Bundestagswahl 2017

    • HappyBoy schrieb:

      Du müssest dann nicht 40h arbeiten und am ende bleibt fast nichts übrig. Noch dazu hätte man diese große Angst nicht, dass man seinen Job verliert, denn seine Grundbedürfnisse sind ja abgesichert und Billiglöhne und Zeitverträge wären damit nicht mehr notwendig bzw. wäre dann wie Taschengeld.
      Und nun die brennende Frage: Wer soll das alles bezahlen? Die "Reichen" haben da unter Garantie keine Lust drauf. Du sprichst davon dass man "stressfreier" Teilzeitarbeiten kann. Schön und gut, aber wer bezahlt denn die Ausgaben die mir durch die Teilzeit flöten gehen? Wenn jeder auf dieses System so zugreift wie du es vorschlägst, und ich bin mir sicher dass die meisten das dann tun würden weil sie es können (denn wer will nicht gerne weniger arbeiten für mehr Geld?), wer finanziert das dann?
      Kinderarmut ist mit Sicherheit ein wichtiges und schwieriges Thema, hier hilft es meiner Meinung nach jedoch nicht viel den Eltern noch mehr Geld in die Hand zu drücken die das schlimmstenfalls für andere Dinge ausgeben (aka sich selbst). Da muss ein Kind direkt gefördert werden, warmes Mittagessen, kostenlose Sportvereine & Bildungsmöglichkeiten (Museen, Nachhilfe, Weiterbildungen etc.), Übernahme von Kosten für Ferienlager, ...
      Der Staat bezahlt laufende Nebenkosten von arbeitslosen Familien direkt an entsprechenden Stellen (Miete, Strom, Wasser, ...) und die Familie bekommt genau so viel in "bar" auf das Konto wie für Lebensmittel und Kleidung benötigt wird. Zigaretten und Alkohol zählen für mich dort nicht hinein. Das ist für mich das Existenzminimum für die Leute, die sich weigern, aktiv an der Gesellschaft teilnehmen zu wollen. Und mit teilnehmen meine ich arbeiten. Kein Luxus. Betroffene Kinder bekommen durch besagte Maßnahmen die Möglichkeit, aktiv zu werden denn sie können nichts für das (Nichts-)Tun ihrer Eltern.

      Oke, das Thema driftet schon in Richtung BGE ab und weniger Bundestagswahl, bin schon leise :x
    • Letzte Antwort dazu, dann bin ich mit dem Thema auch wieder ruhig

      Vynn schrieb:

      Und nun die brennende Frage: Wer soll das alles bezahlen?
      Finanzierungsmodelle
      Weitere Infos gibt's hier (war auch in meiner Signatur zu finden)

      Vynn schrieb:

      Da muss ein Kind direkt gefördert werden, warmes Mittagessen, kostenlose Sportvereine & Bildungsmöglichkeiten
      Kinder sind vom BGE nicht ausgeschlossen ...
    • Firebird97 schrieb:

      Nun, sicherlich sollte es nicht so sein, dass jeder einfach unkontrolliert so nach Europa kann, aber dies ist ja auch nicht der Fall. Komplett verhindern kann man illegale Grenzübertritte jedoch nicht. Dies heißt jedoch natürlich nicht, dass man dies nicht versuchen sollte. Aber dies ist Aufgabe der EU bzw. der Staaten mit Schengen-Außengrenzen. Schengen kann ja auch ausgesetzt werden, wenn es die Lage erfordert, was auch momentan teilweise der Fall ist. Dies ist jedoch eine Ausnahmeregelung und sollte keineswegs zum dauerhaften Zustand werden. Inwieweit Grenzkontrollen wirklich zu einem Rückgang der Kriminalität führen, ist auch eine andere Frage, ein wirklich stark erkennbarer Anstieg ohne Grenzkontrollen im Vergleich zu mit welchen ist nicht vorhanden. Außerdem ist fraglich welche negativen Auswirkungen das ganze auf die Wirtschaft haben könnte. Wenn du damit sogar noch Schmuggel wirksam eindämmen willst, wird je mehr du dies versuchst, umso höher auch die negativen Auswirkungen sein. Gibt ja durchaus schon jetzt im Grenzgebiet stichprobenartige Kontrollen, wie viel mehr es bringen würde, dies auf Grenzkontrollen auszuweiten, ist durchaus fraglich, ob dies verhältnismäßig Sinn ergeben würde.
      Das ist der gleiche Unsinn wie stärkerer Überwachung in anderen Bereichen, ein wirklicher Nutzen ist nicht bewiesen, trotzdem wird die Freiheit eingeschränkt. Man muss hier stets auf die Verhältnismäßigkeit achten und die seh ich bei Grenzkontrollen absolut nicht gegeben. Leider scheinen wir uns aber immer mehr in diese Richtung zu entwickeln, besonders die Angst vor Terror gefährdet immer mehr unsere Freiheiten und dies sehe ich mit großer Sorge.
      Grenzkontrollen ja, aber nur vorübergehend wenn die Lage zugespitzt ist. Ding ist, die Lage kann zu jeden Zeitpunkt brenzig sein und es ist ein Grundrecht, dass jeden Bürger Ordnung und Recht zusteht und durch offene Grenzen geht Ordnung verloren. Illegale Menschen, Illegalle Drogendealer, Falschgeld, Verbotene Pflanzen, Sachgegenstände usw.. werden alles über die Grenzen transportiert und die meisten von uns bekommen es nicht mit. Aber wenn es zu spät ist und die örtliche Zeitung erstattet darüber Bericht, erst dann fragt man sich wie man das auch verhindern könnte oder besser gesagt wie man besser davor schützen kann.


      Firebird97 schrieb:

      Natürlich nicht unbegrente Möglichkeiten, aber Schengen ist, denke ich, schon ein Symbol für die Freiheit Europas.

      Äh, die Überprüfungen am Flughafen dienen zur Sicherheit. Ein Flugzeug, das sich hoch oben in der Luft befindet und auch z.B. wie am 11. September als Waffe gegen alles Mögliche eingesetzt werden kann, ist natürlich besonders sensibel für Sicherheitsfragen zu bewerten.
      Kontrollorgan? Bin mir nicht sicher, was genau du damit meinst. Aber wenn es um Sicherheit geht, ist es sicherlich notwendig, dass die Länder der EU noch intensiver und besser zusammenarbeiten, da ist in der Vergangenheit auch schon einiges schief gelaufen. Ich bin dabei jedoch gegen mehr Kontrolle und Überwachung, wie ich ja oben bereits angesprochen habe, sehe ich dabei einfach nicht mehr die Verhälnismäßigkeit gewährleistet.
      Schengen war eine gute Idee, man kann schnell über die Länder bereisen, aber Schengen bedeutet auch mehr Risiko für Gefahren. Für Gefährder, Verbrecher wurde das Leben auch vereinfacht, nicht nur für die standardmäßigen Touristen. Es hat eine helle und eine dunkle Seite.

      Und es ist auch Sicherheit wenn an den Außengrenzen kontrolliert wird. Ein Beispiel, du kommst vom Urlaub aus dem Ausland zurück und du hast etwas mitgenommen, was Du als Schön oder Besonderes hälst. Dein Bringsel ist hier aber verboten, mit Schengen kommst du völlig unbewusst, dass du ein Gesetzverbrecher bist rein. Das geht einfach nicht. Das ist unsozial, Andere halten sich dran und Andere nicht. Und ohne Schengen und mit Grenzkontrollen findet ein Spürhund oder das Grenzdienst das Bringsel und entnimmt es bevor du die Grenze übertretest. Manche Exoten aus anderen Ländern sind nicht ohne Grund hier verboten. Wir müssen uns die Frage stellen, am Besten per Volksentscheidung was uns wichtiger ist. Schengen, freier uneingeschränker Zugang zu den Außengrenzen oder Schengen fallen lassen und an der Grenze von Grenzdienst sicher konrolliert werden. Was ist uns mehr wert? Schneller, freier Übergang oder Sicherer, kontrollierter Übergang?

      Das Kontrollorgan ist der Bundestag. Also die Gremien. Wie besser zusammenarbeiten in der EU?


      Firebird97 schrieb:

      Ich geb dir in soweit recht, dass Europa sicherlich einiges falsch gemacht hat. So war das Dublin-Abkommen einfach nicht für einen solchen Ansturm ausgelegt und auch die Grenzländer der EU, Griechenland und Italien, waren auf so was absolut nicht vorbereitet und wurden damit auch weitgehend alleingelassen vom Rest der EU. Die EU hat hier lange Zeit geschlafen. Nun blockieren aber unteranderem die Oststaaten eine Lösung des Problems und eine Entlastung Griechenlands und Italiens. Sie brechen geltendes Recht und/oder verhalten sich äußerst unsolidarisch und gefährden somit die EU im Ganzen. Dieses Vorgehen sollte man scharf kritisieren, es entspricht weder den Werten noch den Gesetzen oder Beschlüssen Europas.

      Es war aber schon klar, dass ein Ansturm von Flüchtlingen nach Europa vorauszusehen war. Man hätte zuerst einen gemeinsamen Plan aufstellen sollen bevor man den Ersten aufnahm.

      Die Oststaaten sind da pessimistischer, da muss man Kompromisse finden. Wenn es wirklich nicht anders geht, sollte man den Austritt aus der EU in Erwägung ziehen. Ist ja auch nicht richtig wenn alle mitmachen, außer ein paar Oststaaten. Aber trotzdem bekommen die Oststaaten die gleiche Unterstützung wie jedes Land. Bei der Flüchtlingsaufnahme hätte man eine Regelung stellen sollen, die auch für Ungarn oder Slowakei vertretbar wäre. Die Oststaaten haben aber zumindest ihr Recht die Grenzen zu schützen genutzt und auch uns damit geholfen.


      Firebird97 schrieb:

      Ich versteh nicht, was irgendwie immer alle mit ihrer Obergrenze haben. Klingt das so schön?
      Da meine anderen Argumente scheinbar nicht richtig durchgedrungen sind, versuch ich es mal mit einem Beispiel: Wenn man eine Obergrenze von sagen wir 10000 festlegt, diese dann erreicht ist, jedoch noch 1000 weitere vor der Tür stehen, was dann? Diese 1000 bereits an der Grenze abzulehnen, würde gegen Europarecht verstoßen, als müssten sie eh erst mal aufgenommen werden, um dann nach dem Dublin-Abkommen zu prüfen, wer dafür zuständig ist. Wenn in dem zuständigen Land, was häufig Griechenland oder Italien ist, jedoch keine menschenwürdige Unterbringung garantiert werden kann, darf der Flüchtling auch nicht dort hin abgeschoben werden. Dies ist aktuell bei beiden Ländern der Fall. Als nächster Schritt muss dann auch noch erst mal geklärt werden, ob ein Flüchtling Aussicht auf Schutz oder Asyl hat, auch dafür muss er weiterhin bei uns aufgenommen und versorgt werden. Und erst wenn dies dann verneint wird, darf er/sie in der Regel abgeschoben werden. Recht kann man natürlich ändern, aber dies würde, wie ich bereits erwähnte, Spannungen mit Ländern innerhalb der EU ergeben, die die EU auch gefährden könnten, und es wäre vor allem ziemlich inhuman. Irgendwo müssen die Flüchtlinge ja hin, wenn nicht zu uns, dann zu anderen Ländern in der EU. Sie direkt an den EU-Außengrenzen abzulehnen und/oder sofort wieder dahin zurückzuschicken, woher sie gekommen sind, wäre eine Möglickeit, allerdings auch eine die mit EU und internatinalem Recht nicht vereinbar ist. Feststeht aber, dass Handeln auf rein nationaler Ebene dieses Problem in keinster Weise lösen wird.
      „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, was für einen Sinn hat die EU, wenn wir zulassen, nein, wenn wir durch unser Handeln unterstützen, dass dieser Artikel in anderen Ländern der EU gebrochen wird?


      Dabei will ich gar nicht behaupten, dass es nicht sogar nötig wäre, die Zahlen der Flüchtlinge auch auf eher nicht ganz so angenehme Art zu verringern. Aber da sind Deals mit Ländern wie der Türkei noch der bessere Weg als die Obergrenze, die ich für reine Symbolpolitik halte.

      Wenn die Obergrenze erreicht ist kommt keiner rein, auch nicht zum prüfen. Es wird in dem Land überprüft, wo man gerade befindet. Richtig wäre wenn man vor den Außengrenzen der EU so Auffangbereiche errichtet, wo Flüchtlinge hinkommen und erstmal geprüft sind, ob Papiere dabei sind oder halt. Wenn einer was verloren hat, muss er/sie bei der zuständigen Behörde anrufen, wo man die Papiere bekommen hat. Ich kann auch nicht im Ausland ohne Personalausweis und sonstige Unterlagen reisen. Spätestens wenn ich mich nachweisen muss bekomme ich den Ärger. Zurück zum Auffangbereich. Wenn die Kriterien erfüllt sind wird geschaut in welche Länder der EU noch nicht die Obergrenze erreicht ist, ist eins gefunden, dann musst diese Land die Flüchtlinge aufnehmen auch Ungarn. Ist überall die Obergrenze erreicht kommt der Flüchtling in eine Warteliste. Die Warteliste wird nach der Reihenfolge des Anmeldedatums registriert. Zwischenzeitlich ist dem Flüchtling jederzeit frei den Aufangbereich zu verlassen um zum Beispiel zurück zur Heimat zu gehen, dann verrällt aber der Status in der Warteliste. Im Auffangbereich sollten Flüchtlinge bestensfalls immer aufhalten können. Es muss mit direkter Arbeit der EU und der Länder, die an der Außengrenze der EU stehen. Die Auffangbereiche müssen den Status als sicher haben. Versorgung muss gegeben sein. Oberste Priorität hat aber, dass die Flüchtlinge wieder sorgenlos zurück in ihr Land können und erst garnicht nach Europa müssen.

      Die Würde der Flüchtlinge ist die Sicherheit vor den Gefahren. Um Sicherheit für jeden Menschen zu nutzen ist nicht nur Europa gefragt, denn wir sind nicht das Kontinent der unbegrenzten Möglichkeiten. Sicherheit gewährleistet man wenn man dezentral Sicherheitsstandards wieder aufbaut. Ostasien muss wieder sicher sein, damit kein Mensch mehr leiden, fliehen, ihre Familie verlassen muss.


