal etwas weiter ausgeholt und ehrlich gesagt bin ich etwas verwirrt. Ich gehe mal davon aus, dass du nun Nationen mit Anlehnung an europäische Länder nicht nur zum Spaß einbaust. Reichen dir sechs Regionen aus den Pokémon Spielen etwa nicht? ?(
    Solche Dinge wie Glaube, Schulsystem oder Trainerdasein passen irgendwie zu dem Gesicht deiner Story. Sie zerschlagen ein bisschen das naive, rundum perfekte Bild, das die Spiele und der Anime in unseren Köpfen erschaffen hat und orientieren sich ein Stück weit an der Realität bzw. vermischen selbige Pokémon miteinander.

    Zu den Prologen selbst kann ich ehrlich gesagt nicht viel schreiben. Zunächst einmal habe ich der Handlung kaum folgen können, da zu wenige Details und Umstände bekannt sind. Weder weiß man, was genau Silver und Kazuya am See des Zorns machen, noch wie sie einander gesinnt sind. Kazu gibt bei seiner Nahtoterfahrung in groben Stücken den Verlust seiner Familie wider, der mir noch bekannt ist. Hattest du damals diesen prägenden Teil seiner Vergangenheit noch ein ganzes Kapitel gewidmet, beschränkst du das jetzt also auf den Prolog. Denke mal, das wird künftig sicher noch das ein oder andere mal erwähnt, doch das jetzt nochmal detailliert nieder zu schreiben, wäre hiernach eigentlich unnötig. Doch erwähnt musste es so oder so nochmal werden und Kennern deiner ersten Version wird das vollkommen ausreichen. Mir jedenfalls geht es so.
    In Silvers Prolog gibt es bedingt durch die Länge, die an sich angenehm ist, zumindest ein bisschen Handlung und Dialog. Okay, Cryptopokémon, Silver und Blue stellen sich ihm entgegen... das wirft viele Fragen auf und bietet massig Raum für Spekulationen, welche Richtung das ganze einschlagen wird. In mir macht sich die Vermutung breit, dass du dich diesmal ein wenig mehr auf den Kampf gegen TR beziehen möchtest, anstatt auf das harte Leben eines Straßenjungen und dessen Weg zurück zu einem ansatzweise normalen Leben mitsamt neu gewonnenen Freunden. Ich vertraue aber darauf, dass das nicht gänzlich unter den Tisch fallen wird, denn sonst hättest du dafür kein Remake gebraucht, sondern hättest gleich eine andere FF starten können. Denn eben dies sind auch Dinge, die ich immer so an Diebesgut gemocht habe.

    Ehrlich gesagt bin ich auch jetzt nach dem Lesen der Prologe und mehrere Tagen Bedenkzeit arg im Zwiespalt was dein Remake angeht. Ich hätte einfach so gerne Diebesgut vollendet gesehen - und zwar so, wie es mir vertraut geworden ist. Doch ich will einen Teufel tun, dir zu sagen was du zu tun und zu lassen hast und letztlich werde ich doch sowieso wieder regelmäßig lesen, weshalb du mich auch gerne wieder benachrichtigen darfst. In diesem Sinne drücke ich dir die Daumen, dass du diese FF nicht nur zu unserer sondern in erster Linie auch zu deiner eigenen Zufriedenheit wirst schreiben können und verbleibe dir natürlich als treuer Anhänger. Auf gutes Gelingen und weder Hals noch Beinbruch.

    Shimo
    Ihr allein tragt Schuld daran,
    wenn ihr den Zorn des Himmels spürt.

    Denn schließlich habt auch ihr allein
    die Welt ins Chaos geführt
  • Spoiler anzeigen
    Oh danke ^^
    Zuerst: na klar werd ich wieder einen guten Teil der Storyline unseres kleinen Diebes widmen und wie er zurück ins Leben findet, nur möchte ich eben diese in Flashbacks streuen. Diese Flashbacks waren ja eher am Anfang der Story konzentriert, daher möchte ich sie auch mehr über die gesamte Storyline regelmäßiger verstreuen. ^^ Ich habe vor kleine Flashbacks über die Geschichte zu verteilen, eigentlich eh wie früher. Hier fängt er allerdings nicht als völliger Grünschnabel an, es gibt dafür kleine, liebe Flashbacks wie er seine Pokemon gefangen und wie für ihn alles begonnen hat. ^^ Ich lasse die prägenden Traumata seiner Vergangenheit bestimmt nicht unberührt, genauso wenig wie bei Silver.
    Da liegst du auch richtig, ich möchte mich auch mehr Team Rocket widmen, aber alles andere nicht vernachlässigen, daher das Slice Of Life-Genre. =)
    Und Romantik - auch wenn andere etwas anderes unter Romantik verstehen werden. Damit meine ich nicht, dass ich Boyslove schreiben möchte, sondern dass bei mir 100%ig so wenig wie möglich, am besten gar nicht, geschnulzt wird. Charas, die rumschnulzen. Schnulzige Dialoge, ganz schlimm. >-<
    Ach und unsere liebe Ruri, die taucht bald auf. :D Nicht gleich im nächsten Kapitel, aber er wird sie ziemlich bald auf eine spezielle Art und Weise kennenlernen ^^ Genauso wie Taiki, aber ich glaube, nicht alle auf einmal. Das werden zu viele Charaktere, bevor sich der Leser noch auf sie einstellen kann. Kotone allerdings wird auch bald auftauchen.
    Liege ich mit der Vermutung richtig, dass dieses Remake in erster Linie aus daraus resultiert, dass du im Nachhinein Charaktere wie eben Silver oder Blue schon gerne früher eingebunden und eine etwas andere Richtung mit ihnen verfolgt hättest? Dass sie innerhalb kürzester Zeit ungemein liebenswürdig für mich geworden waren, kann ich nicht abstreiten und so gesehen ist diese Änderung einer der wenigen Aspekte, die mich auf das Remake euphorisch stimmen.
    Als könntest du Gedanken lesen ^^

    Zu den europäischen Staaten: ich wollte Giovannis und co japanische Namen nicht nehmen und daher… Vielfalt und so lol
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  • Kapitel 1: Hoch hinaus - Teil 1

    Kapitel 1: Hoch hinaus - I/II


    - 1 Jahr zuvor, Herbst 2012-

    Sinan kraulte Snobilikats Ohr. Die Schnurrbarthaare des Pumaweibchens zuckten aufgeregt und sie sah zu ihm auf. Damit sich seine Nervosität nicht auf das Tier übertrug, ließ er die Hand sinken und straffte seinen Körper, um auch ihr das benötigte Selbstvertrauen zu geben. Die Durchsage im Bus rief die nächste Station aus. „Viola, Arena“, erklang die mechanisch klingende, weibliche Stimme. Da sich in Johto viele Trainer aus anderen Nationen tummelten, wiederholte man die Durchsage in fürchterlich überzogen ausgesprochenem Englisch.
    Viola war eine im traditionellen Stil erbaute Stadt von höchstens zweihunderttausend Bewohnern, so schätzte er. Vor allem der Knofensaturm und die Arena zogen die Touristen und Trainer aus aller Welt in Scharen an. Jede der über zehn Etagen schien ihr eigenes Dach zu besitzen. Diese wirkten, als wären sie aus Papier erbaut, so zierlich und fragil sahen sie aus. Angeblich schwankte der Turm bei jedem Erdbeben leicht wie ein Knofensa. Als er den alten Tempel das erste Mal gesehen hatte, war er erfüllt von Ehrfurcht vor dem Symbol stehengeblieben.
    Der Bus bog an einer Kreuzung ab und fuhr einen Waldweg entlang. Vor einer Woche war er ebenfalls diese Strecke entlanggefahren, um sich auf der Herausfordererliste einzuschreiben. Die Arena öffnete nur mehr drei Tage die Woche - aus welchen Gründen auch immer -, weshalb sich der Arenaleiter seine Zeit einteilen musste.
    Eigentlich wäre es viel einfacher gewesen seinen Namen im Internet einzutragen, doch technisch war er nun wirklich nicht besonders visiert.
    Die Laubbäume eines späten Herbsttages bereicherten Viola mit einer gemalten Bilderbuchatmosphäre, als hätte ein Künstler die warmen Farben aufeinander abgestimmt. Das Farbenspiel beeindruckte und doch vermisste er seine Heimat, vermisste die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut, die angenehmen fünfundzwanzig bis fünfunddreißig Grad im Schatten und seine Kultur. Im Pokecenter servierte man ihm oft ein sonderliches Gericht, das sich Sushi schimpfte: rohes Karpadorfleisch in Reis und einem nicht näher definierbaren Grünzeug eingewickelt, zu dem zwei Holzstäbchen beigelegt wurden – wer bitteschön dachte sich denn so etwas aus?
    Den pfeifenden Wind und lästigen Regen nahmen die Menschen im Herbst und im Winter als gegeben hin. Sinan jedoch ertrug dieses Wetter unwillig, aber still, um sich nicht selbst als Weichei betiteln zu müssen.
    Verärgert stellte er fest, dass der Bus noch recht weit von der Station entfernt war.
    Obwohl er seit gut dreieinhalb Monaten ein Trainer war, hatte er noch keinen Arenakampf ausgetragen. Sinan war nicht einer derjenigen voreiligen Deppen, die ihren ersten Pokeball erhielten und sich am nächsten Tag, schon zu Beginn ihrer Trainerkarriere, blamierten. Allerdings war er einige Male davorgestanden. Hin und wieder beobachtete er die Arena gerne aus sicherer Entfernung vom Dach des Pokemoncenters aus, um sein Ziel im Auge zu behalten. Jeden Morgen musste er sich selbst am Riemen reißen, um nicht gegen alle guten Vorsätze zu verstoßen, hineinzustürmen und den Arenaleiter großspurig herauszufordern.
    Seitdem er, wenn auch unrechtmäßig, Pokemon besaß, musste er die Nächte nicht mehr auf der Straße zubringen, sowie er geschätzten eineinhalb Jahre lang dazu gezwungen gewesen war. Mit dem Tod seiner Eltern hatte er jeden Halt im Leben verloren, durch verschiedene Umstände trieb es ihn nach Johto und nun wollte er seinen Halt aus eigener Kraft wiederfinden. Er war am achtundzwanzigsten Oktober fünfzehn geworden und genau heute war ein Monat vergangen: das perfekte Datum, um den ersten Arenakampf zu bestreiten.
    Fragte man ihn nach seiner Meinung, war es doch sein gutes Recht wie all die anderen Jugendlichen Pokemon besitzen zu dürfen; sich nicht täglich um Hunger und eine Unterkunft sorgen zu müssen. Normal zu sein. Pokemon durfte nur derjenige besitzen, der sich all die nötigen Utensilien leisten konnte. Einmal, da hatte er einem Passanten das Portemonnaie gestohlen und war im guten Glauben gewesen, man verkaufe ihm Pokebälle. Nein, der Ladenbesitzer hatte ihn mit wüsten Beschimpfungen davongejagt, da weder eine Genehmigung noch einen gültigen Aufenthaltstitel besaß. Jemand wie er wollte sich davon nicht unterbuttern lassen. Was blieb ihm denn anderes übrig, als seinen ersten Pokeball zu stehlen? Zum Glück konnten das seine Eltern und seine kleine Schwester nicht mehr miterleben, denn in deren enttäuschte Gesichter würde er nicht schauen wollen. Irgendwann, nach der Liga, würde er nach Orre fliegen und sich an deren Gräbern für all seine Schandtaten und Sünden aufrichtig entschuldigen.

    In Gedanken vertieft merkte er nicht, dass sie sich endlich wieder in Bewegung setzten und in die Station einfuhren. „Komm.“ Mit leichter Aufregung, die er so professionell wie es einem jungen Trainer möglich war unterdrückte, winkte er Snobilikat herbei und stieg aus.
    Die Arena war am Stadtrand gelegen und unterschied sich nicht wesentlich von anderen Gebäuden, wenn man von der leicht gewölbten Kuppel absah. Über dem Eingang prangte ein riesiges Pokeballsymbol, welches ihm verriet, dass es kein Zurück mehr gab.
    Snobilikat stieß ihn auffordernd an und er grinste. „Der Orden gehört schon uns.“
    Als Antwort schnurrte der Puma zufrieden und betrat noch vor ihm das Gebäude.
    Die Schiebetüre öffnete sich und ließ einen Blick auf das Innere erhaschen. Seine Augen ruhten am Kampffeld. Für nichts anderes interessierte er sich, denn es war riesig, sah aus wie im Fernsehen, bloß beeindruckender: greifbar und nah. Er betrat den für den Herausforderer vorgesehenen Kreis und sah sich um. Die Decke war hoch, für die Vögel dieser Arena jedoch zu niedrig.
    Der Arenaleiter saß gemütlich an der Mauer gelehnt, schluckte den letzten Bissen seines Snacks, trank seinen Grüntee aus und winkte ihm zu.
    „Hey, du bist Sinan, nicht?“ Hayato begrüßte ihn erfreut, aber nicht überschwänglich. Nicht bedeutend älter als Sinan selbst – vielleicht mochte er zwischen siebzehn und zwanzig Jahre alt sein –, war er ein Blickfang, besonders mit seinem schwarzen, fast kinnlangen Haar, das unter dem Lichtkegel der Beleuchtung seinen dunkelblauen Schimmer zeigte und leicht über sein linkes Auge fiel. Von ihnen konnte er erkennen, dass sie von demselbem Blau waren. Außergewöhnliche Haarfarben waren selten, doch sie sollten vorkommen. Ob sie gefärbt waren, war nicht zu erkennen.
    Auf dem ersten Blick widersprach Hayato auch alledem, was man sich über die Arenaleiter erzählte. Im Pokecenter erzählten sich die Trainer entweder, dass Arenaleiter arrogant seien oder man himmelte die Bilder seiner Idole, die in Hochglanzmagazinen abgedruckt waren, an. Auf der Suche nach einer Strategie hatte er das Internet und die Klatschblätter durchforstet und war zu seiner Enttäuschung nur auf unbedeutenden Tratsch gestoßen. Anstatt der traditionellen Kleidung, mit der er auf jedem Werbebild abgebildet war, war der junge Mann vor ihm genauso wie er selbst in gewöhnliche Jeans und einem lässigen Pullover gekleidet.
    Hayato kam zu ihm und gab ihm einen Händedruck - vermutlich, weil er kein Johtoner war und mit Verbeugungen nie umzugehen wusste -, den Sinan betont selbstbewusst erwiderte. Hoffentlich bemerkte der Arenaleiter seine angespannten Muskeln nicht.
    Sinan betrachtete ihn länger und eindringlicher, als man einen anderen Mann vielleicht ansehen sollte – wenn er ihm nun einmal gefiel, was sollte er denn dagegen tun? Ob er damit Arceus Willen entsprach, war ihm inzwischen gleichgültig. Einem angeblich gütigen, höheren Wesen, welches ihn so sehr im Stich gelassen hatte, musste er nicht gefallen. Um sich nicht verdächtig zu machen, zwang er sich den Blick abzuwenden und ihn nur aus dem Augenwinkel heraus anzusehen. Der Arenaleiter war nicht größer als er selbst - sogar etwas kleiner, sowie er das sah -, schlank - athletisch und besaß gut geschnittene Gesichtszüge. Ihm war wirklich eine nicht zu verachtende Gesamterscheinung eigen.
    „Hayato, freut mich. Du brauchst mich nicht förmlich anzusprechen und kannst mich gerne duzen.“ Er deutete auf Snobilikat. „Ist das dein erster Arenakampf? Ich muss dich aufklären, dass wir Arenaleiter drei bis vier unterschiedliche Teams besitzen. Wenn du noch keine Orden besitzt, wirst du gegen ein unentwickeltes Team kämpfen.“
    „Ja, aber dafür hab ich nicht drei Monate trainiert“, erwiderte er und stellte belustigt fest, dass die Augen des Pumaweibchens aufblitzten, als sie das Dartiri auf Hayatos Schulter als ihr Frühstück betrachtete. Er versuchte seine Wut hinunterzuschlucken und den Arenaleiter umzustimmen. „Und es ist auch keine gute Idee sie gegen ihr Fressen kämpfen zu lassen, oder?“
    Das Rotkehlchen plusterte sich pikiert auf und zwitscherte ihm eine Schimpftriade.
    „Du sammelst dir Minuspunkte.“ Hayato tätschelte amüsiert sein Pokemon. „Jetzt hör mal. Wenn du noch nie zuvor einen Arenakampf bestritten hast, ist es meine Pflicht mit einem schwächeren Team gegen dich zu kämpfen.“
    „Ich lass mir keinen Orden schenken“, widersprach Sinan „Dann hab ich den Orden in der Hand und fühl mich erst recht verarscht, weil ich genau weiß, dass ich ihn mir nicht verdient habe. Nimm's mir nicht böse, aber ich weiß, dass mich ein Kampf gegen Taubsis nicht weiterbringen wird, wenn ich es erstmal bis in die Ligavorrunden schaffe.“
    Um sich den Orden zu einfach zu verdienen, war Sinan zu stolz. Wofür sollte all das Training gewesen sein? Wofür all die Arbeit? Er wollte sich seinen Erfolg verdienen und keine Almosen und halbherzig vergebene Orden einsammeln. Würde jemand erfahren, dass er bis vor kurzem noch ein Straßenjunge gewesen war, man würde ihn verachten. Er wollte etwas gelten und das, was er galt, sollte ihm nicht geschenkt worden sein. Um im nächsten Dezember an der Liga teilnehmen zu können, trainierte er oft sieben, acht Stunden am Tag, schund damit eigentlich bloß seine Pokemon und sich selbst, damit er in dieser kurzen Zeit ein gutes Durchschnittsniveau erreichte. Die anderen Jugendlichen gingen oft in Diskotheken und sie shoppten den ganzen Nachmittag lang, während er an sich arbeitete. Schließlich vergingen die Tage rasch und der Champtitel lockte mit der Versuchung einer Gewinnsumme, die selbst dem Besuch einer Privatschule- und universität gerecht wurde.
    Hayato sah ihn verwundert an, musste dann jedoch lächeln, obwohl er sichtlich um seinen Ernst bemüht war. „Wenigstens bist du ehrgeizig… und vielleicht etwas zu sehr von dir überzeugt. Aber immerhin ehrgeizig. Ich mach dir einen Deal: Ich tret' mit meinem zweitstärksten Team gegen dich an. Darunter sind zwei Pokemon, die ich vor circa einem halben Jahr gefangen habe. Das dürfte fair sein.“
    „Hayato“, ermahnte der eben eingetroffene Schiedsrichter. „Die Regeln kann man nicht einfach nach eigenem Gutdünken biegen.“
    Der Arenaleiter zuckte gleichgültig mit den Schultern. „Ich hab genug von den Grünschnäbeln, die mit ihren Endivies, Karnimanis und Feurigels einen Tag, nachdem sie ihr Pokemon bekommen haben, bei mir antanzen. Lass mir den Spaß. Bei den meisten geht das Vokabular über Tackle, Kratzer, Ruckzuckhieb und ausweichen nicht hinaus. Ich hab Too-sans Arena nicht dafür übernommen. Du musst es ja nicht dem Ligakomitee auf die Nase binden.“
    Erst war Sinan verwundert, dann verstand er, dass Hayato seinen Vater meinte.
    „Außerdem bin ich hier der Arenaleiter. Ich kann die Regeln biegen, wie's mir passt, wenn ich keine Lust mehr auf die 'Taubsikämpfe' habe“, murmelte er belustigt, aber kaum hörbar.
    Der Schiedsrichter schüttelte fassungslos den Kopf.
    Vor Freude geblendet, musste sich Sinan auf die Lippen beißen, um nicht nach Hayatos stärkstem Team zu verlangen. Die Vernunft siegte und erinnerte ihn an seine Grenzen. „Danke. Ich tret‘ gerne gegen dein zweitstärkstes Team an.“

