ORAS Ruby- Neue Kontinente erwachen (Update: Release Chapter 6)

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  • ORAS Ruby- Neue Kontinente erwachen (Update: Release Chapter 6)

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    Die Grundidee und ein paar Worte an die Leser

    INFO: Ich häng zz in einer Schreibblockade, bemühe mich aber die anderen Kapitel bald fertig zu schreiben
    Ein paar Infos

    ORAS Ruby ist in dem Sinne keine "Alltägliche" Pokemon Story. Sie startet nicht dort, wo ein Trainer sein erstes Pokemon bekommt, sondern Jahre später. Nicht zuletzte deshalb, weil ich der Meinung bin ein frisch gebackener Trainer könnte niemals gegen so eine Übermacht wie Groudon und Kyogre bestehen. Das zweite, was wohl extrem auffällt: Die Pokemon in der Story geben keine gewöhnlichen Laute von sich, sondern sprechen. Jedenfalls gibt es ein paar wenige Trainer, welche die Pokemon-Sprache so verinnertlicht haben, dass sie diese in klaren Worten verstehen. Das hat den Hintergrund, dass sich so Storymäßig viel mehr machen lässt. Zudem lassen sich einige Nebenstorys einbauen, welche sich unter den Pokemon abspielen. Zuletzt bleibt wohl zu erwähnen, dass ORAS Ruby in vielen Bereichen in eine reine Fantasy Story abschweift, gerade darauf bezogen, dass die Pokemon einen doch sehr menschlichen Charakter haben und auch die Story wird wohl gerade im späteren Verlauf von der eigentlichen Game Story abweichen und viel tiefgründiger werden.

    Noch ein paar Gedanken von mir zu ORAS Ruby
    "ORAS Ruby- Neue Kontinente erwachen" Sollte gezielt nicht dort anfangen, wo ein Trainer sein erstes Pokemon bekommt. Es gibt viele von diesen Geschichten und ich wollte mal aus der Sicht einer erfahrenen Trainerin schreiben, welche dann dennoch mit ihrem Team an ihre Grenzen stößt. Auch das Sprechen der Pokemon war für mich ein Muss. Es bietet einfach viele Möglichkeiten mehr Spannung in das Ganze zu bringen und kleinere Geschichten neben der Hauptstory laufen zu lassen und diese auch für den Leser verständlich darzustellen. Wie sich die Story am Ende entwickelt weiß ich bisher selbst noch nicht. Ich hab zwar ein paar Grundideen schreibe im Endeffekt aber einfach drauf los. :D Allgemein schreibe ich recht viele Details, welche für die Hauptstory eher "unwichtig" sind, einfach weil es besonders anfangs die Charaktere lebendiger macht und der Leser sie so erstmal "kennenlernen" kann ehe es richtig losgeht. Auch ORAS Ruby ist anfangs eher flach geschrieben, doch das soll sich spätestens mit dem paralell schreiben zu den Edis ändern, keine Sorge.


    PS: Ja die Trainerin heißt wie ich hier bei BB, was aber nur den Hintergrund hat, dass mir einfach nichts besseres eingefallen ist xD

    Die Lesehilfe: Wenn ihr im Text dieses Ding hier findet ->
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    müsst ihr euch nicht wundern, es soll helfen, sich besser zu orientieren, da man die Story sicherlich nicht aufeinmal liest. Davor ist immer eine Zahl die man sich merken kann, um so zu einem späteren Zeitpunkt die Stelle wieder zu finden, bei der man aufgehört hat zu lesen.

    Auch würde ich mich über Feedback von euch freuen und auch Vorschläge zur Verbesserung, von mir aus könnt ihr auch Fragen zur Story etc stellen. Oder ihr gebt einfach einen Kommentar ab, ganz wie ihr mögt. Vielleicht würde ich auch auf den ein oder anderen Storyvorschlag eingehen, soweit dieser sich in die vorgesehene Geschichte integrieren lässt. :)

    ->Link zu den Storybildern<-

    ORAS Ruby - Handlung


    Handlung
    Jasmina, welche bereits seit einigen Jahren Pokemon Trainerin ist und schon sogut wie alle Regionen bereist hat, kehrt nach Hoenn zurück. Dort wird sie feststellen, dass Team Aqua und Team Magma keinesfalls von ihren Plänen abgelassen haben, die Legendären Pokemon Kyogre und Groudon zu fangen. Was die junge Frau jedoch nicht ahnt, es wird eines ihrer härtesten Abenteuer überhaupt. Denn war sie schon Legendären Pokemon wie Kyurem oder Palkia gegenüber gestanden, erwarten sie hier Pokemon, deren Stärke völlig neue Ausmaße erreicht hat. Doch ist Jasmina diesen Pokemon mit ihrem Team gewachsen? Und was hat es mit einem seltsamen Mann auf sich, welcher Jasmina immerwieder in brenzligen Situationen hilft?

    Kurzeinführung und die Charaktere

    Charüberblick
    Für einen besseren Überblick der Geschichte möchte ich euch zuerst das Team vorstellen.

    Die Trainerin Jasmina ist 19 Jahre alt, und bereits seit ihrem 10. Lebenjahr Trainerin. Nachdem sie mit ihren Eltern in einem Urlaub auf der Zinnoberinsel war, geriet sie in einen Strudel und wurde von einem Turtok gerettet. Das Wasserpokemon gehörte keinem anderen als Professor Eich selbst, von welchem Jasmina auch ihr erstes Pokemon erhielt. Da Glumanda, Schiggy und Bisasam bereits Trainer gefunden hatten, erhielt sie ein Evoli, welches sie später zu Blitza weiterentwickelte. Jasmina hatte bereits viele Regionen bereist, doch gab es immer wieder etwas Neues zu erleben, wie sie schon bald wieder feststellte.

    Das Pokemon Team:

    Suicune (schillernd)Suicune alias Shooter
    Shooter hatte Jasmina lange beobachtet, ehe er sie nach Azuria City führte und sich ihr anschloss. Shooter hat ein ruhiges Wesen und versucht jede Unruhe, welche des öfteren zwischen den Pokemon aufkommt, zu schlichten. Zudem ist er der Teamleiter.

    BlitzaBlitza alias Thando
    Thando ist ein Blitza und war einst das Evoli, welches Jasminas erstes Pokemon war. Er ist recht munter und nutzt jede Gelegenheit um neue Sachen auszuprobieren, was nicht selten in Chaos endet.

    LucarioLucario alias Salion
    Salion ist extrem auf seine Trainerin fixiert, und würde diese mit seinem Leben schützen. Das ändert jedoch nichts daran, dass er oft andere Ansichten hat und sich deshalb nicht selten mit ihr streitet. Zudem ist Salion recht eigensinnig und stur, womit er bei den anderen Pokemon nicht immer gut ankommt.

    SkorgroSkorgro alias Trembor
    Trembor ist sozusagen der Clown. Er versucht die Stimmung im Team aufrecht zu halten und Streit zu schlichten. Oft überspielt er dabei seine eigene Stimmung, weshalb es so wirkt, als wäre er immer bester Laune.

    ScheroxScherox alias Caron
    Caron ist eher ein Außenseiter, meistens hält er sich im Hintergrund. Sein Charakter wirkt desöfteren als käme er direkt aus dem Mittelalter, da er im Vergleich zu den Anderen eine mehr als gewählte Ausdrucksweise hat. Auch bezeichnet er Trembor öfters als seinen kleinen Bruder.

    Feelinara (schillernd)Feelinara alias Snow
    Snow kam erst kurz vor der Abreise ins Team und stieß bei einigen Pokemon auf Ablehnung. Besonders Salion ist ihr gegenüber sehr abweisend, was Snow jedoch nicht davon abhält seine Stärke insgeheim zu bewundern. An sich ist sie eher zurückhaltend und versucht Streitereien zu vermeiden.


    Prolog
    Prolog

    Es ist jetzt zehn Jahre her...
    „Los Kyogre, tauche Hoenn in ein neues Zeitalter!“ befahl Adrian, der auf dem legendären Pokemon stand und eine glühende Kugel in der Hand hielt. Das Wasserpokemon brüllte laut und eine meterhohe Welle türmte sich am Horizont auf. „Feg sie vom Platz Groudon!“ erklang eine andere männliche Stimme. Das Kontinental-Pokemon fauchte, sodas die Berge zu beben schienen und gigantische Stacheln schossen wie aus dem Nichts vom Boden herauf.

    Doch wie weit wart ihr bereit zu gehen?
    „Hört endlich auf zu kämpfen!“ eine junge Trainerin warf sich direkt vor Kyogre, welcher gerade dazu ansetzte sein gegenüber endgültig auszuschalten. Das Pokemon hielt inne und knurrte laut „Mach schon Kyogre, räum sie aus dem Weg!“ rief Adrian.

    Seid ihr bereit erneut so weit zu gehen? Oder noch weiter wenn es sein muss?
    „Wir haben es geschafft, die Proto Entwicklung! So wird es funktionieren!“ rief Marc und lachte, sodas es durch die gesamte Halle schallte. Das Urzeitpokemon hob erschöpft den Kopf, die Ketten, die es gefangen hielten rasselten laut. „Halte durch mein Freund, ich hole dich hier raus“ erklang eine sanfte Stimme direkt neben dem Pokemon und schien ihm wieder etwas Lebensmut einzuhauchen.

    Was wenn alles scheitert?

    „Salion, halt durch!“ schrie Jasmina und versuchte ihr Pokemon zu erreichen, bevor es von der Plattform in die glühende Lava fiel. „Halte sie auf Magnayen!“ das schwarze Pokemon sprang los und landete direkt vor Jasmina, wodurch es ihr den Weg versperrte. „Holt Ihn da raus...“ knurrte Lucario und hielt sich krampfhaft am Rand der Plattform fest.

    Wird es noch Hoffnung geben?

    „Komm schon Folipurba, da müssen wir jetzt durch!“ schrie der junge Mann, während Camerupt immer weiter seine sengenden Feuerattacken losließ. „Der Reflektor... ich kann ihn nicht mehr...!“ keuchte Folipurba und taumelte nach hinten, mit letzter Kraft gab es seinem Trainer einen gewaltigen Stoß, wodurch er aus der Schussbahn des Feuerpokemons rutschte. Im nächsten Moment gab Folipurbas Reflektor unter der Hitze nach und zerbarste in kleine Teile. Nur eine Millisekunde bevor die Attacke traf, rauschte ein Schatten an dem jungen Mann vorbei, direkt in die Hitzekoller Attacke.


    Chapter I
    Kapitel 1:Vorbereitung auf eine große Reise

    „Na Partner, bereit für Hoenn?“ fragte Jasmina und strich dem Pokemon, welches neben ihr lag, sanft durch das silbrige Fell. „Ich gehe dahin, wo du hingehst“ kam es leise als Antwort. Jasmina sah das Pokemon eine Weile schweigend an, dann lächelte sie „Gut“. Seit Jasmina vor 9 Jahren ihre Pokemon Reise in Kanto begonnen hatte, war sie viel herumgekommen. Sie war durch Kanto gereist, durch Jotho, Hoenn, Sinnoh, Einall und Kalos. In Sinnoh war es Jasmina erstmals gelungen mit den Pokemon zu sprechen, als sie auf N und Reshiram traf.
    „Weißt du Shooter, ich frage mich wie es N und Reshiram geht“ überlegte Jasmina und sah der untergehenden Sonne entgegen.
    Shooter welcher neben seiner Trainerin lag hob den Kopf und sah ebenfalls gen Horizont „Ich denke er hat die Lage in Einall gut unter Kontrolle“.
    Jasmina nickte „Ja...ja das denke ich auch!“. Eine Weile sahen die beiden noch der Sonne entgegen dann erhob sich die junge Frau schließlich „Wir sollten zurück zum Pokemon Center, morgen müssen wir das letzte Stück nach Escissia schaffen“. Sie schwang sich auf Shooters Rücken und das Pokemon trabbte los. „Wann gehts denn los?“ fragte Suicune während die beiden ein kleines Waldstück durchquerten
    „In zwei Wochen. Dann nochmal zwei Wochen für die Überfahrt. Die Fähre macht einige Zwischenstops“ erklärte Jasmina. Shooter grummelte vor sich hin „Was hast du denn Shooter?“ fragte die Trainerin besorgt. „Weißt du denn schon welche Pokemon du mit auf die Fähre nimmst?“.
    Jasmina seufzte „Ja so in etwa. Ich werde es mir überlegen bis wir in Escissia angekommen sind“. Als sie mit Suicune am Pokemon Center angekommen war, rutschte sie von seinem Rücken „Komm zurück, Kleiner. Ruh dich aus, wir müssen morgen noch einen weiten Weg zurücklegen“. Jasmina betrat das Pokemon Center, da kam ihr auch schon ein junger Mann entgegen.
    „Hier, bitteschön, das ist von Professor Birk“ er überreichte ihr ein Ticket.
    „Oh, danke“ sagte Jasmina lächelnd und nahm das Ticket entgegen. Der Mann nickte ihr noch einmal zu und schon war er zur Tür hinaus. Die Trainerin ging zum Info Schalter hinüber „Oh, Jasmina, deine Pokemon sind wieder fit“ sagte Joy, als sie die junge Frau erblickte. „Gut“ kam es von der Trainerin.
    Sie zog sich auf ihr Zimmer zurück und kramte ein kleines Fotoalbum aus ihrem Rucksack, welches sie aufschlug und gedankenversunken die Fotos darin betrachtete. Bei einem, von ihrem Suicune hielt sie inne. Auf dem Bild war sie mit dem Wasserpokemon und einem jungen Mann zu sehen, im Hintergrund sah man die Arena von Azuria City aus Kanto. „Weißt du noch, Shooter? Du hast mich und Buttler durch halb Kanto gehetzt“ murmelte die Trainerin. Auf einem anderen Foto war Jasmina mit Professor Eich und einem jungen Evoli zu sehen „Und Thando... es kommt mir vor wie gestern. Und jetzt bist du zu einem starken Blitza herangewachsen“. Mit einem tiefen seufzen legte die Frau das Foto Album beiseite.

    Am nächsten Morgen war Jasmina bereits wieder unterwegs noch ehe die Sonne aufgegangen war.
    „Jasi?“ kam es von Thando, welcher neben seiner Trainerin und Shooter hertrabbte
    „Was gibts?“
    „Wie ist es so in Hoenn?“.
    Jasmina strich einige Strähnen von Suicunes Mähne beiseite, welche wie Wasser um sie herumwirbelten „Naja, es ist...anders“ begann sie „In Hoenn gibt es viel mehr Wasser als in anderen Regionen, sogar eine Insel, welche von hohen Felsen umgeben ist, man kann sie nur durch einen Wassertunnel erreichen. Dann beschäftigen sich die Wissenschaftler viel mit Wetter. Aber das beste an Hoenn sind die Pokemon Wettbewerbe“ fuhr Jasmina fort.
    „Was sind das für Wettbewerbe?“ fragte Blitza und hüpfte zu seiner Trainerin auf Suicunes Rücken. „Naja, da kommt es nicht wie bei normalen Kämpfen, nur auf die Stärke an, sondern darauf, wie schön sich ein Pokemon und seine Attacken präsentiert“ erklärte Jasmina. Blitza sah sie skeptisch an „Das ist doch was für Mädchen“ die Trainerin grinste
    „Du musst ja auch nicht mitmachen. Ich habe schon ein paar Pokemon, denen es Spaß machen könnte. Glaziola zum Beispiel könnte am Schönheitswettbewerb teilnehmen, und Pikachu an denen, wo es auf eine niedliche Erscheinung ankommt“. Eine Weile herrschte schweigen, dann warf Jasmina die Arme nach oben und streckte sich ausgiebig „Ich kanns kaum erwarten wieder in Hoenn zu sein und euch alles zu zeigen!“ rief sie vergnügt. Suicune stieß ein lautes Jaulen aus, ehe es, angesteckt von der guten Laune seiner Trainerin, lossprang.
    Jasmina grub die Hände in die seidige Mähne „Schneller, Shooter!“ feuerte sie das Pokemon an, welches geschmeidig durch den Wald galoppierte. Es war früher Nachmittag als Essecia endlich in Sicht war. „Da vorne ist die Stadt!“ rief Jasmina, und Suicune nahm nochmal einiges an Tempo auf um aus vollem Lauf über den Rand eines Abhangs hinweg zu preschen. Das Wasser Pokemon setzte geschmeidig auf einem Sandweg wieder auf und rannte weiter Richtung Stadt. Neben einem Haus kam Suicune schließlich zum Stehen „Danke, Kleiner“ Jasmina schwang sich von dem Pokemon und rief zeitgleich Blitza wieder in seinen Ball. „Ich muss noch was mit dem Professor besprechen, du kannst dich ausruhen“ sagte die junge Frau „Ist gut“ kam es von Shooter, welches dann davontrottete.

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    Jasmina schlenderte durch die Straßen bis sie schließlich an einem etwas größerem Haus stehen blieb. Sie sah sich suchend um „Hier wollte sich Platan doch mit mir treffen“ murmelte sie. Nachdem noch eine Weile vergangen war erschien schließlich der Professor „Oh, du bist bereits hier. Tut mir leid, ich habe mich etwas verspätet“ sagte der Mann und lachte verlegen
    „Schon in Ordnung“ Jasmine lächelte.
    „Also gut, es geht um deine bevorstehende Hoenn Reise, richtig?“ fragte der Professor während er mit Jasmina in das Haus ging. Die beiden setzten sich ins Wohnzimmer „Richtig“ stimmte Jasmina zu „Es geht darum, alle Pokemon sicher nach Hoenn zu bringen. Da ein Trainer ja maximal sechs Pokemon bei sich tragen darf, brauche ich einen Weg für die Anderen“ erklärte die Trainerin.
    Der Professor nickte nachdenklich „Verstehe. Nun, wir arbeiten an einer neuen Technik, mit der viele Pokemon auf einmal transportiert werden können. Es handelt sich um den Pokemover, allerdings weiß ich nicht ob er schon auf solche Distanzen arbeitet“ erklärte Platan. „Wie lange würde es dauern, bis er sicher arbeitet?“ fragte Jasmina
    „Eine Weile dauert es schon noch. Aber ich denke du wirst ohnehin erst einmal genug zu tun haben“. Die Trainerin nickte „Geht klar. Aber es sollte dennoch nicht allzulange dauern“
    „Weißt du denn schon, welche sechs Pokemon du mit auf die Fähre nehmen wirst?“ fragte Platan während er sich und Jasmina zwei Gläser mit Limo füllte.
    Die Trainerin nahm dankend das Glas entgegen „Ja, meine Wahl steht schon fest. Es werden Suicune, Blitza, Skorgro, Scherox, Lucario und Feelinara sein“. „Verstehe“ Platan nam einen Schluck aus seinem Glas.

    Während die beiden noch etwas plauderten schlenderte Suicune durch die kleine Stadt. „Ich fragte mich, was ihr an Hoenn so gefällt...Ich hoffe die Reise lohnt sich“ überlegte das Pokemon. Shooter hockte sich an einen kleinen Teich und betrachtete das Wasser „Irgendwas muss es dort geben, was ihr ganz besonders gefällt“.
    Ein kühler Wind strich durch die Straße. Suicune sah gen Himmel „Da kommt ein Gewitter“ das Wasser Pokemon erhob sich langsam „Ich hab gerade wirklich keine Lust einen Sturm“.
    Mit einem kräftigen Sprung drückte sich Suicune vom Boden ab und landete auf einem der Hausdächer. Er sah gen Westen, von wo der Sturm kam, dann schloss er die Augen. Das schillernde Fell begann regelrecht zu leuchten, als Shooter die Augen aufschlug kam ein kräftiger Wind aus dem Norden. Die Unwetterfront, welche sich am Horizont aufgebaut hatte wurde regelrecht von dem Windstoß zerissen und die schwarzen Sturmwolken teilen sich in kleine Grüppchen von einfachen Regenwolken.
    „Shooter, was treibst du wieder?“ erklang Jasminas Stimme.
    Suicune sah auf die Straße hinunter ehe er vom Dach sprang und leichtfüßig neben seiner Trainerin landete. „Du willst doch nicht jetzt noch einen Sturm haben, oder?“ fragte Shooter und sah Jasmina von unten herauf an. Die Trainerin grinste und wuschelte Suicune durch die meerblaue Mähne „Nein, ist ja schon gut. Aber...“ sie hielt kurz inne „Ich bräuchte ein paar fleißige Pokemon die mir beim packen helfen“ sagte sie lachend.

    Die Beiden kamen schließlich zum Haus von Jasminas Tante „Bin wieder da!“ rief die junge Frau als sie die Tür aufgeschlossen hatte. Der Duft von frischem Kuchen stieg ihr in die Nase „Tantchen?“ Jasmina spähte in die Küche, während Shooter im Wohnzimmer sitzen blieb und sich bemühte mit seiner Größe nichts umzuwerfen. „Ich bin hier!“ erklang schließlich eine helle Stimme und Jasminas Tante Lora wirbelte die Treppe herunter. „Na, alles klar?“ fragte Lora während sie Jasmina herzlich umarmte
    „Klar doch“ antwortete die Trainerin. „Ich habe gehört du brichst nach Hoenn auf?“ fragte Lora während sie einen Kirschkuchen aus dem Ofen holte
    „Ja, in zwei Wochen geht die Fähre. Bis dahin gönne ich mir und meinen Pokemon eine kleine Auszeit“ erklärte die junge Frau und sah zu Suicune welches sich auf seine flatternde Mähne hockte und wie ein begossener Pudel zur Küchentür blickte. „Ach, das hab ich ja ganz vergessen!“ rief Lora so plötzlich, dass Jasmina erschrocken zusammenzuckte. Lora eilte ins Wohnzimmer und begann neben Suicune einige Stühle, Vasen und sogar den Tisch zu verrücken. „So, jetzt hast du Platz“ sagte sie und tätschelte dem Pokemon übertrieben den Kopf.
    „Danke...“ murmelte Shooter etwas überrumpelt. „Ah, es sagt es hat Hunger!“ meinte Lora plötzlich, da sie ja nur normale Pokemon Laute vernahm. „Nein, er sagt danke“ verbesserte Jasmina, doch ehe sie sich versah hatte Suicune einen Napf mit vermeintlichen Pokemon Futter neben sich stehen. Anstandshalber fraß das Pokemon ein paar Happen, sah dann aber irritiert auf „Schmeckt wie eingeweichte Brötchen...“ murrte Shooter. „Jasmina, Liebes, hast du irgendwo die Brötchen in der Milch gesehen? Ich brauche sie für ein neues Rezept!“ erklang wieder Loras überdrehte Stimme. Die junge Frau sah erst zu ihrem Pokemon, dann auf den Napf
    „Ich glaub...schon“ sagte sie schließlich zögernd.
    „Wo de- ACH du lieber Himmel!“ rief Lora als sie ebenfalls zu dem Napf sah. Im nächsten Moment aber war das schon wieder vergessen „Erzähl doch, was hast du alles erlebt?“. Jasmina erzählte ihrer Tante von den verschiedensten Abenteuern in Kalos. Schließlich ließ die Frau sie eine Weile in Ruhe, und die Trainerin zog sich mit Suicune auf ihr Zimmer zurück.
    „Ganz schön überdreht deine Tante“ meinte Suicune
    „Ja, aber genau deswegen mag ich sie. Schlechte Laune scheint es bei ihr nicht zu geben“ grinste Jasmina.
    „Achja, Jasi...“ begann Suicune zögerlich „Hast du denn schon ein Team, welches mit dir die Fähre nach Hoenn nimmt?“. Jasmina nickte „Ja, neben dir sind es Thando, Trembor, Caron, Salion und noch ein neues Teammitglied“. Die Trainerin begann einige Kleidungsstücke aus dem Schrank zu räumen, hielt dann aber inne und hockte sich gegen den Schrank gelehnt hin. „Alles oke?“ fragte Shooter und sah sie besorgt an
    Jasima nickte „Ja, alles klar...ich frage mich nur...was aus meinen Freunden in Hoenn geworden ist“ murmelte sie. Suicune legte den Kopf schief „Ist es nicht schwer, immerwieder seine Freunde zurück zu lassen, wenn du in eine andere Region reist?“ als Antwort erhielt das Pokemon nur ein tiefes Seufzen. „Ja, es ist sehr schwer. Doch ist es bei manchen besonders schwer, vor allem dann, wenn man nicht weiß ob man sie wiedersieht“ murmelte Jasmina nach einer Weile. Shooter sah sie aufmerksam an „Verstehe“ sagte er schließlich leise und legte den Kopf auf die Vorderpfoten. Die blaue Mähne und die weißen Bänder verloren den Wind, welcher ihnen immer inne wohnte und sie in Bewegung hielt, und sanken zu Boden. Jasmina blickte zu ihrem Pokemon, welches anscheinend eingeschlafen war und schlich zum Bett hinüber, sie kramte das Fotoalbum aus ihrem Rucksack und schlug es auf. In dem Teil von Hoenn befanden sich nur wenige Bilder. Auf einem war sie mit einem Jungen, mit hellen Haaren zu sehen. Mit einem übertriebenen Grinsen sahen die Beiden in die Kamera. Auf einem anderen war sie vor einem Strand zu sehen , im Hintergrund eine große Stadt.
    Jasmina seufzte „Wie es wohl nach all den Jahren in Hoenn ist?“ überlegte sie, als ihr ein Foto aus dem Album rutschte. Sie hob es auf und legte es zurück ins Album. Jasmina betrachtete das Bild noch eine Weile, dann klappte sie das Album zu und packte es wieder in den Rucksack. Obwohl sich die junge Frau mühe gab leise zu sein, weckte das dumpfe Geräusch Suicune auf. Das Pokemon sah aus dem Augenwinkel zu seiner Trainerin und schnaubte leise „Was hälst du von einem kleinem Training?“
    Jasmina sah zu ihrem Pokemon „Aber ihr sollt doch die freie Zeit geniesen“ sagte sie lächelnd. Das Pokemon schüttelte den Kopf „Etwas Training kann nicht schaden, sonst rosten wir noch ein“. Jasmina nickte zustimmend „Ja, außerdem möchte ich euch noch ein neues Teammitglied vorstellen“ sagte sie, woraufhin Shooter sie neugierig ansah
    „Was ist es denn für ein Pokemon?“.
    Die Trainerin machte eine Handbewegung, woraufhin das Pokemon ihr nach unten folgte „Ich bin mit den Pokemon noch eine Runde trainieren“ rief Jasmina ihrer Tante zu, welche wieder in der Küche hantierte. „Jetzt sag doch, um welche Pokemon handelt es sich, bei dem neuen Mitglied?“ fragte Suicune ungeduldig
    „Das werdet ihr alle gleich sehen“ lächelte Jasmine und ging mit Suicune zum Trainingsplatz.

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    „Also gut, kommt raus“ rief die Trainerin und warf die Pokebälle in die Luft. Der Reihe nach kamen Scherox, Skorgro, Blitza und Lucario heraus. „Leute, ich möchte euch Jemanden vorstellen. Euer neuer Teampartner. Komm raus!“ Jasmina warf den letzten Ball und ein Feelinara sprang heraus, ehe es leichtfüßig vor den Anderen landete. „Darf ich vorstellen, das ist Snow. Eure neue Partnerin“ stellte Jasmina das Pokemon vor.
    „Hey, willkommen im Team“ grinste Skorgro und segelte zu Feelinara hinüber. „Uhm..hallo“ kam es etwas schüchtern von dem Fee Pokemon. „Schau mal Shooter, noch so ein Pustemon“ meinte Salion trocken und deutete auf die Bänder an Snows Schleifen, welche ebenso wie die von Suicune dauernd in der Luft flatterten. „Wie witzig...“ murrte Shooter und trabbte zu dem neuen Pokemon. „Willkommen, mach dir keine Gedanken über die Kindsköpfe, eigentlich sind sie echt in Ordnung“ sagte er und lächelte
    „Ist gut“ murmelte Snow und hielt den Blick auf den Boden gerichtet. „Was meinst du denn mit EIGENTLICH, Shooter?“ kam es von Lucario, der sich neben seine Trainerin gesellt hatte und zu den Anderen hinüber sah. „Nimm ihn nicht ernst, er wirkt nur so abweisend, aber eigentlich ist er ganz nett“ sagte Suicune und hockte sich vor Feelinara, sodass er den Blick auf Lucario versperrte. „Grüße, Kleine. Ich bin Caron“ mischte sich das Stahlpokemon ein und gesellte sich zu Snow. „Er redet immer so“ grinste Trembor
    „Einer muss ja die Ausdrucksweise davor retten, in den Keller zu sinken“ verteidigte sich Scherox. Jetzt kam auch Thando angetrabbt „Familiärer Zuwachs, hm? Ich bin Thando. Freut mich“ das Elektro-Pokemon blickte zu Lucario hinüber „Salion, komm her. Sie wird dich schon nicht beißen!“ rief Blitza.
    „Was ist denn los, Salion?“ fragte Jasmina ihr Lucario, als dieser Thando nicht einmal antwortete. „Warum darf dieses Pokemon mit, wo es doch noch neu im Team ist?“ fragte Lucario in fast schon vorwurfsvollem Ton
    „Naja, gerade weil sie neu dabei ist, da könnt ihr euch erst einmal kennenlernen“ erklärte die Trainerin. Salion verschränkte die Arme „Du weißt, nur weil du unsere Trainerin bist, müssen wir noch lange nicht alles gutheißen, was du entscheidest“. Die Trainerin stimmte ihm mit einem Nicken zu „Das kann ich auch nicht erwarten“. Lucario wendete sich ab und ging zum Geländer, das den Trainingsplatz vom Park trennte und lehnte sich dagegen. "Was hat Salion denn schon wieder?“ fragte Thando, welcher mit Snow zu Jasmina kam. „Ach, er ist glaube ich etwas beleidigt, dass ich Wraith nicht mitnehme“ sagte Jasmina
    „Er und Zoroark streiten sich doch nur“ kam es von Blitza
    „Ja, aber im Grunde stacheln sie sich immerwieder an weiter zu trainieren. Genau diese Herausforderung fehlt ihm glaube ich“ versuchte die Trainerin zu erklären.
    Feelinara ließ die Ohren hängen und seufzte „Ich will wirklich keine Probleme machen“ murmelte sie. Blitza stupste das Fee Pokemon an „Mach dir nichts draus, der ist immer so“ .
    „Also gut Leute, was haltet ihr von einem kleinem Training?“ rief Jasmina ihren Pokemon zu. Diese kamen zu ihrer Trainerin und hockten sich in einem Halbkreis vor sie. „Salion, komm her!“ rief Jasmina Lucario zu, welcher sich nicht vom Fleck bewegt hatte. Als Antwort warf Lucario nur den Kopf zur Seite und schloss die Augen. „Na schön“ Jasmina seufzte „Dann eben nicht“. Sie sah die Pokemon eine Weile an „Caron, Trembor, ihr verbessert eure Abwehr“ Scherox und Skorgro entfernten sich ein Stück von den Anderen ehe sie mit dem Training begannen. „Thando, du versuchst mit deinen Elektro Attacken die Abwehr von Shooter zu durchbrechen“ fuhr Jasmina fort und schon starteten auch Blitza und Suicune ihr Training. „Und du...“ sie sah zu Snow welche immernoch die Ohren hängen ließ und ihre Trainerin mit großen Augen ansah „Schau doch erstmal beim Training zu, damit du dir ein Bild machen kannst wie es so abläuft“ schlug Jasmina vor. Feelinara nickte nur und trottete zum Rand des Kampffeldes, dort hockte sie sich hin und ließ wieder den Kopf hängen. „Salions rumgezicke nervt ganz schön“ meinte Thando, während er einen Donnerblitz auf Shooter schickte. Das Wasserpokemon schoss einen kurzen Wasserstrahl ab, welcher den Blitz streifte und in der Luft zerriss. „Du weißt doch wie er ist...“ sagte Suicune während eine Gedankengutattacke seine Mähne schillern ließ. Auch Skorgro und Scherox sprachen während des Trainings über das neue Pokemon „Was soll sie eigentlich für eine Aufgabe übernehmen?“ fragte Caron ehe er einen Patronenhieb auf Trembor startete. Skorgro schlug die Flügel um seinen Körper um den Angriff zu kontern „Keine Ahnung“ antwortete es hinter dem Flügelschutz. „Achja, Snow“ Jasmina setzte sich zu dem Fee Pokemon, dieses sah zu seiner neuen Trainerin auf „Ja?“. „Jetzt nimm dir das doch nicht so zu Herzen“ versuchte Jasmina das Pokemon aufzumuntern, was ihr jedoch nicht wirklich gelang. „Jasi“ erklang eine dunkle Stimme, die Trainerin sah auf
    „Was soll sie denn für eine Rolle im Team übernehmen?“ fragte Salion ohne Feelinara dabei auch nur eines Blickes zu würdigen.
    „Sie soll das Team mit Wunschträumen versorgen und mit Vitalglocke Vergiftungen, Verbrennungen und Paralyse heilen“ erklärte Jasmina und fing sich nur einen skeptischen Blick von Lucario ein
    „Wir sind bis jetzt prima ohne sowas ausgekommen“. Jasmina stand schwungvoll auf „Hör mal Salion, jetzt rei-„ begann sie, hielt aber inne als Snow an ihr vorbeischlich und sich vor Lucario hockte.
    „Ich will keinen Streit“ sagte das Fee Pokemon während es Lucario ansah. Als dieser jedoch den Blick weder abwendete noch etwas sagte blickte Snow wieder schüchtern zu Boden „Ich...ahm...“ stammelte sie „Ich geh schon“. In geduckter Haltung schlich das Pokemon einige Meter von Salion weg und hockte sich wieder an den Rand des Kampffeldes.

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    „Hey du, ich fordere dich zu einem Kampf heraus!“ erklang eine Stimme. Jasmina sah zu dem Jungen welcher geradewegs auf sie zumarschierte „Alles klar!“ willigte sie ein
    „Wir kämpfen drei gegen drei, einverstanden?“
    „Alles klar, dann überlasse ich dir die erste Wahl“ stimmte Jasmina zu. Während der Junge zum gegenüberliegenden Ende des Platzes ging, rief Jasmina ihre Pokemon vom Platz. Diese hockten sich zu den Bänken welche am Rande des Platzes aufgestellt waren. „Los gehts! Lass es krachen Tauboss!“ rief der Junge und warf den Pokeball aus dem das Vogel Pokemon kam und den Kampf mit einem lauten kreischen eröffnete.
    „Leg los, Trembor!“ rief Jasmina ihrem Skorgro zu, dieses segelte auf das Kampffeld und wetzte seine Scheren aneinander. „Ein Boden Typ? Das wird einfach!“ rief der Junge „Los Tauboss in die Luft mit dir und dann zeig ihnen deinen Sturzflug!“. Sofort schwang sich das Pokemon in die Luft und wirbelte eine Staubwolke auf „Halt dich bereit, Trembor!“ rief Jasmina. Skorgro schwebte in der Luft und fixierte das Tauboss an, welches seine Attacke startete und mit extremer Geschwindigkeit herabrauschte. „Jetzt! Schaufler!“ befahl Jasmina und nur wenige Centimeter vor Tauboss grub sich Skorgro in den Boden.
    „Nicht schlecht!“ gab der Junge zu. Jasmina grinste „Das war noch gar nichts! Los Trembor, Felsgrab!“ Skorgro stieß sich aus der Erde, direkt hinter Tauboss hervor und ließ seine Scheren auf dessen Rücken krachen. Das Vogel Pokekom fiel zu Boden, rappelte sich aber gleich wieder auf. „Sandwirbel!“ kam es von dem jungen Trainer. Sofort begann der riesen Vogel den Sand des Platzes in alle Richtungen zu wirbeln.
    „Los, über die Sandwolke“ rief Jasmina und Skorgro sauste empor „Warte bis du ihn siehst, dann hol den Vogel vom Himmel!“. Trembor schwebte in der Luft und sah auf die Staubwolke herab, bis er einen Schatten erkennen konnte. Das Fledermauspokemon startete einen Sturzflug und klappte die Flügel an um noch mehr Geschwindigkeit aufzunehmen „Zeigs ihm, Gifthieb!“ rief Jasmina. Skorgro donnerte mit aller Kraft auf Tauboss herab und drückte es zu Boden. „Oh nein Tauboss!“ das Vogelpokemon versuchte nochmal auf die Füße zu kommen, sank jedoch K.O. wieder zu Boden. „Na schön, Glückstreffer, mit dem hier hast du nicht so ein leichtes Spiel!“ der Junge rief Tauboss zurück und warf zeitgleich den nächsten Pokeball. „Ein Turtok also...“ murmelte Jasmina als sie das Gegnerpokemon erblickte. „Trembor komm zurück! Und los Thando!“ Blitza tauschte eilig mit Skorgro den Platz. „Starte die Runde mit einem Donner!“ befahl Jasmina. Blitza sauste los und ließ einen Donner los. Der Blitz fegte über das Feld hinweg und schlug hin und wieder auf den Boden.
    „Turtok, Panzerschutz! Schnell!“ rief der Junge. Sofort gehorchte das Pokemon und schaffte es gerade noch in seinen Panzer ehe es von der Attacke getroffen wurde. Kaum wurden die Blitze etwas schwächer gab der Trainer den nächsten Befehl „Jetzt, Erdbeben!“ rief er. Turtok kam wieder aus seinem Panzer hervor und stampfte mit einem Fuß auf den Boden. Schockwellen liefen über den Platz, kaum hörten sie auf, sackte Thando zusammen. „Schon oke Thando, zurück!“ Jasmina warf einen Blick auf ihre Pokemon „Ohne Thando wirds hart...“ überlegte sie. „Shooter hält Erdbeben auch nicht lange stand, und Trembor ist anfällig für den Eistrahl...“ grübelte die Trainerin. „Na, wie siehts aus, willst du aufgeben?“ neckte der Herausforderer
    „Niemals!“ entgegnete Jasmina „Salion, los!“, Lucario nickte und kam aufs Kampffeld, wenn auch ziemlich langsam. „Dein Pokemon sieht nicht aus als hätte es Lust zu kämpfen“ meinte der Junge grinsend
    „Warts ab“
    „Also gut, Turtok, nochmal Erdbeben!“ befahl er seinem Wasser Pokemon. Snow hatte sich neben Jasmina gesetzt und beobachtet das Treiben auf dem Kampffeld aufmerksam
    „Ist eine Bodenattacke nicht sehr effektiv gegen Stahl?“ fragte sie
    „Ja, aber das macht nichts“ antwortete Jasmina. Turtok stampfte wieder auf den Boden „Salion, Turbotempo, dann Nahkampf!“ rief die Trainerin. Sofort rauschte Lucario los, die Druckwellen schienen ihn kaum etwas auszumachen. „Nahkampf!“ wiederholte Jasmina, kaum dass Lucario direkt vor Turtok war. Das Kampf Pokemon startete eine blitzschnelle Abfolge von gekonnten Hieben.
    „Nicht übel, aber Turtoks Panzer ist viel zu hart!“ rief der Junge. „Wie gesagt, warts ab...“ murmelte Jasmina „Salion, Mega Entwicklung, go!“ rief sie. Lucario drückte sich von Turtoks Panzer ab und sprang rückwärts, zeitgleich nahm es seine Megaform an. „Und jetzt nochmal, Nahkampf!“. Innerhalb von nur einem Wimpernschlag stand Lucario wieder vor Turtok und startete erneut eine Attacke. Nach nur kurzer Zeit verlor Turtok die Kraft und kippte nach hinten. „Los, Megahieb!“ kam es von Jasmina und Lucarios Vorderpfote begann zu leuchten ehe er einen Treffer direkt auf Turtoks Bauchpanzer landete.
    „Turtok zurück!“ der Junge sah eine Weile auf seine Pokebälle und schien seine nächste Wahl zu überdenken. Lucario stand keuchend auf seiner Seite des Kampffeldes.
    „Alles Oke Salion?“ fragte Jasmina während sie ihr Pokemon ansah. Als Antwort erhielt sie nur ein entschlossenenes Nicken. „Das hier wird dein Pokemon stoppen! Los Gengar!“ traf der Junge seine letzte Pokemon Wahl „Starte mit Irrlicht, dann Bürde!“. Im nächsten Moment tanzten kleine blaue Flämmchen über das Kampffeld und näherten sich Salion aus allen Richtungen.
    „Pass auf! Gib ihm eine Dunkelklaue!“ kam es von Jasmina. Sofort setzte sich Lucario in Bewegung und rannte auf Gengar zu, dabei wich es den kleinen Flammen aus. „Jetzt Gengar, Bürde!“ befahl der Junge.
    „Was?!“ stieß Jasmina erschrocken aus. Lucario hatte eine der Flammen gestreift. Als Gengar Bürde einsetzte rauschte eine regelrechte Feuerwand an Lucario hoch und verpuffte dann in der Luft. Das Kampf Pokemon stolperte und überschlug sich einige Male auf dem Boden. „Und nochmal Bürde!“ wiederholte der Junge siegessicher. „Dunkelklaue, schnell!“ rief Jasmina und biss die Zähne zusammen. Salion rappelte sich hoch, doch im nächsten Moment machte Gengar eine winkende Handbewegung und wieder wurde aus der kleinen Brandwunde eine regelrechte Wand aus Flammen. Keuchend ging Lucario in die Knie
    „Willst du nicht doch lieber aufgeben?“ fragte der Herausforderer. „Ich...“ begann Jasmina, sie wollte auf keinen Fall, dass Lucario ernsthaft verletzt wurde, doch als sich das Pokemon wieder hochrappelte hielt sie inne. „Willst du wirklich weitermachen?“ murmelte die Trainerin und erhielt als Antwort einen entschlossenen Blick von ihrem Pokemon „Also gut! Schwerttanz!“. Lucario schloss die Augen, als es sie wieder aufschlug leuchteten diese in einem stählernem Blau. „Jetzt aber, Dunkelklaue!“ wiederholte Jasmina
    „Bürde!“ rief der Junge genau zeitgleich.
    Lucario preschte auf Gengar zu, der die Bewegung ausführte, bei welcher die Verbrennungen regelrecht Flammen fingen. Salion war direkt bei Gengar angekommen und holte zum Schlag aus, als dieses ebenfalls seine Attacke ausführte. Wieder schoss die Feuerwand an Lucario hoch und er schlitterte an Gengar vorbei und hockte keuchend auf dem Kampffeld. Jetzt erst sah Jasmina, dass auch Gengar getroffen wurde. Die beiden Pokemon sahen sich gegenseitig aus dem Augenwinkel an, keiner wollte aufgeben. Schließlich sackte Gengar jedoch zusammen.
    „WAS?!“ entfuhr es dem Junge und eilte zu seinem Pokemon. Jetzt brach auch Lucario zusammen, und auch Jasmina eilte zu ihrem Pokemon.
    „Salion, alles Oke?“ fragte sie und kniete sich neben das Pokemon. Dieses hielt gewaltsam seine Mega Form aufrecht „Ist gut, du hast gewonnen“ flüsterte sie. Salion stieß keuchend die Luft aus, dann verschwand die Mega Form. „Nicht schlecht, Partner“ sagte Shooter, welcher aus Richtung der Bänke angetrabt kam. „Was hast du erwartet?“ konterte Lucario und grinste erschöpft. „Das war ja der Hammer!“ lobte der Junge „Deine Pokemon sind echt stark!“.
    Jasmina lächelte „Danke, aber das kann man von deinen ebenso sagen“
    „Es war mir eine Freude gegen dein Team kämpfen zu dürfen“ verabschiedete er sich schließlich.
    Auch Snow kam herüber, während die anderen Pokemon immernoch bei den Bänken saßen und in irgendein Gespräch vertieft schienen. „Du bist wirklich stark“ sagte das Fee Pokemon anerkennend. Salion setzte sich auf und wischte sich etwas Staub aus dem Fell „Was dachtest du denn?“. Feelinara hielt inne und ließ wieder die Ohren hängen „Ich...naja..“ Suicune knuffte Lucario mit der Hinterpfote in die Flanke
    „Kannst du nicht einfach mal ein Lob annehmen, alter Sturschädel?“.
    Salion warf Shooter einen kurzen Blick zu „Nicht bei so einer Kleinigkeit“ murmelte er und befreite sein Fell weiter von Staub und Sand. Snow hockte immer noch wie ein begossenes Coiwaff da, dann leuchteten ihre Bänder auf und eine kleine Lichtkugel schwebte um sie herum. Nach einer Weile verblasste das Leuchten wieder, und die Kugel schwebte zu Lucario, woraufhin die meisten seiner Wunden sofort heilten. „Was soll das?“ knurrte Salion
    „Ich sollte euch doch mit Wunschträumen versorgen“ meinte Feelinara nur. Das Kampf Pokemon knurrte nochmal dann kümmerte es sich wieder um sein Fell. „Du bist unmöglich“ seufzte Jasmina
    „Was reden die da eigentlich?“ wandte sie sich an Shooter
    „Keine Ahnung, mal nachsehen“. Feelinara sah ihrer Trainerin und Suicune nach, blieb jedoch bei Lucario sitzen und sah ihm zu wie es den Sand aus seinem Fell zupfte. „Ist so eine Mega Entwicklung denn schwer?“ fragte Snow schließlich während sie das Halsband von Lucario betrachtete, in welchem der Megastein eingearbeitet war
    „Nicht wirklich, soll aber Pokemon geben die dann so viel Energie haben, dass sie den Verstand verlieren“
    „Kann dir das denn auch passieren?“ fragte das Fee Pokemon und sah etwas besorgt aus.
    „Nein. Jasi passt schon auf, diese Kraftschübe nicht zuoft einzusetzen“ antwortete Lucario. „Ach übrigens, ich bin Snow“ wechselte Feelinara das Thema
    „Aha“ kam es nur gelangweilt als Antwort. „Weißt du was...wenn du nicht reden willst, von mir aus“ kam es trotzig von Feelinara
    „Du bist ja ein richtiger Blitzmerker“ murmelte Lucario. Snow sah ihn wütend an „Und du bist ein arrogantes...“ sie knurrte leise „Für sowas gibt es gar keine Worte!“ damit trabbte das Fee Pokemon davon. Lucario sah ihr noch eine Weile nach „Weiber...“ murmelte er nur und kümmerte sich weiter um sein Fell.