      Firebird97 schrieb:

      Ich finde diese Panikmache ziemlich merkwürdig, gehen wirklich Leute davon aus, dass sich nun halb Afrika in Bewegung setzt nach Europa? Die Zahl derer, die flüchten wollen und können, ist auch nicht unendlich, dementsprechend bin ich nicht sicher, wie sehr der Rückgang mit den Grenzsicherungen der Osteuropäischen Länder oder auch dem Flüchtlingsdeal mit der Türkei zusammenhängen. Nicht falsch verstehen, diese haben sicherlich zu einem Rückgang beigetragen, nur die Frage ist, welche Relevanz dieser hat.
      Na ja, solange es jedenfalls keinen Anhaltspunkt gibt, dass sich nun wirklich Millionen Menschen im zweistelligen Bereich auf den Weg nach Europa machen, seh ich solche tiefgreifenden Einschnitte ins Menschenrecht, die wirklich nur im Notfall getätigt werden sollten, wenn sonst die staatliche Ordnung nicht mehr gewährleistet werden kann, für nicht notwendig. Wenn es wirklich irgendwann der Fall sein sollte, müssten wir schon handeln, natürlich dann aber auch auf europäischer Ebene. Zum Glück ist dies aber ja nicht nötig und fraglich ob es jemals nötig wird. Ein Konzept, wie man mit so einer Situation umgehen würde, wäre aber schon ganz sinvoll, wenn das vorhanden wär.

      Selbstverständlich wäre es viel besser, wenn der Flüchtling gar nicht erst fliehen müsste aus seinem Heimatland, aber dies ist eben nicht so einfach, man kann die Kriege und Unruhen dieser Welt nicht mit einem Fingeschnippen lösen. Eine Erhöhung der Entwicklungsausgaben ist in der Hinsicht aber wünschenswert. Gibt ja schon durchaus Ankündigungen in der Hinsicht, mal schauen, was und wie das nach der Wahl umgesetzt wird.

      Vielleicht sollten wir uns mal die gegenwärtigen Hauptrouten von Flüchtlingen mal ansehen. Sowohl Italien als auch Griechenland als Ankunftsland sind einfach überlastet, so dass eine wirklich menschenwürdige Unterkunft und eine Sicherstellung der rechtmäßigen Prüfung des Asylantrags nicht mehr gewährleistet sind. Also ziehen die Flüchtlinge dementsprechend von diesen Ländern aus weiter und man kann ihnen es auch nicht wirklich zum Vorwurf machen, dass sie dann nach Deutschland wollen, wo immerhin noch sicher ist, dass sie nicht in ihren Rechten beraubt oder eingeschränkt werden.
      Aber dass Flüchtlinge einfach so unkontrolliert durch Europa reisen, dies sollte natürlich nicht sein. Italien und Griechenland müssen entsprechen unterstützt werden, damit die Länder in der Lage sind, alle Flüchtlinge bereits am Ankunftsort zu registrieren. Doch hier kommt nun ins Spiel, dass das Dublin-Abkommen einfach so nicht funktioniert, eine neue Regelung muss her, so dass die Flüchtlinge dann z.B. zur weiteren Prüfung des Asylantrags auf die anderen Mitgliedsstaaten der EU verteilt werden. Aber stattdessen fällt man in nationalistisches Denken zurück und schiebt sich gegenseit den schwarzen Peter zu.
      Du hast doch gesagt, dass Griechenland und Italien völlig unvorbereitet auf den Flüchtlingsansturm war. Es kann jederzeit passieren, dass auch halb Afrika auf dem Weg nach Europa macht. Für mich undenkbar, aber theoretisch möglich. Die Bedenken sind auch gerecht, war 2015 der Höhepunkt?

      Ja und da ja nicht von heute auf Morgen damit gerechnet wird, dass alles wieder gut ist sind doch Auffangbereiche für Flüchtinge aufjedenfall sicher.

      Griechenland und Italien haben viel zu viele Probleme mich sich selbst. Hohe Arbeitslosigkeit, Unstabilität. Für Entlastung würden Auffangbereiche sorgen.


      Firebird97 schrieb:

      Du findest es vielleicht schöner, sehr viele finden so was aber auch lästig.
      Klar Menschen unterscheiden sich und so auch Länder. Aber gerade die Länder Europas haben auch sehr viele Gemeinsamkeiten. Unterschiede können auch dazu genutzt werden, sich gegenseitig zu ergänzen. Der Euro und die EU bieten viele Vorteilen, es ist klug sich eher zusammenzutun, als immer nur für sich zu bleiben. Ansonsten könnte man ja auch Deutschland wieder in 16 (oder mehr) unabhängige Staaten teilen. Wie weit man sich innerhalb der EU zusammentut, ist dann natürlich eine andere Frage, eine die auch aktiv in der Politik diskutiert wird. Nur aufgrund von irgendwelchem zu starkem nationalistischen Denken sollte man aber nicht die Vorteile ablehnen, die eine stärkere Vernetzung der Länder innehalb Europa bietet. Zuallerst sollte man immer auf das Verhältnis zwischen objektiven Vorteilen und Nachteilen schauen.
      Eine gemeinsame Währung bei Ländern, deren Wirtschaftsstärke und Wirtschaft sich nicht ganz so stark unterscheiden, ist positiv. Für die Zukunft der EU ist es dann wichtig, die Länder, die noch nicht so fortgeschritten sind, zu fördern. In der Hinsicht war es sicher ein Fehler, Griechenland damals schon in den Euro zu holen, aber das kann man nun auch nicht mehr ändern, Griechenland nun rauszuschmeißen, würde zu hohe negative Konsequenzen haben.
      Du kannst dich auch weiterhin als Deutscher fühlen, eine Währung macht in der Hinsicht, wie es auch schon andere hier geschrieben haben, absolut nichts aus.
      Würdest du die gleiche Argumentation anwenden, wenn die EU zum Beispiel beschließt, dass Englisch in der EU die Hauptsprache wird? Gibt ja dann auch Vorteile, imnerhalb der EU für EU Bewohner bräuchten keine Sprachkursen mehr. Fernsehschauen aus anderen Ländern ist kein Problem mehr mitzuverfolgen und das ohne Übersetzung. Das meine ich ja auch alles mit langsamer Prozess der Gleichhaltung. Die EU will natürlich, historisch bedingte Unterschiede unterdrücken und die EU möchte mit ihrer Ideologie überzeugen. Ich fühle mich doch nicht nur wegen der Währung als Deutscher. Die Währung kann für mich ein Indiz sein, dass ich Deutscher bin.


      Firebird97 schrieb:

      Die gibt mir Gelegenheit ein wie ich finde, ganz interessantes Thema anzusprechen. Aber erst mal denke ich, dass ein flächendeckender Kita und Ganztagsschulenaufbau, spezielle Arbeitsregelungen für Mütter/Eltern, wie auch z.B. die Rückkehr von Teil- in Vollzeit, und finanzielle Unterstützung für Eltern und Kinder da helfen oder helfen könnten.
      Na ja, feststeht jedenfalls, dass halt jeder selbst entscheiden kann, ob er Kinder haben will oder nicht. Keinesfalls sollte man den Fehler machen, dafür zu sorgen, dass sich die gesellschaftliche Akzeptanz von Leuten ohne Kinder verschlechtert. Es bleibt halt hauptsächlich nur dafür zu sorgen, dass Eltern auch ohne Probleme einem Beruf nachgehen können, denn da liegt sicherlich auch einer der Gründe.

      Ob es aber überhaupt möglich ist, die Geburtsraten zu stabilisieren ist eine interessante Frage. In den meisten Industrieländern geht die Bevölkerung zurück. Dies hat zum einen mit der Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln zu tun, aber auch andere Gründe spielen da sicherlich noch eine Rolle. Doch bin ich letztens über folgendes Video gestolpert:Spoiler anzeigen
      Dies kann man sicherlich nicht so ganz auf die Menschen und unsere momentanen Lebensbedingungen anwenden, fand es aber doch recht interessant.

      Auch sprach Alaiya schon von der kommenden Automatisierung. Diese könnte hier auch eine besondere Rolle spielen. Unser dezeitiges Wirtschafts- und Sozialsystem wird sich jedenfalls, wenn man sowohl unsere gegenwertige demographische Entwicklung als auch die immer stärkere Automatisierung oder Industrie 4.0, wie es ja teils genannt wird, bedenkt, nicht für immer halten können. Wie sehr dann in das Ganze auch noch stärkere Entwicklungen in anderen Bereichen, z.B. der Medizin, einwirken, wird auch eine interessante Frage für die Zukunft sein. Aber ja, dies alles seh ich momentan noch als Zukunftsmusik an. In paar Jahren kann sich viel ändern, aber jetzt ganz aktuell, brauch man sich damit noch nicht zu beschäftigen, aber man sollte es zumindest mal im Hinterkopf behalten.
      Ganztagsschulen finde ich falsch, so müssen Schüler in der Freizeit kürzer treten und können viele Vereinsaktivitäten nicht ausüben. Bei Schulen sollte man erstmal bundesweit die Sommerferien von 6 auf 4 Wochen verringern um den Kinder die bessereMöglichkeit zu geben, dem Stoff den man gelernt hat besser im Kopf behält. 6 Wochen ist zu viel, 4 Wochen reicht völlig aus um den Sommer zu genießen. Dann kann man vielleicht überleben, ob man den Schulbegin etwas nach hinten verlegt. Also Schulbeginn so 7:00, 7:30 und 8:00. Im wöchentlichen Wechsel zum Beispiel. Mir fällt halt auf, dass es mir schwer auffiel mich an den Arbeitszeiten in meinem Beruf zu gewöhnen, da sie deutlich früher beginnen und Schule ist ja auch ein Übergang ins Berufsleben und dort sind die freien Tage geringer und die Arbeitszeiten meist länger. Ganztagsschulen sind aber falsch, weil ich der Meinung bin, dass Kinder diese Belastung im jungen Alter noch nicht gut tun. Man könnte Ganztagsschulen ab dem Abitur stufenweise einführen.

      Beim Rest bin ich mit Dir der Meinung. Ich verstehe sehr schlecht Englisch, deshalb weiß ich nicht so wirklich worum es in dem Video geht. Aber das Argument mit der Verhütung..wer ein Kind will verhütet nicht. Oder willst du daran festmachen, dass viele Kinder, die zur Zeit, wo es keine Kondome gab als "Es war ein Fehler" geboren wurden?

      Eine Quote wieviel in einem Betrieb automatisiert sein darf fände ich angebracht. Immer wird gesagt, dass wo Arbeitsplätze wegfallen entstehen wo Anders neue Arbeitsplätze. Was meinen die damit genau? Wenn bei VW im Getriebebau 1000 Leute arbeiten und die fallen weg, wo entstehen dann 1000 neue Arbeitsplätze? 1000 Bediener an Automatisierungsgeräten? Ämm wo ist da der Sinn von Industrie 4.0? Es ist die Freiheit, dass Menschen auch keine anspruchsvollen Arbeiten ausüben. Wenn das Ziel ist, dass jeder nur noch Arbeiten ausüben soll, wo man studiert haben muss, dann wird es viele Abgehängte geben. Ich sehe auch die Digitalisierung kritisch. Auch hier stellt sich die Frage der Sicherheit, Datensicherheit.


      Firebird97 schrieb:

      Ja, der Link sagt ja nur nix weiter als dass es an der Zuwanderung liegt, war ja vorher schon klar.
      Die Probleme in den Innenstädten löst man aber nicht mit einer insgesamt niedrigeren Bevölkerung. Gut möglich, dass dann sogar eher das Gegenteil der Fall ist und noch mehr Leute in die Städte ziehen. Aber auch die Platzprobleme in den Innenstädten sind jetzt kein so ernsthaft großes Problem, also im Verhältnis gesehen.
      Weniger Einwohner können aber mehrere freie Wohnungen bedeuten und um zu verhindern, dass alle in die Stadt wollen muss man den Leuten Anreize geben auf dem Land zu bleiben bzw..zu kommen. Habe ich wann anders vorgeschlagen, Geldzuschläge auf Arbeitsplätzen auf dem Land. Landärzte fehlen besonders extrem.


      Firebird97 schrieb:

      Jemand, mit dem ich ab und an auch über Politik diskutiere, meinte mal, dass wenn die CDU oder AfD soweit sind, dass sie miteinander koalieren würden, würde letztere überflüssig sein und die Leute sie also nicht mehr wählen. Dies finde ich einen interessanter Gedanke, den ich auch mal hier erwähnen wollte.
      Das stimmt zu 100%. Die AfD ist nur da damit die CDU wieder so ist wie sie mal war. Rechter als heute. Überbimmt die CDU die Positionen der AfD und setzt sie um versinkt die AfD in die Bedeutungslosigkeit. Die AfD wird niemals die Regierung stellen, das sage ich als AfD Wähler.


      Firebird97 schrieb:

      Gibt es ja z.B. in Australien. Ich finde es zwar immer schade, wenn Leute nicht wählen, aber ich finde trotzdem, dass es weiterhin möglich sein sollte, nicht zu wählen.

      Zum Thema mit der Zeitarbeit schließe ich mich kommentarlos dem von Alaiya an.
      Auch in Australien können Menschen trotz Wahlpflicht nicht wählen gehen, bezahlen dann nur eine Strafe, aber sind trotzdem Nichtwähler. Ich finde dieses Konzept gut. Nichtwähler gefärden unsere Demokratie und sollten bestraft werden.

      Ich bleibe bei meinem Stadpunkt zur Zeitarbeit. Die Zeitarbeit ist unter einen anderen Namen der Inbegriff der modernen Sklaverei.


      Firebird97 schrieb:

      Nach einer Schätzung des Auswärtigen Amts werden es 200.000 bis 300.000 sein, die per Familiennachzug nachkommen. Dies wird natürlich die Situation nicht einfacher machen, aber gerade auch für eine erfolgreiche Integration ist es meist besser, wenn die Familien zusammen und nicht getrennt sind.
      Macht die Sache nicht besser, weil diese junge Männer ihre Familie Zuhause ließen. Wertschätzung der Familie ist bei vielen Flüchtlingen nicht so ausgeprägt. 200.000 bis 300.000 klingen wenig. Wer kann denn wirklich vorraussagen wieviele am Ende letzendlich doch nachkommen? Die Familien der Flüchtlingen werden nicht so klein wie der Deutschen sein.


      Firebird97 schrieb:

      Ja klar, natürlich nehmen Firmen lieber Flüchtlinge, die nicht richtig ausgebildet sind, Sprachprobleme haben und eventuell sogar für Spannungen am Arbeitsplatz sorgen könnten. Sollte als Ironie erkennbar sein.
      Um von sich selbst einen besseren Eindruck hinterlassen, deshalb tun das viele Firmen. Wenn dann noch in der örtlichen Zeitung darüber berichtet wird, kommt es einfach besser an als wenn man bessere qualifizierte Deutsche als Auszubildene einstellt.