    „Das wollte ich hören. Fangen wir an.“ Er nickte dem Schiedsrichter, dessen Einwand ihm anscheinend gleichgültig war, zu.
    „Es wird drei gegen drei in Folge gekämpft“, erklärte dieser mit einer solch professionellen Stimmlage, die ihm anmerken ließ, dass er diesen Satz Tag für Tag wiederholte und ihm bereits überdrüssig geworden war. „Ein Wechsel seitens des Herausforderers ist gestattet. Zugunsten des Herausforderers wird der Arenaleiter sein Pokemon zuerst wählen.“
    Voreilig griff Hayato nach einem Ball und warf ihn in die Mitte des Feldes. „Xatu, verteidigen wir unseren Orden.“
    Als Kind hatte Sinan diese Vögel oft in Orre in Flussnähe gesehen. Von den Erwachsenen waren seine Schwester, seine Freunde und er stets ermahnt worden, dass man sie nicht ärgern dürfte, doch jede Warnung hatte die Kinder erst recht angespornt den Ibis zu piesacken. Vorwitzig und draufgängerisch wie er gewesen war, nahm er ein Küken aus dem Nest, um den anderen Jungs seinen Mut zu beweisen. Die Augen des erzürnten Muttertiers waren in ein gleißend helles Licht getaucht gewesen, dann erinnerte er sich daran den Boden unter seinen Füßen verloren zu haben und einige Meter weit geschleudert worden zu sein. Mit einigen Schrammen, die ihn in der Schule glücklicherweise zum Helden machten, waren die damals Achtjährigen in Tränen aufgelöst nach Hause gelaufen. Damals war ein solches Erlebnis für den Jungen noch der Schock des Lebens gewesen.
    Dieses Mal würde er Xatus Kräfte nicht unterschätzen. Der Ibis mit dem grünen Gefieder legte die Flügel eng an seinen Körper und sah ihn aus starren Vogelaugen an. Seine Musterung und seine Haltung erinnerten die Menschen an einen Totempfahl. Manche sagten, es könne in die Zukunft blicken. Das Gerede war ihm gleich, er wusste bloß, dass der Ibis ein schlechter Flieger war.
    „Kramurx, wir sorgen dafür, dass er seinen Orden bald los wird“, sagte er, da er den Arenaleiter nicht als den Schlag von Menschen einschätzte, der keinen spaßhaften Seitenhieb vertrug. Der Ball sprang auf und gab einen Raben frei, der zwar kleiner, aber wendiger als das gegnerische Pokemon war. Theoretisch war der Elementvorteil auf Sinans Seite, doch darauf wollte er sich nicht verlassen. Sehr starke Psychokräfte konnten angeblich auch einem Unlichtpokemon Schaden zufügen und er wollte Hayato auf keinen Fall unterschätzen.
    Man erzählte sich, dass er der Schwächste sei, da die Grünschnäbel bloß seine untrainierten Pokemon kennenlernen durften und nie andere zu Gesicht bekamen. Wahrscheinlich war es wahr, dass die acht Arenaleiter Johtos in Wirklichkeit gleich stark waren.
    Snobilikat murrte und wandte sich beleidigt ab. Auch das Kraulen und Streicheln stimmte sie nicht um, denn erst, als er ihr versprach, dass sie einer der drei Runden kämpfen durfte, sträubte der Puma das Fell nicht mehr.
    „Das glaubst auch nur du“, erwiderte Hayato, ohne ihm tatsächlich feindlich zu begegnen. Fast kam es ihm vor, als ob der Arenaleiter an dem Wortgefecht selbst Freude fand. „Fang an.“
    „Na, wenn du meinst.“ Er hoffte seine Nervosität zu kaschieren. Anfangs wollte er sich an Hayatos Strategie und Fähigkeiten herantasten, selbst wenn das Adrenalin in seinen Adern diesen Kampf sofort in ein Feuerwerk aus Explosionen und filmreifer Action verwandeln wollte. „Kramurx, setz Schnabel ein.“
    Der Rabe erhob sich mit einigen Flügelschlägen in die Luft und stürmte auf Xatu zu.
    „Schnabel?“, echotete der Arenaleiter skeptisch und entschied sich auch seinerseits das gesamte Repertoire erst zu einem günstigeren Zeitpunkt auszuspielen, vermutete Sinan.
    Er konnte nicht ernsthaft annehmen, dass sein Herausforderer erst nach einem stärkeren Team verlangte und ihm nicht mehr als einige Anfängerattacken bieten konnte. „Weich aus.“ Etwas behäbig flatterte der Ibis davon und ließ sich auf einer anderen Stelle nieder. „Setz Beschwörung ein.“
    Also doch? Hayato wollte bereits nach einem halbherzigen Angriff zu einem richtigen Kampf übergehen. Xatu reckte eine der weißen Schwingen in die Luft und entließ einen ohrenbetäubenden Laut, der an eine Mischung aus einem rituellen Singsang und dem typisch markanten Vogelkreischen erinnerte. Daraufhin erschienen drei transparente Geister, welche aus Rauch und Nebel bestanden und keine klar erkennbare Form besaßen. Bewundernd und zugleich etwas befangen betrachtete er die Erscheinungen, die von einem sterblichen Wesen nicht heraufbeschworen werden sollten. Vermutlich waren sie bloß Energie, die Gestalt annahm, bloß Illusionen. In den Formen konnte man beinahe meinen schlafende Gesichter zu erkennen. „Kagé, pass auf“, ermahnte Sinan den Raben, den er damals, freudig nach dem Fang, auf diesen Namen getauft hatte. Nicht wissend, was als Nächstes geschehen würde, sah sich Sinan um. Die Geisterwesen verschwanden zwar im Hintergrund, aber nicht aus seinen Gedanken. Für seine Unwissenheit wollte er sich am liebsten ohrfeigen. Dieser Angriff war ihm noch nie begegnet.
    „Komm schon, greif mich an“, sagte Hayato in einer stichelnden Tonlage, die man als Herausforderer nicht ignorieren konnte, selbst wenn man sich wie er bewusst war, dass man in eine Falle gelockt wurde. „Na, Angst vor Geistern?“
    „Ohja und wie“, sagte er mit übertrieben sarkastischer Stimme. „Spukball, Kagé.“ Eine Plasmakugel aus pulsierender lilafarbener und schwarzer Energie sammelte sich vor Kramurx geöffnetem Schnabel und Sinan war sich in diesem Moment sicher, dass der Ibis nicht rechtzeitig ausweichen könnte. Der Vogel drehte den Kopf und sah mit dem leeren Blick, welcher dieser Art zu Eigen war, der Energiekugel entgegen, die auf ihn zuraste. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.“
    Wozu?
    In diesem Moment riss einer der schlafenden Geister die Augen auf und stürzte sich vor Xatu. Das Wesen breitete seine Arme aus, als würde es den Spukball willkommen heißen.
    Das Spektakel ließ Sinan halb verwundert, halb hilflos verharren. Schließlich hätte er ohnehin nicht gewusst, wie er reagieren sollte. Sowohl der Energieball als auch die seltsame Gestalt lösten sich in einer Rauchschwade auf. Für einen Augenblick war er froh darüber, dass die Geister seinem Raben keinen Schaden zufügten, sondern darauf ausgelegt waren Xatu zu schützen.
    Doch wie griff man diesen blöden Vogel an?
    „Wunderauge“, befahl Hayato. „Du hast doch nicht geglaubt, dass wir einem Unlichtpokemon nichts entgegenzusetzen haben?“
    Der Ibis breitete beide Schwingen aus und formte das Hologramm eines riesigen Auges, dessen Blick suchend im Raum umherwanderte. „Es darf dich nicht sehen“, rief Sinan seinem Pokemon zu. „Dunkelnebel, Kagé.“ Sein Bauchgefühl sagte ihm ein, dass er richtig lag. Es war nur eine leise Stimme, die ihm die besten Ideen ins Ohr flüsterte, sobald er in Bedrängnis geriet. Etwas, das ihn aus seiner Starre weckte, wenn er Mut oder einen klaren Gedanken benötigte.
    Kramurx hauchte eine schwarze Substanz aus, die über dem gesamten Feld als dunkler, fast klebriger Nebel waberte. Die beiden verbliebenen Geistwesen wurden sichtbar. Zuerst musste er sich um diese kümmern, um Xatus Verteidigungslinie zu durchbrechen. „Feg sie mit Finsteraura weg.“
    Erneut bildeten sich kleine schwarze Energiekugeln, die dieses Mal kompakter waren und um den Raben tanzten. Gezielt schoss er sie auf die Geister und das Auge ab. Tatsächlich verschwanden diese mit einem gequälten Schrei – Sinan lief es kalt den Rücken hinab –, während die Kugeln unberührt durch die Pupille der Illusion, welche mitten im Raum prangte, hindurchschossen.
    „Wir gehen auf Angriff. Xatu, setz Stahlflügel ein.“
    Durch den Nebel hindurch glaubte er den Vogel, dessen Schwingen von einer Metallschicht überzogen waren, aufsteigen zu sehen. „Lass dich nicht treffen, Kagé.“
    Xatu versuchte den Raben zu streifen und verwickelte den anderen Vogel in eine Verfolgungsjagd. Durch die Nebeldecke hindurch konnte Sinan bloß zwei sich jagende Punkte erkennen und das Krächzen seines Pokemons hören.
    Sein Herz setzte einen Schlag aus, dann schlug es schneller. Sinan war nicht gewillt seinen ersten Arenakampf zu verlieren.
    Erneut schrie Kagé, fiel wie ein lebloser Stein durch die schwarze Substanz hindurch und kam mit einem dumpfen Knall auf. Sodann spürte Sinan einen aufkommenden Sturm, hervorgerufen von Xatus schlagenden Flügeln, der den Nebel auflockerte.
    Als würde das Wunderauge ihn verhöhnen wollen, sah die Pupille auf den Raben hinab und starrte ihn an. Xatus Iris nahm dieselbe rötliche Farbe an, woraufhin die Illusion die Lider schloss und verschwand. Gebannt sah Sinan auf den leeren Fleck, auf dem vorhin ein riesiges Auge die gesamte Arena überblickt hatte - verdammt, war das gruselig.
    „Der Herausforderer kann ni-“
    „Kramurx kann weiterkämpfen!“, blaffte er den Schiedsrichter an. Die erste Runde konnte er unmöglich verloren haben. Nicht so. Nicht bereits nach wenigen Minuten. Nicht, nachdem er an der Nase herumgeführt wurde. „Steh schon auf, du kannst weiterkämpfen. Ich weiß das.“ Seine Stimme nahm eine gewisse Strenge an, die vorhin noch nicht darin gelegen war.
    Kagé krächzte schwer, dann stützte er sich auf seinen Flügeln auf und hievte sich hoch. Eher schlecht als recht, wie Sinan zugeben musste, doch seine Bedenken schob er zur Seite. Nieten brachten es nicht bis zur Liga. Ein Weichei hätte auch auf der Straße nicht überlebt, also verlangte er seinen Pokemon ebenfalls eine gewisse Härte ab.
    „Ich hab ja gesagt: ehrgeizig bist du. Wenn man nicht regelmäßig an seine Grenzen geht, wird man nie erfahren, wo sie liegen und wie sehr man sie ausreizen darf.“ Hayato nickte seinem Schiedsrichter zu, welcher die Fahne sinken ließ.
    Hatte er sich eben verhört? Der Arenaleiter war wohl einer der wenigen, die ihm für seine Entscheidung keine Standpauke hielten. „Psychokinese“, befahl Hayato.
    Sinan wusste aus dem Erlebnis seiner Kindheit noch wie es sich anfühlte, wenn die unsichtbare Hand der Psychokinese einen in die Luft hob und man nicht mehr Herr seines Körpers war. Während er als Mensch nichts dagegen ausrichten hatte können, schrieb er dem Pokemon die nötige Stärke zu, um sich dagegen zur Wehr zu setzen. Selbst wenn seine Immunität gegen Psychoattacken aufgehoben war. „Du musst dem entkommen“, rief er dem Raben zu.
    Xatus Flügel spreizten sich und hoben Kramurx wie eine Marionette an den Fäden hoch. Erschrocken schrie der Vogel und Sinan fühlte wie ihn das verhasste Gefühl von Hilflosigkeit überkam. Doch Moment. Konnte Kagé schreien, so kontrollierte Xatu die Muskeln um seinen Schnabel nicht. Vermutlich dachte Hayato – selbst etwas von sich eingenommen – gar nicht an die Möglichkeit, dass Kramurx noch in irgendeiner Form Gegenwehr leisten könnte. Solange Xatu die Psychokinese aufrechterhalten wollte, durfte es sich nicht bewegen. Verlor es die Konzentration, war Kramurx frei. „Spukball.“
    Sein Pokemon sah ihn zweifelnd an.
    „Wenn du krächzen kannst, kannst du auch einen Spukball abschießen“, rief er gehetzt aus.
    Der Rabe entschied sich ihm zu vertrauen und bildete eine erneute Plasmakugel in seinem Schnabel.
    „Lass die Psychokinese los“, befahl Hayato und Sinan glaubte etwas Aufgebrachtes in seinem Unterton zu vernehmen. Der Arenaleiter fluchte leise und zeigte seinem Pokemon mit einer zackigen Handbewegung an in welche Richtung es fliehen sollte.
    „Schieß den Spukball noch nicht ab. Komm ihm näher.“ Der Herausforderer wollte jubeln, doch noch war es zu früh. Eben war Kagé freigekommen; geschwächt, aber willensstark genug, um dies zu einem ordentlichen Ende zu bringen.
    Mit einigen Flügelschlägen beschleunigte Kramurx und schwebte direkt vor dem Ibis. Hayato verzog das Gesicht. „Setz ebenfalls Spukball ein.“
    In einer Kurzschlussreaktion umkreisten sich die Vögel und schossen auf geringster Distanz die Energiebälle ab, die wie zwei Kometen aufeinandertrafen, sich vermischten und dann in einem Knall explodierten. Auch wenn die Trainer mitansehen wollten, was weiterhin geschah, schlossen sie instinktiv die Augen und hoben schützend die Arme über den Kopf. Eine Druckwelle und ein darauffolgendes Geräusch, das wie ein Donner klang, raubten ihnen den Atem.
    Anstatt sich um den Sieg zu sorgen, regten beide die Köpfe, um nach dem Wohl ihrer Pokemon zu sehen. Die Vögel lagen außerhalb des Kampffeldes – Übertritt; das ließ Sinan die Runde ohnehin verlieren, wenn da nicht die alles überschattende Schadenfreude gewesen wäre, dass auch Xatu außerhalb der Linien lag – und richteten sich schwerfällig auf.
    „Der Herausforderer und der Arenaleiter überschritten die Linien. Es steht eins zu eins.“ Für beiden Parteien wurde eine Fahne gehoben.
    Endlich durfte Sinan dem Wunsch zu jubeln nachgeben, streckte freudig die Faust in die Luft und wandte sich dann seinem Pokemon zu. „Gut gemacht.“ Er lächelte Kramurx freudig an und nahm ihn in den Arm. „Ruh dich aus.“ Der Rabe stieß ihn mit seinem Schnabel an und legte den Kopf schief, bevor er sich dematerialisierte.
    „Xatu, du warst großartig. Danke dir“, erklang es von der anderen Seite des Kampffeldes.

    „In die nächste Runde.“ Hayato kehrte zu seiner Ausgangsposition zurück und nahm von seinem Gürtel einen gelb-weiß gefärbten Ball. Ein Pokemon, das er mit einem Hyperball gefangen hatte, konnte zumindest kein Taubsi sein. „Ich entscheide mich für dieses.“
    „Ich hab vor nichts Angst“, log er. Arceus sei Dank trat er nicht gegen sein stärkstes Team an. Wie hätte das ausgesehen? Beinahe wollte er glauben, dass er ein Loser war, wenn selbst Hayatos zweitstärkstes Team eine echte Herausforderung darstellte. Vielleicht war sogar das zu groß für einen Grünschnabel.
    „Glaubst du etwa, ich habe vor deinen Schoßtierchen Angst?“, spöttelte sein Gegner, woraufhin Snobilikat fauchte und dem Arenaleiter ihre Fangzähne präsentierte. Obwohl sie sein erstes Pokemon gewesen war, hatte ihr noch kein Spitzname, den er ihr vorschlug, gefallen. „Erst in der nächsten Runde.“ Der Puma wandte sich beleidigt ab.
    Es traf Sinan wie ein Schlag, als er angeregtes Getratsche im Hintergrund hörte. Auf der Zuschauertribüne hatten sich Leute eingefunden: fünf Teenager, die dem Geschehen folgten wie einem spannenden Actionfilm und wohl auch ihres Zeichens Trainer waren. Nun durfte er sich erst recht keine Schwäche mehr anmerken lassen, straffte seinen Körper und formte mit seinen Fingern ein Victory-Zeichen. „Angeber. Erst, wenn der Kampf gewonnen ist“, schallte es von der Tribüne.
    „Mach ihn fertig!“, rief ein blonder junger Mann; genauso wie der Arenaleiter zwischen siebzehn und neunzehn Jahren alt. Er hatte ein süßes Lächeln und schöne blaue Augen, wie Sinan auffiel. Eigentlich bloß beiläufig, doch er musste das Lächeln des Blondschopfs automatisch erwidern.
    „Genau, der gewinnt sowieso viel zu oft“, setzte ein viel zu aufgedonnertes Mädchen hinterher, die eher aussah, als wollte sie tanzen gehen, anstatt bei einem einfachen Arenakampf zuzusehen. Ihr Haar war kupferrot und schien gefärbt zu sein.
    „Werd' ich.“
    „Loyale Freunde hab ich da“, zog Hayato die anderen auf und hob skeptisch die Augenbrauen. „Und dann erst recht die eigene Freundin. Das ist hart.“ - Freundin!? Doch nicht diese Tussi? - „Auf seine Pokemon kann man sich wenigstens verlassen.“ Der Ball in seiner Hand vergrößerte sich auf Knopfdruck. „Tropius, auf geht’s.“
    Sinan kannte noch nicht einmal den Namen dieses Pokemons und da seine Fantasie mit ihm durchging, wappnete er sich innerlich vor einer furchterregenden Bestie.
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
    AMVs

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  • Vorwort
    Hier kommt der zweite Teil des Kapitels. Wie immer hoffe ich, dass ich den zweiten Teil des Arenakampfs spannend gestalten konnte und die Personen relativ realistisch und sympathisch rüberkommen. Und... lol ich hatte glaub ich am meisten Spaß mit meinem neuen Mädel, seht selbst, ich hoffe, ihr liebt sie so, wie ich das tu :D Leg'n neuen Charatab bei den Nebencharas an.
    Manchmal hab ich auch aus Pokemonsicht geschrieben, in diesem Kapitel wird das leider noch nicht der Fall sein. Ich dachte, damit man die menschlichen Charaktere besser kennenlernt.
    PS: eigentlich wollte ich beide Hälften gleich lange gestalten, diese ist laut Word jedoch um rund 1.000 Worte länger. Beide Teile haben laut meinem Word > 8.000 Worte.
    Habt viel Spaß. =D