    4---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    „Was redet ihr da?“ fragte Snow als sie bei Jasmina und den anderen Pokemon ankam. Augenblicklich herrschte Schweigen, Trembor sah das Fee Pokemon erschrocken an und kratzte sich verlegen mit der Schere am Kopf „Naja...Wir..“ stammelt er. Feelinara sah irritiert in die Runde „Hab ich irgendwas falsch gemacht?“ Skorgro wedelte mit den Scheren in der Luft
    „Nein, nein! Es ist nur...DINGS!“ Scherox sah die Fledermaus von der Seite her an
    „Der hat über dein Aussehen geredet“ sagte das Stahl Pokemon trocken. Skorgro sah seinen Freund mit offenem Mund an „Was redest du da, dass stimmt doch gar nicht!“ Caron blieb recht unbeeindruckt von dem Gefuchtel
    „Klar stimmt das, hat jeder mitbekommen“ kam es ausdruckslos. „Bin ich etwa zu dick?!“ fragte Feelinara nervös
    „NEIN!“ erklang wieder Trembors Stimme „Ich meine...“. „Was machst du für ein Geschreie, Trembor?“ erklang Lucarios Stimme, das Kampf Pokemon stand plötzlich hinter Skorgro. Die Fledermaus fuhr erschrocken herum „Was willst DU denn jetzt?!“. Lucario sah ihn schweigend an, dann sah er zu Feelinara, die den Blick wieder gen Boden gerichtet hatte „Alter, das ist nicht deine Liga“ kam es nur nur von Salion. „Du arroganter ...!“ rief Skorgro, halb ernst und halb im Spaß „In einem ernsten Kampf mach ich dich fertig!“. Lucario sah kurz zu Trembor „Pfh...“. Er hockte sich neben Thando, der ebenso unbeeindruckt von dem Gerede, auf einer der Bänke saß. „Hey, Sali. Alles klar?“ kam es von Blitza „Ja, alles gut. Dich hat es vorhin auch ja ganz schön durchgeschüttelt“ antwortete Lucario. Blitza winkte mit der Pfote ab „Achwas, hatte schon Achterbahnen die schlimmer waren“. „ICH HAB NICHT GESAGT DAS SIE FETT IST!“ schrie Skorgro plötzlich. Salion und Thando warfen einen kurzen Blick zu den anderen Pokemon welche angeregt plapperten und lachten. „Was hast du eigentlich gegen Feelinara?“ fragte Blitza ziemlich leise, Lucario schwieg eine Weile
    „Nichts. Warum?“ Thando sah ihn schief an „Weil du total patzig zu ihr bist?“ als Antwort erhielt er ein Grinsen
    „Ich bin zu euch nicht anders, ihr merkt es nur nicht mehr“. Das Elektro-Pokemon schüttelte den Kopf „Da redest du dir aber was ein“. Salion sah seinen Freund kurz an „Wie soll ich denn sonst zu ihr sein, ich kenn sie ja nicht. Im Grunde ist es mir auch egal“ meinte er schließlich. Blitza nickte „Hrm..versteh schon irgendwie“
    „Thando?“ erklang eine helle Stimme, das Fee Pokemon kam zögerlich zu Blitza und Lucario hinüber „Jasmina hat gesagt ihre Tante gibt heute Abend eine Grillfeier. Wir sollen bei den Vorbereitungen helfen“. Blitza sah sie neugierig an „Grillfeier? Wie kommt sie denn jetzt darauf?“
    „Es sollte eine Überraschung sein, aber Shooter hat sich verplappert“ erklärte Feelinara. „Dann macht mal schön“ meinte Lucario und stand auf, Blitza aber hielt ihn fest
    „Du drückst dich nicht“. Salion seufzte „Von mir aus“.

    Am Abend hatte Jasmina mit ihrer Tante einige Tische im Garten aufgestellt und die ersten Nachbarn trafen ein. Das Pokemon Team hockte verteilt im Haus, als auch im Garten. Während Shootere die Ruhe in Jasminas Zimmer genoss, tobte Snow mit Trembor durch den Garten. Thando und Salion hatten sich auf das Hausdach zurückgezogen und Caron half dabei die Bierbänke aufzustellen. „Soll ich schon mal die Steaks aus dem Kühlschrank holen?“ fragte Jasmina ihre Tante während sie noch zwei Stühle in den Garten trug, Lora wirbelte herum
    „Ja, genau! Die Steaks!“ fiel es ihr ein. Jasmina ging in die Küche und holte das Fleisch aus dem Kühlschrank. Als sie sich umdrehte stand Lucario in der Tür. „Salion, was ist denn?“ fragte die Trainerin irritiert
    „Warum musstest du das Team wieder umstellen? Es hat doch wunderbar funktioniert“ kam es von dem Pokemon welches sich gegen den Türrahmen lehnte. „Ganz einfach, weil ein Pokemon vom Typ Fee uns nochmal einen großen Vorteil verschafft“ erklärte Jasmina und fing sich einen vorwurfsvollen Blick ein „Jetzt versuch doch erstmal mit Snow auszukommen“ fügte die Trainerin mit einem Seufzen hinzu. Salion warf den Kopf zur Seite „Wenn du mich suchst, ich bin bei Shooter in deinem Zimmer“ mit diesen Worten wandte Lucario sich ab und ging die Treppe hinauf. Jasmina seufzte erneut ehe sie das Tablett mit den Steaks nach draußen trug „Hier Lora, ich muss eben noch etwas klären“ sagte die junge Frau und überreicht ihrer Tante das Tablett. „Macht Salion wieder Stress?“ fragte Thando, der durch den Garten an Jasmina vorbeischlenderte
    „Hör mir auf...“ murmelte Jasmina nur. Als sie das Haus betrat kam ihr Lucario jedoch schon wieder entgegen, dicht gefolgt von Suicune „Was hab ihr vor?“ fragte Jasmina und sah die beiden fragend an. „Salion soll das endlich mal klären, diese Streitereien nerven mich so langsam“ knurrte Shooter „Snow, komm mal eben!“ rief das Wasserpokemon. Feelinara, welches mit Skorgro immer noch Fangen spielte kam zu Shooter getrabt „Was gibts?“. Suicune warf Lucario einen auffordernden Blick zu „Weißt du, ich denke nicht, dass du sonderlich viel aushälst. Aber ich bin bereit mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen“ knurrte das Kampf Pokemon. Feelinara sah ihn zweifelnd an, dann bekam ihr Blick eine feste Entschlossenheit
    „Also gut“ stimmte Snow schließlich zu. In einem unbemerkten Moment schlichen sich die Drei aus dem Garten und gingen zum Trainingsplatz. „Also gut, auf die Plätze...“ begann Shooter und die beiden Pokemon nahmen ihre Positionen auf den gegenüberliegenden Seiten des Kampffeldes ein. „Fertig...“ Suicune trat einige Schritte zurück und hockte sich an den Kampffeldrand „Los!“.

    „Das wird nicht lange dauern!“ knurrte Lucario und stürmte auf Feelinara zu. Das Kampf Pokemon startete direkt mit einer Nahkampf-Attacke. Snow sprang zurück und wich den ersten Hieben aus, erlitt dann jedoch einen Volltreffer. Das kleine Pokemon wirbelte über das Kampffeld und kam in einer flüssigen Bewegung wieder auf die Beine. „Ich sag doch, dass geht schnell“ murmelte Salion. Feelinara flitzte auf Lucario zu „Und..Doppelteam“ flüsterte sie und begann Abbilder von sich selbst zu erschaffen. „Netter Trick aber...“ Lucario schloss die Augen, dann rannte es zielsicher auf eines der Pokemon zu. „Mist, woher...!“ rauschte es durch Feelinaras Gedanken, reflexartig schlang sie ihre Bänder um Lucarios Pfoten und stoppte so die nächste Nahkampf Attacke. Salion wirbelte herum und schleuderte Feelinara mit einem Schweifhieb davon. „Genug gespielt“ murmelte Snow. Die Bänder an ihren Schleifen glühten auf und im nächsten Moment rauschten Druckwellen über das Kampffeld. Lucario sauste ebenso hindurch wie bei Turtoks Erdbeben. Kurz bevor er das Fee Pokemon erreicht, ging er jedoch ächtzend in die Knie „W-was ist das...?!“ knurrte er, Feelinara sah Lucario ausdruckslos an
    „Schallwellen. Je näher du kommst umso stärker werden sie“. Salion knurrte laut „Na warte!“ er drückte sich kraftvoll vom Boden ab und rauschte die letzten Meter zu Feelinara ehe er ihr einen kräftigen Schlag verpasst. Das Fee Pokemon flog quer über das Kampffeld ehe es dicht neben Suicune auf den Boden prallte. „Alles oke?“ fragte Shooter etwas besorgt,Snow aber stand zittrig wieder auf
    „Ich werd nicht verlieren“ murmelte sie entschlossen. Lucario rannte bereits wieder mit glühenden Pfoten auf Feelinara zu „Und...“ flüsterte das kleine Pokemon und fixierte Lucario an. Als er dierekt vor dem Fee Pokemon war, sprang dieses hoch in die Luft „Mondgewalt!“. Eine Lichtsäule rauschte auf Salion herab und wirbelte jede menge Staub auf. Feelinara landete leichtfüßig außerhalb der Staubwolke „Weiter gehts mit Zauberschein!“ ein gleißendes Licht durchfuhr die Staubwolke und ließ die Sandkörner in grellen Licht aufblitzen. Während Snow auf die glitzernde Staubwolke sah, preschte ihr auch schon ein Schatten entgegen. Ein Hieb traf sie direkt am Kinn und warf das Pokemon hoch in die Luft. Mit einem Satz war Salion neben ihr in der Luft und holte zum nächsten Schlag auf. „Wenn er jetzt trifft wars das...“ überlegte Feelinara hastig und sah aus dem Augenwinkel nach unten. Die Bänder glühten erneut auf „Verloren“ murmelte Lucario und holte zu einem Megahieb aus, Snow kniff die Augen zusammen
    „Mist!“. Ein greller Blitz durchzuckte die Dunkelheit als Lucarios Attacke Feelinara traf. „Gleich krachts...“ Feelinara biss die Zähne zusammen, während sie gen Boden rauschte. Doch der Aufprall blieb aus. Stattdessen wurde Feelinara von irgendetwas aufgefangen. Vorsichtig öffnete das Fee Pokemon die Augen und sah Salion an. „Was? Du...“ stammelte Feelinara, Lucario, welcher das Pokemon aufgefangen hatte, ließ es unsanft zu Boden plumpsen
    „Du weißt, dass du verloren hättest. Wenn du dir ein Bein oder gar das Genick gebrochen hättest wäre Jasmina nur wieder sauer auf mich“ kam es trocken von dem Kampf Pokemon. Feelinara rappelte sich hoch, doch ehe es etwas erwidern konnte trottete Lucario davon, richtung Haus. Das Fee Pokemon sah irritiert zu Shooter, welcher gerade auf sie zukam „Alles oke?“, Feelinara nickte
    „Ja...ich...denke schon“. Suicune sah Lucario eine Weile nach „Du hast dich gut geschlagen. Sonst dauert es immer bis man sich Salions Respekt verdient hat“ meinte Suicune. „Respekt? Meinst du?“ fragte Snow zweifelnd, Suicune aber nickte
    „Er hätte dich ungespitzt in den Boden stampfen können. Und zwar wörtlich genommen. Aber wir sollten nun auch erstmal zurückgehen. Sonst merkt Jasi noch was“.

    „Hast du gewonnen, Salion?“ fragte Trembot als Lucario auf das Dach von Loras Haus sprang, das Kampf Pokemon setzte sich und seufzte
    „Das geht dich im Grunde gar nichts an“. Skorgro fuchtelte mit den Scheren durch die Luft „Du hast der Kleinen doch nicht etwa weh getan?!“. Lucario sah die Fledermaus schief an „Und wenn schon...“ als Antwort erhielt Lucario einen Hieb mit einer der Scheren
    „Bist du irre?!“. „Leute was treibt ihr?“ erklang Suicunes Stimme und das Wasser Pokemon landete elegant neben den beiden. Feelinara kletterte von dessen Rücken und blieb wie versteinert auf den Dachziegeln stehen „Die sind aber ganz schön glatt...“ murmelte sie unsicher. „Du siehst aus wie ein Sesokitz auf einem Eisteich“ sagte Salion trocken und stupste Feelinara in die Flanke, das Fee Pokemon zuckte und wedelte mit den Bändern in der Luft herum
    „Hör auf, das kitzelt!“. „Steaks sind fertig!“ war Jasminas Stimme zu hören
    „Oh ja, Futter!“ schwungvoll stieß sich Skorgro vom Dach ab und segelte in den Garten hinunter, auch Suicune sprang vom Dach. Feelinara blieb immer noch wie versteinert stehen „Willst du nichts?“ fragte Lucario und stand ebenfalls auf
    „Wenn ich mich bewege rutsche ich ab“ murmelte das Pokemon kleinlaut. Salion zuckte mit den Schultern „Ach so. Ich dachte schon du kommst nicht mehr runter. Dann hol ich mir auch mal was zu futtern“ mit diesen Worten sprang das Pokemon vom Dach. Snow blieb mit fassungslosem Blick zurück „Na toll...“ vorsichtig tappste sie über das Dach Richtung Garten. Als sie endlich herabsprang hatten die meisten Gäste bereits ihre Steaks auf den Tellern und auch die Pokemon waren mit Essen beschäftigt. „Da bist du ja“ kam es von Jasmina als sie ihr Fee Pokemon erblickte
    „Ja...ich...“ stammelte Feelinara, doch ehe sie sich eine Ausrede ausdenken konnte, wo es war, stellte Jasmina ihr eine Schüssel mit Pokemonfutter hin
    „Hier, lass es dir schmecken“. „Ich frag mich wirklich was uns in Hoenn alles erwartet“ murmelte Shooter und sah kauend zu Trembor, der mit seinem Napf direkt neben ihm hockte. „Keine Ahnung, aber so wie Jasi redet, muss es wirklich die tollste Region sein, die es gibt“ meinte die Fledermaus
    „Klingt so. Aber ich frage mich was genau denn an Hoenn so toll sein soll“ kam es von Suicune. „Also ich habe ja ehrlich gesagt überhaupt keine Lust auf diese Reise“ grummelte Lucario, der in einer Ecke des Gartens saß
    „Warum denn nicht?“ fragte Feelinara, die sich gerade neben Skorgro gesetzt hatte. Salion warf dem Fee Pokemon einen scharfen Blick zu
    „Im Grunde, geht dich das gar nichts an“ knurrte er. Trembor sah erst zu Salion dann zu Snow „Er ist angefressen, weil er in Sinnoh seine Familie und seine Freunde zurücklassen musste“ sagte die Fledermaus, als ob Lucario nicht anwesend wäre. „Trembor, sei still“ grummelte Lucario und sah das Gift Pokemon warnend an. „Stell dich doch nicht so an. Wir alle hatten Freunde bevor wir zu Jasi kamen. Aber jetzt haben wir eben hier Freunde. Naja...solange man sich nicht so anstellt wie du“ konterte Skorgro trocken
    „Hört auf ihr zwei“ mischte sich Shooter mit ruhigem Ton ein. Lucario warf Suicune einen kurzen Blick zu, dann lehnte er sich gegen den Holzzaun und schloss die Augen „Ich will nichts mehr von damals hören, verstanden Trembor?“. Skorgro seufzte „Jaja, ist gut“. Feelinara starrte schweigend zu Boden „Ich... tut mir leid Salion. Ich wollte nichts falsches sagen“ murmelte sie. Lucario seufzte „Schon gut“
    „Hey Leute, was gibts denn schon wieder so wichtiges zu besprechen?“ fragte Scherox und kam zu den Pokemon herüber. „Och, nur wegen der Reise nach Hoenn“ sagte Feelinara. Caron hockte sich hin und lehnte sich mit dem Rücken an Suicune „Na ich bin ja mal gespannt. Jasima kann es ja gar nicht mehr abwarten“ meinte das Stahlpokemon. „In drei Tagen gehts los oder?“ fragte Snow, Suicune nickte
    „Ja. Und die Überfahrt nach Hoenn dauert in etwa 14 Tage“ erklärte das Wasser Pokemon. „Warum fahren wir 14 Tage mit einem Schiff? Wie weit ist dieses Hoenn denn entfernt?“ kam es grummelnd von Lucario. „Jasi meinte irgendwas von einem Umweg über Orania City oder so“ sagte Shooter
    „Hey Shooti, kommst du nicht von dort?“ fragte Trembor und schob sich noch etwas Pokemon-Futter in den Mund
    „Ja, so in etwa. Jotho grenzt an Kanto. Aber in Orania war ich auch desöfteren“ antwortete Suicune.

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    Während die Pokemon den restlichen Abend ohne weitere Streitereien verbrachten, hatte sich Jasmina auf ihr Zimmer zurückgezogen und nutzte die stressfreie Zeit um eine Liste zu erstellen, was sie alles für Hoenn brauchte. Im Internet suchte sie eine detailierte Wanderkarte für die Region heraus „Es scheint sich weitgehend nichts verändert zu haben“ murmelte die Trainerin zufrieden während sie die Karte durchging. „Dann kann ich meine Wintersachen ja erstmal hier lassen“ überlegte sie und ging zu ihrem Kleiderschrank „In ein paar Tagen geht die Fähre...ich sollte wirklich so langsam alles mal zusammen packen“. Jasmina durchwühlte ihre Klamotten und warf einige davon aufs Bett „Dann noch der Schlafsack...“ die Trainerin zerrte den dunkelblauen Schlafsack aus ihrem Rucksack und breitete ihn auf dem Boden aus „Der sollte vorher nochmal zur Reinigung“ meinte sie als sie die erdigen Flecken auf dem Stoff betrachtete. „Pokedex...und ein paar Bälle. Achja, die Karte“ Jasmina sammelte immer mehr Dinge auf dem Bett an, als sie schließlich alles beisammen hatte, ging sie nochmal alle Gegenstände in Gedanken durch „Ja, das müsste jetzt alles sein“. Die Trainerin räumte ihren Rucksack aus, in dem noch allerlei Dinge waren, welche sie in Kalos eingesammelt hatte. Von Kräutern über die verschiedensten Prospekte bis hin zu Schlüsselanhängern war alles dabei. Jasmina legte den ganzen alten Kram auf ihren Schreibtisch. „So das wärs... das andere Zeug räume ich Morgen ein“ murmelte sie und verfrachtete den Haufen, den sie auf dem Bett angehäuft hatte auf ihren Schreibtischstuhl, den Rucksack legte sie daneben. „So...dann noch den Schlafsack in die Reinigung und...“ im selben Moment ging die Tür auf
    „Ach hier bist du“ erklang die Stimme von Scherox
    „Hey Caron, was ist los?“ fragte Jasmina während sie den Schlafsack mit dem Fuß unter den Schreibtisch schob. „Nichts, ich bin einfach müde. Die anderen sind noch im Garten“ erklärte Scherox
    „Ach so. Na gut“ murmelte Jasmina und zupfte ihre Bettdecke zurecht. Das Pokemon verzog sich währenddessen in seinen Pokeball, welcher mit den anderen fünf auf der Kommode lag. Als Jasmina sich endlich bettfertig gemacht hatte, war es bereits spät geworden. Langsam kamen auch die anderen Pokemon und verschwanden in ihre Bälle. Thando machte es sich am Fußende von Jasminas Bett bequem und Shooter rollte sich in einer Ecke des Zimmers zusammen.
    Am nächsten Morgen war die Trainerin bereits wieder früh auf den Beinen. Nachdem sie den Kram in den Rucksack gepackt hatte, machte sie sich mit dem zusammengerollten Schlafsack unter dem Arm auf den Weg zur Stoffreinigung. „Morgen, ich möchte etwas zur Reinung abgeben“ sagte Jasmina als sie den kleinen Laden betrat. Eine ältere Frau kam ihr entgegen
    „Ja, um was handelt es sich denn?“ fragte diese höflich. „Hier“ Jasmina deutete mit einer Kopfbewegung auf den Schlafsack. Nachdem die Angestellte den Schlafsack entgegen genommen hatte, schlenderte Jasmina wieder nach Hause, ohne zu ahnen, was bereits wieder bei ihren Pokemon Team los war.

    „Ist das hier der Rucksack, den Jasi für Hoenn gepackt hat?“ fragte Thando und schlich um einen dunkelbraunen Rucksack herum. „Ich glaube, einiges was Jasi für Hoenn braucht ist schon drin“ kam es von Lucario, welcher auf dem Bett lag, und die Arme hinter dem Kopf verschränkte hatte. „Meint ihr, wir sollten nochmal prüfen ob sie alles hat?“ fragte Blitza
    „Du willst doch wieder nur Unordnung machen, Thando“ kam es von Suicune. Blitza legte die Ohren nach hinten „Vielleicht“. „Hey Snow!“ rief Skorgro und landete direkt hinter Feelinara, die auf der Kommode saß. Erschrocken fuhr das Fee Pokemon herum und kullerte dabei rückwärts von dem Möbelstück. „Outsch...was denn?“ murrte Snow und hielt sich den Hinterkopf
    „Naja... hast du Lust nochmal in den Park zu gehen?“ fragte Trembor etwas verlegen. Feelinara sah die Fledermaus irritiert an „Wieso in den Park?“ fragte sie
    „Na weil ...weil...“ das Boden Pokemon zupft an seinem Flügel „Einfach so eben, mir ist langweilig“. Snow musterte ihn eine Weile „Lass mal, ich hab Kopfschmerzen“ motzte das Pokemon und tappste schmollend davon, ehe es sich unter das Bett verkroch. „Alter, so kriegst du nie ne Freundin“ meinte Salion trocken. Skorgro wedelte mit den Scheren in der Luft und deutete hektisch zum Bett
    „Die hört dich!“ zischte die Fledermaus leise. Lucario seufzte „Ich hab nichts gesagt“. Feelinara spähte unter dem Bett hervor und schielte zu Skorgro, der immer noch auf der Kommode saß. Im nächsten Moment kam Jasmina ins Zimmer „Hey Leute, ich bin wieder da...äh..Trembor..alles oke?“ die Trainerin sah ihr Gift Pokemon fragend an. „Jaja, alles oke!“ nuschelte Skorgro „Ich geh nochmal raus“. Im nächsten Moment war das Fledermaus Pokemon auch schon zur Tür hinaus „Was...hat er denn?“ stammelte Jasmina
    „Er hat einen Korb bekommen“ antwortete Lucario. Die Trainerin sah Salion mit hochgezogener Augenbraue an, dann seufzte sie und fuhr sich mit der Hand übers Gesicht
    „Mit euch wirds auch nie langweilig“. „Ich hab deinen Rucksack kontrolliert. Ist alles drin!“ rief Thando, als Jasmina zu ihm hinüber sah. Das Elektro Pokemon hockte neben dem ausgeräumten Rucksack, umringt von allen Dingen, welche Jasmina am Morgen eingepackt hatte. „Och, Thando...“ Jasmina warf dem Pokemon einen genervten Blick zu „Musste das denn sein?“. Blitza sah sie mit großen Augen an „Ich wollte doch nur prüfen, ob du alles hast“ meinte das Pokemon, die Trainerin seufzte erneut „Alle mal raus, ich mach das hier. Ihr verhaltet euch ruhig und heute Abend seid ihr alle wieder da, verstanden?“. Nacheinander trotteten die Pokemon aus dem Zimmer „Toll gemacht Thando“ murrte Suicune
    „Ich wollte doch...“ begann Blitza
    „Wenn es in Hoenn genauso abläuft steig ich aus“ knurrte Lucario. Jasmina begann die Sachen wieder in den Rucksack zu packen „Morgen dann den Schlafsack abholen... Übermorgen nochmal alles durchgehen und dann gehts endlich auf die Fähre“ überlegte sie.
    „Ich geh Trembor suchen“ murmelte Feelinara, während sie dicht neben Suicune lief
    „Ist gut“ antwortete Shooter
    „Aber mach dir keine Gedanken, er dramatisiert immer etwas über“. Das Fee Pokemon nickte Suicune noch zu, ehe es in eine Seitenstraße abbog. Die anderen Pokemon gingen weiter bis zum Park „Wo ist eigentlich Snow hin?“ fragte Lucario beiläufig
    „Die wollte was erledigen“ antwortete Shooter knapp. „Jetzt sag mir nicht, sie ist Trembor suchen?“ knurrte Lucario leise
    „Jetzt sag bloß du bist eifersüchtig, Sali“ neckte Blitza
    „Klar Thando, und morgen bin ich der Weihnachtsmann“ konterte Lucario grinsend. „Sagt mal Leute“ kam es plötzlich von Suicune „Wo ist eigentlich Caron?“. Die Pokemon blieben stehen und sahen einander fragend an „Stimmt...Scherox fehlt. Kam der eigentlich mit raus?“ fiel es auch Blitza auf
    „Sieht ihm gar nicht ähnlich“ bemerkte Lucario. „Das wird Jasi nicht gefallen“ murmelte Thando
    „Sollen wirs ihr sagen?“ fragte Salion zweifelnd
    „Lasst ihn uns erstmal suchen“ schlug das Elektro-Pokemon vor. „Wie ihr wollt, ich hab auch nicht schon wieder Lust auf Stress“ stimmte Suicune eher widerwillig zu. „Also gut, dann teilen wir uns auf und in einer Stunde treffen wir uns wieder hier?“ fragte Blitza. Die anderen beiden nickten, dann trennten sich die Pokemon um Scherox zu suchen.

    „Hey, Trembor“ flüsterte Feelinara als sie das Gift Pokemon nahe an einem See entdeckt hatte. Skorgro drehte sich nichtmal um, sondern starrte weiter ins Wasser „Willst du mich jetzt auslachen?“ fragte er tonlos. Snow setzte sich neben die Fledermaus „Quatsch! Wieso sollte ich?“ fragte sie irritiert, als Antwort erhielt sie ein Schulterzucken. „Na ihr Beiden“ erklang die Stimme von Scherox. Skorgro sah überrascht auf „Ach da steckst du, Bruder. Seit der Gartenfeier warst du wie vom Erdboden verschluckt“. Caron setzte sich neben die beiden „Ich wollte einfach nochmal abschalten, ehe wir aufbrechen“ das Stahlpokemon sah prüfend zu Trembor „Alles klar mit dir?“, Skorgro nickte
    „Klar doch“ sagte er und grinste gezwungen. „Wie du meinst. Ich gehe dann mal zu Jasmina zurück, sonst macht sie sich noch Sorgen“ meinte Scherox. Skorgro und Feelinara nickten nur, dann verschwand das Stahl Pokemon zwischen den Bäumen. „Gehen wir auch zurück“ fragte Feelinara unsicher
    „Geh schon mal vor“ murmelte Skorgro. Das Fee Pokemon tappste langsam mit hängenden Ohren davon. Kaum, dass Snow den Park verlassen hatte krachte Blitza in sie hinein. „Thando, was?!“ rief Feelinara
    „Caron ist weg, das gibt wieder mega Stress!“ plapperte Blitza „Hast du ihn gesehen?!“. „Ahm..ja...der war gerade hier“ stammelte Feelinara „Er wollte zurück zu Jasmina“ Blita sprang hoch
    „Er ist schon zurück?! Ah gut, ich muss Sali und Shooter Bescheid sagen!“ damit war das Elektro-Pokemon auch schon verschwunden.

    6---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    „Ah, Caron, da bist du ja“ sagte Jasmina als Scherox in ihr Zimmer kam „Hab mich schon gefragt wo du steckst“. „Ach, ich hab mich nur von Kalos verabschiedet, immerhin bin ich ja hier geboren, und es ist meine erste große Reise“ erklärte Scherox
    „Verstehe...“ sagte Jasmina einfühlend. Damit war das Pokemon auch schon in seinem Ball verschwunden. Die Trainerin widmete sich wieder ihrem Fotoalbum, doch viel Ruhe blieb ihr nicht, da kamen auch schon Lucario, Suicune und Blitza völlig außer Atem herein. „Und was genau ist mit euch passiert?“ fragte Jasmina
    „Hast du Caron heute schon gesehen?“ fragte Blitza prüfend
    „Der kam gerade, wieso?“ fragte die Frau ohne den Blick von dem Album abzuwenden
    „Ach..nicht so wichtig“ kam es erleichtert von Blitza. Jasmina zuckte mit den Schultern „Na schön“. Suicune legte sich in eine Ecke und döste vor sich hin, während Thando sich unters Bett verkroch und Lucario hockte sich gegen die Wand gelehnt in die Nähe von Shooter. Etwas später kamen dann auch Skorgro und Feelinara ins Zimmer, während sich die Fledermaus sofort in ihren Pokeball verkroch setzte sich Feelinara zu Jasmina aufs Bett. Es war bereits spät am Abend als Jasmina endlich schlafen konnte, der Stress zwischen ihren Pokemon brachte sie zum Grübeln. Auch die Reise nach Hoenn machte ihr Kopfzerbrechen, mit einem Team voller zerstrittener Pokemon aufzubrechen war sicherlich nicht sonderlich spaßig. „Was ist nur los mit euch allen“ murmelte Jasmina. Während sie so nachdachte, was sie gegen den Streit tun sollte, schlief sie schließlich ein.

    Am nächsten Morgen als Jasmina aufwachte lag etwas Blaues neben ihr, irritiert rieb Jasmina sich die Augen und setzte sich auf. Neben ihr lag der Schlafsack, welchen sie in die Reinigung gebracht hatte. „Ah, du bist wach“ erklang die Stimme von Suicune
    „Äh..Shooter...was ist denn hier los?“ fragte Jasmina verdutzt. „Wir sind dir in letzter Zeit so auf den Zeiger gegangen, da dachten wir, wir helfen dir mal etwas“ meinte Lucario, Jasmina lächelte überraschte
    „Na das ist ja mal eine nette Überraschung!“. „Essen ist fertig“ rief Feelinara und kam mit einem Tablett herein, auf welchem ein Teller mit Spiegeleiern stand
    „Äh..danke aber..moment..habt ihr gekocht?!“ rief die Trainerin erschrocken
    „Nein, deine Tante“ kam es von Skorgro, welcher hinter Feelinara mit einer Limoflasche das Zimmer betrat. Die Trainerin wirkte immer noch ziemlich überrumpelt „Also..na gut..danke euch allen“. „Du willst dich doch heute noch von allen verabschieden oder?“ fragte Lucario und betrat ebenfalls das Zimmer
    „Ja...“ murmelte Jasmina. Nach dem Frühstück machte sich die Trainerin auf um sich von ihrem Nachbarn Kalem und ihren Freunden Sarah, Trovato und Tjerno zu verabschieden. Shooter nahm sie als einziges Pokemon mit, die anderen ließ sie bei ihrer Tante.
    Kurz nach dem Jasmina beim Pokemon Labor eingetroffen war, erblickte sie auch schon Kalem, welcher mit seinem Quajutsu schon auf sie wartete. „Oh, da bist du ja Jasi“ grüßte der Junge
    „Hey, na alles klar?“ erwiderte Jasmina die Begrüßung. „Ja, alles klar. Allerdings soll ich dir von den Anderen schöne Grüße ausrichten, sie wurden leider aufgehalten und sind nicht mehr rechtzeitig hier um sich zu verabschieden“ erklärte Kalem und überreichte Jasmina einen Briefumschlag „Hier, sie haben dir alle ein paar Zeilen geschrieben“. Die Trainerin nahm den Umschlag entgegen „Tja, so ist das eben, wir sind alle schwer beschäftigt was?“ grinste sie
    „Ja sieht wohl so aus“ meinte Kalem und grinste ebenfalls. „Was hast du denn als nächstes vor?“ fragte Jasmina
    „Ich werde mich demnächst auf nach Almia machen, das soll eine ziemlich unerforschte Gegend sein“ antwortete der Junge. Kalem sah von Jasmina zu seinem Quajutsu, dann wieder zurück „Also, was hälst du von einem Kämpfchen, bevor du abreist?“ fragte er, doch Jasmina schüttelte nur den Kopf
    „Tut mir leid aber ich habe zurzeit etwas Stress im Pokemon Team, da sollen sie wenigstens so etwas Ruhe haben“. Der Trainer nickte etwas enttäuscht „Ach so...verstehe“. „Na macht ja nichts, das holen wir dann einfach irgendwann mal nach“ fügte er schließlich hinzu
    „Worauf du wetten kannst“ stimmte Jasmina zu. Die Beiden plauderten noch eine Weile, ehe Jasmina sich von dem Jungen verabschiedete und zurück zum Haus ihrer Tante ging. Kaum kam die junge Frau in ihrem Zimmer an flog ihr bereits eine Jacke entgegen „Was ist jetzt wieder los?“ fragte Jasmina und sah sich um. Zu ihrem Erstaunen saßen die Pokemon artig in einem Kreis und beschäftigten sich mit einem Kartenspiel, stattdessen war Lora dabei das gesamte Zimmer auf den Kopf zu stellen. „Was machst du denn da?“ fragte Jasmina verwirrt, ihre Tante kroch rückwärts unter dem Schreibtisch hervor
    „Na ich muss doch wissen ob du alles eingepackt hast?!“ rechtfertigte sie sich. Jasmina sah sie mit hochgezogener Augenbraue an „Aber prüft man da nicht eigentlich die Tasche und nicht alles drumherum?“ Lora winkte nur ab
    „Das wäre ja umständlich. Erst alles aus- und dann wieder einräumen!“. Die Trainerin strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und seufzte „Also gut...aber ich denke ich hab alles“. Lora stand auf
    „Wie du meinst, ich will nichts hören, wenn du was vergessen hast!“ meinte sie schmunzelnd. Jasmina lächelte „Keine Sorge, ich halte dich raus“. Lora umarmte Jasmina herzlich „Du wirst morgen schon bald aufbrechen, nicht war?“ fragte sie, Jasmina nickte
    „Ja, um 5.oo Uhr gehts los“. Jasminas Tante nickte „Also gut, dann solltest du zusehen, dass du noch eine Mütze Schlaf bekommst“. Lora verließ das Zimmer, und kurz danach legte sich auch Jasmina ins Bett, die Pokemon waren immer noch dabei irgendein Kartenspiel zu spielen, als die Trainerin einschlief.

    Chapter II
    Kapitel 2: Auf hoher See

    „Los Leute, zurück!“ Jasmina rief ihre Pokemon, welche überall verstreut im Zimmer schliefen, zurück in ihre Bälle. Hastig schulterte sie den gepackten Rucksack auf und befestigte die Pokebälle am Gürtel. Stolpernd eilte Jasmina die Treppe hinunter, wo sie auch schon von Lora erwartet wurde „Machs gut Kleine, und ich wünsche dir eine sichere Reise“ verabschiedete ihre Tante sie. Jasmina blinzelte eine Träne weg „Mach ich Tantchen, keine Sorge“. Die Trainerin verließ das Haus und eilte zum Hafen „Das ich immer verschlafen muss“ murmelte sie genervt. Als die ersten Schiffe in Sicht waren, dröhte bereits das Schiffshorn, das die baldige Abfahrt ankündete.

    „Steg 5...Steg 6...Steg 7! Da ist es!“ Jasmina eilte den langen Steg entlang und winkte einem Arbeiter der Bordcrew zu, dass sie auch noch mitwollte. Der Mann tippte mit dem Zeigefinger auf sein Handgelenk und ging bereits an Bord. Die Frau kam keuchend auf dem Schiff an „Das Ticket bitte“ sagte der Mann während er an einem der Seile hantierte. Sofort zog die Trainerin ihr Schiffstickett aus der Hosentasche "Hier bitte", der Mann drückte einen Stempel darauf und nickte
    „Gut“ sagte er nur knapp und widmete sich wieder seiner Arbeit. Jasmina atmete nochmal tief durch, dann ging sie einen Gang entlang, welcher an Deck führte. „Verzeihung“ hielt sie einen Angestellten der Crew an „Dürfen sich die Pokemon hier frei bewegen?“ der junge Mann nickte
    „Aber klar doch“. Sofort holte Jasmina einen der Bälle hervor „Na gut Shooter, dann komm mal raus“ das Wasser Pokemon stand vor seiner Trainerin und sah sie fragend an
    „Was ist los?“. Jasmina schwieg eine Weile „Ich hab keine Ahnung wo mein Zimmer ist“ murmelte sie schließlich und kratzte sich verlegen am Hinterkopf. Shooter seufzte leise „Dann suchen wir doch mal...“. Eine ganze Weile irrten die beiden auf dem Schiff umher, ehe sie endlich die richtige Kabine fanden. Jasmina warf ihren Rucksack aufs Bett „Endlich Ruh-„ sie stockte als Lucario aus seinem Ball sprang
    „Was zum...“ knurrte das Pokemon. Die Trainerin drehte sich irritiert um „Was ist denn jetzt wieder?“ fragte sie leicht genervt
    „Mir ist schlecht“ murmelte Salion und wirkte irgendwie mehr grün als blau. Die Trainerin schlug sich mit dem Handrücken gegen die Stirn und ließ sich rückwärts aufs Bett fallen „Und ich bin gestresst. Konzentrier dich auf einen ruhigen Punkt“. Salion hockte sich mitten ins Zimmer und starrte an die Wand „Hilft nicht“
    „Dann geh raus und mach irgendwas“. Das Pokemon verließ das Zimmer, kurz darauf waren seltsame Kotzgeräusche zu hören. Direkt danach kam Salion wieder herein „Ist schon besser“ meinte er und hockte sich in die Ecke der Kabine. Die nächsten Tage verbrachte Jasmina mit ihren Pokemon fast ausschließlich in ihrer Kabine, bei allen schien das Geschaukel des Schiffs kräftig zuzusetzten. Soweit man bei einem Kreuzfahrtschiff von schaukeln reden kann, aber es reichte um ein gesamtes Pokemon Team auszuschalten und ihre Trainerin gleich dazu. Erst als das Schiff bereits einige Tage auf See war, verließ Jasmina freiwillig ihre Kabine. „Also so langsam hab ich mich dran gewöhnt“ meinte die Trainerin während sie mit Shooter an Deck ging
    „Also ich finde Schiffe immer noch unheimlich...“ murmelte das Pokemon „Wie kann etwas so Großes überhaupt noch schwimmen, und dann auch noch ohne Flossen?“. An Deck herrschte reges Treiben, Trainer als auch Pokemon schienen die kleine Auszeit gleichermaßen zu geniesen, ehe sie alle in neue Abenteuer starteten. „Na gut Leute, dann kommt mal raus!“ rief Jasmina und warf fünf Bälle in die Luft. Ihre Pokemon saßen im Halbkreis um ihre Trainerin und sahen sie erwartungsvoll an „Haben wir jetzt Ferien?“ fragte Trembor aufgeregt
    „Ja, könnte man so sagen. Ich will, dass ihr vor Hoenn nochmal richtig entspannen könnt. Also dürft ihr euch frei bewegen, aber stellt bitte nichts an“ erklärte Jasmina. Trembor machte einen hohen Sprung und drehte sich in der Luft einige Male um sich selbst „Endlich Ferien!“ rief die Fledermaus und sauste auch schon Richtung Pool. „Caron, hast du bitte ein Auge auf ihn?“ fragte Jasmina und sah Trembor etwas besorgt nach „Aber klar doch“ stimmte Scherox zu und trottete hinter dem Boden Pokemon her. „Dann gehe ich eine Runde laufen“ sagte Shooter
    „Ist gut, aber pass auf, dass du nicht zu nah an die Schiffsschraube kommst“ merkte die Trainerin an. Im nächsten Moment sprang das Pokemon auch schon über Bord und hüpfte auf dem Meer neben dem Schiff her. „Haben die hier einen Trainingsraum?“ fragte Salion trocken
    „Ich habe gesagt ihr habt Ferien“ wiederholte Jasmina mit einem Stirnrunzeln
    „Eben, und wir können doch machen was wir wollen, richtig?“ konterte Lucario. Die Trainerin seufzte „Treppe runter dann links“. Schon war das Kampf Pokemon verschwunden. Jasmina warf einen Blick zu Snow, die sich etwas ziellos umsah „Na, was willst du machen?“. Das Fee Pokemon sah seine Trainerin unentschlossen an „Ich weiß nicht so recht“. Die junge Frau lächelte „Dann lassen wir Mädels es uns an der Saftbar gutgehen, einverstanden?“ das Pokemon nickte
    „Einverstanden!“. „Zwei Erdbeershakes, bitte“ sagte Jasmina zu der Bedienung und nahm auf einem der Barhocker platz. Feelinara krabbelte auf den Hocker neben ihrer Trainerin und warf einen Blick über die Schulter zum Pool, wo Trainer mit ihren Pokemon planschten „Du kannst auch zum Pool“ sagte Jasmina als sie den Blick ihres Pokemon bemerkte. Snow winkte mit der Pfote ab
    „Später vielleicht“.

