Sunakis Anekdoten präsentiert eine Digimonstory: Tres vicios nobles

    • Fandom
    • Sunakis Anekdoten präsentiert eine Digimonstory: Tres vicios nobles

      Ich heiße euch willkommen zu meiner neuen Fanfiction.
      Wie man am Titel unschwer erkennen kann, geht es diesmal um ein Geschichte zum Thema Digimon. Um genau zu sein handelt es sich um eine Story die an die Welt von Digimon Tamers angelehnt ist. Weiterhin greift sie Handlungsstränge aus der Digimonfanfiction von @Alaiya auf und spielt somit quasi im selben Serienuniversum, nur 3 Jahre später. Es werden allerdings keine Charaktere aus ihrer Handlung vorkommen und man sollte die Handlung bitte nicht als Teil ihres Canons ansehen. Ich bedanke mich hierbei sehr für die Erlaubnis ihre Vorgeschichte nutzen zu dürfen und hoffe daraus eine würdige Handlung geschaffen zu haben.
      Die Schwerpunkte liegen dieses Mal vor allem auf Mystery, Abenteuer und vielleicht Krimi, vielleicht aber auch nicht.
      Was kann man über das Projekt sagen? Anders als meine letzte Geschichte, ist diese hier sehr kurz gehalten und ich denke das hat ihr sehr gut getan. Außerdem ist das der erste Projekttitel der mir wirklich sehr gut gefällt. Aber ich komme besser zum Punkt.
      Jedes neue Kapitel wird in der Startpost eingefügt und erscheinen ein, zweimal die Woche.
      Für diejenigen, die Alaiyas Digimon Alpha Generation noch nicht gelesen haben lasse ich einen Link da und für diejenigen die sofort in die Handlung starten wollen, fasse ich nochmal alles Wesentliche zusammen.

      Alaiyas Arbeit. Digimon Alpha Generation
      Kurzzusammenfassung:
      Spoiler anzeigen
      Einer Vision folgend greifen die sieben großen Dämonenkönige die reale Welt an. Sie erscheinen in allen sieben Winkeln der Erde und führen dort ihre Armeen in die Schlacht gegen die Menschheit. Tamer aus allen Kontinenten verbünden sich um sie gemeinsam zu vertreiben, doch selbst nach ihrem großen Sieg bleibt es nicht ruhig. Die amerikanische Regierung sieht in den Datenwesen ein zu hohes Risiko und zwingt die einstigen Schöpfer der Digimon einen zweiten D-Reaper zu erstellen, der die digitale Welt vollständig auslöschen soll. Der Prozess ist unaufhaltbar und so verbünden sich Alaiyas Helden und die alten Tamer, um die digitale Welt vor dem Vernichtungsprogramm zu retten. Während dieser Zeit werden die Tamer mehrfach unterstützt von Alice McCoy, einem Mädchen aus der Originalserie das sich mit einem seltsamen Engelsdigimon eingelassen hat.




      Tres vicios nobles

      Kapitel 1/7: Eine stolze Aufgabe, eine unbändige Lebenslust, Ein wütender Blick.
      Spoiler anzeigen

      Wir befinden uns in irgendeiner mittelgroßen Stadt in Deutschland. Ein Mädchen läuft durch die Straßen. Es ist gerade erst aufgestandenund wischt sich eine Müdigkeitsträne aus dem Gesicht. Da gerade eine nahe Turmuhr zwölf schlägt, fürchtet sie, zu spät zur Arbeit zu kommen. Es wäre ja nicht das erste Mal in ihrem Leben. Dabei ist sie schon 26, weshalb auch die Bezeichnung "Mädchen" nicht ganz auf sie passt. Dennoch kann man sagen, dass sich in ihrer Erscheinung immer noch sehr viel Jugendliches wiederfindet. Mit ihrem rundlichen Gesicht, ihrer recht knapp ausfallenden Körpergröße von gerade einmal einssechzig und ihren schönen, dunklen Kniestrümpfen würde sie an ihren guten Tagen als Oberschülerin durchgehen.
      Hinter ihr kommt eine schwarze Katze dazu die auf sie zustäuert und die freudig zwischen ihren Beinen herumspringt und sie damit mehrmals fast zum Straucheln bringt.
      Auf ihrem Weg kommt die Frau an einer Seitengasse vorbei. Dort nimmt sie etwas aus den Augenwinkeln wahr und stoppt. Kurz darauf fängt etwas in ihrer Tasche an zu leuchten.
      Die schwarze Katze, welche ihr folgte, setzt sich neben sie und wartet.
      Das Mädchen fasst sich entnervt auf den Kopf und seufzt. "Keuch, ich komm heute wieder zu spät, oder? Die Mutter wird sich ärgern."
      Sie tritt näher in das Nebelfeld heran, das sich vor ihr erstreckt und packt das Ding aus, das aus ihrer Tasche heraus geleuchtet hat.
      Die Augen der Katze folgten den Schritten des Mädchens. Dann stößt sie sich vom Boden ab und folgt ihm mit einem weiten Sprung.

      Die junge Frau lässt einmal kurz ihre Fingern durch ihre kurzen braunen Haare gleiten, während sie ihren Blick auf das Etwas in ihrer Hand konzentriert.
      "Dann schauen wir mal. Gorimon, ein Adultlevel, das kriegen wir schnell hin."
      Als sie näher kommt, dreht sich alles um sie herum. Die Umgebung verschwimmt zu einem Porträt aus Wassermalfarben, das vom Regen verwischt wird.
      Um sie herum wachsen plötzlich überall riesige Wolkenkratzer wie Pflanzen aus dem Boden heraus, die im dämmrigen Licht wie Silber funkeln.
      Auf einem der Wolkenkratzer erspäht sie einen großen weißen Gorilla, ihr Zielobjekt.
      "Bist du bereit Lust?" Die zweite Stimme gibt sich als die, der schwarzen Katze zu erkennen. Sie springt vor ihre Partnerin und richtet ihr Klaue in Richtung des Zielobjekts. Mit einem kurzen Lächeln versichert das Mädchen seine Bereitschaft. "Lass uns Spaß haben"
      Sie zieht zwei Karten aus einem Set, das sie in einer separaten Klappe in ihrer Tasche aufbewahrt, heraus und zieht sie durch den Kartenschlitz ihres D-Powers. "Double Cardslash! Ikkakumons Horn und Dokugumons Faden!"
      Augenblicklich wachsen die drei schwarzen Klauen der Katze und werden größer. Sie verwandeln sich in Geschosse die pfeifend wie Silvesterraketen durch die Luft sausen, um den großen Kerl runterzuholen.
      Sie schlagen nur wenige Zentimeter über Gorimon ein und lassen ihn den Halt verlieren. Es versucht noch, neuen Halt zu finden, aber seine Arme befinden sich längst frei in der Luft.
      Genau darauf hat Black Tailmon gewartet. Es rennt auf seinen Gegner zu und greift es in der Luft an. Da wo es sich nicht ausreichend bewegen kann, ist es ein leichtes Ziel für den Fadenangriff von Dokugumon. Wie in einer Zwangsjacke verschnürt fällt das große Biest und bricht durch den Asphalt, wo sich sein Körper tief in die Erde gräbt. Übrig bleibt ein großes Loch im Asphalt.
      Doch noch ist es nicht vorbei. Mühsam kämpft sich das Monster auf seine Beine und brüllt. Als das animalische Brüllen in der Häuserschlucht wiederhallt, scheint weniger ein Affe, als eine Bestie vor ihnen zu stehen.
      Während das Ungeheuer brüllt, sammelt es all seine Stärke. Stück für Stück treten seine Muskeln hervor, zeichnen sich deutlich unter seinem Fell ab.. All die Anstrengung bringt einige Fäden zum Reißen. So lockern sich die übrigen und als er seine Spannung löst, rutschen die restlichen Fäden von seinem Körper. Mit schwerem Atem und unbändiger Wut in den Augen sieht es zu seinem Gegner hinüber. Doch es kommt nicht dazu sich zu rächen, ehe die kleine Katze bereits in die Luft springt und mit seiner krallenbesetzten Faust dem großen Gorilla einen Schlag direkt ins Gesicht versetzt. "Neko Punch"
      Der Koloss wankt, fällt aber nicht und gibt seinem Gegner seinerseits einen starken Faustschlag mit auf den Weg.
      Black Tailmon wird ein paar Meter weit durch die Luft geworfen, ehe es eine unsanfte Landung auf dem Beton macht. Als es sich wieder aufrappelt, ist der Abdruck des Schlages noch deutlich auf ihrer Backe zu erkennen. Die nächsten paar Sekunden schlagen sie wild auf einander ein. Immer wieder versucht Gorillamon einen Treffer zu landen, doch jedes Mal weicht das kleinere Wesen im letzten Moment aus, duckt sich oder kontert mit seinen Neko Punch Angriffen.
      Die Tamerin Lust blickt während dieser Auseinandersetzung angestrengt zu einem der beiden kämpfenden Digimon.
      Aber nicht zu ihrem Partner, sondern zu Gorillamon, welches immer stärker zu schwitzen beginnt. Plötzlich treffen sich ihr und Black Tailmons Blick, sie verstehen einander und sie zieht eine neue Karte durch den Schlitz. "Cardslash, Offense Plug-In N!"
      Bedrohlich hebt Gorimon die Kanone an seinem linken Arm, doch zielte es damit nicht auf Black Tailmon. Stattdessen wandte sich die Kanone dem Mädchen zu, das noch immer das D-Power in der Hand hielt.
      Black Tailmon machte sich zum Sprung bereit. Es stieß sich vom Boden ab. Mit Schwung trifft es den Arm und lenkt damit den Strahl, der im selben Moment aus dem Ende der Kanone abgefeuert wird, um. Er trifft ein Gebäude vielleicht drei Meter von der jungen Frau entfernt und reißt es in Stücke.
      Frei über dem Gesicht schwebend nutzt Tailmon nun seine vergrößerte Kraft für einen letzten "Neko Punch!". Gorimon verliert das Gleichgewicht und kippt rückwärts über. Noch während es fällt, lösen sich einzelne rötlich leuchtende Partikel aus seinem Körper. Mehr und mehr zerfällt sein Körper, bis schließlich - kaum das er auf dem Boden aufgeschlagen ist - nur noch jene seltsamen leuchtenden Staubkörner, Datenstaub geblieben sind. Für einen Moment schweben sie in der Luft, ehe sie sich verfärben und von Tailmon eingesogen werden.
      Ihre Methode war gut und sicher. Selbst die Fäden eines Dokugumon enthalten Gift mit einem lähmenden Effekt. Der Nahkampf sollte ausloten, ab wann sie einen guten Treffer landen konnten. Als es dann endlich soweit war, maximierte seine Tamerin dessen ganze Stärke auf Kosten der Verteidigung, um den letzten Treffer zu landen. Hätte das Timing nicht gestimmt, wäre ein Treffer in diesem Zustand fatal geworden, aber Tailmon hat ihre Tamerin gut ausgebildet und nach Jahren der Zusammenarbeit, sind sie ein gutes Team geworden.

      Als sich die Welt im Nebel noch nicht auflöst, werden sie misstrauisch. Sie schaut nochmal auf ihr D-Power, wird aber von einem lauten Geräusch abgelenkt. Eine ausfahrbare Bühne steigt aus einem Schacht empor und ein paar Bunt leuchtende Scheinwerfer leuchten ihr mitten ins Gesicht. Auf der Bühne erscheint ein Etemon. Sie schaut nun auf ihr D-Power und erkennt die Daten.
      Ziemlich beleidigt bläht sie ihre Backen auf wie einen Luftballon, während ihr Partner erklärt was los ist.
      "Das ist klug. Das Perfekt hat sich hinter dem Adult versteckt." Ihre Partnerin hat zwar nicht kapiert was sie meint, seufzt aber laut und streckt das Gerät in die Luft.

      In einer ganz anderen Gegend, aber in derselben Stadt macht ein junger Polizist einen privaten Rundgang durch die Stadt. Weil er gerade Mittagspause macht, hat er genug Zeit, sich über einige Dinge Gedanken zu machen. Wrath selbst ist drei Jahre jünger als sie.
      Er hat Lust noch nicht persönlich getroffen, hat aber von einem Vorgesetzten erfahren, dass noch eine andere Tamerin in der Stadt ist und aktiv mitjagt.
      Ihm ist auch eigentlich egal wer sie ist, denn er gibt sich nicht mit Amateuren ab. So ist er ganz bei sich, während er alleine an den Geschäften in der Innenstadt vorbeischlendert. Wobei, das stimmt nicht ganz. Jemand ist bei ihm, jemand der immer bei ihm war, seit er vor zweieinhalb Jahren von Japan hierher zog. Eine kleines rotes Ding, nicht größer als ein neugeborenes Kätzchen.
      Das Kätzchen flüstert ihm Dinge ins Ohr. "Kopf hoch, jedes mal wenn sich die Datenebene ungewöhnlich verhält, ist es eine Chance für uns, oder nicht?"
      Er hat schon recht. Dennoch antwortet er nicht, sondern lässt seinen faden Blickt über die Schaufenster schweifen. Sein Partner ist das schon gewohnt und lässt ihn in Ruhe.
      Er war wie viele Japaner ein großer Fan der deutschen Kultur und wollte deshalb schon lange einwandern. Aber er fand, dass er noch etwas zu jung war und wartete deshalb noch etwas. Nun ist er also hier, aber ist er glücklich damit? Nicht wirklich, denn sein Umzug wurde von einem wenig schönem Ereignis überschattet. Vor fast drei Jahren erschienen die sieben great Demonlords wie aus dem Nichts und griffen sie ohne ersichtlichen Grund an.
      Jeder Demonlord erschien auf einem anderen Kontinent und jeder von ihnen brachte eine eigene Armee mit sich. Es war eine Armee; eine Armee die nur zu einem Zweck existierte: die Menschheit auszulöschen. Er war damals dabei, aber zu dem Zeitpunkt hatte er noch keinen Digimonpartner, er wünschte sich, das wäre anders gewesen. Denn dann hätte er vielleicht, nein ganz sicher etwas tun können. Seine damalige Freundin wurde von einem Goburimon mit einem Keulenhieb schwer am Hinterkopf verletzt. Sie überlebte, aber ihr Hirn hatte Schaden genommen und ist danach nicht mehr ansprechbar.
      Zuerst kam er sie noch besuchen, aber mit jedem Monat, jedem Tag und jeder Stunde wurde es schwerer und schwerer. Es änderte sich nichts. Manchmal wünschte er sich, sie würde einfach sterben, nur um sich kurz darauf dafür zu schämen.
      Am Ende konnte er es nicht mehr ertrage und verließ sie und um nicht mehr an sie erinnert zu werden, zog er um. Vor zwei Wochen erhielt er nun diese Anfrage von der Regierung. Scheinbar geht irgendetwas sehr seltsames in beiden Welten ab. Innerhalb von nur zehn Tagen sind zwei Tamer und ihre Partnerdigimon gestorben, beide Deutsche. Und in Österreich, nicht sehr weit entfernt von der Grenze, wurde ebenfalls ein Tamer tot aufgefunden. Sein D-Power zerschmettert. Das komische ist nur, wenn sie bei ihrer Jagd von Wilden getötet wurden, wo sind dann diese Wilde? Außerdem: Auch wenn der Job gefährlich ist, ist es doch ungewöhnlich, dass gleich drei Tamer innerhalb weniger Wochen gestorben sind. Steckt etwa ein anderer Tamer dahinter? Es wäre eh nur eine Frage der Zeit bis einer von ihnen durchdreht und anfängt sich für Gott zu halten.
      Die kleine Katze nähert sich seinem Ohr und flüstert ihm wieder etwas zu. Nichts, woran er nicht selbst gedacht hätte.
      Sie sagte "Denkst du ein anderer Tamer könnte dahinter stecken?"
      Auch wenn die Katze es sich nicht ansehen lässt, sorgt sie sich. Nicht nur um seinen Partner, sondern auch um etwas anderes.
      Sein Partner hat durch seine Kontakte mit der Regierung den Auftrag erhalten die Todesfälle zu untersuchen, aber dieser Regierungsbeamte hat noch etwas gesagt und gerade das lässt ihn erschaudern. Er schaut zu seinem Partner, der Augenkontakt zu vermeiden versucht. Von ihm kann er kein echtes Mitleid erhalten. Eine wertlose Information, denkt er.
      Zur selben Zeit, wie die vermeintliche Mordserie begann, fand auch in der digitalen Welt ein Artensterben statt.