    Kapitel 1: Hoch hinaus - Teil 2

    Kapitel 1: Hoch hinaus - II/II

    Aus dem Ball stieg eine großgewachsene Kreatur, deren Beine vier Säulen ähnelten. Sie reckte ihren langen Hals der Decke entgegen, die sich augenblicklich zu beiden Seiten hin öffnete. „Das ist echt cool.“ Mit offener Bewunderung betrachtete Sinan das Wesen, welches ihn an einen beflügelten Dinosaurier erinnerte. Wie sollte er das gegnerische Pokemon angreifen können, wenn es in unerreichbarer Höhe flog? Kramurx war besiegt und seinem Ef-Em, der kleinen, seltenen Fledermaus, die er vor wenigen Tagen gefangen hatte, wollte er diesen Kampf noch nicht zumuten. Dafür müsste er wirklich bescheuert sein, sagte er sich, um freiwillig eine Niederlage einzustecken.
    „Mit Meganie der letzte echte, lebende Nachfolger von Brachiosauriern“, sagte der Arenaleiter stolz und klopfte anerkennend die Seite seines Pokemons.
    Sehr schön, ein Brachiosaurus. Was sollte Sinan mit dem Begriff anfangen? Er hörte dieses Wort heute zum ersten Mal und nickte nur – für ihn war jeder Dinosaurier irgendwie gleich. Gleich cool, aber dennoch. Sinan hätte gerne gewusst, wie man sie zur Strecke brachte.
    „Und ich konnte mir dieses schöne Exemplar fangen“, endete Hayato mit seiner Erzählung.
    Auf Tropius Rücken sprossen vier Palmenblätter von mindestens drei Metern, die sich im Gleichtakt bewegten und Staub aufwirbelten. Verwundert betrachtete Sinan die bananenartigen Gebilde, welche von Tropius Kinn herabbaumelten.
    „Nach dem Kampf wird er dir bestimmt einen Imbiss gönnen.“
    „Lieb von deinem mutierten Bananenbaum.“
    „Hörst du das? Den Jungen muss man einfach in den Boden stampfen.“
    Der Brachiosaurus senkte den Kopf und schaute seinen Trainer auf Augenhöhe an, bevor er einen urzeitlichen Laut von sich gab.
    „Das muss erstmal passieren. Mit uns nicht.“ Sinan grinste und warf einen Pokeball im weiten Bogen auf das Kampffeld. „Serin.“
    Kaum verließ der Name seine Lippen, erschien vor ihm eine relativ kleine, aufrechte Gestalt. Sie besaß ein dunkles Fell und übergroße Krallen, die im Größenverhältnis zum Körper absurd und gleichzeitig beängstigend wirkten. Auf der Stirn prangte ein goldener Edelstein und der Schwanz bestand aus drei pinkfarbenen Federn.
    Tropius besaß Sniebel gegenüber zwei Schwächen – es sah zumindest nach einem Pflanzen-Flug-Pokemon aus –, doch Sinan wusste, dass dies nichts zu bedeuten hatte. Auf einen Sieg durch das Ausnutzen der Elementvorteile konnte er setzen, wenn er gegen gewöhnliche Trainer kämpfte. Bei Hayato waren seine Hoffnungen diesbezüglich verflogen. Schließlich hatte Xatu ihm bereits bewiesen, dass es Unlichtpokemon nicht zu fürchten brauchte.
    Sinan konnte nur hoffen, dass sein Sniebel wenigstens dieses eine Mal ohne aufzubegehren oder seinen eigenen Dickkopf durchzusetzen, gehorchte. Das Wiesel wetzte seine Krallen und ließ seiner Kehle einen Kampfesschrei entrinnen.
    „Fang an“, rief Hayato und sein Herausforderer wollte sich nicht bitten lassen.
    „Eishieb, Serin.“ Bitte, folg mir.
    Das Wiesel sah zurück und entschied, dass er genauso wie sein Trainer handeln würde. Mit erhobener Faust, umgeben von tausenden Kristallen, preschte Sniebel auf seinen Gegner zu. Sein Oberkörper war weit nach vorne gebeugt, um kommenden Attacken eine möglichst kleine Angriffsfläche zu bieten.
    „Laubklinge, Tropius. Wehr es ab.“ Etwas nervös strich sich Hayato eine Haarsträhne zurück.
    Sniebels Beine trugen ihn so schnell, dass sie sich ihren Weg zwischen den peitschenden Ranken hindurch bahnten. Mit jeder der vier Schwingen, die auf den Boden aufschlugen, erschallte ein schnalzendes Geräusch, als schlug jemand eine schwere Gerte in den Sand.
    „In die Luft mit dir“, befahl Hayato, als das gefährliche Eis Tropius zu nahe gekommen war.
    Instinktiv kreuzte Sniebel die Arme vor seinem Gesicht, um sich vor den stobenden Luftmassen zu schützen. Es glich einem Wunder, dass ein solch schwerfälliges Pokemon mit einer derartigen Selbstverständlichkeit dem Himmel entgegenkam.
    „Setz Eisstrahl ein, bevor Tropius außer Reichweite.“
    Sniebel maulte und entschied sich, entgegen seines Befehls, mit einem kräftigen Sprung und eisbesetzter Kralle dem Brachiosaurus nachzusetzen.
    „Scheiße“, entwich es seinem Trainer, der bemerkte, wie ihn die Scham überkam. Sein Pokemon machte ihn vor all den Zuschauern und was noch gravierender war, vor Hayato, lächerlich. So stand er doch wie der letzte Volldepp dar!
    Der Arenaleiter sah ihn kritisch an, doch er schluckte jeden Kommentar. „Ausweichen und Bodycheck.“
    Elegant, zu geschickt für ein solch wuchtiges Wesen, drehte sich der Brachiosaurus in der Luft in einer Schraube um Sniebel herum und stieß seinen Gegner mit aller Kraft zu Boden.
    „Setz Sonnentag ein.“
    Tropius massiger Körper brachte ihn mit wenigen Flügelschlägen der Sonne näher. Er drehte den langen Hals, bis er ihr direkt entgegensah. Es schien, als ob die Sonne seinem Willen zu gehorchen schien. Die schwachen Herbststrahlen gewannen an neuer Energie und warfen einen gleißenden Lichtkegel auf die gesamte Arena, sodass sich Sniebel hinter seinen Klauen versteckte. Sinan kniff die Augen zusammen und sagte sich, dass er geduldig sein müsste, bis er wieder zum Zug käme. Selbst, wenn ihm es schwerfiel geduldig zu sein.
    „Solarstrahl!“, rief Hayato freudig darüber aus, dass er die Oberhand besaß.
    „Halt mit Eisstrahl dagegen, na los!“
    Fast instinktiv gehorchte Sniebel, um sich zu schützen und schoss dem entfesselten Energiekegel einen gebündelten Strahl aus Eis entgegen. Der Erdboden unter seinen Füßen bebte. Dann war die Außenwelt bis auf das Klingeln in seinem Ohr stumm geworden. Eben als es sich von der letzten Explosion gelegt hatte, kam es intensiver zurück. Dieses Geräusch … es klang beinahe wie der Knall einer Schusswaffe, der ihm allzu vertraut war und ihn zusammenzucken ließ. Hoffentlich sah das niemand.
    „Steh auf“, befahl Sinan und wischte sich fahrig über das Gesicht. Was dachte er sich bloß dabei, sich inmitten eines Arenakampfs von seinen Dämonen belästigen zu lassen?
    Wenige Sekunden Stille. Trainer und Pokemon tauschten zum allen Überdruss feindselige Blicke aus.
    Nach zwei Wochen war Sniebels seelische Wunde aus dem vertrauten Revier entrissen und in einen Pokeball eingesperrt zu werden, wohl noch zu frisch.
    Trotzig, nur um zeigen, dass es um seiner selbst Willen kämpfte, stand das Wiesel auf.
    „Gut, Serin. Weißnebel. Vertrau mir.“ Eigentlich war er stets eine Niete in Physik gewesen, auch als er noch zur Schule gegangen war, aber die praktische Anwendung konnte er vor seinem inneren Auge erkennen; ließ ihn das brechende Licht sehen, welches zu schwach für einen weiteren Solarstrahl sein würde.
    Serin hauchte der Arena seinen klirrenden Atem ein und hüllte alles in einen kalten und schweren Vorhang, der die gebündelten Sonnenstrahlen streute und sie ihrer Kraft beraubte – ein Glück, Serin folgte ihm.
    Hayato erhob seine Stimme, lauter als zuvor und wandte sich an seinen Schiedsrichter. „Schließ die Kuppel. Ich weiß, was das wird.“ Ein kaum zu verstehendes Murmeln folgte. „Ich glaub' es zumindest.“
    Der Saurier wankte und schwächelte in der Luft, der entstandene Dampf und die Eiskristalle, welche schlussendlich über die brachiale Hitze gesiegt hatten, legten sich vermutlich auf seinen Palmblättern an und behinderten die rhythmischen Bewegungen seiner Schwingen. Daran hatte Sinan nicht gedacht, aber der Nebeneffekt war ihm willkommen.
    „Lande, schnell“, rief Hayato und legte die Stirn kraus. 'Sorgenfalten?', wollte Sinan siegessicher spotten, ließ es aber aus Respekt vor seinem Kontrahenten bleiben.
    Als Tropius auf den Boden herabsank, führte der Mechanismus die Flügeldächer der Decke wieder in ihre Ausgangspositionen zurück. Just in diesem Moment hielt Sniebel seinen eisigen Atem an, sodass der hellblau-weiß gefärbte Nebel verging und einen zarten Schleier zurückließ.
    „Eishieb und Schattenklaue. Mit Agilität kombinieren, das haben wir trainiert.“
    Sniebel sah ihn skeptisch an.
    „Das mit dem Weißnebel hat doch auch funktioniert“, ereiferte sich sein Trainer. Dieses dumme, störrische Tier!
    Um Sniebels Pfote bildete sich eine weiß schimmernde Geisterhand, deren ursprüngliche Farbe verloren gegangen war. Ihre vereiste Oberfläche spiegelte die Umgebung in einem verzerrten Bild wider.
    „Wehr mit Stahlflügel ab.“
    Tropius drehte sich etwas schwerfällig dem flinken Wiesel entgegen und hielt zwei ihrer Palmblätter wie einen Schutzschild aus Stahl vor sich.
    Sniebel sprang und schlug von oben auf die Schwingen ein. Ein metallenes Geräusch ertönte, als ob man Eisen aus großer Höhe fallen ließ, und Serins Arm zitterte. Er biss die Zähne zusammen und landete am Boden. „Von der Seite bringt das nichts. Denk mit“, schimpfte sein Trainer ungeduldig, da eine Niederlage plötzlich zu real erschien, um die Nerven zu behalten.
    „Bereite den Stahlflügel auch auf der anderen Seite vor.“
    Bevor Tropius seine Schwingen in Metall umwandeln konnte, rutschte Sniebel zwischen seinen Beinen hindurch und schlug im Vorbeilaufen, als hätte der Arenaleiter diese Schwachstelle übersehen, auf den Bauch des Brachiosaurus ein.
    Jener wand sich unter Schmerzen, warf den Kopf herum, ließ seiner Kehle aber keinen Laut entkommen.
    „Tropius, alles okay bei dir?“ Hayato verschränkte die Arme und biss sich auf die Unterlippe. Sein Pokemon brummte beruhigend. „Gut, Bodyslam.“
    „Weg da, Serin. Weg!“ Sein Arm machte eine scharfe Gestik.
    Eben noch rechtzeitig rollte sich Sniebel zur Seite, als die Wucht des Aufschlags die gesamte Arena erzittern ließ.
    „Eissturm“, konterte Sinan, ohne seine Entscheidung überdacht zu haben.
    „Energieball.“
    Tropius drehte den langen Hals in die Richtung des Wiesels und sie starrten sich Auge in Auge an. Sinan wusste, warum dieses eigensinnige Pokemon den Ärger wert war: Es war unerschrocken.
    Zwischen den beiden Pokemon fand nicht einmal mehr ein Blatt Platz. Dann stob Sniebel fünf Schritte zurück und formte einen eisigen Strahl in seinem Maul, während auch Tropius das Seine öffnete und zum Konter ansetzte. Rankenähnliche Gebilde formten sich zu einer Kugel, die Tropius von sich schleuderte.
    Verschiedenartige- und farbige Kräfte leuchteten auf. Sie verschmolzen miteinander und versuchten den anderen zu verdrängen. Der Energieball hinterließ eine Kerbe im Eisstrahl und vertrieb seine Energie zu allen Seiten. Sniebel krallte sich mit vier Tatzen im Erdboden fest und doch befürchtete sein Trainer, dass es das Wiesel doch von den Beinen riss und gegen eine Wand schleuderte - oder noch schlimmer, dass ihn der von Blättern und Ranken umgebene Ball zu Boden schlug und die zweite Runde für Hayato entschied.
    „Ausweichen“, befahl Sinan, als er seine ausweglose Situation nicht mehr verleumden konnte.
    Katzenartig sprang Serin zur Seite und doch erfasste ihn eine Druckwelle, gefolgt von sichelartigen Windstößen, die Hayato als Luftschnitt bezeichnete.
    „Laubklinge, schnell“, setzte er hinterher.
    Eben als Sniebel seinen Sturz abfedern wollte, erfasste ihn eine peitschende Ranke und schleuderte ihn an die Wand der Arena.
    „Das war jetzt wohl schon alles?“, spöttelte der Arenaleiter.
    Sinan wollte widersprechen, fand jedoch keinen Grund dazu. Unsicher wandte er den Blick zu der Stelle, an der sein Pokemon aufgekommen sein müsste und stellte fest, dass es nicht mehr auf die Beine kam.
    „Der Herausforderer kann nicht mehr weiterkämpfen. Es steht zwei zu eins für den Arenaleiter“, erklang die Stimme des Schiedsrichters wie Spott in seinen Ohren. Erst wollte Sinan seinem Pokemon dieselbe Zuneigung wie Kramurx zukommen lassen und das Wiesel in den Arm nehmen. Als Sniebel jedoch abwehrend fauchte und nach seiner Hand schlug, ließ er ihn liegen. „Gut gemacht, komm zurück“, sagte Sinan trocken und richtete den Strahl des Pokeballs auf ihn.
    „Nicht unterkriegen lassen“, rief einer von Hayatos Freunden – der Blonde, der süße Typ mit dem breiten Lächeln.
    „Mach ich nicht.“ Obwohl Sinan ihn nicht kannte, wollte er ihm imponieren, im Prinzip nicht nur ihm, sondern all den Anwesenden beweisen, dass er sich auch von einem unfolgsamen Pokemon nicht unterkriegen ließ.
    „Sniebel und du; was ist bei euch passiert?“, erkundete sich der Arenaleiter und da in seiner Tonlage nichts Anklagendes lag, wollte er ihm ebenfalls nicht abwehrend begegnen.
    „Ich weiß es eigentlich gar nicht. Ich hab ihn vor zwei oder drei Wochen gefangen, da hat er grade sein Revier verteidigt. Kann sich wahrscheinlich noch nicht an den Pokeball gewöhnen.“ Dabei hatte er eine wichtige Lektion gelernt: fange nie das Alphatier. Wenn jenes sein Revier verteidigen konnte oder einst ein Rudel angeführt hatte, wieso sollte es widerstandslos einem Menschen folgen? Doch eben diese Kämpfernaturen benötigte Sinan für sein Team. Er wollte sie, weil sie wie er waren. Sie ließen sich einfach nicht unterkriegen. Deswegen würde Sinan immer wieder gegen diese Lektion verstoßen und die kämpferischste Seele fangen, die er finden konnte.
    „Das wird schon. Werd nur nicht weich, dann tanzt dir das Wiesel noch auf der Nase rum.“
    „Natürlich“, erwiderte er und sah hinab, da ihn Snobilikat anstieß. „Die Trumpfkarte zum Schluss.“
    Glücklicherweise kannte Hayato ihr Attackenarsenal noch nicht. Wäre dem so gewesen, hätte er gewusst, dass Sinan an diesem Ungetüm von einem Brachiosaurus verzweifeln könnte.

    Mit einem Nicken schickte er den Puma auf das Kampffeld. Voller Stolz sprang Snobilikat in die für sie vorgesehene Startposition und machte von Anfang an einen Katzenbuckel. Sie war groß geworden, fiel ihm auf und nachher würde er sich endlich einen Namen überlegen, der ihr gefiel.
    Das einstige, süße Mauzi hatte sich in eine prächtige Großkatze verwandelt, die ihm etwa bis zur Hüfte reichte – und er selbst war sicherlich eins-fünfundsiebzig groß. Das war recht praktisch, denn bei Bedarf konnte man sich älter schwindeln. Niemand hätte daran gezweifelt, dass er keine sechzehn wäre.
    „Auf Snobilikat war ich die ganze Zeit schon gespannt“, sagte Hayato anerkennend. Anstatt zu kontern, bedankte sich Sinan überrascht und verschwieg wie jung die Katze war. Vielleicht ein halbes oder ein dreiviertel Jahr alt.
    Bei dem Gedanken an die nächste Runde, packten ihn erneut Nervosität und Vorfreude, welche sich einander die Waage hielten. Vor drei Monaten hatte er bloß Champ werden wollen, um seine Zukunft abzusichern. Nun konnte er sich nichts Schöneres als den Stolz nach einem Sieg und das Adrenalin vorstellen, welches ihn im Kampf zur Hochform und an die auszutestenden Grenzen trieb.
    „Tropius, let's go. Setz Laubklinge ein.“
    „Snobilikat, Schlitzer.“
    Mit ausgefahrenen Krallen schnitt sie die Ranken durch, woraufhin Tropius brüllte. Wohl weniger vor Schmerz als vor Ärger. Der Saurier schüttelte sich und ließ die Palmblätter anstatt den Ranken herabfahren.
    „Kratzfurie“, rief er ihr zu und wollte Snobilikats Möglichkeiten solange vor Hayato verbergen, bis ihm eine passendere Strategie einfiel, als Angriffe zu blocken oder selbst in die Offensive zu gehen. Ebenso die Tatsache, dass sie manche Attacken noch nicht oder unausgereift beherrschte, musste der Arenaleiter nicht erfahren.
    Indes versuchte Tropius seine Palmblätter vor Schaden zu bewahren und entzog sich den spitzen Krallen, da er vom Boden abhob, dabei Snobilikat von den Pfoten riss und einen schneidenden Windschnitt hinterhersetzte.
    Fauchend schüttelte sich die Pumadame, als sie von den Winden eingeschlossen wurde und wusste nicht selbst zu handeln. Sie zogen sich wie ein immer enger werdender Strick um sie, bis sie Snobilikat von allen Seiten trafen und mit der Kraft der kleinen, entfesselten Stürme umherwarfen.
    „Zerschneid sie mit Schattenklaue.“
    An der Geisterhand, die sich um Snobilikats Pfote legte, prallten die Luftmassen ab und wurden zurückgeschleudert. Manche der angedeuteten Windschnitte stellten Finten dar, die sie von der Seite her in Bedrängnis brachten. Je länger das Spiel anhielt, desto fahriger und unkontrollierter wurden Snobilikats Bewegungen. Verzweifelt schrie die Katze und fuchtelte immer aggressiver mit der von den Schattenklaue herum.
    Sinan musste handeln – doch wie? Sie war sein erstes Pokemon und vertraute darauf, dass er stets eine Lösung parat hielt. Zeit etwas zu wagen, sagte er sich. „Dreh den Spieß um.“
    „Wie willst du das machen?“, fragte Hayato geduldig, als wollte er einen Anfängerfehler korrigieren.
    Snobilikat sah zurück und kräuselte die Lefze.
    „Nutz die Windschnitte, um höher zu springen.“ Da auch die Katze keinen anderen Ausweg wusste und es allgemein bekannt war, dass tierähnliche Pokemon einen begrenzten Verstand besaßen, sie ihre Trainer jedoch deutlich verstanden, gehorchte sie ihm. So nutzte sie die Kraft der aus Wind geformten Sichel und stieß sich ab. Sinan legte den Kopf in den Nacken und sah ihr stolz nach. „Kratzfurie.“
    „Halt sie mit Laubklinge auf Abstand.“ Vielleicht mochte dies nicht das strategischste Kontra sein, doch Hayatos Intuition schien gut ausgeprägt zu sein.
    Snobilikat ließ sich mit ausgefahrenen Krallen fallen, wurde von den schlagenden Palmblättern knapp verfehlt und traf den langen Hals. Erschrocken zuckte Tropius zusammen, stampfte auf und schrie, um die Katze von sich zu schleudern, doch diese dachte nicht daran, hielt sich murrend und fauchend an ihrem Gegner. Fast wollte Sinan „Donnerblitz!“ ausrufen, entschied sich aber, noch bevor er einen Fehler beging, dagegen. Wenn ihr Versuch im Training in einer Katastrophe endete, wie sollte es erst bei einem Arenakampf aussehen?
    Da sorgte er sich plötzlich darum, dass die übereifrige, junge Katze ihre wahren Kräfte, die ein anderes Pokemon töten konnten, womöglich noch nicht in ihrer Kontrolle hatte. In sportlichen Trainerkämpfen wäre selbst das einmalige Einsetzen ein Ausschlussgrund.
    Tropius schüttelte sich abermals und sein Pokemon verlor den Halt. Keuchend standen sie voreinander, nahmen beide, noch vom vorhergehenden Angriff ungelenk, ihre Kampfpositionen ein und bedrohten sich mit markerschütternden Tierlauten.
    War dieses Tropius unzerstörbar? Sinan ballte die Faust. Verdammt!
    Zwei Striemen, die jedoch kaum bluteten, zogen sich über den Hals des Wesens. Ansonsten sah es in Sinans Augen nicht so mitgenommen aus, wie er es sich wünschte.
    Hayato winkte sein Pokemon zu sich herab, um sich die Wunden anzusehen und abzuwägen, ob er es verantworten konnte, dass er diese Runde zu Ende brachte. Sanft legte er die Hand auf Tropius Nüstern. „Hey Kumpel, alles okay bei dir?“ Der Saurier schnaubte bejahend und wandte sich dem Puma zu. „Sehr gut, nur noch ein bisschen.“
    „Ein bisschen? Mit einem bisschen besiegst du Snobilikat nicht.“
    „Vielleicht. Vielleicht nicht. Windschnitt.“
    Erneut schien sich das Spiel zu wiederholen, dann traf Sinan eine Entscheidung. Ihm war mulmig zumute, als würden alle Augen auf ihm liegen und sein Versagen erwarten. „Donnerblitz!“, rief er aus voller Kehle, um seine Entscheidung zu festigen.
    Entschlossen miaute die Katze und sammelte Funken um ihren Körper. Sinan atmete tief ein und merkte wie er seinen gesamten Körper anspannte.
    „Sei vorsichtig“, ermahnte Hayato sein Pokemon und beobachtete den Puma, der immerzu mehr und mehr Funken um sich bildete, diese jedoch nicht von sich schoss.
    „Snobilikat, jetzt.“ Sinan griff sich nervös ins Haar, ließ dann die Hand wieder sinken und sagte sich, dass Hayato das Hinauszögern der Attacke als Teil seiner Strategie ansehen sollte.
    Ein Moment verstrich und Snobilikats Muskeln zitterten. Dann schossen Blitze durch die Arena, vollkommen unkontrolliert und ohne Hand, die sie führten. Die Luft um sie herum schien beinahe zu knistern und noch ehe alle Anwesenden wussten wie ihnen geschah, schlug nur einen Schritt von Hayato entfernt ein Blitz ein. Die heraufbeschworene Naturgewalt donnerte und knallte, als sie eine schwarze Kerbe im Boden hinterließ. Ein gebündeltes, viel grelleres, blaues Bündel an Starkstrom schoss direkt auf Tropius zu und ehe es traf, rief ihn Hayato aufgewühlt zurück. Erneut knallte es, als der gezackte Strahl Funken sprühte und im Nichts einschlug.
    „Du musst mich nicht umbringen, um den Orden zu bekommen.“ Der Arenaleiter sah Sinans entsetztes Gesicht und versuchte ein beruhigendes Lächeln, das ihm nicht gelingen wollte. Fassungslos sah er den Einschlagsort an und dankte wohl innerlich dem Architekten, dass der Boden aus dem plastikartigen Material bestand, aus dem auch Sportplätze erbaut waren.
    Aus der Zuschauertribüne drang ein Tuscheln zu ihm durch, dann kam seine Freundin besorgt die Treppen hinab und stellte sich an den Rand des Kampffeldes. „Alles in Ordnung?“
    Er nickte.
    „Entschuldigung“, sagte Sinan aufrichtig und betrachtete seine Pumadame, die mit eingezogenem Schweif und angelegten Ohren, selbst von den Ereignissen verwirrt, dastand.
    Diesmal siegte nicht der gekränkte Stolz. Das beruhigte ihn beinahe, ließ ihn wissen, dass er nicht gar so abgestumpft war, wie er es selbst von sich angenommen hätte. Dass er nun ja… normal reagieren konnte.
    „Sowas passiert bei Kämpfen. Mach dir keinen Kopf. Ihr solltet es aber noch lernen zu kontrollieren.“ Hayato atmete tief ein und entschied zum gewöhnlichen Ablauf überzugehen.