    1---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Es war bereits früher Abend und Jasmina plauderte immer noch mit der Barbedienung, welche von allerlei Abenteuern in Almia und Ore erzählte. Snow hatte den Kopf auf den Tresen gelegt und starrte gelangweilt vor sich hin, dann sprang sie schließlich auf und trottete über das Schiffsdeck. Am Pool entdeckte sie Caron, welcher in ein Gespräch mit einem Kingler vertieft schien. Ein Stück entfernt lag Trembor mit einer Sonnenbrille in einem der Liegestühle, neben ihm saßen ein Glaziola und ein Flamara, welche ihm irgendwas spannendes zu erzählen schienen. „Und ich mach mir Sorgen um den“ murmelte Snow ehe sie sich abwendete. Als sie gerade wieder zur Kabine zurückwollte entdeckte sie eine offen stehende Tür. Vorsichtig spähte das Fee Pokemon hinein, in einem Raum tummelten sich Pokemon und trainierten an Boxsäcken, Trainingsattrapen oder in Duellen gegeneinander. Inmitten der Pokemon, welche großteils Kampf und Bodenpokemon waren erblickte Feelinara ein Milotic. Wie gebannt beobachtete sie das Wasserpokemon, welches gerade ein Duell gegen ein Staraptor machte. Fast jede Attacke konterte das Milotic mit seiner Schwanzflosse oder wich einfach mit einer geschmeidigen Bewegung aus. „Wow...“ murmelte Snow, zögerlich betrat sie den Trainingsraum und setzte sich an den Rand des Duellplatzes.
    „Du wirst immer besser Staraptor“ lobte Milotic gerade das Vogel Pokemon, dieses machte in der Luft eine elegante Kehrtwende und startete eine Stahlflügel Attacke. Milotic feuerte einen Eisstrahl ab, der Staraptor eine Flügelspitze einfror, kurz bevor es seine Stahlflügel Attacke ausführen konnte begann es zu flattern und kam wackelig auf den Boden. „Wenn man weiß, wie man treffen muss, ist Stärke nicht wichtig. Auf Präzesion und Genauigkeit kommt es an“ erklärte Milotic und sah die anderen Pokemon der Reihe nach an, als sie so in die Runde sah stockte sie. Snow versuchte ihrem Blick zu folgen, doch versperrten ihr weitere Pokemon die Sicht. Milotics Blick, welcher eben noch sanft wirkte hatte eine unüberwindbare Entschlossenheit angenommen „Was ist denn los?“ fragte Feelinara und stellte sich auf die Hinterbeine um zu sehen welches Pokemon Milotics Aufmerksamkeit erregt hatte. Sehen konnte Snow allerdings nichts „Das ist nicht fair, warum sind Kampfpokemon so groß“ grummelte sie und setzte sich wieder
    „Also schön, ich nehme deine Herausforderung an“ sagte das Wasserpokemon plötzlich. „Wer ist so dumm es ernsthaft mit Milotic aufnehmen zu wollen?“ murmelte ein Kapoera, welches neben Snow saß
    „Sie wurde bisher nur ein einziges Mal besiegt“ fügte ein weiteres Pokemon hinzu. „Was nur einmal?“ fragte Snow erstaunt
    „Ja genau. Sie ist das Pokemon von Lorelei, eine der besten Trainerinnen in ganz Kanto. Der einzige, der es schaffte sie zu besiegen war Siegfried“ erklärte ein Panferno. „Wow, da muss man ganz schön naiv sein um es mit ihr aufzunehmen“ meinte Snow und richtete ihren Blick wieder nach vorn. Als sie jedoch sah, welches Pokemon es da mit Milotic aufnehmen wollte klappte ihr der Kiefer nach unten „Salion?! Bist du irre?!“. Lucario sah überrascht zu Feelinara
    „Was machst denn du hier?“ fragte er verdutzt
    „Was machst du da auf dem Duellplatz?!“ konterte Snow und machte kein Geheimniss daraus, für wie dämlich sie die Idee von Lucario hielt. „Also gut, bereit?“ fragte Milotic und schwenkte ihre seidige Mähne,
    „Ich bin immer bereit“ grinste Lucario. „Also gut“ rief das Panferno und kletterte auf einen Stapel Holzkisten „Das Duell beginnt in...3...2...1... LOS!“. Sofort preschte Lucario los, Mioltic sah gelassen zu wie er einen Schwerttanz Angriff ausführte, dann noch einen. „Wenn er sie trifft wars das“ murmelte Feelinara, irgendwie zweifelte sie jetzt doch etwas an Milotics Stärke. Oder würde das Wasser Pokemon sich nicht wehren, weil sie ohnehin verlieren würde und sich so eine Blamage ersparen wollte? „Das wars“ knurrte Lucario und setzte zum Nahkampf an, doch nur wenige Milimeter bevor er Milotic frontal traf aktivierte diese einen Reflektor. Salion schlug frontal auf das Schild ein, welches Milotic kuppelförmig um sich aufgezogen hatte. „Nicht schlecht“ murmelte Lucario, er durchbrach das Schild mit einer Durchbruch Attacke „Hab dich“ knurrte das Kampf Pokemon.
    „Wichtig in solchen Situationen ist es, ruhig zu bleiben“ erklärte Milotic und sah die Zuschauer Pokemon aus dem Augenwinkel an „Und...Konter!“. Lucario donnerte mit Nahkampf auf das Wasser Pokemon ein, dass der ganze Raum zu vibrieren schien, Milotic allerdings rührte sich nicht. „Genug“ sagte sie schließlich und eine Druckwelle warf Lucario quer durch das Zimmer, bis er auf der gegenüberliegenden Seite gegen einen der Boxsäcke krachte. Das Trainingsgerät wurde durch den Aufprall regelrecht zerrissen und der Sand flog in alle Richtungen. „Haltung...und Ruhe. Darauf kommt es beim Kämpfen an“ fuhr Milotic fort „Und darauf, seine Umgebung zu schonen“ fügte sie lächelnd hinzu.
    „Sie hätte ihn durch die Schiffswand schießen können aber es ist ihr sogar gelungen den Aufprallsort ihres Gegners zu wählen!“ staunte ein Kangama. „Sali!“ rief Snow und drängelte sich durch die Pokemon doch als sie zu Lucario hinüber sah rappelte dieser sich gerade wieder auf. „Wenn du denkst, mehr halte ich nicht aus liegst du falsch“ knurrte Lucario und hinkte zurück auf den Duellplatz
    „Ich hätte dich durch die Schiffswand brettern können, aber ich will keinen ernsthaft verletzen“ sagte Milotic sanft. „Du hast einfach schlecht gezielt“ meinte Salion und fletschte die Zähne „Das Duell ist noch nicht vorbei!“. Milotic sah mit ausdruckslosen Blick zu Lucario welcher mit gesträubtem Fell vor ihr stand „Doch ist es. Komm wieder wenn du ernsthaft etwas drauf hast“ sagte Milotic kühl und schlängelte vom Duellplatz „Ich muss jetzt zurück zu meiner Trainerin. Machts gut ihr Lieben. Bis Morgen“. Damit verließ das Wasserpokemon den Raum, auch viele andere Pokemon gingen, welche offenbar nur wegen Milotic hier gewesen waren. „Salion...alles oke?“ fragte Snow und tappste zu Lucario hinüber welcher mit geballten Fäusten immer noch auf dem Platz stand
    „Ja alles gut...dieses Weichei... wenn sie Angst bekommt zu verlieren haut sie ab“ knurrte Salion. Snow sah ihn eine Weile an, Milotic hatte sicherlich keine Angst, und das wusste Salion genausogut wie alle Anderen. „Kommst du mit an Deck? An der Saftbar gibts echt gute Milchshakes“ kam es leise von Feelinara, sie stellte sich darauf ein, dass Salion sie nun irgendwie anschnauze doch seufzte er nur
    „Du hast recht... verloren ist verloren. Aber ich werde es schaffen dieses Pokemon zu besiegen ehe wir in Hoenn ankommen“. Damit ging Lucario zu einem der Boxsäcke hinüber und begann mit den verschiedensten Attacken darauf einzuprügeln. Snow seufzte, dann trottete sie wieder an Deck, wo Jasmina mittlerweile in einem der Liegestühle lag. Thando lag neben seiner Trainerin und starrte in den Pool, wo lauter bunte Lichter angeschaltet wurden und das Wasser in den verschiedensten Farben glitzern ließen. „Ah Snow, da bist du also“ sagte Blitza als er Feelinara entdeckte. Ohne etwas zu erwidern legte sich das Fee Pokemon neben Thando und ließ die Vorderpfoten über dem Wasser baumeln.

    2---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    „Naja weißt du, eigentlich mag ich kein Wasser aber für dich mach ich eine Ausnahme“ erklang die Stimme von Trembor. „Was zum?!“ kam es von Blitza als er Skorgro mit einem schlangenähnlichem Pokemon erblickte „Das ist doch..Milotic!“ murmelte Snow. Das Wasser Pokemon hatte sich neben einer Frau zusammengerollt, welche ebenfalls in einem der Liegestühle lag und schielte Skorgro von unten herauf an. „Aber...ich mag doch gerade gar nicht schwimmen“ kam es von Milotic, Trembor sah sie einen Moment lang wie versteinert an, dann grinste er
    „Ach so verstehe schon, du willst mich veralbern! Ihr Wasserpokemon macht doch nichts anderes außer schwimmen, nicht wahr?“. Milotic sah ihn etwas irritiert an „Das ist ein Gerücht, oder hast du schon mal ein Flug Pokemon gesehen, welches nie landet?“. Trembor seufzte, dann drehte er sich um und winkte mit der Schere ab „Schon gut...vergiss es einfach, oke?“.Milotic kicherte „Du kannst gerne schwimmen gehen wenn du willst, ich halte dich nicht auf“ mit der Nasenspitze gab sie Skorgro einen Schubs, woraufhin die Fledermaus das Gleichgewicht verlor und im Pool landete. „Der und seine Weibergeschichten“ kam es von Caron, welcher plötzlich neben Thando saß. Das Elektro Pokemon sprang erschrocken auf, jedes einzelne Haar stand von seinem Körper ab und Funken knisterten zwischen dem Fell „Wo...kommst...du...her...?!“ keuchte Thando. Scherox sah ihn ausdruckslos an „Von da drüben“ er deutete mit einer seiner Scheren zu der Saftbar
    „Mach das nie wieder!“ fauchte Blitza, ehe er sich wieder hinlegte. Caron schien mehr als irritiert „Warum soll ich nie wieder an die Saftbar..ahm..Thando?“ er stupste das immer noch aufgeplüschte Blitza an, und immer wieder flogen kleine Funken davon
    „Hör auf, ich hasse das!“ murrte Thando und musste selbst irgendwie lachen.
    Die nächsten Tage verliefen ohne weitere Vorkommnisse. Während Trembor dauernt versuchte Milotics Aufmerksamkeit zu erlangen und somit beschäftigt war, suchte sich Caron immer wieder ruhige Plätze um sich zu entspannen. Thando und Shooter verbrachten die Zeit damit ihrer Trainerin Gesellschaft zu leisten und meist neben ihrem Liegestuhl faul in der Sonne zu liegen. Salion sah man sogut wie gar nicht mehr, er verbrachte seine gesamte Zeit im Trainingsraum. Snow hatte sich unterdessen mit einem Pikachu angefreundet und tobte mit diesem quer über das Schiff.

    „Nächster Halt: Orania City! Ich wiederhole: Nächster Halt ist Orania City in Kanto“ erklang die Schiffsdurchsage. „In Orania City hält das Schiff laut Plan einen Tag. Wir werden uns dort die Stadt ansehen“ erklärte Jasmina. „Achja...die alte Heimat“ murmelte Shooter und blickte zufrieden zu seiner Trainerin „Meinst du es sieht noch alles so aus wie damals?“. Die junge Frau zuckte mit den Schultern „Wir werden es bald wissen“ sagte sie lächelnd. Als eine Trainerin mit lilafarbenen, langen Haaren an Jamsina vorbeikam hielt die junge Trainerin inne „War das gerade...Lorelei von den Top Vier?“ murmelte sie
    „Ja, ja das bin ich“ erklang eine helle Stimme, Jasmina fuhr herum und zu ihrem Schrecken stellte sie fest, dass die Frau sie gehört hatte. „Oh..ahm..ich...ahm...Hallo“ stammelte Jamsina
    „Oh man“ murrte Thando und legte die Vorderpfote übers Gesicht. „Es ist mir eine Ehre sie zu treffen“ brachte Jasmina schließlich doch einen vernünftigen Satz heraus
    „Ganz meinerseits“ lächelte Lorelei. „Also gut, ich muss los“ fügte die Frau hinzu
    „Oh, sie gehen hier von Bord?“ fragte Jasmina
    „Ja, Richtig. Ich musste etwas in Jotho erledigen“ erklärte Lorelei. Jasmina nickte „Verstehe, dann wünsche ich Ihnen...“ mitten im Satz hielt sie inne als Feelinare begann wie eine Katze um Lorelei´s Beine zu kreisen „Was soll das?!“ fragte Jasmina leise und zog ihr Pokemon von der Trainerin weg. Lorelei aber lachte nur „Ist schon gut“. Im nächsten Moment hatte sich Snow schon freigestrampelt und eilte unter Deck „Sali wollte dich eine Revanche, wenn die jetzt von Bord geht...“ murmelte das Fee Pokemon und kam schlitternd in den Trainingsraum. Salion hockte gerade in einer Ecke und schien zu dösen „Sali! Die Trainerin von Milotic geht hier von Bord!“ erklärte Snow eilig. Sofort schlug Lucario die Augen auf „Mit der hab ich noch ne Rechnung offen“ er ging an Feelinara vorbei ohne sie noch eines Blickes zu würdigen,
    „Gern geschehen“ dachte Snow und folgte Lucario aus dem Raum. An Deck erblickte Lucario seine Trainerin, welche noch immer mit Lorelei redete „Jasi, ich hab noch eine Revanche mit ihrem Milotic offen“ sagte Lucario tonlos, Jasmina sah irritiert zu Lucario, dann wieder zu Lorelei
    „Ich ahm... das ist mir jetzt etwas unangenehm aber... mein Lucario scheint gegen ihr Milotic antreten zu wollen“ stammelte die Trainerin. Das Top Vier Mitglied sah kurz zu Lucario „Na schön. Von mir aus“ sagte sie knapp „Orania City hat ein großes Kampffeld für Pokemon“. „Wehe du krümmst diesem Milotic auch nur ein Haar!“ rief Trembor, und stand plötzlich vor Lucario
    „Halt den Rand, Kleiner“ knurrte Salion und folgte Lorelei, die sich zum Trainingsplatz aufmachte. Auch Jasmina und die anderen Pokemon kamen mit. Die junge Frau rief ihre Pokemon zurück in die Bälle, während sie Lorelei durch die Stadt folgte, nur wenige Straßen waren es, ehe die Beiden vor einem großen sandigen Platz standen . „Na schön, ist sich dein Pokemon wirklich sicher, dass es kämpfen will?“ fragte das Top Vier Mitglied und wirkte nicht gerade wild darauf einen Pokemon Kampf auszutragen. Jasmina ließ Lucario wieder aus seinem Ball „Sicher, dass du kämpfen willst?“ fragte sie und erhielt als Antwort nur ein entschlossenes Nicken. „Na schön, dann mal los Milotic“ kam es mit einem Seufzen von Lorelei, auch ihr Milotic schien nicht wirklich scharf auf einen Kampf zu sein. Das Wasser Pokemon streckte sich ausgiebig ehe es Lucario überhaupt bemerkte. Während sich Lorelei mit ihrem Pokemon auf die andere Seite des Feldes begab ließen Jasminas Pokemon es sich nicht nehmen, sich am Rande des Platzes zu platzieren und zuzusehen. Snow trabbte noch einmal zu Salion hinüber „Nicht jetzt“ knurrte er
    „Denk dran, wenn du einfach draufhaust kannst du nicht gewinnen“ erinnerte Snow „Das ist mir auch klar“ kam es patzig als Antwort. Das Fee Pokemon seufzte ehe es zu den Anderen ging.

    3---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    „Also gut, ich überlasse dir die erste Runde“ rief Lorelei als sie auf ihrer Seite des Feldes angekommen war. „Na schön Salion, Schwerttanz!“ eröffnete Jasmina. Ohne zu zögern gehorchte Lucario
    „Milotic, Siedewasser“ sagte Lorelei ruhig. Ihr Pokemon schoss blitzschnell einen kochenden Wasserstrahl ab, welchem Lucario nur knapp ausweichen konnte. „Nahkampf!“ rief Jasmina, Salion sauste auf Milotic zu, wieder aktivierte das Wasserpokemon einen Reflektor. „Sieht so aus, als wollten sie das unter sich klären“ meinte Lorelei, auch Jasmina hatte diesen Eindruck
    „Ja scheint so“. Nachdem Lucario den Reflektor durchbrochen hatte setzte Milotic wieder ihre Konter Attacke ein. Salion sprang über das Pokemon hinweg und setzte erneut Schwerttanz ein. „Ich hab dir doch gesagt, mit Stärke allein kommst du nicht weit“ sagte Milotic, zeitgleich holte sie mit der Schwanzflosse auf und verpasst Lucario einen Nasschweif. Salion wirbelte durch die Luft, landete aber sicher wieder und setzte gleich darauf Doppelteam ein. Milotic sah sich eilig um, fixierte jedoch sofort das Original an und schoss einen Eisstrahl ab. Nur knapp entkam Salion der Attacke und nutzte einen dritten Schwerttanz. Die anderen Pokemon folgten dem Geschehen gespannt „Ich könnte sie besiegen, aber ich schlage keine Frauen“ meinte Trembor und nickte selbstsicher
    „Erzähl doch keinen Mist, gegen den Eisstrahl machst du gar nichts“ kam es von Caron. Schmollend verschränkte Trembor die Arme „Von wegen“. „Pass auf Salion!“ rief Jasmina plötzlich und Skorgro zuckte vor Schreck zusammen. Als sich die Aufmerksamkeit wieder auf das Duell richtete lag Lucario hustend am Boden „Er hat wieder einen Konter abbekommen, mit dreifachem Schwerttanz“ murmelte Shooter. „Sali, los!“ rief Snow und lief am Rande des Feldes auf und ab. Keuchend kam Lucario wieder auf die Beine, während Milotic nicht mal einen Kratzer hatte. „Na los Partner, mach schon!“ rief Thando und sprühte vor lauter Aufregung Funken, Blitzschnell rauschte Lucario los
    „Kein Turbotempo...“ Suicune knirschte mit den Zähnen. Doch anders als erwartet schlug Lucario direkt vor Milotic einen 90 Grad Richtungswechsel ein, während die Wasserschlange ihm irritiert nachsah startete er bereits die nächste Doppelteam Attacke. Während das Original Lucario sich hinter Milotic aufhielt wuselten die Abbilder vor ihr durcheinander. „Milotic, Achtung!“ rief Lorelei als Lucario wieder Nahkampf einsetzte. Genau in dem Moment, in welchem Lucarios Attacke traf nutzte Milotic Konter. „Stopp! Sonst kriegst du wieder den doppelten Schaden ab!“ rief Snow und flitzte am Rand des Feldes entlang. Lucario warf ihr einen kurzen Blick zu, dann wurden seine Angriffe noch stärker „Du Sturkopf!“ schrie Snow verzweifelt. Bei der Kraft, die Lucario in seine Attacken legte, würde es ihn bei einer Konter Attacke wohl bis zum Mond schießen. Milotic begann aufzuleuchten kurz bevor sie ihre Attacke einsetzte, in diesem Moment sprang Lucario direkt vor sie und sah sie entschlossen an. „Was treibt der Vollidiot da?!“ fragte Trembor und starrte gebannt auf die Druckwelle welche sich gerade aufbaute
    „Der ist Lebensmüde“ sagte Shooter trocken. Dann rauschte auch schon die Konterattacke von Milotic los, die Druckwelle war so stark, dass das ganze Kampffeld Risse bekam. Salion wurde von der Wucht nach hinten gedrückt blieb aber stehen. „Du bist nicht schlecht aber...“ begann Milotic, erschrocken hielt sie inne als Lucario mit blau glühenden Augen direkt vor sie sprang. Auch seine Vorderpfoten wurden von blauem Licht umhüllt. Ein gleißender Blitz flackerte auf „Was ist das denn?!“ rief Skorgro und kniff die Augen zu. Als das Licht verblasste lag Milotic vor Lucario „Was?!“ rief Lorelei fassungslos und eilte zu ihrem Pokemon. „Was war das?!“ wollte nun auch Thando wissen
    „Gegenstoß“ kam es nüchtern von Caron „Milotic hat mit Konter die Kraft von Salions Nahkampf mit doppelter Kraft auf ihn zurückgeworfen. Er hat den Großteil dieses Angriffs für den Gegenstoß genutzt. So ergab das einen Angriff der die vierfache Kraft hatte, als der Nahkampf am Anfang“. „Er hat die doppelte Kraft von seiner eigenen Attacke abgefangen?!“ fragte Thando schockiert. Jasmina welche in der Zwischenzeit bei Lucario angekommen war fing das Pokemon auf, welches bewusstlos zusammensackte. „Dein Pokemon hasst es wohl zu verlieren, was?“ sagte Lorelei immernoch fassungslos
    „Ja...das könnte man so sagen“ stimmte Jasmina zu „Manchmal weiß ich echt nicht wo das noch enden soll“. Die Top Vier Trainerin sah zu Milotic, das Pokemon leuchtete in einem sanften Grün und im nächsten Moment war es wieder Topfit. „Dein Pokemon ist wirklich nicht schlecht“ sagte Lorelei anerkennend. Salion blinzelte erschöpft
    „Warum...bist du noch nicht K.O.?“ knurrte er leise, als er sah wie gut es Milotic ging. Das Wasser Pokemon sah ihn eine Weile an „Meine Trainerin gehört zu den Top Vier, da darf ich nicht so einfach besiegt werden. Du bist gut, das muss man dir lassen aber es fehlt dir an Ausdauer. Ich könnte noch dutzende Male Genesung einsetzten“ erklärte sie schließlich. „Waaass?! Die kann sich immer wieder heilen?!“ rief Trembor
    „Sie hat mit Absicht so getan als habe sie verloren“ kam es leise von Shooter. „Was?!“ Thando sah ihn überrascht an „Sie hat sogut wie keine offensiven Attacken genutzt und Salion durch seine eigene Kraft besiegt ohne sich wirklich anzustrengen“ erklärte Suicune. „Sali, du warst spitze!“ jubelte Snow und hüpfte um Lucario herum
    „Red keinen Stuss, sie hat nicht mal die Hälfte ihrer Attacken genutzt“ seufzte Salion. Snow ließ einen Wunschtraum nach dem anderen los „Sie ist auch von den Top Vier, ich fand dich spitze!“. Lucario warf Jasmina einen fragenden Blick zu, diese nickte nur stolz „Du warst wirklich klasse“. „Hör mal...irgendwann will ich dich in der Kanto Liga sehen, verstanden?“ sagte Milotic ehe es mit seiner Trainerin den Platz verließ. „Verloren gegen ein Weibchen...“ knurrte Lucario und erhielt einen Knuffer von Suicune
    „Gegen Frauen haben wir alle keine Chance, Partner“ sagte das Wasser Pokemon aufmunternd. „Hier gibts bald ein Feuerwerk“ platzten Thando und Trembor dazwischen. Die beiden hielten Jasmina ein riesen Plakat vor die Nase „Woher habt ihr das?“ fragte die Trainerin und sah verwirrt auf das Plakat, welches in etwa die Größe einer Tür hatte. „Von da drüben!“ Thando deutete auf einen Mann, welcher die Plakate an Bushaltestellen und Hauswänden befestigte. „Warum bringt ihr ein ganzes Plakat mit?“ fragte Shooter irritiert und versuchte verzweifelt seine Pfote von der klebrigen Rückseite des Papiers zu entfernen
    „Als Beweis! Sonst glaubt uns ja keiner“ sagte Trembor und nickte mit Nachdruck. „Also schön, ich denke wir können es uns vom Schiff aus ansehen. Morgen legt die Fähre nämlich schon wieder ab“ sagte Jasmina lächelnd. „Aber das nehmen wir mit!“ kam es von Trembor, er schleifte das Plakat hinter sich her. „Lass los!“ murrte Suicune, dessen Hinterpfote noch immer festklebte. „Na schön Leute, alle zurück in die Bälle. Ich muss noch ein paar Besorgungen in der Stadt machen“ sagte Jasmina und rief ihre Pokemon zurück. Nur Shooter durfte sich frei in der Stadt bewegen, da er eigentlich als Einziger nie etwas anstellte.

    4---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Nachdem Jasmina am frühen Abend wieder auf die Fähre zurückkehrte war Suicune noch auf einem Streifzug durch seine alte Heimat. Das Schiffsdeck wurde gerade mit vielen kleinen Lichtern geschmückt „Was ist denn hier los?“ fragte Jasmina einen der Arbeiter
    „Morgen zum Meeresfest von Orania dekorieren wir auch das Schiff. Wenn das Feuerwerk beginnt legt das Schiff ab, so haben die Passagiere eine gute Aussicht auf das Spektakel“ erklärte der Mann. Die Trainerin bedankte sich kurz für sie Auskunft, dann schaffte sie ihre Einkäufe in ihre Kabine. Kaum betrat sie das kleine Zimmer sprang Salion aus seinem Ball „Ich bin wieder trainieren“ sagte das Pokemon knapp. Jasmina sah ihrem Pokemon mit einem Seufzen nach, dann ließ sie auch die anderen vier aus ihren Pokebällen. „Hey Leute, Morgen wird in Orania City das Meeresfest gefeiert, und da das Schiff zu bald ablegt wird an Bord ebenfalls eine kleine Feier für die Passagiere veranstaltet“ erklärte Jasmina
    „Ein ganzes Fest? Oh, das ist ja klasse!“ rief Thando begeistert und es sprühten Funken aus seinem gelben Fell. „Ein Fest also...“ Trembor setzte sich neben Feelinara „Sowas alleine zu feiern macht doch keinen Spaß, nicht wahr Snow?“. Das Fee Pokemon sah zu Skorgro dann lachte es vergnügt „Stimmt, zum Glück sind wir genug und keiner muss es alleine anschauen“. Trembor sah sie einen Moment fassungslos an, dann ließ er den Kopf hängen „Ja..wir sind genug...richtig“. „Hab ich was falsches gesagt?“ fragte Snow irritiert und sah zu Thando der sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. „Ich kann mich ja mal nützlich machen und bei den Vorbereitungen helfen“ sagte Caron
    „Ist gut“ stimmte Jasmina zu. „Spießer...“ murmelte Thando „Schleimer“ kam es leise von Trembor. „Ich helf auch mit“ sagte Snow und folgte Caron an Deck. „Eigentlich...ist dekorieren doch nicht schlecht oder?“ meinte Skorgro plötzlich und sah fragend zu Blitza
    „Doch... ist es“ sagte das elektro Pokemon nur ehe es aufs Bett sprang und den Kopf in Jasminas Einkaufstüten steckte. „Ist da was für mich drin?“ fragte Thando und man hörte wie das Pokemon laut schnüffelte „Wenn du dir Fußfäule zuziehst ist das Gegenmittel nur für dich“ sagte Jasmina grinsend. Sofort zog Blitza den Kopf aus den Tüten „Na schön, ich will gar nichts von den Einkäufen abhaben“ änderte er seine Meinung plötzlich. Den Abend verbrachte Jasmina damit Planungen für Hoenn durchzugehen, während die anderen irgendwo auf dem Schiff verstreut waren und Shooter noch immer durch Orania City streunte.

    Am nächsten Morgen waren die anderen Passagiere bereits aufgeregt wegen des Festes am Abend und die Stimmung war locker und ausgelassen. Als Jasmina an Deck kam war Caron bereits wieder dabei beim Dekorieren zu helfen. Trembor und Thando plauderten mit einigen anderen Pokemon und Snow spielte mit ihrem Pikachu Freund wieder fangen. „Gehört dieses Scherox Ihnen?“ erklang die Stimme einer Frau, Jasmina drehte sich um und erblickte eine ältere Frau in Matrosen Outfit. „Ahm, ja. Egal was er angestellt hat, tut mir leid“ sagte Jasmina und machte sich auf Ärger gefasst, doch die Frau lachte nur
    „Nein, nein keine Sorge, er hat nichts angestellt. Aber seine Scheren sind äußerst nützlich, wäre es denn möglich, dass er uns heute Abend während der Feier auch hilft?“. Jasmina sah irritiert zu Carons Scheren „Nützlich?“ das Pokemon öffnete eine von ihnen, im inneren befanden sich Eiswürfel und sogar Sektflaschen, die Trainerin konnte sich ein Lachen nicht verkneifen „Klar kann er helfen. Aber auf so eine Idee bin ich auch noch nie gekommen“. Der Tag verging nur langsam und Jasmina konnte es kaum abwarten, bis endlich das Fest anfing. Als die Sonne sich dem Horizont näherte gingen in Orania City bereits die Lichter an. „Jasi!“ Snow kam schlitternd neben ihrer Trainerin zum Stehen „Ist Shooter schon wieder da?“ die Trainerin schüttelte den Kopf
    „Nein, aber der kommt schon“. Feelinara sprang auf die Theke der Saftbar „Ich brauche zwei Erdbeershakes!“ sagte sie und ein Miltank hinter der Theke begann mit der Arbeit. „Ich will aber Pirsifbeeren“ merkte der Pikachufreund an
    „Na gut, zweimal Erdbeer und einmal Pirsif“ verbesserte Feelinara. Jasmina schüttelte nur den Kopf „Was haben die jetzt wieder vor“ mit einem Seufzen wandte sie sich ab und ging zu den Liegestühlen hinüber. „Wir sehen uns später, Pikachu“ sagte Snow nachdem sie die Shakes bekommen hatte, die beiden Erdbeershakes nahm sie mit, indem sie ihre Bänder darum wickelte. Der Trainingsraum war wie leer gefegt, alle genossen lieber die Stimmung an Deck, nur Salion preschte unaufhörlich auf die Boxsäcke ein. „Hey Sali, kommst du mit hoch?“ fragte Snow und blieb in der Tür stehen. Lucario stoppte sein Training und sah keuchend zu ihr hinüber
    „Nein, lass mal“ sagte er nur knapp und holte bereits zum nächsten Schlag auf. „Hier“ Feelinara hielt ihm einen der Erdbeershakes vor die Nase
    „Äh..was...?“ stammelte Salion und sah sie verwirrt an
    „Wenn du schon nicht mitkommst bring ich dir das Fest eben nach unten“ grinste das Fee Pokemon. Salion nahm den Milchshake und seufzte „Danke...aber ich muss jetzt weiter trainieren“ Feelinara warf ihm einen Seitenblick zu
    „Wenn du nur am Trainieren bist hast du auch nichts davon“. Mit diesen Worten ging das Fee Pokemon wieder nach oben, mittlerweile waren die Lichter auf dem Schiff eingeschaltet. Überall hingen Lichterketten, kleine Strahler und bunte Discokugeln in mini Format. „Das ist ja toll“ staunte Snow und prompt stand Trembor neben ihr
    „Hübsch nicht? Ist doch schade, wenn man sowas nicht mit jemanden teilen kann“ sagte das Boden Pokemon und nickte um seiner Aussage nachdruck zu verleihen. Im selben Moment ging die Tür hinter den Beiden auf „Ja stimmt, sowas sollte man nicht verpassen“ sagte Salion und schlüfte an dem Milchshake. „Das ging ja schnell, Sali“ sagte Snow und grinste
    „Komm, da hinten im Pool sind bunte Lichter, dass musst du sehen!“ sagte Feelinara und zog Lucario hinter sich her richtung Pool. „Aber das ist....“ stammelte Trembor, dann segelte er zur Saftbar hinüber. Kaum war die Fledermaus auf einem Barhocker gelandet wurde er von allen Seiten seltsam angeschaut „Was...ist denn?“. Das Miltank, welches seinen Trainer hinter der Bar vertrat deutete auf den Barhocker „Du hast dich auf Ditto gesetzt“. Skorgro sprang hoch, doch konnte er nirgends ein Ditto sehen „Wollt ihr mich veralbern?“ fragte er mit einem Seufzen. „Nein, der Barhocker!“ das, was Trembor gerade noch für ein Möbelstück hielt, hatte sich soeben in ein Ditto verwandelt und amüsierte sich köstlich über den erschrockenen Blick der Fledermaus. „Caron, bring doch eben den Wein dort rüber“ bat die ältere Frau, welche sich Scherox für diesen Abend regelrecht ausgeliehen hatte. Das Pokemon trug schon die ganze Zeit Flaschen, gut gekühlt, zu den Gästen
    „Sag mal Caron, ist das nicht langweilig?“ fragte Shooter, der von seiner Erkundungstour zurück war. „Nein, so kann ich mich wenigstens mal nützlich machen“ kam es von Scherox. Besonders gut fanden die Gäste seine angedeutete Verbeugung, nachdem er ihnen die Getränke überbracht hatte. „Du bist echt im Mittelalter hängen geblieben“ meinte Suicune ernst
    „Einer muss ja Haltung bewahren“ konterte Scherox und marschierte an Shooter vorbei.

    5---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    „Sieht doch toll aus oder?“ fragte Snow und starrte wie gebannt in den Pool
    „Jaja, nett“ kam es nur von Salion, der auf einem Liegestuhl lag. „Hey! Ich dachte wir verbringen den Abend zusammen!“ protestierte Feelinara, Salion sah sie über den Rand des Milchshakebechers fragend an
    „Hat das denn irgendjemand gesagt?“. Feelinara richtete den Blick eilig wieder zum Pool „Ich wollte nur nicht, dass du alleine irgendwo rumgammelst“ rechtfertigte sich das Fee Pokemon, Salion grinste
    „Wie du meinst“. Mit einem lauten Dröhnen des Schiffshorns legte die Fähre ab und verließ Orania City. Die Sonne war gerade untergegangen und die Lichter, welche überall in der Stadt aufgestellt waren brachten das Meer zum Glitzern. „Das sieht ja wirklich toll aus“ staunte Jasmina und ging zum Geländer des Schiffs. Die ersten Feuerwerkskörper wurden in die Luft geschossen und entfalteten ihre Farbenpracht am nächtlichen Himmel. Nach einer Weile hatten sich alle sechs Pokemon bei ihrer Trainerin eingefunden und bewunderten zusammen mit den anderen Passagieren das Feuerwerk. „Habt ihr schon mal etwas so tolles gesehen?“ fragte Snow begeistert und stellte sich am Geländer hoch, um einen noch besseren Ausblick zu haben. „Sag schon Jasi, wie lange dauert es noch bis wir in Hoenn sind?“ fragte Salion und stützte sich auf das Geländer, während er ebenfalls das Feuerwerk betrachtete. Die Trainerin sah kurz gen Himmel und überlegte „Je nachdem wie sich das Meer verhält. Aber ich denke es wird nicht mehr lange dauern. Vielleicht noch ein oder zwei Tage“ meinte sie schließlich. Trembor seufzte genervt „Aber ich will JETZT neue Abenteuer erleben!“ protestierte die Fledermaus
    „Geduld ist eine Tugend“ meinte Caron nur und verschränkte die Arme. Skorgro schielte das Stahlpokemon aus dem Augenwinkel an „Musst du immer so hochgestochen reden?“ Scherox nickte
    „Wie gesagt, einer muss ja die Ausdrucksweise wahren“. Skorgro hockte unterdessen mit dem Rücken zum Feuerwerk da und schmollte vor sich hin. Snow rückte währenddessen unbemerkt zu Salion, der bei Shooter, etwas abseits der Anderen stand „Ist das nicht schön?“ fragte das Fee Pokemon verträumt. Salion und Shooter sahen Snow nur mit einem Stirnrunzeln an „Hast du das nicht vorhin schon mal gesagt?“ fragte Suicune eher beiläufig, Feelinara grinste etwas verlegen
    „Ja, kann sein“ stammelte sie nur. Während der restlichen Zeit, in welcher das Feuerwerk den Himmel erleuchtete schwiegen die Pokemon und ihre Trainerin. Als die letzten bunten Lichter hinter dem Horizont verschwunden waren zerstreuten sich die Passagiere des Schiffs wieder. „Also schön Leute, bald sind wir in Hoenn“ sagte Jasmina und blickte zu ihren Pokemon „Ich bin ja echt mal gespannt, was uns da alles so erwartet“.
    Den restlichen Abend verbrachte das Team an Deck und feierte ausgelassen mit den anderen Pokemon, während Jasmina wieder mit dem Pokemon Ranger an der Saftbar plauderte.

    6---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Am darauffolgenden Tag schlief Jasmina aus, das hatte sie jedenfalls vor. „Achtung! Achtung! Wir haben fast die Hoenn Region erreicht, doch gibt es ein paar Probleme. Es besteht kein Grund zur Sorge!“ dröhnte eine Durchsage des Kapitäns durch die Lautsprecher. Jasmina schreckte hoch „Wie? Wo? Was?“ stammelte sie irritiert und rieb sich die Augen. Die Frau blinzelte einige Male, dann sah sie, wie Shooter neben ihrem Bett saß und sie ernst ansah „Was ist los?“ fragte Jasmina. Suicune sah zu dem kleinem Bullauge zum Meer hinaus „Irgendwas stimmt hier nicht. Der Wellengang ist nicht normal“ sagte das Wasserpokemon beunruhigt
    „Die... Wellen?“ fragte Jasmina verwirrt und schlüpfte in ihre Sneakers, dann folgte sie Suicune an Deck. Jasmina sah aufs Meer, die Wasseroberfläche schien ruhig zu sein. „Was ist denn nun mit dem Meer?“ fragte die Trainerin und sah zu Suicune. Shooter starrte weiterhin auf das tiefblaue Gewässer „Die Wellen... irgendwas ist da unten“ murmelte Suicune „Die Wellen folgen unter Wasser einem seltsamen Bewegungsmuster“ fügte er noch leiser hinzu. Jasmina sah ihr Pokemon unsicher an „Wellen UNTER dem Wasser? Wie soll sowas denn gehen?“. Im nächsten Moment rauschte eine dunkle Silhouette unter dem Schiff hindurch und brachte dieses gehörig ins schwanken. „Waahh..was zum?!“ rief Jasmina und klammerte sich erschrocken an der Metallbrüstung fest. Die See war plötzlich gar nicht mehr so ruhig, meterhohe Wellen bäumten sich auf und krachten gegen das Schiff. Jasmina sah, wie das Wesen, welches eben noch unter dem Schiff durchgerauscht war, gen Horizont schwamm und schließlich nicht mehr zu sehen war. Kaum war dieses Ding weit genug weg beruhigte sich das Meer wieder und erneut erklang eine Durchsage: „Ich bitte die Unanehmlichkeiten zu entschuldigen. Wir waren wohl in eine Strömung unter der Wasseroberfläche geraten. Es besteht kein Grund zur Sorge!“.
    „Das war keine Wasserströmung“ knurrte Shooter und sah in jene Richtung, in der das Wesen verschwunden war „Das war der König der Meere selbst“, Jasmina hatte sich immer noch nicht ganz von dem Schreck erholt
    „War das etwa...?“ murmelte sie und Suicune nickte nur. Die Trainerin rang kurz nach Luft „Aber damals hatte ein Trainer ihn doch gefangen!“ Shooter warf seiner Trainerin einen kurzen Blick zu „Man kann Legendäre Pokemon nicht fangen, man kann sie nur überzeugen einem zu folgen“. „Meinst du sein Erzfeind weiß, dass er zurück in Hoenn ist?“ fragte Jasmina und klammerte sich noch immer an die Brüstung
    „Keine Ahnung. Vielleicht machen wir uns auch nur zuviele Sorgen“ meinte Shooter schließlich und seine Trainerin nickte zögerlich. „Ich sehe mal nach den Anderen“ meinte Jasmina und ging zurück in ihre Kabine. Suicune sah nochmals auf das Meer „Was ist los mein Freund? Warum bist du so aufgebracht?“.
    Einige Stunden später hatte die Fähre ihre kleine Verspätung wieder aufgeholt und kam am frühen Nachmittag in Graphitport City an.