      In einer Welt zwischen den Welten, im Internet. Die Ebene besteht aus einer grünen Fläche und einer Reihe aus grünen Linien, die ein Feld aus Rechtecke bilden. Zwei riesige gepanzerte Kolosse durchstreifen auf ihren Weg die freie Landschaft.
      Bis ein Engel sie aufhält. Keiner von den dreien verschwendet Zeit durch Worte.
      Der Kampf ist kurz aber heftig. Der Engel erzeugt ein Kreuz aus Planeten ähnlichen Gebilden und feuert es auf die beiden. Sie setzten ihre schattenhaften Kräfte dagegen ein und nehmen den Engel damit von beiden Seiten in die Zange. Er versucht ihren Bewegungen zu folgen, doch ihre flinken Sprünge sind zu schnell für seine Augen. Ehe er es verhindern kann, wird er von ihren Schwertern in die Seite geschnitten und stürzt durch das Datenfeld hinab auf die digitale Welt, während sich die beiden schattenhaften Formen aufmachen zur Welt der Menschen.



      Kapitel 2/7: Knuffig und Fluffig.

      Spoiler anzeigen
      Sie ist etwas schmutzig geworden, aber schlussendlich hat sie es doch bis zur Arbeit geschafft. Als sie die Eingangstür öffnet, betritt sie ein großes Haus. Von da aus geht sie gleich in den Pausenraum, wo sie ihre Tasche abstellt, während Black Tailmon einem ihrer Kolleginnen entgegen spring die gerade einen Kaffee trinkt und sich dabei eine Streicheleinheit abgreift. Der Pausenraum besteht aus einem Tisch mit ein paar Stühlen, einem Kleiderständer und einem Kühlschrank, sowie einer Küche mit Spülbecken und einer Kaffeemaschine. Der Raum ist klein und etwas düster, aber sauber und wird ordentlich gehalten, außer wenn sie mal wieder dran ist mit putzen. Bevor sie ihre pummelige Kollegin verlässt, um sich auf ihrem Zimmer zurechtmacht, tauscht sie noch ein paar kurze Worte über ihren Alltag aus.
      Sie steigt eine kleine Holztreppe hoch, wo ihr ein angenehmer Hauch von Parfum entgegenschlägt und dann den Flur entlang bis zum vorletzten Zimmer. Dort angekommen hat sie in ihrer Kommode alles eingerichtet. Sie setzt sich kurz vor dem Spiegel und bessert ihr
      Make up und den Lidschatten aus und bemerkt dass ihr Lipgloss auch aufgefrischt werden könnte. Als sie sich aufs Bett setzt pickst sie plötzlich etwas von hinten in den Rücken. Sie quietscht laut, fährt auf und stürzt kopfüber auf den Teppich. Sie schaut auf und blickt auf Tailmon, das sich unbemerkt aufs Zimmer geschlichen hat. Sie rappelt sich wieder auf und überprüft, ob ihr Make up verwischt wurde, während Tailmon kichert.
      "Du bist so leicht zu erschrecken." Auf ihren Spiegel konzentriert entgegnet sie aber.
      "Ach Wuschel, wie oft denn noch, ich will dich nicht dabei haben, wenn ich arbeite." Tailmon zuckt mit den Schultern.
      "Das ist ein Menschending, sagtest du. Du hasts mir zwar erklärt, aber ich verstehe trotzdem nicht, warum ich dabei stören soll."
      Ihre Partnerin ist nun wieder fertig, schnappt sich ein paar Sachen und legt sie aufs Bett.
      "Bleib einfach draußen, OK? Dann kriegst du nachher auch ein Eis." Sie nimmt Black Tailmon und setzt es aufs Bett und krault es einmal. Wenn sie erwartet hat, ihren Partner damit zu bestechen, hat sie die Wirkung verfehlt. Das kleine Fellknäuel guckt sie nur mit halb geöffneten Augen enttäuschten an, rollt sich vom Bett und landet weich auf dem Teppich, wo es kurz liegenbleibt und sich dann aufrappelt um in Richtung der Tür zu gehen.
      "So was klappt vielleicht bei dir." Beim hinausgehen ruft sie ihr hinterher, sie soll nicht so neugierig sein. Tailmon kennt diesen Rat schon zur genüge und hört nicht weiter zu, während sie wie gewöhnlich Zeit mit den Mädchen im Pausenraum verbringt. Leider ist da die meiste Zeit auch kaum einer. Lust hingegen macht sich für Gesellschaft bereit. Sie zieht sich um, zieht ihre Nylons aus und dafür Netzstrümpfe an und verstaut ihre anderen Klamotten in der Kommode neben ihrem Bett. Damit ist sie soweit fertig und braucht nur noch auf den ersten Kunden zu warten.

      In der digitalen Welt, irgendwo in einer Steppenregion befinden sich das Engeldigimon in einem Gespräch mit einem Menschen.
      Die Gegend ist sehr flach und nur wenige Felsenformationen ragen heraus, ein paar Duskballs fliegen halb verloren durch den Sand und sonnst heben sich nur noch ein paar wenige getarnte Jagamon vom trostlosen Rest der Umgebung ab.
      Der Engel unterhält sich angeregt mit dem ziemlich blassen Mädchen das eine blaue Filzjacke trägt. "Sie sind durchgekommen und das sogar ziemlich leicht."
      Auf diese Aussage hin wartet er auf eine Reaktion, doch das Mädchen starrt nur geistesabwesend vor sich hin.
      "Es war doch deine Idee, in der Internetebene zu bleiben und aufzupassen, damit keine anderen Digimon mehr in die andere Welt kommen können, oder? Beunruhigt dich das dann gar nicht?"
      Das Mädchen fährt mit ihren Fingerspitzen durch ihr langes rabenschwarzes Haar und streicht es sanft zur Seite. "Doch."
      "Aber?" Das Lucemon wird ungeduldig. "Hört mal, es könnte sein, dass ich sie beide nicht alleine händeln kann. Da..." es zögert kurz.
      "Da draußen gibt es so einige starke Tamer und ich bin mir sicher, wenn wir uns mit ihnen zusammen tun, können wir sie gemeinsam in den Griff bekommen." Die Antwort kommt diesmal prompt und wie aus der Pistole geschossen. "Nein!" faucht sie.
      Lucemons fährt ärgerlich mit dem Finger über die Lippen. Dann kratz er sich kurz am Kopf und versucht es nochmal.
      "Seufz, jedes Mal, wenn ich versuche mit dem Thema anzufangen..."
      "Dann lass es." Das Mädchen schaut ihn an. Sie hat den Kopf gesenkt und schaut nur mit dem Augen zu ihm hoch.
      Sie wirkt niedlich, aber auch traurig. "Versuchst du sie zu beschützen?"
      Sie antwortet nicht, aber ihre Nägel bohren sich in ihre Handinnenfläche.
      Lucemon gibt auf und wirft ihr dabei einen mitleidigen Blick zu.
      "Gehen wir Pride? Es wäre besser wenn wir schnell zurück sind."
      Lucemon fängt an zu schweben und reicht ihr die Hand, um sie mitzunehmen. Seine Auseinandersetzung mit den beiden Riesen hat keine bleibenden Verletzungen hinterlassen wie Pride erleichtert zur Kenntnis nimmt, als sie seinen Körper nocheinmal begutachtet. Ihr Partner ist sehr klein und auf dem Childlevel, aber bisher ist ihr noch nie ein Digimon begegnet, das auch nur im Ansatz mit ihm mithalten konnte. Wenn Lucemon also so schwer geschlagen wurde, dass es in die digitale Welt zurückgeworfen wurde, muss es sich um etwas großes handeln.

      11 Uhr 15. Einige der Mädels machen sich wieder fertig, Lust ist auch dabei. Auch ein langer Arbeitstag muss einmal enden.
      Sie zieht sich um und trifft sich dann mit ein paar anderen Kolleginnen im Pausenraum, wo sie noch eine Weile mit allen anderen tratscht, bevor es weiter geht. Die meisten ihrer Kolleginnen kennt sie schon seit Jahren. Einige von ihnen haben auch schon versucht sich eine andere Arbeit zu suchen, aber die meisten sind schnell wieder zurückgekommen. Nicht weil man bei dem Job so unglaublich rentabel wäre. Die Mieten für die Zimmer sind eigentlich ziemlich happig und man muss immer noch irgendwie seine tägliche Quote schaffen, sonnst ist man im dümmsten Fall am Ende des Tages im Minus.
      Das Problem liegt eher an den Arbeitszeiten. Nicht nur das man sein eigener Chef ist, etwas was viele erst zu schätzen wissen, wenn sie es nicht mehr sind, die Arbeit beginnt für sie größtenteils wenn andere Schlafen und umgekehrt.
      Die wenigsten Mädchen schaffen den zeitlichen Umstieg. Sie selbst hat nie ans Aufhören gedacht, sie war schon mit 19 Jahren dabei. Und sie kann zufrieden sein, alles in allem.
      Es ist natürlich immer noch Arbeit, harte Arbeit, aber es ist eine gute Arbeit. Und man kann viele gute Anekdoten aufschnappen, die man später seinen Freundinnen erzählen kann. Ihr ist mal ein 16 Jähriger begegnet der mit dem Pass seines Bruders reinkommen wollte und ein paar mal kamen auch Frauen zu ihr, was ihr auch ganz gut gefallen hat.
      Eine Freundin von ihr hatte schon einen Pfarrer und den Vater des besten Freundes ihres Jüngsten.

      Na, aber sie kann nicht ewig in Erinnerungen schwelgen, sie muss heute noch los um einkaufen zu gehen. Sie schnappt sich Tailmon und zischt ab.
      "Wenn tollpatschige Mädchen niedlich sind, muss sie ja gut ankommen, bei den Männern. Sie hat nämlich ihre Tasche vergessen."
      Einige vorhersehbare Minuten später hat sie ihre Tasche wieder und schaut auf ihre Einkaufszettel. Tailmon wuschelt zwischen ihren Beinen hindurch und springt auf ihre Schulter mit einem fröhlichen; "Und was machen wir heute?" auf den Lippen.
      Geplant war, dass sie ihre Wocheneinkäufe macht, dann wollte sie sich noch bei ihr zuhause mit ein paar Freundinnen treffen, zum Zocken. Ihren Freundinnen haben alle ganz normale Jobs, einige sind auch Hausfrauen, wobei sie sich gelegentlich auch mit einer ihrer Kolleginnen trifft.
      Vielleicht wird mehr als nur eine Freundschaft draus, denn sie hatte eine ganze Zeit nicht festes mehr und das wäre ihr sehr recht. Wobei das Girl ständig nur alte Lara Croft Games zocken will und alles Neue immer verteufelt.
      Sie steht eigentlich auch auf Shooter, aber na ja. Ein Tag mit ihren Freundinnen, darauf hatte sie sich eingestellt, so war der Plan.
      Aber das wird scheinbar noch etwas warten müssen.
      Eine große Wolke macht sich mitten auf dem Stadtplatz breit. Eine schlechtere Stelle hätte sich das Wilde nicht aussuchen können. Ihrem Partner zufolge ist es auch noch eine richtig große Wolke, das bedeutet meisten richtig viel Arbeit. Und dann wäre da noch dieser grimmig drein blickende Polizist, der hier absolut fehl am Platz ist.

      Sie will sich ihm näher und ihn bitten sich in Sicherheit zu bringen, auch wenn sie nicht zu Ende gedacht hat wie sie sich genau erklären sollte. Black Tailmon springt ihr hinterher und nimmt dabei Augenkontakt auf, mit der roten Katze, die auf der Schulter des Polizeibeamten hockt. Die beiden Digimon erkennen einander sofort und auch dem Polizisten ist aufgefallen, dass es sich hierbei nicht um ein gewöhnliches Kätzchen handelt.
      Er fasst sich in die Tasche und hält ihr sein D-Power direkt unter die Nase. Während ihres mit einem grünen Ring gefärbt ist, ist seines Orangefarben. "Das hier ist eine Angelegenheit für Profis, halte dich bitte aus der Sache raus." Sie zuckt zusammen. Der Kerl sieht echt übel drein. Mit seinem knochigen Zügen, macht mehr viel mehr den Eindruck eines Schlägertypen, als eines Ordnungshüters.
      Zumindest verschreckt er sie damit.

      Die Katze auf seiner Schulter flüstert ihm zur Erinnerung ins Ohr, dass er eigentlich mit dem anderen Tamer in dieser Stadt kooperieren sollte. Ohne die Antwort abzuwarten, springt er von seinem bequemen Sitzplatz und macht in der Luft ein paar Saltos.
      Dabei breitet sich sein Körper in der Luft zu voller Größe aus und sein Aussehen gleicht sich dem seiner wahren Gestalt an.
      "Du musst meinem Partner verzeihen. Er meint es nicht so, er hat nur keine Ahnung wie man mit Leuten umgeht."
      "Ist doch war, dass ihr Deutschen nichts alleine gebacken kriegt. Wir Japaner sind auch die einzigen Tamer, die das Ultimatelevel erreichen können, das sagt schon alles. Und wir sind auch die, welche die Digimon erst erschaffen haben, also mach Platz Kleines und lass einen Profi rann."
      Der Digimonpartner von Wrath, ein hochgewachsenes knallrotes Digimon wendet sich Lust zu, die erschrocken von seinem Aussehen einen Satz zurück macht. Doch der verspricht ihr nichts anzutun und flüstert ihr stattdessen etwas zu. Dann geht er ein paar Schritte zurück, während sein Partner ihm misstrauische Blicke entgegen wirft, welche dieser gekonnt ignoriert. Lust faltet die Hände zusammen und benutzt ihren besten Welpenblick. "Wäre es dann vielleicht OK, wenn ich zusehen dürfte, bitte her Schutzmann?"
      Wrath der nicht so dumm ist darauf reinzufallen, wirft Phelesmon einen giftigen Blick zu, lässt sich dann aber doch breitschlagen und erlaubt ihr, mitzukommen. Für Phelesmon eine gute Nachricht, denn sicher ist sicher. Nicht das noch etwas passiert.

      Gemeinsam schreitet also das ungleiche Duo durch den Nebel hindurch. Was erwartet sie dahinter? Das erfahrt ihr nächstes Mal.