    Als der Schiedsrichter den erneuten Gleichstand aussprach, flog der letzte Pokeball auf das Kampffeld und sprang klickend auf.
    „Tauboss.“
    Aus dem Licht des Balls entwand sich ein eleganter, sicherlich zwei Meter großer Greifvogel und landete vor seinem Trainer. Sein Gefieder war beige, der grazile Kopfschmuck, der aus zwei langen Federn bestand, und die Schwanzfedern waren rot gefärbt.
    Um seinen Hals trug das Pokemon eine schmucklose Kette, an der ein orangenes Juwel befestigt war, welches Sinan erst beim zweiten Hinsehen als Megastein erkannte. Im Inneren des kostbaren Juwels schien ein halb geöffnetes, geschwungenes Adlerauge über Tauboss Kraft zu wachen.
    Die meisten Taubsis kamen noch nicht einmal über die eigene Stufe oder die eines Taubogas hinaus, wurden gefressen, bevor sie sich entwickeln konnten oder gerieten an Kinder, die ihre Pokemon nicht angemessen zu trainieren wussten. Dieser Vogel durfte die Stufe eines Tauboss erreichen und sogar die Megaentwicklung vollziehen; hatte Glück gehabt – und Sinan Pech. Zweifelnd sah er Snobilikat, die schwer keuchend vor ihm stand, an. Vielleicht war er zu stolz es auszusprechen, doch er konnte es noch nicht mit einem Megapokemon aufnehmen. Der Gedanke an eine Niederlage drängte sich ihm abermals auf. Schließlich wusste er zu gut, dass Snobilikat noch jung war. Sie besaß zwar ein großes Potential, konnte allerdings wenige Schläge einstecken. Vielleicht hätte er Hayato erst später herausfordern sollen, wenn sich der Puma bereits an seinen neuen Körper und die, verglichen mit einem Mauzi, immense Kraft gewöhnt hatte.
    „Hayato!“, schalt ihn ausgerechnet seine Freundin. „Das ist unfair und du weißt das. Sinan wollte gegen dein zweitstärkstes Team kämpfen. Du kannst ihm Tauboss nicht zumuten. Megatauboss schon gar nicht. Sie ist zwanzig Jahre alt und hat schon deinem Dad gehört. Willst'e uns jetzt erzählen, dass man sie so leicht besiegen kann?“
    Als das Mädchen die Arme verschränkte und etwas murmelte, das nach „jerk“ klang, wurde sie ihm schlagartig sympathisch. Irgendwie. Sinan bemerkte ihren rollenden, englischen Akzent – sie konnte nur aus Isshu stammen. Eigentlich mochte er es nicht wie anzüglich und aufgetakelt sich die Mädchen hierzulande gaben, kannte es anders, und die Freundin des Arenaleiters stellte keine Ausnahme dar. Sie trug nicht zu knappes, aber elegantes, Makeup und das rotbraun, gewellte Haar fiel ihr gekünstelt über ihre linke Schulter – wahrscheinlich befand sich all das seltsame Kosmetikzeug, mit dem die Mädchen ihre Frisur fixierten, darin. Von ihren knallbunten Nägeln und den 'angemalten' Augen und Lippen gar nicht zu sprechen. Wer verstand schon, was diese Wesen vom anderen Stern dazu trieb? An ihrem Minirock hing ein Pokeballgürtel, was in seinen Augen fast grotesk aussah, doch ihr Feuer korrigierte seinen ersten Eindruck.
    Sinan konnte sich das Lachen nicht verkneifen und Hayato schüttelte bloß den Kopf. „Die Sorge hat echt nicht lang gehalten.“
    „Du provozierst es ja auch, dass Snobilikat nochmal einen Donnerblitz einsetzen muss“, sagte die Freundin des Arenaleiters.
    „Provozieren?“, wiederholte er, um sicherzugehen, dass er sich nicht verhört hatte.
    „Ja, besondere Pokemon erfordern besondere Maßnahmen.“
    „Deine Freundin hält zu mir“, zog Sinan ihn auf.
    „Stocher nicht in der Wunde rum. Aber gut, du wolltest gegen mein zweitstärkstes Team kämpfen. Deswegen wird Tauboss so bleiben, wie sie ist.“
    Etwas anderes, als zuzustimmen, blieb Sinan nicht übrig.
    Es sah beinahe drollig aus, als der riesige Greifvogel auf seinen Trainer wie eine kleine Taube zuhopste, sich an ihn anschmiegte und zufrieden gurrte, als er gestreichelt wurde. „Die Runde gewinnen wir, oder?“

    „Snobilikat.“
    Das Pumaweibchen drehte ihr Ohr.
    „Verpassen wir den beiden 'ne Lektion.“ - Hoffentlich.
    „Du willst … was? Jetzt fang schon an.“ Belustigt deutete Hayato seinem Tauboss an, dass es sich wieder in den Kreis stellen sollte.
    Bevor Sinan die erste Attacke ausrief, wollte er sein Vorhaben überdenken. Donnerblitze wären ihm willkommen gewesen, doch sie schienen plötzlich viel zu riskant zu sein. Wenn Sinan verlor, war das verdammt ärgerlich, aber kein Weltuntergang; dann musste er eben nochmals gegen ihn antreten. Jedoch wäre es wirklich unverzeihlich gewesen, Hayato oder einen anderen der Anwesenden lebensgefährlich zu verletzen.
    Sinan betrachtete Tauboss, die langen Schwungfedern, ohne denen ein Vogel nicht fliegen konnte, und entschied, dass er diese übergroße Taube rupfen wollte.
    Snobilikat wurde ungeduldig, wollte bereits selbstständig vorpreschen, doch Sinan rief schallend ihren Namen. Zwar murrte sie, gehorchte jedoch – im Gegensatz zu Serin.
    „Sternschauer“, sagte er und sein Pokemon hieß seine Entscheidung nicht gut.
    „Setz ebenfalls Sternschauer ein, Tauboss. Zeit schinden können wir auch.“
    Beide Konkurrenten schossen sternähnliche Gebilde aufeinander ab, die sich trafen und auflösten.
    Sinan biss sich auf die Unterlippe. Um die Schwungfedern des Vogels zu stutzen, sollte dieser Snobilikat nahe kommen. Verwundert, aber mit großem Vertrauen, tänzelte sie um Tauboss herum, täuschte Finten vor und sprang zurück, als sie ihrerseits von einer solchen getäuscht wurde.
    „Greif die Federn an“, rief Sinan und sein Pokemon sah ihn argwöhnisch an. „Die Schwungfedern, schneid sie!“
    Aufgebracht schrie Tauboss, als sie dies hörte und wollte bereits Abstand gewinnen, da schnellte die Katze vor und krallte sich in eine Feder. Ihre Konkurrentin schlug heftig mit den Schwingen und wollte sie um jeden Preis loswerden.
    „Du rupfst uns? Die müssen erst wieder nachwachsen. Du sollst meine Pokemon bekämpfen, nicht verkrüppeln“, protestierte Hayato und betrachtete die am Boden liegenden, schief abgeschnittenen Teile der Federn.
    Uns? Wahrscheinlich nahm es der Leiter einer Luftarena etwas zu persönlich, wenn sich jemand ans Gefieder seiner Vögel heranwagte.
    „Nichts gegen euch“, beeilte sich Sinan ihn zu beschwichtigen, als er bemerkte, wie dünn das Eis war, auf das er sich begab. Aus den Gesprächsbrocken hatte er entnommen, dass Tauboss das Erbe seines wohl verstorbenen Vaters war. Hätte Sinans Vater ihm ein Pokemon vererbt, er würde sich genauso wie Hayato darum sorgen.
    „Keine Ursache.“ Murmelnd setzte Hayato hinterher: „Na eigentlich schon.“ Seine Stimme nahm die normale Lautstärke an. „Tauboss, setz Orkan ein.“
    Obwohl der Vogel mit einer Schlagseite abhob, behinderte sie ihn nicht.
    Der Sturm erinnerte Sinan an einen Windschnitt, doch dieser war stärker, energischer, sodass ihm die Bilder von Hurrikans, die man in den Nachrichten sah, in den Sinn kamen. Der Wind zerrte an Sinans Kleidung, seinem Haar, an seinem gesamten Körper und verhinderte, dass er sich auf Snobilikat konzentrierte. Stattdessen fand er ein Eisengelände an der Wand der Arena, an welchem er sich festhalten konnte. Vermutlich war es dafür gedacht.
    Wie dumm er war! Warum verlangte er Hayatos zweitstärkstes Team, wenn er nicht wusste, was ihn erwarten könnte? Fast wollte er vor Zorn schreien.
    Er wollte die Lider öffnen, doch der Wind brannte in seinen Augen, sodass er sie halb geschlossen hielt. Aus den tobenden Luftmassen erkannte er nur mehr ein gleißend-rotes Licht und als sie abschwächten, wusste er, was dies zu bedeuten hatte. Der Orkan schloss Snobilikat bloß ein, um sie bewegungsunfähig zu machen und eine Zielscheibe abzugeben. Zeit schinden...
    Sinan legte den Kopf in den Nacken und sah dieser entstandenen Kreatur entgegen. Erst glaubte er, Hayato würde sein Wort brechen und die Megaentwicklung durchführen. Dass er dies nicht nötig hatte, fachte den Zorn in ihm an – diese drückende Wut im Magen, die sich gegen ihn selbst und seine verfluchte Schwäche richtete.
    Die rote Energie nahm eine elegante, fast surreale Form an, während sich Sinans Gedanken überschlugen. Es musste doch einen Ausweg geben, um Snobilikat aus den Windfängen zu befreien? „Versuch eine Schattenklaue. Kannst du sie nicht zerschneiden?“, rief er aufgebracht.
    Die Muskeln seiner Katze erzitterten und sie versuchte sich aus der misslichen Lage herauszuwinden, doch die Fesseln hielten sie eisern. Irgendeine Lösung, arceusverdammt. Sollte sich dieser Vogel doch zum Yveltal scheren!
    Mit Bewunderung und Sorge betrachtete er die gestreckte Gestalt des Phoenix, der sich aus Tauboss Körper formte.
    Es war ein schönes, klares Feuer, welches die gesamte Vogelsilhouette durchzog. Eines, das die Arena in ein rötliches Licht tauchte und eine angenehme Wärme auf seiner Haut hinterließ. Wer dieses Bild sah, vergaß es vermutlich nie wieder. All seine Sinne waren mit diesem Anblick erfüllt. Beinahe kam es dem gemalten Bild eines Künstlers gleich.
    „Himmelsfeger!“, rief Hayato euphorisch.
    In diesem Moment atmete Sinan tief ein und richtete den Strahl seines Pokeballs auf Snobilikat, die mit aufgerissenen Augen dem nahenden Unheil entgegensah. Diesen Schmerz konnte er ihr ersparen.
    Sein eigener Enthusiasmus wich einer resignierenden Leere. Sinan wollte weder den Arenaleiter noch dessen Freunde ansehen, um diese beschämende Niederlage nicht ertragen zu müssen.

    „Es steht drei zu zwei für den Arenaleiter. Der Herausforderer hat den Kampf verloren.“
    Dann entschied sich Sinan all die Übelkeit, die eine Niederlage – die Erste – bereiten konnte, zu überspielen. Schließlich hatte Hayato den Sieg verdient und diese Ehre wollte er ihm nicht absprechen. Kein Gedanke davon war tröstlich, sie alle nannten ihn ‚Loser‘ und ‚Weichei‘. Noch verächtlicher wäre es gewesen, sich als schlechter, missgönnender Verlierer zu geben. Wenn er wenigstens knapp verloren hätte. Nein, dieses Biest, es… Er verbot sich die Fäuste zu ballen.
    Aufmunternd kam der Arenaleiter zu ihm und drückte seine Schulter. Er beschwor sogar, dass es für ihn der beste Kampf seit Wochen gewesen wäre und Sinan gratulierte ihm, selbst wenn die Worte schwer über seine Lippen kamen.
    „Gratulation, honey.“ Hayatos Freundin umarmte den Arenaleiter überschwänglich und streckte Sinan ihre Hand entgegen, ihre Kunstnägel leuchtend rot lackiert. „Jennifer. Nenn mich Jenny oder Jen. Bin nach Johto gekommen, um was Neues zu probieren - mal für Johtos Nationalteam antreten.“
    „Freut mich. Klingt interessant“, sagte er aus einem höflichen Automatismus heraus, den er einst wie jedes Kind von seinen Eltern gelernt hatte, klang jedoch abwesend; war mit den Gedanken anderorts. Als sie jedoch ihre Teilnahme in der Liga erwähnte, wurde er hellhörig. Die Tussi? Nicht ihr Ernst?
    Von der Tribüne kamen die anderen herab.
    „Taiki“, stellte sich der blonde Junge vor und klatschte bei ihm ein. „Toller Kampf. Mach dir nichts draus. Wenn er auch seine Himmelsfegershow abziehen muss und das beim ersten Arenakampf. Hör mal, etwas ganz anderes, wir gehen morgen Abend fort. Komm doch mit.“
    Weitere Namen drangen an sein Ohr. Sinan wünschte, er könnte dem Austauschen von Formalitäten, Handynummern und den neugierigen Fragen nach Facebook-, Twitter-, und WhatsApp-Accounts, die er allesamt nicht besaß, entkommen und sich in sein einsames, ruhiges Zimmer flüchten, anstatt in Diskotheken gedrängt zu werden. „Danke. Ich sag euch morgen Nachmittag noch Bescheid.“
    „Bescheid? Es gibt keine Ausreden.“ Dann sagte Hayato etwas, das er nie erwartet hätte: „Ich würde sehr gerne dein Mentor werden.“
    „Was?“ Verwundert trat Sinan einen Schritt zurück und sah ihn abwägend an. Das konnte er doch nicht von einem Augenblick auf den anderen entscheiden! Nie hätte er sich vorgestellt, dass er zusammen mit jemanden trainieren würde. Erst recht nicht mit einem Arenaleiter. Bisher hatte er alles im Alleingang geschafft. Er sorgte für sich und er trainierte tagtäglich seine Pokemon ohne fremde Hilfe. „Ich-“ Er suchte nach den richtigen Worten. „bin überrumpelt. Ich weiß noch nicht. Warum?“ All diesen Fragen mischte sich die Anerkennung bei, die Hayato ihm entgegenbrachte. Manchmal kam es vor, dass angesehene Persönlichkeiten zu Mentoren jüngerer oder bloß unerfahrener Trainer wurden. „Danke, echt, aber kann ich drüber nachdenken?“ War er denn noch ungebunden?
    „Kein Problem, denk drüber nach. Aber das fragst du noch?“ Hayato lachte. „Weil du kein Grünschnabel mit einem Karnimani und weil du ehrgeizig bist und gute Ideen im Kampf hast. Ja, also und... weil du mit deinen Donnerblitzen irgendwann jemanden umbringen wirst. Das sollten wir wirklich unter Kontrolle bekommen.“
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
    AMVs

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  • Bastet schrieb:

    Das macht mir Sorgen, dass er mehrere Leute noch... nett behandeln wird, die ihm etwas bedeuten, nicht nur Blue. Ist das schlecht? ._. *Sorgen*
    Ich finde es nachvollziehbar, sofern man den Prozess erkennt, in dem er die Charaktere kennenlernt. Dann kann man vermutlich auch besser nachempfinden, warum es ihm eben nicht egal ist. Wenn sie ihm etwas bedeuten, zeigt sich das für gewöhnlich sogar bei "Leuten wie ihm" - eventuell nicht zwangsläufig nur durch Worte, sondern eben durch Silvers Handlungen (ihnen gegenüber). (:

    Bastet schrieb:

    Soll ich's noch eher am Anfang schreiben? ^^
    Passt schon. :D


    Jetzt habe ich ein kleines Problem: Erstens hatte ich in den letzten Wochen wenig Zeit und bin voll spät dran ... und zweitens habe ich die Teile schon Samstag gelesen und dabei keine Quotes heraus gesucht (Tablet ..). Demnach wird dieser Kommentar leider weniger detailliert ausfallen, aber immerhin. Kämpfe sind ehrlich gesagt nicht meine liebsten Inhalte, obwohl sie natürlich zu Pokémon FFs dazu gehören. Sowohl beim selbst Schreiben als auch beim Lesen handele ich das eher kurz ab, da eben kaum Handlung für die große Hauptstory dabei herum kommt und man sie zum Verständnis der Geschichte eigentlich selten benötigt. Alle Achtung, dass du dir die Mühe gemacht hast, diesen doch recht langen Kampf so ausführlich zu beschreiben. Erfahrungsgemäß lässt gegen Ende die Lust etwas nach und das ganze wird oberflächlicher abgehandelt, was hier aber nicht der Fall war. Trotz meiner nicht-Vorliebe für Kämpfe war ich somit gut unterhalten. Kann auch total nachvollziehen, dass der kommen musste, eben weil am Ende diese Mentor-Geschichte aufkommt und Sinan sich wohl (hoffentlich) dafür entscheiden wird, das Angebot anzunehmen. Somit hat dieser Kampf zweierlei "Nutzen" für die Story: Einerseits bekommen wir Sinans ersten Arenakampf zu sehen und zweitens werden wir an die Idee Hayatos als Mentor herangeführt. Ansonsten kann ich nur sagen, durchweg spannend geschildert - auch mit abwechslungsreichen Attacken. Wie der Donnerblitz zum Einsatz gekommen ist, fande ich einerseits cool und gleichzeitig wohl genauso erschreckend die Sinan. oO In dem Zusammenhang ist übrigens auch der letzte Satz von Teil 2 sehr cool.

    Was möchte ich noch loswerden, hmm. Vor allem diese Dinge, die man sich bei den Spielen normalerweise fragt, webst du scheinbar beiläufig in die Handlung ein. Da wären das Sushi aus Karpador-Fleiß (iuhh); die Busse, die durch die eigentlich größeren Stadt fahren, damit man von Ort zu Ort kommt (in den Spielen sind die Städte rly winzig, muss man außerhalb wie du es gemacht hast logischerweise anpassen); die drei Teams der Arenaleiter. Das fand ich besonders nice, denn wenn man in SS später gegen die Arenaleiter antritt, sind die lange nicht so schwächlich wie am Anfang. Das habe ich mich immer fragt - warum ist der erste Arenaleiter automatisch so schwach verglichen mit den anderen. In den Spielen muss es natürlich so sein, aber nicht jeder fängt am gleichen Ort seine Reise an und es kann auch nicht sein, dass die neuen Trainer gleich solche Megagegner haben, right? Mit deiner Idee der drei Teams löst du das imo geschickt und logisch. Well, well! Whatelse? Freue mich auf die neuen Charaktere, vielleicht schließt er sich ihnen ja sogar an? Wird bei Sinan wohl keine unbändige Euphorie auslösen, aber wir werden sehen. :D bzw. den Namen Kazuya scheinst du verworfen zu haben (schade ..)? Ist natürlich blöd, dass Sinan schon bei seinem ersten großen Kampf verliert, aber für die weitere Handlung vielleicht gar nicht schlecht? Bei der Erstfassung hattest du es ja komplett anders gelöst, auch mit seinem Startort .. Nun ja, bin gespannt wie es weiter geht!
  • Huhu Kanra. ^^

    Spoiler anzeigen
    Hehe, keine Angst, der Letzte der rumkitschen würde, wäre Silver. Und Sinan, aber Silver noch-noch weniger. Danke für deine Meinung. =)

    Hm naja, da ich auch Slice Of Life schreiben möchte, bin ich bei den Szenen ehrlich gesagt nicht so sehr am Nutzen orientiert. Ich persönlich habe eine Vorliebe für langsames Pacing, auch wenn ich das meinen Lesern zuliebe nicht immer durchdringen lassen möchte, aber hm, ich schreibe wohl eher intuitiv, was mir in den Sinn kommt.
    Die Frage ist nur, ob ich nun wirklich in der Neufassung ebenfalls jeden Arenakampf schreiben soll?

    Danke. :D Das dachte ich auch immer: was heißt hier Arenaleiter? Die Gör auf der nächsten Route hat Pokemon auf demselben Level. Oo" und da ich Hayato und andere Arenaleiter, für die ich schon einen Steckbrief geschrieben habe, liebgewonnen habe, wollte ich es ihm nicht antun, dass er als Arenaleiter ein Noob quasi wäre. XD
    Die Einzige, die keine drei Teams besitzt, ist Ibuki/Sandra(hieß die so? XD), da sie eben Drachen trainiert und man sagt, dass die Trainer die Drachen als letzte Hürde nehmen sollen. Aber das kommt noch. ^^ Und Ibukis Pokemon sind nicht zwangsläufig gefährlicher als beispielsweise Hayatos Mega-Tauboss.


    Danke für den Kommi ^^
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
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  • Vorwort
    Im nächsten Kapitel werdet ihr dann Silver sehen, aber vorerst wollte ich mal bei Sinan bleiben und dieses Kapitel fiel mir recht schwer.
    Ich denke, ihr wisst, dass ich eine detailgenaue Vorstellung von der Persönlichkeit meiner Charaktere habe. Die Frage ist für mich nur, ob ich sie so umsetzen kann, wie es will.
    Besonders die Rückblende (ich denke für euch ist es unangenehm > 1.000 Worte in kursiver Schrift zu lesen, deswegen die Jahreszahlen) habe ich versucht besonders sensibel zu behandeln.
    Ich hoffe, ich konnte seine Gefühle und Reaktionen auf dieses Traumata als Zwölf- fast Dreizehnjährigen gut beschreiben und weder zu kindlich noch zu erwachsen darstellen. Er soll (vor der Wende) eine gute Balance aus Emotionalität und Rationalität an den Tag legen, weil ich mir Sinan genauso vorstelle, und besonders das Ende hoffe ich, gut getroffen zu haben. Er sollte, wenn's gut läuft, Angst haben, aber sie mit Mut überwinden. Ach, und wenn ich ihm was antu, bin ich selbst durch den Wind. ;_;
    Aber mich würde natürlich auch interessieren, was ihr zum Anfang und Mittelteil zu sagen habt. Ich freue mich auf eure Kritiken ;)