    Chapter III
    Kapitel 3: Ankunft in Hoenn

    „Nächster Halt Graphitport City, ich wiederhole: nächster Halt Graphitport City!“ erklang die Durchsage des Kapitäns. Jasmina stand bereits mit den anderen Passagieren, die von Bord gingen, in einer Schlange eingereiht. Ungeduldig trat die Trainerin von einem Fuß auf den anderen „Endlich in Hoenn“ murmelte sie und sog mit einem tiefen Atemzug die frische Luft ein. Genauso wie vor ein paar Jahren mischte sich in die frische Seeluft ein sanfter Hauch von Schwefel. „Der Vulkan scheint immer noch aktiv zu sein“ überlegte Jasmina und ging mit den anderen Passagieren von Bord. Als sie gerade den steinernen Steg betrat kam ihr auch schon ein junger Mann entgegen „Verzeihung, aber sind Sie Jasmina?“ fragte er hektisch. Die junge Frau sah ihn erstmal verdutzt an ehe sie antwortete:
    „Ja- ja, das bin ich...“. Der Mann schob seine Brille zurecht und nickte einige Male „Gut, Gut. Professor Birk erwartet Sie schon. Allerdings konnte er nicht hierherkommen, weshalb Sie nach Wurzelheim müssen. Es fährt ein...“ Jasmina wedelte überfordert mit den Händen vor der Nase des Mannes herum
    „Moment mal! Nochmal ganz langsam!“. Der junge Mann, welcher offenbar ein Assistent von Birk war holte tief Luft, dann begann er wieder viel zu schnell loszuplappern „Professor Birk ist in Wurzelheim, einige Trainer bekommen bald ihre ersten Pokemon, da muss er noch Vorbereitungen treffen. Deswegen müssen Sie ihn in Wurzelheim besuchen, er wollte irgendwas mit Ihnen besprechen. Es fährt ein Touristenbus in diese Richtung, wenn Sie sich beeilen erwischen Sie ihn noch!“. Die Trainerin versuchte angestrengt dem Redeschwall zu folgen „Wo und wann fährt denn der Bus?“ fragte sie schließlich. Der Assistent deutete richtung Innenstadt „Im Stadtzentrum. In genau 20 Minuten“. Jasmina sah den Mann mit hochgezogener Augenbraue an „Und das soll ich noch schaffen?“ fragte sie skeptisch
    „Wenn Sie weiter hier herumstehen schaffen Sie es natürlich nicht!“ kam es nur als Antwort. „Ist ja gut!“ rief Jasmina und eilte in Richtung Stadt. „Das fängt ja gut an...ich kenn mich hier gar nicht mehr aus!“ murmelte sie und eilte durch die Straßen. „Los Trembor, halte Ausschau nach einem Bus im Stadtzentrum!“ während sie rannte warf Jasmina Skorgros Pokeball in die Luft, die Fledermaus nickte kurz und sauste dann über die Dächer hinweg. „Noch fünf Minuten“ hektisch sah Jasmina sich um „Auf dem Schild stand doch Stadtzentrum...“ grummelte sie genervt. „Dort hinten ist ein Bus“ erklang Trembors Stimme, das Fledermaus Pokemon hockte auf einem der Dächer und deutete mit einer der Scheren nach rechts. „Super gemacht!“ rief Jasmina und holte ihr Pokemon zurück in den Ball, dann rannte sie in besagte Richtung.
    Schon bald kam ein Stadtplatz in Sicht, in der Mitte stand ein klappriger, halb verrosteter Bus. „Das kann nicht wahr sein...“ Jasmina ging zu dem Fahrer, der sich gerade gegen das Fahrzeug lehnte und sich eine Zigarette drehte „Fährt dieser Bus hier nach Wurzelheim?“. Der Fahrer musterte die Trainerin eine Weile „Mhm“ kam es dann nur und er widmete sich wieder dem Papierfetzen und dem Tabak in seinen Händen. Zögerlich betrat Jasmina den Bus, unter ihren Füßen knarrte das alte Metall. „Das kann ja lustig werden“ seufzte die Trainerin und setzte sich auf einen Sitz, der wenigstens halbwegs frei von Flecken war. Außer ihr war nur noch ein weiterer Fahrgast im Bus, dieser schien jedoch damit beschäftigt irgendwas in seinem Koffer zu suchen. „Diese Fahrten lohnen sich immer weniger“ murrte der Fahrer, während er in den Bus stieg und sich auf seinen Sitz hockte. Jasmina hatte beinahe das Gefühl, als würde das gesamte Fahrzeug nach links kippen so wackelte alles. Beim Geräusch des Motors zuckte sie zusammen, da es eher wie eine Motorsäge klang und bei der ruckartigen Anfahrt schlug sie sich beinahe den Kopf gegen die Rückenlehne. „Endlich wieder in Hoenn“ dachte die Trainerin mit einer gehörigen Portion Ironie. Der Bus suchte sich seinen Weg durch die Straßen und hielt sooft an irgendwelchen Ampeln, dass er länger stand als er fuhr. Die Trainerin lehnte sich zurück und sah durch die trübe Glasscheibe nach draußen. „Ob Brix und Heiko auch in Wurzelheim sind? Ich hatte ja geschrieben wann ich ankomme“ überlegte Jasmina. Nach etwa zwölf nervenaufreibenden Stunden in dem Klapperbus war dieser dann endlich am Ziel angekommen - in Wurzelheim.

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    Als Jasmina ausgestiegen war, blies ihr eine sanfte Brise entgegen. Sie umgab der Duft von Blumen, Wald und frischem Gras. „Jasmina!“ erklang eine Frauenstimme und eine Dame kam auf die Trainerin zugeeilt und fiel ihr um den Hals
    „Mum!“. Jasmina erwiderte die herzliche Umarmung ihrer Mutter
    „Wie geht es dir?“ fragte Meylin ihre Tochter und musterte sie
    „Mir gehts gut, keine Sorge“ lächelte Jasmina. Sie sah sich zufrieden um, alles sah noch genauso aus wie damals, am strahlend blauem Himmel sauste ein Pokemon herum, im Gras suchten Zigzachs nach Futter und auf dem Hausdach saß ein Mauzi und putzte sich ausgiebig. „Es ist noch genauso friedlich wie damals“ seufzte Jasmina zufrieden. „Komm doch erstmal mit rein, es gibt sicherlich soviel zu erzählen“ meinte Meylin und ging mit ihrer Tochter ins Haus. „Wo ist Dad?“ fragte die Trainerin und sah sich suchend um „Er hat noch einen wichtigen Kampf in der Arena, eigentlich wollte er schon längst hier sein... Naja, du kennst ihn ja“ sagte Meylin und setzte sich aufs Sofa. „Oh, da ist noch jemand, der dich vermisst hat“ grinste Jasmina und warf einen Pokeball in die Luft. Prompt sprang Thando heraus und sprang auf die Frau zu „Hallloooooo!“ rief das Elektro Pokemon und hüpfte um Meylin herum. „Thando! Na Kleiner, wie gehts dir?“ Jasminas Mutter kraulte Blitza am Kinn „Wie geht es Shooter und den anderen?“. Die Trainerin winkte ab „Munter wie immer“ „Das ist schön, erzähl doch, was habt ihr so erlebt?“.

    Jasmina erzählte von ihren Abenteuern in Kalos, von Yveltal und Xerneas, von Kalem und ihren anderen Freunden und von den Mega-Entwicklungen. „Das klingt aber spannend“ meinte Meylin und sah ihre Tochter mit großen Augen an „Was wurde aus diesen beiden Pokemon?“. Die Trainerin seufzte „Sie sind noch in Kalos, keines der beiden wollte seine Heimat verlassen. Aber das ist in Ordnung“ die Frau nickte
    „Ja, man kann sie ja zu nichts zwingen“. Die beiden plauderten noch eine Weile „Achja richtig! Professor Birk will dich sehen, Jasi. Er meinte er muss mit dir über irgendwas reden“ fiel es Meylin plötzlich wieder ein. „Ja ich weiß, sein Assistent stand mit seinem Auto am Hafen, ich aber durfte mit einem alten Klapperbus fahren“ grummelte Jasmina
    „Hachja, der alte Bus, der fährt schon seit Jahren, jede Woche“ grinste ihre Mutter. Jasmina streckte sich ausgiebig „So sieht er auch aus“ die Trainerin sprang auf „Ich schau mal was Birk wollte“. „Ist gut, ich koche uns solange etwas leckeres“ sagte Meylin und machte sich auf in die Küche, Thando folgte ihr, als wäre er an ihre Schuhsohlen geklebt.
    Kaum hatte Jasmina das Haus verlassen rannten drei Kids an ihr vorbei „Der Assistent hat gesagt er ist dort hinten!“ rief ein Junge
    „Warte gefälligst Luca!“ schrie ein Mädchen und hastete hinter dem Jungen her
    „Und was ist mit mir?!“ kam es von einem zweiten Jungen. Jasmina sah den drei verwirrt nach, schüttelte kurz den Kopf und schlenderte Richtung Pokemon-Labor. Als sie dort ankam und die Tür öffnete kamen ihr dunkle Rauschschwaden entgegen „Professor?! Alles in Ordnung?“ rief die Trainerin und versuchte durch den Rauch etwas im Inneren des Hauses zu erkennen. Ihr kam eine junge Frau hustend entgegen gestolpert „Das war eindeutig zuviel von dem Grün“ murrte sie und wischte sich Ruß von den Gläsern ihrer Schutzbrille. „Ist denn alles Oke?“ wiederholte Jasmina
    „Ja alles gut. Nur die Zusammensetzung von der neuen Pokemon Medizin sollte ich nochmal ändern“ meinte die Frau „Achja, wenn du Birk suchst, der ist irgendwas im Wald überprüfen“. Jasmina nickte etwas verunsichert „Äh...ist gut...danke...und..viel Glück“ stammelte sie und machte sich auf den Weg zum Dorfrand „Viel Glück beim Aufräumen“ fügte sie in Gedanken hinzu. Als Jasmina das kleine Waldstück betrat vernahm sie lautes Geschrei, nicht weit von ihr entfernt. Sie folgte den Geräuschen und stand schon bald auf einer kleinen Lichtung. Professor Birk hockte auf einem Baum, welcher von Fiffien umzingelt war, welche allesamt die Zähne fletschten. „Nehmt irgendeins! Dann sagt die jeweilige Attacke!“ rief Birk, erst jetzt sah Jasmina die drei Kinder, welche vorhin an ihr vorbeigerauscht waren. Sie hatten sich über eine Tasche gebeugt und schienen heftig zu streiten. „Beeilt euch, Kinder!“ rief der Professor, als eines der Fiffien hochsprang und ihm ein Loch in den Hosenboden riss. „Soll ich helfen?“ fragte Jasmina und stand grinsend und mit verschränkten Armen immer noch am Rande der Lichtung. „Jasmina! Das ist aber eine Überraschung, schön dich zu sehen!“ rief Birk und schien die Pokemon unter dem Baum völlig vergessen zu haben, erst als eines davon ein Jaulen ausstieß wurde er sich seiner Situation wieder bewusst
    „Könntest du mal..!“. Die Trainerin kicherte „Aber klar doch, los Caron! Patronenhieb!“ sie schleuderte Scherox´ Ball in die Luft, sofort sprang das Pokemon heraus und setzte zu einer Attacke an „ABER VORSICHTIG!“ schrie Jasmina, als sie zu den verunsicherten Fiffien blickte. Scherox kam vor den kleinen Pokemon zum stehen und verpasste ihnen nacheinander einen Hieb mit den Scheren. Im allgemeinen, sah das ganze eher nach Boxen aus, nicht nach einer Pokemon Attacke, aber es reichte um dieAngreifer zu verscheuchen. Birk kraxelte vorsichtig von dem Baum „Das war knapp, danke!“. „Wir wollten das machen!“ rief eines der Kinder „Genau!“ stimmte ein anderes zu. „Hört mal, ihr habt noch genug Zeit für Pokemon kämpfe, jetzt gehen wir erstmal alle zurück zum Labor“ versuchte der Professor die Situation zu beruhigen
    „Ich würde sagen, sie ziehen sich erstmal eine andere Hose an“ meinte Jasmina trocken. Birk sah an sich hinunter und kratzte sich verlegen am Hinterkopf „Ja, natürlich!“.
    Während der Professor sich noch kurz umzog, warteten Jasmina und die Kids im Labor. „SO, da bin ich wieder!“ rief Birk als er eintrat. Die Frau, welche vorhin die Explosion verursacht hatte, war immer noch fleißig am Putzen
    „Da sind sie ja, Professor“ sagte sie und wischte eilig noch etwas Ruß von ihrer Wange. „So, na dann wollen wir mal. Wer möchte denn welches Pokemon haben? Es gibt: Hydropi, das Wasser Pokemon. Flemmi, den Feuer Typen und Geckarbor den Pflanzen Typen“ begann Birk und deutete jeweils auf einen von drei Pokebällen. „Ich will Flemmli!“ rief einer der Jungen und erhielt prompt eine Ohrfeige von dem Mädchen
    „Ich hab gesagt: ICH will Flemmli!“. „Kinder, Kinder...langsam!“ Birk versuchte die Kinder zu beruhigen, doch diese waren schon wieder dabei lautstark zu streiten. „Damals war alles noch so einfach“ seufzte der Professor und stützte sich auf den Tisch mit den Bällen auf. „Professor? Darf ich Geckarbor haben?“ fragte der zweite Junge schüchtern und schien sich aus dem Streit der anderen beiden nicht viel zu machen. „Aber klar doch Tony“ stimmte Birk zufrieden zu und überreichte dem Jungen mit kurzen, blonden Haaren einen der Pokebälle. „HEEYYY, Tony! ICH wollte Geckarbor!“ rief das Mädchen und ließ von Luca ab. „Ich dachte du wolltest Flemmli?!“ kam es von Luca, welcher hinter dem Mädchen stand
    „Ja genau, ich nehme Flemmli!“ sagte das Mädchen und schnappte sich den passenden Pokeball. „Dann muss ich ja Hydropi nehmen! Wie unfair!“ protestierte Luca und nahm den letzten der Bälle. „Also gut...das hätten wir“ sagte Birk schließlich und stieß ein seuftzen aus. „Hier, das ist der PokeNavi, jeder von euch bekommt einen“ der Professor teilte jedem der Kinder ein rotes Gerät aus „Sie sind schon programmiert, somit also voll einsatzbereit. Eurer erstes Ziel sollte...“ Luca und das Mädchen jubelten laut „Auf zur Arena!“ rief sie und der Junge nickte
    „JA, auf zur Arena!“. Die beiden stürmten aus dem Labor und ihr Geschrei war durch das halbe Dorf zu hören. „Die haben es ja eilig“ meinte Jasmina, die das Treiben aus sicherer Entfernung beobachtet hatte „Was...was mach ich denn jetzt mit meinem Pokemon?“ fragte Tony schüchtern und sah zu Birk, den Ball in beiden Händen. „Wichtig ist, dass ihr euch anfreundet, nur ein Pokemon, dass dir vertraut wird im Kampf alles geben um für dich zu gewinnen“ sagte Jasmina lächelnd, der Junge nickte
    „Verstehe, aber wie macht man das?“. Die Trainerin kniete sich zu ihm „Verbringe einfach viel Zeit mit deinem Pokemon, dann ergibt sich das von selbst“ Tony sah sie mit leuchtenden Augen an
    „Wirklich? Meinst du?“ . Jasmina nickte „Klar doch“ der Junge strahlte
    „Ist gut!“ er wirbelte herum und flitzte aus dem Labor. Eine Weile herrschte Ruhe, dann drehte sich Jasmina zu Birk um, der eine ernste Miene bekommen hatte „Also Professor, sie wollten mit mir sprechen?“.

    2---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Birk nickte „Ja, ich brauche die Hilfe von dir und Brix. Damals, vor etwa 10 Jahren...“ begann der Professor „Als die beiden Mächte Groudon und Kyogre aufeinander prallten. Kyogre wurde von einem Trainer besänftigt und folgte diesem auf seiner Reise, Groudon aber wurde mit seinen Verletzungen zurückgelassen und war nach wie vor in der Gewalt von Team Magma. In letzter Zeit häufen sich kleinere Erdbeben, ich vermute das ist auf Groudon zurückzuführen. Er muss sich in einem kritischen Zustand befinden. Doch wenn wir offensiv gegen Team Magma vorgehen werden wir nie den Platz finden, an dem sie das Pokemon gefangen halten. Deswegen will ich, dass du und Brix durch Hoenn reist und Informationen über den Aufenthaltsort von Groudon sammelt.“. Jasmina sah Birk eine Weile schweigend an, dann nickte sie entschlossen „Verstehe. Ich werde mein Bestes versuchen“, die Miene des Professors hellte sich wieder etwas auf
    „Gut. Dennoch möchte ich, dass du auf deiner zweiten Hoenn Reise etwas Spaß hast, also lass es dir nicht nehmen die Arenen herauszufordern oder an Wettbewerben teiltznehmen. Alles wurden gründlich renoviert“ Birk überreichte auch Jasmina einen PokeNavi „Hier, der ist für dich“. Die Trainerin bedankte sich für das Geschenk und verließ das Labor, kaum das sie es verlassen hatte stolperte sie beinahe über Tony. Der Junge hockte mit seinem Geckarbor auf dem Boden und erzählte ihm gerade irgendwas über Pizza. „Was, machst du denn da?“ fragte Jasmina
    „Ich versuche die Bindung zwischen mir und Rudy zu stärken indem ich Gemeinsamkeiten suche“ antwortete der Junge ernst. Die Trainerin konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen „Ich denke, so kommst du da nicht weiter“ Tony sprang auf
    „Dann komme ich eben mit dir mit und du zeigst mir alles!“. Jasmina sah den Jungen überrumpelt an „Äh, naja...weißt du...“ stammelte sie „Versuche also UNAUFFÄLLIG etwas über den Aufenthaltsort von Groudon herauszufinden“ hallte es in ihren Gedanken. Sie seufzte „Von mir aus, aber wenn es gefährlich wird, hälst du dich zurück, klar?!“ Tony grinste bis über beide Ohren
    „Ist gut! Achja, ich bin Tony!“. Die Trainerin streckte ihre Hand aus „Jasmina, freut mich“ sagte sie lächelnd und der Junge schlug in ihre Hand ein. „Ich muss nochmal kurz zu meiner Mum, du kannst solange auch packen“ sagte Jasmina, der Junge sah sie nur sprachlos an und deutete mit dem Daumen über seine Schulter „Hab ich schon“. Er trug einen gepackten Rucksack auf dem Rücken. „Oh, na schön. Auch gut“ grinste die Trainerin
    „Sag bloß du hast dich nicht ausreichend auf die Reise vorbereitet?!“ fragte Tony fassungslos. Jasmina zog einen Mundwinkel zu einem gezwungenem Grinsen nach oben „Weißt du, ich bin heute erst angekommen und breche frühestens Morgen auf. Wenn du nicht warten willst kannst du auch schon mal vorraus gehen“ der Junge aber winkte ab
    „Ich warte“
    „Super...!“.
    Jasmina kam kurz darauf wieder Zuhause an, die gesamte Wohnung roch nach der Gemüsesuppe, welche ihre Mutter immer hervorragend machte. „Bin wieder da!“ rief Jasmina und ging in die Küche, auf dem Tisch standen bereits zwei Teller mit genau jener Suppe. „Oh da bist du ja, was hat Birk denn gesagt?“ fragte Meylin und setzte sich auf einen der Stühle, auch Jasmina nahm Platz „Es geht um damals, mit Groudon und Kyogre. Groudon ist noch immer in der Gewalt von dem Magma und ich soll herausfinden wo sie ihn verstecken“. „Das klingt ja furchtbar, ich dachte die beiden Pokemon wären längst wieder frei!“ kam es von Meylin. Jasmina seufzte „Ich muss leider Morgen schon wieder los. Als wäre Groudon nicht genug, habe ich nun auch noch einen frisch gebackenen Trainer am Rockzipfel“. Ihre Mutter schmunzelte „Na das ist doch schön, ich wette du bist ihm eine große Hilfe. Die erste Reise ist ja immer die schwerste!“ Jasmina nickte etwas abwesend „Ja... vor allem unter solchen Umständen“ murmelte sie.
    Am nächsten Morgen wurde die Trainerin von einem Sturmklingeln geweckt, sie hörte wie ihre Mutter die Tür öffnete „Hallo! Ich bin Tony, ist Jasmina da?“ erklang die Stimme des zehn Jährigen. „Lass ihn nicht in mein Zimmer...NICHT in mein Zimmer“ betete Jasmina gedanklich „Sie müsste sich schon fertig machen, du kannst im Wohnzimmer warten“ hörte sie die Stimme von Meylin. „Gut!“ die Trainerin ließ sich nochmal in ihr Kissen sinken „Groudon... war das was wir vom Schiff aus gesehen haben wirklich dein alter Feind?“.
    Ruckartig setzte sich Jasmina auf „Grübeln bringt mir jetzt auch nichts“ sie begann sich für die bevorstehende Reise fertig zu machen. Etwa eine halbe Stunde später kam sie ins Wohnzimmer, wo Tony mit dicken Backen und einem Teller Pfannkuchen saß „Challo, Jaschmina!“ begrüßte er sie und würgte den Klumpen Pfannkuchen in seinem Mund hinunter. „Vielen Dank, es war wirklich lecker!“ sagte er als er Meylin in der Tür entdeckte, sie lächelte „Freut mich, wenn dir meine Pfannkuchen geschmeckt haben“. „Also Mum, wir müssen los. Wenn etwas ist, du erreichst mich immer über den PokeNavi“ verabschiedete sich Jasmina „Ist gut, und richte deinem Dad ein Donnerwetter von mir aus wenn du in seiner Arena vorbeikommst. Wie kann er nur die Rückkehr seiner Tochter versäumen!“ sagte Meylin halb ernst und halb im Spaß. Jasmina nickte „Mach ich!“ sagte sie lachend und verließ mit Tony das Haus.

    Währenddessen:
    „Systeme bereit“ machte der Techniker Meldung „Energieschub bereit“ kam es von einem Anderen „Gebt ihm die volle Ladung!“. Grelle Blitze durchzuckten einen dunklen Raum, hin und wieder war etwas rötlich schimmerndes zu erkennen. „Noch mehr Power!“ „Verstanden!“ mit einem lauten Knall zerbarste eine der Maschinen und die Blitze verschwanden. „Fehler, Fehler...Systeme...herun...fahren...“ dröhte eine mechanische Stimme. „Wieder nicht...verdammt!“ ein Mann mit roten Haaren trat vor Wut gegen die kaputte Maschine „Warte Freundchen, bald schon haben wir genug Power um deine wahre Kraft zu entfesseln, dann wird uns nichts mehr aufhalten“.
    Als es in dem Raum ruhig geworden war, kletterte ein junger Mann in den Graben, wo offenbar ein Pokemon gefangen gehalten wurde „Halte durch mein Freund. Du darfst nicht aufgeben. Ich werde einen Weg finden dich hier herauszuholen“ sagte er und streckte die Hand nach dem Pokemon aus. Er ertastete einen kalten Panzer, dort ließ er seine Hand ruhen, ehe er wiederholte: „Halte einfach noch etwas durch“.

    3---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Irgendwo zwischen Rosalstadt und Wurzelheim

    „Wie entwickeln sich Pokemon?“ fragte Tony „Oder nein, welche Pokemon können sich entwickeln? Ändert sich dann ihr Verhalten? Sind sie wirklich stärker? Fressen alle Pokemon das gleiche Futter? Welche Wirkung haben Beeren auf...“
    „STOPP!“ unterbrach Jasmina und rieb sich die Schläfen „Wenn du so plapperst kann ich dir keine einzige Frage beantworten!“. Der Junge sah betreten zu Boden „Tut mir leid, ich will einfach soviel wissen“ sagte er kleinlaut. Die Trainerin seufzte „Ich verstehe dich ja, aber du wirst auf alle Fragen eine Antwort finden, sobald die Zeit reif dafür ist“. Eine Weile schwiegen beide und marschierten den Trampelpfad entlang, der Richtung Rosalstadt führte. „Hier können wir schlafen“ meinte Jasmina, als die beiden an einem großem Felsen vorbeikamen, welcher dicht am Waldrand lag. „Auf dem Boden?!“ fragte Tony ungläubig und runzelte die Stirn
    „Klar, wofür haben wir sonst Schlafsäcke dabei?“ konterte Jasmina grinsend. Der Junge warf grummelnd seinen Rucksack auf den Boden und begann den daraufgeschnallten Schlafsack zu lösen. Auch Jasmina packte ihre Schlafsachen aus und ließ ihre Pokemon aus den Bällen. „Warum lässt du deine ganzen Pokemon raus?“ fragte Tony irritiert
    „Erstens ist es sicherer, zweitens brauchen sie auch etwas Bewegungsfreiheit“ antwortete Jasmina und strich ein paar Falten aus ihrem Schlafsack. „Ich finde Pokemon gehören in ihre Bälle“ meinte Tony und verschränkte die Arme, Jasmina aber lächelte nur
    „Wie du meinst“.

    „Das ist also Hoenn“ murmelte Caron und sah sich die fremde Gegend genaustens an. „Sieht hübsch aus“ meinte Snow und krabbelte auf den Felsen um eine bessere Aussicht zu haben. Salion setzte sich neben Jasminas Schlafsack „Sieht auch nicht anders aus, als in Kalos“, Trembor hockte sich neben Lucario
    „Du alter Spielverderber!“. „Genau, es ist hier ganz anders, es riecht auch ganz anders!“ mischte sich Snow ein und sprang von dem Felsen, ehe sie direkt neben den beiden landete. „Irgendwie riecht es hier ein klein wenig nach irgendwas verbranntem“ kam es von Trembor
    „Meinst du hier ist ein Feuer in der Nähe?!“ fragte Snow nervös. Salion seufzte, während die beiden neben ihm aufgeregt schnatterten „Das ist ein Vulkan ihr Nüsse“ sagte er schließlich trocken
    „Das ist ja noch schlimmer, was wenn der ausbricht?!“ rief Trembor aufgeregt. „Beruhig dich, der ist schon seit Jahren nicht mehr aktiv gewesen“ platzte Shooter dazwischen „Und jetzt seid ruhig, Jasi und Tony wollen schlafen“. Die beiden Trainer hatten sich bereits in ihre Schlafsäcke gekuschelt „Deine Pokemon sind ganz schön laut“ grummelte Tony und hielt sich die Ohren zu
    „Die diskutieren, ob der Vulkan hier noch aktiv ist“ antwortete Jasmina locker. Ruckartig hockte sich der Junge wieder auf „Verstehst du etwa was die reden?!“ fragte er fassungslos. Die Trainerin nickte „Könnte man so sagen, ja“, der Junge sah sie aufgeregt an
    „Bringst du mir bei wie man Pokemon versteht?!“ fragte er und wippte auf und ab. „So einfach ist das nicht, du brauchst eine Wahnsinns Bindung zu Pokemon. Bei mir hat es acht Jahre gedauert, und selbst dann gelang es mir nur dank einem Trainer, der es mir nochmal erklärte“ antwortete Jasmina. „Hmpf...“ schmollend legte sich Tony wieder hin und drehte sich auf die Seite „Dann eben nicht“. Auch Jasmina legte sich wieder hin „Gute Nacht Leute“.
    Es war bereits spät in der Nacht als Thando plötzlich hochschreckte „Wer ist da?!“ knurrte das Elektro Pokemon und starrte ins Dickicht. Als Antwort erklang ein dunkles Grollen, sofort war auch Salion wach, während die anderen weiterschlummerten. „Was ist, Thando?“ fragte Lucario und kam lautlos zu Blitza hinüber
    „Irgendwas schleicht hier rum“. Blitzschnell schoss ein dunkler Schatten aus dem Gebüsch und stand direkt vor den Beiden, seine weißen Zähne funkelten regelrecht in der Dunkelheit und seine Augen glühten in feurigem Rot. „Was wollt ihr hier in meinem Revier?!“ fragte das fremde Pokemon und sträubte das Nackenfell
    „Wir sind hier nur auf der Durchreise“ antwortete Salion ruhig. „Was ist DAS denn?!“ plärrte Trembor, der plötzlich hinter Blitza und Lucario stand und auf das dunkle Wesen deutete. Thando sprang vor Schreck in die Luft und sein Fell sträubte sich zu Nadeln, Salion dagegen blieb ruhig stehen, doch auch sein Fell war gesträubt. „Bist du Irre?!“ fuhr er Trembor an, die Fledermaus machte sich klein und tippte verlegen mit einer Schere auf den Boden
    „Naja... das Ding da hat mich erschreckt“ sagte er kleinlaut. „Das DING kann euch in der Luft zerreisen“ knurrte das Pokemon und pirschte sich näher an das Lager heran. „Es wird uns alle fressen!“ jammerte Skorgro und warf die Flügel schützend über den Kopf. Salion sträubte ebenfalls das Nackenfell und stellte sich dem Fremden in den Weg
    „Halt den Rand Edward, ich mach das schon“. „Wage es nicht hier jemandem auch nur ein Haar zu krümmen“ drohte Salion, im Augenwinkel erkannte er einen blauen Schimmer, welcher sich an ihm vorbeischob „Shooter!“. Suicune trat direkt vor das Pokemon
    „Hör mal Magnayen, wir sind hier wirklich nur auf der Durchreise, wenn du uns nicht glaubst überzeuge dich davon. Morgen werden wir verschwunden sein.“ sagte das Wasser Pokemon gelassen. Sofort legte sich das Fell von Magnayen wieder an und es gab seine drohende Haltung auf
    „Ich warne euch. Solltet ihr Morgen noch hier sein, werde ich euch mit meinem Rudel zerfleischen“. Mit diesen Worten trabbte das Pokemon davon und verschwand im Dickicht. „Leute, ihr müsst eindeutig ruhiger werden“ sagte Suicune mit einem leichten Grinsen, während er wieder auf seinen Schlafplatz trottete. „Das sagst du so einfach!“ grummelte Skorgro und kroch zu Jasmina, dann rollte er sich neben ihrem Schlafsack zusammen. „Ich bin nicht wegen dem Ding erschrocken, sondern weil Trembor mir ins Ohre geschrien hat!“ rechtfertigte Thando und legte sich ebenfalls wieder Schlafen. „Ich halte Nachtwache“ sagte Lucario und starrte weiterhin in den Wald
    „Nichts tust du“ kam es von Shooter „Sali, du musst endlich mal etwas lockerer werden“. Lucario warf einen Blick über die Schulter, dann seufzte er und legte sich ebenfalls wieder hin „Wie schafft es der Typ nur auf alles eine Antwort zu haben und immer Richtig zu handeln. Genauso wie Caron“ überlegte Salion mit einem Seufzen.
    Am nächsten Morgen waren Jasmina und Tony bereits früh wieder auf dem Weg nach Rosalstadt, Shooter trottete neben den beiden her. „Sag mal, Jasmina, was ist das für eine Art Pokemon?“ fragte Tony und musterte Shooter. Die Trainerin folgte seinem Blick und ließ ihn über Suicunes seidiges Fell wandern „Suicune ist ein sehr seltenes Pokemon, besonders mit dieser Farbe. Naja, man kann solche Pokemon nicht fangen, nur überzeugen, einem zu folgen“. Der Junge überlegte eine Weile „Ich will auch so eines!“ meinte er dann entschlossen und fing sich ein Schmunzeln von Jasmina ein
    „Es kommt nicht auf die Seltenheit eines Pokemon an, sondern darauf, dass ihr einander vertraut“. Ehe Tony noch etwas erwidern konnte erschien auch schon Rosalstadt am Horizont „Schau mal, wir sind fast da“ sagte Jasmina und deutete Richtung Stadt
    „Na endlich!“. Wenig später hatten die beiden das letzte Stück geschafft und ruhten sich im Pokecenter aus. Bereits am nächsten Tag machten sie sich auf den Weg nach Blütenburg City und erreichten die Stadt bereits am darauffolgenden Tag.

    4---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    „Hallo Dad!“ Jasmina fiel ihrem Vater um den Hals, als sie diesen in seiner Arena besuchte
    „Na wie läufts? Und wen hast du denn da mitgebracht?“ fragte John und sah fragend zu dem Jungen. „Oh, das ist Tony, er hat erst vor kurzem sein erstes Pokemon bekommen“ erklärte Jasmina. „Hallo!“ grüßte der junge Trainer aufgeregt „Das hier ist doch eine Arena oder? Darf ich gegen sie antreten?!“ fragte er und hüpfte auf und ab
    „Naja weißt du, vielleicht solltest du erstmal etwas Erfahrung in Sachen kämpfen sammeln, ehe du in einer Arena antreten willst“ meinte John. Doch der Junge bestand weiterhin auf einen Kampf, bis John schließlich nachgab. „Wir kämpfen Eins gegen Eins, einverstanden?“ fragte der Arenaleiter
    „Einverstanden!“ stimmte Tony zu. Dann nahmen die beiden ihre jeweiligen Plätze auf dem Kampffeld ein „Los Geckarbor!“ Tony schleuderte den Pokeball aufs Kampffeld und sein Pflanzen Pokemon sprang heraus
    „Leg los Ninjask!“
    „Geackbor Kugelsaat, los!“ befahl Tony und das Geckarbor feuerte eine Kugelsaatattacke ab
    „Weich aus“ sagte John leise und das Insekten Pokemon flitzte blitzschnell über das Kampffeld, sodass es kaum mehr zu sehen war. „Na schön dann Tackle!“ rief Tony, doch wieder wich Ninjask problemlos aus. „Kreuzschere, Ninjask, los!“ das Käfer Pokemon sauste auf Geckarbor zu und zog mit seinen Klingen ein X in die Luft, Geckarbor wurde nach hinten geschleudert und blieb K.O. liegen. „Steh wieder auf! Komm schon!“ rief der Junge, doch letzendlich rief er sein Pokemon zurück. Tony schluckte schwer „Das wird schon, mach dir keine Sorgen“ sagte John und kam zu dem Jungen hinüber. „Ihr Beiden müsst erstmal lernen euch aufeinander zu verlassen“ versuchte auch Jasmina den jungen Trainer aufzumuntern und legte ihm die Hand auf die Schulter. Tony unterdrückte ein Schluchzen „Ich...weiß“ brachte er schließlich unterdrückt hervor. „John?“ ein etwa 20 jähriger Mann betrat die Arena, er hatte wuschelige, grünliche Haare und wurde von einem Galagladi begleitet. „Ah, Heiko!“ Jasminas Vater ging zu dem Mann hinüber „Was gibts?“. „Da draußen ist irgendso ein komischer Typ der unbedingt mit dir sprechen will“ erklärte Heiko, dann fiel sein Blick zu Jasmina
    „Jasi? Bist du das?“ fragte er und sah sie mit großen Augen an. Die Trainerin lächelte „Ja, ich bins“ Heiko kam zu ihr hinüber
    „Wahnsinn, das ist ja ewig her! Wie gehts dir?“ fragte er und umarmte sie freundschaftlich. Die junge Frau winkte ab „Och naja, wie immer eben. Man tut was man kann, nicht?“ der Mann grinste
    „Richtig!“. „Hast du irgendwas von Brix gehört?“ fragte Jasmina mit besorgter Miene „Er wollte mich eigentlich schon in Wurzelheim abholen, aber war wohl irgendwie noch auf einer Reise“ Heiko zuckte mit den Schultern
    „Nein, ich hab schon eine ganze Weile nichts mehr von ihm gehört. Das letzte was ich weiß ist, dass er wohl mit Troy irgendeine alte Legende untersuchen wollte“. Die Trainerin schwieg eine Weile, dann seufzte sie „Ich hoffe, dass alles Okay ist...“ murmelte sie. „Tackle Attacke los!“ Jasmina sah irritiert auf „Dann eben Flammenwurf!“ Tony zupfte an Galagladi herum und versuchte es mit größter Mühe zu irgendeiner Attacke zu bewegen. Das Pokemon aber stand wie versteinert da, und rührte sich keinen Milimeter. „Komm schon!“ versuchte es der Junge nochmal
    „Ich denke, so hast du keinen Erfolg mit Pokemon“ meinte Heiko lächelnd. „Mein Geckarbor kann nichts... Jeder hat tolle Pokemon aber meines ist total schwach!“ rief Tony deprimiert
    „Wenn du so über dein Pokemon denkst, ist es doch kein Wunder. Ein Pokemon ist immerhin nur so stark wie sein Trainer“ erklärte der junge Mann. „Aber wie wird es stärker, wenn es nur verliert?!“ der Junge schluckte hörbar „Ich will auch ein starkes Pokemon!“. Galagladi sah den Jungen aus dem Augenwinkel skeptisch an „Wenn du bei Pokemon nur darüber nachdenkst wie stark sie werden, wirst du nie eines bekommen, dass wirklich stark ist“ meinte Heiko. „Dann zeigt mir doch mal, wie kämpfen geht!“ forderte Tony und verschränkte die Arme, Jasmina und Heiko sahen einander kurz an
    „Also gut“ stimmte die Trainerin schließlich zu. „Dad? Dürfen wir dein Kampffeld benutzen?“ rief sie zu ihrem Vater hinüber, der an der Tür stand und mit irgendwem redete
    „Jaja, macht nur“ kam es nur knapp als Antwort. „Also gut, dann mal los. Eins gegen Eins?“ fragte Heiko, Jasmina nickte nur. „Leg los Caron!“ sie warf den Pokeball von Scherox, Heiko schickte sein Galagladi in den Kampf. „Drei...Zwei...Eins...Los!“ zählte Tony herunter und stellte sich an den Rand des Kampffeldes.
    „Los gehts Caron, Schwerttanz!“ eröffnete Jasmina den Kampf
    „Galagladi Psychoklinge!“ blitzschnell sauste das Kampf Pokemon auf Scherox zu, an seinen Armen hatten sich lange Klingen gebildet, die hell leuchteten. „Konter mit Sternenhieb!“ befahl Jasmina, Carons Scheren glühten ebenfalls auf, doch traf Galagladi´s Attacke zuerst. Ein glühender Streifen zog sich über Carons Metallpanzer und verblasste wieder, zurück blieb eine tiefe Schramme.
    „Patronenhieb, schnell!“
    „Ausweichen, dann Feuerschlag!“ Das Kampf Pokemon sprang nach hinten, dann begann Feuer seine Hände zu umhüllen und es preschte auf Scherox zu. „Was, Feuerschlag?!“ Jasmina sah fassungslos zu dem Pokemon, dann fing sie sich wieder „Doppelteam!“. Die Attacke verfehlte nur ganz knapp ihr Ziel „Donnerwelle, Gala, los!“ kam es von Heiko und sofort blitzen kleine Schockwellen über das Feld, welche das Doppelteam zunichte machten. Wie gelähmt blieb Caron stehen
    „Nochmal Feuerschlag!“
    „Eisenabwehr!“. Mit einem dumpfen Schlag krachte Galagladi mit den brennenden Fäusten auf Scherox ein „Halt durch, Partner! Jetzt Konter!“ rief Jasmina. Eine Druckwelle warf Galagladi nach hinten, doch das Pokemon landete sicher auf den Füßen, Scherox dagegen stand keuchend da und konnte sich kaum auf den Beinen halten. „Bring es zu Ende mit Nahkampf!“ rief Heiko
    „Reflektor, Schnell Caron!“
    „Wechsel zu Durchbruch!“ mit einem lauten Klirren zerbrach der Reflektor und Scherox steckte einen Volltreffer nach dem Anderen ein. Schließlich blieb er besiegt liegen und Jasmina rief ihr Pokemon zurück. „Gut gemacht Partner“ flüsterte sie und sah kurz auf den Pokeball, dann sah sie zu Heiko „Du bist richtig gut geworden“. Der Mann kratzte sich verlegen am Hinterkopf „Naja, wir hatten nur den Überraschungseffekt auf unserer Seite“, die Trainerin nickte
    „Das kannst du laut sagen, ich hab noch nie ein Galagladi mit Feuerschlag gesehen“. Heiko lächelte stolz „War auch ganz schön harte Arbeit“. „Das war ja der Wahnsinn!“ rief Tony und rannte zu Galagladi „Ich will auch so ein Pokemon!“.
    „Hört mal!“ unterbrach John und kam zu den Dreien „Es gibt ein Problem“ sagte der Mann ernst. „Was ist los Dad?“ fragte Jasmina und sah von ihrem Vater zu dem seltsamen Mann welcher hinter ihm stand. „Das hier ist Mr. Jansu. Er ist vom Umweltinstitut. Es gibt ein paar seltsame Vorkommnisse, neben den kleinen Erdbeben in letzter Zeit sind nun auch Unwetterfronten von extremen Ausmaßen unterwegs. Brix ist schon unterwegs um den Grund herauszufinden, doch ist seit ein paar Tagen die Verbindung zu ihm unterbrochen“ erklärte John
    „Aber das ist doch...“ begann Jasmina brach jedoch mitten im Satz ab
    „Genau wie vor zehn Jahren“ ergänzte Heiko und wirkte ebenso besorgt. „Richtig. Und deshalb möchte ich, dass du, Heiko, dich auf die suche nach Brix machst“ erklärte der Arenaleiter „Jasi, du hast deine Aufgabe ja bereits von Professor Birk erhalten, richtig?“ die Trainerin nickte nur. „Um was geht es denn? Was war vor 10 Jahren?!“ mischte sich Tony ein
    „Hör mal Tony, ich will, dass du dich da raushälst. Wir haben es hier womöglich mit extrem gefährlichen Pokemon zu tun“ sagte John ernst und sah den Jungen eindringlich an. Ein lauter Knall ließ die kleine Gruppen herumfahren „Gefährliche Pokemon?“ erklang eine dunkle Stimme, wie aus dem Nichts. „Wer ist da?!“ fragte Heiko und sah sich suchend um
    „Nur Jemand, der sich bestens mit eurer Situation auskennt“. „Mr. Jansu, bringen sie Tony bitte in den Hinterraum“ bat John leise, der Mann vom Wetterinstitut nickte und verließ mit dem Jungen den Raum. „Ich will aber auch wissen was lo-„ protestierte Tony gab schließlich jedoch nach.
    „Los Thando, Blitz!“ das Elektro Pokemon sprang aus seinem Ball und ließ eine Lichtwelle los, die durch den Raum rauschte
    „Klebenetz!“ ein spinnennetz ähnliches Ding klatschte auf Blitza herab und drückte das Pokemon auf den Boden. „Thando!“ Jasmina eilte zu Blitza und zerrte an dem seltsamen Klebenetz „Dad, was ist das?!“
    „Eine Attacke, welche Pokemon komplett lahmlegt“ sagte John mit zusammengebissenen Zähnen. „Jetzt hört mir mal zu. Weder Groudon noch Kyogre sind gefährlich. Sie werden nur zu dem gemacht als was ihr sie ansehen wollt“ erklang wieder die seltsame Stimme
    „Los Galagladi, Klingensturm“ flüsterte Heiko. Sofort begann sich sein Pokemon zu drehen und Sicheln aus Licht flogen quer durch den Raum, ein unterdrückter Schrei war zu hören, dann rauschte ein Schatten aus der Tür und schlug diese hinter sich zu. „Was war das denn?!“ rief Jasmina nervös, währenddessen schnitt Galagladi das Netz durch und befreite Thando. „Los Geckarbor, Tackle!“ erklang Tonys Stimme
    „Bleib hier Junge!“ vergeblich versuchte Mr Jansu den Trainer festzuhalten. „Wo ist er? Wo ist dieser komische Typ?!“ fragte Tony und stand mit seinem Pokemon mitten auf dem Kampffeld. „Er ist weg“ sagte Jasmina leise und zupfte klebrige Fäden aus Thandos Fell. „Ich hab alles verpasst?!“ fragte Tony enttäuscht
    „Wer auch immer das war, er weiß offenbar über die beiden Pokemon bescheid. Vielleicht hat auch er etwas mit Brix´ verschwinden zu tun“ überlegte John „Heiko, mach dich so bald wie möglich auf den Weg!“. Der Mann nickte „Mach ich. Jasmina, wir sehen uns!“ er verließ zusammen mit seinem Pokemon die Arena. „Jasi, bitte pass auf, wenn du nach Team Aqua und Team Magma suchst“ flüsterte John besorgt
    „Mach ich Dad“. „Tony, du musst deine Reise jetzt alleine fortsetzten, das ist alles zu gefährlich für dich“ sagte Jasmina ernst, der Junge sah sie enttäuscht an
    „Aber wenn ich alleine unterwegs bin ist es noch gefährlicher!“. Jasmina sah ihren Vater kurz an „Es stimmt, wenn dieser Typ gerade zu einem der beiden Teams gehört haben sie Tony auch schon gesehen“ John stimmte beunruhigt zu
    „Ja...da hast du recht“. Der Arenaleiter wandte sich zu dem Jungen um „Also gut, aber pass bloß auf dich auf!“, Tony strahlte
    „Mach ich!“. Jasmina verließ kurz darauf mit Tony die Arena „Jasi!“ rief ihr Vater plötzlich und eilte den Beiden hinterher „Sprecht am besten mal mit Troy. Er war vor 10 Jahren schon dabei als die beiden Pokemon aufgeweckt wurden. Vielleicht kann er euch helfen. Am besten fragt ihr seinen Vater in der Devon Corperation in Graphitport City, wo Troy sich gerade herumtreibt“ die Trainerin nickte dankbar
    „Danke Dad, machen wir!“. Jasmina packte Tony am Handgelenk „Komm, wir haben es eilig!“ sie zerrte den Jungen mit, der gerade schon wieder dabei war ein Schwalbini zu bewundern.