      Kapitel 3/7: Kraftprobe

      Spoiler anzeigen
      Ein gleißendes Licht fällt auf die Ebene herab. Die Region in der sich Lucemon befindet war ein einziger Irrgarten, zusammengesetzt aus mausgrauen Burganlagen. Jetzt nachdem er fertig ist, kann man nur noch erahnen, was es mal war. Einige Digignome fliegen immer noch in der Ferne herum. Sie sind vielleicht die letzten ihrer Art. Plötzlich zuckt es zusammen.
      Hinter ihm richtet sich einer der beiden schwer verwundeten Titanen wieder auf. Es ist ein Gulfmon, doch sein rotbrauens Fell ist stark versenkt, einer seiner Arme wurde während des Kampfes abgerissen und das linke Horn fehlt. Nach ehe es wieder aufzustehen kann, bündelt Lucemon die Kraft des Lichtes in seiner Faust, die einen Lichtkegel um sie herum wirft, während seine Faust selbst in einem hellen Gelbton erstrahlt. Lucemon wirft dieses Licht auf sein Opfer, welches endgültig vergeht. "Ich lüge Pride nicht gerne an. Aber hier stimmt etwas nicht. Warum haben diese beiden die Digignome angegriffen und warum habe ich bisher so wenige von ihnen gesehen? Diese Region war doch immer voll von ihrer Art?" Lucemon macht Anstalten wegzugehen, doch ein weiterer Titan wacht auf.
      Ein Venom Vamdemon, dessen kompletter Oberkörper weggesprengt wurde zeigt nun sein zweites Gesicht. Seine Magengrube bläht sich auf und bildet eine Art zweiter Kopf, mit dem es nun mehrere tödliche Laserstrahlen der Finsternis auf Lucemon wirft. Dieses dreht sich um und weicht aus, indem es eine Kurve fliegt. Ohne seinen Gegner weiter zu beachten fliegt es durch ihn hindurch und zerstört dadurch seinen Kern, während es weiter darüber nach grübelt was hier gespielt wird.

      In Momenten wie diesen wünscht es sich, Anubimon wäre noch am Leben. Es hatte sie beide damals erst zusammengebracht. Es war gelassen, gutmütig und hatte immer einen weisen Spruch auf Lager. "Stöhn, nichts ist für die Ewigkeit bestimmt..."

      Wrath betritt just in diesem Moment mit seiner Tamerkollegin das Nebelfeld. "Pass auf, Digimon nehmen immer einen Teil ihrer eigenen Heimat mit." Lust plustert ihre Backen auf um beleidigt auszusehen. "Weiß ich doch."
      Tailmon macht sie nach und plustert ihre Backen ebenfalls auf, "Weiß sie doch."
      Seit dem Angriff von D-Reaper 2 in der digitalen Welt, ist das Leben dort deutlich schwerer geworden.
      Von Anfang an gehörten Evolution und Anpassung zu den Grundeigenschaften aller Digimon. Und so eigneten sich viele Digimon eine neue Fähigkeit an, die Fähigkeit einen Teil ihrer Heimat mit sich zu nehmen. In diesem Zwischenzustand waren sie relativ sicher bis sie ihre Materialisierung abgeschlossen hatten. Sie versteckten sich also hinter dem Neben, in ihrer eigenen kleinen Welt und warteten darauf, dass sie soweit waren. Man lässt sie besser nicht warten.

      Hinter dem Nebel beginnt es stark zu schütten. Die vier suchen Schutz hinter einem halb verwitterten Torbogen aus gelbem Gestein.
      Dieses Kampffeld wirkt düsterer als sonnst. Überall stehen verwitterte Reste von längst verschwundenen Gebäudeteilen. Auf der breiten Fläche vor ihnen stehen alle möglichen Arten von Statuen, alle ohne Kopf. Und von dem Pfad, dem sie folgen können abgesehen, ist alles, jeder Winkel von dornigen Ranken überwuchert. Ranken, die vermodertes Gestein überwachsen und doch selbst schon einen toten Eindruck hinterlassen. Alles in dieser Welt wirkt trostlos und dunkel. Phelesmon schaut in den Regen hinaus.
      "Wir sollten da lang gehen" und zeigt dabei auf einem Weg an dem viele Torbögen zum Unterstellen entlangführen.
      Tailmon nickt und fügt hinzu."Wenn wir das Wilde gefunden haben, lassen wir es zuerst angreifen."
      Dabei fällt Lust ein, dass sie noch nicht auf ihr D-Power gesehen hat. Aber als sie es hervorholt, kann sie nichts messen. Sie empfängt nur Rauschen, von Phelesmons Daten mal abgesehen. Könnte es sein, dass das Digimon wieder geflohen ist?

      Plötzlich ertönt ein Donnergrollen. Ein Blitz zuckt gleichzeitig durch die Luft und hinterlässt verbranntes Gras.
      Tailmon und Lust zucken zusammen. Phelesmon bleibt zwar ruhig und stellt sich vor sie, lässt sich aber anmerken, dass er beunruhigt ist. Als ein zweiter Blitz einschlägt, zeichnen sich für einen kurzen Moment zwei Körper im Lichte des Himmelsfeuers ab. Der Regen prasselt auf ihre Körper herab, die sich noch in einem unfertigen Zustand befinden. Lust bekommt Angst, sie hätte nicht damit gerechnet, dass sie zu zweit sind und das sie so riesengroß sein würden.

      Das ist ihre Chance, solange sie sich noch nicht fertig materialisiert haben, sind sie nicht so schwer zu besiegen. Er zieht zwei Karten aus seiner Jackentasche hervor und zieht die erste durch den Kartenschlitz. "Cardslash, Offense Plug-In B"
      Phelesmon fliegt auf die beiden gepanzerten Kolosse zu und erschafft in der Luft eine unglaubliche Menge an Dreizacke.
      Mit einer Fingerbewegung schickt er sie auf die Reise. Unzählige von ihnen fliegen auf den rechten Koloss zu, doch trotz der Zahl, genügt ein einfacher Streich mit seinem Breitschwert, um sie in alle Winde zu verteilen. Die Kraft die dahinter steckt pustet den Regen für ein paar Sekunden beiseite. Die Waffen fliegen überallhin und reißen einige der Statuen und Gemäuerreste in Stücke.
      Black Tailmon schreit daraufhin Wrath zornig an, sie hätten ausgemacht, das sie dem Digimon den ersten Angriff überlassen.
      Doch dieser kümmert sich nicht darum und zieht seine zweite Karte durch.
      "Tailmon!" Ihre Partnerin kniet sich zu ihm und hat dabei die Hände zusammengefaltet. Ihr Blick verrät eindeutig worum sie bittet.
      Die schwarze Katze kratzt sich gespielt hinterm Ohr und meint angefressen. "Schon klar, wir helfen ihnen. Wir erhöhen am besten zuerst mein Tempo."
      Das lässt sie sich nicht zweimal sagen. Während Phelesmon den starken Faustschlägen und Schwerthieben der beiden auszuweichen versucht, zieht sie eine Karten und überträgt ihre Kraft auf ihren Partner.
      "Cardslash, Highspeed Plug-In S" Black Tailmon sprintet durch die Beine des andere Riesen hindurch und springt. Es springt so hoch, dass es für einen Moment über dem Gesicht des Angreifers schwebt. "Danger Love!" Damit erzeugt Tailmon ein blasses lilafarbenes Herz in ihrer rechten Pfote und schleudert es dem Angreifer direkt ins Gesicht.
      Die Explosion schadet ihm kaum, sorgt aber dafür, dass er seinen Angriff abbricht. Der Gigant macht einen Schritt zurück. Die bloße Bewegung seines Körpers reicht bereits um den Boden unter ihm erzittern zu lassen. Gleichzeitig springt Phelesmon auf das Schwert des anderen Monsters und benutzt seinen Angriff "Black Statue", mit dem es selbst den gepanzerten Riesen auf dem er steht, innerhalb eines Augenzwinkerns in soliden Stein verwandeln kann. Einer weniger. ...Oder?
      Mit einem Wimpernschlag bricht der Stein und der Gegner ist wieder frei.
      Auf der anderen Seite, ist das andere Digimon damit beschäftigt, Tailmon auf seinem Körper mit der flachen Hand zu erschlagen, aber das katzenartige Digimon ist nach der kleinen Hilfe viel zu flink für ihn.
      Lust feuert ihren Partner an, bemerkt dann aber, dass ihr unfreiwilliger Partner sich in ganz anderer Stimmung befindet. Tollwütig wie ein bissiger Hund schreit er seinen Partner an, er solle sich mehr Mühe geben und seinen Gegner vernichten.
      "So geht das nicht weiter. Da, Cardslash, King Device!"
      Mit dieser Karte wächst Phelesmon zu beachtlicher Größe heran und kann es nun größentechnisch mit seinen Gegnern aufnehmen. Dieser bewegt sein Schwert in seine Richtung, doch Phelesmon verkeilt das Großschwert in seinen Dreizack und zwingt ihn, das Schwert los zu lassen. Nachdem er ihn erfolgreich sein Werkzeug genommen hat, schleudert er die beiden Waffen mit aller Kraft von sich weg. Sie springen einige Male und zermalmen schließlich einen weniger schwer beschädigten Torbogen, der unter den Tonnen sofort umstürzt, nur damit sie dann weiter nach hinten rutschen und schließlich zum Stillstand kommen. Aber erst nachdem sie noch ein paar Statuen und Torbögen mit sich gerissen haben. Das ohrenbetäubende Geräusch von klirrendem Metall und zersplitterndem Stein durchzuckt die Stille und übertönt das Geräusch des prasselnden Regens.

      Die beiden kämpfen weiter, nun nur noch mit bloßer Hand. Von der Kraft des jeweils anderen Eingenommen graben sich die Füße in die weiche vom Regen durchnässte Erde, immer versucht nicht den Halt zu verlieren.
      Tailmon hat inzwischen erkannt, dass es in ihrer jetzigen Form nichts ausrichten kann und teilt ihrer Partnerin mit was sie tun müssen.
      "Lust, das ist ein Ultimate! Wir kommen nicht weiter."
      Für sie stellt sich das als kein weiteres Problem heraus. Sie nimmt die benutzte Speedkarte, schließt die Augen und verwandelt sie mit ihrem Geist in eine blaue Karte. Wrath kann die Überraschung in seinem Gesichtsausdruck kaum verbergend, als er sich zu ihr umdreht.
      Er starrt sie ungläubig an, während Tailmon zeitgleich die Kraft zur Chou Shinka, der Superevolution erhält. Tailmon erstrahlt in einem grünlichen Licht, als sich sein Körper umwandelt und sich in eine menschlichen Gestalt verwandelt.
      "Tailmon, Matrix Evolution! Nocthurnemon!"
      In ihrer neuen Gestalt als Perfektdigimon ähnelt es einem weiblichen Dämon. Mit rotbraunem Fell, Hufen an den Füßen, widderähnlichen Hörnern auf dem Kopf und einem schlanken femininen Körper. Mit ihrer neuen Kraft kann sie fliegen und ist viel schneller als zuvor. Sie fliegt einem der beiden Monstern mit enormem Tempo entgegen und bereitet sich auf den Angriff vor, indem sie ihre Fäuste zusammen ballt und sie entzündet. Mit diesen bräunlich, gräulichen Flammen ausgerüstet, schreit es ihren Angriff heraus. "Walpurgisnacht!" Es schießt mehrere dieser Feuerbälle auf den Riesen, der eine Art Umhang zu Hilfe nimmt und die Angriffe damit abwehrt, ohne einen Kratzer davon zu tragen, doch aus den Flammen entstehen lilafarbene Ketten aus Energie, die sich um seinen ganzen Körper ausbreiten und ihn fest verschnüren. Lust freut sich und springt auf, um ihren Teilsieg zu feiern. Deren Feind hat aber noch lang nicht alles gegeben. Es spannt seine Muskeln ruckartig an und versucht die Ketten mit bloßer Kraft zu zerreißen. Nachdem es mit dieser Methode überprüft hat, dass es sich nicht befreien kann, benutzt es seinen eigenen Spezialangriff und erzeugt einen starken schwarzen Donner, der vom Himmel hinunterfährt, seinen ganzen Körper einhüllt und der die Ketten die ihn festhalten in Fetzen sprengt.
      Nun wo er frei ist, zögert es nicht lange. Die Blitze bilden nur für einen kurzen Moment das Aussehen eines offenen Gebisses nach, ehe sie sich als einzelner Blitz auf Nocturnemon richten und sie vor Schmerzen aufschreien lassen. Sie fällt, kann sich aber kurz bevor sie auf dem Boden aufschlägt nochmal zusammenreißen und landet mit einem Salto auf den Beinen. Für einen Moment fehlte ihr fast der Atem, doch jetzt geht es wieder.
      "Wird Zeit, dass wir es beende, denn ich habe keine Lust dass mein Fell noch weiter nass wird."
      Lust hat sich schon ernsthafte Sorgen gemacht, aber Nocturnemons kleiner Scherz beweist ihr, das alles gut wird. Sie setzt ihr breitestes Lächeln auf und nickt zustimmend. Dann wird sie wieder ernst und lässt die letzte Karte durch ihre Finger gleiten.
      Ihr Gegner ruft wieder seine schwarzen Blitze zusammen. Diese fahren in seine Hand, wo er sie ansammelt und dann gemeinsam entlädt und als strahlenförmiger Stromschlag in Richtung des viel kleineren Digimons leitet. Dieses weicht nicht aus, sondern formt mit den Händen ein Herz über ihrer Brust und feuert daraus einen gewaltigen herzförmigen Strahl ab.
      "profundo del corazón!" Der Strahl und die elektrische Energie treffen auf einander und konkurrieren einige bewegte Sekunden damit, wer zuerst die Oberhand erlangen kann. Das ist Lusts Zug, wie sie es sich vorgestellt haben, kann Nocturnemon mit der Kraft des anderen Mithalten. Also besteht keine Gefahr, wenn sie jetzt das hier spielt. Sie zieht die Karte durch den Schlitz und benutzt erneut Plug-In N, womit sie die Kraft ihres Partners stark steigert, aber die Verteidigung senkt. Mit einem solchen Vorteil gelingt es dem Dämonendigimon, langsam die Oberhand in dem Kampf zu erlangen. Es schiebt mit aller Kraft seinen Strahl weiter, bis es schließlich die Oberhand gewinnt und die immer noch unstete Datenmenge zerreißt. Der Fall verursacht ein schwaches Erdbeben, dass es den menschlichen Partnern schwer macht, sich auf den Beinen zu halten. Am Ende gelingt es ihnen dann doch irgendwie.