      Firebird97 schrieb:

      Haben ja andere bereits geschrieben, Sprache entwickelt sich halt, aber es besteht schon jetzt die Frage, wie sehr wir unsere Vorfahren noch verstehen würden xD. Es wird dennoch, denke ich, immer sprachliche Unterschiede geben. Klar rückt durch das Internet und die Globalisierung immer alles weiter zusammen, ich denke jedoch Sprachen und Dialekte wird es immer geben. Vielleicht wird der ein oder andere aussterben, aber dafür dann ein neuer hinzukommen. Dies ist aber ein Prozess der völlig normal ist, über viele Jahre hinweg geschieht und so einem nicht mal besonders stark auffällt.

      Ich weiß auch nicht, warum man an geschichtlichen Unterschieden hängen sollte oder wo tatsächlich relevante nun verdrängt werden.



      Wenn das für Dich auch dazu hört. Na dann, ich verwende diese Wortwahl nicht.

      In andere Länder werden sogar Dialekte wiederbelebt. Keltische Sprachen zum Beispiel.


      Firebird97 schrieb:

      Das Problem ist nicht, dass deutsche Firmen im Ausland produzieren. Das Problem ist, dass das Ausland keine vernünftige eigene Wirtschaft hat. Diese niedrigen Löhne enstehen ja nicht aus dem nichts. Hier müssen auch eher die Regierungen vorort tätig werden, nur ist die Korruption leider sehr hoch oder die Regierung anderweitig nicht in der Lage oder willens zu handeln.
      Gerade was Afrika angeht, würde ich jedoch statt Importen auch das Augenmerk auf Exporte richten. Kostengünstige Produkte aus Europa können auch den Aufbau einer eigenen Industrie in Afrika verhindern, ein Problem z.B. bei der Landwirtschaft.
      Ja, aber wäre es nicht besser wenn die eigene Wirtschaft von dem ausländischen Firmen bevorzugt wird? Dann können einheimische Firmen besser klein anfangen und später mehr ins Ausland exportieren. Wir machen Politik der Großindustrien, wir brauchen die anderen Länder, weil wir viel exportieren und die unsere Waren kaufen. Was aber viel zu extrem geworden ist..

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Edex ()

    • Edex schrieb:

      Grenzkontrollen ja, aber nur vorübergehend wenn die Lage zugespitzt ist. Ding ist, die Lage kann zu jeden Zeitpunkt brenzig sein und es ist ein Grundrecht, dass jeder Bürger Ordnung und Recht zusteht und durch offene Grenzen geht Ordnung verloren. Illegale Menschen, Illegalle Drogendealer, Falschgeld, Verbotene Pflanzen, Sachgegenstände usw.. werden alles über die Grenzen transportiert und die meisten von uns bekommen es nicht mit. Aber wenn es zu spät ist und die örtliche Zeitung erstattet darüber Bericht, erst dann fragt man sich wie man das auch verhindern könnte oder besser gesagt wie man besser davor schützen kann.
      Ja, tut mir leid, aber dann muss man in ewiger Angst in einem Bunker leben. ^^"
      1. Illegal eingereiste Menschen haben dutzend verschiedene Gründe dafür. Verbrechen zu begehen ist nur einer von mehreren, Harmlosen.
      2. Gibt es auch legale Drogendealer? XD
      3. Passiert
      4. Neobiota sind eine Gefährdung für das Ökosystem, aber es passiert eben so. Es gibt Programme dagegen.
      5. Bedroht das meine Sicherheit direkt? Ich muss dir ehrlich sagen, dass mir das Schmuggeln von Markenartikeln sonstwo vorbeigeht, weil ich mir noch nichtmal teure Markenartikel kaufe und die Preissteigerung mich daher auch nicht tangiert.

      Edex schrieb:

      Wenn die Obergrenze erreicht ist kommt keiner rein, auch nicht zum prüfen. Es wird in dem Land überprüft, wo man gerade befindet. Richtig wäre wenn man vor den Außengrenzen der EU so Auffangbereiche errichtet, wo Flüchtlinge hinkommen und erstmal geprüft sind, ob Papiere dabei sind oder halt. Wenn einer was verloren hat, muss er/sie bei der zuständigen Behörde anrufen, wo man die Papiere bekommen hat. Ich kann auch nicht im Ausland ohne Personalausweis und sonstige Unterlagen reisen. Spätestens wenn ich mich nachweisen muss bekomme ich den Ärger.
      Wie du reist, ist ehrlich gesagt egal, weil das unter anderen Voraussetzungen passiert.

      Edex schrieb:

      Oberste Priorität hat aber, dass die Flüchtlinge wieder sorgenloszurück in ihr Land können und erst garnicht nach Europa müssen.
      Die sind nicht auf Urlaub!

      Edex schrieb:

      Die Würde der Flüchtlinge ist die Sicherheit vor den Gefahren. Um Sicherheit für jeden Menschen zu nutzen ist nicht nur Europa gefragt, denn wir sind nicht das Kontinent der unbegrenzten Möglichkeiten. Sicherheit gewährleistet man wenn man dezentral Sicherheitsstandards wieder aufbaut. Ostasien muss wieder sicher sein, damit kein Mensch mehr leiden, fliehen, ihre Familie verlassen muss.
      Schön, dass es so einfach ist. ^^"

      Edex schrieb:

      Würdest du die gleiche Argumentation anwenden, wenn die EU zum Beispiel beschließt, dass Englisch in der EU die Hauptsprache wird? Gibt ja dann auch Vorteile, imnerhalb der EU für EU Bewohner bräuchten keine Sprachkursen mehr. Fernsehschauen aus anderen Ländern ist kein Problem mehr mitzuverfolgen und das ohne Übersetzung. Das meine ich ja auch alles mit langsamer Prozess der Gleichhaltung. Die EU will natürlich, historisch bedingte Unterschiede unterdrücken und die EU möchte mit ihrer Ideologie überzeugen. Ich fühle mich doch nicht nur wegen der Währung als Deutscher. Die Währung kann für mich ein Indiz sein, dass ich Deutscher bin.
      Also ich schon, weil ich absolut keine Problem darin sehe. Privat kannst du die Sprache verwenden, die dir am meisten liegt, aber Englisch als EU-Amts-, Unterrichts-, Informations- und Unterhaltungsmediumsprache halte ich für die bestmögliche Lösung.

      Edex schrieb:

      Man könnte Ganztagsschulen ab dem Abitur stufenweise einführen.
      In der Oberstufe hast du eh manchmal bis halbsechs Schule. Was genau willst du daran ändern. Der nächste Schritt wäre da zu übernachten. Nennt sich übrigens Internat. XD

      Edex schrieb:

      Beim Rest bin ich mit Dir der Meinung. Ich verstehe sehr schlecht Englisch, deshalb weiß ich nicht so wirklich worum es in dem Video geht. Aber das Argument mit der Verhütung..wer ein Kind will verhütet nicht. Oder willst du daran festmachen, dass viele Kinder, die zur Zeit, wo es keine Kondome gab als "Es war ein Fehler" geboren wurden?
      Aber vielleicht hätten sie das Kind zu einem anderen Zeitpunkt bekommen?

      Edex schrieb:

      Auch in Australien können Menschen trotz Wahlpflicht nicht wählen gehen, bezahlen dann nur eine Strafe, aber sind trotzdem Nichtwähler. Ich finde dieses Konzept gut. Nichtwähler gefärden unsere Demokratie und sollten bestraft werden.
      Das Konzept ist aber nunmal alles andere als demokratisch.

      Edex schrieb:

      Macht die Sache nicht besser, weil diese junge Männer ihre Familie Zuhause ließen. Wertschätzung der Familie ist bei vielen Flüchtlingen nicht so ausgeprägt.
      Bitte was? Und wer gibt dir das Recht darüber ein Urteil zu fällen, ohne dich mit diesen Menschen auseinandergesetzt zu haben?
      Glaubst du, die verlassen ihre Familie, weil das ihnen so leichtfällt? Oder möglicherweise, weil die Flucht für eine junge Frau, vll mit noch mit Kindern, noch gefährlicher wäre? Du weißt schon, Vergewaltigungen, Menschenhandel...
      Nicht, dass Männer nicht ebenfalls von Vergewaltigungen und Menschenhandel betroffen wären, aber bestimmt ist es nicht gar so gefährlich.

      Edex schrieb:

      200.000 bis 300.000 klingen wenig. Wer kann denn wirklich vorraussagen wieviele am Ende letzendlich doch nachkommen? Die Familien der Flüchtlingen werden nicht so klein wie der Deutschen sein.
      ... und wer gibt dir das Recht bestimmen zu wollen, wer hier sein darf und wer nicht?

      Edex schrieb:


      Das ist ein Meme!

      Edex schrieb:


      Wenn das für Dich auch dazu hört. Na dann, ich verwende diese Wortwahl nicht.

      In andere Länder werden sogar Dialekte wiederbelebt. Keltische Sprachen zum Beispiel.
      Und ich war in Irland und weiß, dass sich die Schüler, mit denen wir uns unterhalten haben, mit dem Erlernen der irischen Sprache zusätzlich belastet fühlen. Kaum ein Kind wird sagen: Juhu, mehr Vokabeln, die ich pauken darf! Für eine Sprache, die eigentlich niemand mehr benötigt!

      EDIT
      @Firebird97
      Danke für das Mousetopia-Video. :D
      Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
      AMVs

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    • Edex schrieb:

      es ist ein Grundrecht, dass jeder Bürger Ordnung und Recht zusteht und durch offene Grenzen geht Ordnung verloren.
      Du beziehst dich vermutlich auf das Grundrecht auf Sicherheit. Was dabei gern vergessen wird, ist die Tatsache, dass dieses Grundrecht, wie so ziemlich jedes Grundrecht, den Bürger vor dem Staat schützen soll. Das Grundrecht auf Sicherheit meint, dass du sicher vor willkürlichen Verhaftungen, vor Strafe ohne Anklage und vor ähnlichen Dingen sein sollst. Die Türkei verletzt das Grundrecht auf Sicherheit, indem kritische Journalisten eingesperrt werden.
      Schutz vor Terror und Verbrechen sind wichtig und richtig, haben aber mit dem Grundrecht auf Sicherheit nicht wirklich zu tun.

      Edex schrieb:

      ohne Schengen und mit Grenzkontrollen findet ein Spürhund oder das Grenzdienst das Bringsel und entnimmt es bevor du die Grenze übertretest.
      Ich habe jahrelang an der Polengrenze gewohnt, auch als es noch Grenzkontrollen gab. Was soll ich sagen, Zigarettenschmuggel war Alltag und polnische Böller kamen auch problemlos rüber. Andere basteln ihre Sprengstoffe aus frei erhältlichen Mitteln, die es in Deutschland zu kaufen gibt. Das Wissen, das diese Leute über die Grenze bringen, kannst du auch mit nem Spürhund nicht finden.

      Edex schrieb:

      Überbimmt die CDU die Positionen der AfD und setzt sie um versinkt die AfD in die Bedeutungslosigkeit.
      Müsste die AfD dafür nicht erstmal klare Positionen zu mehr als einem Thema haben?
      Ich habe mir heute Die Schlussrunde angesehen, eine interessante Talkrunde, in der unter anderem Alexander Gauland saß. Ein wirklich kluger Mann, keine Frage, aber er wurde gleich in mehrfacher Hinsicht entlarvt: Zum einen wurde zum wiederholten Male festgestellt, dass die AfD ständig irgendwelche klar extremen Aussagen tätigt, nur um dann später zu relativieren, dass das gar nicht so gemeint gewesen sei und ja eigentlich alles halb so schlimm. So geschehen mit dem Versuch die Aussagen zu deutschen Soldaten zu relativieren.
      Noch viel interessanter fand ich allerdings, dass einzig Christian Lindner verstanden hatte, wie man der AfD effektiv begegnen kann. Während mancher in der Runde gern Nazivorwürfe hervorbrachte, hat er das Programm hinterfragt. Da bleibt nicht viel. Ein paar Allgemeinplätze, aber nichts konkretes. Der Versuch das mit "junge Partei" wegzuwischen, wurde korrekt von Lindner gekontert: War die AfD etwa vier Jahre lang nur mit internen Streitigkeiten beschäftigt, statt sich mit sinnvollen Programm auseinanderzusetzen? Oder mit Provokationen für Aufmerksamkeit?
      Inhaltlich hat die AfD nämlich nichts außer Plattitüden übrig, Gauland kam immer dann ins stottern, wenn er mal konkret werden sollte, mal konkrete Pläne für so Fragen wie die Rente vorstellen sollte.
      Insofern komme ich darauf zurück: Gauland ist ein kluger Mann, der versteht, was er da redet. Er liegt nicht immer falsch, zum Beispiel kritisiert er zurecht, dass diejenigen, die die AfD pauschal als Nazis abtun, nochmal prüfen sollten, was denn die Nazis so für Typen waren. Aber gerade das ist das Beängstigende: Während Alice Weidel unerfahren wirkt und vielleicht auch aufgrund dieser Unerfahrenheit schonmal dumme Dinge sagt, sagt Gauland diese wirklich mit gnadenloser Berechnung. Das gibt Aufmerksamkeit, Beifall von den Rechtsextremisten, Beschwichtigung, Beifall von der gemäßigten "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen"-Fraktion.
      Und wie gesagt, Lindner hat verstanden, dass man diese Partei nur inhaltlich packen kann. Lass Gauland halt von der Stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen schwafeln, konfrontiere ihn trotzdem in einer Talkshow mit Ideen zur Bildungspolitik. Da kann er sich nämlich nicht so gut rausreden.
      Wie nennt man Alternativmedizin, die nachgewiesenermaßen wirkt? Medizin!
    • Bastet schrieb:

      Aber vielleicht hätten sie das Kind zu einem anderen Zeitpunkt bekommen?
      Heutzutage bekommen die Menschen immer später ihr erstes Kind, was ich nicht gut finde. Frauen sollen entscheiden, ob für sie die Karriere wichtiger ist oder die eigene Familie. Beides geht auch, aber mit Einschränkungen.