    5---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Nur wenig später erreichten die beiden den Waldrand „Hier ist der Blütenburgwald, nicht weit dahinter ist Metarost City“ erklärte Jasmina. „Von was redet ihr eigentlich die ganze Zeit, was war vor zehn Jahren?“ fragte der Junge unsicher
    „Ich hab es damals nur halb mitbekommen, da ich selbst noch zu klein war. Aber es muss wohl um zwei uralte Pokemon gegangen sein, die einander bekämpften und drohten ganz Hoenn dabei zu verschlingen“ erklärte Jasmina „Heiko und Brix waren dabei, ich war dazu verdammt in Wurzelheim zu sitzen und zu hoffen, dass alles gut geht“. Tony sah sie mit großen Augen an „Ganz Hoenn verschlingen?!“ hauchte er ängstlich
    „Richtig, deswegen müssen wir dem diesmal sofort einen Riegel vorschieben“ sagte Jasmina ernst. Die Miene des Jungen änderte sich plötzlich und er sah Jasmina strahlend an „Wow, du bist ganz schön mutig!“. Die Trainerin zwang sich zu einem Lächeln. Die Nacht verbrachten die beiden am Waldrand, Tony aber bekam kaum ein Auge zu. Bei jedem Geräusch schreckte er hoch „Komm raus Geckarbor“ murmelte er und ließ sein Pokemon aus seinem Ball. „Geck?“ der kleine Gecko sah seinen Trainer fragend an
    „Hast du auch Angst? Dass irgendwas mit Hoenn passiert?“ fragte Tony und sah das kleine Pokemon mit beunruhigter Miene an. „Gecka...“ das Pflanzen Pokemon rollte sich neben seinem Trainer zusammen und schlief rasch ein. „Du hast ja die Ruhe weg, was?“ flüsterte Tony „Wenn ich doch nur auch verstehen könnte was du sagst“. Seufzend legte sich der Junge wieder hin und starrte gen Himmel.

    „Pass auf, dass du nicht stolperst“ warnte Jasmina und stieg über eine Wurzel hinweg
    „Warum laufen wir eigentlich mitten durch den Wald und nehmen nicht den offiziellen Weg?“ fragte der Junge
    „Dieser Typ, der in der Arena war, er könnte uns folgen. Wenn wir den Weg nehmen, laufen wir Gefahr, dass er uns noch schneller findet“ erklärte Jasmina. Tony sah sie verwirrt an „Aber wenn er uns doch sowieso folgt...“
    „Ich weiß es nicht. Es wäre aber möglich“ unterbrach die Trainerin und schob ein paar Äste beiseite. „Pscht!“ kam es plötzlich und Tony blieb wie angewurzelt stehen „Da ist jemand!“. Auf dem Trampelpfad, welcher durch den Blütenburgwald führte standen zwei Personen welche sich lautstark unterhielten „Wenn du Volltrottel dich auch erwischen lässt!“ rief ein Mann in einem rot-braunem Anzug
    „Hey, ich hatte nicht damit gerechnet, dass die so ausrasten“ rechtfertigte sich ein Anderer mit schwarzem Umhang und Kapuze. „Hast du wenigstens etwas darüber herausgefunden wo der Bengel von Birk ist?“ fragte der Mann im Anzug
    „Nein, die wissen es selbst nicht. Ich vermute Team Aqua hat etwas damit zu tun“ kam es als Antwort. „Das ist der Typ aus der Arena“ murmelte Jasmina und lauschte weiter dem Gespräch. „Wir treffen... un...in...“ der Mann im Anzug senkte die Lautstärke als er offenbar einen Treffpunkt nannte, der andere nickte nur. Die Beiden trennten sich und gingen in entgegengesetzte Richtungen. „Mist!“ Jasmina sah zu Tony, der sich immernoch nicht gerührt hatte
    „Darf ich mich jetzt bewegen?“ fragte der Junge leise
    „Jaja, aber langsam und sei leise“. Eine ganze Weile verhaarten die beiden noch im Dickicht, dann kamen sie auf den Trampelpfad und folgten diesem Richtung Metarost City.
    „Da vorne ist die Stadt“ sagte Jasmina, sie und Tony überquerten gerade einen langen Steg, der über einen See führte. Während die beiden durch Metarost liefen entdeckte Tony ein Schild, auf welchem die Arena abgebildet war
    „Schau mal, hier gibts eine Arena! Bitte Jasima, darf ich dort antreten?“ fragte der Junge und sah Jasmina mit dem Hundeblick an. Die Trainerin überlegte eine Weile „Wir haben es echt eilig... „ sie seufzte „Also gut, dann geh du zur Arena, ich geh zur Devon Corparation“. Der Junge machte einen Freudensprung „Juchu! Danke!“
    „Wir treffen uns heute Abend am Pokemon Center wieder, verstanden?“ fragte Jasmina, Tony nickte nur und schon flitzte er davon. Jasmina ging weiter die Hauptstraße entlang und grübelte vor sich hin „Wie soll ich das denn nur schaffen? Heiko und Brix... sie beide waren vor zehn Jaren dabei... Ich aber hab nichts mitbekommen. Jetzt aber soll ich eine große Hilfe sein?“ die Trainerin seufzte niedergeschlagen „Was ist denn mit der Trainerin, die damals Kyogre zu sich nahm? Warum kann sie nicht helfen?“. Wenig später kam die Frau an dem Gebäude der Firma an, sie schob die große Glastür auf und trat ein. „Verzeihung, ist Mr Trumm hier? Der Vater von Troy?“ fragte sie die Empfangsdame, die aber musterte Jasmina nur skeptisch
    „Wer sind Sie?“
    „Die Tochter von John, dem Arenaleiter von Blütenburg“ stellte sich Jasmina vor. Sofort hellte sich die Miene der Dame auf „Na sagen Sie das doch gleich. Troy ist gerade nicht da und sein Vater in einer Konferenz, soll ich etwas ausrichten oder möchten Sie warten?“ Jasmina überlegte kurz
    „Ich warte“.

    „Wir holen uns den ersten Orden, den ersten Orden, den ersten...“ Tony hielt inne als er schließlich direkt vor der Arena stand. Ein großes Gebäude, überzogen mit den verschiedensten Steinplatten welche im Licht der Sonne regelrecht zu glitzern schienen. „Wow...“ der Junge brauchte einen Moment um den Anblick zu verarbeiten „So sieht also eine Pokemon Arena aus“. Etwas zögerlich trat er ein, im Inneren war alles dunkel, lediglich im Eingangsbereich leuchteten ein paar Lichter. Ein älterer Mann kam Tony entgegen „Bist du ein Herausforderer?“ fragte er stumpf
    „I-Ich...ja!“ der Junge versuchte selbstbewusst zu klingen
    „Schön“ der Mann machte eine ausholende Handbewegung „Felizia, hier ist ein Herausforderer für Euch!“. Ringsum Tony gingen Scheinwerfer an und erhellten die gesamte Arena. In der Mitte wurde ein Kampfpflatz sichtbar, völlig mit Felsen bedeckt. „Also schön, junger Trainer, ich nehme die Herausforderung an“ erklang eine Frauenstimme. Von einer Plattform am anderen Ende der Arena kam Felizia eine Treppe herab „Wir kämpfen zwei gegen zwei“ rief sie Tony zu. Der Junge sah sie erschrocken an „Ich hab aber nur ein Pokemon“ die Arenaleiterin nahm ihren Platz auf dem Kampffeld ein
    „Dann musst du dich eben besonders anstrengen. Immerhin kannst du die Regeln der Arenen überall nachlesen“. Tony stellte sich ebenfalls auf seinen Platz und sah unsicher zu Felizia hinüber, dann warf er den Ball seines Geckarbors
    „Ein Geckarbor also, na schön los gehts Stollunior!“ Felizia schickte ein kleines, schildkrötenähnliches Stahl Pokemon in den Kampf. „Kugelsaat, los!“ rief Tony, sofort startete das kleine Pokemon seine Attacke, diese jedoch prallte sogut wie komplett an Stolluniors Eisenpanzer ab. „Stollunior, Bodycheck!“ kam es von der Leiterin, wie eine Kanonenkugel raste das Stahl Pokemon auf Geckarbor zu
    „Weich aus, los!“ schrie Tony, in letzter Sekunde gelang es Geckarbor beiseite zu Springen. Stollunior krachte zu Boden als es an Tempo verlor, wirkte davon aber relativ unbeeindruckt „Nochmal Bodycheck!“ rief Felizia. Wieder rauschte Stollunior über das Kampffeld
    „Weich aus, dann Pfund!“ befahl Tony. Geckarbor sprang hoch in die Luft, wodurch die Bodycheck Attacke verfehlt, in dem Moment in welchem Stollunior an Tempo verlor, preschte das Pflanzen Pokemon herab und schlug mit dem Schweif zu. „Tackle, Stollunior, los“ kam der Befehl von Felizia, das Stahl Pokemon rappelte sich wieder hoch, sackte dann jedoch wieder zusammen. „Gar nicht mal schlecht, aber das war nur zum Aufwärmen“ meinte die Leiterin und rief ihr besiegtes Pokemon zurück „Mal sehen, wie du mit dem hier klar kommst. Leg los Anorith!“. Ein seltsames Pokemon, mit Schuppen kam aus dem Ball. „Was ist das denn...?“ Tony zückte seinen Pokedex und hielt ihn auf das Pokemon, eine mechanische Stimme erklang:
    „Anorith, das Gestein Käfer Pokemon. Anorith ist eines der ältesten Pokemon“. Tony schluckte „Also gut, Partner. Wir schaffen das!“ rief er seinen Pokemon zu, Geckarbor warf einen Blick über die Schulter und nickte entschlossen. „Hau rein, Pfund Attacke!“ blitzschnell sauste Geckarbor los und schlug Hacken während es auf Anorith zuraste
    „Kratzer, Anorith!“ erklang Felizias Stimme. Geckarbor duckte sich unter der Attacke hinweg und verpasste dem Stein Pokemon einen kräftigen Schweifhieb. „Los Geckarbor, verpass ihm einen Eisenschweif!“ Tony war felsenfest davon überzeugt, dass sein Pokemon diese Attacke ausführen konnte. Geckarbor setzte zu einem einfachen Schweifhieb an sah dann aber kurz zu seinem Trainer, direkt danach begann der Schweif des Geckos aufzuleuchten. Anorith wich dem Schlag gerade noch aus, doch der Felsen neben ihm zerbarste unter der Eisenschweif Attacke und die Druckwelle wirbelte das Urzeit Pokemon durch die Luft, ehe es K.O. liegen blieb. „Wir haben es geschafft?“ hauchte Tony
    „Du hast dich gut geschlagen“ gestand Felizia und kam auf den Jungen zu. „Wir haben es geschafft!“ jubelte Tony und umarmte sein Pokemon, dass freudig auf ihn zusprang „Du bist klasse! Es tut mir leid, dass ich gesagt habe du seist zu schwach!“ sagte der Junge stolz. Felizia lächelte die Beiden an, dann streckte sie die Hand aus, darauf lag der erste Orden von Hoenn, der Steinorden. Tony nahm den Orden und betrachtete ihn eine ganze Weile „Wir habens wirklich geschafft, wir haben unseren ersten Orden!“. Als Tony und sein Geckarbor die Arena verlassen hatten stieß der Junge einen lauten Freudenschrei aus, und rannte die Straßen entlang, zum Pokecenter „Jasmina wird Augen machen, ich sags dir!“ rief er seinem Pokemon zu, dieses eilte mit großen Sprüngen neben seinem Trainer her.

    6---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Jasmina saß unterdessen noch immer im Haus der Devon Coroparation und starrte vor sich hin. Endlich ging die Tür des Versammlungsraums auf und einige Männer kamen heraus und verließen das Gebäude. „Herr Trumm, hier ist jemand, der Sie sprechen möchte“ rief die Empfangsdame einem der Herren zu, dieser sah zu Jasmina hinüber und wirkte wenig begeistert. „Ja, was kann ich für sie tun?“ fragte er grimmig, Jasmina legte sich gedanklich ein paar Worte zurecht
    „Ich..ahm, Ich bin die Tochter von John...und...“ stammelte sie. Der Mann aber unterbrach sie „Na sag das doch gleich! Also, was kann ich für dich tun?“ etwas überrumpelt hielt Jasmina kurz inne, irgendwie schien man ihren Vater hier gut leiden zu können. „Es geht um die derzeitigen Ereignisse, und ich wollte wissen wo Troy ist. Da wir alle hoffen, er könne uns in dieser Sache helfen“ erklärte die Frau, Mr Trumm nickte nachdenklich
    „Ja, er hatte soetwas schon erwähnt. Er wollte deshalb nochmal zur Granithöhle in Faustauhaven, hat irgendwas gefaselt von: Das müsste die Lösung sein“. Jasmina sprang auf „Meinen Sie er ist dort noch anzutreffen?“ fragte sie hektisch
    „Ich denke schon“ die Trainerin nickte „Vielen Dank, sie haben uns allen sehr weitergeholfen!“. Im nächsten Moment eilte sie auch schon aus dem Gebäude „Wenn Troy schon Bescheid weiß, ist vielleicht alles gar nicht so schlimm!“ überlegte sie. Am Pokecenter angekommen wurde die Trainerin bereits von Tony erwartet, der ihr stolz seinen Orden vor die Nase hielt „Schau mal!“. Die Frau lächelte „Das ist ja super! Und ich weiß, wo wir als nächstes hinmüssen! Morgen gehts los“. Den Abend verbrachten die Beiden im Pokecenter, während Tony seinen Steinorden nicht aus den Augen ließ unterhielt sich Jasmina mit ihren Pokemon. „Wir müssen also mit diesem Troy sprechen?“ fragte Thando, wobei er sich auf dem Sofa langstreckte
    „Richtig, ich hoffe, er weiß etwas mehr über die Machenschaften dieser seltsamen Teams“ erklärte Jasmina. „Meinst du die sind ernsthaft gefährlich?“ fragte Snow und drängte sich zu ihrer Trainerin aufs Sofa
    „Naja, ich vermute ganz ungefährlich ist es nicht“ meinte Jasmina. „Jetzt macht euch doch nicht alle ins Hemd, wir stehen den beiden ja nicht frontal gegenüber“ mischte Salion sich ein
    „Na dich bringt ja sowieso nichts aus der Ruhe“ kam es trocken von Trembor, Lucario warf der Fledermaus einen kurzen Blick zu, dann grinste er halbherzig
    „Wenn du meinst“. „Müsst ihr zwei euch immer gegenseitig provozieren?“ fragte Jasmina leicht genervt, die beiden Pokemon schwiegen daraufhin, warfen sich aber immerwieder grimmige Blicke zu. „Ich bin ehrlich gesagt froh, mal wieder ein richtiges Abenteuer zu erleben. Langsam wurde es wirklich langweilig“ meinte Shooter und gähnte herzhaft
    „Du hast ja auch ein ganz anderes Ausgangspotenzial an Stärke“ merkte Thando an. „Leute, ich bin auf meinem Zimmer. Morgen müssen wir den ganzen Weg zurück nach Blütenburg um mit dem Boot nach Faustauhaven zu fahren“ erklärte Jasmina schließlich ehe sie sich auf ihr Zimmer zurückzog.

    7---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Tony kam zu Shooter und den anderen hinüber, die noch immer im Aufenthaltsraum des Pokecenters saßen und plauderten, der Junge hockte sich neben Lucario und starrte ihn unverwandt an. „Sag mal irgendwas“ forderte der Junge das Pokemon auf, Salion, der gerade wieder mit Trembor am diskutieren war hielt inne und sah Tony aus dem Augenwinkel an „Na los...sag was“ versuchte der es gerade erneut
    „Tu ihm doch den Gefallen, er versteht doch eh nichts“ kam es amüsiert von Snow
    „Nein“ Lucario wandte den Blick wieder ab
    „Aber jetzt hast du was gesagt“ fügte Feelinara grinsend hinzu. Salion warf dem Fee Pokemon einen scharfen Blick zu
    „Und du bist ganz schön arrogant“ erklang eine helle, weibliche Stimme. Die Pokemon sahen fast zeitgleich zu dem Pokemon, welches neben dem Sofa saß. Es hatte ein blassgoldenes Fell und Blätter als Ohren als auch als Schweif. „Hey, ein Folipurba“ Thando sprang vom Sofa und trabte zu der Fremden „Schau mal Snow, noch mehr Verwandtschaft!“ Funken sprühten durch Blitzas Fell. Das Pflanzen Pokemon lächelte „Ich bin Lien“ stellte es sich vor
    „Ich bin...“ begann Thando, doch etwas krachte von hinten in ihn hinein, sodass das Pokemon quer durch den Aufenthaltsraum schlitterte. „Klingt ausländisch, aber äußerst nett“ meinte Skorgro, der nun dort saß, wo gerade eben noch Blitza stand. Folipurba sah Thando kurz nach, der inzwischen wieder auf den Beinen war, dann grinste sie Skorgro an
    „Nein es ist nicht ausländisch“ sagte sie nur und trabte dann zu Blitza hinüber. Trembor wandte sich um und sah Shooter mit einem Hundeblick an „Warum hab ich nie Glück bei den Mädels?!“ fragte er deprimiert, musste dann aber doch grinsen. „Alles klar mit dir?“ fragte Lien und musterte Thando
    „Ja alles klar“ das Elektro Pokemon kratzte sich hinter dem Ohr, um sein Fell wieder halbwegs in Form zu bringen. „Leute, wir sollten so langsam schlafen. Sonst hält Jasi uns wieder eine Standpauke!“ rief Shooter und ging schon mal in Richtung der Schlafräume. „Also...dann..ahm..ich muss dann mal. Machs gut“ stammelte Thando, Lien lächelte
    „Ja klar, machs gut“. Während Tony sich in die Pokemon einreihte um ebenfalls schlafen zu gehen, trabbte Lien zurück zu ihrem Trainer. Sie sprang auf seinen Schoß und warf noch einen Blick Richtung Schlafräume „Behalte sie gut im Auge meine kleine Prinzessin“ kam es von dem Mann, gleichzeitig strich er durch das seidige Fell seines Pokemon
    „Keine Sorge, Sie werden uns nicht in die Quere kommen“ sagte Lien und ihre braunen Augen funkelten.

    Chapter IV
    Kapitel 4: Der Funke zwischen den Flammen

    „Dort hinten ist die Hütte!“ rief Jasmina, Shooter nickte und nahm nochmal einiges an Tempo auf. Mit geschmeidigen Bewegungen sprang er durch den Wald „Macht ihr sowas öfters?!“ schrie Tony gegen den Wind und klammerte sich noch fester an Jasminas Jacke
    „Ja, hin und wieder“ antwortete die Trainerin lachend. Neben einer kleinen Holzhütte am Strand, in der Nähe von Blütenburg City, blieb Suicune schließlich stehen. Während Jasmina sich elegant von seinem Rücken schwang, rutschte Tony eher unbeholfen über Suicunes Hinterteil nach unten, nur um sich in einem seiner Schweifbänder zu verheddern und mit dem Gesicht frontal in den Sand zu klatschen. „Bäh...“ der Junge rappelte sich auf und spuckte den Sand wieder aus „Das ist auch unfair, du hast längere Beine!“ protestierte er. Die junge Frau kümmerte sich gar nicht weiter um Tony, sondern schlich um die Strandhütte herum „Hallo? Ist jemand zu Hause?“ sie klopfte gegen die alte Holztür. Im Inneren des Hauses regte sich etwas, nach einigen Minuten öffnete endlich ein alter Mann die Tür, auf seiner Schulter saß ein Wingull. „Was gibt es Kinder? Ich hab gerade ein Nickerchen gemacht“ brummte der Alte
    „Ich..ahm Wir bräuchten eine Überfahrt nach Faustauhaven“ erklärte Jasmina. Der Mann schnaufte einige Male und strich seinen Bart entlang
    „Na schön... kommt mit“. Der Alte trottete zu dem Steg, direkt neben dem Haus und hantierte am Tau seines Bootes „Steigt ein, Kinder“ brummte er. Jasmina rief eilig Shooter zurück und krabbelte in das Boot, dicht gefolgt von Tony. Schließlich stieg auch der Mann ein und startete den Motor, kurz darauf sauste das Boot über das offene Meer. „Gibt es denn in Faustauhaven auch eine Arena?“ fragte der Junge neugierig
    „Ja, eigentlich müsste dort auch eine sein“ antwortete Jasmina, während sie abwesend aufs Meer starrte.
    Es waren nur wenige Minuten, ehe das Schnellboot in Faustauhaven anlegte. „So Kinder, da wären wir“ grummelte der Mann. Jasmina und Tony bedankten sich bei dem Alten für die Überfahrt und gingen von Bord. „Die ganze Stadt ist auf einen Strand gebaut!“ staunte der junge Trainer und rannte einige Meter vorraus. „Tony, ich muss Troy suchen. Fordere du doch solange Kamillo heraus, er ist hier der Arenaleiter“ schlug Jasmina vor, der Junge nickte
    „Alles klar!“. Damit trennten sich die beiden, Tony rannte Richtung Süden, wo die Arena lag und Jasmina ging gen Norden.
    Während sie so über die sandigen Wege schlenderte, stieß sie einen tiefen Seufzer aus „Ich hoffe Brix geht es gut“ murmelte sie niedergeschlagen. Nur wenige Meter von der Stadt entfernt war ein kleiner Höhleneingang zwischen zwei Felsbrocken zu erkennen. Die Trainerin schob sich durch den Spalt, im Inneren der Höhle war es stockdunkel „Na klasse...“ Jasmina ging gedanklich ihre Pokemon durch, doch keines konnte wirklich für Licht sorgen. „Thando komm raus“ sie warf Blitzas Pokeball, woraufhin das Elektro Pokemon irgendwo in der dunklen Höhle herauskam. „Thando? Wo bist du denn?“ fragte Jasmina und tastete sich vorwärts, plötzlich trat sie auf irgendwas Weiches, sofort jaulte etwas schrill auf und eine elektrische Explosion entlud sich direkt vor ihr „Wah!“ die Trainerin plumste nach hinten. Jetzt erst erkannte sie ihr Pokemon, um das immer noch Funken flogen und so etwas Licht spendeten
    „Du bist mir auf den Fuß getreten!“ klagte Thando und leckte sich die Pfote, Jasmina kratzte sich am Hinterkopf
    „Tut mir leid, Kleiner“. Die beiden arbeiteten sich tiefer in die Höhle vor, Thandos Fell knisterte immer noch und tauchte das alte Gestein in ein flackerndes Licht. „Irgendwo muss er doch sein“ grummelte Jasmina, in der Hoffnung irgendwo Troy zu erspähen. „Da hinten riecht es nach Pokemon!“ meinte Thando plötzlich und deutete mit der Pfote auf einen kleinen Felsspalt. Als die junge Frau sich das Ganze näher ansah hielt sie inne „Da ist ein Luftzug. Vielleicht ist Troy ja irgendwo da hinten“, zögerlich betrat sie den schmalen Durchgang, dicht gefolgt von Blitza. „Alles Oke Jasi?“ fragte das Pokemon besorgt, als sich seine Trainerin eine weitere Schürfwunde zugezogen hatte
    „Ja, geht schon“ knirschte Jasmina. Dann endlich war der Duchgang zu Ende. Die beiden gelangten in einen riesigen Raum, überall hingen Fackeln und am anderen Ende war eine Malerei zu sehen, welche die gesamte Wand ausfüllte. Vor dem Gemälde stand ein Mann mit silbrigem Haar, er schien völlig in Gedanken versunken zu sein. „Das muss Troy sein“ murmelte Jasmina, langsam ging sie zu dem Mann hinüber „Verzeihung...“ begann sie zögerlich „Sind sie Troy?“.
    „Ja, der bin ich“ kam es als Antwort, ohne das sich Troy überhaupt umgedreht hatte „Was gibt es denn?“ fragte er weiter. Seine Stimme erinnerte Jasmina an harten Stahl, was dadurch verstärkt wurde, dass die Wände jedes Geräusch wiederhallen ließen. „Ich bin Jasmina... die To-„ ehe die Trainerin fertig sprechen konnte wurde sie unterbrochen
    „Ich weiß wer du bist. Und genau aus diesem Grund, habe ich eine Frage an dich. Was genau sagt dir diese Malerei hier? Findest du, das Pokemon sieht bösartig aus?“. Die Frau stutzte, woher kannte Troy sie? Der Blick der Trainerin schweifte über das Bild, es zeigte zwei Pokemon, welche kämpften, drumherum standen Menschen die sie entweder anfeuerten oder davon abhalten wollten. „Es gibt keine bösen Pokemon“ antwortete Jasmina schließlich, jetzt erst drehte sich der Mann um
    „Das sehe ich auch so. Aber das macht sie nicht weniger gefährlich. Damals als Groudon und Kyogre gegeneinander kämpften wurden sie von Team Aqua und Team Magma dazu gezwungen. Jetzt aber ist Kyogre bei einem Trainer und Groudon seit diesem Tage verschwunden. Was bedeutet das? Ist Groudon am Leben? Oder ist es kurz vor dem Tod, und deshalb gibt es in Hoenn diese Erdbeben?“. Troy atmete hörbar aus „Brix wollte herausfinden ob Team Aqua diesmal wieder mit drinhängt, bisher haben wir aber kein Lebenszeichen von ihm bekommen“. Jasmina lauschte den Worten des Pokemon Champs „Was haben wir für eine Chance Groudon und Kyogre zu stoppen, sollte es nochmal zu einem Kampf kommen?“ fragte sie schließlich unsicher. Troy sah sie ernst an, seine silberfarbenen Augen schillerten in dem schwachem Licht wie Metall „Wenn es so wird wie hier beschrieben...“ begann er leise und schwieg dann, was Jasmina vorkam wie eine Ewigkeit „Wenn es so wird wie hier beschrieben... haben wir keine Chance“. Ein kalter Schauer jagte Jasmina über den Rücken
    „Was ist dieses Mal anders als vor zehn Jahren?“ fragte sie leise
    „Dieses Gemälde hier, es wurde erst vor kurzem entdeckt. Und demnach war das, was wir bisher von Groudon und Kyogre kannten nur eine Art „Larvenform“. Ihre wahre Stärke ist viel größer“. Ein leises Knacken aus der Richtung des Durchgangs ließ die beiden Trainer aufhorchen „Da ist jemand“ flüsterte Troy, Jasmina wagte es kaum zu atmen, während sie beide auf den Felsspalt starrten. Eine dunkle Gestalt betrat den Raum, und sofort blitzte neben Jasmina etwas auf
    „Metagross los!“. Ein silberfarbenes Metagross schoss aus seinem Ball und versperrte dem Fremden den Weg. Ein dunkles Lachen hallte durch den Raum „Wie niedlich. Räum es aus dem Weg Arkani!“ das Feuer Pokemon, welches aus seinem Ball kam startete sofort eine Hitzekoller Attacke. „Thando, Donner Attacke!“ rief Jasmina
    „Brüller“ befahl die dunkle Gestalt, und sowohl Blitza als auch Metagross wurden zurück in ihre Bälle geschleudert. „Wer bist du?! Was willst du hier?!“ fragte Troy
    „Wer ich bin...“ begann die Gestalt leise „Tut nichts zur Sache. Was ich hier will...“ der Fremde sah unter seiner Kapuze hervor und zwei blaue Augen schienen regelrecht zu leuchten „Ich will, dass ihr endlich kapiert was auf dem Spiel steht“. „Was meinst du damit?“ kam es von Troy
    „Ihr haltet die Legendären Pokemon nicht für böse... warum wollt ihr sie dann aufhalten?“. Jasmina sah zwischen den Beiden hin und her „Vertraut ihnen einfach“ erklang wieder die dunkle Stimme
    „Diese Pokemon sind unberechenbar!“ entgegnete Troy
    „Sie werden manipuliert, ihnen in einem solchen Zustand zu vertrauen wäre der Untergang von Hoenn!“. Der Fremde grinste freudlos und drehte sich in einer flüssigen Bewegung wieder Richtung Felsspalt „Ganz wie ihr meint“ die Gestalt rief das Arkani zurück in seinen Ball, dann verschwand sie zwischen den Felsplatten und schließlich in der Dunkelheit.
    „W-wer war das?!“ fragte Jasmina und wirbelte zu dem Champ herum, der biss sich auf die Unterlippe und starrte zu Boden
    „Das war einer der Generäle von Team Magma“. Die Frau sah Troy mit geweiteten Augen an „V-Von Team Magma? Aber dann heißt das doch...“ der Mann schüttelte nur den Kopf
    „Nicht unbedingt. Seinen Worten nach klang es nicht zwangsweise als wenn sie Groudon hätten“. Eine Weile herrschte schweigen „Ich muss Brix finden, wenn wir Team Aqua und Kyogre auf unserer Seite haben, haben wir noch eine Chance!“ meinte Troy schließlich
    „Und wie kann ich helfen?“ fragte Jasmina hastig
    „Finde Hinweise auf den Aufenthaltsort von Groudon!“ antwortete Troy und sprang im selben Moment auf den Rücken eines Panzaeron. „Ich muss los, pass gut auf dich auf!“ fügte der Champ hinzu, dann schwang sich sein Pokemon in die Luft und rauschte durch eine Felsspalte in der Decke hinaus. „Der...Aufenthaltsort...von Groudon?“ Jasmina schluckte einen Kloß in ihrem Hals hinunter, dann aber schüttelte sie den Kopf, um so die Zweifel beiseite zu drängen „Wir schaffen das!“.

    1---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Auf dem Rückweg ins Pokemon Center krachte Tony beinahe in sie hinein „Schau mal, der zweite Orden!“ jubelte der Junge. Die Trainerin aber lächelte nur, ihre Gedanken waren ganz wo anders. „Ist alles in Ordnung?“ fragte der junge Trainer besorgt
    „Tony... ich will, dass du alleine weiterreist. Die ganze Sache mit den Urzeitpokemon... es ist einfach zu gefährlich“ seufzte die Trainerin. Sie erwartete Protest, doch Tony nickte nur „Ist gut. Aber wenn ich irgendwie helfen kann, sagst du mir Bescheid!“. Die beiden kamen wenig später im Pokecenter an „Morgen fahren wir mit dem Boot noch nach Graphitport City und ab dort setzt dann jeder seine Reise für sich fort“ erklärte Jasmina am Abend, bevor sie schlafen ging. Der Junge wirkte bedrückt darüber, dass er nun die Reise alleine fortsetzen musste. Doch schien dieses ganze Zeug mit den Urzeitpokemon wohl wirklich gefährlich zu sein.

    „Thando, was ist los? Du wirkst die ganze Zeit schon so nachdenklich“ bemerkte Shooter und kam zu Blitza hinüber, der vor dem Kamin des Pokecenters lag. Das Elektro Pokemon sah auf „Dieser Geruch heute in der Höhle...den hab ich schon mal irgendwo gerochen“ Suicune sah Blitza fragend an
    „Achja?“ Blitza seufzte
    „Ja, nur ich kann nicht genau einordnen wo“. „Hey Leute, was ist denn?“ fragte Trembor und kam zu den beiden hinüber
    „Dieser Typ heute in der Höhle... irgendwoher kenne ich ihn“ nuschelte Thando. Ehe die Drei weiter reden konnten hüpfte etwas von der Seite direkt in Thando hinein und kullerte mit ihm über den Boden „So schnell sieht man sich also wieder!“ erklang eine vertraute Stimme. „Lien?!“ Blitza rappelte sich auf und sah Folipurba irritiert an
    „Ich und mein Trainer Vince sind auf dem Weg nach Bad Lavastadt“ erklärte das Pflanzen Pokemon. „Hätte nicht gedacht dich so schnell wiederzusehen“ kam es von Trembor
    „Ich auch nicht“ mischte Salion sich ein. „Oh, da ist ja der arrogante Typ wieder“ kicherte Lien und schlenderte an Lucario vorbei
    „Wen nennst du hier arrogant...“ knurrte das Kampf Pokemon, doch Folipurba kicherte nur weiter. „Oh, dich kenne ich doch!“ kam nun auch Snow dazu. Folipurba sah Feelinara mit großen Augen an „Wow, dein Fell hat ja eine wunderschöne Farbe!“
    „Danke“ Snow senkte verlegen den Blick. „Wo ist eigentlich Caron schon wieder?“ kam es von Shooter, suchend sah sich das Wasser Pokemon um und erhielt von Thando einen Stups von der Seite
    „Der ist da hinten“. Blitza deutete zu der Sitzecke, wo Caron auf einem der Sofas lag und vor sich hinüberlegte „Ich leiste ihm mal etwas Gesellschaft“ Shooter trottete zu dem Stahlpokemon hinüber und legte sich neben dem Sofa auf den Boden. „Wer ist eigentlich dein Trainer?“ fragte Snow neugierig an Folipurba gewandt, die aber grinste nur
    „Ich würde ihn euch ja vorstellen, aber er hat zurzeit ultra schlechte Laune“. Salion musterte das Pokemon skeptisch „So? Liegt es nicht eher daran, dass er derjenige war, der heute in dieser Höhle aufgetaucht ist?“ Lien sah Salion verwirrt an
    „Höhle?“. Ehe Lucario noch etwas erwidern konnte stellte Skorgro sich zwischen die Beiden „Salion, hör auf ein Mädchen zu ärgern!“ knurrte Trembor. Lucario grinste schief „Du bist ein Mädchen?!“ die Fledermaus flatterte vor Salion auf und ab
    „Wie witzig! Jaja, totaaal witzig bist du!“ motzte Trembor mit ironischem Ton. Snow und Lien konnten sich nur schwer das Lachen verkneifen „Und was ist mit euch beiden? Muss ich Angst haben, dass ihr platzt?“ fragte Salion trocken und sah zu den beiden Pokemon. „Pass du lieber auf, dass du nicht irgendwann im Türrahmen stecken bleibst mit deinem riesen Ego!“ konterte Snow lachend, Salion grummelte noch etwas vor sich hin, dann seufzte er
    „Also schön, ihr habt gewonnen“. Lucario hockte sich zu den drei Evoli Entwicklungen auf den Teppich vor den Kamin „Hast du heute irgendwas inhaliert, oder warum sitzt du jetzt hier?“ fragte Thando mit hochgezogener Augenbraue. Salion warf Blitza einen fragenden Blick zu „Könnt ihr euch mal entscheiden, wenn ich immer bei Scherox rumhäng passt es euch nicht, bin ich bei euch passt es euch auch nicht...“ Thando legte die Ohren an und grinste
    „Nein, nein. Ich hab mich nur gewundert“. „Sagt mal, was treibt ihr eigentlich mit eurer Trainerin, ihr seht nicht aus als hättet ihr es noch nötig Arena Orden zu sammeln“ wechselte Lien plötzlich das Thema
    „Naja weißt du wir sind auf der Spur von Gr-...“ begann Trembor loszuplappern, doch mitten im Satz stützte sich Lucario mit dem Ellebogen auf den Kopf der Fledermaus und drückte sie zu Boden
    „Auf der Spur von großartigen Ereignissen“ ergänzte Salion im Plauderton. Snow und Thando warfen Trembor unterdessen scharfe Blicke zu, dieser seufzte nur und deutete ein Nicken an. „Großartige Ereignisse? Welche denn?“ hackte Folipurba nach
    „So genau wissen wir das noch nicht. Aber Planen kann man es ohnehin nicht, entweder man stolpert über irgendwelche Abenteuer oder eben nicht“ antwortete Lucario und entließ gleichzeitig Trembor aus seinem –Maulkorb-. Lien nickte „Ja, das kenn ich. Ich und mein Trainer sind auch Abenteuern auf der Spur, aber irgendwie finden wir sie einfach nicht“ Skorgro schob sich zwischen Snow und Lien
    „Manchmal ist es einfach schon ein Abenteuer neue Leute und Pokemon zu treffen, nicht wahr?“. Das Pflanzen Pokemon nickte „Ja! Ich denke ich und Snow könnten wirklich gute Freunde werden!“ Skorgro schwieg eine verdächtig lange Zeit
    „Ja... schon möglich“ grummelte er schließlich und nahm seinen Platz neben Salion wieder ein. „Ist er zu allen Mädchen so?“ fragte Lien leise, Snow nickte
    „Japp, zu den meisten“. „Du hast doch gesagt, dass du mit deinem Trainer nach Malvenfroh unterwegs bist oder? Dann könnten wir doch eine Weile zusammen reisen!“ platzte Skorgro wieder dazwischen, ehe Lien etwas antworten konnte, fiel ihr Blick auf Blitza. Das Elektro Pokemon lag seitwärts auf dem Teppich und schob sich mit Vorder- und Hinterpfoten in kleinen Stücken vorwärts „Thando, was um alles in der Welt...“ Salion sah das Pokemon an, als hätte es nicht mehr alle Latten am Zaun. Blitza rollte sich wieder auf den Bauch, die eine Seite seines Fells stand elektrisiert ab „Das ist klasse!“ murrte Blitza freudig und rollte sich sofort weiter über den Teppich. „Wow, du bist das einzige Mädel in deinem Team?“ fragte Lien leise an Snow gewandt
    „Jepp“ kam es mit einem Seufzen von Feelinara
    „Du Arme“. „Also was ist jetzt, Reisen wir zusammen?“ wiederholte Skorgro
    „Ich...“ Folipurba sah die Fledermaus zögerlich an „Ich weiß nicht... Wie gesagt mein Trainer ist zurzeit nicht gerade gut gelaunt und da...“. Hinter den Pokemon stand plötzlich ein junger Mann, mit einer dunkelgrünen Kapuzenjacke „Na Kleine, es freut mich ja, dass du Freunde gefunden hast, aber wir müssen Morgen weiter“ sagte er und strich seinem Folipurba über das seidige Fell. „Frag ihn! Frag ihn!“ drängelte Trembor Folipurba begann irgendwas mit den Pfoten zu gestikulieren, schließlich schmunzelte ihr Trainer
    „Eine Weile wäre das vermutlich in Ordnung“ sagte er schließlich. Während Trembor freudig irgendwas plapperte knurrte Lucario kaum hörbar „Sali, was ist?“ flüsterte Snow
    „Ich trau dem Kerl nicht“ antwortete Lucario ebenso leise. Der Trainer sah die Pokemon der Reihe nach an „Vielleicht ist es gar nicht verkehrt, eine Weile mit einem anderen Trainer unterwegs zu sein“ meinte er schließlich „Seht zu, dass ihr morgen früh fit seid. Auch du Lien!“ rief er den Pokemon gelassen zu und verschwand Richtung Schlafräume. „Er ist also schlecht gelaunt, hm?“ knurrte Lucario, Folipurba wich einen Schritt zurück als Salion die Zähne fletschte
    „Ich..naja..“ stammelte sie. Doch ehe das Pflanzen Pokemon noch etwas erwidern konnte, erklang ein weiteres Knurrgeräusch, welches klang, als würde es direkt aus den Tiefen einer Höhle kommen „Trembor?!“ Snow sah zu Skorgro der sich wie zuvor zwischen Lucario und Folipurba stellte, nur diesmal weitaus weniger harmlos. „Was ist denn mit dir los, so kenn ich dich ja gar nicht, Edward“ neckte Lucario, Skorgro richtete seinen Skorpionschweif auf und nahm eine geduckte Haltung ein
    „Ich kann dein Gelaber einfach nicht mehr ertragen“.
    „Seid ihr völlig bescheuert!“ ein dumpfer Schlag hallte durch den Aufenthaltsraum und Trembor als auch Salion kippen K.O. zur Seite „So ein Kindergarten“ murmelte Shooter
    „Das kannst du laut sagen“ stimmte Caron zu. Die Klauen von Scherox leuchteten noch immer von der Metallklaue Attacke. Snow sah zwischen den beiden hin und her, dann sah sie zu Folipurba, die völlig verschreckt dahockte „Was meinst du, wessen Beule wird größer?“ fragte das Fee Pokemon lachend.

    Es war bereits spät in der Nacht, Salion lag noch immer wach und wälzte sich hin und her „Irgendwas stimmt mit diesem Folipurba nicht“ grübelte er. Schließlich stand Lucario mit einem tiefen Seufzen auf und kam zu Caron hinüber „Caron...Hey...Caron“ Scherox blinzelte müde
    „Was ist denn los?“. „Ich trau diesem Folipurba nicht“ Salion hockte sich neben Scherox
    „Du bist doch jedem gegenüber misstrauisch, Sali“. Caron sah seinen Freund nachdenklich an , der knurrte leise „Aber irgendwas stimmt mit der nicht. Glaub es mir doch“ Caron hielt kurz inne
    „Ich glaube dir ja, Sali, aber was soll sie denn schon für ein großartiges Geheimnis haben?“. Lucario schlug mit der Faust gegen die Wand „Keine Ahnung, das ist es ja!“ das Pokemon fletschte die Zähne „Wenn ich es wüsste, könnte ich es euch ja erklären“. Caron atmete hörbar aus, schwieg jedoch eine ganze Weile „Du solltest trotzdem etwas schlafen“.