      "Cardslash, Boostchip!"
      Soviel zu ihr, aber auf Wraths Seite sieht es schlechter aus. Sein rein offensives Vorgehen rächt sich. Sogar so enorm vergrößert ist Phelesmon kein Gegner für ihn und auch das nächste Power up bringt nicht viel. Phelesmon röchelt und schnappt nach Luft. Sein Gegner hat seinen Kopf unter seinem Arm und seinen Torsos fest im Griff und drückt diesen mit Gewalt zu Boden. Wenn es so bleibt, muss das andere Digimon nur noch warten, bis Phelesmon erstickt ist. Sein Partner erkennt, dass es nichts hilft und zieht zwei weitere Karten durch den Schlitz. "Double Cardslash, Offense Plug-In N und Heavy Metal!"
      Wrath benutzt die selbe Karte wie Lust, aber er benutzt sie vollkommen falsch. Sein vorgehen in diesem Moment ist extrem riskant und wird ihm vielleicht den Kopf kosten.
      In dieser Lage einen Schlag zu kassierten würde es umbringen. Es hat aber Glück und kann sich aus dem Griff befreien und wirft seinen Feind mit einer gekonnten Bewegung über seine eigene Schulter hinweg zu Boden. Der Aufschlag des riesigen Körpers ist sogar noch gewaltiger, als der vorige. Die Luft die er verdrängte fegt den Regen bei Seite und erzeugt einen scharfen Luftzug, der Lust unangenehm durch das Haar fährt.
      Mit einem Polizeigriff den es von seinem Partner gelernt hat, dreht es jetzt den Spieß um. Dann kommt die andere Karte ins Spiel, mit der sich Phelesmons rechter Arm in einen Pile Bunker verwandelt.
      Es zögert nicht lange und setzt bei seinem Feind an. Die Kraft entlädt sich auf dessen Rücken und erzeugt eine Druckwelle die diesem das Rückgrat zerschmettert und ihm damit ein Ende bereitet. Die Auswirkungen dieses letzten Angriffs bringen die übrigen Gemäuer ins wanken. Übrig bleibt ein schwirrender Haufen dunkler Daten, ein großer Krater von dem mehrere Risse am Boden entlang wegführen. Ein weiteres Nebenprodukt es gigantischen Kampfes.

      Auch wenn er dieses Mal Glück hatte, war sein Vorgehen wild und gefährlich. Deswegen wirft Tailmon ihm einen Blick voller Verachtung zu. Allerdings bleibt der Tadel aus, da es von etwas Größerem abgelenkt wird, was dessen volle Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt.
      Die Datenpartikel der beiden Riesen verteilen sich nicht wie sonnst in der Luft, sondern sammeln sich am Boden und ziehen die Umgebung in ihrer Nähe mit sich mit.
      Die Materialisierung war längst noch nicht abgeschossen, also haben sie vermutlich überlebt und versuchen nun in ihre Welt zu entkommen. Zumindest ist das die Vermutung, die Phelesmon als Erklärung für die anderen aufstellt.


      Digimonprofil

      Spoiler anzeigen
      Nocturnemon
      Level: Perfect (deutsch, korrekte Übersetzung), Kanzentai (japanisch), Ultra (deutsch), Ultimate (englisch)
      Typ: Virus
      Feld: Nightmare Soldiers, Dark Areal
      Art: Demonlord
      Aufbau: Das Aussehen des Digimons ist angelehnt an den Mythologischen Succubus. Ein Dämon der Lust, der Opfern Energie entzieht.
      Der Name Nocturnemon leitet sich von Nocturne ab, dem französischen Wort für nächtlich. Das Aussehen des Digimons wiederum basiert auf bisherige Darstellungen des Dämons, aber genau so auf den Succubis der in der Mangaserie Soul Eater auftritt, wieterhin kann man in ihr eine weibliche Version des Digimons Mephistomon wiedererkennen.
      1. Attacke: Walpurgisnacht
      Feuert dunkle Flammen auf das Ziel. Die Flammen verwandeln sich nachdem sie Schaden verursacht haben in Ketten.
      2. Attacke: profundo del corazón (spanisch für "Tiefes Herz")
      Bildet mit den Händen ein Herz über ihrer Brust und feuert einen starken Energiestrahl in Herzform ab.
      3. Attacke: Umbra Laser (Umbra ist der dunkelste Teil eines Schattens)
      Das Digimon feuert einen Laserblick auf sein Ziel, der statt physischen Schaden zu verursachen, Wahrnehmungsstörungen, Kopfschmerzen und Halluzinationen verursacht.

      Entwickelt sich aus:
      Boogiemon
      Evilmon
      Sheepmon
      Raremon
      Black Tailmon
      Ranamon
      Gururumon

      Entwickelt sich zu:
      Lady Devimon Rot (Slide Evolution (Slide meint in dem Fall eine Evolution zu einem anderen Digimon auf dem selben Level))
      Lilithmon
      Ancient Wisemon (normal, oder als Jogress mit Wisemon, oder Sephirothmon)
      Gulfmon
      Piemon
      Chaospiemon
      Lotusmon
      Rosemon
      Grandracumon (Jogress mit Vamdemon, Matadrmon, oder Astamon)
      Metalgarurumon (Jogress mit einem Tierdigimon)


      Kapitel 4/7: Allianzen

      Spoiler anzeigen
      Nachdem sie die beiden Digimon vertreiben konnten, trennten sich ihre Wege schnell wieder.
      Lust verbrachte ihren Tag wie geplant mit ihren Freundinnen und Tailmon. Natürlich wussten alle ihre Freunde und alle auf ihrer Arbeitsstelle schon lange das Tailmon keine Katze ist. Deshalb durfte es auch immer mitspielen. Der Tag verlief auch sonnst nicht mehr sehr spektakulär. Das schlimmste was ihr an dem Tag noch passiert ist war, dass eine ihrer Freunde den leckeren Obstkuchen in ihrem Kühlschrank entdeckt hat und sie ihn mit den Mädels teilen musste. Wrath hingegen erledigte noch etwas Arbeit bis zum Feierabend und ging dann nach Hause in sein Apartment.
      Er zögerte kurz, als er eine Schublade zu öffnen versucht. Seine Hand glitt ab. In der Schublade wäre ein Bild von seiner Freundin gewesen, aber er ertrug es nicht, es anzusehen.
      Stattdessen ging er früh ins Bett. Sein Partner schläft in einem Korb neben ihm. Sein Partner war der einzige Freund auf dem er sich noch verlassen kann. Natürlich hatte es einige Zeit gebraucht, bis sie warm miteinander wurde, denn immerhin war er ebenfalls ein Digimon, wegen denen er all das ertragen musste. Aber er lernte schnell. Manchmal aber, lernt er nicht schnell genug.
      Diese Göre glaubt wirklich sie wüsste es besser als er. Nachdem sie aus dem Neben raus waren, hat sie ihn sofort angefahren, weil er seinen Partner in Gefahr gebracht hat. Dabei hat sie die selbe Karte benutzt. Wie alt wird sie wohl sein, 18? Pah.
      Dann fühlt er einen tiefen Schmerz in seiner Brust. Ja, das was ihn wirklich ärgert ist, dass er selbst einsieht, wie haltlos er doch angegriffen hat. Wenn das alles vorbei ist, wird er sich ändern. Aber zuerst. Zuerst muss er jeden töten, der einst für die 7 great Demonlords in die Schlacht zog. Ganz besonders dieses Goburimon. Jedes einzelne muss sterben. Erst dann kann er sich erlauben seine weiche Seite zu zeigen.
      Dann kann er endlich aufhören seine Partner anzutreiben.

      Diese Nacht haben sie beide einen seltsamen Traum. Einen Traum in dem sie das Gefühl haben, als ob sie fallen würden, ganz tief. Irgendwann hören sie auf zu fallen. Plötzlich überwältigt sie das dringende Bedürfnis sich etwas anzuziehen. Ihr Kleiderschrank steht neben ihr, also steht sie auf, zieht sie ihren Pyjama aus und ein weißes Hemd an, einen langen beigefarbenen Rock und eine Jeansweste. Er begnügt sich mit einem roten Pullover und einer Jeans.
      Im Halbschlaf übermannt sie ein unglaubliches Bedürfnis sich zu bewegen und so schreiten sie vorwärts. Mit trüben, halb offenen Augen schwankt sie los, schreiten nach und nach einen schemenhaften, verschwommenen Weg entlang. Es fühlt sich wie Stunden an, in denen sie nichts anderes tun, als einem unklaren Ruf zu folgen. Ihr Zuhause entfernt sich immer weiter von ihnen, aber darüber denken sie nicht nach, sie müssen einfach gehen, einfach immer weitergehen.
      Lust schreckt mit einem Mal auf, wo ist sie? Wo ist ihr Schlafzimmer? Zuerst denkst sie, sie wäre schlafgewandelt, aber dann nimmt sie ihre Umgebung wahr. Die riesigen grünen Gitter, die in mehreren Schichten übereinander liegen und in der Luft festzuhängen scheinen. Und die Erde unter ihr besteht aus einer in verschiedenen Grüntönen leuchtenden, künstlich wirkenden Ebene.

      Sie verfällt sofort in Panik und dreht ihren Kopf in alle Richtungen. Zu aller erst erblickt sie ihren Partner Black Tailmon links neben sich. Rechts von ihr erkennt sie Wrath und Phelesmon als kleine Katze, diesmal nicht auf dessen Schulter. Es braucht nur wenige Momente, bis die drei nach ihr von selbst aufwachen. Sofort kommt ihr ein Gedanken in den Sinn.
      "Ein Wildes?"
      "Nein, ihr seit ihr in der Welt, zwischen den Welten. Der Ebene indem sich das Internet befindet."
      Die Stimme die ertönt klingt sehr jung. Als sie sich in ihre Richtung umdrehen, erfassen ihre müden Augen sie ein grelles Funkeln, dass in ihren Augen schmerzt. Überwältigt von der Antwort des Digimon stammelt Wrath eine Frage zusammen. "Aber wie?" Seine Antwort wird noch warten müssen. Später wird er erfahren das Lucemons Spezies einen in ihren Datencode eingebauten Schlüssel besitzt, mit denen sie jeder Zeit zwischen der digitalen und der organischen Welt umherreisen können.
      Tailmon warnt sie alle aufzupassen, kann aber selbst nicht viel machen, da es müde ist und dazu noch geblendet wird.
      Das funkeln versinkt in der Ebene auf der sie stehen und taucht vor ihnen wieder auf, in Gestalt eines Engelsdigimon.

      Lucemon sieht jedem von ihnen einzeln in die Augen und beginnt dann zu sprechen.
      "Ich entschuldige mich für meine Methoden, aber ich wollte nicht unnötig auffallen. Ich habe euch hierher gebracht, um euch um etwas zu bitten. Ich möchte, dass ihr mit mir und meiner Partnerin zusammenarbeitet."
      Mit wenigen Worten erklärt es was es in den letzten Tagen erlebt hat. "Ich habe euch hinter ihren Rücken hier hergeholt. Ich denke sie möchte sich nicht helfen lassen, weil sie Angst hat, dass jemand Anderes mit der Aufgabe überfordert sein könnte. Sie möchte das niemand in Lebensgefahr gerät, aber gerade dadurch geht sie ein großes Risiko ein."
      Wrath, der die Idee eines Mörders im Hinterkopf abwiegt stellt eine einfache Frage. "Glaubst du man kann deinem Partner trauen?" Lucemon antwortet, sie wäre ein Mensch wie sie, doch das stellt ihn nicht zufrieden.
      "Ich kann mich nicht für mich verbürgen, aber ich kenne meine Partnerin schon seit Anubimon uns vor sechs Jahren vorgestellt hat."
      An ihren fragenden Gesichtsausdrücken erkennt er, dass er mehr Erklärungen liefern muss.
      "Anubimon war ein hoch angesehener Priester der früher den vier Gottheiten diente. Seine Aufgabe war es aus Datenresten Digimon Eier zu erschaffen. Außerdem war es dafür zuständig besondere Menschen zu berufen, die dazu bestimmt waren in Zusammenarbeit mit uns Engelsdigimon die digitale Welt zu bewachen. Das ist nicht ganz das selbe wie mit einem Tamer, aber wir sind trotzdem Partner.
      Anubimon starb leider vor einigen Jahren. Damals kamen sehr viele Digimon ums Leben, sogar die vier Götter."

      Phelesmon und Lust scheinen Lucemon zuhören zu wollen, während Wrath und Black Tailmon eher skeptisch sind. Deshalb tritt Tailmon auch ein paar Schritte an ihn heran und zeigt mit einer Kaue auf ihn.
      "Rekapitulieren wir. Du hast mit deiner Partnerin die Digimon abgehalten, die in die reale Welt wollten. Und diese beiden machen dir Ärger, also willst du sie mit unserer Hilfe suchen und aufhalten. Was soll dann aus deiner Partnerin werden?"
      Lucemon hätte gerne geantwortet, dass er vor hat sie miteinzubeziehen, sie müssten nur gemeinsam auf sie einreden. Aber er kommt nicht dazu ein Wort zu sagen, er zuckt nur zusammen. Sie steht bereits hinter ihm, hat das meiste gehört und ist geschockt über seinen Verrat. Sie wischt eine ihrer sichelförmigen Haarsträhnen aus dem Gesicht und schaut ihn böse an, sagt aber noch nichts.
      Es ist schwer zu missverstehen, dass sie mit dieser eigenmächtigen Aktion nicht einverstanden sein wird.
      Lust erstarrt vor Schreckt.
      Die Köpfe rauchen in den nächsten Sekunden. Jeder überlegt, fragt sich was er von der Sache halten soll und was er tun sollte.
      Plötzlich bricht jemand das Eis. "Pack ichs, Pride?! Pride!" Sie lässt sich nicht lange lumpen und fällt ihrer alten Schulfreundin in die Arme. Diese steht perplex da, wie ein eingeschlagener Holzpfahl und realisiert erst langsam. "Lust?"
      Schnell erklärt sie. "Sie ist in Ordnung, wir sind zusammen auf die selbe Schule gegangen."
      Wrath kommentiert ihre Begeisterung mit einem Grunzen und zieht es vor zu warten, bis ihre Euphorie abgeklungen ist.
      Dann schaut sie ihr wieder ins Gesicht und da sie, diese immer noch in den Armen hält, berühren sich dabei ihre Gesichter.
      "Wie erging es dir denn die ganzen Jahre? Ich habe gehört, dass schwer krank geworden bist, kurz nach dem Abschluss. Meine Güte Pride, 10 Jahre ist das her und du hast dich kaum verändert."
      Lust hüpft fröhlich um sie herum und bemerkt dabei nicht, wie ihre Freundin gedankenverloren das Gesicht abwendet.
      Das Ergebnis von dem Treffen war, dass Lucemon sie dankt Lusts Beistand überreden konnte. Lust und Pride bilden ein Team, Wrath das andere. Zwar kam der Vorschlag, Wrath und Lust könnten zusammen gehen, da Lucemon und Pride das stärkste Team sind, aber das verletzte Wraths Stolz. Er ist ein japanischer Tamer und damit gehört er zu einer höheren Klasse. Außerdem wollte er Lust nicht ständig um sich haben. Diese Frau war ihm einfach zu quengelig. Man einigte sich schließlich und zog los.