      Bastet schrieb:

      Bitte was? Und wer gibt dir das Recht darüber ein Urteil zu fällen, ohne dich mit diesen Menschen auseinandergesetzt zu haben?
      Glaubst du, die verlassen ihre Familie, weil das ihnen so leichtfällt? Oder möglicherweise, weil die Flucht für eine junge Frau, vll mit noch mit Kindern, noch gefährlicher wäre? Du weißt schon, Vergewaltigungen, Menschenhandel...
      Nicht, dass Männer nicht ebenfalls von Vergewaltigungen und Menschenhandel betroffen wären, aber bestimmt ist es nicht gar so gefährlich.
      Die Frau hätte genauso gut nach Europa gehen können und auch Männer können auf die Kinder aufpassen. Bei den Flüchtlingen hat der Mann eine höhere Wert als die Frau, natürlich. Da gehen tausende Flüchtlinge nach Europa, aber nur Männer. Es reicht wenn der Staat dies annimmt.


      QueFueMejor schrieb:

      Ich habe jahrelang an der Polengrenze gewohnt, auch als es noch Grenzkontrollen gab. Was soll ich sagen, Zigarettenschmuggel war Alltag und polnische Böller kamen auch problemlos rüber. Andere basteln ihre Sprengstoffe aus frei erhältlichen Mitteln, die es in Deutschland zu kaufen gibt. Das Wissen, das diese Leute über die Grenze bringen, kannst du auch mit nem Spürhund nicht finden.
      Sind denn wenigere illegale Waren über die Grenzen gekommen, wo es Grenzkontrollen gab. Falls nicht muss man den Grenzschutz verstärken zum Beispiel mit einen Grenzzaun.


      QueFueMejor schrieb:

      Müsste die AfD dafür nicht erstmal klare Positionen zu mehr als einem Thema haben?
      Ich habe mir heute Die Schlussrunde angesehen, eine interessante Talkrunde, in der unter anderem Alexander Gauland saß. Ein wirklich kluger Mann, keine Frage, aber er wurde gleich in mehrfacher Hinsicht entlarvt: Zum einen wurde zum wiederholten Male festgestellt, dass die AfD ständig irgendwelche klar extremen Aussagen tätigt, nur um dann später zu relativieren, dass das gar nicht so gemeint gewesen sei und ja eigentlich alles halb so schlimm. So geschehen mit dem Versuch die Aussagen zu deutschen Soldaten zu relativieren.
      Noch viel interessanter fand ich allerdings, dass einzig Christian Lindner verstanden hatte, wie man der AfD effektiv begegnen kann. Während mancher in der Runde gern Nazivorwürfe hervorbrachte, hat er das Programm hinterfragt. Da bleibt nicht viel. Ein paar Allgemeinplätze, aber nichts konkretes. Der Versuch das mit "junge Partei" wegzuwischen, wurde korrekt von Lindner gekontert: War die AfD etwa vier Jahre lang nur mit internen Streitigkeiten beschäftigt, statt sich mit sinnvollen Programm auseinanderzusetzen? Oder mit Provokationen für Aufmerksamkeit?
      Inhaltlich hat die AfD nämlich nichts außer Plattitüden übrig, Gauland kam immer dann ins stottern, wenn er mal konkret werden sollte, mal konkrete Pläne für so Fragen wie die Rente vorstellen sollte.
      Insofern komme ich darauf zurück: Gauland ist ein kluger Mann, der versteht, was er da redet. Er liegt nicht immer falsch, zum Beispiel kritisiert er zurecht, dass diejenigen, die die AfD pauschal als Nazis abtun, nochmal prüfen sollten, was denn die Nazis so für Typen waren. Aber gerade das ist das Beängstigende: Während Alice Weidel unerfahren wirkt und vielleicht auch aufgrund dieser Unerfahrenheit schonmal dumme Dinge sagt, sagt Gauland diese wirklich mit gnadenloser Berechnung. Das gibt Aufmerksamkeit, Beifall von den Rechtsextremisten, Beschwichtigung, Beifall von der gemäßigten "Das wird man ja wohl noch sagen dürfen"-Fraktion.
      Und wie gesagt, Lindner hat verstanden, dass man diese Partei nur inhaltlich packen kann. Lass Gauland halt von der Stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen schwafeln, konfrontiere ihn trotzdem in einer Talkshow mit Ideen zur Bildungspolitik. Da kann er sich nämlich nicht so gut rausreden.

      Die deutschen Soldaten haben ja auch gedient, das Problem ist nur, dass sie es zu spät wussten, dass Hitler sie nur entlarvt hat. Wenn man in der damaligen Gesellschaft groß wurde kannte man nichts Anderes als nationalsozialistisches Gedankengut und für viele war Hitler der Heilbringer. Gab den Menschen Mut und Hoffnung. Die Soldaten haben hier genauso gedient, wie die Engländer, Amerikaner usw.. alle haben ihre Arbeit getan. Gauland sagt das, weil Deutschland in der Welt wenn es um Kriegsverbrechen geht einen schlechten Ruf hat und bis heute nennt man in anderen Ländern uns Nazis. Gauland möchte halt auch, dass das Gute aus der deutschen Geschichte mehr in Erscheinung gebracht wird und nicht nur den 2. Weltkrieg. Es bringt ja auch nichts wenn die Deutschen im Geschichtsunterricht über uns selbst schämen müssen.

      Dass die AfD noch kein Rentenkonzept hat müsste jeder wissen. Wurde schon dutzend mal gesagt. Auch ein Lindner müsste es wissen. Ich denke, dass die Programmkommision der AfD noch nicht am Ende ist. Lange hatte man überhaupt kein Parteiprogramm, das war ja wesentlich seltsamer.

      Meinst du das wirklich ernst, dass Gauland klug ist? Ich kenne viele, die sagen, dass an ihn nur sein Alter gut ist. Ich komme mit der Weidel oder Petry besser zurecht als mit Gauland. Gauland denkt nationaler, er würdet die deutsche Geschichte. Er ist wie Höcke, nur älter. Und Gauland verlässt nicht so leicht die Sendung als Weidel.

      Mit Lindner kann es im Bundestag schon lustig werden. Er behauptet viel, aber ist die FDP wirklich anders geworden?
      Weißt denn jemand wie die Sitzverteilung aussehen wird? Immer wird um mögliche Koalitionen geredet, aber nicht wer wo sitzt. Weil neben der AfD will keiner sitzen.

      Von rechts nach links

      AfD FDP CDU/CSU SPD Grüne Linke
      AfD CDU/CSU FDP SPD Grüne Linke

      oder wie wird es aussehen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Edex ()

    • Edex schrieb:

      Heutzutage bekommen die Menschen immer später ihr erstes Kind, was ich nicht gut finde. Frauen sollen entscheiden, ob für sie die Karriere wichtiger ist oder die eigene Familie. Beides geht auch, aber mit BeEinschränkungen.
      Warum denn nicht beides miteinander vereinen?
      Und entschuldige, aber so etwas kann jede Frau selbst entscheiden, wann sie Kinder bekommt und ob sie nicht erst lieber einen soliden Finanzstock aufbaut, auf dessen Grundlage sie sich ein Kind auch leisten kann. Die kosten nämlich nicht wenig. Und selbst wenn sie Karriere und Kind miteinander vereinen möchte, gibt es genügend Möglichkeiten, dies zu tun. Frau kann halbtags arbeiten, Frau kann (hoffentlich) einen passenden Kita-Platz finden und der Mann kann ab und zu auch mal auf das Kind aufpassen, immerhin sind wir nicht mehr im Deutschland der 70er Jahre oder wo auch immer du da leben magst.
      "僕の命令は絶対."
      "My orders are absolute."

      赤司・征十郎 ~
    • Edex schrieb:

      Die deutschen Soldaten haben ja auch gedient, das Problem ist nur, dass sie es zu spät wussten
      Massaker von Kalavryta (alle Männer im Alter von 15 bis 65 werden im Maschinengewehrfeuer hingerichtet), Massaker auf Kefalonia (5200 Soldaten, die sich bereits ergeben hatten, wurden erschossen), Massaker von Distomo (als Vergeltung für Partisanenkämpfe in Griechenland wird das Dorf Distomo niedergebrannt, ca 1800 Menschen, überwiegend Alte und Frauen, aber auch Kinder und Säuglinge, ermordet), Massaker von Chortiatis (149 Zivilbürger werden als Vergeltung für die Gefangennahme von zwei Zivilbeamten und drei Besatzungssoldaten ermordet, teilweise werden sie lebendig verbrannt), Massaker von Babyn Jar (innerhalb von 36h werden über 33.000 Juden erschossen), Massaker von Kamenez-Polodsk (Ermordung von über 23.000 Juden in ca drei bis vier Tagen), Massaker von Ciepielów (Ermordung von 250 polnischen Kriegsgefangenen), Massaker von Przemysl (Ermordung von ca 600 Juden Anfang des Krieges), Massaker von Oradour (Zerstörung des Dorfes Oradour-sur-Glane und Ermordung fast aller Einwohner als Vergeltung für einen Erfolg des französischen Widerstandes).

      Das ist eine unvollständige Aufzählung von Massakern des zweiten Weltkriegs. Das ist die Wehrmacht, von der wir sprechen, das sind die deutschen Soldaten, von denen wir sprechen. Selbst wenn ich auf die Leistungen deutscher Soldaten stolz sein wollte, sind es solche Taten, die mich immer davon abhalten werden. Sie sollten jeden Menschen davon abhalten auf diese "Leistungen" stolz zu sein.

      Edex schrieb:

      Es bringt ja auch nichts wenn die Deutschen im Geschichtsunterricht über uns selbst schämen müssen.
      Du kannst nicht gleichzeitig stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten sein wollen und dich nicht dafür schämen wollen, dass sie grausame Kriegsverbrechen begangen haben. Diese "Leistungen" kann man nicht voneinander trennen, sie wurden als Soldaten erbracht. Wenn jetzt einer dieser Soldaten ein grandioser Komponist oder Schriftsteller gewesen wäre, könnte man auf das künstlerische Schaffen stolz sein und seine Taten als Soldat verurteilen. Aber darum geht es offensichtlich nicht.
      Allgemein verlangt keiner von dir oder irgendwem, dass man sich für die Verbrechen schämt. Das Wissen darum sollte aber helfen solche Verbrechen in Zukunft zu meiden.

      Edex schrieb:

      Meinst du das wirklich ernst, dass Gauland klug ist?
      Natürlich ist er klug. Das heißt ja nicht, dass er kein schlechter Mensch sein kann. Wie gesagt, mir fällt auf, dass Gauland sehr wohl versteht, was er von sich gibt. Er sagt nicht aus Versehen provokative Sachen, er tut das völlig berechnend.
      Wie nennt man Alternativmedizin, die nachgewiesenermaßen wirkt? Medizin!
    • Edex schrieb:

      Was ich mit stolz sein meine ist, dass die Soldaten bereit waren zu dienen.
      Als ob sie eine Wahl gehabt hätten. Wer den Kriegsdienst verweigert der kann froh sein, wenn er nur Sozial geächtet wurde.
      Außerdem ist überschwänglicher Patriotismus der einen in einen Angriffskrieg ziehen lässt mehr eine Folge von Gehirnwäsche, als Ehrgefühl. An einen Angriffskrieg ist nichts ehrenhaft. Man kann denen die Angst hatten zu desertieren vielleicht verzeihen, aber es gibt ganz sicher keinen dem man gratulieren sollte.

      Die Wahlen stehen also unmittelbar bevor. Dann hoffe ich, dass alle ihre Entscheidung getroffen haben und das es so gut ausgeht wie möglich.
      Meine aktuelle Fanfiction Tres vicios nobles
    • Edex schrieb:

      Was ich mit stolz sein meine ist, dass die Soldaten bereit waren zu dienen.
      Das ist, angesichts der begangenen Massaker, kein Grund stolz zu sein. Eher ein Grund besorgt zu sein. Ich kann doch nicht ernsthaft stolz darauf sein, dass jemand sein Gewissen ignoriert und lieber Befehle befolgt, die eben unter anderem oben genannte Verbrechen waren. Ich bin nicht stolz auf Mitläufer. Ich bin nicht stolz auf Verbrecher, egal ob aus Überzeugung oder aus Mitläufertum.
      Wie gesagt, hier funktioniert Rosinen picken nicht. Es sind gerade Dinge, wie bedingungsloses Dienen, die die Massaker ermöglichten. Bist du stolz auf die Bereitschaft zu dienen, musst du stolz auf Kriegsverbrecher sein, die auf Befehl hin Unbewaffnete Menschen töten, die niemandem etwas tun würden. Du musst stolz auf Ignoranz und Dummheit sein. Ich will das nicht. Ich kann das nicht.
      Wie nennt man Alternativmedizin, die nachgewiesenermaßen wirkt? Medizin!
    • QueFueMejor schrieb:

      Du beziehst dich vermutlich auf das Grundrecht auf Sicherheit. Was dabei gern vergessen wird, ist die Tatsache, dass dieses Grundrecht, wie so ziemlich jedes Grundrecht, den Bürger vor dem Staat schützen soll. Das Grundrecht auf Sicherheit meint, dass du sicher vor willkürlichen Verhaftungen, vor Strafe ohne Anklage und vor ähnlichen Dingen sein sollst. Die Türkei verletzt das Grundrecht auf Sicherheit, indem kritische Journalisten eingesperrt werden.

      Schutz vor Terror und Verbrechen sind wichtig und richtig, haben aber mit dem Grundrecht auf Sicherheit nicht wirklich zu tun.

      Ob es überhaupt ein Grundrecht auf Sicherheit gibt ist überaus fraglich. Wenn man ein solches Grundrecht aber annimmt, dann würde es alle möglichen Bereiche der Sicherheit umfassen, sprich soziale Sicherheit, äußere Sicherheit, innere Sicherheit etc. Mit einem solchen Grundrecht gingen auch Schutzpflichten des Staates einher. Grundrechte sollen vor dem Staat schützen, ja. Es gibt aber auch grundrechtliche Gewährleistungspflichten, also Schutzpflichten des Staates, die aus Grundrechte resultieren. Der Staat hat z.B. nicht nur das Recht auf Leben zu achten, er hat das Leben des Einzelnen auch vor Eingriffen anderer zu schützen, genau so wäre es beim Grundrecht auf Sicherheit. Das ist auch der Grund, weshalb dieses Grundrecht überhaupt diskutiert wird. Was du beschreibst wäre eine Verletzung des Grundrechtes auf persönliche Freiheit, auf ein faires Verfahren und auf Meinungsäußerungsfreiheit.