    2---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Am nächsten Morgen, kaum das die Sonne am Horizont auftauchte, war Jasmina bereits wach und packte einige Items in ihren Rucksack. Gerade als sie damit fertig war, klopfte es an der Zimmertür „Guten Morgen“ grüßte ein junger Mann, mit schulterlangen, braunen Haaren
    „Oh guten Morgen. Du musst der Trainer sein, von dem mir meine Pokemon erzählt haben“ lächelte Jasmina und streckte ihm die Hand hin „Ich bin Jasmina“. Der Mann ergriff ihre Hand und erwiderte ihr Lächeln „Vincent, freut mich dich kennen zu lernen“. „Guten Morgen“ erklang die Stimme von Lien, das Pokemon spähte an seinem Trainer vorbei ins Zimmer, doch nur Thando saß noch auf dem Bett und putzte sein stacheliges Fell. „Die sind schon alle in ihren Bällen“ antwortete Jasmina und kniete sich zu dem Pflanzen Pokemon, eilig sah sie wieder zu Vincent auf „Achja, ahm...seit einer Begegnung mit einem besonderem Trainer kann ich die Sprache der Pokemon verstehen“ erklärte sie etwas verlegen. Doch zur Überraschung der jungen Frau, schien der Trainer nicht sonderlich verwundert darüber „Das ist sicher praktisch“ meinte er nur grinsend. Im nächsten Moment blitzte einer von Jasminas Pokebällen auf und Lucario sprang heraus „Salion was ist los?“ fragte Jasmina verwundert
    „Jasi, ich trau dem Kerl nicht“ flüsterte Salion. Die Trainerin hielt inne „Achwas“ sie winkte lächelnd ab „Also schön, dein Ziel ist auch Graphitport City oder?“ fragte sie an Vincent gewandt, der Mann nickte
    „Richtig, und dann weiter nach Malvenfroh“. Nur kurz darauf machten sich die beiden Trainer auf den Weg Richtung Bootssteg, dort trafen sie auf Tony, der auch schon aufbruchbereit war. „Oh, Tony. Na meinst du, du kommst nun alleine klar?“ fragte Jasmina mit einem zwinkern
    „Aber klar doch!“ antwortete der Junge entschlossen „Ich und mein Geckarbor werden einmal die Champs der Pokemon Liga!“. Vincent grinste und wuschelte dem Jungen durch die blonden Haare „Na da hast du dir aber was vorgenommen, Kleiner“ Tony stampfte erbost mit dem Fuß auf
    „Nenn mich nicht Kleiner!“. „Festhalten Kinder, es geht los!“ rief der alte Mann und startete sein Boot. Es war nur ein Katzensprung bis nach Graphitport, kaum legte das Boot an, sprang Tony auch schon heraus und sah strahlend über den großen Strand „Hier wimmelt es ja nur so von Trainern!“. Der Junge drehte sich nochmal zu Jasmina um „Wir sehen uns doch irgendwann wieder, oder?“ fragte er zögerlich, die Frau nickte
    „Aber klar doch!“. Tony grinste breit „Dann musst du aber gegen mich kämpfen!“ mit diesen Worten rannte er den Strand entlang und war schon bald in einen Pokemon Kampf mit einem anderen Trainer verwickelt. „Machen wir hier Urlaub?!“ erklang eine aufgedrehte Stimme, Jasmina zuckte erschrocken zusammen und drehte sich um, direkt hinter ihr hockte Trembor und sah sie mit großen Augen an
    „Nein, wir machen keinen Urlaub! Du weißt, dass wir es eilig haben“ antwortete Jasmina
    „Wieso eilig? Was habt ihr denn vor?“ fragte Vincent und sah die Trainerin fragend an
    „Ach, nicht so wichtig“ sie grinste breit. Der Mann musterte Jasmina eine Weile, dann schmunzelte er „Du bist wohl in geheimer Mission unterwegs, was?“ neckte er, die Trainerin lachte nur
    „Wenn der wüsste“ überlegte sie zeitgleich. Während die beiden mit ihren Pokemon über den Strand schlenderten, genossen sie die warme Herbstsonne. „Wenn wir schon mal hier sind, würde ich noch einen alten Freund von mir besuchen. Wir haben uns schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen“ erzählte Vincent, Jasmina nickte
    „Geht klar, ich seh mir solange die Stadt an“. „Dürfen wir Pokemon uns auch eine Auszeit nehmen?“ platzte Trembor dazwischen und fing sich prompt einen irritierten Blick von seiner Trainerin ein
    „Von was braucht ihr denn eine Auszeit?“ fragte diese schmunzelnd
    „Von den Pokebällen!“ entgegnete Skorgro ernst. „Hey, Vincent, was hälst du davon, wenn wir die Pokemon aus ihren Bällen lassen? So können sie auch etwas Spaß haben“ schlug Jasmina vor
    „Ja, warum nicht“ stimmte der Trainer zu. „Los kommt raus“ Jasmina ließ ihre Pokemon aus den Bällen, Vincent tat es ihr gleich und neben Folipurba erschienen noch ein Ninjask und ein Panzaeron
    „Ihr habt es gehört, Heute habt ihr einen freien Tag“ erklärte der Mann seinen drei Pokemon, diese nickten ihrem Trainer freudig zu. „Wo wohnt denn dein alter Freund?“ fragte Jasmina, während sie mit Vincent über den Marktplatz von Graphitport spazierte
    „Nicht weit vom Museum“ erklärte der junge Mann
    „Stimmt, hier gab es ja ein Museum“ fiel es Jasmina wieder ein „Weißt du, ob es sich lohnt, da mal vorbei zu schauen?“. Vincent schwieg kurz und schien zu überlegen „Tja, gute Frage. Ich war auch schon eine Weile nicht mehr hier“ sagte er schließlich und zuckte mit den Schultern
    „Ich denke, ich werde einfach mal dort vorbeischauen“ meinte Jasmina
    „Ja, warum nicht. Wenn es etwas interessantes dort gibt, sag mir später Bescheid“ lachte der Mann. Die beiden schlenderten durch ein paar Seitenstraßen, die eine Abkürzung Richtung Museum waren „So, gleich dort oben wohnt der Typ, dem ich mal einen Besuch abstatte. Wir sehen uns im Pokecenter, ja?“ fragte Vincent, die Trainerin nickte
    „Geht klar“. Während der Mann in einem der Häuser verschwand ging Jasmina weiter Richtung Museum. Kaum, dass sie dort ankam, erblickte sie eine Menschenmenge, die vor dem Eingang drängelte „Was ist denn hier los?“ fragte die Trainerin und spähte über die Schultern der Schaulustigen um selbst einen Blick zu erhaschen. „Vor wenigen Minuten haben seltsame Gestalten das Museum besetzt und einige Leute als Geißeln genommen. Sie fordern die Herausgabe von irgendeinem seltsamen Gestein!“ plapperte ein älterer Mann aufgeregt drauflos. „Beiseite Leute, geht beiseite!“ erklang die Stimme von Rocky durch ein Megafon, zeitgleich huschten einige Fukano über den Platz und bellten laut um die Leute zurück zu drängen. Die Polizisten eilten mit Absperrband herum und trennten so den Museumsplatz vom Rest der Stadt ab.

    Währendessen ahnten die Pokemon, die am Strand herumtobten nichts von dem Ärger vor dem Museum. „Wie gefällt euch Hoenn denn bisher?“ fragte Lien während sie sich die Sonne aufs Fell scheinen ließ
    „Bisher ganz gut. Irgendwie wirkt hier alles so lebendig“ Shooter schloss die Augen und lauschte dem Rauschen des Windes. Salion sah Suicune fragend an „Was meinst du mit lebendig? Es ist hier doch auch nicht anders als in Kalos“ das Wasser-Pokemon zog einen Mundwinkel zu einem Lächeln nach oben
    „Vielleicht weißt du irgendwann was ich meine“. Lucario warf mit einem Schnauben den Kopf zur Seite. Während die Pokemon noch vor sich hin plauderten starrte Thando wie gebannt Richtung Stadtzentrum. „Thando alles klar?“ Shooter trabte zu Blitza hinüber und sah das Elektro Pokemon fragend an. Blitza´s Fell knisterte vor elektrischen Funken und seine Augen glühten regelrecht „Da hinten ist ein starkes, elektrisches Feld“ murmelte Thando angespannt, Shooter folgte dem Blick seines Freundes Richtung Stadt. „Jasi ist in dieser Richtung“ knurrte das Nordwind Pokemon und sprang empor, ehe es elegeant über die Hausdächer hinweg setzte
    „Warte auf mich!“ Thando hastete durch die Straßen und versuchte Suicune nicht aus den Augen zu verlieren. „Was ist denn mit denen los?“ fragte Snow und sah den beiden verwundert nach
    „Irgendwas ist doch hier faul“ Salion sprang hoch und eilte ebenfalls in jene Richtung, in die seine beiden Teampartner gegangen waren. „Die drei mögen wohl keine freien Tage, was?“ kam es von Vincents Panzaeron „Die können einfach nicht abschalten“ Skorgro ließ sich nach hinten in den Sand fallen und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Und wenn Jasi in Schwierigkeiten steckt?“ murrte Snow unsicher, wurde aber Folipurba geknufft
    „Na dann können die drei ja aufpassen“ meinte das Pflanzen Pokemon sorglos. Snow warf einen prüfenden Blick zu Caron, der aber war unter einem Sonnenschirm eingenickt und schien sobald auch nicht aufzuwachen, mit einem Seufzen schob das Fee Pokemon seine Bedenken beiseite und legte sich ebenfalls in den warmen Sand.

    3---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    „Komm zurück Tauboga!“ der Trainer rief sein Vogel Pokemon zurück und wurde zeitgleich von Rocky hinter die Absperrung gezerrt
    „Habt ihr es jetzt kapiert?“ hallte eine dunkle Stimme über den Platz „Mit Team Magma legt man sich nicht an!“. Die düstere Gestalt warf einen scharfen Blick zu den schaulustigen Leuten, von denen einige zurückwichen. „Sagt schon, was wollt ihr Halunken mit dem Urgestein?“ forderte Rocky Antworten, doch der seltsame Typ mit dem schwarzen Umhang sah noch nicht einmal in ihre Richtung. Sein Gesicht war von einer dunkelgrauen Maske verdeckt, auf die mit weiß eine ausdruckslose Fratze gemalt war, der Rest seines Körpers wurde von einem schwarzen Ledermantel bedeckt. „Los Fukano, Flammenwurf!“ eine der Rocky´s schickte erneut ihr Pokemon in den Kampf gegen Team Magma. Die düstere Gestalt zog ihre Kapuze weiter ins Gesicht, dann warf sie einen Pokeball aus dem ein Elektro Pokemon sprang. „Los Voltula, Donner!“ hallte es, der Befehl schien von allen Seiten gleichzeitig zu kommen „Voltu!“ das Käfer Pokemon knisterte, im nächsten Moment schoss ein gleißender Blitz los und brachte den Boden zum Vibrieren. „Fukano!“ die Attacke landete einen Volltreffer gegen das Feuer Pokemon und besiegte es. „Jasi!“ Shooter sprang mit Anlauf von einem der Dächer und landete direkt in der Menschenmasse. Die Trainerin wirbelte herum
    „Shooter?! Was machst du hier?“
    „Thando hat gesagt hier ist starke Elektrizität am Werk und ich hatte irgendwie ein schlechtes Gefühl, wenn du alleine unterwegs bist“. Die junge Frau nickte „Du hast dich nicht getäuscht, diese Typen dort sind in das Museum eingebrochen und haben Geißeln genommen“ erklärte sie eilig, da kam auch schon Thando um die Ecke geflitzt und kam schlitternd neben Shooter zum Stehen
    „Dann sind wir ja genau im Richtigen Moment gekommen“ keuchte Blitza. Jasmina sah über ihre Schulter zu den Magma Typen und zögerte, Birk hatte gesagt sie solle nicht auffallen, aber konnte sie zulassen, dass dieses Urgestein gestohlen wurde? Offenbar war es irgendwas wichtiges, was mit Groudon zu tun hatte. „Jetzt helfen Sie uns doch! Ihr Pokemon sieht aus, als könnte es gegen diese Fieslinge gewinnen!“ rief ein Mann „Ja genau!“ stimmte ein weiterer zu. Jasmina konnte gut verstehen, dass diese Leute Angst hatten, doch wussten sie auch nicht um den Ernst der Lage. Mit einem tiefen Atemzug wirbelte Jasmina herum und bahnte sich ihren Weg zu dem abgesperrten Platz, sie schlüpfte unter dem „Betreten verboten“- Band hindurch und sah direkt zu dem seltsamen Typen in seinem Ledermantel. „Noch jemand, der versuchen will, diesen alten Stein zu verteidigen?“ fragte er und in der hallenden Stimme war deutlicher Spott zu hören
    „Was wollt ihr eigentlich mit diesem Stein?“ fragte Jasmina und biss die Zähne zusammen, dieser Typ war mindestens einen Kopf größer als sie selbst und die Maskenfratze trug nicht zu einem harmlosen Erscheinungsbild bei. „Dann versuch dein Glück, Voltula los!“ das Käfer Pokemon krabbelte nach vorn und fauchte bedrohlich. „Thando los!“ Blitza flitzte zu seiner Trainerin auf den Platz, sein Fell funkte und stand wie Nadeln vom Körper ab.
    „Ein Blitza...nett. Voltula, los gehts Elektrofeld!“ eröffnete der Maskierte den Kampf, sein Pokemon sog sämtliche elektrische Ladungen aus der Luft und stieß sie dann in einer Druckwelle über den Museumsplatz. Thando sprang hoch in die Luft, wurde jedoch wieder zu Boden gerissen und wie von einem Magneten festgehalten „Thando! Los komm schon!“ die Trainerin biss sich auf die Unterlippe „Donner Attacke! Du musst die Elektrizität loswerden!“. Eine gigantische Ladung entlud sich um Blitza herum und es kam wieder auf die Beine „Sehr gut! Ruckzuckhieb!“ das Elektro Pokemon preschte los. „Brems es aus, Klebenetz!“ Voltula webte blitzschnell etwas mit seinen Vorderbeinen was im nächsten Moment auf Blitza zuflog und das Pokemon zurückschleuderte, klebrige Fäden hatten sich am Boden festgeheftet und hielten Blitza so gefangen. „Moment mal...“ Jasmina starrte wie gelähmt zu ihrem Pokemon „Das ist wie...“

    „Los Thando, Blitz!“ das Elektro Pokemon sprang aus seinem Ball und ließ eine Lichtwelle los, die durch den Raum rauschte. „Klebenetz!“ ein spinnennetz ähnliches Ding klatschte auf Blitza herab und drückte das Pokemon auf den Boden. „Thando!“ Jasmina eilte zu Blitza und zerrte an dem seltsamen Klebenetz „Dad, was ist das?!“
    „Eine Attacke, welche Pokemon komplett lahmlegt“ sagte John mit zusammengebissenen Zähnen.

    Jasmina stieß hörbar den Atem aus „Wie in der Arena von meinem Dad!“
    „Käfergebrumm!“ riss der Befehl des Maskierten sie aus ihren Gedanken, ein Surren schallte über den Platz, welches starke Kopfschmerzen verursachte. Thando strampelte hilflos in dem Netz herum, bis Jasmina ihn schließlich zurückrief. „Shooter!“ die Trainerin sah verzweifelt zu Suicune hinüber, der den Kampf beobachtet hatte „Jetzt bist du dran!“. Das Wasserpokemon trabte auf den Platz und fixierte Voltula mit seinem Blick „Etwas besseres hast du nicht zu bieten?“ der Fremde lachte leise „Wie du willst, Voltula Donner!“. Wieder schoss der Blitz über den Boden und hinterließ verkohlte Stellen „Shooter, weich aus!“ schrie Jasmina hilflos, sofort drückte sich Suicune vom Boden ab und sprang empor
    „Fang es“ befahl der Maskierte „Voltu!“. Die Donner Attacke schlug dicht vor Jasmina ein und rauschte dann kerzengerade gen Himmel. Nur um Haaresbreite verfehlte sie Suicune, der in der Luft ins Straucheln geraten war und unsanft landete „Halt durch Shooter!“. Ein Lachen hallte durch die Luft, welches Jasmina einen kalten Schauer über den Rücken jagte „Denkst du etwa, das wars schon?“ der Maskierte machte eine Kopfbewegung und lenkte Jasminas Blick gen Himmel. Dort hatte sich eine dunkle Wolke gebildet aus der Blitze sprühten „Das kann nicht sein...“ die Trainerin sah zwischen Voltula und der Wolke hin und her
    „Jetzt Voltula, Donner Attacke!“. Ein gleißender Blitz fuhr von der Wolke herab, direkt danach folgten weitere Kleine „Shooter!“ Spiegelcape!“ die Frau hielt schützend die Arme über den Kopf. Unter den Schaulustigen war mittlerweile Panik ausgebrochen und sie drängelten sich Richtung Innenstadt. Immer wieder krachten Blitze mit lautem Donnern auf den Boden und ließen verbrannte Stellen zurück, hier und da zerbarsten sogar Steine. Als die Attacke vorüber war stand Suicune mit gesträubtem Fell da,umgeben von einem schillerndem Energiefeld „Gut gemacht Shooter! Jetzt Spiegelcap, los!“ rief Jasmina. Suicunes Augen leuchteten in einem Blau, welches die Farbe von Eis hatte, sein Schild zerbarste und aus den einzelnen Teilen fuhren tiefgelbe Blitze. „Voltula!“ der Maskierte sah entsetzt zu, wie sein Pokemon von seiner eigenen Ladung besiegt wurde und rief es zurück.
    „Was ist hier los?“ erklang eine männliche Stimme und ein Mann mit einem schwarz-rotem Mantel trat an den Maskierten heran „Da sind Sie ja, diese Göre meinte sich uns in den Weg stellen zu müssen“ berichtete die dunkle Stimme. „Und du lässt dich von einem Gör aufhalten?“ fragte der Mann mit der Brille zornig
    „Natürlich nicht, ich hätte sie umgehend aus dem Weg geräumt“ versicherte der Kerl im Ledermantel und rückte seine Kapuze zurecht. „Hör mal Kindchen, dass hier geht dich nichts an, also halte dich raus“ riet der ältere Mann mit dem zweifarbigem Mantel „Und jetzt aus dem Weg!“. Jasmina hielt seinem Blick stand „Ich denk nicht dran!“ der Mann schmunzelte
    „Wie du willst, Camerupt, los!“. Ein Feuerpokemon sprang aus dem Ball, es hatte zwei Vulkane auf dem Rücken und wirkte ziemlich träge „Eruption“ erklang ein trockener Befehl. Sofort begann es auf dem Rücken des Camerupt zu brodeln und im nächsten Moment schoss glühende Lava aus den beiden Mini-Vulkanen „Jasi!“ Shooter eilte zu seiner Trainerin und schützte diese mit einer Lichtschild-Attacke. „Komm schon, Kalle. Beeilung!“ rief der Maskierte und ein dicklicher, kleiner Kerl eilte aus dem Museum, in seinen Händen hielt er einen Stein, der regelrecht zu glühen schien. Er und der Brillenkerl verschwanden im Stadtinneren. „Du!“ Jasmina sah zu dem Maskierten hinüber, der gerade dabei war, seinen beiden Komplitzen zu folgen, er blieb jedoch stehen und sah über die Schulter zu Jasmina
    „Was willst du?“ fragte er mit der Stimme, die von überall und nirgend zu kommen schien. Shooters Lichtschild zerbrach und das Pokemon richtete sich neben seiner Trainerin auf
    „Du warst das damals! In der Arena und in der Granithöhle! Die Attacke von deinem Voltula, das war genau dieselbe!“ keuchte Jasmina. Die Fratze auf der Maske schien sich zu einem Grinsen zu verziehen „Sie sind nicht gefährlich“ erklang wieder die Stimme, dann drehte sich der Maskierte um und verschwand zwischen den Häusern. Die junge Frau sackte zusammen und blieb neben Suicune hocken, im nächsten Moment kam Salion um die Ecke gesaust und eilte zu Jasmina „Shooter! Was ist hier los?!“ knurrte das Kampf Pokemon. Jasmina legte die Hand auf Lucarios Schulter „Alles oke“ murmelte die Trainerin, sie merkte gar nicht wie sich eine Schar von Rocky´s um sie ansammelte. „Ist alles Oke?!“ Jasmina wurde kräftig geschüttelt und nickte nur. Wer war dieser Typ? Und was meint er damit, Groudon sei nicht gefährlich? Nicht gefährlich für Team Magma? Nicht gefährlich für Hoenn? Die Trainerin merkte wie ihr schwarz vor Augen wurde.

    3---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    „Alles in Ordnung mit dir?“ die Frau blinzelte irritiert und wurde prompt von einem hellem Licht geblendet, sofort schloss sie die Augen wieder „Jasi, alles oke?!“ erklang die Stimme wieder. Jetzt gelang es der Trainerin die Augen zu öffnen und sie sah direkt in Vincents besorgtes Gesicht „Vincent... was...ist passiert?“ stammelte sie, ihr Arm tat furchtbar weh und auch in ihren Schläfen hämmerte ein stechender Schmerz. „Du bist bei dem Kampf am Museum verletzt worden als du gegen Team Magma gekämpft hast“ erklärte der Mann, jetzt erst schreckte Jasmina hoch
    „Genau! Wo sind di-...“ sie stockte und hielt sich den Kopf, bei dem sie das Gefühl hatte er könnte bei jeder Bewegung abfallen. „Sie sind weg, die Polizei hat bereits überall nach ihnen gesucht, aber vermutlich haben sie ihre Flucht genau geplant“ fuhr der Mann mit seiner Erklärung fort. Jasmina ließ die letzte Stunde nochmal geschehen, langsam erinnerte sie sich wieder was passiert war
    „Da war so ein Typ... der hat gesagt Groudon sei nicht gefährlich“ hauchte sie schließlich. Vincent runzelte die Stirn „Wieso sollte Groudon auch nur irgendwie ungefährlich sein? Dieses Pokemon ist ein wandelnder Vulkan“ Jasmina zuckte mit den Schultern, diesmal war es der Arm, der drohte abzufallen
    „Keine Ahnung...“. „Oh, Sie sind wach“ Schwester Joy kam in das Zimmer, dicht gefolgt von einem Chaneira. „Wie geht es meinen Pokemon?“ fragte Jasmina und hielt sich die rechte Schläfe
    „Es geht ihnen gut, dein Blitza muss sich noch etwas ausruhen, aber es wird bald wieder fit sein“ erklärte Joy lächelnd
    „Das ist gut“ Jasmina ließ sich wieder ins Kissen sinken.

    „Wir hätten besser aufpassen sollen“ grummelte Shooter und lag wie ein geprügelter Hund auf dem Teppich im Aufenthaltsraum
    „Mach dir keine Vorwürfe, ihr konntet doch nicht ahnen, dass so etwas passiert“ versuchte Lien ihn aufzumuntern, vergebens. „Jetzt hört doch auf euch Vorwürfe zu machen“ Skorgro lümmelte auf einem Sessel und schien wenig betrübt zu sein, promt stand Lucario mit gebleckten Zähnen vor ihm
    „Du brauchst gar nichts sagen Freundchen, immerhin hast du es nicht mal für nötig gehalten nach Jasi zu sehen!“. Skorgro wandte den Blick ab „Du bist immer übervorsichtig, war doch klar, dass du irgendwann mal einen Glückstreffer hast“ sagte die Fledermaus gelassen. Salion sträubte das Nackenfell „Glückstreffer?!“
    „Richtig, und selbst da warst du noch zu spät“ fügte Trembor hinzu. Ein lautes Klirren hallte durch den Raum, Lucarios Pfote war von kaltem Eisnebel umgeben und Skorgro hatte einen dunklen Abdruck im Gesicht „Dass du immer gleich ausrasten musst“ kam es trocken von der Fledermaus, dann schwang sich Skorgro vom Sessel und verließ das Pokecenter. „Dieser arrogante...“ Lucario sah ihm noch eine Weile zornig nach, dann wandte er sich ab und warf sich aufs Sofa, wo er vor sich hingrummelte. „Warum müsst ihr beiden immer streiten?“ Snow sah traurig zu Salion hinüber
    „Das ist nicht deine Sache Snow, lass dich da nicht mit runter ziehen“ kam es ruhig von Caron. Feelinara tappste zu Scherox hinüber, der etwas abseits stand, und rollte sich neben ihm zusammen „Ich will keinen Streit“ schluchzte das Fee Pokemon und legte den Schweif über die Augen.

    Währendessen war Lien Skorgro unbemerkt nach draußen gefolgt, sie entdeckte die Fledermaus schließlich auf dem Dach des Pokecenters, kurzerhand zog sich das Pflanzen Pokemon mit einem Rankenhieb hinauf. „Trembor?“ vorsichtig ging Lien zu dem Boden Pokemon und setzte sich neben es „Alles oke?“. Als Antwort erhielt sie ein tiefes Seufzen „Dass Salion sich immer für alles die Schuld geben muss“ knurrte die Fledermaus, Lien legte den Kopf schief
    „Wie meinst du das?“. Skorgro wischte sich über die Stelle, wo die Eishieb Attacke getroffen hatte „Er macht sich immer viel zuviele Sorgen, wenn es einem von uns schlecht geht“ Folipurba schwieg und wirkte ziemlich irritiert
    „Aber das ist doch nicht seine Schuld wenn so etwas vorfällt“. Skorgro zuckte mit den Schultern „Er macht sich trotzdem immer Vorwürfe, das ist auch der Grund warum ich ihn immer so gerne auf die Palme bringe... Da ist er wenigstens abgelenkt“ Trembor grinste schief „Du musst das nicht verstehen“. Lien schüttelte den Kopf „Ich denke ich weiß schon was du meinst, du versuchst ihn so wütend zu machen, dass er nicht zum Grübeln kommt?“
    „Richtig“ das Pflanzen Pokemon sah Skorgro verständnislos an
    „Das ist doch bescheuert!“. Trembor warf ihr einen Seitenblick zu „Ist es, aber vieles ist bescheuert und man macht es trotzdem“. Eine Weile schwiegen beide „Ist es dir wirklich so egal, dass du nicht bei deiner Trainerin warst?“ fragte Folipurba zögerlich, als Antwort erhielt sie ein freudloses Lachen
    „Das kannst du dir eigentlich selbst beantworten“ Skorgro biss die Zähne zusammen, dass es knirschte „Ich hätte diesem Voltula richtig in den Hintern treten können, da ich Elektrizität ohne Probleme in den Boden leiten kann“. Lien legte ihre Pfote auf Trembors Schulter „Du willst immer, dass es anderen besser geht, was mit dir ist interessiert dich nicht“ murmelte das Pokemon traurig, Skorgro sah über die Schulter und grinste „Wieder Richtig“. Als das Pflanzen Pokemon weiterhin den Blick gesenkt hielt stupste Skorgro es in die Flanke „Jetzt komm schon, sehen wir mal nach unseren Trainern“, Lien sah auf und blinzelte einige Male
    „Warum erzählst du mir das eigentlich alles?“ Skorgro aber überging ihre Frage komplett
    „Kommst du jetzt?“ wiederholte der nur. Das Pflanzen Pokemon sah ihn fassungslos an „Hörst du mir überhaupt zu?“ Trembor zuckte mit den Schultern
    „Warum sollte ich es dir denn nicht erzählen?“. Mit diesen Worten segelte Trembor vom Dach „Weil ich nicht zu euch gehöre... Dummkopf“ fügte Lien in Gedanken hinzu, dann erklang ein dumpfer Knall und das Pokemon sprang vom Dach herunter. „Die Tür ging nicht auf“ Skorgro rieb sich die Stirn, ehe er in das Pokecenter marschierte, Folipurba folgte ihm langsam. „Jasi scheint es besser zu gehen“ berichtete Caron, kaum, dass die beiden hereinkamen
    „Hört man immer gerne!“ kam es zufrieden von Skorgro. „Da bist du ja du halbe Portion“ erklang Salions Stimme
    „Irgendwer muss ja auf dich aufpassen“ konterte Trembor, aus dem Augenwinkel sah er, wie Caron Lucario zurückhielt der Skorgro am liebsten schon wieder vermöbelt hätte.

    4---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Unterdessen bei Team Aqua

    „Diese Göre erinnert mich stark an die Trainerin von damals“ überlegte Adrian und kritzelte auf einem Block herum „Sie hat sich keinen Millimeter bewegt, auch nicht als Marc dazukam“ berichtete eine Frau weiter „Vielleicht ist sie der Schlüssel um Team Magma klar zu machen, was wir schon vor Jahren verstanden haben“ grübelte der Admiral. Die Frau mit den langen schwarzen Haaren nickte zustimmend „Vielleicht. Aber was ist eigentlich mit diesem Maskenmann, der sooft mit Team Magma gesehen wird? Dieser Typ scheint alles andere als harmlos zu sein“
    „Um den kümmern wir uns, sobald wir wissen welchen Posten er bezieht“ erklärte Adrian und kaute auf der Spitze seines Stiftes herum. „Mh... überlegst du dir eine Strategie gegen Team Magma?“ die Frau spähte über die Schulter des Mannes und verzog das Gesicht „Sind das...“ begann sie, Adrian drehte sich mitsamt seinem Drehstuhl herum und hielt er sein Gekritzel entgegen
    „Das sind Torhaido“. Die Frau seufzte „Haben wir nichts wichtigeres zu tun?!“ Adrian grinste „Bleib locker, Kordula. Bis Team Magma merkt, dass sie den falschen Stein haben, haben wir Zeit uns eine gute Vorgehensweise zu überlegen“.

    Chapter V
    Kapitel 5 Lasst den Wettlauf beginnen

    Es waren ein paar Tage seit des Überfalls auf das Museum vergangen. Jasmina hatte sich weitgehenst erholt und schlenderte mit Vincent durch Graphitport „Dein Lieblingsessen?“ fragte die Trainerin kichernd
    „Ravioli“, antwortete Vincent trocken
    „Wieso Ravioli?“ fragte Jasmina lachend. Der Trainer zuckte mit den Schultern „Weißt du wie schnell die Teile fertig sind? Ich fang doch nicht an zu kochen, dann denken die Leute ich habe Groudon in meiner Küche eingesperrt“. Die beiden waren vor Lachen völlig außer Atem als sie endlich an der Wettbewebshalle ankamen. „Und du willst da wirklich mitmachen?“ fragte der Mann skeptisch
    „Ja, warum nicht?“ entgegnete Jasmina
    „Ich will mich nicht blamieren“ kam es von Vincent in gespielt, gequältem Ton. Die Frau sah ihn fragend an „Wieso du?“
    „Weil ich mit dir gesehen werde!“ der Mann erhielt einen Schlag auf den Hinterkopf
    „So schlimm wird es schon nicht werden!“ protestierte Jasmina.

    „Herzlich Willkommen zum Graphitport City Wettbewerb!“ eröffnete Vivian den Pokemon Wettbewerb, die Zuschauer jubelten laut, als die Frau die Bühne betrat und eine ausholende Handbewegung machte „Ich hoffe Sie geniesen die heutige Show! Kommen wir nun zur Jury...“.
    Während die Moderatorin die Juroren vorstellte, stand Jasmina in einem notdürftig zusammengestelltem Outfit mit anderen Koordinatoren hinter der Bühne. Die Frau zupfte ihren Rock hinunter, der eher aussah als sei er für eine Balettaufführung gedacht. Die weißen Stiefeletten, welche sie anhatte waren viel zu eng und das violette Oberteil wirkte irgendwie augeleiert, obwohl sie es erst gekauft hatte. „Als ersten Teilnehmer haben wir Rosalia aus Baumhausen City und ihr Tropius!“ kündete Vivian die erste Teilnehmerin an. Eine junge Trainerin eilte auf die Bühne und ließ ihr Pokemon aus dem Ball
    „Los Rasierblatt Attacke!“ Blätter surrten um das Pokemon herum „Windstoß!“. Tropius machte eine geschmeidige Bewegung mit den Flügeln und schleuderte die Blätter auf die erschrockenen Zuschauer zu „Sehr gut und jetzt Lockduft!“ ein rötlicher Nebel strömte aus den Flügeln des Pokemon, wie auf Kommando machten die Blätter in der Luft kehrt und kamen zu Tropius zurück. „Jetzt das Finale, Aero-Ass!“ mit einer kraftvollen Bewegung setzte das Pflanzen Pokemon Sicheln aus Wind frei, welche die Blätter in Einzelteile schnitten und sie zu Boden fallen ließen. Jasmina verfolgte die Show auf einem Monitor hinter der Bühne, und von Teilnehmer zu Teilnehmer fiel ihr auf, wie simpel ihre Show mit Feelinara eigentlich war. „Unsere Vorletzte Teilnehmerin ist Jasmina aus Blütenburg City!“ Jasmina betrat die Bühne und warf Snows Pokeball hoch in die Luft
    „Legen wir los, Snow!“. Feelinara sprang aus dem Ball und machte eine anmutige Drehung ehe es elegant landete „Okay, Snow! Nebelfeld!“ rief Jasmina, Feelinara ließ eine glitzernde Nebelsuppe über das Feld fließen „Mondgewalt“ ein silberfarbenes Licht rauschte von oben herab und wirbelte den Nebel auf. „Eine sehr schöne Kombination, doch leider war es wohl etwas zu viel Nebel“ erklang Vivians Stimme, in dem Saal konnte man kaum mehr die Hand vor Augen sehen.
    Nachdem Jasima hinter der Bühne nervös auf die Auswertung wartete, wirkte Snow auch nicht gerade glücklich „Ich kann das nicht!“ murmelte das Pokemon niedergeschlagen. „Ach Quatsch, das war immerhin unser erster Wettbewerb und wir haben uns nur zwei Tage vorbereitet“ versuchte Jasmina das Pokemon aufzumuntern
    „Kommen wir nun zu der Auswertung!“ erklang die Stimme der Moderatorin über die Lautsprecher. Auf dem Bildschirm erschienen nacheinander die Bilder der Trainer, welche in die nächste Runde kamen. Jasmina aber war nicht dabei. „Siehst du, ich kann das nicht!“ wiederholte Snow und ließ die Ohren hängen, neben ihr blitzte etwas auf
    „Achwas, ist doch nicht schlimm“ meinte Salion. Snow sah ihn von unten herauf an „Findest du?“
    „Naja, es sah etwas aus, als ob man Kuchenteig in einen Haufen Mehl wirft, aber sonst...“ meinte Salion. Snows Ohren sackten noch weiter nach unten und es schniefte „Salion, hö-„ begann Jasmina stoppte aber als sich Salion neben Snow hockte. „Jetzt nimm dir das doch nicht so zu Herzen“ das Kampf Pokemon legte mitfühlend den Arm um Feelinara „War nicht so gemeint, oke?“. Snow sah zögerlich auf und schniefte nochmal „Ist gut“ murmelte sie leise. „Na alles klar?“ erklang die Stimme von Vincent, der Trainer kam zu Jasmina hinüber und setzte sich neben sie auf die Bank
    „War klar, dass das nichts wird...ich meine ich sehe aus wie eine Mischung aus Balettstar und Lutschbonbon“ meinte die Trainerin lachend. „Wie siehts aus, machen wir uns Morgen auf den Weg nach Malvenfroh?“ fragte der Mann beiläufig, als die beiden das Wettbewerbshaus verließen
    „Ja ist gut“ stimmte Jasmina zu.

    Am nächsten Morgen

    Die beiden Trainer hatten Graphitport hinter sich gelassen, noch ehe die Sonne richtig aufgegangen war. „Wie lange sind wir denn unterwegs bis nach Malvenfroh?“ fragte Jasmina an Vincent gewandt
    „Ich denke mal zwei oder drei Tage“ antwortete Vincent und sah auf die Karte seines PokeNavi. „Hey Jasi, sag mal...“ kam es nach einer Weile des schweigens von dem jungen Mann
    „Was gibts?“ die Trainerin sah ihn fragend an
    „Jetzt sag mal, warum hast du gesagt, dass du es eilig hast?“. Jasmina stockte „Naja...weil...“ die Frau zuckte mit den Schultern „Ich will einfach nichts verpassen“ sie grinste verlegen. Vincent sah sie prüfend an „Verstehe“. Jasmina war sich nicht sicher, ob Vincent ihr das abkaufte, aber sie konnte ihm auch schlecht sagen, dass sie hinter Groudon und Team Magma her war. Wieder herrschte Schweigen, die beiden Trainer schlenderten über den Seepfad, welcher unter dem Radweg hinwegführte. Hier und da raschelte das Gras, wenn ein Pokemon vorbeihuschte. Für Anfang November war es wirklich noch sehr warm, Jasmina sah gen Himmel, es waren nur ein paar Watte-Wölkchen zu sehen. „Ist es in Hoenn immer so warm um diese Jahreszeit?“ fragte sie nachdenklich, der Mann überlegte kurz
    „Also wenn du mich so fragst, dieses Jahr ist es schon besonders warm“. „Ob das etwas mit Groudon zu tun hat?“ Jasmina überlegte, ob sie ihre Vermutung ansprechen sollte. „Meinst du...“ begann sie zögerlich, doch als wüsste der Trainer was sie sagen wollte, kam er ihr zuvor
    „Vielleicht hängt das ja mit dem erneuten Auftauchen von Team Magma und diesem Groudon zusammen“. Die Frau hielt eine Weile inne „Ja...vielleicht. Weißt du denn irgendwas über dieses Urzeit Pokemon?“ fragte sie schließlich. Der Mann strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sah gen Himmel „Nicht sehr viel“ sagte er schließlich in einem tiefen Seufzen. Die Trainerin blieb wie versteinert stehen „D-du weißt etwas über...“ stammelte sie, Vincent aber lächelte nur
    „Warum wundert dich das so? Immerhin ist er in der Hoenn Legende fest verankert“. Eilig nickte Jasmina und lächelte ebenfalls „Ja stimmt, daran hatte ich gar nicht gedacht“ die Trainer setzten ihre Weg fort „Dieser Kerl weiß doch mehr als er zugibt...“ grübelte die Frau und warf dem Trainer immer wieder verstohlene Seitenblicke zu.
    An diesem Abend, nachdem die beiden ihr Nachtlager aufgeschlagen hatten, zog sich Jasmina an den nahen See zurück. Hinter ihr waren einige Zirpeise zu hören und die Mondsichel spiegelte sich im See. Dicht neben der Trainerin lag Suicune und genoss ebenfalls die sternklare Nacht „Sag mal Shooter, meinst du Vincent weiß etwas über Groudon?“ fragte Jasmina leise. Das Pokemon hob den Kopf und sah seine Trainerin fragend an „Meinst du denn, er könnte etwas wissen?“ als Antwort erhielt er ein Schulterzucken
    „Ich hab keine Ahnung, vielleicht lege ich auch einfach überall zuviel Bedeutung hinein“. Suicune sah über den See, am anderen Ufer waren die Lichter von Malvenfroh zu sehen „Der Weg ist nicht mehr weit, ehe ihr wieder getrennt reist... wenn er etwas weiß, sollten wir es bald erfahren“, Jasmina folgte dem Blick ihres Freundes
    „Wir marschieren quer durch Hoenn und haben keine Ahnung wo wir Groudon suchen sollen“ die junge Frau winkelte die Beine an und schlang ihre Arme darum. „Wir schaffen das schon Jasi“ Shooter stupste seine Trainerin aufmunternd an, die aber starrte nur vor sich hin „Was wenn wir ihn nicht finden? Was wird dann aus Hoenn?“ Jasmina schluchzte unterdrückt. Direkt hinter der Trainerin raschelte etwas, sofort sprang Shooter auf und ein dunkles Knurren hallte durch die Nacht. „Jasmina?“ das Knurren verstummte wieder, als Suicune Vincent erblickte. Der Mann setzte sich neben Jasmina „Alles oke mit dir?“ die Frau bemühte sich, wieder normal zu klingen
    „Ja alles klar“ sie hoffte, in der Dunkelheit würde Vincent ihre roten Augen nicht bemerken. „Ich würde diesem Groudon echt gerne helfen“ seufzte der Trainer, Jasmina warf ihm einen heimlichen Blick zu
    „Weißt du denn wo er sich befindet?“ fragte die Trainerin und versuchte ihrer Frage keine große Bedeutung anzuheften. Vincent schüttelte den Kopf „Angeblich verlegt Team Magma das Pokemon regelmäßig an einen anderen Standort“ die Frau sah den Trainer mit großen Augen an
    „W-woher weißt du das nun schon wieder?“. Auf eine Antwort aber musste sie eine Weile warten „Es wird viel geredet, weißt du. Die Menschen sind unsicher,aufgrund der vielen Erdbeben“. Das klang logisch, jetzt war sich die Trainerin wieder gar nicht so sicher, ob Vincent wirklich etwas von Groudon wusste oder einfach nur sagte, was eben so geredet wurde. Während die Trainer sich unterhielten, waren ihre Pokemon bei den Schlafsäcken und dem Lagerfeuer zurückgeblieben.