      Auf der Suche nach zwei sehr gefährlichen Digimon, reist Lust durch die digitale Welt, in Begleitung einer alten Freundin aus Kindertagen. Lust ist begeistert sie wieder um sich zu haben, ihre Freundin hingegen bringt nur wenige Worte heraus.
      Als ihre Reise losging machte sich Lust alle möglichen Sorgen, doch zumindest bei einer Sorge konnte man aushelfen. Dank Lucemon weiß sie nun, dass sie hier nicht zu verhungern braucht. In der digitalen Welt besteht man aus Daten und die müssen bekanntlich nicht essen.
      Ihre Freundin zog damals als kleines Kind von Frankreich nach Deutschland. Zu Anfang hatte sie noch große Probleme mit der Sprache, aber im Laufe der Zeit besserte es sich. Lust half ihr auch bei ihrem Outing und ohne es zu wissen, wurde sie ein wichtiger Mensch für Lust.
      Diese hatte sich einfach nicht getraut ihr das auch zu sagen und so distanzierte sie sich im letzten Schuljahr ohne es zu wollen von ihrer Freundin und danach wurde sie krank. Danach verbrachte sie wegen ihrer Krankheit fünf lange Jahre in einem Krankenhaus, wo es ihr immer schlechter ging. Nein darüber will sie nicht mehr nachdenken.
      Es ist einfach schön sie um sich zu haben.
      Menschen um sich zu haben.
      Aber, gerade weil sie es ist, sollte sie dann nicht erst recht gegen diese Zusammenarbeit sein? Als Tamerin hat sie sicher schon viele Schlachten geschlagen und ist auch sicher sehr stark geworden, aber selbst wenn sie ihren Gegnern gewachsen ist, das Risiko verschwindet nie ganz. "Du hast all die Jahre auf uns acht gegeben, wie ein Schutzengel." Lusts sanfte Stimme reißt sie aus ihren Tagträumen. "Ich danke dir dafür, Liebes." Pride wird rot und versucht es vor ihr zu verbergen. Sie zieht ihren Mantelkragen hoch, um ihr Gesicht zu verbergen und fragt dann verlegen, wie es Lust so ergangen ist.
      Diese zögert kurz und lächelt dann verschmitzt. Tailmon beobachtet ihr Verhalten, aber es versteht immer noch nicht, was daran so besonderes dran sein soll. Lust jedenfalls macht sich einen Spaß daraus und flüstert ihr etwas ins Ohr. Pride hält sich vor Schreck die Hand vor den Mund. "Ist das wirklich wahr? Wie furchtbar, geht es dir gut?"
      Nun lächelt sie nur noch mehr verschmitzt und winkt lässig ab. Die nächsten Minuten ist sie vollauf damit beschäftigt ihr zu versichern, wie gut es ihr eigentlich ginge und das sie nichts zu bereuen habe. Sie entdeckt sogar einen passenden Moment, um ein Gespräch über ihre Arbeit anzufangen.
      Manchmal fühlt sie sich bei ihrer Arbeit wie bei einer Therapiestunde. Manchmal kommen Männer zu ihr, die einfach nur eine Stunde lang reden wollen. Sie gibt ihnen Zuspruch und baut sie auf, während sie sich alles was sie bedrückt von der Seele reden.
      Manchmal kommt sie sich dabei vor wie in einem Beichtstuhl. Ja, ihre Arbeit hat definitiv ihre Vorzüge.


      Kapitel 5/7: Die Narben der Vergangenheit die nicht heilen wollen.

      Spoiler anzeigen
      Sie sind nun schon seit Tagen unterwegs. Die digitale Welt ist groß, größer als gedacht und für einen Menschen schwer zu verstehen. Die rosa Laserstrahlen die überall zu sehen sind, bringen einen irgendwohin und an manchen Orten muss man rückwärts gehen, um vorwärts zu kommen. Wrath steigt über ein paar der zerbrochene Ziegel hinweg, die durch Lucemons Kampf gegen die zwei Ultimate Digimon aus der Mauer geschlagen wurden. Ein komischer Ort, in einer Welt voller komischer Orte. Eine sinnlose Ebene voller Burgmauern, die schichtweise direkt nebeneinander aufgereiht wurden. Hier kann sich ein so großes Digimon sicher nicht verstecken, also weiter. Phelesmon flüstert ihm etwas zu und so fasst er den Entschluss, ein paar Digimon zu befragen. Wenn er nur welche findet, die ihm erst zuhören, anstatt sofort zuzuschlagen.
      Nach zwei Tagen erhält er von einem Gotsumon und einem PawnChessmon schließlich einen Hinweis, der ihm weiterhelfen könnte.

      Sechzehn Tage nach Aufbruch finden beide Seiten gleichzeitig ihr Ziel. Oder werden gefunden.
      Auf einem zerklüfteten Bergpass regnet plötzlich eine braune Flut aus Geröll hernieder.
      Weit, weit weg, aber zur selben Zeit werden die beiden Mädchen fast von einer einstürzenden Tunnelwand erfasst.
      Wen sie auch suchen, er will nicht gefunden werden.

      Phelesmon verwandelt sich schnell zurück und kann sich und seinen Partner rechtzeitig mit einem Sprung in Sicherheit befördern.
      Gefangen, laufen die Mädchen dem geraden Weg entlang, weg von dieser Todesfalle in Richtung Ausgang.
      Die Wände des Korridors sind aus kaputten Ziegeln zusammengebaut worden und sehen nicht sehr stabil aus. In der Ferne vernehmen sie ein klickendes Geräusch, dass sie nicht einordnen können. Sie laufen weiter, bis sie Licht sehen. Immer weiter, auf das Licht zu. Da ertönt ein zweites Klicken. Jetzt ist das Geräusch viel deutlicher zu hören. Es klingt jetzt mehr mehr nach einem ticken.
      Als das Licht stärker wird und sie den Tunnel verlassen, schlägt in der Ferne ein Blitz ein. Als sich das Licht verzieht schauen sie sich verblüfft um, in der weiten Ebene, die sich vor ihnen auftut. Pride hatte sich all die Jahre nie groß in der digitalen Welt aufgehalten.
      Stattdessen wachte sie immer nur über das Internet, um möglichst viele Digimon abzufangen. Aber selbst sie brauchte mal Abwechslung, weshalb sie durchaus wusste wie skurril diese Welt werden konnte. Aber nichts was sie je sah, war mir diesem Anblick zu vergleichen.
      Um sie herum stiegen riesige Wände aus aufeinandergestapelten, schachtelförmigen Holzuhren empor. All diese Uhren waren präzise gestellt und zeigten Pflichtbewusst ganz genau die selbe Uhrzeit an. Und all diese Uhren schlagen die selbe Stunde.
      Es schlägt 12 und alle Uhren beginnen im Takt zu schlagen, alle gleichzeitig. Und ihr Lärm durchflutet die Karge ebene.
      An diesem Ort waren sie bereits, es das regnerische Plateau. Doch diesmal ersetzen die Uhren den Regen und auf einem Hügel, inmitten der Ruinen sitzt eine große schwarze Gestalt. Obwohl sie nicht auf sie reagiert, ist klar, dass sie von ihr erwartet wurden. Pride zieht Lust am Ärmel und diese versteht den Hit und schaut auf ihr D-Power. Endlich kann sie die Daten Scannen.
      Plutomon, Level: Ultimate, Typus: Virus. Der große Koloss erhebt sich und schreitet langsam auf sie zu. Obwohl seine Bewegung Ruhe ausstrahlt, hat es etwas sehr bedrohliches an sich.

      Der Große bleibt stehen und verschränkt die Arme.
      "Ihr habt mich. Was habt ihr als nächstes vor? Ich habe alles gründlich bedacht, als alles seinen Lauf nahm. Ich rate euch, nehmt euch an mir ein Beispiel."
      Black Tailmon prescht vor und verlangt Antworten. "Was hast du vor, warum hast du unsere Welt angegriffen?"
      Der Titan öffnet seine verschränkten Arme und breitet sie aus, als würde er versuchen, zu umfassen was vor ihm in seinem Sichtfeld liegt.
      "Einst hatte ich das edle Ziel, die beiden Welten einander anzunähern. Aber als das Löschprogramm D-Reaper#2 vor 3 Jahren fast unsere gesamter Bevölkerung ausgelöscht hatte musste ich akzeptieren, dass dieser Gedanke töricht war. Beide Seiten können nicht miteinander koexistieren und um weitere Übergriffe zu verhindern, sprach ich ein Urteil über die Menschheit."

      "Dazu hast du kein Recht!"
      Lucemon bemerkt, dass Plutomon eine lange Zeit gewartet hatte, bevor es zu dieser Maßnahmen griff. Lust geht ein paar Schritte auf den Riesen zu und bittet ihn aufzuhören. Sie geht sogar auf die Knie und fleht ihn an. "Ich bitte dich, hört auf damit. Was damals passiert ist war schlimm für euch, aber wir sind nicht alle gleich. Jeder lebt und denkt für sich selbst, aber jeder will doch leben.
      Ich verstehe warum du uns hasst, aber... Ich will nicht, dass sich jemand verletzt. Und wenn ich kann, will ich auch nicht das wir gegen dich kämpfen müssen."
      Lucemon mit verschränkten Armen, stellt sich vor Pride und Tailmon und antwortet ihm, es sollte überlegen, ob es das wirklich will.
      "Wenn du diese Pläne fortführen möchtest, muss ich dich aufhalten. Und ich kann dich aufhalten!"
      Plutomon lächelt sie an. Ja, er weiß wie stark es ist. Aber was er angefangen hat, war nicht mehr zu stoppen. Von dem Moment an als er seinen Partner kennen lernte war seine Entscheidung gefallen. In dem Moment, als sie den ersten Tamer töteten wurde ihre Entscheidung endgültig. Ja, nach diesem schrecklichen Ereignis hasste er die Menschen. Ein schrecklicher Hass, der sich nicht mehr auslöschen lässt, bis es seine Rache beendet hatte. Und dennoch respektiert es das enorme Potential das ein Digimon das einen menschlichen Partner hat ausschöpfen konnte. Dieses Potenzial das ihn in einem früheren Leben so faszinierte und das er sogar jetzt noch, genau in diesem Moment spürt.
      Deshalb hatte er immer darauf bestanden sie einzeln anzugreifen und sich dann schnell zurückzuziehen. Das war zwar Zeit- und Kraftraubend, aber sicherer.
      Es beginnt auf Lucemons Drohung zu reagieren. "Die Frage ist eher, ob du das wirklich willst."
      Einst war Plutomon ein edles Wesen. Manche Dinge ändern sich. Ein Strahl aus schwarzer Energie saust auf sie nieder. Lucemons übermenschliche Reflexe retten Pride, die fast von dem Blitz pulverisiert worden wäre. Lucemon schreit auf vor Schmerz, als der Blitz durch seine Glieder fährt, der dem Mädchen gegolten hatte. Dieser hinterlässt eine schmerzende Brandwunde auf seinem Rücken.

      Plutomon hebt seine Hand für einen weiteren Angriff, der es beenden soll. Von Anfang an war sein wahres Ziel Lucemon.
      Es wusste nur all zu gut, dass ihre Kräfte identisch waren. Lust benutzt ihr D-Power. Ihre Karte wird blau und Black Tailmon beginnt zu leuchten. Ihr Körper wird zu grünem Licht, dass sich ausstreckt und eine viel längere, menschliche Form verwandelt.
      "Black Tailmon, Matrix Evolution! Nocthurnemon!" Der Succubus ist neu entstanden und versucht sich schützend vor Lucemon zu stellen.
      "Bitte nicht!" Lust versucht es ein letztes verzweifeltes Mal. Doch es bringt nichts. Plutomon hält sich nur kurz den Kopf und schießt dann seinen vernichtenden Strahl auf Lucemon. Der Donner pulverisiert sogar den Stein unter den beiden und lässt eine kleine Staubwolke aufsteigen. Als sich diese verzieht, befinden sich Lust, Lucemon und Nocthurnemon neben dem Krater in Sicherheit. Plutomon ist für einen Moment verwirrt, erinnert sich dann aber wieder. Es weiß zwar selbst nicht genau, was für eine Fähigkeit Nocthurnemon hat, aber ihm wird schnell klar, dass es eine Illusion war. Eine spezielle Illusion, die die Sinne durcheinanderbringt. Deswegen ist ihm der Standortwechsel seiner Opfer nicht aufgefallen. Während er noch über die Taktik von eben sinniert, überlegen sich die anderen bereits die nächste.
      Sie hatten ihre Strategie eigentlich schon vor Tagen durchgesprochen. Lucemon ist das Digimon mit der höchsten Kraft. Seine Lichtangriffe sind gegen Nightmare Soldiers besonders mächtig, das gilt aber auch umgekehrt. Außerdem ist es ein Vaccine Typ, das gegen Virusdigimon besonders stark sind. Nocthurnemon hingegen war viel schwächer, dafür schaden ihm Angriffe von Nightmare Soldiers nicht so sehr, wie Lucemon. Lucemon sollte die Frontposition übernehmen, während Nocthurnemon die Deckung übernimmt und es mit seinen speziellen mentalen Fähigkeiten unterstützt. Mit Nocturnemon als Ablenkung könnte Lucemon einen starken Schlag landen und das könnte den Kampf schnell entscheiden. Nun, da Lucemon angeschlagen ist, muss Lusts Partner aktiver eingreifen.
      Lust macht den Anfang und zieht eine Karten durch den Schlitz.

      In den Bergen sind Wrath und Phelesmon gerade einen Steinschlag ausgewichen. Doch es wird noch schlimmer.
      Es erscheint zuerst so, als hätte ein Berg gerade laufen gelernt. Aber anstatt sich darüber amüsieren, wie ein Mount Everest versucht einen Berg zu besteigen, entscheiden sie sich lieber dafür vor einem 100 Meter großen Felsbrocken davonzulaufen. Jedem das Seine.
      Inzwischen vorgewarnt gelingt ihnen das Ausweichen diesmal deutlich souveräner.
      Dennoch werden ihre Ohren vor eine schwere Prüfung gestellt. Der riesige Brocken landen zwischen zwei Bergen und zersplittert dabei. Der aufgewirbelte Staub ist unangenehm, aber auch eine gute Deckung. Als sie Sicht auf ihren Gegner gewonnen haben, hat Wrath Zeit, seine Daten zu scannen.
      Titamon, Level: Ultimate, Typus: Virus. Und anhand seines Benehmens freut es sich genau so sehr ihn zu sehen wie er.
      "Törichte Menschen. So tollkühn wie dumm. Mit etwas Glück hättet ihr überlebt, währt ihr einfach dort geblieben wo ihr wart."
      Titamons mächtiges Schwert bäumt sich auf und schneidet eine riesige Spalte in die Erde, so lang, dass ein Mensch ihr Ende nicht ausmachen kann. Wrath kommt aus seinem Versteck hervor, einen Fuß auf einem Stein, den Kopf nach vorne gestreckt.
      "Das hatte ich auch vor, aber meinem Vater stört der Berg vor seinem Fenster, der verdirbt ihm das Panorama. Da wollte er, dass ich dich bitte ihm auszuhelfen."
      Das grüne Ungetüm verzieht das Gesicht abschätzig. "Mal sehen, ob du noch solche Scherze wagst, wenn ich mit dir fertig bin."
      Er schwingt sein Schwert und erzeugt damit einen starken Windhauch der Warth durch den bloßen Luftdruck ausgeknocken könnte, würde Phelesmon nicht eingreifen. "Tja, ich bin ein Tamer, die wagen grundsätzlich ziemlich viel." Sein Partner haut ihm auf den Hinterkopf, nachdem sie sicher gelandet sind.
      "Herr Gott, provoziere es nicht noch zusätzlich." Es hat wohl recht, denn an der Stelle an der sie vorher standen klafft nun eine große Scharte auseinander. Als hätte das Schwert selbst den Fels geschnitten. Wrath reißt sich etwas zusammen und richtet eine Frage an Titamon.
      "Gut, bleiben wir ernst. Was weißt du über die Morde an Tamern und warum greift ihr die Digignome an?"
      Titamon reagiert auf das Gesagte, als würde es sich an etwas erinnern. es rammt sein riesiges Schwer in den felsigen Boden, der dabei große Risse davonträgt.
      "Dumme, dumme, dumme, dumme, DUMME Menschen. Ich jage euch nun schon seit Ewigkeiten. Ich habe euch vor drei Jahren gejagt. Ich war bei Schlacht um Japan dabei, damals unter Lilithmons Kommando. Ich fand als einer von nur wenigen in die digitale Welt zurück, nur um mein Zuhause zerstört vorzufinden."
      Titamon lügt nicht, es war dabei und hatte auch den Kollaps durch das Löschprogramm überlebt. Es verlor seine ursprüngliche Heimat und überlebte wie durch ein Wunder beide Schlachten. Das flammte seinen Hass auf die Menschen an. Seine Obsession verlieh ihm Flügel und es erreichte innerhalb der nächsten drei Jahren diese Form, mit der es endlich in der Lage sein sollte sich zu rächen. Doch auch Wraths Zorn fängt an ihn anzutreiben, als er hört, dass dieses Titamon eines der Goburimon war, das damals Japan angegriffen hatte.
      "Da war ein Pärchen, das sich im Polizeirevier versteckt hat. Weißt du etwas darüber? Der Mann kam weg, die Frau wurde am Kopf erwischt." Titamon zieht die Brauen zusammen. Ihm entzieht sich der Sinn hinter der Frage. Das mag wohl auch der Grund sein, warum es ihm antwortet. "Ja, da war ein Ort voller Menschen in blauer Tracht. Wir haben die Einrichtung kurz und klein geschlagen, aber in unserem Eifer sind alle entkommen, außer der Frau, die habe ich noch gekriegt." Dabei zeigt er stolz mit dem Finger auf sich.