    Kapitel 2: Meine Dämonen

    Kapitel 2: Meine Dämonen

    Nach dem Kampf waren Hayato und dessen Freunde ins Pokecenter mitgekommen und verzogen sich an einen kleinen, runden Couchtisch in einer Ecke des Aufenthaltsraums. Ehe sich Sinan versah, saß er in der Mitte und wurde von allen Seiten eingeengt, sodass er am liebsten nach Freiraum geschrien hätte. Neben ihm lagerten alle ihre Jacken und Taschen ab, sodass ihm ein Haufen Stoff den übrigen Platz raubte.
    Während Hayato auf seine geheilten Pokemon wartete, entwickelte sich ein ausgelassenes Gespräch. Sinan versuchte mitzulachen und die Insider der Clique nachzuvollziehen. Mit einem jungen Mann sprach der Arenaleiter sogar kurz über ihre gemeinsame Volksschulzeit.
    Da Sinan so rasch wie möglich Anschluss finden wollte – sich Freunde zu machen konnte nicht schwierig sein, früher war es selbstverständlich für ihn gewesen –, ließ er sich auf die anderen ein und erbaute sich ein Lügengerüst, das ihm annehmbar erschien. Auf der anderen Seite, kratzte es jedes Mal, wenn er Hayato ansah, an seinem Stolz den Arenakampf verloren zu haben. Sonst hätte er gegen seinen Schrank oder eine Mülltonne getreten, um seiner Wut Luft zu machen, am liebsten geschrien.
    All das ließ er sein und sah sich stattdessen die Speisekarte durch. Neben den johtonischen Gerichten, bot man im Center auch stets etwas Westliches an. Dies war jedoch teurer, sodass sich Sinan oft mit Fisch in allen Variationen abgab. Die Johtoner hatten doch einen Vogel. Den hatten sie hier sogar tatsächlich.
    Die Bedienung des Centers schien Hayato bereits bestens zu kennen und wusste, dass er einen Grüntee bestellen würde, sowie dass Jenny und Tai einen Milchkaffee tranken. Sinan schloss sich lieber der Kaffeefraktion an. Extrastark, aus reinem Frust nach einem verlorenen Arenakampf. Der bittere Geschmack der Niederlage... nein, die Wortwitze wurden nicht besser.
    „Woher kommst du und wie bist darauf gekommen in Johto zu reisen? Warum nicht Kanto?“, wandte sich Tai ihm zu. Der junge Mann saß mit überschlagenen Beinen da, wie es meistens Frauen taten. Dieses Detail konnte Sinan nicht übersehen. Seine Kleidung war beinahe feminin. Der Schal eher ein Tuch, der Pullover zu fein und wie für ein Mädchen geschnitten. Seltsamerweise störte sich Sinan an keinem dieser Details. Könnte auch daran liegen, dass sein Blick an diesen blauen Augen haftete und das meiste drumherum ausblendete. „Also, Kanto ist eindeutig besser“, sagte Tai und quittierte die tadelnden Blicke der anderen mit einem Lächeln. „Was denn? Ich bin halt aus Orania, das muss ich sagen.“
    „Ich komm aus Phenac“, sagte er in seiner freundlichsten Tonlage. „Irgendwo muss meine strahlende Trainerkarriere ja anfangen.“
    „Darf ich etwas fragen, strahlender Champ?“ Nebenbei nahm er ein Sushi mit den Stäbchen auf und tunkte es in Sojasauce. Dieser Fischgestank! Als er Sinan eines anbot, konnte er nicht ablehnen. Essen war Essen, hatte er auf der Straße gelernt.
    Sein Magen zog sich zusammen. „Aber sicher.“
    „Ist deine Familie von den Tumulten von letztens betroffen?“ Sie kannten sich kaum, aber Tai klang seiner Meinung nach ehrlich besorgt.
    „Wir wohnen in einem Randbezirk. Ich will nicht sagen, dass es ein Reichenviertel ist. Vielleicht Mittelschicht. Es geht ihnen gut, bis dahin kamen die Aufstände bisher nicht.“ Woher sollte er wissen, ob dem tatsächlich so war? Die Worte waren wie ein Kloß in seinem Hals und die Berichte, die er letztens im Fernsehen gesehen hatte, mochte er schnellstmöglich aus seinem Gedächtnis löschen. Nein, er wollte nach Hause fliegen, sich mit aller Macht, die er nicht besaß, schützend vor seine geliebte Heimatstadt stellen und seinen Onkel in die Arme schließen. Wenn es ihm möglich gewesen wäre, wäre er sehr gerne bei ihm geblieben. Wäre ihm, seinen Cousinen und Cousins ebenfalls etwas zugestoßen und angetan worden, hätte sich Sinan dies nie verziehen. Für seine noch lebende Familie hoffte er inständig, dass sie von allen Tumulten verschont blieben.
    „Fang doch nicht mit so einem Thema an“, tadelte Jenny ihren Kumpel. „Aber es ist gut zu hören, dass es ihnen gut geht. Hoffentlich bleibt das auch so. Du, Sinan, vergiss nicht, dass du morgen mit uns fortgehst. Du bist doch sechzehn?“
    „Sicher“, log er. Na, da kam Freude auf. Laute Dancepopmusik und besoffene Teenager. Sein ruhiges, einsames Zimmer vermisste er immer mehr. Es rief von oben regelrecht nach ihm und riet es solange nicht mehr zu verlassen, bis sich alle, die ihn in eine Disko schleppen wollten, verzogen hatten.
    „Gut, du wirst die Disko nicht kennen, in die wir gehen. Treffen wir uns um elf hier unten?“
    Ein Nicken. Nein. Nein, eigentlich nicht. Er würde sich dort oben verbarrikadieren. Bereits der Gedanke an solche Nachtclubs nervte. Das Gute an ihnen war, dass man die besoffenen Teenager leicht bestehlen konnte. Die waren unvorsichtig.
    „Und du reist alleine?“ Sie zwinkerte. „Das muss nicht sein.“
    „Vielleicht begleitet dich ein Mädel nicht nur auf deine Reise, sondern auch ins Zimmer“, stieg Hayato auf den Spaß ein, der ihre Anspielung sofort verstand.
    Am Tisch erschallte Gelächter.
    Grinsend schüttelte Sinan den Kopf und sagte, sobald er endlich die Sprache wiedergefunden hatte und ihm ein Licht aufgegangen war, dass sie alle spinnen würden.
    Sinan kannte es nur von den anderen Straßenkindern, dass Mädchen ebenfalls versaute Witze rissen, erst recht taten es die anderen nicht in der Anwesenheit des anderen Geschlechts. Als Kind hatte er von seinem Vater gelernt, welche Späße man in der Gegenwart einer Dame vermied, um sie nicht zu blamieren. In Isshu und auch Johto, und war es noch so traditionsvernarrt, schienen die Menschen wohl anders zu denken. Zumindest einige.

    Die anderen Jugendlichen in der Cafeteria sahen die Gruppe verstohlen an. Erst dachte Sinan, dass die Clique zu laut lachen würde, dann bemerkte er, wie drei junge Mädchen Hayato mit ihren Blicken fixierten, tuschelten und ihm auf sicheren Abstand folgten.
    Jenny bedachten sie ebenfalls mit Blicken – feindlich und eifersüchtig, am liebsten hätten sie die Freundin des Arenaleiters wohl tot gesehen. Sinan tippte sie an und deutete in die Richtung der Mädchen. „Irgendeine Gör‘ hat mich auch mal Schlampe genannt. Wenn ich die alle beachten würde, hätte ich viel in meinem Leben zu tun.“ Im Gegensatz zu ihren gleichgültigen Worten, sah sie prüfend an sich herab, zupfte den Rock zurecht, glättete die Strumpfhose und schnippte nervös über ihren Kunstnagel. Wortlos legte ihr Freund einen Arm um ihre Schulter.
    Das zweite Mädchen in der Runde sagte, man sollte diesen ‚pubertären Zicken‘ keine Beachtung schenken und erzählte ihm, wie sehr ihm Johto noch gefallen würde. Ein junger Mann stimmte ihr zu. Als sie sich vorhin in der Arena vorgestellt hatten, war Sinan mit den Gedanken anderorts gewesen und nun kannte er sie bereits einige Stunden, zu lange, um sie nochmals nach dem Namen fragen.
    Er verabschiedete sich bereits um zehn Uhr abends von der Gruppe – zu früh, wie alle anmerkten –, um Zeit für sich zu finden. Die Bedürfnisse nach Einsamkeit und Gesellschaft bekriegten einander wie Feuer und Wasser, ohne dass er diese ewige Zerrissenheit wieder zu einem Ganzen zusammenfügen konnte.
    „Warte“, rief Hayato ihm nach. „Du findest nie einen besseren Mentor als mich und ich darf nur alle zwei Jahre einen neuen ‚Schützling‘ nehmen. Theoretisch. Der Letzte hat das Training abgebrochen.“
    Jenny stieß ihn spaßhaft an und nannte ihn selbstverliebt.
    Verdammt, die Sache hatte Sinan vergessen oder auch verdrängt, um sich nicht mit dem eigenen Zwiespalt auseinandersetzen zu müssen.
    Man sah ihn an, als gäbe es nur die einzige, richtige Antwort.
    „Sicher werd‘ ich einen Besseren finden, die warten alle nur auf mich“, erwiderte er spöttisch und wollte sich sogleich an den Kopf greifen. Wie konnte ihm nur ein solcher Spruch in einer wichtigen Angelegenheit entkommen? Er ist immer noch ein Arenaleiter und befreundet seid ihr noch lange nicht. „Tut mir leid, war nicht so gemeint.“
    „Was tut dir leid? Ich weiß, dass du das nicht ernst meinst.“
    „Nicht, dass du gerade einen Arenakampf verloren hättest oder so.“ Der junge Mann, dessen Namen er nicht kannte, lachte und Sinan wollte kontern, beließ es aber dabei ihm einen kumpelhaften Knuff zu geben. Wer wegen jedem Scherz angerührt war, war verletzlich, selbst wenn es um seinen Stolz ging, und ein verletzlicher Junge war ein Weichei. Etwas, das er nicht sein wollte.
    „Also was ist nun?“
    „Sehr gerne“, sagte er und der Arenaleiter gab ihm einen erfreuten Händedruck.
    Hayatos Argument konnte er nichts entgegensetzen. Eine Ehre, das war der einzige Gedanke, der schlussendlich zählte. „Danke. Ich weiß, wie viel das Angebot bedeutet.“ Diese Chance konnte er sich nicht entgehen lassen. Lehnte er ab, würde er sich im Nachhinein noch über seine eigene Dummheit und Unzulänglichkeit ärgern.
    „Wenn du jetzt auch noch wie dein Vorgänger anfängst mich Sensei zu nennen, überleg’s ich mir nochmal. Anders warst du mir lieber.“ Er hob die Augenbrauen und erwartete seine Reaktion.
    „Sensei? Was genau bedeutet das?“
    „Ich würde es nun ja… mit Meister oder Lehrer übersetzen. Zum Glück kennst du das Wort nicht.“ Das schien eine pure Erleichterung für ihn zu sein, verriet ein Seitenblick von ihm, während er sich eine Haarsträhne, die ihm in die Augen fiel, zurückstrich. „Bis morgen Abend. Gute Nacht.“
    Sofort erwiderte Sinan und war froh seine innere Beklommenheit verbergen zu können. Ein Jahr, oder eineinhalb, war es her gewesen, dass jemand den Straßenjungen für Wert genug befand ihm diese Höflichkeit entgegenzubringen und ihm eine gute Nacht zu wünschen.
    Das waren alberne Gedanken. In diesem Raum wusste niemand davon und es handelte sich um nichts weiter als eine allgemeine Floskel.

    Danach holte er seine Pokemon von der Rezeption ab und ging die Treppen hoch.
    Im Spiegel sah ihn voller Stolz derjenige an, der es Wert war einen Arenaleiter als Mentoren zu erhalten; der etwas wert war. Das war Grund genug, um seine Zweifel wegzuschließen. Er kam zwar alleine zurecht und es war wahr, eigentlich bräuchte er niemanden auf dieser Welt. Doch die Tipps, die er im Training mit einem Arenaleiter bekäme, könnten unersetzlich für ihn werden. Und der Kumpel, den er bekäme, der erst recht. Unsinn, er kannte Hayato kaum. Sympathisch war er ihm hingegen schon.
    „Snobilikat, komm raus.“
    Die Katze schüttelte sich, als sie aus dem Ball befreit wurde und ließ ihm grimmige Blicke zukommen. Selbst wenn er bloß die Hand nach ihr ausstreckte, fauchte sie und verzog sich auf ihren Platz.
    „Ich find so ‘ne Niederlage auch scheiße!“
    Sie zeigte Sinan ihr mit messerscharfen Zähnen bestücktes Maul und brummte kehlig.
    „Ja richtig, du mich auch.“ Glücklicherweise sah ihm keiner dabei zu, wie er sich mit einem Tier stritt. „Dein Futter, hier.“ Er entließ sein Team, füllte drei Schalen voll und stellte sie in ihre Nähe. Erst wollte er abweisend klingen, aber ihre sensiblen Sinne nahmen bestimmt den entschuldigenden Unterton wahr. Das fehlte ihm noch zu seinem Glück. Wenn er Schwäche zeigte, nahmen ihn seine Pokemon nicht mehr ernst.
    Wie jeden Abend verteidigte Snobilikat ihr Anrecht als Erste aus der Futterschüssel zu fressen. Ef-Em und Tragosso waren zu schüchtern, um sie jemals herauszufordern. Kramurx stibitzte ein Filet und verzog sich mit einem belustigen Krächzen auf einen Kasten. Bloß Sniebel hatte sie einmal herausgefordert. Doch heute schien ihm nicht nach Fressen zu Mute zu sein.

    Ohne seinem Team weitere Beachtung zu schenken, ging er ins Bad und stieg unter eine kalte Dusche. Er wollte trotz all der Bequemlichkeiten nicht verweichlichen, wollte all das, was er sich in eineinhalb Jahren auf der Straße, angeeignet hatte, nicht verlieren. Wenn er die täglichen Mahlzeiten, das Bett mit den weichen Laken, die Dusche und all den Komfort nicht verlieren wollte, musste er den nächsten Arenakampf gewinnen. Und er würde dafür kämpfen. Er musste, sonst hatte er den Luxus nicht verdient.
    Das Center war rund ums Jahr mit Jugendlichen gefüllt, deren Eltern aus der Mittel- oder Oberschicht monatliche, teilweise horrende Beiträge dafür bezahlten, dass sie etwas von der Welt sehen und Kämpfe bestreiten durften. Er wollte das auch.
    Vor drei Monaten hatte er Schwester Joy – die nannten sich allesamt gleich und färbten sich das Haar rosa – glaubhaft gemacht, dass es Probleme mit den Behörden und seinem Aufenthaltstitel gäbe. Erstaunlich welche Geschichten die Menschen einem Jugendlichen abkauften, der mit einem entschuldigenden Lächeln auf den Lippen und in den längst nicht mehr zerfledderten Klamotten eines Straßenjungen auftrat. Saubere, ordentliche Kleidung war wichtig, um ihm seine Flunkereien abzunehmen. Mit den Worten „Hören Sie mal, mein Vater ist Arzt und meine Mutter Lehrerin, haben Sie geglaubt, ich wäre illegal hier? Erkundigen Sie sich bei mir daheim“ und einem Lächeln, mit dem er seine Nervosität kaschierte, hatte er jedes Misstrauen aus der Welt geschafft. Das würde nicht funktionieren, hatte er resigniert angenommen. Joy würde sich bestimmt beim zuständigen Amt erkundigen. Nun wäre es zu Ende.
    Sie tat es nicht. Wer ein solch blindes Vertrauen in fremde Menschen setzte, musste grundgut sein.
    So entschloss er ab sofort all den Joys, für den Fall, dass sie miteinander in Kontakt standen, dieselbe Geschichte aufzutischen und ging unter der eiskalten, prasselnden Tropfen die Details seiner Lüge noch einmal durch. Dabei waren die Krankenschwestern gute Menschen, die seinen Schwindel nicht verdienten; die hart arbeiteten und die Pokemon der Jugendlichen gesund pflegten. Außerdem war es riskant, sagte er sich, mit einem einzigen Anruf könnte man es einleiten, dass man ihn aus Johto abschob. Irgendwann würde ihm jemand ein Bein stellen.
    Das Essen, das Bett, die Dusche, die Trainingsmöglichkeiten in den Turnhallen waren es Wert – er kannte keine Alternative. Jeder, der Pokemon besaß und dessen Eltern monatliche Beiträge einzahlten, durfte in einem Pokecenter wohnen. Das Monatsende nahte und Sinan wusste nicht, woher er den Betrag nehmen sollte. Der Sieg über Hayato hätte etwa zwei Mieten hereingebracht, besonders bei seinem zweitstärksten Team. Was sollte er bloß tun?
    Mit diesem Gedanken stieg er aus der Dusche, sah plötzlich nur noch einen Verlierer im Spiegel.
    Während er sich die Zähne putzte, dankbar darüber, dass man den Jugendlichen stets einige Zahnbürsten in den Allibert legte, überlegte er fieberhaft, wie er das nötige Geld verdienen sollte. Mit der Gewissheit, es stehlen zu müssen, ging er zu Bett.
    Snobilikat vergaß die Auseinandersetzung und sprang auf sein Bett. Darüber, dass sie zu groß geworden war, um bei ihm schlafen zu können, wollte er sich nicht beschweren. Stattdessen legte er den Kopf auf ihren Brustkorb und horchte dem rhythmischen Schnurren.

    Als er bemerkte, dass er sich in einem Traum befand, der ihn beinahe jeden Abend heimsuchte, um ihn an das Vergangene zu erinnern, nahm er den Umstand mit Resignation auf. Blut erwartete ihn, Bilder, die ihm zu oft in seine Träume folgten, wenn der Tag nichts mehr hergab und sein Körper ihn zur Ruhe zwang. Immer und immer folgten ihm seine Dämonen. Oft mehrere Nächte hintereinander. Seine Psyche hatte rasch einen Verdrängungsprozess gelernt, wie es sein Onkel, der Psychiater, bezeichnet hätte, und wollte mit Resignation reagieren, wollte Gefühle wegschließen. Sie konnte es nicht.
    Erst nahm er die strahlende Sonne wahr – wärmende Strahlen, die ihm in Erinnerung geblieben waren.
    Sein zwölfjähriges Ich spielte mit seinen Schulkameraden Fußball und er wollte diese Erinnerungen willkommen heißen. Er hatte diese Abschnitte seines Lebens fast vergessen, obwohl es vorwiegend die Schönen sein sollten, die er im Gedächtnis behielt.


    - später Sommer 2010 -

    Eigentlich hätte er schon längst zu Hause sein müssen, doch er wollte sich vor dem Lernen drücken, sowie er es oft nach der Schule tat. Viel lieber hingen seine Kumpels und er auf ‚ihrem‘ Fußballplatz ab, hetzten einem Ball hinterher und genossen die Freiheit, die man den Kindern zugestand. Von Jahr zu Jahr wurde sie rarer. Er konnte ihr dabei zusehen, wie sie feinem Sand gleich durch seine Finger rann und sich verflüchtigte.
    Daheim würde ihn eine Moralpredigt erwarten, die sich bestimmt gewaschen hatte. Mama würde ihm wieder einen dieser übertriebenen, dramatisierten Vorträge darüber halten, wie sehr sie sich um ihn gesorgt hatte, da er nicht rechtzeitig heimkam und auch nicht ans Handy ging. Pah, zuerst sperrten sie ihm das Internet auf dem Smartphone und dann verlangten sie, dass er das Teil überhaupt noch beachtete?
    Letztes Mal war Mama so verzweifelt gewesen, da hatte sie sich selbst auf die Suche nach ihm gemacht und beinahe geweint, als sie ihn endlich in die Arme schließen konnte. Das gab ihm einen Stich in der Brustgegend. Vielleicht sollte er sie anrufen?
    „Hey, träumst du?“, rief ein Teamkollege.
    Sinan vergaß seine Gedanken und nahm den Ball aus der Luft an. Geschickt ließ er ihn an seiner Brust abprallen – das übte er bereits, seitdem er sechs oder sieben Jahre alt war –, legte den Fuß leicht auf und ließ ihn zur Seite rollen. Einige Zentimeter, die ausreichten, um den Ball in seinem Team zu halten. Karim schlitterte an ihm vorbei, verlor das Gleichgewicht und fiel in den Sand, was Sinan mit leichtem Spott kommentierte. Sein bester Freund war nie beleidigt, sondern stichelte zurück.
    Sinan kickte den Ball zu seinen Teamkollegen und rannte ihm hinterher. Von der Finte überrumpelt, hetzte das gegnerische Team zu ihrem Tor, um es zu schützen. Die Kieselsteine und Stöcke, die sie vor einiger Zeit als Torlinie ausgelegt hatten, befanden sich auf ihrem Platz. Die gewöhnlichen Fußballplätze waren zu überfüllt, das hier war ihr geheimer Ort.
    Außer Atem, aber voller Adrenalin – das Wort kannte er von seinem Vater –, stürmte Sinan vor und rief, dass er freistehe. Er nahm den Pass entgegen, drehte sich nochmals mit dem Ball um Karim, der ihm mit seiner Beharrlichkeit nun wirklich lästig wurde, abzuhängen, visierte den Ball an und schoss. In einem nahezu perfekten Bogen flog er auf das Tor zu und für einen Moment, als er dachte einen Punkt erzielen zu können, schlug Sinans Herz schneller. Seine gesamten Erwartungen fielen mit einem Schlag von ihm ab, denn der Ball kam nur wenige Millimeter von den Kieselsteinchen entfernt auf und rollte am Tor vorbei.
    Sein Team fluchte und warf aus Wut die Hände in die Luft. „Stellt euch wieder auf“, sagte er in demselben Tonfall, den er aus dem Fernsehen vom Stürmer seiner Lieblingsmannschaft kannte. Ein Teamcaptain musste seine Enttäuschung verbergen.
    Der Lauteste unter seinen Konkurrenten rief den anderen zu, auf welche Plätze sie sich zu begeben hatten.
    Damit seine Stimme nicht im Trubel unterging, übertönte Sinan ihn und stellte sein eigenes Team auf. Weshalb ihm keiner widersprach, wusste er nicht. Er setzte sich immer gegen die anderen durch – nur gegen seine Schwester nicht, die ihren Eltern jeden kleinen Knuff petzte und mit ihrem Fukanoblick auch noch gewann, nur weil sie ein Mädchen war!
    Außerdem war Sinan der Mutigste und der Frechste aus seiner Klasse. Deshalb wollte er gar nicht erst an den nächsten Elternsprechtag denken. Das Schlimmste daran war, dass ihn Mama und Papa allzu gut kannten und ihm die Farce des Unschuldsengels nicht abnahmen. Dieses Mal trug er keine Schuld. Ehrlich nicht! Ein paar Jungs hatten Amina gepiesackt und als guter, großer Bruder, der er war - zugegeben, wenn er nicht eben selbst zu beschäftigt damit war seine Schwester zu ärgern -, hatte er natürlich eingegriffen.
    Als sich die Jungs wieder auf den Ball stürzen wollten, läutete bei den Bänken ein Handy, mitten in dem Haufen aus Schultaschen.
    Karim seufzte entnervt. „Wie spät ist es?“
    „Fünf“, sagte der Junge aus der Nebenklasse. Es war der, den Sinan manchmal zu lange ansah. Bis vor einem Jahrzehnt gab es dafür sogar Gefängnisstrafen und so mancher setzte sich für die Wiedereinführung des Gesetzes ein. Das wusste er von daheim, denn seine Eltern entsetzten sich über diese Leute und ihre Fassungslosigkeit gab ihm Geborgenheit.
    „Fünf?“, rief sein bester Freund. „Scheiße, Papa hat gemeint, ich muss um vier zuhause sein, weil wir Besuch kriegen.“
    „Voll bescheuert, jetzt müssen wir aufhören.“
    „Ich muss aber auch heim. Morgen machen wir bei zwei – zwei weiter.“ Enttäuscht, dass er nicht den letzten Punkt für sein Team holen konnte, nahm Sinan seinen Ball und ging er als Erster zu den Bänken. „Gibst du mir mal dein Wasser? Meins ist leer.“ Fordernd streckte er die Hand nach Karim aus.
    Sein Freund, dessen Gesicht ihm so vertraut war, als wäre er sein Bruder, nahm selbst einen tiefen Schluck und reichte ihm seine Flasche, die noch großzügig gefüllt war. Gierig ließ Sinan das kühle Wasser die Kehle hinabrinnen und benässte mit dem Rest Karims sowie sein eigenes, verschwitztes Haar.
    Die Hitze waren sie gewöhnt, die Sonne brannte bereits Zeit ihres Lebens auf ihrer Haut. Einmal hatte seine Familie im Dezember Urlaub in Johto gemacht, damit die Kinder andere Kulturen und eine 'andere Welt‘ kennenlernten. Dort war es abartig kalt gewesen, auch wenn die Straßenbeleuchtung und der Schnee die Kinderaugen in Staunen versetzt hatten.
    „Hey Kumpel, bis morgen.“ Karim umfasste seine Hand und zog ihn mit dem Unterarm an sich, sowie sie es von ihren Vätern kannten.
    Sinan verabschiedete sich von seiner Clique, packte seine Sachen und lief heim. Ob es auf seinem Handy Anrufe gab, wollte er gar nicht erst überprüfen.