    „Hat er nicht“
    „Hat er doch!“
    „Hat er nicht!“
    „Hat er-„ Liens Fell war gesträubt, aber sie wich kein Stück vor Salion zurück. Beide knurrten und schienen kurz vor einem Angriff zu stehen, da platzte Caron dazwischen „Was ist jetzt wieder?“ fragte er trocken und legte zeitgleich etwas Feuerholz nach. „Euer Lucario beschuldigt meinen Trainer etwas mit dem Verschwinden von Groudon zu tun zu haben!“ kam es fauchend von Folipurba
    „Wie kommst du denn schon wieder auf sowas, Salion?“ fragte Scherox ruhig und fächerte dem Feuer mit leichten Flügelschlägen Luft zu. „Es ist einfach so ein Gefühl!“ rechtfertigte Salion
    „Mein Gefühl sagt mir, dass du ein...!“ begann das Pflanzen Pokemon, hielt dann aber inne „Mit sowas muss ich mich nicht abgeben!“. Das Pokemon trabte davon und verschwand zwischen dem Dickicht. „Jetzt glaubs mir Caron...“ wiederholte Salion und sah Scherox eindringlich an
    „Selbst wenn, wir können es nicht beweisen“ antwortete das Stahl Pokemon. „Salion, musst du immer auf Lien herumhacken?!“ mischte sich nun auch Trembor ein
    „Jetzt fang du nicht auch noch an!“ knurrte Luccario. Mit einem Schnauben ließ es Trembor darauf beruhen und provozierte Lucario nicht weiter. Kurz darauf kamen Jasmina, Vincent und Shooter zurück. Direkt nach dem Abendessen, legten sich die beiden Trainer schlafen. Folipurba blieb die Nacht über verschwunden und tauchte auch am Morgen nicht auf.
    „Hat irgendwer von euch Lien gesehen?“ Vincent kam mit Blättern in den Haaren aus dem Dickicht gestapft „Ich kann sie einfach nicht finden“. Jasmina setzte sich in ihrem Schlafsack auf „Vielleicht erkundet sie die Gegend?“ der Mann schüttelte den Kopf
    „Sie war ja gestern Abend schon verschwunden, so lange streunt sie eigentlich nicht herum“. Salion zog einen Mundwinkel zu einem Grinsen nach oben „Vielleicht ist sie ja bei Team Magma“ Skorgro holte mit einer Gifthieb Attacke auf, das Kampf Pokemon aber duckte sich darunter hinweg. „Ich hör ja schon auf“ murmelte Salion, den Angriff gänzlich ignorierend. „Trembor, such du aus der Luft! Shooter, du versuchst die Witterung aufzunehmen“, erklärte Jasmina ihren Pokemon. Skorgro schwang sich empor, ohne auf weitere Erklärungen zu warten und war schon bald außer Sicht. „Hast du eine Ahnung, wo sie sich herumtreiben könnte?“ fragte Shooter an Vincent gewandt, dann sah er zu Jasmina „Ahm... weiß er wo sie sich...“. „Keine Ahnung“ seufzte der Mann und fing sich zwei überraschte Blicke ein
    „Warte mal...“ begann Jasmina zögerlich
    „Was ist denn?“ fragte Vincent verdutzt. „Hast du gerade meinem Pokemon geantwortet?“ fragte die Trainerin schließlich
    „Was? Wieso..ahm“ der Mann wirkte verwirrt „Ich hab einfach keine Ahnung warum Lien weggelaufen ist, was hat das mit...“ hastig winkte Jasmina ab
    „Ach so, ich dachte gerade...egal!“. Shooter warf dem Mann noch einen Seitenblick zu, dann machte auch er sich auf die Suche nach Folipurba. „Los Panzaeron, du suchst auch mit! Du auch Ninjask!“ Vincent ließ seine anderen Pokemon aus den Bällen, sofort machten die sich ebenfalls auf die Suche. „Sollen wir schon mal langsam weitergehen? Vielleicht finden wir Lien ja irgendwo auf dem Weg?“ schlug Jasmina vor, eher widerwillig stimmte Vincent zu
    „Hier herumsitzen hilft ja auch keinem“.

    Den gesamten Tag, ließ sich der Pokemon Suchtrupp nicht blicken, auch Lien blieb verschwunden. Auch am darauffolgenden Tag gab es nichts Neues. Die Trainer hatten den Seepfad hinter sich gelassen, und standen vor den Toren von Malvenfroh, nur leider fehlten ihnen die Pokemon. „Vielleicht war es doch eine schlechte Idee weiterzugehen. Nicht, dass sie uns nun gar nicht mehr finden“ überlegte Vincent und starrte über den See zu dem überwuchertem Weg hinüber, welchen sie gegangen waren. „Mach dir keine Sorgen... es sind immer noch Pokemon. Die kommen klar“ meinte Jasmina. Ein sanfter Wind wehte über das Gewässer hinweg „Was ...“ Jasmina sah wie gebannt auf die Wellen
    „Was ist?“ Vincent folgte ihrem Blick und runzelte die Stirn „Was ist denn?“. Der Wind wurde stärker, und ein Jaulen heulte durch die Baumwipfel „Das ist Shooter!“, rief die Frau plötzlich aufgeregt
    „Nein, das ist der Wind“ kam es trocken von Vincent
    „Er IST der Wind“ erklärte Jasmina und eilte zurück zu dem überwuchertem Pfad. Zuerst konnte der Trainer ihr noch folgen, dann verlor er Jasmina zwischen dem dichten Gras aus den Augen. Wieder erklang dieses schaurige Heulen in einer Windböe und ließ dem Mann einen Schauer über den Rücken jagen. „Shooter!“ Jasmina bahnte sich zielsicher ihren Weg durch das Dickicht, schon bald kam sie auf eine winzige Lichtung, auf der Suciune lag. Dicht neben ihm, Trembor, Panzaeron und Lien. Ninjask schwirrte hektisch um die kleine Pokemon Gruppe herum. „Was ist passiert?!“ Jasmina kam zu den Pokemon und kniete sich hin. „Lien war am See...“ begann Trembor und wurde von einem Husten durchgeschüttelt „Als ich sie gesehen habe, bin ich zu ihr gesegelt und direkt vor ihrer Nase tauchte ein Tohaido auf“ die Fledermaus hielt inne und keuchte „Ich wollte ihr helfen und bekam eine Eiszahn Attacke ab“. Panzaeron sprang hoch und spreizte seine Fächerflügel „Du Feigling bist in das Torhaido reingekracht, es ist herumgefahren und hat dich gepackt! Von wegen helfen!“ kreischte das Vogel Pokemon. Jasmina sah fragend zu Shooter, der aber schüttelte nur den Kopf, er war offenbar erst später dazugekommen. „Jaaa, er hat Torhaido gerammt und wurde deshalb angegriffen“ surrte Ninjask „Dann ist er liegen geblieben, wäre Panzaeron nicht gekommen, hätte dieses grausame Pokemon Lien bestimmt in die Tiefe gezogen“. Trembor knurrte „Das...“ Folipurba stand auf, kam zu Jasmina hinüber und schnurrte um sie herum „Ich bin so froh, dass es dir gut geht. Was ist mit Vincent?“ die Trainerin strich dem Pokemon übers Fell
    „Es geht ihm gut“. Die Trainerin rief ihre Pokemon zurück und nahm Folipurba auf den Arm „Panzaeron, Ninjask, könnt ihr vorweg fliegen und mir den Weg zeigen? Sonst irren wir hier noch ewig herum“. Die Pokemon nickten, Panzaeron flog dicht über dem Gras hinweg und Ninjask surrte um Jasmina und Lien herum. Wenig später lag der Seepfad zum zweiten Mal hinter der Frau, Vincent kam ihr bereits entgegen und nahm ihr Folipurba ab „Was war los?“ fragte er besorgt. „Irgendso ein Torhaido wollte anscheinend Folipurba angreifen“, erzählte Jasmina völlig außer Puste „Aber es geht ihr gut, sie ist nur etwas verschreckt“, fügte sie hinzu. „Ein Torhaido?“, fragte Vincent und klang ziemlich besorgt
    „Kennst du etwa eines?“, hackte Jasmina nach
    „Naja, nein. Aber es soll ja ein ziemlich brutales Pokemon sein“, antwortete der Mann prompt.

    Nachdem die Trainer ihre Pokemon in Joy´s Obhut gegeben hatten, gönnten auch sie sich eine Auszeit und suchten ein Restaurant auf um sich etwas zu stärken. Nachdem sie sich etwas zu Essen bestellt hatten, nahmen die beiden an einem der Tische Platz „Wo führt dich dein Weg nun eigentlich hin?“. fragte Jasmina und nahm einen Schluck von ihrem Getränk. Vincent lehnte sich auf seinem Stuhl zurück und verschränkte die Arme „Vermutlich Richtung Norden“. antwortete er knapp
    „Vermutlich?“. Die Frau sah Vincent solange an bis dieser mit einem Seufzen fortfuhr „Vielleicht zu dieser Wüste oder nach Laubwechselfeld, oder zum Schlotberg...“. Die Trainerin biss von ihrem Sandwich ab „Genauer gehtsch nischt oder?“, fragte sie kauend
    „Nein, nicht wirklich“ kam es trocken als Antwort.

    „Hier bitteschön“ Vincent reichte der Kellerin einen Geldschein hin, diese bedankte sich und nahm die leeren Teller mit. „Also, ich muss dann mal“ der Mann stand ruckartig auf und fing sich einen irritierten Blick ein „Wie jetzt? Du brichst heute noch auf?“ fragte Jasmina und sah ihn zweifelnd an. „Ja, ich bin kein Fan von ewigen Pausen“ erklärte der Trainer entschuldigend „Vielleicht sehen wir uns ja mal irgendwo wieder“ er reichte Jasmina die Hand zum Abschied. „Ja...dann...machs gut“ stammelte die Frau und sah Vincent noch eine Weile hinterher als der das Restaurant verlassen hatte. „Was war das denn jetzt?“ dachte Jasmina und verließ ebenfalls das Gebäude, möglichst unauffällig schlich sie Vincent hinterher. „Was hat der so plötzlich? Wir waren immerhin eine ganze Weile zusammen unterwegs, da kann man doch mit einer vernünftigen Verabschiedung rechnen“ die Trainerin beobachtete wie der Mann ins Pokecenter ging, eine Weile wartete sie in sicherer Entfernung, ob er wieder herauskommen würde. Gerade als sie sich entschloss in das Pokecenter zu gehen kam Vincent wieder heraus, hastig stolperte Jasmina wieder hinter die Hausecke um nicht gesehen zu werden. Neben Vincent trottete Lien her, und ließ die Ohren hängen „Was ist denn da los?“ murmelte Jasmina, aus dem Augenwinkel sah sie etwas aus dem Pokecenter huschen „Das ist doch...Trembor?!“. Direkt hinter Skorgro folgte Blitza „Du alter Sturschädel!“, rief das Elektro Pokemon.

    „Jetzt warte doch mal!“ Trembor kam schlitternd neben Lien zum Stehen, Folipurba sah ihn mit einem ausdruckslosen Blick an „Was willst du denn? Kapierst du nicht, dass wir jetzt wieder getrennte Wege gehen?“. Die Fledermaus fuchtelte mit den Scheren herum „Aber...aber... ich dachte, dass du mich magst“ stammelte Trembor, Lien kicherte nur
    „Ich hab schon mitbekommen, dass du jedes Mädchen anbaggerst, aber davon abgesehen bist du einfach nur ein kleiner Schisser“. Trembor sah das Pflanzen Pokemon sprachlos an „Warum bist du jetzt auf einmal so patzig?“ fragte er
    „Ich musste doch nett sein, weil unsere Trainer zusammen unterwegs waren“. Skorgro biss die Zähne zusammen, dass es knirschte „Ich kann es nicht ab, Salion recht zu geben, aber mit euch stimmt wirklich was nicht“. Lien sah kurz zu ihrem Trainer, der bereits vorausgegangen war, dann wieder zu Skorgro „Wenn du dir bei jedem Mädel irgendwas erhoffst musst du es einstecken können wenn du einen Korb kriegst. Aber offenbar hast du eine vorlaute Klappe aber nichts dahinter“ kam es in eiskaltem Ton. Thando, hockte etwas abseits der beiden und sah mit unergründlichem Gesichtsausdruck zu Skorgro. „Werd erstmal erwachsen, Trembor. Das Leben ist eben nicht immer so, wie man es haben will. Selbst dann nicht, wenn man versucht sich irgendwas einzureden. Das sind Fakten...“ Lien machte einen Schritt auf Skorgro zu und sah ihn eindringlich an „Nimm dir das mal zu Herzen“ Trembor knurrte leise
    „Fakten also?“ sagte er provozierend. Folipurba seufzte und wendete sich ab „Fakten wie zum Beispiel, dass die Lösung für viele Probleme auf der Hand liegt, oder dass Rot und Blau zusammen Grün ergeben. Dummkopf“. Mit diesen Worten trabte das Pokemon hinter seinem Trainer hier und ließ Skorgro mitten in der Malvenfroh Passage stehen, erst jetzt kam Thando zu ihm „Alles klar, Partner?“. Trembor sah zu Blitza und grinste breit „Klar doch. Komm wir gehen wieder ins Pokecenter, wenn Jasi uns auf der Straße findet gibts Ärger“. Die Fledermaus schwang sich in die Luft und segelte davon, Blitza folgte mit gesenktem Blick „Liens Gerede hat keinen Sinn ergeben... warum hat Trembor das nicht gemerkt?“. Die Pokemon verschwanden wieder im Center, erst jetzt kam auch Jasmina aus ihrem Versteck. Sie hatte zwar nicht verstehen können was ihre Pokemon redeten, aber auch sie hatte das Gefühl, als ob hier irgendwas faul war.

    An diesem Abend lag die Trainerin lange wach, weder Thando noch Trembor hatten irgendetwas über das Gespräch herausgerückt. Beide waren den Fragen ihrer Trainerin ausgewichen. Hinzu kam noch, dass sie kein Stück weiterkam, was Groudon anging. Mit einem tiefen Seufzen drehte sich die Trainerin in ihrem Bett herum und starrte gegen die Wand „So kann das nicht weitergehen. Ich renne hier durch die Gegend und hab noch keinen einzigen Hinweis auf den Ort, an dem Team Magma Groudon versteckt hat. Was mit Brix ist, weiß ich auch nicht...“. Die Frau zog sich ihre Decke über den Kopf und versuchte irgendwie noch eine Mütze Schlaf zu bekommen. Doch bereits wenige Stunden später war die Trainerin wieder wach und grübelte vor sich hin. „So kann das nicht weitergehen. Ich muss endlich etwas über Groudon herausfinden, egal wie...“mit einem tiefen Atemzug stand Jasmina ruckartig auf und schlüpfte in ihre Sneakers „Ich muss irgendwas tun. Irgenwas...“. Auf Zehenspitzen schlich Jasmina mit gepackten Rucksack aus dem Zimmer, um den anderen Trainer nicht zu wecken. Als sie das Pokecenter verlassen hatte, schlenderte sie durch die Straßen von Malvenfroh, die meisten Lichter waren noch ausgeschaltet. Hier und da huschten kleine Pokemon an Jasmina vorbei, welche auf der Suche nach etwas Essbarem waren. Plötzlich hielt die Frau inne als ihr zwei Männer in schwarz-roten Anzügen entgegen kamen „Ich hab dir gesagt, die sind schon am Schlotberg!“ maulte einer der beiden. Die Trainerin ging an den beiden vorbei um kein Aufsehen zu erregen „Die sind eindeutig von Team Magma“, überlegte die Frau und spürte wie ihr Herz zu rasen begann. „Nicht so laut du Vollidiot!“ beschwerte sich gerade der zweite Mann und schlug seinem Kameraden kräftig auf den Hinterkopf
    „Bist du verrückt?! Das tut weh!“
    „Jetzt komm du Waschlappen, wir müssen los!“.
    Die beiden liefen einen Schritt schneller und waren bald in eine Seitenstraße abgebogen. „Zum Schlotberg also. Na endlich!“ Jasmina blieb noch eine Weile stehen, um sicher zu gehen, dass diese Kerle einen Vorsprung hatten und sie nicht entdeckten. Gerade als sie loslaufen wollte hielt sie jemand an der Schulter fest „Jasi!“ die Trainerin wirbelte herum
    „Heiko!“. Der Mann wirkte ziemlich erschöpft „Hast du diese Typen gerade gesehen?“, fragte der Mann und rang nach Luft
    „Ja hab ich, sie wollen zum Schlotberg“
    „Richtig, ich vermute Team Magma plant irgendwas“, meinte Heiko. Jasmina hielt inne „Heiko? Kennst du jemanden, der sich Vincent nennt? Ich bin eine Weile mit ihm gereist und er wollte auch zum Schlotberg...“ die Trainerin schluckte. Konnte es sein, dass Vincent in der ganzen Sache mit drinhängt? „Sagt mir nichts. Aber vielleicht ist er ja auch hinter Team Magma her“ überlegte der Trainer mit einem Schulterzucken „Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass er von Team Aqua ist. Um nicht aufzufallen läuft er ohne Uniform herum“. Die Frau nickte, das erschien ihr irgendwie logisch. Aber warum hatte er dann gesagt, er wüsste nichts über Groudon? Etwa aus dem gleichen Grund wie sie? Wollte auch er Undercover weitersuchen?
    „Mach du dich auf den Weg zum Schlotberg, Jasi. Ich werde zusehen, dass ich etwas Verstärkung auftreibe. Vielleicht hilft uns Walter, der Arenaleiter von Malvenfroh“ ,kam es von Heiko. Jasmina nickte „Geht klar. Wir sehen uns dann dort!“. Mit diesen Worten eilte die Trainerin in jene Richtung, in welcher die Magma Typen verschwunden waren. Kaum hatte sie die Passagen von Malvenfroh verlassen rief sie Suicune aus seinem Ball „Wir müssen zum Schlotberg, Shooter! Schnell!“ Jasmina schwang sich auf den Rücken ihres Pokemon. Sofort rannte Shooter los und setzte mit geschmeidigen Bewegungen über den felsigen Boden hinweg. „Vorsicht, sonst laufen wir noch diesen beiden Magma Typen über den Weg“, warnte Jasmina. Sofort verlangsamte Suicune sein Tempo und drängte sich näher an die Felswand. „Wie lange brauchen wir bis zum Schlotberg?“, fragte das Pokemon und warf einen Blick zu seiner Trainerin, diese warf einen Blick auf ihren PokeNavi
    „Zu Fuß etwa vier Tage, bis zu einer Seilbahn. Mit dieser kommt man auf die Spitze des Berges“.
    Suicune schüttelte den Kopf, sodass seine Mähne herumwirbelte, was aussah wie ein stürmisches Meer „Vier Tage... das schaffen wir in zwei“. Jasmina beugte sich über Suicune nach vorn, als dieser wieder schneller wurde „Meinst du Groudon ist auf dem Schlotberg?“, fragte sie unsicher
    „Ich kann es mir nicht vorstellen, würde dafür aber nicht meine Pfote ins Feuer legen“, antwortete Shooter. Langsam bahnten sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg in die Felskluft. „Shooter, stopp!“, zischte Jasmina plötzlich, das Pokemon hielt aus vollem Lauf an und schlitterte über den Boden. Einige Meter vor den beiden standen die zwei Mitglieder von Team Magma, die Jasmina schon in Malvenfroh über den Weg gelaufen waren. Wieder schienen sie sich über irgendwas zu streiten. „Wer sind diese Kerle, Jasi?“, fragte Shooter und spähte aus einer Einbuchtung der Felswände hervor
    „Die haben in Malvenfroh gesagt, dass Team Magma am Schlotberg sei“, erklärte Jasmina. Suicune schnaubte „Vielleicht schaffen wir es ja noch vor Team Magma dort zu sein“. Jasmina sah an den steilen Felswänden hoch
    „Wir müssen sie nur unbemerkt überholen, aber bei dieser Kluft hier ist das kaum möglich“. Suicune suchte ebenfalls die Felsen nach einer Stelle ab, an der er an den beiden vorbeihuschen konnte. Der Blick des Pokemon blieb an einem Felsbrocken hängen, der nahe am Rand der Felswände lag „Ich hab eine Idee“. Jasmina folgte dem Blick ihres Pokemon, konnte sich aber keinen Reim darauf machen, wie ein Felsbrocken helfen sollte, unbemerkt an Team Magma vorbeizukommen. Das Pokemon holte tief Luft, dann schoss es eine Blubbstrahl-Attacke ab „Shooter, was?!“, rief Jasmina erschrocken. Die Attacke traf den Felsrand direkt unter dem großen Gesteinsbrocken und brachte diese zum Zerbröseln. Von den beiden Team Magma Mitgliedern waren unterdessen erschrockene Schreie zu hören, als der Felsbrocken den steilen Hang hinunter rollte. „Halt dich fest“ kam es von Shooter, sofort klammerte sich Jasmina fester in seine Mähne. „Und jetzt...Luftschnitt...“ murmelte Suicune und ein starker Windzug wehte durch die Kluft, im nächsten Moment zerbarste der Felsbrocken in tausende Teile und eine Staubwolke legte sich über die Magma Mitglieder. Sofort rannte Suicune los und preschte durch die Staubwolke, neben ihm und Jasmina war lautes Fluchen zu hören. „Gute Idee, Partner!“, flüsterte Jasmina während sie das Gesicht dicht über Suisunes Mähne hielt, um es vor dem Staub zu schützen. Das Pokemon ließ schon bald die Staubwolke hinter sich und rannte mit großen Sprüngen weiter.
    Den ganzen Tag lang trabte Suicune unermüdlich vorwärts, sodass er und seine Trainerin die Felsschlucht beinahe hinter sich gelassen hatten als die Sonne unterging. Jasmina schlug das Nachtlager in einer Einbuchtung der Felsen auf. Die Pokemon ließ die Trainerin in ihren Bällen, um möglichst nicht aufzufallen, falls die Magma Typen vorbeikamen. Jasmina lag in ihrem Schlafsack und starrte in den sternenklaren Himmel, wieder fielen ihr die Worte von Heiko ein

    „Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass er von Team Aqua ist. Um nicht aufzufallen läuft er ohne Uniform herum“.

    Die Frau seufzte „Vielleicht weiß er dann mehr über Groudon, als ich dachte“. Jasmina hatte gar nicht bemerkt wie sie eingeschlafen war, als sie jedoch die Augen aufschlug stand die Sonne bereits hoch am Himmel. „Mist!“ die Trainerin setzte sich auf und sah auf die Uhr ihres PokeNavi „Es ist schon Mittag“. Eilig rollte sie ihren Schlafsack zusammen und schnallte ihn auf den Rucksack „Shooter, los!“. Sie schwang sich auf den Rücken des Pokemon, welches auch sofort lostrabte. „Ich hab in Malvenfroh kaum geschlafen, das hab ich nun davon!“, grummelte Jasmina. Suciune fegte über den sandigen Weg hinweg wie der Wind „Was, wenn Team Magma wirklich am Schlotberg ist?“ fragte er beiläufig „Meinst du, du kannst sie alleine aufhalten?“. Die Trainerin biss die Zähne zusammen „Heiko wollte nachkommen. Aber solange müssen wir es alleine schaffen. Wir dürfen einfach nicht aufgeben!“. Shooter sah zu seiner Trainerin „Wir wissen nicht wieviele sie-...“
    „Das ist egal! Wir MÜSSEN sie einfach aufhalten!“, fuhr Jasmina ihn an. Das Pokemon schnaubte laut, dann schwieg es den restlichen Weg über. Am späten Nachmittag erreichten die beiden endlich die Seilbahn. Jasmina schwang sich von Shooters rücken und rief das Pokemon zurück. Vor ihr lag eine Seilbahnstation. Die Frau betrat das Gebäude, und rechnete schon damit von Team Magma empfangen zu werden, zu ihrer Überraschung war kein Mensch zu sehen. Auf Zehenspitzen schlich sie durch die Station „Kann ich ihnen helfen?“ erklang eine männliche Stimme. Die Trainerin fuhr erschrocken herum, doch stand dort kein Handlanger von Team Magma sondern ein Mann im dunkelgrauen Anzug. Er schien hier in der Station zu arbeiten. „Verzeihung, sind hier seltsam gekleidete Typen vorbeigekommen? In schwarz-roten Anzügen?“, fragte Jasmina unsicher, der Mann aber schüttelte den Kopf
    „Nein, kein einziger, der auf diese Beschreibung passt“.
    Fassungslos starrte die Frau vor sich hin „Aber das kann doch nicht sein!“ hallte es durch ihre Gedanken „Ich hab es doch gehört!“. Jasmina biss sich auf die Unterlippe „Na schön, danke für die Auskunft“, sagte sie und lächelte den Mann an, dann verließ sie die Seilbahnstation wieder. Kaum schlug die Tür hinter ihr zu sackte die Trainerin zusammen und schluchzte laut auf „Das kann doch einfach nicht wahr sein!“. Sie krallte die Finger in den sandigen Boden und biss sich auf die Lippe um nicht laut loszuheulen. Warum musste ausgerechnet sie Hoenn retten? Wo sie doch nicht einmal herausfinden konnte wo sich Groudon befand. Ein Blitz flackerte neben Jasmina auf „Jasi...“ erklang Shooters Stimme. Das Pokemon stupste seine Trainerin sanft gegen die Schulter „Wir schaffen das“. Jasmina sah mit roten Augen auf „Aber...wie soll ich Groudon denn finden? Wie soll ich überhaupt irgendwas finden?“ wieder schluchzte sie laut „Ich kann das einfach nicht!“. Ein dunkles Knurren erklang und hallte von den Felswänden wieder „Und jetzt willst du einfach aufgeben?!“. Jasmina sah zu ihrem Pokemon, seine Augen glühten in einem eisigem Blau und die Mähne flatterte, als ob Suicune inmitten eines Sturms stand. Die Trainerin hielt inne und sah wie gebannt zu Shooter. Genauso sah er aus, als sie ihm das erste Mal gegenüber stand. Damals in Jotho. Sie war ihm solange gefolgt, bis er schließlich zu einem Kampf bereit war. Es erinnerte sie daran, wie sie ihre bisherigen Abenteuer immer gemeinsam durchgestanden hatten. „Wir haben soviel geschafft“ zittrig kam Jasmina wieder auf die Beine „Ich darf jetzt nicht einfach so aufgeben“ sie ging zu Suicune hinüber „Wir werden...“. Die Trainerin schwang sich auf den Rücken des Pokemon, dieses stieß ein lautes Heulen aus, es schien als würden die Felsen davon vibrieren. „Wir werden Groudon finden!“, murmelte Jasmina „Los Shooter! Wir gehen nach Laubwechselfeld!“. Sofort preschte Suicune los, durch einen schmalen Höhlenspalt gelangten die beiden in einen Tunnel welcher als „feuriger Pfad“ bekannt war. Von dortaus ging es in einer fünftägigen Reise über die von Vulkanasche bedeckte Route 113 bis nach Laubwechselfeld.



    Unterdessen bei Team Aqua:
    „Sieht so aus, als hätte Team Magma schneller gemerkt, dass das Urgestein eine Fälschung ist als wir dachten“, meinte Kordula und sah besorgt auf einen Radarbildschirm, auf dem irgendwelche bunten Lichter angezeigt wurden. Adrian strich sich nachdenklich über den Drei-Tage Bart „Ja, leider. Jetzt ist nur die Frage, wo werden sie als nächstes zuschlagen?“. Der Admiral sah ebenfalls auf den Bildschirm „Die Erdbeben scheinen zuzunehmen. Verstärkt um den Raum von Seegrasulb“. Eine Weile herrschte Schweigen, dann erhob sich der Admiral und schlug mit der Faust auf das Pult vor ihm „Es reicht jetzt, wir müssen uns wohl selbst um diese Angelegenheit kümmern!“.