      Schutz vor Terror und Verbrechen hätte also sehr wohl mit einem Grundrecht auf Sicherheit zu tun.
    • Edex schrieb:

      Aber vielleicht hätten sie das Kind zu einem anderen Zeitpunkt bekommen?Heutzutage bekommen die Menschen immer später ihr erstes Kind, was ich nicht gut finde. Frauen sollen entscheiden, ob für sie die Karriere wichtiger ist oder die eigene Familie. Beides geht auch, aber mit Einschränkungen.
      Nun, finden kannst du's, wie du's willst, Fakt ist aber, dass Kinder teuer sind und viel Zeit benötigen, weswegen sich es viele dreimal überlegen.
      Außerdem kann der Partner Kompromisse eingehen und "Einschränkungen" hinnehmen.

      Edex schrieb:

      Die Frau hätte genauso gut nach Europa gehen können und auch Männer können auf die Kinder aufpassen. Bei den Flüchtlingen hat der Mann eine höhere Wert als die Frau, natürlich. Da gehen tausende Flüchtlinge nach Europa, aber nur Männer. Es reicht wenn der Staat dies annimmt.
      Ich verstehe nicht. Liest du meine Beiträge nicht? Ich hab dir doch gerade den Grund genannt: Für Frauen (überhaupt mit Kindern) ist die Flucht gefährlicher. Männer geraten weniger oft, aber auch, in Menschenhändlerringe und werden nicht so häufig wie Frauen vergewaltigt.

      Sunaki schrieb:

      Edex schrieb:

      Was ich mit stolz sein meine ist, dass die Soldaten bereit waren zu dienen.

      Als ob sie eine Wahl gehabt hätten. Wer den Kriegsdienst verweigert der kann froh sein, wenn er nur Sozial geächtet wurde.
      Außerdem ist überschwänglicher Patriotismus der einen in einen Angriffskrieg ziehen lässt mehr eine Folge von Gehirnwäsche, als Ehrgefühl. An einen Angriffskrieg ist nichts ehrenhaft. Man kann denen die Angst hatten zu desertieren vielleicht verzeihen, aber es gibt ganz sicher keinen dem man gratulieren sollte.
      Besonders da man am Ende begonnen hat 15- und 16jährige in den Kriegsdienst zu zwingen. Stolz kann man da sein, dass Kinder "bereit" waren zu dienen. ='D
      Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
      AMVs
    • Firebird97 schrieb:

      Aktuell funktioniert ja unser Wirtschaftssystem noch recht gut und da würde ich auch lieber keine großen Experimente dran versuchen wollen.
      Die Sache für mich ist halt, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich sagen würde, dass unser Wirtschaftssystem "recht gut" funktioniert. Ich meine: Klar. Der Wirtschaft selbst geht es gut und damit geht es Deutschland als Land auch finanziell ziemlich gut. Aber: Der Anteil der in Armut lebenden und armutsgefährdeten Deutschen ist so hoch wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr und steigt tendenziell.

      Sicher, es ist natürlich eine andere Frage, ob man dafür nun direkt BGE einführen sollte, oder anders vorgehen muss. Doch alles in allem muss definitiv etwas passieren - finde ich zumindest - um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

      Vynn schrieb:

      Klar habe ich hier Picking betrieben, sollte eben nur kurz darstellen was mir "zu links" ist. Andere Themen der Grünen halte ich durchaus für sinnvoll, davon mal ab, nur sind es u.a. die oben genannten Punkte die dann am Nein die Schuld tragen.
      Nur zur Info: Ich gehe deine Punkte einmal durch und möchte meine Meinung dazu äußern und vielleicht noch ein paar Gedankenanschübe in der Hinsicht bringen. Ist nicht als Angriff zu verstehen. ;)

      Aber ich wollte mich zu ein paar Punkten äußern.


      Vynn schrieb:

      - gegen Verschärfung des Asylrechts: Ja diesen Punkt sehe ich kritisch, dann für mich klingt das nach "alles ist gut, machen wir einfach weiter". Aber es ist nicht alles gut und es müssen Änderungen, vernünftige Änderungen, geschehen. In dem Punkt gehen die Grünen sicherlich nicht so weit wie die Linken, dennoch ist mir das zu sehr "laisse faire".
      Okay, hier ist eben die Frage: Was genau willst du verschärfen? Was für Punkte könnte man wirklich noch verschärfen und welchem Zweck sollte es dienen?

      Denn aktuell sehe ich dort nicht, was noch verschärft werden und wirklich menschenwürdig umgesetzt werden könnte. Jedenfalls in Deutschland.


      Vynn schrieb:

      - Vermögenssteuer für Superreiche: Okay, ich sehe ein dass die, die mehr verdienen, mehr zahlen müssen. Ab einem Punkt haben die Reichen aber keine Lust mehr, die Hälfte ihres Lohnes an Steuern abdrücken zu müssen und verabschieden sich. Auch sehe ich nicht, inwiefern das den Geringverdiener entlasten soll, hier muss die Grenze für das Jahreseinkommen deutlich gesenkt werden. Wer mit ~4500 Euro brutto monatlich bereits als "reich" eingruppiert wird ist hier meiner Meinung nach falsch.
      Du bringst hier ein paar Sachen durcheinander, glaube ich.
      Also erst einmal: Eine Vermögenssteuer ist keine Einkommenssteuer. Sie wird nicht monatlich auf das Einkommen erhoben, sondern in im Rahmen des Gesetzes dann erhobenen Zeiträumen.
      Sie betrifft auch nicht alle, die als "reich" gelten, sondern nur die "superreichen", also diejenigen, die ein Vermögen von über einer Millionen haben (wobei die erste Millionen nicht mit einberechnet würde - wer also 1 100 000 € als Vermögen besitzt, müsste davon nur 100 000€ versteuern).
      Sie würde wahrscheinlich auch nicht besonders hoch ausfallen und müsste das auch nicht, um dem Staat einen guten Bonus zu geben. Es werden meistens relativ geringe Steuersätze genannt.

      Ich glaube, du bringst das ganze gerade mit den Spitzensteuersätzen für die Einkommenssteuer durcheinander.

      Was die Einkommensteuer angeht, ist es natürlich ein anderes Thema. Ich stimme dir was Geringverdiener angeht durchaus zu, allerdings ist dieses Thema getrennt von der Vermögenssteuer zu sehen.

      Vynn schrieb:

      - Befristungen ohne Begründungen ablehnen (Arbeitsverträge): Natürlich sind Befristungen für den betreffenden Arbeitnehmer meist ein ungünstiger Zustand und ich sehe hier im ÖD oft genug, wie eine Vertragsverlängerung der nächsten folgt (was wirklich kein Zustand ist -.-). Andererseits machen diese unbefristeten Verträge den Arbeitsmarkt flexibler, besonders in Hochzeiten oder Leistungsspitzen von Betrieben. Ein direktes Verbot halte ich für den falschen Weg, vielmehr sollten Ansätze geschaffen werden die den Arbeitgeber dazu bewegen, unbefristete Verträge auszusprechen. Aber es geht nicht immer, nicht jede Firma kann sich das leisten. Hier sehe ich die Gefahr dass im Falle einer solchen Umsetzung komplett auf Neueinstellungen verzichtet wird und vorhandene Arbeitnehmer die Arbeit der sonst befristeten Beschäftigten mittragen müssen.
      Auch hier bringst du eine Kleinigkeit durcheinander: Es geht um "Befristungen ohne Sachgrund", die eben auch als "Befristungen ohne Begründung" bezeichnet wird. Sprich: Wenn diese verboten oder stark eingeschränkt wären, wäre es noch immer Möglich zu sagen: "Wir Stellen Arbeitnehmer X für die Arbeit während der Hochphase" ein. Oder auch "Wir haben gerade diesen einen Auftrag bekommen, also stellen wir Arbeitnehmer ein, um den dadurch ausgelösten Mehraufwand bewältigen zu können". So lange diese Begründungen so im Arbeitsvertrag festgehalten sind, ist das auch mit Abschaffungen von unbegründeten Befristungen absolut okay, den Arbeitsvertrag zu befristen, da sie eben begründet sind.
      Das einzige, was man einschränken will, sind Arbeitsverträge, die sagen: "Du bist nur für das nächste halbe Jahr angestellt und dann schauen wir mal, ob wir dich verlängern, weil wenn nicht ist das viel einfacher, als dich zu kündigen." Und darauf läuft es effektiv hinaus.

      Vynn schrieb:

      Das ist ein Witz. Und dann sehe ich diese Menschen, die zu faul zum Arbeiten sind (denn nur um die geht es mir) und die sollen jeden Monat fürs Nichtstun 1050 Euro erhalten. Ich gehe 40 Stunden die Woche arbeiten und habe netto nicht einmal das doppelte raus.
      Hierzu habe ich mehrere Gedanken. Prinzipiell hast du natürlich in vielen Punkten nicht Unrecht. (Ich habe übrigens nur diesen Ausschnitt zitiert, weil der Abschnitt zum Thema BGE sonst zu lang gewesen ist für ein Zitat).

      Allerdings sollte man ein paar Sachen bedenken:
      • Erst einmal muss man sehen, dass Politik auf Kompromisse aufbaut oder das zumindest sollte. Entsprechend sind drastische Änderungen einer Seite idealer Weise etwas höher gegriffen, als man es selbst für Umsetzbar hält, um sich "herunter handeln zu lassen". Wovon hier auch erst einmal auszugehen ist. Sprich: Selbst wenn eine Partei 1050€ BGE für ausnahmslos alle verlangt, ist die (nicht wirklich) realistische Annahme wohl eher in Richtung "Vielleicht kriegen wir noch 700€ raus" gesetzt. Nicht wirklich realistisch, weil es aktuell ohnehin keine Mehrheit bekommen wird - es geht letzten Endes darum, das Gespräch in die Richtung zu steuern.
      • Natürlich gibt es chronisch faule Menschen, die wirklich nur rumhängen. Aber sollte man auch bedenken, dass diese die Ausnahme sind, da Selbstverwirklichung eben etwas ist, nach dem die meisten Menschen streben. Und anstatt zu sagen: "Wenn du nicht arbeitest, lebe mal weiter am Existenzminimum", wäre es vielleicht intelligenter zu sehen, anders zur Arbeit zu "motivieren".
      • BGE würde bedeuten, dass auch derjenige, der für nicht mal 2000 Netto 40Std/w arbeitet, den etwaigen BGE Betrag hinzu bekommen würde.
      • Wie @HappyBoy sagte, würden auch Kinder BGE bekommen
      • Natürlich gibt es im Moment noch kein gutes Finanzierungsmodell - aber darum geht es effektiv auch nicht, da sich niemand wirklich der Illusion hingibt, dass es auch nur eine Chance gibt, dass der aktuelle BGE Vorschlag umgesetzt werden könnte. Es geht eher darum, die Diskussion in die Richtung zu lenken - da eine gewisse Notwendigkeit besteht, etwas gegen die zunehmende Armut im Land zu unternehmen.
      Persönlich denke ich: Irgendein BGE Modell wird auf Dauer (aka innerhalb der nächsten - KA - 20, 30 Jahre) notwendig werden. Stichwort Automatisierung. Und genau wegen dieser "Aber wer soll das bezahlen" Frage, sollte man zumindest zusehen, dass man eine entsprechende Diskussion jetzt anfängt, anstelle davon, es bei dringender Notwendigkeit dann irgendwie übers Knie zu brechen.


      Vynn schrieb:

      Es überwiegen bisher jedoch die Aspekte, die ich kritisch sehe (keine klaren Klimaziele, dieses leicht ominös umschriebene Bürgergeld, stellenweise Zulassung genmanipulierter Pflanzen, ...). Überhaupt werden Umweltaspekte die mir wichtig sind nicht bis kaum thematisiert (Schadstoffausstoß, Massentierhaltung, Stromerzeugung) was dann widerum für die Grünen spricht.
      Ich gebe offen zu, dass ich nachwievor nicht verstehe, was für prinzipielle Probleme Leute mit genmanipulierten Pflanzen haben. Menschen haben technisch gesehen seit Jahrtausenden Pflanzen genmanipuliert und machen es nun nur effizienter. o.o

      Ich sehe ein großes Problem in den Ideen auf diese Pflanzen dann Patente zu haben und gar - a la Mosanto - anzukommen und zu sagen "deine Pflanzen wurden von meinen Pflanzen bestäubt, also gib mir Geld oder das daraus gewonnene Saatgut". Allerdings sehe ich damit wirtschaftliche Probleme - das Problem aber nicht mit dem genmanipulierten Produkt selbst.

      Vynn schrieb:

      Du hast Recht wenn du sagst dass in der Vergangenheit einiges in der FDP bescheiden gelaufen ist, dennoch sind wir in der Gegenwart und ich bin noch immer der Meinung, dass die Menschen aus Fehlern lernen. Also gehe ich vom Ist-Zustand der Parteien aus, was anderes bleibt einem auch kaum übrig.
      Nun, ich sehe den Ist-Zustand der FDP auch sehr kritisch. Vor allem, weil die FDP Politik des freien Marktes bekannter Weise dazu führt, dass die Schneide zwischen Arm und Reich deutlich größer wird.
      Ich sehe auch ein kritisches Problem darin, dass die FDP effektiv gerne einen freien Markt für das Gesundheitswesen hätte, Firmen prinzipiell deregulieren will und ganz heimlich auch von einem freien Markt für Bildung träumt (die Eltern sollen ja am besten - laut FDP - selbst für die Bildung ihrer Kinder bezahlen oder zumindest zuzahlen). Auch werden da die guten alten Märchen der "Trickle Down Economics" erzählt, deren versuchte Umsetzung bisher Situationen nicht verbessert hat - jedenfalls nicht ohne gleichzeitig auch massive Staatsausgaben durchzuführen, um die Konjunktur anzuheizen.

      Von einigen deutlich rechten Neigungen und etwaigen "Na ja, Klimawandel ist ja nicht so kritisch" Aussagen abgesehen, sehe ich allein die "wirtschaftsfreundliche" Haltung der FDP als äußerst kritisch.

      Man sollte vielleicht eines bedenken: Die FDP möchte, alles in allem, was Wirtschaft angeht, gerne Verhältnisse, wie die USA sie haben/hatten/die Republikaner sie gerne wieder haben wollen. Sprich: Einen soweit irgendwie möglich deregulierten Markt, mit weniger gesetzlichen Regelungen (nicht nur was Monopole etc. angeht, sondern auch bzgl solcher Kleinigkeiten wie Lebensmittelgüte bei den entsprechenden Herstellern). Einen komplett freien Wettbewerb im Gesundheitswesen (was einfach nicht funktionieren kann). Möglichst auch einen "Wettbewerb" bzgl. Bildung mit Selbstbeteiligung der Schüler/ihrer Familien. Selbiges z.B. auch im Bereich der Pflege, wo sie zwar davon reden, dass wir mehr Pflegestellen brauchen, aber effektiv auch von der Philisophie "Der Markt wird es schon richten" ausgehen. Auch vom sozialen Wohnungsbau soll es noch weniger geben, als ohnehin schon, und Mieten sollen (natürlich) ebenfalls noch weiter dereguliert werden.