    Die Häuser der Wohlhabenden befanden sich in einem Außenbezirk auf einem leicht abfallenden Hügel.
    Ihres war zweistöckig, wenn man den Aufenthaltsraum in den Kellerräumen nicht dazuzählte, und besaß einen Vorgarten mit einem kleinen Pool. Dass er klein wäre behauptete die Familie, um bescheiden zu wirken, doch das war er nicht. Sinan jedoch war das Schwimmbecken gleichgültig, da er das Wasser mied wie ein Mauzi.
    Er kramte gut gelaunt nach seinen Schlüsseln. Die Aussicht auf eine Schimpftriade á la Mama und Papa war bei seinen Eltern niemals furchterregend, nur ab und an ziemlich nervtötend. Er war ungehorsam. Vorlaut, blablabla. Dickköpfig. Stritt er dann mit ihnen, wurde er gleich als temperamentvoll und jähzornig betitelt. Langweilig, das kannte er alles. Also nichts, was ihm ein gutes Fußballspiel beim nächsten Mal vermiesen oder ihn sogar dazu bewegen würde zu folgen, Arceus bewahre. Schließlich liebten sie ihn ohne Wenn und Aber. Er hoffte nur, dass Mama nicht wieder wegen ihm wie das eine Mal, als sie nach ihm gesucht hatte, weinte. Heute war es glücklicherweise noch nicht so spät.

    Da bemerkte er, dass jemand das Gartentor nicht abgeschlossen hatte. Ein mulmiges Gefühl legte sich in seine Bauchgegend und er entschied sich es zu ignorieren. So etwas kam vor. Misstrauisch, er konnte das Zwicken im Bauch nicht von sich fernhalten, sah er bei der Veranda hinein und erwartete die Silhouetten seiner Familie, erkannte jedoch niemanden.
    Als er die Eingangstüre betrat, griff eine eiserne Hand nach seinem Herzen und hielt es wie in einem Schraubstock gefangen. Sinan lugte durch den geöffneten Spalt. Normalerweise drang ein Gespräch zu ihm hindurch oder der Duft einer Speise hieß ihn willkommen. Stille. Er schluckte. Was bedeutete das schon? Intuitiv wollte er flüchten, wusste nicht weshalb. Das Schweigen kam ihm wie ein Dämon vor. Einige Stunden zu spät kam er öfter heim und für gewöhnlich empfing ihn bereits an der Schwelle die Meckerei eines Elternteils, nicht die Stille.
    Der erste Schritt, der Zweite. „Mama?“ Er hörte sich lächerlich an. Wie ein kleines Kind, das nachts aus einem schlechten Traum erwachte. Lautlos legte er seine Tasche ab und näherte sich dem Wohnzimmer. Durch den Spalt drang kein Geräusch zu ihm hindurch. Der Fernseher flackerte nicht und war stumm. Flüchtig blickte Sinan über seine Schulter zurück und in ihm kam das Bedürfnis auf das angelehnte Gartentor zu schließen. Nein, wegrennen. Drei Straßen weiter wohnte sein Onkel. Feigling.
    Seine Hand lag auf dem Lichtschalter, doch eine Blockade in ihm weigerte sich diesen zu betätigen. Stattdessen ruhte die Finger auf dem massiven Holz der Tür und trauten sich nicht sie weiter zu öffnen. Was war bloß los mit ihm? Erst als er sich selbst dazu überredete, betrat er wie ein Kitz, das im nächsten Augenblick von Magnayen gerissen werden konnte, das Zimmer.
    Sinan zuckte zusammen, als er auf eine Glasscherbe trat. Sie klirrte unter seinem Fuß und durchbrach die Totenstille. Als er geräuschvoll ausatmete, zog er die Schultern ein und verspannte sich. Die irrationale Befürchtung eine wilde Bestie oder einen Mörder aus dem Versteck hervorzulocken, hielt ihn zu eng umschlungen, als dass er sich aus dem Griff befreien konnte.
    Ein Lampenschirm war umgerissen und lag auf dem Teppich. Die Glühbirne lag in Scherben zu seinen Füßen. Er sah genauer hin und ihm wurde übel. Einer der Splitter spiegelte sich im einfallenden Licht des Fensters in einem transparenten, hellen Rot. Das Blut durchzog in regelmäßig herabgefallenen Tropfen den Boden.
    Die Gedanken rasten zu abertausenden durch seinen Kopf und suchten immerzu nach einer rationalen Erklärung. Amina, ja bestimmt, so musste es geschehen sein: Sie hatte im Wohnzimmer gespielt und sich an der Lampe geschnitten. Lüge. Er sah die verschobene Couch, sah den umgekippten Tisch. Lüge. Der panische Ruf nach seinen Eltern blieb ihm in der Kehle stecken. Erneut versuchte er es und brachte ein Flüstern zustande. Sie kamen nicht. Sie kamen einfach nicht. Keine Schritte auf den Treppen, die zu ihm herabeilten, um ihn zu beruhigen. Was war mit ihnen geschehen?
    Er sah seine schmutzigen Finger an und wischte sie angeekelt in sein Hemd hinein. Das Bild vor ihm verschwamm und er spürte wie Tränen auf seiner Wange brannten. Angsterfüllt drehte er sich um seine eigene Achse und stellte sicher, dass sich dieses Etwas nicht im selben Raum wie er befand. Es sprang nicht aus seinem Hinterhalt hervor und dennoch besaß es eine immense Macht über ihn. Die Furcht streckte ihre unsichtbaren Krallen aus und hielt sein Herz und seine Lungen umklammert. Sinans Körper wehrte sich gegen diese Dämonin derartig stark, dass er seinen Puls an der Halsschlagader spüren konnte.
    Amina. Er musste seine Schwester beschützen, er musste sie aus ihrem Zimmer holen. Auf der ersten Stufe hielt er inne. Wer oder was Sinan begegnen mochte, er war wehrlos.
    Er wollte laufen. Rennen. Hetzen. Stattdessen schlich er in die Küche, beinahe geduckt und lauschte sekundenlang der Stille, horchte nach den Sekunden, die sich anfühlten, als wären sie Minuten und den Minuten, die wie Stunden dahinkrochen.
    Die Tür knarrte und die Scharniere stöhnten, sodass er die nötige Courage fassen musste, um die Küche zu betreten. Er sah sich nicht um, hatte zu große Angst erneut ein Chaos zu erblicken, das ihm eine vage Vorstellung von den schrecklichen Ereignissen gab.
    Entschlossen öffnete er die Bestecklade und griff nach jenem Messer, das er am besten zu führen glaubte. Er war der älteste Sohn der Familie und es war seine Pflicht sie gegen jenes Monster zu verteidigen, das sein Wohnzimmer mit Blut besudelte. Du bist kein kleines Kind. Schrei nicht nach deiner Mama, beschütz sie.
    Bevor der gewonnene Mut dahinschwand, eilte er in das obere Stockwerk. Es lag in einer zwielichtigen Düsternis vor ihm. Sein Zimmer, in dem er sich sonst vor allem auf dieser Welt sicher glaubte, erwartete ihn mit Ungewissheit.
    Er hielt das Messer vor sich und betrat zuerst Aminas eigenen Raum. Mit ungeschickter Hand, die nur von seiner Vernunft geleitet wurde, schaltete er das Licht an. Erst danach sah er auf.

    Mit einem Schlag wurde alles in ihm taub; jedes Gefühl erstickte in diesem Gestank und starb bei diesem Anblick. Blut. Überall Blut. Es roch danach, es ließ ihn würgen, es breitete sich als roter Teppich auf dem Boden aus.
    Plötzlich wich alle Wärme aus ihm. Das Messer fiel, klirrte, ließ ihn hochschrecken und gegen eine Wand taumeln.
    Seine Mutter lag auf dem Boden, als schliefe sie. Allerdings war der Stoff verrutscht, ihr sonst verdecktes, dunkelbraunes Haar frei. Das Gewand war mit der gleichen, scheußlich dunkelroten Farbe durchtränkt wie der Teppich, auf dem sie schlief.
    Es zerrann auf dem Fußboden.
    In ihren Armen hielt sie einen zierlichen Körper. Seine süße, kleine Amina.
    Zu seinem Vater wollte er nicht hinüberblicken, ertrug es nicht.
    Zärtlich wollte er das Haar und das Gewand seiner Mutter berühren, es zurechtstreichen. Ihr die verlorene Würde zurückgeben und sie wachrütteln. Sanft sagen, dass sie in ein Krankenhaus müsse, dass sie alle gesund werden würden, genesen müssten und bald wieder heimgehen könnten. Es würde werden wie früher. Nichts veränderte sich. Sinan weigerte sich zu verstehen, weigerte sich vehement den Anblick als wahr anzuerkennen. Wenn er doch nur geduldig das Ende dieses Albtraums erwarten könnte. Er würde ihnen in die Arme fallen und hundert Mal beteuern, dass er seine Familie liebte, würde nun keinen Ärger mehr bereiten und bis an sein Lebensende auf seine Schwester Acht geben.
    Seine Unterlippe bebte und die Arme zitterten unkontrolliert.
    Er wollte schreien. Weinen. Schluchzen. Hilfe holen und sei es Arceus göttlicher Beistand.
    Er blieb stumm.
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
    AMVs

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  • Extrapost
    ... oder so. ^^

    Ich hab lange damit gehaddert, aber ich hab mir überleg, ob ich Diebesgut umbenennen soll, da der Titel jetzt zwar noch zutreffend ist, aber in weiteren Teilen nicht mehr gar so sehr - oder gar nicht. ^^" Arbeitstitel sozusagen wäre etwas in die Richtung Legenden, aber ich habe mich darauf nicht festgesetzt. Ich weiß, dass Diebesgut eine Art "Markenzeichen" für die Story ist, aber es soll halt auch passen...
    Da manche vielleicht noch Hoenn Legenden kennen, dachte ich an Johto Legenden, weil... es ist offensichtlich, oder? XD Aber ich weiß nicht, wie ihr dazu steht. Außerdem kommt Sinan aus Orre und hm~
    Daher wollte ich meine Leser auch darüber über Rückmeldungen bitten. =)

    Dann habe ich noch etwas. Ich schreibe immer ausführlichere Steckbriefe, die ich im Startpost auf wenige Sätze kürze. Vor einigen Tagen und heute habe ich Neue geschrieben und mir gedacht: Warum nicht einfach für diejenigen, die es interessiert, uploaden? Für die Schublade oder den Ordner schreiben ist ja fad. ;)
    Kann vielleicht Spoiler enthalten, Kleine, die Größeren setze ich in Tags - ich bin gespannt, was ihr von meiner Ausarbeitung denkt. Hier kommen erstmal zwei Arenaleiter und Jennifer.
    Bei den Canon Charakteren, bei Matsuba und Hayato, hat es mir viel Spaß gemacht imo wenige Informationen aus Spielen und Manga zu nehmen, zu vermischen und so weiterzuentwickeln, wie ich die Personen sehen würde. =D
    Hm ja, sonst noch was? ... Yoko und Jennifer sind natürlich OCs. (und da ihr Name hier nur fällt, sie aber noch keinen Steckbrief hat: Mikan ist Jasmin)
    Würde mich über Rückmeldungen wie ihr über die Titeländerungen und die Charakterisierungen denkt sehr freuen. ^^ (Dazu muss ich sagen, dass ich einige Tippfehler gefunden und ausgebessert habe, der Schreibstil ist jetzt nicht der Hammer, weil ich die Steckbriefe ja erst nur für mich schrieb und daher in etwas "besserer" Umgangssprache. ^^")
    PS: Ihr wisst, wie immer, Bilder nicht von mir, von fremden Künstlern und like that.

    Ausgearbeitete Charaktersteckbriefe


    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
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  • Boah, endlich komme ich mal zu einem Kommentar -.-

    Wie ich sehe, hast du die FF jetzt tatsächlich umbenannt. Letztendlich wäre mir persönlich das ziemlich gleichgültig gewesen, aber wenn man berücksichtigt, ,was du mit deinem Neuanlauf offenbar zu verändern gedenkst, macht es schon Sinn. Der Kernpunkt von Diebesgut waren das Dasein sowie der Überlebenskampf eines Straßenjungen und die Aufrechterhaltung neu gewonnener Freundschaften. Recht Slice of Life mäßig also. Wenn das in den Hintergrund rückt, ist es nicht mehr "Diebesgut".

    Mit dem Arenakampf sowie seinem Ausgang hast du mich sehr überrascht. Das Match selbst war eher der Offenlegung der Persönlichkeiten beider Trainer gewidmet, hatte ich den Eindruck. Auch deren Pokémon, primär wohl Sinans, wie ich merkte und was mir gut gefiel. Aber etwas merkwürdig war es schon. Fast kam es mir beim Lesen vor, als sei der Kampf gar nicht der richtige Mittelpunkt des Kapitels und zu viel Mühe habe ich in seinem Verlauf auch nicht erkennen können. Egal, der Wendepunkt war ja, dass Hayato Sinan nun unter seine Fittiche nehmen will. Eine sehr interessante Idee, die viel Zeit mit dem Arenaleiter verspricht. Dass ein solcher in diese mehr zentrale Position rückt, liest man auch nicht oft. Bin sehr gespannt auf die Interaktionen der beiden und auch mit der Clique, in die Sinan quasi hinein rutscht.

    Das zweite Kapitel wäre aus meiner Sicht nicht unbedingt nötig zu erzählen gewesen. Zumindest nicht so früh. Dass seine Familie tot ist, war ja zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits bekannt und hätte zu einem späteren Zeitpunkt, wenn dieser Fakt evtl. wieder ein bisschen vergessen worden wäre, sicher stärker gezündet. Aber your choice. Gut geschrieben war es ohne Wenn und Aber. Die Atmosphäre war toll, die Emotionen überzeugend, braucht es hierfür mehr? Gut war es auch in jedem Fall, dass der Todesfall anders erzählt wurde, als im Original. Hätte für Kenner von selbigem nur ein ermüdenden Deja Vu bedeutet.

    Noch ein Wort zu deinen Steckbriefen. Zunächst einmal stelle ich gerade fest, dass ich wohl keine FF mit so vielen Charakteren kenne. Wow, wird sicher nicht leicht da immer den Überblick zu behalten. Dass du Steckbriefe etwas ausarbeitest, wäre ja schon in meinem Sinne gewesen, aber Hayato, Matsuba und Jennifer haben ja fast einen kleinen Lebenslauf von dir bekommen. So viel Info und so ein schwaches Gedächtnis, um sich gegebenenfalls dran zu erinnern :wacko:
    Doch auch wenn es mir eig. schon zu viel ist (gut dass man selbst die Wahl hat, ob man sich damit befasst), stimmt mich allein die Tatsache, dass du dir so viele Gedanken um deine Chars machst, sehr euphorisch. Das zeugt von deiner Verbundenheit zu ihnen und wie viel Mühe sie dir wert sind. Folglich darf man wohl auf dieselbe Tiefe in ihnen hoffen, die man von dir gewohnt ist. Denn das war schon immer deine Stärke.

    LG
    Shimo
    Ihr allein tragt Schuld daran,
    wenn ihr den Zorn des Himmels spürt.

    Denn schließlich habt auch ihr allein
    die Welt ins Chaos geführt
  • Huhu und danke. =) (hab ich eigentlich auf's neue Kap von dir einen Kommentar geschrieben, ich weiß gar nimma, gomen #o.o#)

    Platzgründe
    Zum Titel: bin ich froh, dass das nichts ausmacht. ^^ Also an sich will ich Sinan schon im Mittelpunkt lassen und auch das Slice Of Life beibehalten, nur etwas weniger stark.

    Zum ersten Kapitel: wenn ich so drüberlesen, ja stimmt leider. Der Arenakampf steht leider nicht mehr ganz im Mittelpunkt. An sich habe ich mir schon Mühe gegeben ^^ Nur geht mir die Kampfhandlung recht rasch von der Hand, sodass ich sie vielleicht etwas zu schnell schreibe und sie wohl besser hätte formulieren können, wenn ich's so im Nachhinein anschau~
    Muss auch sagen, dass ich eher so die characterdriven-Autorin bin. Andererseits freut es mich natürlich wahnsinnig, wenn du sagst, dass es meine große Stärke ist. #^^#
    Besserung kann ich zwar nicht versprechen, aber ich versuche es. ^^ (im nächsten Kapitel, das dürfte recht plotlastig sein, ich habe gelernt haha ^^) Leider habe ich am 22.01 meine erste große Uniprüfung und schreib bis dorthin mal weniger oder nicht. Aber der Plot für's dritte Kapitel ist schon in meinem Kopf festgebrannt. =)

    Zum Mentoring: Eigentlich wollte ich bereits in Colorful Kamilla / Elesa - einfach weil ich sie furchtbar gern mag, ich bin bei meiner Canan-Charaauswahl subjektiv und vergebe Mentoren nach Sympathiepunkten haha ^^ - als Mentorin für das SW2-Mädel als Koordinatorin haben, aber leider... naja. Da ich an Diebe- Chroniken Johtos sicherlich dranbleibe, habe ich es hier getan. Ich freue mich schon auf die Interaktionen und so. ^^

    Zum zweiten Kapitel: auf FF.de meinte eine Leserin es wäre besser etwas von einem Rückblick zu lesen als es nur erzählt zu bekommen, naja, also habe ich hier hineingeschrieben. ^^" Aber du hast schon Recht, deswegen werde ich mir die nächsten für später aufsparen. Sonst leidet wieder die Storygeschwindkeit. Außerdem hab ich dann für alle Teile Flashbacks, ohne dass sie mir ausgehen.
    Jedenfalls danke, dass ich's emotional gut hinbekommen habe. ^^

    Zu den Charaktersteckbriefen: danke für die Rückmeldung, das ist mir eine Warnung es nicht zu übertreiben! Und sie langsam einzuführen. Brauchst dir nicht alles merken, keine Angst. Kommt alles häppchenweise haha :D
    Danke. #^^# Hm ja, das Ausarbeiten dieser Steckbriefe/Lebensläufe macht mir echt großen Spaß.
    Besonders der letzte Satz freut mich. ;_;


    LG <3
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
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  • Allgemein
    Bei "Fanfiction von Bastet lesen" leitete mein Hirn mich vorerst zum Profibereich weiter, wo ein kurzer Schrecken auf mich wartete. ("Wo isch meine Dosis Diebistgut? :*O") Dann die Erinnerung an etwas, was ich gegen Ende meiner Forenaktivität noch mitbekam: du machst eine zweite Auflage der erwähnten FF. Eigentlich ein fast schon zu erwartender Schritt, wenn man über mehrere Jahre hinweg schreibt, sich die Ideen aufeinander schichten und sich mehr zu behindern, denn zu komplementierten beginnen. Man muss sich ja stets im Klaren sein, dass man nicht von einem Verlag fürs Schreiben bezahlt wird, dass man nicht jedes Projekt stemmt und in seinen Kräften beschränkt ist. Dennoch halte ich es für eine sehr gewagte Entscheidung, Diebesgut gänzlich aus dem Verkehr zu nehmen, Dutzende Seiten fast ausnahmslos guten bis sehr guten Materials. Damit wird Lesern voraussichtlich sehr viel vorenthalten, denn man muss realistisch sein: es ist fraglich, ob du in absehbarer Zeit vergleichbar viel neues Material schreibst. Für ein zügigeres Vorankommen wäre jedenfalls gut, das Erzähltempo etwas anzuheben, und mehrere Themen in einem Kapitel unterzubringen. Ich rate Dir dazu, weil ich mir sicher bin, dass einer der wichtigsten Gründe für diese Neuauflage eine fertig gedachte Handlung ist, die ich gerne noch zu Lebzeiten lesen würde.

    Startpost
    Der Titel, "Die Chroniken Johtos", ist weit gefächert und allgemein gehalten. Das halte ich aber für angemessen, denn voraussichtlich spielt in deiner FF eine grosse Anzahl an Charakteren mit, die das Schicksal der Region entscheidend prägen und mitbestimmen werden. Der Untertitel "Marionetten" könnte auf vieles anspielen: auf die Protagonisten, die von ihren "Dämonen der Vergangenheit" geleitet werden; oder aber auf vielen Handlanger der kriminellen Teams. Den beigefügten Zitaten entnehme ich vor allem ein Thema, wie der Kampf gegen das Schicksal, auch allgemein Kampf gegen das, was die Welt einem aufgetischt hat, samt dem Anteil an eigenem "Bösem". Also durchaus Dinge, die die zentralen Konflikte junger Menschen ausmachen. Da die persönlichen Konflikte der Helden auch die kriminellen Teams miteinschließen, dämmert es mir auch, wie sie in Verbindung mit Johto allgemein stehen.
    Insgesamt sagen mir die knapp über das Wichtigste informierenden Tabs zu, sowie auch das "realistische" Pokémon-Universum, das man bereits aus "Diebesgut" oder auch FFs von WoelfinAkira kennen und schätzen gelernt hat. Du lässt schnell sämtliche Tarnung fallen, wenn es darum geht, Parallelen mit der echten Welt herzustellen: so gibt's also inmitten der Ozeane die Insel Germania mit ihrer aus Pokémon-Spielen bekannten Hauptstadt Berlin. So etwas stehe ich sehr ambivalent gegenüber, aber es ist eine eindeutige und gehaltvolle Entscheidung deinerseits, keinen Hehl um RL-Motive zu machen.