      Ist das wirklich war? Hat Wrath die Person gefunden, die er vergeblich gesucht hat? Nächstes Kapitel erfahren wir mehr.


      Kapitel 6/7: Verknüpfte Herzen Teil 1

      Spoiler anzeigen
      Wrath blickt nach drei Jahren auf das Objekt seiner Begierde. Das erste Gefühl ist Unglaube. Niemals hätte er wirklich geglaubt so ein Geschenkt zu erhalten. Seine Verwunderung sorgt dafür, dass er nicht fähig ist, irgendetwas zu empfinden und das ist Phelesmons Vorteil. Solange ihn die Situation noch überfordert, kann er mit ihm vernünftig reden. Wrath zieht, immer noch verdutzt, zwei Karten durch den Schlitz. "Cardslash, Gholiat!" Phelesmon wächst erneut zu gigantischer Größe heran. Titamon erkennt, dass ihre kleine Pause zuende ist und zieht sein Schwert aus dem Felsgestein. Es hebt das Schwert an, bis es den Himmel berührt und schlägt zu.
      "Cardslash, Boostchip!" Phelesmon kontert die immense Kraft des Angreifers mit seiner neu gewonnenen Größe und Kraft. Das Breitschwert schrägt auf die Eisenstange seines Dreizacks und erzeugt einen metallischen Klang. Die Kraft bringt beide zum schwanken, wodurch ihre Bewegung zurück einen Teil des Bergkamms abbrechen lässt. Erde und Gestein werden beiseite geschoben und Staub steigt auf. Titamon macht Ansätze sein Schwert für einen großen linearen Angriff hochzuheben. Phelesmon senkt seinen Körper um die entstehende Lücke in der Verteidigung zu nutzen und seinen Dreizack in dessen Rumpf zu bohren. Aber Titamon macht im letzten Moment eine Drehung, wodurch Phelesmons Angriff daneben geht. Titamon schlägt nun den Griff seiner Waffe in die Magengrube seines Partners. Dieser jault auf als ihn der Schmerz ereilt, was ihm einen kurzen Moment der Unachtsamkeit erleiden lässt. Titamon lässt seine Waffe fallen, da ihr Gewicht ihn behindert und stemmt sein ganzes Körpergewicht gegen den Körper des gefallenen Engels.
      Der Aufschlag seiner Schulter wirkt wie eine gewaltige Ramme die mehrere Tonnen Kraft hinter sich hat. Phelesmon wird umgeworfen. Beim zurücktaumeln zertritt er einige Bäume und landet letztendlich auf einem Berg, den er mit seinem Gewicht verschiebt.
      Ausgepowert beginnt es zu schrumpfen. Titamon lächelt.
      "Anfänger. Ihr habt keine Erfahrung damit, wie man mit einem so großen Körper richtig umgeht."
      Dabei nimmt er sein abgelegtes Schwert zur Hand und prüft es sorgsam wie ein Schmied.
      Ihr Gewicht hat sie verlangsamt. Titamon ist ein Veteran, er weiß das und er weiß auch wie es ist, mit einem tonnenschweren Körper zu kämpfen. Das Gewicht macht den Körper trägt, deshalb konnte sich Phelesmon nicht so bewegen wie es möchte. Außerdem hat Titamon hier all seine Kräfte. In der organischen Welt war es geschwächt, doch hier kann es alles nutzen, was ihm zur Verfügung steht.
      Der große Grüne schaut sich um und hebt einen Stein auf. Der Stein mag keine 100 Meter messen, ist aber immer noch größer als seine beiden Gegner zusammen.
      Der ganze Plan fängt endlich an ihm zu gefallen. Anders als Plutomon hielt es nie viel von Ehre. Es war sofort dabei, als Plutomon den Vorschlag machte. Aber es war doch enttäuscht von ihrem Vorgehen. Wie Feiglinge fliehen, nach jedem gewonnenen Kampf und die schmutzigen Arbeiten anderen überlassen. Plutomon war der Schlaue von beiden. Es war seine Idee die Tamers zuerst zu erledigen, um die Menschen später gefahrlos umbringen zu können. Zu diesem Zweck, sollten auch alle Digignome sterben.
      Ja, der Tod dieser kleinen Wesen hatte einen bestimmten Zweck. Sie wollten damit verhindern, dass neue Tamer entstehen. Gibt es sie nicht mehr, gibt es auch keine neuen Tamer, hat Plutomon gesagt.
      Diese Dinger hatte er sowieso nie leiden können. Hatten Spaß daran anderen alle möglichen dummen Wünsche zu erfüllen. Er war wiederum ein Wesen, das sich seine Wünsche selbst erfüllen wollte.
      Ja. Er, Titamon war eher einer fürs Grobe deshalb gefällt es ihm, dass es jetzt endlich was zu tun gibt für ihn.

      "Card Slash, Defense Plug-In P!" Lusts Karte überzieht Nocthurnemons Körper mit einer schützenden Steinschicht.
      Es wird nicht lange dauern, bis sie gebraucht wird. Lucemon benutzt Divine Feat, durch das es enorme Energien aus Licht in Form eines relativ unscheinbaren Lichtstrahls aus seiner Hand abgeben kann. Mit Chaos Right schießt ein schwarzer elektrischer Angriff aus dessen Hand. Beide Strahlen kollidieren miteinander und erzeugen einen Funkenregen, der in Form von Querschlägern die Landschaft verwüstet. Hat der letzte Angriff schon viele der Statuen zerstört, sind nun auch die letzten zu Asche verbrannt. Durch den starken Regen der vorigen Tage durchnässt, fangen die toten Dornen an zu dampfen, anstatt zu verbrennen. Lust und Pride haben Glück, dass sie von keinen der Blitze erwischt wurden, aber ein Digimon wäre ja noch da, das auf sie aufpasst. Trotzdem ist eine von ihnen total außer sich vor Panik. Pride legt ihren Arm um Lust, die sich vor Angst zusammenkauert.
      Lucemon wartet nicht bis Plutomon wieder angreifen möchte und ergreift selbst die Initiative. Es formt seine Hände zum Gebet und erzeugt so ein Kreuz aus planetenähnlichen Energiesphären. "Planet Cross!" Plutomons enorme Energien zucken durch jeden Winkel seines Körpers, als es in der selben Zeit einen Gegenangriff vorbereitet.
      Seine ruhige Aristokratenstimme wandelt sich zu einer Grabesstimme, als es ausruft; "Hells Gate!"
      Der Raum um in herum verzerrt sich und verformt sich in ein dunkles Loch. Dahinter ist nur Finsternis zu erkennen, die nicht einmal durch das Planetenkreuz erleuchtet werden kann, das geradezu auf das Loch zufliegt. Lucemon reagiert schnell und feuert einen zweiten Lichtstrahl auf den Boden ab, mit dem er sich abstößt. Gerade rechtzeitig, denn eine Nanosekunde später trifft seine Energie aus einem zweiten Tor über ihm auf den Boden auf dem er nur kurz zuvor stand und verwandelt den Gehweg in eine Mondlandschaft. Was wie eine geniale Demonstration seiner Überlegenheit aussah, hat Plutomon enorme Anstrengungen gekostet. Lucemon wusste das zwar nicht, ahnte aber, dass die Abwehr seines stärksten eigenen Angriffs viel Gegenkraft erfordert.
      Vor einiger Zeit war Lust nicht die einzige Tamerin in der Stadt. Als Lust vor langer Zeit Tamerin wurde, gab es da eine alte Frau in einer Bank. Tailmon brachte ihr das Kämpfen bei, aber diese alte Frau brachte ihr etwas über Digimon bei!

      "Nocthurnemon, Slideevolution!" Auch wenn Lust Angst hat, als sie Tamerin wurde lernte sie als aller erstes, dass es nur noch schlimmer wird, wenn man dieser Angst nachgibt und versucht sich zu verstecken. Sie richtet mutig ihr D-Power auf Nocthurnemon, welches erneut grün leuchtet und seine Form verändert. Doch dies ist keine richtige Evolution, sondern ein Wechsel von einer von Black Tailmons Formen zu einer Anderen.
      "Slideevolution, Lady Devimon!" Prides Lady Devimon ist ein Führertyp. Eine Unterart die sich durch ihre taktischen Fähigkeiten eine spezielle Markierung verdient haben. Ihr Lady Devimon ist somit ein rotes Exemplar und kämpft auf direktere Art als Nocthurnemon welches auf den intelligenten Kampf ausgelegt ist. "Darkness Spear!"
      Das war von Anfang an der Plan. Lucemons Ablenkung hat Plutomon so weit erschöpft, dass es sich von dem Angriff treffen lässt.
      Ihr rechter Arm formt sich um zu einem langen Speer in dem dunkle Kräfte fließen. Der Angriff mit dieser Waffe trifft dessen schwächste Stelle, die Panzerung unterhalb der Brust und beschädigt sie. Eine tiefe Scharte bildet sich, doch ehe Lady Devimon ganz durchkommt, muss es nach hinten zurückfliegen, da sich Plutomon mit all seinen finsteren Blitzen umhüllt. In dieser Form ist ein Nahkampf quasi unmöglich, da bereits die Berührung großen Schaden verursacht.
      Lady Devimon fliegt noch weiter zurück, bis sie neben ihrer Partnerin zum Halten kommt. Die beiden nicken sich zu und Lust hält ihr D-Power hoch, welches beginnt zu leuchten. "Ein Glück dass Wrath nicht mitgekommen ist. Er würde mich umbringen."
      Jahre der Zusammenarbeit band die beiden Partner immer stärker zusammen, bis ihre Einigkeit zu einer neuen strahlenden Kraft wurde.
      Diese strahlende Kraft obsiegt und löst eine neue, noch höhere Evolution aus, die Tamer Matrix Evolution. Die beiden Körper verschwimmen ineinander, bis nicht mehr auszumachen ist, wo der eine anfängt und der andere aufhört. Die beiden besten Freunde werden eins. Ein Körper, ein Geist, ein Wesen, eine Hoffnung. "Tamer Matrix Evolution! Lilithmon!"
      Lust macht ihrem Namen alle Ehre. Pride schaut staunend zu ihr auf, als sie in einem starken dunklen Licht erstrahlend in den Himmel schwebt und Plutomon gegenübertritt. "Hör endlich auf dir und anderen weh zu tun, oder das ist das Schicksal, dass dich erwarten wird."
      Mit nur einem Bruchteil ihrer hypnotischen Kräfte zeigt sie dem Titanen seinen schlimmsten Alptraum.
      Die Welt verschwimmt vor seinen Augen und setzt sich neu zusammen.
      In diesem Moment leben die vier heiligen Tiergottheiten wieder auf. Sie blicken mit Zorn herab und halten Gericht über ihn.
      Die Strafe für seine Untaten wird einstimmig vollstreckt.
      Die harte Fassade des dunklen Digimons bröckelt, als das mächtige Plutomon wie aus dem Nichts heraus anfängt vor entsetzen wie am Spieß zu schreien.
      Lilithmon benutzt ihre dunklen Kräfte ein weiteres Mal und jagt mit dieser Methode sogar Lucemon Angst ein. Sie dreht sich daraufhin zu Pride und Lucemon um und entschuldigt dich dafür, dass ihre Methoden in dieser Form so grausam seien und versichert ihr, sie sei immer noch die selbe alte Lust. Sie lächelt milde, aber ihr tut es weh ihnen Angst eingejagt zu haben.


      Kapitel 7/7: Verknüpfte Herzen Teil 2

      Spoiler anzeigen
      Plutomon schwitzt kalten Schweiß und keucht. Er taumelt einige Schritte zurück und geht kurz auf die Knie. Diese Schreckensvision ging ihn an die Substanz und hat ihn demoralisiert. Aber geschlagen ist er noch nicht, nein noch lange nicht. Da sein Schild aus Blitzen runtergefahren ist, beginnt ihr zweiter Schlag. Lucemon und Lilithmon greifen beide von zwei Seiten an.
      Einer von ihnen wird ihn sicher treffen. Doch statt ihnen entgegenzutreten, nimmt es seinen Umhang ab und schleudert ihn den beiden entgegen.
      Lilithmons rechte Hand berührt dabei den Stoff, der sofort zersetzt wird. Plutomon kennt die Legenden über die 7 great Demonlords und kennt damit auch die Kraft von Lilithmon. Mit Nazar Nail kann Lilithmon alles zersetzen, was sie mit ihrer rechten Hand berührt.
      Der Komboangriff sollte Lilithmon nur die Chance auf einen Nahkampf ermöglichen.