      Entsprechend ist die FDP natürlich nicht für einen Umfangreichen Klimaschutz, da Klimaschutz bedeuten würde, entsprechend Firmen zu regulieren - und genau das wollen sie.

      Und ja, die FDP verlangt elternunabhängige Ausbildungsförderung, nur wie viel das bei einem frei(er)en Bildungsmarkt bringen würde...

      Und ja, natürlich sind auch sicher oft auch höher gegriffene Forderungen, als sie am Ende Umsetzbar wären. Allerdings sehe ich bei einigen der Forderungen der FDP auch nur einen metaphorischen Millimeter in der von der FDP angestrebten Richtung als zu viel an.

      Und weil ich dahingehend gerade recht wirr in meiner Ausdrucksweise bin - packe ich auch noch zwei Videos dahin. Es sei dazu gesagt: Ich bin bei den beiden YouTubern in vielerlei Hinsicht auch etwas misstrauisch. Aber... Bzgl FDP gebe ich ihnen Recht.


      Pieces [Kurzgeschichtensammlung]

      Pomaika'i ma ahi [Fantasy à la Hawai'i]
    • Alaiya schrieb:

      Persönlich denke ich: Irgendein BGE Modell wird auf Dauer (aka innerhalb der nächsten - KA - 20, 30 Jahre) notwendig werden. Stichwort Automatisierung. Und genau wegen dieser "Aber wer soll das bezahlen" Frage, sollte man zumindest zusehen, dass man eine entsprechende Diskussion jetzt anfängt, anstelle davon, es bei dringender Notwendigkeit dann irgendwie übers Knie zu brechen.
      Das ist ein guter Punkt, den man bei der Diskussion um ein BGE immer hervorheben sollte. Man muss sich die Situation vor Augen führen, vor die wir gegenwärtig stehen: wir beklagen, dass durch die Digitalisierung zunehmend Arbeitsplätze verloren gehen. Wir beklagen also, dass uns in Zukunft Computer und Maschinen Arbeit abnehmen werden. Statt Arbeitslosigkeit als Errungenschaft zu begreifen, was sie de facto ist, betrachten wir sie als Bedrohung unserer Arbeitsgesellschaft. Es wird diskutiert, wie man - sinnlose! - Arbeitsplätze erhalten kann, anstatt die Digitalisierung als Chance zu begreifen, einen uralten Menschheitstraum wahr werden zu lassen, nämlich dass uns Computer und Maschinen die Arbeit abnehmen.

      Es muss kein BGE-Modell sein, aber etwas wird sich in Zukunft in diese Richtung entwickeln müssen. Ob wir wollen oder nicht. Der Sozialstaat wird auf Dauer die Arbeitslosigkeit, die durch die Digitalisierung ausgelöst wird, nicht verkraften können. Und wenn der Sozialstaat zusammenbricht wird es auch mit dem sozialen Frieden zu Ende gehen und eine Änderung möglicherweise gewaltsam herbeigeführt. Kurzfristig wäre die Einführung eines BGE aber natürlich nicht realisierbar und überaus sinnlos (wieso soll z.B. ein Millionär ein BGE bekommen?), auch das sollte man sich bei dieser Diskussion immer vor Augen führen.
    • Leviator schrieb:

      wieso soll z.B. ein Millionär ein BGE bekommen?
      Weil das "B" für bedingungslos steht. Würde man an der Stelle wieder anfangen irgendwelche Bedingungen festzulegen, würde das wieder mit Verwaltungskram einhergehen, jeder müsste angeben, was er an Geld besitzt usw. Genau das will man ja aber komplett vermeiden. Übrigens gibts Kindergeld auch dann, wenn die Eltern Millionäre sind, von daher ist könnte man das eigentlich als ersten Schritt in diese Richtung bezeichnen.

      Per aspera ad astra!
      Momentan kein Partneravatar mit Missy!
    • Edex schrieb:

      Grenzkontrollen ja, aber nur vorübergehend wenn die Lage zugespitzt ist. Ding ist, die Lage kann zu jeden Zeitpunkt brenzig sein und es ist ein Grundrecht, dass jeden Bürger Ordnung und Recht zusteht und durch offene Grenzen geht Ordnung verloren. Illegale Menschen, Illegalle Drogendealer, Falschgeld, Verbotene Pflanzen, Sachgegenstände usw.. werden alles über die Grenzen transportiert und die meisten von uns bekommen es nicht mit. Aber wenn es zu spät ist und die örtliche Zeitung erstattet darüber Bericht, erst dann fragt man sich wie man das auch verhindern könnte oder besser gesagt wie man besser davor schützen kann.
      Dazu hab ich bereits genug geschrieben gehabt. Aber so wie du das schreibst, könnte man ja schon fast davon ausgehen, dass alles schlechte nur von außerhalb der Grenzen kommt xD

      Edex schrieb:

      Schengen war eine gute Idee, man kann schnell über die Länder bereisen, aber Schengen bedeutet auch mehr Risiko für Gefahren. Für Gefährder, Verbrecher wurde das Leben auch vereinfacht, nicht nur für die standardmäßigen Touristen. Es hat eine helle und eine dunkle Seite.
      Wie geschrieben, es geht um die Verhältnismäßigkeit. Du kannst überall, selbst in Privathaushalten, Überwachungskameras aufstellen, erschwert das Leben für Verbrecher sicherlich auch. Du kannst auch Grenzkontrollen an den Grenzen der Bundesländer einführen, noch mehr Sicherheit. Es gibt wichtigeres als absolute Sicherheit und Schengen bietet viele Vorteile.

      Edex schrieb:

      Und es ist auch Sicherheit wenn an den Außengrenzen kontrolliert wird. Ein Beispiel, du kommst vom Urlaub aus dem Ausland zurück und du hast etwas mitgenommen, was Du als Schön oder Besonderes hälst. Dein Bringsel ist hier aber verboten, mit Schengen kommst du völlig unbewusst, dass du ein Gesetzverbrecher bist rein.
      Es sollte schwer möglich sein, etwas verbotenes nach Deutschland mitzunehmen, ohne dass man davon weiß oder man nicht einfach selbst schuld ist, dass man es nicht weiß. Oder zumindest macht es mit oder ohne Schengen auch keinen Unterschied. Wenn du bei der Grenzkontrolle damit erwischt wirst, hast du genauso große Probleme. Eine Gefahr für die Allgemeinheit entsteht durch unabsichtliches mitnehmen solcher Dinge meist nicht, demnach ist es auch egal, wenn es über die Grenze geht. Für die Probleme, die man dann selbst eventuell bekommen kann, ist man selbst verantwortlich, denn so kompliziert und unterschiedlich sind die Regeln nicht, als dass es einfach so passieren könnte, dass man was unabsichtlich mitnimmt, was illegal ist.

      Edex schrieb:

      Wir müssen uns die Frage stellen, am Besten per Volksentscheidung was uns wichtiger ist. Schengen, freier uneingeschränker Zugang zu den Außengrenzen oder Schengen fallen lassen und an der Grenze von Grenzdienst sicher konrolliert werden. Was ist uns mehr wert? Schneller, freier Übergang oder Sicherer, kontrollierter Übergang?
      Ist zwar ’ne völlig andere Diskussion, aber das ist auch einer der Gründe, warum ich Volkentscheidungen eher skeptisch gegenüber gestellt bin. Die Menschen verfallen zu leicht in Panik, glauben in der Folge an nicht vorhande Sicherheit, lassen sich zu leicht beeinflussen, verlieren dabei vieles andere aus dem Blickwinkel, dessen Tragweite sie manchmal gar nicht so wirklich begreifen, usw. Soll jetzt nicht heißen, dass ich alle für dumm halte oder so, aber hab da halt trotzdem Bedenken. Besonders in der aktuellen SItuation mit den Flüchtlingen glaube ich auch nicht, dass eine wirklich sachliche und objektive Debatte möglich wäre darüber.

      Edex schrieb:

      Das Kontrollorgan ist der Bundestag. Also die Gremien. Wie besser zusammenarbeiten in der EU?
      Versteh den Satz mit dem Kontrollorgan immer noch nicht so ganz, aber egal xD.

      Besser Zusammenarbeit in der EU sollte durch eine bessere Zusammenarbeit in den Behörden möglich sein, durch gemeinsame Datenbanken, schnelleres weiterleiten von Information, Regelungen für die gesamte EU, wann z.B. jemand in die Datenbank aufgenommen werden soll, dies sind zumindest die Dinge, die mir grad einfallen.

      Edex schrieb:

      Es war aber schon klar, dass ein Ansturm von Flüchtlingen nach Europa vorauszusehen war. Man hätte zuerst einen gemeinsamen Plan aufstellen sollen bevor man den Ersten aufnahm.
      Nein, man hätte einen gemeinsamen Plan aufstellen sollen, bevor sich der erste auf den Weg gemacht hat. Die Aufnahme selbst war kein Fehler und aus rechtlicher und humaner Sicht notwendig.

      Edex schrieb:

      Die Oststaaten sind da pessimistischer, da muss man Kompromisse finden. Wenn es wirklich nicht anders geht, sollte man den Austritt aus der EU in Erwägung ziehen. Ist ja auch nicht richtig wenn alle mitmachen, außer ein paar Oststaaten. Aber trotzdem bekommen die Oststaaten die gleiche Unterstützung wie jedes Land.
      Wenn die Oststaaten sich nicht zusammenreißen wollen, bin ich stark für zumindest eine Kürzung der EU-Gelder für die betreffenden Länder. Aber da ist die EU einfach zu sehr auf inneren Frieden und Konsens getrimmt und eh recht machtlos, aber mal schauen, vielleicht ergibt sich da doch noch was, aber es wäre nicht ganz so einfach.

      Edex schrieb:

      Wenn die Obergrenze erreicht ist kommt keiner rein, auch nicht zum prüfen. Es wird in dem Land überprüft, wo man gerade befindet. Richtig wäre wenn man vor den Außengrenzen der EU so Auffangbereiche errichtet, wo Flüchtlinge hinkommen und erstmal geprüft sind, ob Papiere dabei sind oder halt. Wenn einer was verloren hat, muss er/sie bei der zuständigen Behörde anrufen, wo man die Papiere bekommen hat. Ich kann auch nicht im Ausland ohne Personalausweis und sonstige Unterlagen reisen. Spätestens wenn ich mich nachweisen muss bekomme ich den Ärger. Zurück zum Auffangbereich. Wenn die Kriterien erfüllt sind wird geschaut in welche Länder der EU noch nicht die Obergrenze erreicht ist, ist eins gefunden, dann musst diese Land die Flüchtlinge aufnehmen auch Ungarn. Ist überall die Obergrenze erreicht kommt der Flüchtling in eine Warteliste. Die Warteliste wird nach der Reihenfolge des Anmeldedatums registriert. Zwischenzeitlich ist dem Flüchtling jederzeit frei den Aufangbereich zu verlassen um zum Beispiel zurück zur Heimat zu gehen, dann verrällt aber der Status in der Warteliste. Im Auffangbereich sollten Flüchtlinge bestensfalls immer aufhalten können. Es muss mit direkter Arbeit der EU und der Länder, die an der Außengrenze der EU stehen. Die Auffangbereiche müssen den Status als sicher haben. Versorgung muss gegeben sein. Oberste Priorität hat aber, dass die Flüchtlinge wieder sorgenlos zurück in ihr Land können und erst garnicht nach Europa müssen.
      Niemanden rein zu lassen, auch mit Warteliste, wenn die Obergrenze erreicht ist, würde gegen Recht verstoßen, aber ich will mich nicht wiederholen.
      Also es gibt ja durchaus die Flüchtlings-Hotspots in Griechenland und Italien, wo die Flüchtlinge registriert und überprüft werden sollen, doch sind diese einfach überlastet. Du kannst nicht eben mal aus dem Nichts eine Unterbringung für hunderttausend Flüchtlinge herbeizaubern und auch noch die Versorgung dieser regeln.
      Italien und Griechenland haben halt auch so schon Probleme, aber ich will sie nicht aus der Verantwortung ziehen, auch da läuft einiges falsch.
      Frankreich hatte ja aber durchaus Pläne angestoßen direkt in Libyen schon Hotspots zu errichten, ist dann aber schnell wieder zurückgerudert. Denn dazu ist einfach die Sicherheitslage in dem Land viel zu schlecht.
      Grundsätzlich wäre solche Hotspots sicherlich keine schlechte Idee, nur bleibt es dabei, dass man auch weiterhin Flüchtlinge außerhalb dieser Hotspots aufnehmen müsste, die versuchen nach Europa zu kommen. Oder man bringt sie einfach direkt in die Hotspots, nur wie bereits geschrieben, ergeben sich dann schon noch Probleme hinsichtlich der Versorgung und Unterbringung. Dies lässt sich weitaus besser in EU-Ländern regeln, auch wenn da wahrscheinlich es schwieriger ist, nicht anerkannte Asylbewerber abzuschieben. Auch hängt dabei viel davon ab, wie sehr die Länder mit der EU zusammenarbeiten wollen und auch wie sicher sie sind, um so was aufzubauen.

      Was die Papiere angeht, sollte niemand nur aufgrund dessen benachteiligt werden, dass er keine hat. Gibt viele Möglichkeiten, warum sie verloren gegangen sein könnten, in vielen Ländern brauchen sie auch einfach keine und müssen nicht wie bei uns einen Ausweis besitzen. Und bei der zuständigen Behörde anrufen, wird nicht funktionieren, wenn die möglicherweise sogar schon weggebombt wurde xD. Man muss versuchen auf andere Art und Weise die Herkunft des Asylbewerbers festzustellen, z.B. über die Sprache oder allgemeine Fragen zum Herkunftsland, wenn tatsächlich Zweifel bestehen, ob der Flüchtling aus dem Land kommt, das er angibt. Keine Papiere dabei zu haben sollte jedoch, wie bereits geschrieben, nicht zum Nachteil der Flüchtlinge ausgelegt werden. Die Flüchtlinge fliehen und reisen nicht.