    Todesschwelle
    Vorerst dachte ich, die Ermordung von Sinans Familie würde in seinem Prolog thematisiert werden. Ich brauchte recht lange, um mich von dieser Erwartung loszusagen und zu begreifen: ja, der Pechvogel ist tatsächlich nun zum zweiten Mal an der Todesschwelle, diesmal aber hat er sich für einen eisigen See entschieden. Zeitlich lässt sich diese Szene wohl in die Zukunft, denn Sinan besitzt ein Seedraking, welches im Startpost nicht gelistet ist. (Wieso versucht er es nicht zumindest mit ihm, kostet doch nichts?) Es wird also der Ausgang derselben Kampagne vorweggenommen, für die auch Silver in seinem Prolog unterwegs ist. Du nutzt die Möglichkeit auch, um Sinans verstorbene Familie fast lebensnah wieder erscheinen zu lassen. Eine gelungene Entscheidung für diese ungewöhnliche Chronologie also.
    Die rührende Szene habe ich zum Anlass darüber genommen, nachzudenken, was Sinans Eltern eigentlich für die FF als Gesamtes bedeuten. Eine Lehrerin und ein Arzt, die aufgrund ihrer ehrbaren Tapferkeit den verfrühten Tod fanden, durch herzlose Kriminelle, vor den Augen des Kindes. Du musst wissen, dass Du Dir hier recht knallige Gewänder aus der Klischee-Rumpelkiste ausgesucht hast - seien die FF-Götter Dir gnädig. Natürlich ist Sinan aber auch nicht anders vorstellbar, als als der verbissene Kämpfer, dem das Glück entrissenen wurde, das ihm eigentlich zustand. Es ist irgendwo herzzerreißend, dass er sich deshalb so an sein Leben klammert, weil er von Toten halluziniert.

    Sturmböen
    Erst Silvers Prolog klärt einige entscheidende Fragen. Die Bengel haben also zu verschulden, dass sie einem roten Garados gegenüberstehen? (Und auch noch bei diesem miesen Wetter?) Und das ist noch nicht einmal ihr größtes Problem? Um einen Protagonisten aus der großen Literatur zu diesem Thema zu zitieren: "Wie konnte all das bloß geschehen? Wie viele Fehlentscheidungen hatten zu all dem führen können?" Nein, echt jetzt. Wie? Wer solche Dinge selbst verbockt, braucht kein Team Rocket.
    Zur Geltung kommt in diesem Kapitel Deine Sprachgewandtheit, vor allem bei der Beschreibung von Dingen, die eigentlich sperrig zu beschreiben sind: Windhosen, der See des Zorns, Landemanöver ein Garados. Nicht zu alltäglich, nicht zu hochgestochen, leicht zu lesen und doch ausdrucksstark. Volle Punktzahl für Deinen Sprach- und Beschreibungsstil, viel besser schreiben auch Berufsautoren nicht, vor allem im Fantasy-Bereich.
    Gedanken mache ich mir eher wegen der inhaltlichen Entscheidung, Sinan und Silver gleichzustellen. Wären die Protagonisten so grundverschiedene und andersartige Charaktere, wie beispielsweise Sinan und Kotone, wäre für Vielfalt satt ausgesorgt. So aber stehst du vor der Herausforderung, nicht zwei Mal ein- und dieselbe Geschichte des sich allmählich besänftigenden Einzelkämpfers zu erzählen.
    Freilich gibt es auch Unterschiede, die behandelt werden können. Silver hat sich von Einfluss seiner Familie willentlich losgesagt; Sinan vergötterte seine Eltern und musste sie unfreiwillig verlieren. Sinan kommt temperamentvoll rüber; Silver unterkühlt. Jedoch kündigt sich durch die Allianz zwischen Rocket und Crypto auch an, dass die ein gemeinsames Ziel haben. Viel interessanter erscheint mir, was Blue und Kotone dazu bewegt, an dieser abenteuerlichen Agenda teilzuhaben. (Und wtf ist ein Riku?)

    Hoch hinaus I
    Zu Beginn des Kapitels wird ein Konflikt angedeutet, den Sinan als Immigrant aus Mahgreb Orre in Japan Johto zwangsläufig durchlaufen muss. Ich rate Dir, dieses Thema entweder wirklich weitreichend, oder nur ganz angedeutet zu behandeln, denn auf leichte Befremdung über seltsames Essen beschränkt sich so ein Kulturkonflikt im echten Leben nicht. Man wird auch vor die Frage gestellt, inwiefern Sinans Hintergrund als Dieb denn unmoralisch ist, denn er selbst wollte ja stets normal sein, bekam aber keine legale Möglichkeit. Gibt es nicht so etwas, wie Flüchtlingsprogramme für Orre?
    Die bodenständige Ausstrahlung Hayatos bezeugt dann doch, dass Johto eine Region ist, die Sinan Chancen bieten kann. Nur löblich, dass Hayato zu den ernstzunehmenden Pokémon greift: Arenakämpfe, in denen Endivie und Taubsi gegeneinander antackeln, will eigentlich niemand lesen.
    Das Duell zum Auftakt liest sich besonders stimmig wegen der Präsenz "mystischer" Typen; Geist, Psycho, Unlicht und entsprechend effektvoller Attacken. Durch das Motto "Kämpfen bis nicht mehr krächzen kannst" beflügelt, holt Kagé ein Unentschieden heraus. Die Reaktion auf Zuschauer am Ende des Kapitels erinnern daran, dass Sinan vor allem für Anerkennung zu kämpfen scheint.

    Hoch hinaus II
    Es gibt eine ganze Reihe Pokémon von herausragendem Design, die kaum die ihnen zustehende Aufmerksamkeit erhielten. Unter ihnen sicherlich auch Tropius. Mag diese Wahl auch exotisch sein, bei Kämpfen gegen fliegende Gegner scheint es im Grunde immerzu darum zu gehen, sie aus der Luft zu holen. Wie das Sniebel Serin an dieser Aufgabe scheitert, ist fast schon frustrierend zu lesen. Da schafft es ein durch seine Flinkheit ausgezeichnetes Pokémon mit vierfach effektiven Attacken nur einmal, gescheit zu treffen. Selber Schuld, dummes Tier. Unterhaltsam allerdings, dass Sinan Serin argumentativ zu überzeugen versucht ("Abba abba Weißnebel hat doch funktioniert! :*O").
    Letztlich kommt Sinans selbstverkündete Trumpfkarte zum Einsatz. Umso verwunderlicher, dass ausgerechnet sie keinen Kosenamen (mehr) trägt und auf das schnöde "Snobilikat" hört. Es ist irgendwo vorhersehbar, dass Sie Tropius noch bezwingen kann, aber an Hayatos eigener Trumpfkarte scheitert. Der Unterschied in der Zerstörungskraft zwischen Sinans Pokémon und dem noch nicht einmal mega-entwickelten Tauboss ist gewaltig, und so erscheint Sinans Niederlage nur verdient. Dass seine Auftritte in der FF so beginnen - zappelnd in einem eisigen See, deklassiert von einem Arenaleiter - weist eindeutig darauf hin, dass Sinan im Verlauf der Handlung noch zahllose Hürden nehmen muss, um seine innere Ruhe zu finden. Da ist es natürlich ein großer Lichtblick, Freunde und Mentoren zu finden.

    Meine Dämonen
    Der Anfang des Kapitels scheint nach zwei Runden Kampf vollständig der sozialen Komponente gewidmet zu sein, die sich bereits länger ankündigte. Hier habe ich vorerst mehr Konfliktpotenzial erwartet, aber für Sinan scheint alles recht glatt zu laufen, trotz seiner schwierigen Persönlichkeit. An dieser Stelle habe ich mich also mehr in die Persönlichkeiten von Hayato und seiner Freundin hineinzulesen versucht, und bin immer noch gespaltener Meinung darüber, wie viel Gehaltvolles sie wohl zur FF beitragen können. Hayato ist ein rundum erfolgreicher und persönlich ausgereifter Mensch, verantwortungsbewusst und locker zugleich; gutaussehend, stark und gönnerhaft. Jemand, den man im RL bewundern würde, ohne sich aber für seine Innenwelt zu interessieren - zu hermetisch und glatt scheint diese. Jennifer ist eine Figur, deren Konflikte mehr aus Jugendromanen denn Pokémon-FFs stammen, sie leidet vor allem durch ihre Ansprüche an sich selbst. Unklar noch, worauf eine sich andeutende Entwicklung von ihr hinauslaufen könnte. Insgesamt bin ich noch nicht vollständig damit zufrieden, wie sich Hayato und Jennifer in das ehemalige "Diebesgut"-Universum einordnen und warte einfach ab.
    Der zweite Teil des Kapitels schildert den schicksalhaftesten und schlimmsten Tag von Sinans Leben wieder. In das idyllische Leben mit idyllischen Konflikten - es spricht für Dein Können, auch so alltägliche Dinge, wie ein Fußballspiel unter Kids lebhaft einzubauen - fräst sich als brutale Zäsur die Ermordung von Sinans gesamter Familie. Eine Szene, die ich umkommentiert stehen lassen kann. Auf jeden Fall ist es Dir gelungen, ansatzweise das Gefühl zu vermitteln, das ein kleiner Junge empfunden haben musste und erst diese Szene verleiht Sinans Vergangenheit auch das nötige tragische, dramatische Gewicht.

    Das scheint es gewesen zu sein. Sämtliche Kritik, die hier enthalten ist, ist sicherlich Jammern auf hohem Niveau - aber gerade das ist ja auch eine Aufgabe, für die man viel Mühe aufbringen muss. Ich hoffe, sie war es wert und meine Ansätze haben auch nur irgendwo weitergeholfen. Lasse es auf jeden Fall weitergehen.
    - Jemand, der sich nicht für einen Benutzernamen entscheiden kann; ehem. Mainstream
  • Oh, so ein langer Kommentar und bin ich glücklich, dass der Kommentar von DIR kommt. *_* Nur glücklich.
    Platzgründe

    @Gilgamensch
    Ich rate Dir dazu, weil ich mir sicher bin, dass einer der wichtigsten Gründe für diese Neuauflage eine fertig gedachte Handlung ist, die ich gerne noch zu Lebzeiten lesen würde.

    Jep, so ist es. ^^ Ich hoffe auch, sie zu Lebzeiten noch fertigzustellen haha. :D (es tut mir echt leid. ^^“)

    Der Titel, "Die Chroniken Johtos", ist weit gefächert und allgemein gehalten. Das halte ich aber für angemessen, denn voraussichtlich spielt in deiner FF eine grosse Anzahl an Charakteren mit, die das Schicksal der Region entscheidend prägen und mitbestimmen werden. Der Untertitel "Marionetten" könnte auf vieles anspielen: auf die Protagonisten, die von ihren "Dämonen der Vergangenheit" geleitet werden; oder aber auf vielen Handlanger der kriminellen Teams. Den beigefügten Zitaten entnehme ich vor allem ein Thema, wie der Kampf gegen das Schicksal, auch allgemein Kampf gegen das, was die Welt einem aufgetischt hat, samt dem Anteil an eigenem "Bösem". Also durchaus Dinge, die die zentralen Konflikte junger Menschen ausmachen. Da die persönlichen Konflikte der Helden auch die kriminellen Teams miteinschließen, dämmert es mir auch, wie sie in Verbindung mit Johto allgemein stehen.
    Insgesamt sagen mir die knapp über das Wichtigste informierenden Tabs zu, sowie auch das "realistische" Pokémon-Universum, das man bereits aus "Diebesgut" oder auch FFs von WoelfinAkira kennen und schätzen gelernt hat. Du lässt schnell sämtliche Tarnung fallen, wenn es darum geht, Parallelen mit der echten Welt herzustellen: so gibt's also inmitten der Ozeane die Insel Germania mit ihrer aus Pokémon-Spielen bekannten Hauptstadt Berlin. So etwas stehe ich sehr ambivalent gegenüber, aber es ist eine eindeutige und gehaltvolle Entscheidung deinerseits, keinen Hehl um RL-Motive zu machen.

    Bewusst habe ich daran nicht gedacht, unterbewusst aber anscheinend schon, weil ich dir voll und ganz zustimmen muss, wenn ich es mir so überlege. Bewusst war der Untertitel Marionetten für etwas anderes bestimmt.
    Das „eigene Böse“ wird sie alle noch fertigmachen. >=)

    Ja, warum denn auch? =D

    Vorerst dachte ich, die Ermordung von Sinans Familie würde in seinem Prolog thematisiert werden. Ich brauchte recht lange, um mich von dieser Erwartung loszusagen und zu begreifen: ja, der Pechvogel ist tatsächlich nun zum zweiten Mal an der Todesschwelle, diesmal aber hat er sich für einen eisigen See entschieden. Zeitlich lässt sich diese Szene wohl in die Zukunft, denn Sinan besitzt ein Seedraking, welches im Startpost nicht gelistet ist. (Wieso versucht er es nicht zumindest mit ihm, kostet doch nichts?) Es wird also der Ausgang derselben Kampagne vorweggenommen, für die auch Silver in seinem Prolog unterwegs ist. Du nutzt die Möglichkeit auch, um Sinans verstorbene Familie fast lebensnah wieder erscheinen zu lassen. Eine gelungene Entscheidung für diese ungewöhnliche Chronologie also.
    Die rührende Szene habe ich zum Anlass darüber genommen, nachzudenken, was Sinans Eltern eigentlich für die FF als Gesamtes bedeuten. Eine Lehrerin und ein Arzt, die aufgrund ihrer ehrbaren Tapferkeit den verfrühten Tod fanden, durch herzlose Kriminelle, vor den Augen des Kindes. Du musst wissen, dass Du Dir hier recht knallige Gewänder aus der Klischee-Rumpelkiste ausgesucht hast - seien die FF-Götter Dir gnädig. Natürlich ist Sinan aber auch nicht anders vorstellbar, als als der verbissene Kämpfer, dem das Glück entrissenen wurde, das ihm eigentlich zustand. Es ist irgendwo herzzerreißend, dass er sich deshalb so an sein Leben klammert, weil er von Toten halluziniert.

    Jap, 2014. ^^ Jetztzeit ist daweil 2012. ;)
    Oh, das mit Seedraking, das muss ich noch ausbauen. Er wurde von seinen Pokemon getrennt, aber anscheinend habe ich vergessen genau diesen wichtigen Fakt auszuformulieren. ^^“

    Es freut mich, dass ich dich berühren konnte und dass Sinan immer noch als verbissener Kämpfer wirkt, der sein Glück zurückwill – oder so. Wollen kann man viel. ^^

    In die Klischee-Rumpelkiste greif ich immer wieder gerne ^^ *Jennifer anschau* Nun ja, du siehst. XD
    Sturmböen
    Erst Silvers Prolog klärt einige entscheidende Fragen. Die Bengel haben also zu verschulden, dass sie einem roten Garados gegenüberstehen? (Und auch noch bei diesem miesen Wetter?) Und das ist noch nicht einmal ihr größtes Problem? Um einen Protagonisten aus der großen Literatur zu diesem Thema zu zitieren: "Wie konnte all das bloß geschehen? Wie viele Fehlentscheidungen hatten zu all dem führen können?" Nein, echt jetzt. Wie? Wer solche Dinge selbst verbockt, braucht kein Team Rocket.
    Zur Geltung kommt in diesem Kapitel Deine Sprachgewandtheit, vor allem bei der Beschreibung von Dingen, die eigentlich sperrig zu beschreiben sind: Windhosen, der See des Zorns, Landemanöver ein Garados. Nicht zu alltäglich, nicht zu hochgestochen, leicht zu lesen und doch ausdrucksstark. Volle Punktzahl für Deinen Sprach- und Beschreibungsstil, viel besser schreiben auch Berufsautoren nicht, vor allem im Fantasy-Bereich.
    Gedanken mache ich mir eher wegen der inhaltlichen Entscheidung, Sinan und Silver gleichzustellen. Wären die Protagonisten so grundverschiedene und andersartige Charaktere, wie beispielsweise Sinan und Kotone, wäre für Vielfalt satt ausgesorgt. So aber stehst du vor der Herausforderung, nicht zwei Mal ein- und dieselbe Geschichte des sich allmählich besänftigenden Einzelkämpfers zu erzählen.
    Freilich gibt es auch Unterschiede, die behandelt werden können. Silver hat sich von Einfluss seiner Familie willentlich losgesagt; Sinan vergötterte seine Eltern und musste sie unfreiwillig verlieren. Sinan kommt temperamentvoll rüber; Silver unterkühlt. Jedoch kündigt sich durch die Allianz zwischen Rocket und Crypto auch an, dass die ein gemeinsames Ziel haben. Viel interessanter erscheint mir, was Blue und Kotone dazu bewegt, an dieser abenteuerlichen Agenda teilzuhaben. (Und wtf ist ein Riku?)

    Also bitte, Bengel, zu dem Zeitpunkt sind Sinan siebzehn und Silver ist volljährig – gesetzlich gesehen x)

    Dankesehr <3 Das macht mich gerade echt glücklich.

    Da ich schon einige Silver- wie auch einige Sinanszenen (nenne ich jetztmal so) geschrieben habe, muss ich dir leider Recht geben, dass sie sich in gewissen Bereichen ziemlich ähnlich sind. Das macht es für mich selbst einerseits spannend, aber auch andererseits schwierig. Einige der Unterschiede hast du bereits erwähnt, ich hab noch eine stichpunktartige Liste mit einigen Kleinigkeiten und auch größeren Unterschieden. ^^

    Blue und Kotone? Mal sehen. ;)

    Hoch hinaus I
    Zu Beginn des Kapitels wird ein Konflikt angedeutet, den Sinan als Immigrant aus Mahgreb Orre in Japan Johto zwangsläufig durchlaufen muss. Ich rate Dir, dieses Thema entweder wirklich weitreichend, oder nur ganz angedeutet zu behandeln, denn auf leichte Befremdung über seltsames Essen beschränkt sich so ein Kulturkonflikt im echten Leben nicht. Man wird auch vor die Frage gestellt, inwiefern Sinans Hintergrund als Dieb denn unmoralisch ist, denn er selbst wollte ja stets normal sein, bekam aber keine legale Möglichkeit. Gibt es nicht so etwas, wie Flüchtlingsprogramme für Orre?
    Die bodenständige Ausstrahlung Hayatos bezeugt dann doch, dass Johto eine Region ist, die Sinan Chancen bieten kann. Nur löblich, dass Hayato zu den ernstzunehmenden Pokémon greift: Arenakämpfe, in denen Endivie und Taubsi gegeneinander antackeln, will eigentlich niemand lesen.
    Das Duell zum Auftakt liest sich besonders stimmig wegen der Präsenz "mystischer" Typen; Geist, Psycho, Unlicht und entsprechend effektvoller Attacken. Durch das Motto "Kämpfen bis nicht mehr krächzen kannst" beflügelt, holt Kagé ein Unentschieden heraus. Die Reaktion auf Zuschauer am Ende des Kapitels erinnern daran, dass Sinan vor allem für Anerkennung zu kämpfen scheint.

    Danke, das werde ich beachten. =) (hab bisher: Klima, Wetter, Essen, Sprache (ganz wichtig, er kann keine Kanji lesen, was Jennifer aber auch nicht oder nur ganz wenige kann! Nur arabisch und westliche Buchstaben), Klamotten, Kultur allgemein, Bräuche, teilweise das Benehmen, sicherlich etwas Rassismus …)

    Flüchtlingsprogramme gibt es bestimmt nur da kann er nicht teilnehmen, außer seinem Stolz, weil… dazu später im Text, will nicht vorwegnehmen. ^^

    Wenn sich Endivie und Taubsi antackeln, will ich das auch nicht schreiben haha Finde ich gut, dass bodenständig auf dich wirkt.
    Freut mich auch, dass dir’s soweit gefällt.

    (Vergiss Adrenalin und Geld nicht *g*)

    Hoch hinaus II
    Es gibt eine ganze Reihe Pokémon von herausragendem Design, die kaum die ihnen zustehende Aufmerksamkeit erhielten. Unter ihnen sicherlich auch Tropius. Mag diese Wahl auch exotisch sein, bei Kämpfen gegen fliegende Gegner scheint es im Grunde immerzu darum zu gehen, sie aus der Luft zu holen. Wie das Sniebel Serin an dieser Aufgabe scheitert, ist fast schon frustrierend zu lesen. Da schafft es ein durch seine Flinkheit ausgezeichnetes Pokémon mit vierfach effektiven Attacken nur einmal, gescheit zu treffen. Selber Schuld, dummes Tier. Unterhaltsam allerdings, dass Sinan Serin argumentativ zu überzeugen versucht ("Abba abba Weißnebel hat doch funktioniert! :*O").
    Letztlich kommt Sinans selbstverkündete Trumpfkarte zum Einsatz. Umso verwunderlicher, dass ausgerechnet sie keinen Kosenamen (mehr) trägt und auf das schnöde "Snobilikat" hört. Es ist irgendwo vorhersehbar, dass Sie Tropius noch bezwingen kann, aber an Hayatos eigener Trumpfkarte scheitert. Der Unterschied in der Zerstörungskraft zwischen Sinans Pokémon und dem noch nicht einmal mega-entwickelten Tauboss ist gewaltig, und so erscheint Sinans Niederlage nur verdient. Dass seine Auftritte in der FF so beginnen - zappelnd in einem eisigen See, deklassiert von einem Arenaleiter - weist eindeutig darauf hin, dass Sinan im Verlauf der Handlung noch zahllose Hürden nehmen muss, um seine innere Ruhe zu finden. Da ist es natürlich ein großer Lichtblick, Freunde und Mentoren zu finden.

    Wollte eh den Fokus auch auf die „Ungenutzten“ legen, aber am Ende ende ich doch bei meinen Lieblingen, die ich an meine Charas verteile.^^“
    Ja, dummes Tier. :D Da hilft auch „abba abba Weißnebel hat auch funktioniert“ nicht mehr viel.