      Während Pride und Lust langsam die Kontrolle über den Kampf gewinnen, läuft es auf dem Bergplateau auf dem Wrath gerade kämpft weniger rosig. Er hat auch noch nach mehreren Kraftboosts nicht die Stärke, Titamon zu schaden. Phelesmon kann nur ausweichen. Und was die Lage noch erschwert ist, dass Titamon sie beide angreift und das Wrath von den Sticheleien des grünen Kotzbrockens langsam wieder zu sich kommt und damit anfängt seiner Wut freien Lauf zu lassen. In dieser Lage können sie nur noch ausweichen.
      Der ganze Gebirgskamm ist nur noch Staub und ihre Rückzugsmöglichkeiten beschränken sich nur noch auf ein paar wenige Meter große Bergsplitter. Ihrem Gegner ist das Spielchen langsam leid und er beendet es mit seinem mächtigen Riesenschwert Zanjintou.
      Mit einer enormen Kraft hebt er das Schwert über seinem Haupt empor und ruft laut den Namen seiner stärksten Attacke.
      "Konpaku Shingeki" Das Schwert befreit seine ganzen dunklen Energien und umhüllt seine Form mit einer Ummantelung aus dünnen, schwarzen Nebelstreifen. Mit einer Kraft die endlos erscheint schlägt es zu. Phelesmon und selbst Wrath spüren, was auf sie zukommt, als es wie das Fallbeil einer Hinrichtungsmaschine herab saust, den Boden in zwei große Teile aufspaltet und eine steile Berggegend in einen bodenlosen Abgrund verwandelt. Phelesmon und Wrath fallen einen endlosen Fall in die Tiefe. Geschlagen, besiegt, vernichtet.
      Für sie ist grenzt es an ein Wunder, dass sie die andere Seite der Schlucht überhaupt erkennen können.
      Phelesmon schließt schon die Augen. Wrath fühlt sich als müsste er nun auch Schluss machen. Er denkt zurück und fragt sich, was er abschließend über sein Leben sagen könnte. Aber die Antwort gefällt ihm nicht. Als Antwort auf seinen Tod spürt er nur Unruhe.
      Das ist doch nicht richtig! Er hat noch so viel zu tun. Er wollte sich doch rächen, nach einer so endlos langen Suche nach dem Schuldigen kann er es doch so nicht stehen lassen. Und danach wollte er seinem Partner danke, für die langen Jahre des Kampfes. Wraths wachsende Unruhe erdrückt ihn. Es brennt heißt in seinem Herz. Sein D-Power löst sich leicht aus seiner Hand. Er greift danach.
      Soll er es wagen? Wenn es nicht klappt, wird sich seine Lage auch nicht weiter verschlimmern. Er greift mit den Fingerspitzen danach. Mit dem ersten versuch kommt er näher ran, der zweite gelingt und er hat es.
      Er konzentriert sich jetzt mit aller Kraft auf einen Gedanken. Der Gedanke, wie er seinen Gegner mit der Kraft seines Zornes zerquetscht. Tatsächlich beginnt sein D-Power zu leuchten. Bevor die beiden im dunklen verschwinden, flüstert Phelesmon ihm mit geschlossenen Augen zu, er solle vorsichtig sein.
      Dann sind sie weg. Im Dunkeln der Grube ist nichts mehr zu erkennen. Etwas enttäuscht stemmt der Gigant sein riesiges Schwer über seine Schultern und dreht sich um, um zu seinem Partner zurück zu kehren. Ein Feuerschwall ändert seine Entscheidung darin, dass es wohl besser wäre, ein paar Meter weiter zu fliegen und dabei mit dem Gesicht im Dreck zu landen. Der ganze Canyon ist gefüllt mit dunklen Flammen. Die am höchsten stehenden bilden ein dämonisches Gesicht, ehe sie sich in einer Feuerspirale auflösen, die Titamon aber mit seinem Schwert abblocken kann. Nun zeigt sich das neu geborene Ultimate Digimon "Daemon" in den Flammen.
      "Hey, du Mülleimer. Sei bereit deinem Nemesis entgegen zu treten." Titamon bewegt die Lippen, um etwas freches zu erwidern, doch Daemons Geduld hat ein Ende. Es bringt ihn schnell zum Schweigen, indem es ihn mit den langen Nägeln an seiner linken Hand tiefe, schmerzhafte Kratzer verpasst. Daemon ist vielleicht halb so groß wie Titamon, wenn es hoch kommt, aber wenn es wütend ist, ist es drei mal so gefährlich. Aber nicht nur für Titamon. Flame Inferno ist Daemons bevorzugter Angriff. So nah beim Gegner, nutzt es diese nähe, um seine Flammen auf ihn auszuspeien. Titamon ist sofort von Flammen umhüllt, benutzt aber sein Schwert um einen Luftzug zu erschaffen der beides tut. Daemon der gerade versuchte nach hinten auszuweichen aus der Luft holen, und die Flammen ausblasen, die seinen Körper schädigen. Daemon steht nicht mehr auf. Siegessicher steigt es zu ihm und hält seine Waffe wie einen Dolch über ihn.
      Doch bevor es zustechen kann, sticht der Andere zu. Wieder mit seinem Linken Arm sticht er mit aller Macht in seinen Bauch.
      Titamon ächzt vor Schmerz und schwankt. Es sieht fast so aus, als wolle es nach Hinten umfallen. Doch dann besinnt es sich auf etwas und versetzt Daemon einen letzten Tritt in den Magen, der ihm alle Knochen im Leibe gebrochen hätte, wenn Digimon welche hätten.
      Dann kippt es auf Daemon, welches durch den heftigen Schlag mit dem Schwert und den Tritt nun ebenfalls schwer verwundet wurde.
      Anstatt ihn zu verfluchen, macht Titamon etwas anderes, was Wrath in Daemons innerem überrascht und wach rüttelt.
      Es kauert sich im Tode zusammen und fängt an zu schluchzen.
      "Meine Freunde, mein Zuhause. Was habt ihr damit gemacht? Warum habt ihr sie mir genommen?"
      Und damit endet Titamons Leben. Wrath ist erschüttert davon was er eben gehört hat. Plötzlich hört er die Stimme von Phelesmon.
      "Haha, du bist so ein Trottel. Aber ich bin im Moment mit dir verbunden. Und deshalb, und deshalb weiß ich dass du zumindest ein Trottel bist, der dazulernt." Seine Stimme bricht ab, als er anfängt zu schluchzen. "Du hast es endlich kapiert, snief. Dann waren meine Ratschläge letztendlich doch nicht..." Er kann nicht mal seine letzten Worte zuende sprechen, als er sich von Wrath rennt und ihm mit ein paar Restdaten die Chance gibt alleine zu überleben. Hätte er das nicht getan, hätte er auch nicht überlebt.
      Wrath war nie ein Mensch für den er das hätte tun sollen. Aber er glaubte immer daran, dass er so jemand werden konnte. Mit diesem letzten Erlebnis hat er vielleicht den richtigen Weg gefunden und dafür opfert er sich gerne.
      Er kann in Frieden sterben, aber Wrath ist gebrochen. Als er realisiert, dass er und Titamon sich kein bisschen unterscheiden und als er mitansehen muss, wie sein Partner durch seinen Zorn zugrunde geht, bricht er zusammen.

      Wir bewegen uns nun weg von diesem traurigen Erlebnis und wenden und den beiden Anderen zu.
      Lilithmon beschwor eine schlimme Kreatur gerade in dem Moment, als sie Plutomon am Anfang des Kampfes eine erschreckende Vision gab. Das Monster, das aus schwarzen Schleim und riesigen Glubschaugen besteht, verbarg sich einige Zeit unter der Erde bis es gebraucht wurde.
      Als Plutomon wieder einen Angriff vorbereitet, schlängelt es sich wie ein Geist aus dem Boden und wickelt seine dunkle Form um seine Rüstung. Lucemon nutzt den Moment für seinen Angriff Planet Cross. Das Kreuz trifft Plutomon frontal und zerstört dabei auch die Kreatur. Plutomons Rüstung ziert nun ein großes kreuzförmiges Loch. Durch den frontalen Angriff geschwächt fällt es.
      Es erreicht sein Limit und kämpft bereits dagegen an, Daten zu verlieren. Aber aus irgendeinem Grund bäumt sich sein zerschundener Körper ein letztes Mal neu auf. "Ich kann es so nicht enden lassen." Sagte er als er all seine Kräfte offenlegt.
      Seine Wunden heilen sich durch seinen Willen und seine Energie öffnet ein gewaltiges Tor.
      "Hells Gate" Er streckt beide Arme in den Himmel aus und erzeugt ein Loch im Himmel, das in eine dunkle Zone führt, in der kein Überleben möglich ist. Pride schreit, Lust solle etwas machen. Lilitmon schaut auf ihre rechte Hand. Plutomon zu erledigen wäre ein leichtes für sie. Es kann sich gerade nicht wehren und dem Sog kann sie noch standhalten.
      "Ja, mach was Lust. Aber verabschiede dich dann von deiner kleinen Freundin." Natürlich können sie nicht wissen, was er weiß.
      "Ich habe dir ein neues Leben gegeben und dich hier her geholt. Was glaubst du, wird mit dir passieren, wenn ich nicht mehr da bin?"
      Seine Worte waren diesmal an Pride gerichtet. Lucemon murmelt das wäre Unsinn, doch sein Kopf arbeitet weiter und erkennt die grausame Wahrheit. Vor langer Zeit hatte Anubimon ein Mädchen in die digitale Welt geholt. Es hatte aus der Energie der 4 Tiergottheiten ein Dobermon erschaffen und ihr die Mission übertragen, das Dobermon mit in die andere Welt zu eskortieren.
      Das wurde zum Auslöser einer neuen Idee. Die Auserwählten waren alle tot, sie hätten alle die Chance auf ein neues Leben und niemand würde ihre Abwesenheit in ihrem alten Leben hinterfragen. Später entstand dann das System, jedem Kind einen Partner zu geben, ähnlich wie bei den Tamern. Wenn eine gewisse Alice die Erste war, die in die digitale Welt gebracht wurde, war Pride die Erste, die mit einem Engel zusammengebracht wurde. Sie starb damals in ihrer Welt nach 5 Jahren der Krankheit und diente 6 Jahre lang der digitalen Welt auf ihre eigene Weise.
      "Du lügst! Anubimon ist fort, es starb vor drei Jahren!" Plutomon lacht in sich hinein. "Oh ja, "Anubimon", das naive vertrauensselige Anubimon starb. Aber seine Datenreste überlebten und indem sie umherirrende Datenpakte absorbieren, konnte ich mich wider manifestieren." Lucemon wendet beschämt seinen Blick ab. Es versteht nun langsam, warum Plutomon so lange für seinen Angriff gewatet hatte, es musste erst wieder zu Kräften kommen.
      "Nun bin ich mehr als ich je zuvor war und nun bin ich weniger als ich je zuvor war."
      Der Sog wird stärker und Lucemon muss Pride in die Arme nehmen und seine Flügel einziehen, um nicht eingesogen zu werden.
      Einige verglühende Uhren und Ziegelsteine die eingesogen werden zeigen, dass sie besser nicht da rein geraten sollten. Pride beißt die Zähne zusammen.
      Das muss Schicksal sein. Sie endet jetzt, aber dafür kann Lust leben. Ihre Stimme kämpft gegen den Wind an.
      "Gib ihn den Gnadenstoß. Denk dir nichts dabei, ich bin längst tot. Tu es für die Opfer die es sonnst fordern wird."
      Der Sog um Plutomon nimmt immer mehr zu, da es seine Kräfte immer mehr zurückgewinnt. Die Zeit in der sie etwas tun können läuft ihnen davon, aber Lust zögert noch.
      "Du willst sie und alle die du liebst beschützen, aber du kannst nicht alle retten. Niemand macht dir einen Vorwurf daraus. Letztendlich sind wir gleich. Wenn du noch weiter zögerst, töte ich die Menschen und rette damit die Digimon, aber wenn du mich erledigst rettest du damit jene, die du liebst. Letztendlich sind wir uns nicht unähnlich. Und das heißt, ich kann nicht verlieren!"
      Lilithmon bewegt sich mit Tränen in den Augen auf das Monster zu. Bedacht darauf, den Kräften stand zu halten bewegt es sich langsam in seine Richtung. Es streckt die Arme zu ihm aus, um ihn zu berühren. Plötzlich gibt sie ihm eine Ohrfeige mit der linken Hand.
      Mit tränenden Augen und schluchzend teilt sie ihm ihre Antwort mit. "Ich will doch euch beide retten."
      Es sieht sie fragend an.
      Lilithmon wäre bereit gewesen, Plutomon zu töten, aber jetzt kann sie es nicht mehr. Sie hat nicht alles verstanden, aber sie weiß jetzt dass Pride nur seinetwegen noch lebt. "Ich habe Pride kein einziges Mal besucht als sie krank war. Aber du hast auf sie acht gegeben, als sie sterben sollte, ich, ich danke dir so sehr."
      Plutomon schaut sie mit offenen Augen an.
      "Ich bin nicht mehr das selbe, ich höre nicht mehr auf solche Worte und ... Ich werde nicht gestatten, dass auch nur der geringste Risikofaktor für diese Welt weiter existiert."
      Als er das sagt, lockert sich seine Stimme und klingt nicht mehr so hart wie zuvor. Lilithmon umarmt seinen Hals und antwortet;
      "Ich aber. Das Leben ist voll von Risiken, das lässt sich leider nicht ändern. Und nach all dem was du für Pride getan hast und der guten Meinung die Lucemon über dich hatte, kann ich nicht glauben dass du nicht noch gutes in dir hast. Ich lasse dich gehen, aber wir halten dich jedes Mal auf, wenn du wieder versuchen solltest, in unsere Welt zu kommen." Damit verschwimmt die Welt von Plutomon.
      Seine Kraft versiegt langsam und der Sog wird schwächer. Der Druck fällt von ihm ab und dankt Lilithmons Kräfte schläft es ein.
      Es sackt vor den ungläubigen Augen von Lucemon und Pride zusammen. Später wird es aufwachen.
      Es wird an seinen Traum denken, seinen Traum in den es das gute Anubimon war, dass anderen Digimon geholfen und ihnen weisen Rat gegeben hat. Es wird aufstehen, kurz lächeln und in die weite Ferne ziehen, da wo es niemand mehr findet. Es wird um Titamon trauern. Aber die Zeiten in dem es seine alten Kräfte nutzen konnte sind vorbei. Es wird nie wieder Digimoneier erschaffen können.
      Aber, auch wenn es sie nicht zurückholen kann, so spürt er noch ihre Anwesenheit. Nun ist er daran weisen Rat zu erhalten.
      Von seinen beiden wohlwollenden Freunden, Goburimon und der roten Katze.



      Epilog:
      Spoiler anzeigen

      Was mit Plutomon geschah ist inzwischen bekannt, aber ihr wollt sicher wissen was mit den Helden passiert.
      Lust und Pride hatten eine lange Aussprache miteinander, dann ach sammelten sie den schwer verstörten Wrath wieder auf und brachen auf nach Hause.
      Als er wieder in der Welt der Menschen war, ging Wrath ein Jahr lang in Therapie um mit dem Verlust fertig zu werden und fing dann langsam wieder an seine alte Arbeit wiederaufzunehmen.
      Lust wiederum entschied sich nach einer langen Aussprache ihr altes Leben wieder aufzunehmen und verabschiedete sich dann von Pride, diesmal für immer. Sie wollte das Pride mit ihr zurück in ihre Welt kommt, doch Pride kann dort einfach nicht mehr leben. Als jemand der dort gestorben ist, fühlt sie sich der neuen Welt verpflichtet. Lust kann ihrerseits ihr altes Leben nicht aufgeben und so trennen sich ihre Wege erneut.
      Und dann später am Todestag von Phelesmon finden Lust, Tailmon und Wrath zusammen, um ihm ihre Ehre zu erweisen.
      Meine aktuelle Fanfiction Tres vicios nobles

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Sunaki ()

    • Das letzte Kapitel. Ich habe etwas Angst wegen dem Pacing an einer bestimmten Stelle, aber ich denke alles in allem ist es mir gut gelungen.
      Nun denn ich denke ganz am Ende werdet ihr vielleicht etwas überrascht sein, wie einige Dinge ausgehen, aber die Handlung wäre auch hunz miserabel ohne jeden Twist.
      Meine aktuelle Fanfiction Tres vicios nobles
    • Puh. Ich habe es lange schon versprochen und habe mir endlich die Zeit genommen, hier einmal einen Kommentar zu verfassen.