      Edex schrieb:

      Würdest du die gleiche Argumentation anwenden, wenn die EU zum Beispiel beschließt, dass Englisch in der EU die Hauptsprache wird? Gibt ja dann auch Vorteile, imnerhalb der EU für EU Bewohner bräuchten keine Sprachkursen mehr. Fernsehschauen aus anderen Ländern ist kein Problem mehr mitzuverfolgen und das ohne Übersetzung.
      In der EU wird eh meist Englisch, Französisch oder auch Deutsch gesprochen für eine bessere Verständigung. Und klar würde es Vorteile bringen, offizielle Dokumente nicht mehr in 24 unterschiedliche Sprachen übersetzen zu müssen, aber Sprache lässt sich nicht so leicht verdrängen. Der Vergleich ist auch nicht wirklich treffend. Denn Sprache gehört wohl tatsächlich mit zu den wichtigsten kulturellen Unterschieden, natürlich will man sich davon nicht trennen, im Gegensatz zu vielleicht anderen Konzepten, die weniger allgegenwärtig oder direkt greifbar sind oder erfahren werden.
      Es ist ja aber nicht nur ein Umstand in der EU alleine, gibt ja sehr viele Länder mit mehreren Sprachen, auch innerhalb der EU.
      Allgemein wäre es aber sicherlich zumindest gut, wenn die Bildungseinrichtigungen der verschiedenen Länder mehr den Erwerb von Fremdsprachen, insbesondere Englisch, fördern würden. Nicht nur im Hinblick auf die EU, sondern auch allgemein, z.B. wenn man auf die Wirtschaft und die Kommunikation mit internationalen Geschäftspartnern blickt oder man z.B. das Internet betrachtet und die Möglichkeit dort Wissen aus der ganzen Welt zu lesen oder mit Leuten aus den unterschiedlichsten Ländern zu kommunizieren.

      Generell hab ich jedoch nicht wirklich was gegen Englisch als alleinige Amtssprache, auch wenn es etwas komisch wäre, da Großbritannien die EU ja nun verlässt und das einzige Land mit Englisch war.

      Aber privat oder auch in kleinerem Raum, der auch so groß sein kann wie Deutschland, Österreich und die anderen deutschsprachigen Länder oder Teile von Ländern, wird es wohl immer verschiedene Sprachen geben und die negativen Folgen oder Unannehmlichkeiten davon halten sich begrenzt.

      Edex schrieb:

      Ganztagsschulen finde ich falsch, so müssen Schüler in der Freizeit kürzer treten und können viele Vereinsaktivitäten nicht ausüben. Bei Schulen sollte man erstmal bundesweit die Sommerferien von 6 auf 4 Wochen verringern um den Kinder die bessereMöglichkeit zu geben, dem Stoff den man gelernt hat besser im Kopf behält. 6 Wochen ist zu viel, 4 Wochen reicht völlig aus um den Sommer zu genießen. Dann kann man vielleicht überleben, ob man den Schulbegin etwas nach hinten verlegt. Also Schulbeginn so 7:00, 7:30 und 8:00. Im wöchentlichen Wechsel zum Beispiel. Mir fällt halt auf, dass es mir schwer auffiel mich an den Arbeitszeiten in meinem Beruf zu gewöhnen, da sie deutlich früher beginnen und Schule ist ja auch ein Übergang ins Berufsleben und dort sind die freien Tage geringer und die Arbeitszeiten meist länger. Ganztagsschulen sind aber falsch, weil ich der Meinung bin, dass Kinder diese Belastung im jungen Alter noch nicht gut tun. Man könnte Ganztagsschulen ab dem Abitur stufenweise einführen.
      Ganztagsschulen sollten wenn dann auch genügend Möglichkeiten bieten, um seine Freizeit zu gestalten oder auch mit Vereinen zusammenarbeiten. Man lernt da ja nicht nur ununterbrochen. Abends ist man dann ja wieder zu Hause und hat auch noch die Möglichkeit wie am auch am Wochenende zumindest etwas Freizeit zu haben, da ja auch die Hausaufgaben wegfallen sollten. Aber ja, es gibt durchaus einige berechtigte Bedenken an Ganztagsschulen, auch wenn ich dann doch dafür bin, solange sie sinnvoll und gut ausgearbeitet sind. Inwieweit dies momentan bei unsererm Bildungsangebot der Fall ist, weiß ich aber ehrlich gesagt nicht mal.

      Weiß nicht, ob es so viel Unterschied beim Erinnern des Schulstoffes macht, ob es nun 4 oder 6 Wochen sind. Da würde ich eher für die mehr freie Zeit für die Schüler sprechen.

      Äh, nach hinten oder nach vorne? Weil du sprichst von nach hinten, schreibst dann aber was von 7 Uhr. Ich denke, eine Verschiebung nach hinten wäre sicher gar nicht so verkehrt. Gerade ältere Schüler, die abends länger aufbleiben sind morgens einfach sehr übermüdet. Eine Verschiebung wäre dagegen völlig kontraproduktiv. Denn bei dir mag es auch vielleicht sein, dass deine Arbeitszeit viel früher begannen, aber das ist ja auch vom Beruf abhängig. Ich halte da generell auch den Übergang in die Zeiten im Beruf nicht ganz so wichtig, wie vernünftige Zeiten, um sicherzustellen, dass Schüler nicht übermüdet und lernfähig sind. Und einfach den Schülern zu sagen, dass sie früher schlafen sollen, funktioniert nicht, da so die eigene innere Uhr nicht funktioniert.
      Ein wöchentlicher Wechsel des Schulbeginns wäre auch nicht gut, kontinuität ist recht wichtig und gut für den menschlichen Schlafrhythmus.

      Ganztagsschulen nur ab der Oberstufe ist nicht wirklich sinnvoll. Zum einen geht es bei den Schulen ja auch, dass Kinder, deren Eltern arbeiten sind, eine Unterbringung haben, wo sich auch um sie gekümmert wird, was bei 16-jährigen nicht mehr wirklich notwendig ist. Zum anderen ist man wie Bastet bereits schrieb, eh schon sehr lange in der Schule.

      Edex schrieb:

      Beim Rest bin ich mit Dir der Meinung. Ich verstehe sehr schlecht Englisch, deshalb weiß ich nicht so wirklich worum es in dem Video geht. Aber das Argument mit der Verhütung..wer ein Kind will verhütet nicht. Oder willst du daran festmachen, dass viele Kinder, die zur Zeit, wo es keine Kondome gab als "Es war ein Fehler" geboren wurden?
      Zusammengefasst: Es gab ein Experiment, wo man Mäusen eine perfekte Umgebung zum Leben bereitsgestellt hat. Nachdem sich die Mäuse anfänglich noch vermehrt haben, hat dies irgendwann nachgelassen, bis sie im Grunde gar keine Nachkommen mehr bekommen haben und somit praktisch ausgestorben sind.

      Ah, ich würde es so nicht ausdrücken wollen. Eher so, dass man einfach kein Kind geplant hatte. Heißt ja nicht, dass man sich dann nicht doch darüber freuen kann oder in manchen Fällen wohl tatsächlich auch nicht, aber ich bleibe lieber bei der positiveren Variante. :D

      Edex schrieb:

      Eine Quote wieviel in einem Betrieb automatisiert sein darf fände ich angebracht. Immer wird gesagt, dass wo Arbeitsplätze wegfallen entstehen wo Anders neue Arbeitsplätze. Was meinen die damit genau? Wenn bei VW im Getriebebau 1000 Leute arbeiten und die fallen weg, wo entstehen dann 1000 neue Arbeitsplätze? 1000 Bediener an Automatisierungsgeräten? Ämm wo ist da der Sinn von Industrie 4.0? Es ist die Freiheit, dass Menschen auch keine anspruchsvollen Arbeiten ausüben. Wenn das Ziel ist, dass jeder nur noch Arbeiten ausüben soll, wo man studiert haben muss, dann wird es viele Abgehängte geben. Ich sehe auch die Digitalisierung kritisch. Auch hier stellt sich die Frage der Sicherheit, Datensicherheit.
      Woran willst du so eine Quote festmachen, für was soll sie gelten, für was nicht usw. Auch würde damit vorsätzlich gegen neue Technologien und eine Weiterentwicklung der Gesellschaft und Menschheit vorgegangen werden. Das könnte unseren aktuellen Wohlstand stark gefährden. Gerade die deutsche Wirtschaft, die so stark an Exporten hängt, würde damit nicht klar kommen.

      Das Problem ist ja, dass eben nicht 1000 neue Arbeitsplätze entstehen, sondern weniger. Sie entstehen dort, wo die Roboter gebaut und die Software dazu entwickelt wird. Das Video, das Alaiya gepostet hat, ist dazu ganz interessant, kannst es dir ja mal anschauen. Ist zwar auch auf Englisch, hat aber auch deutsche Untertitel.

      Na ja, da Informatikstudium und -ausbildung wird sicherlich immer mehr an Bedeutung gewinnen, macht es ja jetzt schon, aber es wird auch sicherlich noch Jobs geben, die nicht automatisiert sind oder nur von Uni-Absolventen ausgeübt werden können. Aber diese werden abnehmen und dies ist in der Tat ein Problem. Die Bildung sollte verbessert werden mit mehr Fokus auf Informatik, aber dies wird das Problem insgesamt nicht lösen.
      Im verlinkten Video war glaube ich ein Grundeinkommen als Möglichkeit vorgeschlagen worde, wenn ich mich richtig erinnere. Dann wäre jemand zumindest nicht mehr auf das Geld angewiesen und wenn er arbeiten wollte, könnte er auch Jobs machen, die sich eigentlich nicht rentieren würden. Aber ob das so auch funktionieren würde, ist natürlich eine andere Sache, im Moment noch seh ich jedenfalls absolut keinen Weg für ein bedingungsloses Grundeinkommen, das würde derzeit, denke ich, nicht funktionieren. Aber es kann eine Möglichkeit für später sein.

      Der Sinn an Industrie 4.0 ist doch einfach, höhere Effizienz und mehr Gewinn für die Unternehmen und gleichzeitig aber auch eine Erhöhung unseres Wohlstandes durch neue und bezahlbare Technologien. So funktioniert halt auch Kapitalismus.

      Und Digitalisierung ist äußerst praktisch und hilfreich oder anderweitig nützlich und öffnet den Weg zu ganz neuen Dingen. Natürlich muss dabei auch die Datensicherheit und der Schutz vor Hackerangriffen berücksichtigt werden und auch aktiv in diese Richtung entwickelt werden. Gerade bei möglichen Technologien für die Zukunft ist ein ausreichender Schutz vor Hackerangriffen absolut notwendig. Dies kann zum Beispiel durch abgeschlossene Systeme möglich sein. Aber für Digitalisierung generell sollte man schon aufgeschlossen sein, ich meine, immerhin können wir auch nur dank des Internets jetzt gerade miteinander schreiben. xD

      Edex schrieb:

      Macht die Sache nicht besser, weil diese junge Männer ihre Familie Zuhause ließen. Wertschätzung der Familie ist bei vielen Flüchtlingen nicht so ausgeprägt. 200.000 bis 300.000 klingen wenig. Wer kann denn wirklich vorraussagen wieviele am Ende letzendlich doch nachkommen? Die Familien der Flüchtlingen werden nicht so klein wie der Deutschen sein.
      Sind ja auch nur die direkten Angehörigen, also Eltern und Kinder, und nicht jeder wird seine Familie nachholen wollen. Ist aber auch möglich, dass die Zahl zu niedrig angesetzt ist, ist ja nur eine Schätzung.
      Und ide Reise nach Europa ist für Flüchtlinge auch sehr gefährlich, anstregend und teuer. Da gibt es schon durchaus nachvollziehbare Gründe, warum man lieber den jungen Mann in der Familie vorschickt oder dieser seine Familie erst mal zurücklässt.

      Edex schrieb:

      Um von sich selbst einen besseren Eindruck hinterlassen, deshalb tun das viele Firmen. Wenn dann noch in der örtlichen Zeitung darüber berichtet wird, kommt es einfach besser an als wenn man bessere qualifizierte Deutsche als Auszubildene einstellt.
      Fraglich, ob das was mit der Realität am Arbeitsmarkt zu tun hat.


      Edex schrieb:



      Wenn das für Dich auch dazu hört. Na dann, ich verwende diese Wortwahl nicht.

      In andere Länder werden sogar Dialekte wiederbelebt. Keltische Sprachen zum Beispiel.
      Das ist natürlich extra übertrieben dargestellt, weil es lustig sein soll, aber wie bereits geschrieben, Sprache entwickelt sich, du kannst so was nicht verhindern.


      QueFueMejor schrieb:

      Noch viel interessanter fand ich allerdings, dass einzig Christian Lindner verstanden hatte, wie man der AfD effektiv begegnen kann. Während mancher in der Runde gern Nazivorwürfe hervorbrachte, hat er das Programm hinterfragt. Da bleibt nicht viel. Ein paar Allgemeinplätze, aber nichts konkretes. Der Versuch das mit "junge Partei" wegzuwischen, wurde korrekt von Lindner gekontert: War die AfD etwa vier Jahre lang nur mit internen Streitigkeiten beschäftigt, statt sich mit sinnvollen Programm auseinanderzusetzen? Oder mit Provokationen für Aufmerksamkeit?
      Ich bin zwar jetzt auch kein besonders großer Fan von der FDP und man kann sich sicherlich über die Modell-Wahlplakate von Lindner und dass er quasi alleine für die Partei steht, lustig machen, aber ich muss zugeben, Lindner macht das gut. Er wirkt symphatisch, sachlich, und redet auch so, verleiht der Politiklandschaft ein junges Gesicht, das auch noch mit Fokus auf Bildung und Digitales untermauert wird, und sichert sich bei alldem auch noch Stimmen von Flüchtlingskritikern, denen der Umgang bei den anderen Parteien mit diesem Problem zu lasch ist, aber nicht AfD wählen wollen.

      Edex schrieb:

      Heutzutage bekommen die Menschen immer später ihr erstes Kind, was ich nicht gut finde. Frauen sollen entscheiden, ob für sie die Karriere wichtiger ist oder die eigene Familie. Beides geht auch, aber mit Einschränkungen.
      Besser als wenn junge Frauen in ihren zehnern oder Anfang 20 schon Kinder bekommen, aber keine ausreichende berufliche Basis haben, um sie zu versorgen. Ich sehe das Problem nicht wirklich, wenn man erst später Kinder bekommt. Möglich, dass es dann eine gewise alterbedingte Distanz zwischen Eltern und Kinder geben kann, aber dass diese nicht zu groß wird, das regelt eh schon die Biologie. Nicht, dass ich jetzt damit sagen will, dass es wirklich sicher wäre, dass dies negativ ist, das weiß ich nicht.