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  • Chapter IV
    Kapitel 6: Blick in den Vulkan
    „Da vorne ist Laubwechselfeld!“ seit 5 Tagen irrte Jasmina mit ihren Pokemon durch das staubige Gebiet. Der nahe Vulkan wirbelte seine Asche bis hierher. Bei den Trainern galt diese Route als schwer passierbar, da sich die Asche auf die Lungen legte und starken Husten hervorrief. So ging es auch Jasmina, in den letzten 24 Stunden war sie beinahe durchgehend am Husten und hatte zudem leichtes Fieber. Als endlich die Stadt in Sicht kam, war die Trainerin mehr als erleichtert, sofort steuerte Shooter das Pokecenter an.„Gut gemacht, Kleiner“ keuchte Jasmina und rief Suicune zurück in seinen Ball, sie ließ sich auf einen der Stühle im Aufenthaltsraum fallen und unterdrückte ein weiteres Husten. Ihre Lungen fühlten sich an, als wären sie komplett mit dieser feinen Asche besetzt. Hin und wieder krampfte sich die Trainerin zusammen, es fühlte sich an als würde ihr sämtliche Luft aus dem Körper gepresst. „Ist alles in Ordnung?!“ eilig kam Schwester Joy zu Jasmina gelaufen. Die Trainerin sah auf „Ja geht schon“, hustete sie. Joy aber sah das anders „Es ist die Vulkanasche, nicht wahr? Immer wieder kommen hier völlig erschöpfte Trainer an, manche von ihnen haben Fieber oder gar eine schwere Lungenentzündung“, erklärte die Schwester. „Haben sie denn irgendwas, damit das Fieber schnell wieder sinkt?“, fragte Jasmina erschöpft. Joy reichte ihr eine Packung mit Tabletten „Hier, jeden Tag eine und viel Ruhe, dann solltest du in ein paar Tagen wieder fit sein“, erklärte sie. Jasmina nahm dankend die Tabletten entgegen, viel tun konnte sie momentan ohnehin nicht. Von Team Magma fehlte jede Spur und Vincent war auch wie vom Erdboden verschluckt. War er doch einen anderen Weg gegangen? Und wo war Heiko? Er wollte auch zum Schlotberg, nur was würde er machen, da Team Magma dort nicht anzutreffen war?„Los kommt raus“ die Trainerin ließ ihre Pokemon aus den Bällen „Hört euch in der Stadt um, ob jemand etwas über Team Magma weiß“. Die Pokemon verließen das Pokecenter, einzig Shooter rührte sich nicht „Nochmal lassen wir dich nicht allein“. „Also schön, wie gehen wir vor?“ fragte Thando und sah sich die trostlose, felsige Gegend an. „Wir teilen uns auf“ begann Salion „Du und Snow übernehmt die Innenstadt um das Pokecenter. Ich und Caron hören uns auf den angrenzenden Routen um“. Trembor sah mit hochgezogener Augenbraue zu Lucario „Und ich?“„Du... machst irgendwas“„Genauer gehts nicht, oder?“„Komm uns nicht in die Quere“.Feelinara stapfte mit ihrer kleinen Pfote so kräftig auf wie sie konnte „Ich will aber nicht mit Thando in ein Team!“. Blitza warf dem Fee Pokemon einen fragenden Blick zu „Was hab ich jetzt wieder gemacht?“„Du kannst nicht auf mich aufpassen, wenn wir angegriffen werden“, konterte Snow trotzig. „Dann mach mit Trembor ein Team“, seufzte Salion. „Ich will aber mit dir in ein Team!“ protestierte das Fee Pokemon, Salion seufzte und fuhr sich mit der Pfote übers Gesicht „Warum das denn?“. Snow sah ihn kurz an „Du kannst einfach am besten auf mich aufpassen!“. Lucario stieß hörbar den Atem aus und wandte sich ab, als er gerade einen Schritt vorwärts machte, stolperte er beinahe über Trembor, der ihn ausdruckslos ansah „Sali... du wirst rot...“. Ein dumpfer Schlag hallte durch die Straße, Skorgro fand sich in einem Stapel Holzkisten wieder „Das war eine Feststellung!“, rief er trocken. „Caron gehst du mit Thando?“ fragte Salion an Scherox gewandt, der schmunzelte nur„Geht klar“.Zufrieden tänzelte Snow hinter Lucario her, der mit angezogenem Tempo in Richtung der Route 113 marschierte. Caron und Thando durchstreiften unterdessen die Straßen der Stadt und Trembor segelte von Hausdach zu Hausdach ohne wirklich zu wissen warum. „Sind wir Team Blitz?“, fragte Thando aufgeregt, Scherox warf dem Elektro Pokemon einen fragenden Blick zu „Warum sollen die Teams, wie du es nennst, einen Namen haben?“„Weil es so viel cooler ist!“. Aus Blitzas Fell sprühten wieder Funken „Von mir aus“ Caron zuckte mit den Schultern „Mir solls egal sein“. Thando machte einen Freundensprung „Juhu! Jetzt brauchen wir aber noch eine Erkennungsmusik!“„Eine was?!“„Na du weißt schon, wie Geheimagenten! Und dann brauchen wir noch ein cooles Logo und ein Geheimversteck und...“.Während Thando vor sich hinplapperte versuchte Scherox sich auf Gespräche von Pokemon und Menschen zu konzentrieren.„Ja, sie sind vor kurzem hier vorbeigekommen“, sagte gerade ein Sandan. „Verzeihung“ Caron ging zu dem kleinem Bodenpokemon hinüber „Darf ich fragen, von wem ihr redet?“. Das Sandan und sein Freund, ein Eneco, sahen zu Scherox „Es waren ein paar grimmige Typen. Sie sind zu den Meteorfällen gegangen“, erklärte das Eneco. „Grimmige Typen?“ hackte Scherox nach„Ja, sie hatten blau-schwarze Anzüge“„Blau- schwarz?“ Caron überlegte „Dann war es nicht Team Magma...“. Blitza und Scherox bedankten sich bei den Pokemon ehe sie weiter durch die Straßen liefen „Kann es sein, dass das dieses Team Aqua war?“, fragte Thando. Caron nickte „Wäre möglich“. „Sali, warum redest du nicht mit mir?“ Snow sah fragend zu Lucario, der sie schon die ganze Zeit wie Luft behandelte. „Sali...Saaaaliii...mano!“ das Fee Pokemon seufzte „Hör auf mich zu ignorieren!“. Lucario fuhr herum und Snow machte vor Schreck einen Satz rückwärts „Was willst du?!“ knurrte das Kampf Pokemon„Dass du mich nicht ignorierst!“„Du wolltest doch mitkommen, jetzt beschwer dich nicht!“.Die beiden waren kaum auf Route 113 angekommen, da wehte ihnen auch schon die Vulkanasche entgegen. „Igitt was ist das denn?!“ Snow schnüffelte in der Luft herum und wurde sofort von einem Niesanfall durchgeschüttelt. „Achte darauf, langsam zu atmen und versuch die Luft möglichst lange in den Lungen zu halten“, meinte Salion beiläufig. Doch so sehr sich Snow auch bemühte, sie musste immer wieder niesen oder husten. „Pscht!“ Salion hielt inne, sofort hielt Feelinara die Pfote über ihre Nase um den Staub fernzuhalten. Nur wenige Meter weiter wackelte ein seltsames Pokemon über den aschebedeckten Boden. „Was ist das?“, fragte Snow leise„Keine Ahnung“ kam es angespannt von Salion. Das fremde Pokemon schien wie benommen zu sein, es taumelte regelrecht auf die beiden zu, nur lief es rückwärts. „Bleib stehen!“, knurrte Lucario und fletschte die Zähne, der Fremde schien aber mehr als unbeeindruckt und taumelte weiter. Das Pokemon hatte eine gebliche Färbung und war übersäht mit großen rot-braunen Flecken, von der Form her erinnerte es an einen Koala mit langen Ohren. „Ich hab gesagt bleib stehen!“ wiederholte Salion, Snow hatte sich hinter Lucario gesetzt und spähte unsicher an ihm vorbei. Das seltsame Pokemon stolperte schließlich und kullerte über den Boden, dann kam es wackelig wieder auf die Beine und sah direkt zu Feelinara und Lucario. „Was ist DAS denn?!“ das Kampf Pokemon starrte den Fremden irritiert an. Die Augen dieses Pokemon hatten dieselbe Farbe wie sein Körper und um sie herum schlängelten sich schwarze Spiralen. „Oh, hallo. Wir haben nicht oft Besucher hier. Ich bin Pandir“ stellte sich das Pokemon vor. Obwohl es mit beiden Füßen auf den Boden stand wackelte es hin und her, als würde es tanzen. „Weißt du etwas über Team Magma?“ Snow kam zu Pandir hinüber, der Versuch ihm in die Augen zu sehen, schlug allerdings fehl. „Team Magma? Das sind doch diese Typen mit Groudon“, kam es von dem wackeligen Pokemon. „Genau, weißt du wo man Groudon finden kann?“, fragte Salion hastig. Pandir aber sah ihn eine ganze Weile nur schweigend an „Nein, tut mir leid. Da hättet ihr euch eine bessere Gegend aussuchen müssen. Hier ist es immer so staubig“, sagte das Pandir schließlich. Lucario zog eine Augenbraue hoch „Eine bessere Gegend?“. Pandir wandte sich an Snow „Ja, es gibt bessere Gegenden,selbst Gorudon kriegt die Staubwolken hier nicht weg.In Faustauhaven ist es aber schön wenn man mit seinem Freund Urlaub machen will“, meinte das Pokemon ernst. Snow legte den Kopf schief „Achja?“„Halt den Rand!“ fuhr Salion das Pandir an. „Komm Snow, hier kommen wir nicht weiter“ Salion packte Feelinara an einem der Bänder und zerrte sie hinter sich her „Machs gut, Pandir!“, rief Snow dem Pokemon noch zu. Auf dem Rückweg zur Stadt grummelte Lucario die ganze Zeit über vor sich hin. „Also ich fand es niedlich“, meinte Snow„Ich fand es nervig“„Ich bin auch niedlich“„Ansichtssache“.Feelinara warf Lucario einen trotzigen Blick zu. „Ich hab mich nicht dazu geäußert“, meinte Salion trocken. Kurz darauf kamen die beiden wieder vor dem Pokecenter an, wo sie schon von Thando und Caron erwartet wurden. „Habt ihr was herausgefunden?“, fragte Thando„Nur, etwas über Urlaubsorte“, grummelte Salion. Caron sah seinen Freund verwirrt an „Urlaubsorte?“„Frag nicht“, kam es nur knapp als Antwort. Trembor schlenderte unterdessen durch die Straßen von Laubwechselfeld und grübelte vor sich hin.„Jetzt warte doch mal!“ Trembor kam schlitternd neben Lien zum Stehen, Folipurba sah ihn mit einem ausdruckslosen Blick an „Was willst du denn? Kapierst du nicht, dass wir jetzt wieder getrennte Wege gehen?“.Lien sah kurz zu ihrem Trainer, der bereits vorausgegangen war, dann wieder zu Skorgro „Wenn du dir bei jedem Mädel irgendwas erhoffst musst du es einstecken können wenn du einen Korb kriegst. Aber offenbar hast du eine vorlaute Klappe aber nichts dahinter“ kam es in eiskaltem Ton. „Es ist wirklich egal was ich mache, ich bin immer der Dumme“, überlegte Skorgro und kickte einen Stein beiseite, dieser flog jedoch sofort wieder zurück. Irritiert sah Trembor auf und erblickte ein Minun. „Wer bist du denn?“ die Fledermaus legte den Kopf schief und musterte das Elektro Pokemon neugierig.„Ich bin Minun. Wir brauchen dringend Hilfe. Vor kurzem sind ein paar Typen in die Meteorfälle und machen dort Ärger. Wir haben versucht sie zu vertreiben, aber ihre Pokemon sind einfach zu stark“, erklärte das Pokemon aufgeregt. Trembor sah es noch eine Weile an, dann marschierte er an ihm vorbei „W-wo gehst du hin?“, stammelte Minun und schniefte „Du musst uns helfen, bitte!“. Skorgro warf einen Blick über die Schulter „Ich mach das schon, keine Sorge“. Mit einem kräftigen Sprung stieß sich die Fledermaus vom Boden ab und segelte Richtung Meteorfälle. Jasmina saß unterdessen im Pokecenter und durchsuchte das Internet nach den Ereignissen vor 10 Jahren. „Jasi!“ Thando kam ins Pokecenter geflitzt, gefolgt von Caron, Salion und Snow. „Hier waren irgendwelche Typen in schwarz-blauen Anzügen in der Stadt!“, erklärte Thando„Wo waren die?!“, fragte Jasmina und sprang von ihrem Schreibtischstuhl hoch. „Die Frage ist eher, wo sind sie hin“, meinte Caron. „Schwester Joy! Sie müssen mir helfen!“ eine Frau stürmte in das Pokecenter„Was ist denn passiert?!“„Professor Kosmo! Er wurde von ein paar Typen entführt, die wissen wollen wo sich das Urgestein befindet!“.Jasmina horchte auf „Urgestein?!“ sie ging zu der Frau hinüber „Verzeihung aber... wohin wurde der Professor denn entführt?“. Die Frau sah mit verweinten Augen zu Jasmina „Zu den Meteorfällen. Diese Typen waren äußerst brutal und aufgebracht. Sie redeten etwas von einer Fälschung im Graphitport Museum“. Die Trainerin nickte „Ich werde mich sofort auf den Weg dorthin machen!“, eilig rannte sie aus dem Pokecenter und schwang sich auf Shooters Rücken, dann rief sie die anderen Pokemon zurück. „Was ist mit Trembor?“, fragte Suicune„Der kommt schon klar! Los jetzt, wir müssen uns beeilen!“. Sofort rannte Suicune los, Jasmina klammerte sich an seine Mähne und versuchte das Brennen in ihren Lungen zu ignorieren. „Endlich haben wir sie“, überlegte die Trainerin und beugte sich über Suicune nach vorn, woraufhin das Pokemon noch schneller rannte. Immer wieder wurde Jasmina von Schwindelanfällen geplagt, ihre Sicht war verschwommen und immer wieder musste sie husten, dass es sich anfühlte als würde sie ihre Lungen auskotzen. „Schneller, Shooter“ keuchte die Trainerin.Es war ein etwa einstündiger Ritt, bis die beiden endlich an einer großen Höhle ankamen. „Wir sind da“, flüsterte das Pokemon. Jasmina rutschte von Suicunes Rücken und ging in die Höhle, das Pokemon folgte ihr. Im Inneren der Höhle hingen große eiszapfenförmige Gebilde von der Decke und es zog sich ein Fluss mit kristallklarem Wasser durch eine Schneiße im Boden. Eine alte Holzbrücke führte über das Wasser hinweg, auf der gegenüber liegenden Seite standen drei Typen in Magma Uniform und ein alter Mann im weißen Laborkittel. „Da ist der Professor!“ Jasmina unterdrückte erneut das Husten und ging auf die Magma Typen zu. „Trembor!“ Shooter rauschte an Jasmina vorbei und war mit einem großen Satz auch schon von der Brücke gesprungen. Die Trainerin sah hinab und erblickte Suicune der gerade Skorgro an ein seichtes Ufer zerrte. „Wen haben wir denn da, du bist doch die Göre von Graphitport“ erklang die Stimme von einem der Magma Mitglieder. Die Frau wirbelte herum „Du siehst aber gar nicht gut aus Mädchen, du solltest dich lieber ins Bett legen und dich ausruhen“ meinte ein anderer. „Für euch Mistkerle reicht es allesmal! Und jetzt lasst den Professor frei!“, rief Jasmina und versuchte ihre Stimme sicher klingen zu lassen, doch ihr Körper war zittrig durch das Fieber. „Ganz schön mutig. Zeigs ihr Magnayen!“ ein schwarzen, wolfsähnliches Pokemon sprang aus dem Ball und fletschte die Zähne„Salion, los!“. Der Magma Typ, welchem Magnayen gehörte trat vor seine beiden Kameraden, ein weiterer Mann in standart Uniform und ein kleiner, dicklicher Mann, der an ein Makuhita erinnerte.„Bringt das Urgestein zu unserem Boss!“ rief der Magnayen Trainer. Zeitgleich schoss sein Pokemon nach vorn und startete eine Biss Attacke „Salion, Nahkampf!“, befahl Jasmina. Das Magnayen ging mit nur einem Schlag K.O. Doch hatte es gereicht, damit der Makuhita- Mann an Jasmina vorbei rennen konnte und Richtung Höhlenausgang verschwand. „Oh, nein!“ die Frau sah ihm erschrocken nach, durch den Schwindel konnte sie kaum etwas erkennen. „Und jetzt zu dir Professor“ der andere Rüpel von Team Magma versetzte dem Professor einen kräftigen Schubs, woraufhin der alte Mann nach hinten stolperte und drohte von der Klippe in den Fluss zu stürzen. Blitzschnell sauste Lucario an den Magma Mitgliedern vorbei und packte den Professor am Laborkittel. „Los Camaub, Feuersturm!“ befahl der Kerl, der gerade eben den Professor geschubst hatte. „Sali, Achtung!“, schrie Jasmina und griff nach einem der Pokebälle. Doch Feelinara kam ihr zuvor, sprang aus ihrem Ball und warf sich mit einer Lichtschild Attacke vor Salion und den Professor. „Mist, los komm. Sehen wir zu, dass wir hier weg kommen!“, rief der Magnayen Trainer, sein Kamerad nickte und die beiden eilten an Jasmina vorbei aus der Höhle. Die Frau brachte den Professor von den Klippen weg, dann sackte sie zu Boden „Ist alles in Ordnung mit Ihnen?!“, fragte der Mann besorgt. Die Trainerin nickte „Ja, alles oke“. Jetzt kam auch Shooter mit Trembor zurück, die Fledermaus wirkte ziemlich mitgenommen und war mit Kratzern übersäht. „Trembor, was ist passiert?“, fragte Jasmina besorgt„Ich wollte auch endlich mal was alleine schaffen“ keuchte das Gift Pokemon. „Du Vollidiot, wie kommst du dazu, dich alleine gegen Team Magma zu stellen?!“, rief Salion aufgebracht. Skorgro grinste „Hast du dir etwa Sorgen gemacht?“„Das hab ich nie gesagt!“„Indirekt schon“.Shooter seuftze „Ihr beiden könnt wohl nie aufhören euch zu stre-...“. Ein Mann mit dunkelblauem Mantel und Kopftuch stand wie aus dem Nichts neben dem Professor. „W-wer sind sie?“, hustete Jasmina und musterte den Fremden misstrauisch, zittrig stand sie wieder auf. „Ich bin Adrian. Der Boss von Team Aqua. Wir sind Marc und seinen Handlangern schon eine Weile auf den Fersen und wollten verhindern, dass sie sich das Urgestein holen. Aber leider waren wir zu spät“, erklärte der Mann. „T-team Aqua?“ Jasmina kämpfte mit dem Schwindelgefühl was langsam dazu führte, dass sie nicht mal mehr wusste wo oben und unten war „Ich muss euch...etwas...fragen“. Der Trainerin wurde schwarz vor Augen, sie merkte nur noch wie sie zusammen klappte, dann blies ihr eine ganze Weile ein starker Wind ins Gesicht. Als sie schließlich die Augen wieder öffnete fand sie sich im Pokecenter wieder.„Ich hab doch gesagt, sie sollen sich ausruhen!“, wiederholte Joy ernst. Die Frau setzte sich auf, sie war noch etwas benommen aber der Schwindel war weitgehenst verschwunden „Mist, wo sind die Typen von Team Aqua?!“, fragte Jasmina aufgeregt. Die Schwester deutete auf eine Tür „Eine Frau und ein junger Mann sind im Aufenthaltsraum. Von weiteren Mitgliedern weiß ich nichts“. Sofort sprang die Trainerin auf „Passen sie auf, sonst kippen sie nochmal um!“, rief Joy ihr nach. Als Jasmina den Aufenthaltsraum betrat erblickte sie eine Frau mit langen schwarzen Haaren, neben ihr einen jungen Mann mit braunen Haaren. „Das ist doch“ die Trainerin hielt inne „Brix?!“. Der Mann sah auf „Also doch! Du bist doch Jasmina oder? Die Tochter von John?!“„Ja, aber...warum bist du bei Team Aqua?!“„Ich helfe ihnen im Kampf gegen Team Magma. Erst sollte ich Undercover Informationen finden, dann aber stellte sich heraus, dass sie auf unserer Seite sind“, erklärte Brix. „Dein Vater macht sich total die Sorgen um dich, weil du dich nicht mehr gemeldet hast!“, sagte Jasmina aufgeregt„Ja ich weiß, aber es ist für ihn sicherer, wenn ich ihn raushalte“, meinte der Mann ernst. Jasmina nickte, das klang logisch, nach allem was sie bisher erfahren hatte war die Sache mit Groudon wirklich nicht ohne. „Ich bin Krodula“, schaltete sich auch die Frau in das Gespräch ein „Adrians rechte Hand, er ist dabei Team Magma zu verfolgen, ich soll dir unterdessen Rede und Antwort stehen“. Die Trainerin wusste gar nicht wo sie anfangen sollte „Wo ist Groudon immoment?“„Das...wüssten wir auch gerne“, antwortete Kordula mit einem tiefen seuftzen. „Wo hält sich Team Magma momentan auf?“, fuhr Jasmina fort„Vermutlich am Schlotberg“„Da war ich schon, es war keine Spur von ihnen zu sehen“„Klar, weil sie zuerst das Urgestein geholt haben“.Die Trainerin sprang hoch „Dann muss ich sie am Schlotberg abfangen!“„Wie willst du das ganz alleine machen?“, fragte die Frau von Team Aqua nüchtern. Jasmina biss die Zähne zusammen „Ich muss es einfach schaffen!“. Plötzlich fing der Boden an zu beben „Was...ein Erdbeben?!“ Jasmina hielt sich am Sofa fest. Kordula und Brix waren aufgesprungen „Wir müssen sofort zum Schlotberg!“ der Mann nickte„Ja! Jasmina! Pass auf dich auf!“. Damit verschwanden die beiden aus dem Pokecenter. „Ich muss... Groudon finden!“, murmelte die Trainerin, sie eilte ebenfalls aus dem Center. „Shooter! Wir müssen zum Schlotberg!“ wenig später war Jasmina mit Suicune auf dem Weg zum Vulkan. „Wir müssen unbedingt eine Abkürzung finden! Wir haben keine fünf Tage mehr!“, meinte die Trainerin. Shooter jedoch wirkte ziemlich gelassen „Doch haben wir, Team Magma ist erst vor wenigen Stunden mit dem Urgstein von den Meteorfällen aufgebrochen. Sie können noch nicht dort sein“. Nachdem das die Trainerin noch immer nicht wirklich beruhigte entschloss sich Suicune einen Weg über die Felsen zu finden. Mit einem großen Sprung setzte das Pokemon an und sprang an der Klippe hoch, dann schlug es die Krallen in den Fels und sprang erneut ab. Jasmina hielt sich krampfhaft an der Mähne fest, um bei dem beinahe senkrechtem Ritt nicht zu stürzen. Auf einem Felsvorsprung legten die beiden eine Pause ein, besonders Suicune raubte es viel Kraft die Felsen empor zu klettern.Schon am nächsten Morgen ging es weiter und bald umhüllte die beiden eine erdrückende Hitze. „Da vorne ist die Seilbahn!“, rief Jasmina als sie die Station am Berghang entdeckte. Es ging hier etwa 200 Meter in die Tiefe. Shooter setzte seine Trainerin an der oberen Seilbahnstation ab und verschwand erschöpft in seinen Ball. Jasmina eilte weiter den schmalen Weg entlang. Schließlich gelangte sie zu einer Absperrung, dahinter lag ein gigantischer Vulkankrater. Ohne lange zu überlegen stieg Jasmina über die Ketten, welche anscheinend die Touristen am weitergehen hindern sollte, hinweg und ging langsam näher an den Krater heran. Überall stank es nach Schwefel und Asche und die Luft flimmerte vor lauter Hitze, dass man kaum etwas erkennen konnte. Dann endlich erblickte die Frau eine Silouette, direkt daneben tauchte eine zweite auf. „Jetzt, da wir das Urgestein haben kann uns keiner mehr aufhalten!“ erklang eine raue Stimme. Irgendwo hatte Jasmina diese Stimme schon mal gehört, wenn sie nicht alles täuschte war sie von dem Typen in Malvenfroh, dessen Camerupt sie fast gebraten hätte. Die Trainerin kam näher, jetzt erkannte sie auch Gesichter und blieb wie erstarrt stehen. „Das ist doch...“ Jasmina verengte die Augen „Vincent?!“. Der Mann mit den schulterlangen, braunen Haaren fuhr herum „Jasmina?!“. Marc lachte laut „Soso, ihr kennt euch also?“„Wir werden dafür sorgen, dass ihr Groudon freilasst!“, rief Jasmina. Der Boss von Team Magma grinste „Willst du genauso versagen, wie der Typ hier? Es war ein leichtes ihn zu besiegen“. Vincent sah mit zusammengebissenen Zähnen zu Marc „Du elender...du wirst Groudon nicht in seine ursprüngliche Form zwingen!“. Marc schlenderte an den Rand des Vulkangraters „Oh doch, dass werde ich“. „Wirst du nicht!“ Jasmina eilte auf den Magma Boss zu, doch Vincent packte sie am Arm und zog sie zurück„Nicht! Er wird dich noch in die Lava schubsen!“. Hinter dem Trio waren aufgeregte Stimmen zu hören, als Jasmina über die Schulter sah, erblickte sie weitere Mitglieder von Team Magma als auch welche von Team Aqua. „Boss! Wir haben Verspätung! Der Zugang zum Geheimtunnel wurde verschüttet und...“ der Typ von den Meteorfällen, welcher Jasmina an ein Makuhita erinnerte hielt inne als er sie erblickte „Du schon wieder!“.Der dickliche Mann schleuderte einen Pokeball „Jetzt hab ich aber genug von dir, los gehts Smogon!“. Jasmina griff nach einem der Pokebälle hielt jedoch inne „Shooter ist noch zu schwach. Salion und Caron halten die Hitze hier oben nicht aus... Los Trembor!“. Skorgro sprang aus seinem Ball und seine Schrammen waren weitgehenst verheilt, dennoch wirkte er angeschlagen. „Los Smogon, Rauschwolke!“ dunkler Nebel quoll aus dem Maul des Pokemon und verschlechterte die Sicht noch weiter„Trembor, Schaufler!“.Ein starker Windzug kam auf, dann erklang wieder diese Stimme, welche vom Überall zu kommen schien „Arkani, Hyperstrahl!“ ein Lichtstrahl brach aus der Rauchwolke hervor und verfehlte Jasmina nur um ein Haar. Mit einem Aufschrei taumelte die Frau zurück, im selben Moment kam Trembor aus dem Boden geschossen um seiner Trainerin zu helfen. „Smogon, Explosion!“ befahl Kalle und warf zeitgleich das Urgestein zu Marc. Eine enorme Druckwelle ging von dem Pokemon aus und warf sowohl Magma als auch Aqua Mitglieder zurück. Einigen gelang es gerade so ihr Gleichgewicht wieder zu finden, bevor sie in den Vulkankrater stürzten. „Ihr bringt eure eigenen Leute in Gefahr?!“, rief Vincent aufgebracht. Marc aber lachte nur „Keine Sorge, es ist ja keiner gestürzt“ im selben Moment ließ er das Urgestein los und es rollte den Hang hinunter. „Trembor! Der Stein!“ , schrie Jasmina panisch. Sofort rauschte die Fledermaus hinter dem Urgestein her, es war nur noch wenige Zentimeter von der Lava entfernt. „Na warte! Los Camerupt!“ , rief Marc. Das Kamel Pokemon landete direkt in der Lava und die Höcker auf seinem Rücken glühten auf. „Trembor, los!“ das Urgestein versank langsam in der Lava, mit einem Sturzflug sauste Skorgro hinterher und erwischte den faustgroßen Steinbrocken gerade im letzten Moment. „Eruption!“, befahl Marc und die Höcker auf Camerupts Rücken begannen Lava zu speien. Einer der Brocken traf Skorgro am Flügel und brachte die Fledermaus ins Straucheln, mit letzter Kraft gelang es ihr wieder auf den Krater zu klettern. Sofort schnappte sich Jasmina das Urgestein und rief ihr verletztes Pokemon zurück. „Gib, sofort das Gestein zurück!“, forderte der Team Magma Boss aufgebracht. Gerade jetzt überkam Jasmina wieder dieses Schwindelgefühl „Vergiss es!“. „Sieh zu, dass du hier wegkommst, ich werde sie aufhalten!“, rief Adrian und schickte ein Torhaido in den Kampf. „Ich bring sie hier weg!“, kam es von Vincent, er packte Jasmina am Arm und zog sie vom Krater weg. Die Trainerin umklammerte den heißen Steinbrocken und kämpfte gegen die aufkommende Ohnmacht. Vincent brachte sie zurück zum Touristenweg, hinter den beiden tobten immer noch Pokemon Kämpfe zwischen Team Aqua und Team Magma. „Hier lang!“ Vincent zog Jasmina zu einem Waldstück, welches den Abhang des Schlotberges bedeckte „Das ist eine Abkürzung nach Bad Lavastadt!“. Die Frau folgte Vincent, und konzentrierte sich nur noch auf das Gestein in ihrer Hand und darauf, nicht hinzufallen. Sie hatte keine Ahnung wie lange sie beide den hügeligen Hang hinunter liefen, oder wie weit die Strecke überhaupt war. Alles was sie spürte, war, dass diese erdrückende Hitze nachließ. Irgendwann waren sie dann in einer Stadt angekommen. Jasmina hatte keine Ahnung mehr welche, aber es war auch egal. Der Boden unter ihren Füßen wurde eben und es klackte beim Laufen, mussten also Fliesen sein. „Gib mir den Stein, deine Hand ist schon total verbrannt“ erklang eine dunkle, ruhige Stimme. Jasmina aber umklammerte das Urgestein weiter, erst als sie ein kühler Nebel umgab kam ihr Bewusstsein langsam zurück. „Gut gemacht Maskeregen“ Schwester Joy rief ihr Pokemon zurück. „W-wo bin ich?“ Jasmina sah sich verwirrt um, wie kam es, dass sie immer in irgendwelchen Pokecentern zu sich kam? Dies war eine Tatsache, die ihr langsam mächtig auf die Nerven ging. „In Bad Lavastadt“, antwortete Vincent. Jetzt erst spürte Jasmina den stechenden Schmerz in ihrer Hand, in der sie das Urgestein hielt. Der Stein war mittlerweile ausgekühlt, doch hatte er tiefe Brandwunden hinterlassen. Die Frau überreichte Vincent den Stein und Joy kümmerte sich um die Verletzung „Du warst vor kurzem auf Route 113, nicht wahr?“ fragte die Schwester. „Diese Route ist einfach furchtbar, ohne Mundschutz holt man sich da die schlimmsten Lungenentzündungen“, meinte Vincent. Jasmina nickte „Ja, aber es geht schon wieder. Was machen wir denn jetzt mit dem Stein?“„Wir geben ihn Flavia. Sie ist hier die Arena Leiterin und kann ihn sicher eine Weile in der Arena verstecken bis Professor Kosmo ihn abholen lässt“, erklärte der Mann. Die Trainerin warf einen Blick auf ihr PokeNavi, sie hatte eine Nachricht von Heiko erhalten:„Am Schlotberg war Team Magma nicht anzutreffen, aber Walter meinte, einige von ihnen seien in Richtung Baumhausen gesichtet worden. Ich mache mich auf den Weg dorthin“Jasmina seufzte erleichtert, Heiko ging es also gut. „Vincent...“ begann Jasmina zögerlich „Was hast du am Schlotberg gemacht?“. Der Mann hielt inne, als überlege er, was er sagen sollte „Ja du hast recht, ich bin auch hinter Groudon her“, sagte er schließlich „Ich will ihn aus der Gewalt von Team Magma befreien“. Die Frau lächelte „Jetzt ergibt das auch alles Sinn, warum du in Malvenfroh so schnell verschwunden bist. Du wolltest Team Magma an den Meteorfällen zuvorkommen, oder?“„So in etwa“ seufzte Vincent „Aber es hat alles nichts gebracht“. „Hört mal, ihr klingt beide als hättet ihr eine Pause nötig. Hinter dem Pokecenter ist eine heiße Quelle, genau das Richtige um sich mal zu entspannen“, erklärte Joy. Jasmina nickte dankend „Sagen sie, wie geht es meinen Pokemon?“, wechselte die Trainerin das Thema„Soweit ganz gut. Nur dein Skorgro sieht ganz schön mitgenommen aus, seine rechte Schere ist übersät mit Brandwunden und der Flügel ist halb zerrissen“. Jasmina sprang ruckartig aus dem Bett „Er wird wieder, ruh dich lieber erstmal selbst aus“, fügte Joy hinzu. Wiederwillig legte sich die Trainerin wieder hin, doch es brachte ihr nichts, wenn sie immerwieder zusammenklappe weil ihr Körper sich nicht erholen konnte. „Woher weißt du von Groudon Vincent?“, fragte Jasmina leise„Als ich vor zehn Jahren gesehen habe, wie Team Magma ihn in eine kleine Kugel sperrte und wegbrachte war es, als könnte ich Groudons Hilfeschrei hören. Seit diesem Tag an, versuche ich ihm zu helfen“, erklärte Vincent, in seiner Stimme lag ein mehr als bitterer Unterton. Im Nebenzimmer:„Das war ja der Hammer, Trembor! Du hast uns alle gerettet!“, jubelte Thando. Skorgro aber starrte nur vor sich hin, während Chaneira sich um seine Verletzungen kümmerte. Auch die Pokemon von Vincent waren mit im Zimmer, schienen jedoch in ein Gespräch untereinander vertieft zu sein. Trembor drehte sich zu den drei Pokemon um „Sagt schon, was wird hier gespielt?“ fauchte die Fledermaus. Sofort war eine angespannte Stille im Raum, Ninjask drehte sich langsam um „Was meinst du?“„Es klang so, als habe euer Trainer gegen Marc verloren“, fuhr Skorgro fort. „Was willst du damit sagen?“, fragte Lien. Hatte sich Skorgro das eben nur eingebildet, oder lag wirklich eine Drohung in der Frage? „Ich wurde nur von Camerupts Eroption gestreift und mein halber Flügel ist zerrissen. Ihr aber habt allesamt eine Feuerschwäche und keinen Kratzer“, fiel es dem Gift Pokemon auf. Jetzt wurde auch Thando stutzig „Jetzt wo du es sagst...“„Wir sind eben nicht so schwach wie du!“, krächzte Panzaeron„Genau, nicht schwach, nicht schwach!“, surrte Ninjask. Skorgro knurrte unterdrückt „Wer hat sich denn den halben Arm verbrannt um dieses Urgestein zu fangen?!“. Lien warf Skorgro einen spöttischen Blick zu „Den halben Arm? Das ist gerademal die Hälfte deiner Schere, und das ist ja wohl nichts“. „Ihr seid ganz schön arrogant“, murmelte Blitza„Und ihr seid ganz schön auf den Kopf gefallen“, konterte Lien. Skorgro sprang hoch „Jetzt reichts!“ die Fledermaus richtete den Skorpionschweif auf und fauchte„Wenn du kämpfen willst, schön. Aber bitte draußen, du machst sonst noch was kaputt“, kam es locker von Folipurba. Die Pokemon entwischten durch das offene Fenster und gingen zu einer Wiese hinter dem Pokecenter. „Warum bist du auf einmal so ekelhaft zu uns, hm?“, fragte Trembor„Weil ihr absolut nichts versteht. Gar nichts!“ knurrte Lien. Das Pflanzen Pokemon flitzte über die Wiese und ließ eine Rasierblatt Attacke los, Skorgro wich dieser problemlos aus. Doch direkt danach folgte ein Rankenhieb, der die Fledermaus wie ein Peitschenhieb traf und zurückschleuderte. „Mist...“ Skorgro spührte wie sein Flügel verdächtig spannte „Egal!“. Die Fledermaus sauste dicht über dem Boden auf Folipurba zu und traf diese mit einem Stahlflügel Angriff das Pflanzen Pokemon feuerte noch in der Luft einen Solarstrahl ab, der das Gift Pokemon zu Boden drückte. „Und jetzt nehms hier mit auf!“ Lien setzte Zauberblatt ein, wie hunderte kleine Messer sausten die Blätter an Trembor vorbei und verursachten kleine Schnitte. Skorgro setzte zu einer Gifthieb Attacke an, Lien aber wich in einer geschmeidigen Bewegung aus. Als das Pflanzen Pokemon wieder auf den Boden aufkam taumelte es auffällig herum, Skorgro aber setzte direkt noch einen Gifthieb hinterher und landete einen Volltreffer. Lien ließ in der Luft einen Rankenhieb los, der Peitschenschlag krachte auf Skorgros Rücken und die Fledermaus blieb wie versteinert stehen. „Du wolltest doch kämpfen!“, rief Folipurba und schickte eine Zauberblatt Attacke hinterher. Skorgro aber rührte sich noch immer nicht. Plötzlich schoss er los und setzte zu einem weiteren Stahlflügel Angriff an, doch wenige Meter vor Folipurba drehte er ab und krachte mit voller Wucht gegen die Hauswand. „Was zum?!“ Lien sah irritiert zu der Fledermaus, diese startete die Attacke erneut. Doch wieder änderte sie nach einigen Metern die Richtung und überschlug sich einige Male auf dem Boden. „Was wird das denn?“, fragte Folipurba vewirrt. Trembor aber ignorierte sie, dann flog er auf sie zu ohne abzudrehen und der Flügel traf Lien wie ein Schwertschlag. Das Pflanzen Pokemon aber hielt sich an Trembors Rücken fest, ließ dann jedoch los und rollte einige Meter über den Boden, ehe sie aus einer Rolle zum Stehen kam. Skorgro war solange weitergeflogen und gegen einen Baum gerauscht. „Du bist so ein Vollidiot!“, schrie Lien. Trembor kam unterdessen wieder auf sie zu gehinkt „Ich wollte diesen Kampf, also was ist?!“, fauchte die Fledermaus. Folipurba sah ihn schockiert an „Die Naht an deinem Flügel...ist aufgerissen. Deswegen kannst du nicht mehr fliegen“„Na und?“, Skorgro grinste schief „Kann dir doch egal sein“. Folipurba hielt inne, dieser Typ musste völlig übergeschnappt sein. Skorgro setzte unterdessen wieder zu einer Stahlflügel Attacke an, Lien konterte mit Rankenhieb und hielt die Fledermaus so zeitgleich davon ab, wieder irgendwo rein zu krachen. „Ist es dir so wichtig zu gewinnen?“, flüsterte Lien als sich die beiden direkt gegenüber standen. Skorgro konnte sich kaum auf den Beinen halten, der Verband an seiner Schere war auch abgefallen, dazu kamen nun noch mehr Schrammen von den Bruchlandungen. „Ich will nicht gewinnen, ich will dir beweisen dass ich eben kein Schisser bin“, keuchte Trembor, Lien sah ihn fassungslos an „Indem du riskierst nie wieder fliegen zu können?!“. Skorgro grinste „Ist doch egal“ die Fledermaus kippte nach vorn und blieb reglos liegen. „Okay, okay, du hast gewonnen!“ Lien lief nervös um Skorgro herum „Du machst jetzt aber nicht schlapp oder? Hey! Hör auf damit!“. Jetzt kam auch Chaneira mit Joy herbeigeeilt „Was ist denn hier passiert?!“. Jasmina sah Thando schockiert an, als sie hörte was zwischen den Pokemon vorgefallen war. „Ist der völlig übergeschnappt?!“, entfuhr es der Trainerin. Caron, der mittlerweile auch aus seinem Ball gekommen war sah Lien unverwandt an. Folipurba machte sich hinter ihrem Trainer immer kleiner, da sie das Gefühl hatte der Blick von Scherox könnte sie noch durchbohren. „Was willst du?!“, fragte Lien schließlich genervt und schielte über den Rand von Jasminas Bett hinweg„Du kapierst es nicht oder?“, kam es gelassen von Caron. Jetzt krabbelte Lien aufs Bett und sah Scherox fragend an „Was meinst du?“„Naja, Trembor muss ja einiges an dir liegen, wenn er dir so sehr beweisen will, dass er nicht feige ist“, vermutete Caron. Folipurba hielt inne „Ihr kennt mich doch gar nicht!“, fauchte das Pflanzen Pokemon. Vincent legte die Hand auf Folipurbas seidiges Fell „Ist schon gut“. Das Pokemon sah seinen Trainer mit großen Augen an „Wir waren jetzt 10 Jahre hinter Team Magma her. Alles hat nichts gebracht, wir haben alles versucht“, seufzte der Trainer. Jasmina sah den Mann mit einem Stirnrunzeln an „Von was redest du?“„Erklär ich dir später, okay?“„Ist gut“, gab Jasmina nach. Es vergingen einige Stunden, in denen Chaneira und Joy versuchten Trembors Flügel zu retten. Kaum waren die beiden mit der Behandlung fertig, flitzte Lien in das Zimmer und hockte sich zu Trembor aufs Bett. „Was willst du?“, fauchte die Fledermaus erschöpft. Folipurba schniefte „Ich...es tut mir so leid!“, Trembor zog eine Augenbraue hoch„Mein Flügel wird wieder, also was tut dir bitte leid?“.Lien blinzelte einige Tränen weg „Das ist gut, aber ich muss mit dir reden, warum ich so patzig war und warum ich mit meinem Trainer damals einfach so aus Malvenfroh verschwunden bin!“ Es vergingen einige Stunden, Jasmina war mittlerweile bei der heißen Quelle hinter dem Pokecenter und versuchte sich einfach mal zu entspannen. Das Urgestein war in Sicherheit, Vincent war auf ihrer Seite, ihren Freunden ging es gut. Die Trainerin seufzte, endlich war sie nicht mehr alleine, was Team Magma betraf. Endlich hatte sie jemanden gefunden, der das gleiche Ziel hatte wie sie selbst. Snow paddelte durch die heiße Quelle und schien ebenfalls zu entspannen. Zufrieden lehnte sich Jasmina zurück, seit sie in Hoenn war, hatte sie kaum eine ruhige Minute. Wie es wohl Tony ging? Wieviele Orden er wohl mittlerweile hatte? Die Trainerin rechnete nach, wie lange sie nun schon in Hoenn war. Es dürften nun knapp zwei Monate sein. Sie war anfang November angekommen. „Komisch, dass es in Hoenn gar nicht schneit“, murmelte Jasmina. Prompt waren ihre Gedanken wieder bei Groudon, der Hitzeperioden hervorrufen konnte. Gewaltsam schob Jasmina die Gedanken beiseite und dachte weiter über die Städte und Personen nach, denen sie auf ihrer Reise schon begegnet war.


    Chapter VII


    Chapter VIII


    Chapter IX

    Hier wird erst noch aktualisiert^^

    Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von Chelline ()

  • Huhu =)
    Da meine Fanarts von mir nicht verschont blieben *muahaha*, will ich noch deine FF kommentieren, die halbe Stunde, bis ich inne Uni muss.
    Mittlerweile bin ich nicht mehr für lange Reden zu haben, deswegen komme ich gleich mal zu den Kernpunkten.

    Gehen wir mal auf's Drumherum ein.
    Mir gefällt dein Startpost gut, vor allem das Cover ist ansprechend gemacht, ein richtiger Blickfang. ^^ (ist ganz schön heiß in Hoenn, wenn der Typ dauernd ohne Hemd rumläuft, aber 'n Mantel hat er :D)
    Ich würde dir raten für jedes Kapitel wirklich einen neuen Post anzulegen, denn pro Post gibt es Satzzeichenbegrenzungen, die du früher oder später erreichen wirst und dein Startpost wird mit der Zeit auch recht unübersichtlich werden.

    Zu der Charaktervorstellung: Ja, ich weiß nicht, ob mir gefällt, dass Jasmina mit zehn schon alleine durch die Welt gelatscht ist haha. Ist zwar durch und durch Canon, deswegen will und kann ich dir das nicht ankreiden, aber ich meine, die Eltern sind schon etwas ... sorglos (Rabeneltern, hust XD)
    Da sie bereits so lange Trainerin ist, finde ich es auch in Ordnung, dass sie ein Suicune besitzt. An sich muss ich dich gerade dafür loben, dass du den Ausgangspunkt der Story nicht auf "Es war ihr zehnter Geburtstag, sie sollte heute ihr erstes Pokemon erhalten, verschlief jedoch bla..." legst, sondern wie hier eine erfahrene, junge Frau haben, bei der es auch glaubwürdiger ist, wenn sie sich mit irgendwelchen Bossen von Verbrecherorganisationen anschließen kann. ^^
    Soviel ich verstanden habe, ist das auch dein Wi-Fi-Team? Schöne Zusammenstellung, die Pokemon gefallen mir gut.

    Prolog: Es stört mich ein wenig, dass du den ersten Satz eines Absatzes groß schreibst. Klar, du willst ihn betonen, aber es sieht etwas unschön aus. Aber insgesamt ist der Prolog sehr stimmig. Er ist knackig und kurz, was beim Prolog alles andere als eine Kritik ist und wirft Fragen auf die Geschehnisse auf, die noch geschehen werden oder bereits geschehen sind.

    Kapitel 1: Wir lernen nun also Jasmina genauer kennen. Auf einzelne kleine Fehler will ich jetztma nicht eingehen, sondern zum Wesentlichen kommen.
    Nur zwei kleine Dinge, bevor ich zum Inhalt komme: Zeilenumbrüche beim Rednerwechsel wären sehr viel besser zu lesen und bei Dialogen schreibst du als Beispiel:
    "..." fragte X.
    Es muss unbedingt: "...", fragte/sagte X. Nur wenn danach kein Beiwort kommt, kannst du schreiben: "Mach ich gerne." Jasmina lächelte ihre Tante an - oder whatever, was du auch einsetzen willst.

    Ich weiß nicht, ob es mir gefällt, dass sie mit den Pokemon sprechen kann. Ich meine zu glauben, dass es geheißen hat, dies wäre Ns spezielle Fähigkeit. Ob man das lernen kann, wenn man lange mit seinen Pokemon zusammen ist? Sagen wir es so, ich habe meine Katzen schon seit fünfzehn Jahren, das Einzige, was sie sagen, ist immernoch miau und fauch ^^" Das nimmt meiner Meinung nach, nicht böse sein ^^, viel Wind aus der Story und deinen Möglichkeiten. Die Interaktion mit Tieren/Pokemon ist deshalb anders als mit Menschen, weil man sich auf deren Sprache einlassen muss. Da ich aber das Gefühl bekomme, das wären Menschen in einem Pokemonkörper, nimmt das etwas den Reiz einer Pokemonstory, imo ;) Sie scheinen ja auch wie Menschen zu denken.

    Ansonsten habe ich eigentlich kaum etwas auszusetzen, du gehst eben mal im ersten Kapitel auf Jasmina, ihre Pokemon und ihre Tante großteils ein. Manchmal könntest du deine Beschreibungen noch etwas ausschmücken, aber so, wie es jetzt ist, genügt es mir persönlich eigentlich auch, da ich ohnehin nicht viel von elendlangen Umgebungsdetails halte.

    LG =)
    Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
    AMVs
  • @ Bastet: Ty erstmal für die "kritik" freut mich, dass es überhaupt mal wer liest und kommentiert :D
    Das mit dem Satzbau werd ich mir mal zu herzen nehmen und versuchen mehr drauf zu achten.
    Warum die Pokemon sprechen können: Ja, ist nicht ganz Poketypisch. Nur hatte ich einfach das Problem, dass die Pokemon mit ihren üblichen Lauten irgendwie "Tot" auf mich wirkten und keinerlei Eigencharakter entwickeln konnten. (Ich hoffe einfach mal, es stört die gesamtstory nicht zusehr. Aber bietet einfach viel mehr Möglichkeiten, auch die Story im späteren Verlauf zu "erklären"
    Auf Detailbeschreibunen hab ich aufgrund der ohnehin schon extrem langen Story mehr oder weniger verzichtet und einfach mal gehofft es geht auch so :whistling:

    Ps: Danke für den Tipp mit den begrenzten Satzzeichen! Das höre (lese) ich zum ersten Mal
    Hier wird erst noch aktualisiert^^
  • Hallo Jasmina,

    nachdem du ja recht fleißig am Schreiben bist, dachte ich mir, dir einen Kommentar zu hinterlassen. Wobei ich schon anfangs ein paar Dinge ansprechen möchte, die vor allen Dingen optischer Natur sind. Nämlich:

    Bastet schrieb:

    Zeilenumbrüche beim Rednerwechsel wären sehr viel besser zu lesen
    Das kann ich so unterstreichen. Es ist gut, dass du öfters im Kapitel einen Absatz einfügst (etwa bei einem Szenenwechsel), allerdings solltest du auch innerhalb eines Absatzes darauf achten, dass die Lesbarkeit erhalten bleibt und bei Rednerwechseln Zeilenumbrüche machst. Zudem erleichtert es die Orientierung, wer gerade spricht.
    Die Sache mit dem Komma nach der wörtlichen Rede hat Bastet ja bereits erwähnt.

    Das war's im Großen und Ganzen auch schon mit der Kritik, da dir alles Weitere im Großen und Ganzen gelungen ist. Der Startpost liefert die wichtigsten Informationen und auch der Header ist ansprechend. Überhaupt die kleinen Steckbriefe zu jedem Charakter und auch den Pokémon liefern schon einmal einen kleinen Überblick, welch chaotische Truppe sich da wohl zusammengefunden hat (und man fühlt sich dabei weitestgehend an ein RPG erinnert).
    Zur Geschichte selbst finde ich es interessant, dass Jasmina die Sprache der Pokémon beherrscht - oder zumindest nur ihre eigenen versteht, da sie bei Tonys Geckarbor keine Reaktion zeigte und auch Folipurba weitestgehend ignoriert wurde. Die Frage ist nun natürlich, ob sich das irgendwie auf die Geschichte auswirken wird. Zumindest fände ich es wünschenswert, mehr dazu zu erfahren, denn schließlich handelt es sich dabei um eine sehr seltene Fähigkeit und, auch wenn ich dein Argument mit der Verständlichkeit unter den Protagonisten und den Pokémon verstehe und die Wortgefecht oft recht witzig sind, wirkt sie recht "leicht" eingebunden, aber das ist dann dir überlassen.
    Der Prolog war mit den großen Sätzen und den Szenenwechseln interessant gestaltet, wirkte er dadurch doch wie ein Trailer zu einem Film. Wobei hier ein Video noch passender gewesen wäre. Besonders hat mich aber der Anfang der Geschichte begeistert, da es relativ ungewöhnlich ist, ältere Trainer auf ihrer Reise durch eine Region zu begleiten und dahingehend war der langsame Aufbau mit dem Vorstellen sämtlicher relevanter Charaktere nicht nur motivierend zu lesen, sondern auch abwechslungsreich. Dazu hat unter anderem auch das gemächliche Pacing beigetragen und so fühlte man sich aufgrund der alltäglichen Situation gut aufgehoben und ich hatte Spaß dabei zuzusehen, wie sich alles entwickelt. Der Plot scheint zurzeit noch recht gewöhnlich zu sein, behandelt er doch großteils nur die neuen Spiele und das Geheimnis um die Urzeit-Pokémon sowie der Protomorphose. Vieles ist dabei noch gar nicht abzusehen, aber Intrigen und unerwartete Ereignisse scheinen vorprogrammiert; ich bin gespannt, was du daraus machst.
    Worauf du noch achten solltest, ist allerdings das rasante Pacing, das du ab dem dritten Kapitel an den Tag legst. Wie gesagt, anfangs hast du die Geschichte noch recht gemächlich vorangetrieben, allerdings wirkt die Reise durch Hoenn zurzeit eher wie eine Hetzjagd. Kaum kam sie in Blütenburg an, hatte ihre Begleitung Tony wenig später schon seinen ersten Orden und ein Kapitel später den zweiten, ohne dass sein Kampf gezeigt wurde und im selben Kapitel wurde auch schon Team Magma im Graphitport-Museum geschlagen. Das sind ziemlich viele Informationen auf einmal und sollte man mit der Situation nicht vertraut sein, muss man spätestens hier einmal nach Luft schnappen. So geht natürlich auch die aufgebaute Spannung um Team Magma flöten und eigentlich sollte man in der Situation mitfiebern können. Lass dir etwas Zeit beim Erzählen, geh auf die Charaktere ein und füg Details ein, wie etwa, dass sie Vincent besser kennenlernt oder Gespräche mit anderen Menschen führt. Mehr Hintergrundwissen ist dabei immer interessant zu erfahren. Ansonsten machst du deine Sache beim Beschreiben nämlich äußerst gut.

    Von daher hoffe ich, dass dir die Kritik behilfreich ist und vielleicht liest man sich in Zukunft ja wieder einmal.

    ~Rusalka
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    Ava by jacknaiff
  • @ Rusalka: Danke fürs Kommi erstmal. Freu mich, dass es wohl doch ein paar Leser gibt, hihi :D
    Zu dem doch rasanten tempo in Hoenn: Ich finde es auch schade, nur da die Story auch im Game recht flach startet fiel mir hier einfach recht wenig ein um es länger zu schreiben ohne den Leser zu langweilen. Ansonsten hast du es echt gut erfasst, ja, da kommt noch einiges an Überraschungen und auch intrigen auf die Guten zu. Bereits in Kapitel 5 bin ich ziemlich von der eigentlichen Game Story weg und halte mich nur noch in etwa an die Reihenfolge der Städte, und so kleine Ereignisse was Personen etc angeht.
    Hier wird erst noch aktualisiert^^
  • huhu @Jasmina ich wollte auch mal meine Meinung dazu steuern :D
    Hab deine Geschichte zufällig gefunden un ich muss sagen , mich hat es irgendwie gefesselt ^-^ Ich lese mit Freude weiter und habe alles in einer Nacht gelesen :3 Erstmal großes Lob .
    Die Idee , dass die Protagonistin schon älter ist und die verschiedenen Regionen bereist hat , finde ich schön . Die verschiedenen Pokemon und deren unterschiedlichen Persönlichkeiten machen es sehr lebendig . Ist halt Geschmackssache , ob es jm. mag dass sie reden un wie Menschen denken können . Ich mags :D Ein neuer Charakter zur Hoenn Region zu erfinden finde ich auch eine prima Idee :) Ich hoffe , man erfährt , wie er die Ereignisse damals genau miterlebt hat ^^ Im Großen und Ganzen ist es sehr gelungen un ich werde den Rest auch lesen :) Wie halt erwähnt schon achte auf die Zeilenumbrüche . Aber keiner ist perfekt ^-^
    Mfg Cruiser :)
  • Hallo!
    Ich habe mir gerade die bisherigen Kapitel durch gelesen und finde sie toll!
    Ich schließe mich Cruiser eindeutig an, ich mag die Protagonistin und finde sie auch sehr realistisch gestaltet. Genauso finde ich die Pokémon und ihre verschiedenen Charaktere super, auch wenn ich etwas mit den Spitznamen durcheinander kommen.
    Ich habe das mit den Zeilenbrüchen jetzt nicht bemerkt bzw habe nicht genau einen Plan was meine Vorposter meinen.
    Jedenfalls finde ich die Storyline super und freue mich auf das nächste Kapitel!

    Liebe Grüße!
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  • Hallo Jasmina,

    nun hat sich seit dem Vorfall im Ozeanischen Museum einiges getan und unter anderem folgte daraufhin eine Reise nach Laubwechselfeld. Mir gefällt, wie du die Umgebung eingebunden hast und auf die Vulkanasche hingewiesen hast, die logischerweise unter anderem für Lungenbeschwerden sorgen kann. Dahingehend scheint sich auch Jasmina selbst etwas angesteckt zu haben, wobei ich es etwas merkwürdig finde, dass Joy ihr daraufhin, ohne auch nur eine Untersuchung vorgenommen zu haben, Tabletten verschreibt. Für Fieber würde es sich anbieten, zumindest eine Kontrolle per Handauflegen oder per Thermometer zu machen, um das logisch nachvollziehen zu können. Die Folge, dass sich ihre Pokémon daraufhin innerhalb des Ortes umsehen sollen, klingt dabei nach einer guten Idee. Hauptsächlich sollte das aber wohl für den Wortwechsel zwischen Snow und Salion geschehen, um ihre Beziehung noch weiter zu festigen (was sich übrigens schon beim Wettbewerb gezeigt hat). Die Begegnung mit dem Pandir war ganz witzig.
    Trembor hat in der Zwischenzeit Lien und Vincent getroffen. Man stellt sich natürlich die Frage, wenn Jasmina auf der Suche nach ihm ist, warum erzählt Trembor ihr davon dann nichts? So war die Überraschung auf dem Schlotberg eher keine Überraschung mehr für den Leser, der ja schon wusste, dass sie wohl dort sein werden. Apropos Schlotberg: Mit Fieber eine recht kurze Reise dahin zu machen, noch dazu mit der Hitze im Hintergrund war dann wohl zu viel für sie. Noch dazu musste sie einen Kampf gegen Team Magma ausfechten, der an und für sich ganz gut gelungen ist, besonders auch dadurch, dass das Urgestein dabei war, in die Lava zu fallen. Beziehungsweise ist es das sogar eigentlich und theoretisch hätte es versinken müssen, aber da kann man ein Auge zudrücken.
    Dass Jasmina im Endeffekt wieder in einem Pokémon Center erwacht, hast du als witzige Anspielung verpackt und eingebunden. Auch erfährt man hier nun endlich, wie Vincent in der Sache mit Groudon drin steckt. Bisher hatte man ja angenommen, er würde vielleicht zu Team Magma gehören, aber das hat sich dann wohl als falsch herausgestellt. Ich bin gespannt, wie sich das nun weiter entwickeln wird. Ebenfalls haben zum Schluss noch Lien und Trembor ihr Kriegsbeil ausgegraben und sich in einem Kampf quasi ausgesprochen. Auch wenn das für Trembor ein eher unglückliches Ende genommen hat und die Sturheit am Ende wohl gesiegt hat, allerdings hat das nun doch einige Dinge in Gang gesetzt. Lien wird sich die Lektion definitiv zu Herzen nehmen und diese Charakterentwicklung ist zum Einen gut gesetzt und zum Anderen darf man annehmen, dass sich die beiden noch näher kommen werden.

    Ich hoffe, dass dir die Kritik bei einigen Dingen weiter hilft. Insgesamt war ich recht positiv gestimmt, wenn man von einigen Logikfehlern, dem nach wie vor noch immer flotten Pacing und der Formatierung absieht, aber das sind alles Dinge, die du noch anpassen kannst. Vielleicht liest man sich ja bald wieder.

    ~Rusalka
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  • Hallo Jasmina

    Jasmina schrieb:

    Warum die Pokemon sprechen können: Ja, ist nicht ganz Poketypisch. Nur hatte ich einfach das Problem, dass die Pokemon mit ihren üblichen Lauten irgendwie "Tot" auf mich wirkten und keinerlei Eigencharakter entwickeln konnten. (Ich hoffe einfach mal, es stört die gesamtstory nicht zusehr. Aber bietet einfach viel mehr Möglichkeiten, auch die Story im späteren Verlauf zu "erklären"


    Du hättest es auch so machen können, dass die Pokémon und Menschen jeweils untereinander sprechen können. Das heißt, du könntest einfach den Text der Pokémon in klammern schreiben können, da die Menschen die Sprache nicht verstehen. So könntest du einfach das gesagte der Pokémon für die Leser übersetzen können.

    Marvin