    Wird noch. ;>
    Das war nur halb Absicht. Ich wollte ihm viel Entwicklungsspielraum lassen, da soll er am Anfang mal ein paar Mal auf die Schnauze fallen. =D Nein, nicht nur, es wird natürlich auch Erfolge geben. ^^
    Das Tauboss trainiert er, seitdem er ein Kind ist und Snobilikat ist noch relativ jung sowie Sinan unerfahren. ^^

    Meine Dämonen
    Der Anfang des Kapitels scheint nach zwei Runden Kampf vollständig der sozialen Komponente gewidmet zu sein, die sich bereits länger ankündigte. Hier habe ich vorerst mehr Konfliktpotenzial erwartet, aber für Sinan scheint alles recht glatt zu laufen, trotz seiner schwierigen Persönlichkeit. An dieser Stelle habe ich mich also mehr in die Persönlichkeiten von Hayato und seiner Freundin hineinzulesen versucht, und bin immer noch gespaltener Meinung darüber, wie viel Gehaltvolles sie wohl zur FF beitragen können. Hayato ist ein rundum erfolgreicher und persönlich ausgereifter Mensch, verantwortungsbewusst und locker zugleich; gutaussehend, stark und gönnerhaft. Jemand, den man im RL bewundern würde, ohne sich aber für seine Innenwelt zu interessieren - zu hermetisch und glatt scheint diese. Jennifer ist eine Figur, deren Konflikte mehr aus Jugendromanen denn Pokémon-FFs stammen, sie leidet vor allem durch ihre Ansprüche an sich selbst. Unklar noch, worauf eine sich andeutende Entwicklung von ihr hinauslaufen könnte. Insgesamt bin ich noch nicht vollständig damit zufrieden, wie sich Hayato und Jennifer in das ehemalige "Diebesgut"-Universum einordnen und warte einfach ab.
    Der zweite Teil des Kapitels schildert den schicksalhaftesten und schlimmsten Tag von Sinans Leben wieder. In das idyllische Leben mit idyllischen Konflikten - es spricht für Dein Können, auch so alltägliche Dinge, wie ein Fußballspiel unter Kids lebhaft einzubauen - fräst sich als brutale Zäsur die Ermordung von Sinans gesamter Familie. Eine Szene, die ich umkommentiert stehen lassen kann. Auf jeden Fall ist es Dir gelungen, ansatzweise das Gefühl zu vermitteln, das ein kleiner Junge empfunden haben musste und erst diese Szene verleiht Sinans Vergangenheit auch das nötige tragische, dramatische Gewicht.

    Uh, das anfangs… Daran hatte ich jetzt echt zu knabbern, wenn ich ehrlich bin (aber das ist gut, keine Sorge, habe das nächste Kapitel mit ihm nochmal umgeworfen und überarbeitet) Also war’s leider nicht geplant, dass Hayato glatt wirkt. ^^“ Reifer als Sinan ja, verantwortungsbewusst ja, gleichzeitig locker ja, aber menschlich halt, ich denke, du weißt, was ich meine ^^
    Als ich seinen Charakter ausgearbeitet habe, hatte er oder hat eben eigentlich einige Schwächen und Probleme. Ich denke, mein Problem liegt wirklich noch daran, dass ich aus Sinans Sicht schreibe und er diese einfach nicht mitbekommt oder nicht gezeigt / verheimlicht bekommt, weil er (noch) keine Einsicht in ihn erhält. Das zweite Problem ist, dass ich ihm zwar einiges an Charakterentwicklung in der Zukunft zugestehen will, der wichtigste Teil liegt aber hinter ihm~
    Jenny liegt auch einiges vor ihr, aber so wie ich das sehe, erst etwas später. ^^"
    Werde bestimmt mal, vll. auch relativ bald, aus seiner Sicht schreiben (und auch aus Jennys), wenn’s nicht stört. =)

    Zum zweiten Teil: ich kann mich nur wieder bedanken. #^^#

    Klar, du hast mir wirklich geholfen!

    LG =)

    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
    AMVs

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  • Vorwort
    Ich versuche so nahe wie möglich am ersten Film dranzubleiben. Hab den extra nochmal gesehen und dann meine Gedanken gesammelt, wie ich die Informationen hier einbringen kann, daher hat das Kapitel, obwohl es imo sehr kurz ist, etwas länger gedauert. ^^ Und Uni, Leben und so, ibah, ne. XD
    Hach, die Story mit Mewtu war damals schon traurig. =( Auch die Sache mit der kleinen Ai / Amber. Könnt ihr euch erinnern? Das Mädchen, das in seiner Gedanken/Parallelwelt erschien. Ich glaube sogar zu meinen, dass man dies im deutschen Film gekürzt hat, weil es anscheinend zu heftig war. ^^" Im Nachwort habe ich noch Informationen über Amber reingepackt.

    Muss aber dazusagen, dass die "Science" Fiction natürlich nicht faktengetreu ist. So wie ich das beschreibe oder wie das Experiment mit Mewtu beschrieben wird, kann es nicht ganz funktionieren, aber ich hoffe, es stört euch genauso wenig wie mich haha ^^ Pokemon ist und bleibt natürlich reine Fantasy und Mewtu sollte wohl eher ein Gedankenexperiment sein und keine Faktentreue beinhalten.

    Etwas leichter fielen mir Silver und Blue. Sein und ihr Charakter gehen mir schon intuitiv von der Hand und ich habe eine feste Vorstellung von ihrer Beziehung zueinander. Nur eine Rückmeldung, wie sie auf EUCH wirken und wie ihre Beziehung zueinander auf euch wirkt, wäre toll. ^^
    PS: Blue kennt auch bei mir ihre Eltern nicht, aber weder sie noch Silver wurden, wie es im Manga der Fall gewesen war, entführt.

    Jedenfalls hoffe ich die Sache mit Mewtu gut eingebracht zu haben und wünsche euch viel Spaß beim Lesen. =)


    Kapitel 3: Die geklonte Göttin


    Kapitel 3: Die geklonte Göttin


    „Du weißt, dass ich nicht vieles von dem, was du tust, gutheiße?“ Ihre Lippen verzogen sich zu einem gequälten Lächeln.
    „Ja.“
    Es wurde spöttisch. „Du weißt auch, dass du ein Arsch bist?“
    „Ja.“ Diesmal lachte er leise in sich hinein.
    „Und dass ich dich immer unterstützen werde und dich über alles liebe?“
    „Wer tut das nicht?“, erwiderte er zynisch.
    Blue küsste seine Stirn. „Du willst dich gegen deine Eltern stellen.“ Ihre Stimme war ein unsicheres Wispern, als ob sie von Spitzeln umgeben wären. „Bist du lebensmüde? Da könnten wir gleich im See des Zorns die Garados reizen und hoffen, dass sie uns nicht treffen. Das würd‘ einiges einfacher machen.“
    Sie drehte sich zu dem alles entscheidenden Objekt um. Zumindest sah weder Silver, noch jemand anderes, das Wesen als etwas anderes an. „Armes Ding“, murmelte sie und betrachtete das ‚Projekt‘, als käme es von einem anderen Stern, als wäre es etwas Surreales.

    Es schien seit Jahren in einer zylindrischen Röhre in Embryonalstellung zusammengekauert, umgeben von lebenserhaltender Nährflüssigkeit zu schweben. Gleich wie sehr sie dieses Wesen als gut betrachten wollte, es gelang ihr nicht. Eine fast irrationale Angst befürchtete, dass es genügend Macht besaß, um sich aus dem künstlichen Schlaf zu reißen. Um einer Katastrophe vorzubeugen, implantierte man ihm ins verlängerte Rückenmark einen Chip, der Mewtus Hirnströme maß und beeinflusste. Sicherheitsmaßen. Wahrscheinlich war es schlecht geboren, schlecht gemacht. Wieso sollten die Yakuza, die Mafia, Team Rocket – gleichgültig, wie man sie nennen wollte – ein gütiges Wesen erschaffen? Sie verwendeten gar nicht mehr den Begriff des Team Rockets, denn das waren ursprünglich nur einige Irre gewesen. Meistens sah man sie als Mafia oder Yakuza an. Wie man das Übel auch nennen wollte, es wollte nicht einzig und alleinig durch rohe Gewalt die Macht in Kanto und Johto ergreifen. Desto älter Silver wurde, desto tiefer wurden seine Einblicke in die wahren Machenschaften seiner Eltern, dessen Kommandanten und Agenten.
    Aber wie konnte dieses Wesen existieren? Mew, das als erstes Pokemon bezeichnet wurde, aus welchem alle anderen hervorgegangen waren und in Johto als Göttin des Lebens galt, musste gut sein. In Johto hielt man einer polytheistischen Religion fest, während in nahezu allen anderen Ländern bloß Arceus verehrt wurde und die Legendären als seine Boten fungierten. Gleich ob der mythologische Ursprung des höheren Lebens tatsächlich die Göttin und Mutter des Lebens war, gleich ob Seele oder Gene – Blues inneres, naives Mädchen wollte nicht wahrhaben, dass ausgerechnet aus Mew etwas Schlechtes erwachsen konnte. Normalerweise teilte sie die Welt nicht in Schwarz und Weiß ein, aber an einem solchen Wesen wie Mew konnte es keine dunkle Seite geben.
    Bloß einige Haare hatten sie gefunden, aus dessen Wurzeln sie genügend DNA gewannen, um eine Killermaschine zu erschaffen. Zuerst nur einen Klon, später diese missgebildete Mutation.
    Müsste sie Mewtu beschreiben, sie wüsste nicht mit welchem ihr bekannten Wesen sie es vergleichen sollte. So etwas hatte zuvor kein Auge erblickt und obwohl es von einer humanoiden, mannsgroßen Statur war, konnte sie nichts Menschliches in ihm sehen. Das Wesen war in einem zarten Grau-Lila gefärbt, wobei sein Schwanz und Teile seines Unterleibs ein kräftiges, dunkles Lila aufwiesen. Seine Kopffacon, auf dem sich zwei hornähnliche Ansätze befanden, war recht länglich mit einer für ein Tier untypischen, flachen Schnauze. Mit einiger Fantasie war das Gesicht das Menschlichste an diesem Wesen. Von seinem Kopf bis zum Ansatz seines Halses war ein gebogener, seltsamer Auswuchs zu erkennen. Auch einen solchen, hatte sie noch nie gesehen. Der Oberkörper des Monsters schien mit einer leichten Brustpanzerung versehen zu sein. Seine drei Finger an jeder Hand waren noppenähnlich, runde, seltsame Formen. Zwar wusste sie nicht, weshalb Mewtu so aussah, wie es aussah, doch bestimmt war nichts dem Zufall überlassen worden. Die Wissenschaftler jener verbrecherischen Organisation waren Genies. Diesem Wort haftete Angst an, kein Lob.
    Der erste Versuch, der tatsächliche Klon, Mewone, war beinahe niedlich anzusehen gewesen. Zu seinem eigenen Verhängnis hatte dieses Monster die gesamte Kraft seines Vorbilds innegehabt. Beinahe hätte es sich aus der Kontrolle losgesagt und bevor ein Unglück geschehen wäre … nun ja, hatte Team Rocket das getan, was rational, aber nicht human war.
    Widerwillig drosselte man beim zweiten Versuch Mewtus Macht, damit sich das eigene Werk nicht gegen seine Schöpfer wandte, meinte Silver.
    Niemanden außer ihr vertraute er die fürchterlichsten Geheimnisse an. Blue wusste ebenfalls, dass seine Mutter Ariana, welche sich in ihrem Größenwahn mit dem Namen Athena ansprechen ließ, in diesem Labor die Zügel in der Hand hatte. Mewtu war ihr Projekt, ihr Lebenswerk und Silvers Vater würde es irgendwann für seine machtstrebenden Zwecke nutzen.

    „Das“, zischte Blue und zeigte auf das sonderliche Etwas, welches in ihrer aller Augen mehr Werkzeug als Lebewesen war. Sie selbst widerte es an. „-das kann nicht richtig sein.“
    „Warum fährst du mich an? Ich hab Mewtu nicht erschaffen.“
    „Du willst es genauso nur für deine egoistischen Zwecke.“ Es verlangte ihren gesamten Willen ab, um nicht zu einer Furie zu werden.
    Er verdrehte die Augen. „Eine Moralpredigt von einer, die sich selbst – überhaupt nicht eingebildet –‚Meisterdiebin‘ nennt. Ironie, du weißt. Wer hat denn den Meisterball-Prototyp für uns gestohlen? Das war ja wohl nicht ich.“
    „Natürlich und ich wusst‘ ja nicht, was ich damit lostrete.“
    Silver schüttelte ungläubig den Kopf und gab einen Laut von sich, der sie an ein „tse“ erinnerte.
    Selbst auf sie nahm er keine Rücksicht. Konnte er sie nicht in dem Glauben lassen, dass sie die Tragweite ihrer Tat nicht vorhergesehen hatte? Die Gewissensbisse fraßen sie auf.
    „Mewtu tut mir einfach leid“, fügte sie hinzu, kreuzte die Arme vor der Brust und nahm sich den Moment, um Silver zu betrachten. Er sah viel erwachsener, als noch letztes Jahr, aus. Sein rotbraunes Haar war beinahe schulterlang und hätte bei den meisten anderen Jungs entweder feminin oder ungepflegt ausgesehen. Auf ihn traf beides nicht zu.
    Nichts war ihr so vertraut wie sein oftmals unterkühlter Blick aus blaugrauen Augen und als seine platonisch große Schwester hasste sie es, dass er sein zugebenermaßen nicht schlechtes Aussehen dazu benutzte, um gleichaltrige Mädchen, die von seiner abweisenden Ausstrahlung fasziniert waren, herumzukommandieren.
    Bei ihrem Kennenlernen waren sie dumme Kinder gewesen, naiv und… Nein, Silver war nie naiv gewesen und das hatte selbst Erwachsene beunruhigt, die in ihm ein heranwachsendes Monster sahen. Blue wusste, dass er nicht so gut war, wie sie ihn anfangs gerne gehabt hätte. Aber er war nicht so schlecht, wie andere sagten. Es war seltsam, doch ausgerechnet das Kind von gewöhnlichen Handlangern, die es irgendwann im Stich gelassen hatten, war zur eben jener platonisch großen Schwester von Silvano Cicala herangewachsen.
    Blue hatte ihm Paroli geboten. Silver hatte sie zu respektieren gelernt. Zu respektieren, zu mögen, mehr als alles andere.
    Blue hatte niemanden gehabt. Silver war, soweit es seinen Eltern möglich gewesen war, absichtlich von Gleichaltrigen isoliert worden.
    Blue hatte ihren eigenen guten Kern auf andere projiziert. Silver hatte ihr bewiesen, dass sie Recht behielt. Nur teilweise, doch ihr reichte der Beweis, dass er mit aller Gewalt aus dem Teufelskreislauf ausbrechen wollte, vollkommen aus. Gleich für wie furchtlos und für wie stark er sich hielt, sie wusste, dass es für ihn keine größere Angst als seine Zukunft gab. Ob es ihm Recht war oder nicht, Silver hatte Angst.
    „Ich weiß noch nicht, was ich mit Mewtu anfangen würd‘“, räumte er ein. „Sie können es noch nicht mal kontrollieren.“
    „Dazu brauchen sie Team Crypto“, ergänzte sie. Waren sie tatsächlich in der Gewalt von Lugia und dessen Wächtern, den legendären drei Vögel, oder handelte es sich hierbei um ein Gerücht? Eines war ihr bewusst: Wenn dies der Wahrheit entsprach, so hätten sie ohne den Meisterball diese gottähnliche Wesen nie gefangen. „Was suchen wir hier? Glaubst du Ariana nicht, dass man Mewtu noch nicht kontrollieren kann?“
    „Eigentlich misstrauen die mir beide nicht“, sagte er fast beiläufig und seine Stimme wurde leiser, als könnte man ihn hören. „Aber ich denen.“
    Seine Eltern wussten nicht, dass er sich gegen sie stellen wollte und bisher hatte er Blue nur fadenscheinige Erklärungen abgeliefert, weshalb er eher ein Desaster auf die Welt loslassen würde, als Team Rockets zukünftiger Boss zu sein. Sie kannte den Grund und er war viel einfacher und saß gleichzeitig viel tiefer, als seine scheinbar rationalen und logischen Erklärungen: er hätte jemanden töten sollen und es nicht können. Natürlich sah Silver dies nicht so und hatte ihr an den Kopf geworfen, dass sie verrückt geworden wäre. Er hätte es tun können, denn er wäre niemand Schwaches, der Mitleid empfand. In ihren Augen machte es ihn stärker, als er es je selbst zu glauben wagte.
    „Kannst du dich an die Geschichte mit Ai erinnern? Traurig.“ Blue dachte zurück und ihr kam ausgerechnet das kleine Mädchen Ai in den Sinn. „Wahnsinn, die Kleine ist an ihrer Krankheit gestorben und ihr Vater hat noch DNA von ihr gehabt, mit der er sie zurückholen wollte. Wie verzweifelt muss man dafür sein?“
    Angeblich hatte der wohlhabende Doktor Fuji dem Labor nahe der Zinnoberinsel deshalb ein Vermögen gespendet und war mit der Mafia auf diese Weise in Kontakt getreten. Die geklonte Ai war abermals ums Leben gekommen und mit dem nötigen Wissen hatte man sich an Mewtu versucht.
    „Kann sein“, erwiderte Silver unberührt und sie versetzte ihm einen Knuff. „Was? Es geht mir sonst wo vorbei. Soll ich mir die Augen ausheulen?“
    Sie strich über ihren pinken Armreif an, der ihr Ditto war. Mit einem Pokemon, das sofort einsatzfähig war, fühlte sich Blue sicher. „Ich hab‘ nichts anderes von dir erwartet, aber merkwürdig ist es schon, oder etwa nicht? Das ‚Experiment‘“ – eigentlich sträubte sie sich dagegen ein totes Mädchen als solches zu bezeichnen – „mit Ai ist misslungen. Dann hat man diese drei typischen Starterpokemon genommen und wollte sie klonen. Es ist misslungen. Aber Mewtu nicht?“ Ob dieses Wesen ein Bewusstsein hatte? Die seltsamen Maschinen, die den Rand des Raumes säumten, zeigten etwas, das sie für Gehirnströme hielt. Allerdings konnte sie an den anderen kaum etwas ablesen, geschweige denn die Maschinen benennen.
    Silver sah sie überlegend an und hob mit einem Einwand die Hand. „Giovanni hat mir damals noch weniger erzählt oder er hat selbst nicht über alles den Überblick. Eigentlich ist das Arianas Sache und entweder sie trauen’s mir nicht zu, dass ich alles erfahr‘ oder sie vertrauen mir doch nicht.“ War es nicht seltsam die eigenen Eltern beim Vornamen zu nennen? Blue konnte es ihm nicht verübeln und wüsste nicht, wie sie mit den Eigenen umginge. Die Ungewissheit war das Schlimmste und die verbrecherische Organisation hatte es sich zum Nutzen gemacht die junge Hotaru zur Meisterdiebin zu erziehen. Verübeln konnte sie es Team Rocket nicht, schließlich konnte sie ihre Fähigkeiten sehr gut gebrauchen.
    „Aber vielleicht hat da die Zusammenarbeit mit Crypto begonnen?“, wandte er ein.
    „Das nutzt uns nichts, wenn wir nicht wissen, was es ist, das die Pokemon zu Kampfmaschinen macht.“
    „Morgen ist eine Verhandlung mit Crypto“, sagte er zuversichtlich.
    „Zwischen wem?“
    „Dem Cryptoboss, Giovanni, Ariana und Wissenschaftler von beiden. Und mir. Eigentlich soll ich nur zuhören und mich nicht einmischen, mehr muss ich aber auch nicht.“
    „Gut, das bringt uns vielleicht weiter.“

    Obwohl sie nicht wussten, wonach sie suchten, durchforsteten sie Archive und Computerdatenbanken. Zumindest kannte Silver etliche Passwörter und wusste ausreichend Bescheid, um mit den Informationen umgehen zu können. Zwar war es den Wissenschaftlern nicht Recht gewesen, dass sie sich alleine bei Mewtu befanden, doch keiner traute sich das Wort zu erheben. Das war beinahe amüsant. Renommierte Wissenschaftler Mitte vierzig, Mitte fünfzig sahen sich widerwillig gezwungen dem Sohn der Cicalas Folge zu leisten. Silver konnte bloß hoffen, dass kein Wort zu seinen Eltern durchdrang, allerdings hatte er auch eindringlich davor gewarnt. Kaum zu glauben, dass der Junge nächstes Monat erst sechzehn wurde.
    Was sie fanden, war keine digitale Information, sondern eine alte Akte. Zwar besaß Silver keinen Schlüssel dazu, doch mit Ditto war das Problem leicht zu lösen. Das amorphe Wesen löste sich aus der Form des Armreifs und verwandelte sich in einen passenden Schlüssel. Das Schloss war zwar, wie alles bei Team Rocket, vor Psi- und Feenkräften geschützt, vor amorphen Nachahmungen jedoch nicht. „Das machst du ganz super. Mama ist stolz auf dich“, lobte sie ihr Pokemon eine Nuance in jener Stimme höher, mit welcher man typischerweise mit Tieren und kleinen Kindern sprach.
    Silver verdrehte überheblich die Augen und sie grinste.
    Es wurde eine lange und langweilige Nacht, bis sie auf eine bestimmte Akte stießen. Es war die Akte der kleinen Ai – und ihrer Verbindung zu Mewtu.


    Nachwort
    ]Ich werde ihre Geschichte in der Story noch näher erläutern, aber hier habe ich einen Link zu Amber / Ai für Interessierte. ^^
    Ist das nicht traurig? ;_;

    PS: "Mewone" habe ich hinzugefügt, da ich nicht glaube, dass so etwas wie Mewtu keine gescheiterten Experimente vorangegangen sind.

    Ihr wisst, über konstruktive Kritik aller Art freue ich mich immer. <3 Ich hoffe, man merkt es nicht, aber es fiel mir recht schwer Mewtus äußeres Erscheinungsbild zu beschreiben, weil... Was zur Hölle soll das sein? XD
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
    AMVs

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