      Und wenn Frauen sich entscheiden müssen zwischen Karriere und Kind, führt das nur dazu, dass noch weniger Kinder geboren werden. Und Frauen haben es sicherlich auch lieber, wenn sie beides haben können^^. Dies alles könnte auch zu einem Rückschritt in der Gesellschaft führen in Bezug auf die Rolle der Frau.


      Edex schrieb:

      Die Frau hätte genauso gut nach Europa gehen können und auch Männer können auf die Kinder aufpassen. Bei den Flüchtlingen hat der Mann eine höhere Wert als die Frau, natürlich. Da gehen tausende Flüchtlinge nach Europa, aber nur Männer. Es reicht wenn der Staat dies annimmt.
      Männer haben halt auch eine bessere Physis und sind seltener Opfer von sexuellem Missbrauch, da macht es schon Sinn, dass die die Reise antreten. Auch sind die Flüchtlinge wohl auch meist traditioneller eingestellt, da wäre es ein Unding, die Frau auf so eine gefährliche Reise zu schicken, während man selbst zu Hause bleibt.

      Edex schrieb:

      Die deutschen Soldaten haben ja auch gedient, das Problem ist nur, dass sie es zu spät wussten, dass Hitler sie nur entlarvt hat. Wenn man in der damaligen Gesellschaft groß wurde kannte man nichts Anderes als nationalsozialistisches Gedankengut und für viele war Hitler der Heilbringer. Gab den Menschen Mut und Hoffnung. Die Soldaten haben hier genauso gedient, wie die Engländer, Amerikaner usw.. alle haben ihre Arbeit getan. Gauland sagt das, weil Deutschland in der Welt wenn es um Kriegsverbrechen geht einen schlechten Ruf hat und bis heute nennt man in anderen Ländern uns Nazis. Gauland möchte halt auch, dass das Gute aus der deutschen Geschichte mehr in Erscheinung gebracht wird und nicht nur den 2. Weltkrieg. Es bringt ja auch nichts wenn die Deutschen im Geschichtsunterricht über uns selbst schämen müssen.
      Ich schließe mich hier im Grunde bereits anderen hier an. Die deutschen Soldaten hab nichts geleistet, worauf man stolz sein könnte. Dass wofür sie gekämpft haben war falsch. Dies unterscheidet sie auch von den Engländern oder den Amis.

      Natürlich sollte man die deutschen Soldaten nicht verurteilen dafür, solange sie nicht selbst aktiv an grausamen Verbechen beteiligt waren. Die Menschen dachten ja wirklich, dass sie auf der richtigen Seite stehen, oder wurden dazu gezwungen. Ersteres ist zwar naiv aus heutiger Sicht oder hatte durchaus was damit zu tun, dass man der Nazi-Ideologie nicht vollständig abgeneigt war, aber es ist auch schwer sich in damalige Soldaten reinzuversetzen. Leicht hatten es die sicherlich auch nicht immer und es gab sicherlich viele Gründe, als Soldat tätig zu sein, sei es aus Angst vor Hitler oder um die Familie zu ernähren.

      Ich bin auch dafür, dass man der Nazi-Zeit nicht immer ewig hinterherhängen sollte und bei jeder Gelegenheit darauf hinweisen, was für schlimme Taten, schon längst gestorbene Leute getan haben. Dies gilt für ausländische Länder, aber auch etwas für Deutschland selbst. Natürlich sollte die Aufbereitung der Geschehnisse ein wichtig bleiben, aber die Deutschen von heute haben keinen Grund sich für damals schuldig zu fühlen. Doch relativieren oder verharmlosen oder sogar verherrlichen sollte man das Nazi-Regime in keinster Weise.

      Beim Geschichtsuntericht soll es auch nicht darum gehen, dass Deutsche sich schuldig fühlen, sondern dass man die Geschehnisse so sehr durchgeht, damit so was nie wieder passieren kann.


      Edex schrieb:

      Dass die AfD noch kein Rentenkonzept hat müsste jeder wissen. Wurde schon dutzend mal gesagt. Auch ein Lindner müsste es wissen. Ich denke, dass die Programmkommision der AfD noch nicht am Ende ist. Lange hatte man überhaupt kein Parteiprogramm, das war ja wesentlich seltsamer.(…)
      Mit Lindner kann es im Bundestag schon lustig werden. Er behauptet viel, aber ist die FDP wirklich anders geworden?
      Weißt denn jemand wie die Sitzverteilung aussehen wird? Immer wird um mögliche Koalitionen geredet, aber nicht wer wo sitzt. Weil neben der AfD will keiner sitzen.

      Von rechts nach links

      AfD FDP CDU/CSU SPD Grüne Linke
      AfD CDU/CSU FDP SPD Grüne Linke

      oder wie wird es aussehen?
      Es ist halt Wahlkampf und dass die AfD bei einem so wichtigen Thema wie der Rentenpolitik noch kein eindeutiges Konzept hat, bietet eben gute und berechtigte Angriffsfläche, die andere Parteien gerne nutzen. Allgemein wird mir bei der AfD zu sehr der Fokus auf die Flüchtlingspolitik gelegt, dabei ist die Liste an Dingen, die man ihrem Wahlprogramm angreifen könnte, lang.

      Lindners Äußerungen, dass die FDP sich neu erfunden hätte oder ähnliches, sind einfach nur Wahlkampf mehr nicht. Natürlich entwickeln sich Parteien im Laufe der Zeit weiter und verändern sich, aber nicht grundlegend innerhalb von nur 4 Jahren.

      Na ja, wo wer sitzt, ist eigentlich völlig egal. Aber von rechts nach links wird es wohl so aussehen: AFD - FDP - CDU/CSU - Grüne - SPD - Linke

      Alaiya schrieb:

      Die Sache für mich ist halt, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich sagen würde, dass unser Wirtschaftssystem "recht gut" funktioniert. Ich meine: Klar. Der Wirtschaft selbst geht es gut und damit geht es Deutschland als Land auch finanziell ziemlich gut. Aber: Der Anteil der in Armut lebenden und armutsgefährdeten Deutschen ist so hoch wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr und steigt tendenziell.
      Sicher, es ist natürlich eine andere Frage, ob man dafür nun direkt BGE einführen sollte, oder anders vorgehen muss. Doch alles in allem muss definitiv etwas passieren - finde ich zumindest - um dieser Entwicklung entgegen zu wirken.
      Ja, ich wäre auch dafür, dass man tatsächlich was gegen Armut macht und nicht nur die damit kleinredet wie die CDU, dass es uns so gut wie noch nie geht.
      Dagegen sollte man zuerst versuchen mit kleineren Maßnahmen dagegen zu wirken, eine solch extreme im Umfang von z.B. einem BGE würde ich bedenklich finden und erst dann in Erwägung ziehen, wenn es tatsächlich nicht anders geht. Also Erhöhung der Steuern für Reiche und dann Entlastung für Ärmere könnte helfen, natürlich immer im Blick dabei, keine Arbeitsplätze oder die Auswanderung von Reichen zu gefährden. Und damit meine ich wirklich Reiche, die Grünen reden z.B. von einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes ab 100.000, das ist mehr als genug Geld, finde ich. Aber auch andere weitere kleinere Änderungen bei Steuersachen und andere Programme können helfen. Da gibt es ja durchaus mehrer Vorschläge von verschiedenen Parteien. Auch wenn ich, wenn einem die Armut in Deutschland besorgt, lieber einen Bogen um die FDP oder die CDU/CSU machen würde.

      Fakt ist halt, dass bisher noch niemand ein wirklich besseres Wirtschaftssystem gefunden hat, als das, was wir momentan haben.
    • Das BGE wird aus meiner Sicht niemals praxisfähig sein. Mag sein, dass es irgendwann notwendig ist, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass das BGE als wirkliches BGE (bedingungsloses Grundeinkommen) funktionieren wird.


      Gucky schrieb:

      Weil das "B" für bedingungslos steht. Würde man an der Stelle wieder anfangen irgendwelche Bedingungen festzulegen, würde das wieder mit Verwaltungskram einhergehen, jeder müsste angeben, was er an Geld besitzt usw. Genau das will man ja aber komplett vermeiden.
      Genau das ist das Problem, was ich sehe. Dieser Wille, dass man es vermeiden will. Das auch wirklich zu vermeiden, halte ich für unmöglich und utopisch, zumindest in der Form, in der das BGE definiert ist.

      Das Problem ist die Herkunft des Geldes. Kommt das Geld vom Staat, muss der Statt das Geld auch wieder irgendwo rein bekommen. Sonst geht der Staat pleite. 82 Millionen Einwohner, man geht von einem BGE von 1.000 € aus (wenn nicht, mehr), sind wir bereits bei 82 Milliarden, dann wird das BGE jeden Monat gezahlt, sind wir bei einer Billion jährlich. Vergesst es, niemals wird das klappen, wenn das komplett vom Staat kommt. Dann zahlen wir wieder mehr Steuern und im Endeffekt haben wir vom BGE nichts.

      Kommt das BGE vom Arbeitgeber (zumindest im Falle von berufstätigen Personen) wird es dieser sich zweimal überlegen, ob er sein Personal nicht doch langfristig gegen Maschinen ersetzt. Und dann ist die Arbeitslosenquote umso höher. Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass das Problem der Arbeitslosenquote nicht durch die Einführung des BGE behoben werden kann.

      Das BGE wird nicht als BGE funktionieren. Man muss das Wort bedingungslos weglassen. Ein Millionär braucht kein bedingungsloses Grundeinkommen. Ein Berufstätiger, der mit seiner Arbeit so viel Geld verdient, dass er seinen Lebensunterhalt gut finanzieren kann, seine Familie ernähren kann und noch etwas übrig behält für Kultur- und Luxusbedürfnisse, benötigt auch kein BGE.

      Aktuell sehe ich keinen Grund, das BGE einzuführen. Ich gehöre auch zu denen, die mit der Lohnverteilung größenteils zufrieden sind bzw. keine realistische Möglichkeit sehen, diese drastisch zu erhöhen. Natürlich kann man überall etwas verbessern, man sollte auch überall etwas verbessern, damit die Schere zwischen "arm" und "reich" nicht weiter auseinander geht. Allerdings muss man das von zwei Seiten betrachten. Würde man jetzt zum Beispiel den Mindestlohn drastisch erhöhen wollen, muss man damit rechnen, dass gerade Industrieunternehmen komplett auf Maschinen statt menschliches Personal umstellen, da sie die Personalkosten nicht stemmen können, was eine höhe Arbeitslosenquote zur Folge hat.
      Daher halte ich das BGE sowie starke Mindestlohnerhöhungen allgemein für ziemlich schwierig, wenn nicht, sogar undenkbar, zumindets zum aktuellen Zeitpunkt.

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    • Firebird97 schrieb:

      Generell hab ich jedoch nicht wirklich was gegen Englisch als alleinige Amtssprache, auch wenn es etwas komisch wäre, da Großbritannien die EU ja nun verlässt und das einzige Land mit Englisch war.
      Das ist ja egal. Selbst, wenn GB die EU nicht verlassen würde (Irland ist übrigens noch da XD), würde man es ja nicht für GB tun.
      Man sucht eben nach einer gemeinsamen Grundlage und Englisch ist die Bestmögliche. Man muss einfach Grundlagenkenntnisse vorraussetzen, da man es eben nicht jedem Einzelnen Recht machen kann. Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit kostenlose oder billige Kurse anzubieten, was ja auch vom AMS und anderen Institutionen getan werden wird. Grundlagen in einer, der eigenen sehr ähnlichen, Sprache sind ja nicht so schwer zu erlernen.
      Viele Länder bekommen ihre Serie auch nur auf Englisch synchronisiert oder eben amerikanische Filme und Serien in OV, was uns auch nicht geschadet hätte btw. ^^

      Firebird97 schrieb:

      Äh, nach hinten oder nach vorne? Weil du sprichst von nach hinten, schreibst dann aber was von 7 Uhr. Ich denke, eine Verschiebung nach hinten wäre sicher gar nicht so verkehrt. Gerade ältere Schüler, die abends länger aufbleiben sind morgens einfach sehr übermüdet. Eine Verschiebung wäre dagegen völlig kontraproduktiv.
      7 Uhr wäre überhaupt ein Wahnsinn. XD

      Firebird97 schrieb:

      Besser als wenn junge Frauen in ihren zehnern oder Anfang 20 schon Kinder bekommen, aber keine ausreichende berufliche Basis haben, um sie zu versorgen. Ich sehe das Problem nicht wirklich, wenn man erst später Kinder bekommt. Möglich, dass es dann eine gewise alterbedingte Distanz zwischen Eltern und Kinder geben kann, aber dass diese nicht zu groß wird, das regelt eh schon die Biologie. Nicht, dass ich jetzt damit sagen will, dass es wirklich sicher wäre, dass dies negativ ist, das weiß ich nicht.

      Und wenn Frauen sich entscheiden müssen zwischen Karriere und Kind, führt das nur dazu, dass noch weniger Kinder geboren werden. Und Frauen haben es sicherlich auch lieber, wenn sie beides haben können^^. Dies alles könnte auch zu einem Rückschritt in der Gesellschaft führen in Bezug auf die Rolle der Frau.
      Das würde ich so nichtmal sagen. Solange du die Entscheidung frei und von dir aus treffen kannst, ist da nichts Sozialpolitisches daran. Das wird es erst, wenn man zu der ein oder anderen Entscheidung direkt oder indirekt durch die Umstände gezwungen wird.


      EDIT

      Edex schrieb:

      Heutzutage bekommen die Menschen immer später ihr erstes Kind, was ich nicht gut finde. Frauen sollen entscheiden, ob für sie die Karriere wichtiger ist oder die eigene Familie. Beides geht auch, aber mit Einschränkungen.
      Wieso eigentlich nur Frauen? XD
      Wieso ist es bei Männern selbstverständlich, dass sich beides bestens vereinbaren lässt? Weil dann alles an der Frau in deiner Vorstellung hängenbleibt oder wie lol?
      Die Chroniken Johtos - Buch 1: Marionetten Eine Welt, die unter dem ständigen Machtbestreben der Menschen leidet. Dazu ein Dieb, der Sohn eines Mafiabosses und all diejenigen, die ihnen wichtig sind oder werden - sie sollen das Unvermeidbare aufhalten. (OCs & Canon Charas, BL & het.)
      AMVs

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