      Ich wollte es ja schon lange, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen, da ich zwischen Arbeit, Studium, Umzug und der Gehirnerschütterung so viel zu tun hatte. Tut mir leid. Aber hey, ich bin da.

      Und ich möchte noch einmal betonen: Ich fühle mich sehr geehrt, dass du zu einem meiner Werke etwas geschrieben hast :P Das freut mich noch immer sehr! Danke dafür!

      Also... Jetzt aber... Kommentar. Zu Kapitel 1. Und dem Startpost. :P

      Fangen wir mit dem Startpost an:

      Ich finde es ja ein wenig schade, dass dieser so kahl wirkt. Keine Bilder, wenig Formatierung, keine Farbe - das ist so natürlich erst einmal etwas schade. Auch schade finde ich, dass es keinen Klappentext oder auch nur so etwas, wie eine effektive Trennung von Meta-Information und Vorwort gibt. Ich würde vor allem die Genre hervorheben und den Startpost außerdem etwas gliedern. ("Vorwort - Inhaltsangabe - Metainformation" zum Beispiel) Ich denke damit wäre es auch einfacher Leser zu gewinnen. Weil im Moment schaue ich auf den Thread und habe erst einmal keine Ahnung, worum es geht, außer dass es mit Digimon zu tun hat. Werb ruhig ein wenig um deine Leser ;)

      Davon einmal abgesehen, denke ich durchaus, dass der Threadtitel (nicht der Geschichtentitel) ein wenig abschreckend ist. Zum einen, weil "präsentiert" hier klein geschrieben werden sollte, nicht groß und natürlich ein entsprechender Fehler im Titel nicht die beste Werbung ist. Zum anderen finde ich persönlich aber auch, dass dies "Sunakis Anekdoten präsentiert" im Threadtitel vielleicht ein wenig über ist. Ist vielleicht durchaus was eigenes, das im Thread selbst reinzuschreiben, aber im Thread-Titel wirkt es etwas deplaziert. Persönlich hätte ich den Thread wohl eher "Tres vicios nobles [Digimon]" genannt. Hat vielleicht weniger eigenen Charakter, kommt dafür zum Punkt.

      Apropos zum Punkt kommen. Hier noch, wie ich es vielleicht formatierungstechnisch den Thread - selbst ohne Bilder - aufbauen würde:

      Klick mich


      Sunakis Anekdoten präsentiert:

      Tres vicios nobles
      Eine Digimon-Geschichte
      Vorwort:
      Hier ist ein Vorwort

      Inhalt:
      Worum geht es?

      Anderes:
      Genre, vielleicht dann die Inhaltsangabe von DAG, Rating usw.


      Das hat dann ein wenig mehr Pepp. :P

      Ich weiß, ich weiß. Eigentlich sollte ja die Geschichte an sich überzeugen. Doch einmal ehrlich: Das Auge isst mit, wie man so schön sagt. Und es hilft definitiv einen Ansatz zu haben, um den Leser zu fangen. Das geht am einfachsten definitiv mit einer peppigen Inhaltsangabe. ;)


      Nun zum ersten Kapitel selbst:
      Okay, ich bin ehrlich und gebe an dieser Stelle offen zu, dass ich mit diesem ein großes Problem hatte: Die Rechtschreibung und Grammatik. Ich habe in dem relativ kurzen Kapitel über 50 Fehler gefunden. Teilweise einfache Tippfehler, die nicht so schlimm sind (die mache ich ja auch), aber teilweise auch ziemlich grobe grammatikalische Fehler, falsch benutzte Worte und unvollständige Sätze. Das macht es sehr schwer den Text zu lesen. Auch fehlende Kommata erleichtern das Lesen oftmals nicht. Dazu kommen zwar nicht zwangsweise falsche, aber unnötig komplizierte Satzkonstruktionen. Das alles macht es schwer, die Geschichte zu lesen. Ich selbst musste an einigen Stellen ganze Absätze noch einmal lesen, um zu verstehen, worauf du hinaus wolltest, da manchmal Bezugswörter nicht deutlich sind. :(
      Bitte nimm mir diese Kritik nicht zu übel. Aber ja, ich fand den Text sehr schwer zu lesen.
      Vielleicht solltest du einmal versuchen, einen Betaleser für deine Texte im allgemeinen zu finden, und sie eventuell auch selbst noch mehrfach durchlesen. Ich bin mir sicher, dass dir bei ruhiger Lektüre viele der Stellen, wo einzelne Wörter oder Buchstaben fehlen, auch auffallen werden. :) Und ansonsten findet sich vielleicht ein Korrekturleser.

      Aber gut, auf diese Sachen gehe ich im Spoiler noch ausführlich ein.
      Wie gesagt, nimm es mir nicht übel! ;___;

      Inhaltlich fand ich die Vorgeschichte von Wrath soweit interessant und schön dramatisch - ich stehe ja bekannktlich auf Drama. :P
      Auch das Mystery wird schon interessant aufgebaut (könnte aber an einigen Stellen durch andere Wortwahl besser unterstützt werden).

      Ein wenig verwirrt haben mich ja die Namen: Lust und Wrath. Sind das Spitznamen?

      Ich fand es außerdem lustig, dass beide Katzenhafte Partner haben, auch wenn ich nicht ganz drauf gekommen bin, wer der Partner von Wrath ist.

      Davon abgesehen fand ich es ja ein wenig seltsam, dass ein Digital Field auftaucht. Das weißt du natürlich nicht, weil du DBG nicht gelesen hast, aber zumindest laut DBG ist es im Generations Universum halt so, dass nachdem die Grenze zwischen den Welten gebrochen ist, Digimon sich ohne Zone materialisieren können, da die Grenzen viel schwimmender verlaufen. Aber wie gesagt, das kannst du ja nicht wissen. Ich wollte es dennoch anmerken.
      Eine Sache hat mich aber dennoch an dem Digital Field verwirrt: Warum ist darin eine andere Landschaft? Ich meine, wir wissen, dass ein paar Digimon gleich einen Teil ihrer Umgebung mitnehmen können, aber das kommt in Tamers glaube ich nur einmal vor und in DAG effektiv gar nicht (da ich das voll verpennt habe, als ich damals DAG geschrieben habe xD"""") Entsprechend hat mich verwirrt, dass die Umgebung sich so verändert hat.

      Etwas seltsam fand ich die Wahl die Namen und Begriffe zu mischen. "Black Tailmon" und "Neko Punch", aber "Gorillamon" und "D-Power". Persönlich hätte ich es wohl bevorzugt, wenn es durchweg dieselbe Fassung gewesen wäre.

      Ähm. Ja.
      Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo die Geschichte spielt. Irgendwie war meine Vorstellung Düsseldorf. Vielleicht auch, weil Japaner. :P Und weil ich Düsseldorf gut kenne.

      Schade fand ich übrigens, dass die Charaktere wenig beschrieben wurden. Ich weiß nicht einmal, welche Haarfarbe Lust hat. Oder habe ich etwas übersehen? @.@ Generell hätte ich hier und da ein wenig mehr physische Beschreibung nicht schlecht gefunden (ja ja, da redet diejenige, die verpennt hat, im ersten Band zu erwähnen, wie Kyra aussieht, da sie es ja in der Vorgeschichte schon geschrieben hat.) Also jetzt nicht übertreiben, aber hier und da hätte ich ein wenig mehr Beschreibung sehr angenehm gefunden.

      Puh. *auf Zettel schau* Das sollte alles sein, was mir aufgefallen ist. Stilistische Sachen sind auch im Spoiler angemerkt.

      Wie gesagt. Ich möchte noch einmal sagen: Ich meine die Kritik nicht böse. Wirklich nicht. Aber mir sind halt viele Sachen aufgefallen. @.@ Also nimm es mir bitte nicht übel, ja? Bitte? ;___;


      Dann kommen wir hier also zu den Fehlern. Wie gesagt, sind einige, auch wenn sich vieles wiederholt.
      Bei den stilistischen Sachen und den grammatisch nicht korrekten Sätzen habe ich teilweise auch Vorschläge dazu gesetzt, wie man es in etwa anders machen könnte. Aber das sind nur Vorschläge, also einfach ein paar Ideen/Inspirationen, wie man manche Sätze umstellen könnte, um sie einfacher lesbar zu machen.

      Äh ...

      Ja ...

      Fehler und stilistische Anmerkungen

      Sunaki schrieb:

      Ein Mädchen läuft durch die Straßen, sie ist gerade erst aufgestanden [...]
      Punkt, kein Komma. Da fängt ein neuer Satz an.
      Außerdem beziehst du "sie" auf "das Mädchen". "Das Mädchen" ist neutrum. Daher:
      Ein Mädchen läuft durch die Straßen. Es ist gerade erst aufgestanden [...]

      Sunaki schrieb:

      Es schlägt gerade 12, deshalb fürchtet sie(,) zu spät zur Arbeit zu kommen.
      Ist sehr kompliziert und unintuitiv formuliert. Besser wäre es, die Kausalität in den Vorsatz zu bringen:
      Außerdem sollen Zahlen von eins bis zwölf in Fließtexten ausgeschrieben werden.
      Auch fehlt ein Komma vor dem "zu spät". (Wobei ich nicht sicher bin: Ich meine, dass es irgendwo in meinem Hinterkopf klingelt, dass man hier laut neuer deutscher Rechtschreibung das Komma nicht setzen muss ...)
      Auch ist das "es" sehr unpräzise formuliert. Daher mein Verbesserungsvorschlag:

      Als eine Turmuhr in der Nähe zwölf schlägt, fängt sie an zu fürchten, zu spät zur Arbeit zu kommen.
      Oder mit Kausalität:
      Da gerade eine nahe Turmuhr zwölf schlägt, fürchtet sie, zu spät zur Arbeit zu kommen.

      Sunaki schrieb:

      Wäre auch nicht das erste mal in ihrem 26 jährigen Leben, weshalb der Ausdruck, "Mädchen" nicht ganz stimmig ist.
      Hier ist das große Problem die Kausalität oder ihr Bezug. Wenn du "weshalb" nutzt, beziehst du dich darauf, dass die Aussage des Vorsatzes der Grund für den Nebensatz ist. Dies bedeutet hier aber: "Weil sie schon oft zu spät gekommen ist, stimmt der Ausdruck Mädchen nicht". Während du den Ausdruck Mädchen auf die 26 beziehen willst.

      Davon abgesehen:
      "stimmig" ist nicht das richtige Wort. "stimmt" wäre hier besser.
      Mal wird großgeschrieben.
      26jährig kann zwar mit Zahl geschrieben werden, muss jedoch zusammengeschrieben werden, da man ja auch sechsundzwanzigjährig schreiben würde.
      Das Komma ist zu viel

      Verbesserungsvorschlag:
      Es wäre ja nicht das erste Mal in ihrem Leben. Dabei ist sie schon 26, weshalb auch die Bezeichnung "Mädchen" nicht ganz auf sie passt.


      Sunaki schrieb:

      Mit ihrem rundlichen Gesicht, ihren 1 Meter 60 und ihren Kniestrümpfen, würde sie an guten Tagen als Oberschülerin [].
      Auch hier: Zahlen ausschreiben.
      Generell würde ich es der Umgangssprache halber einszechzig schreiben.
      Außerdem fehlt da wohl ein Wort.
      Davon abgesehen würde ich die Kniestrümpfe ein wenig näher beschreiben.

      Mein Vorschlag:
      Mit ihrem rundlichen Gesicht, ihrer recht knapp ausfallenden Körpergröße von gerade einmal einssechzig, würde sie an ihren guten Tagen als Oberschülerin durchgehen. Ein Eindruck, der von ihren [pinken/gerüschten/schwarzen/langen] Kniestrümpfen nur unterstrichen wird.

      Sunaki schrieb:

      Hinter ihr folgt eine schwarze Katze, die freudig zwischen ihren Beinen herum springt und sie mehrmals fast zum straucheln bringt.
      Inhaltlich gibt es hier einen Widerspruch: Entweder die Katze folgt ihr oder sie springt zwischen ihren Beinen herum. (Herumspringt ist dann übrigens eins Wort)
      Außerdem ist Straucheln hier nominalisiert und wird daher groß geschrieben. Also "zum Straucheln".

      Sunaki schrieb:

      Auf ihren Weg kommt sie an einer Seitengasse vorbei.
      Aus dem Kontext wirkt dieser Satz, als würdest du das "ihren" (muss eigentlich "ihrem Weg" heißen, da Dativ) und das "sie" auf die Katze beziehen. Wenn du es allerdings auf das Mädchen oder die junge Frau eher beziehen willst, dann musst du diese hier nennen, da es sonst im Kontext nicht klar wird.


      Sunaki schrieb:

      Die schwarze Katze(,) die ihr gefolgt war
      Hier fehlt ein Komma vor Beginn des Relativsatzes.

      Außerdem ist die Zeit falsch.
      Entweder schreibst du:

      Du schwarze Katze, die ihr folgte.
      Wenn du es darauf beziehen willst, dass bis zu dem Zeitpunkt die Katze folgte.

      Oder

      Die schwarze Katze, die ihr gefolgt ist.
      Wenn du es darauf beziehen willst, dass die Katze ihr in die Gasse gefolgt ist und sich daher nun dort befindet.

      Technisch gesehen kein Fehler per se (außer, dass es wenn ein eigener Satz wäre und besser durch einen Punkt abgetrennt wird), aber es gilt als enorm unschöner Stil zu schreiben "Keuch [Dialog]" im Vergleich zu "Sie keucht schwer. '[Dialog]'", da es etwas ist, das normaler Weise Comics machen.
      Du würdest ja auch nicht in einem Anime erwarten, dass ein Charakter sagt: "Keuch". Eher gehst du davon aus, dass der Synchronsprecher keuchende Laute von sich gibt.

      Sunaki schrieb:

      Sie tritt näher in das Nebelfeld
      Die Wortkombination geht hier so nicht.

      Entweder:
      Sie tritt näher an das Nebelfeld heran.
      Oder:
      Sie tritt weiter in das Nebelfeld hinein.

      Sunaki schrieb:

      das aus ihrer Tasche heraus geleuchtet hatte.
      Wie dasselbe Problem. Vorzeitigkeit ist, wenn du Präsensstil benutzt, Präteritum, nicht Plusquamperfekt.
      Aka:

      "das aus ihrer Tasche heraus geleuchtet hat" (und es immer noch tut) oder "das aus ihrer Tasche heraus leuchtete" (und damit mittlerweile aufgehört hat).

      Sunaki schrieb:

      Die Augen der Katze folgen ihren Schritten, dann macht diese einen Satz und kommt ihr mit einem Sprung hinterher.
      Das "diese" ist wieder sehr unpräzise formuliert. Dazu kommt, dass das "kommt" ebenso sehr unpräzise und unschön formuliert ist.
      Auch doppelt sich der Sprung, selbst wenn du zwei verschiedene Worte dafür verwendest.

      Vorschlag:
      Die Augen der Katze folgen den Schritten des Mädchens. Dann stößt sie sich vom Boden ab und folgt ihm mit einem langen Sprung.

      Sunaki schrieb:

      [Leerzeile] Die junge Frau lässt
      Hier ist kein Szenen-, Orts- oder Zeitsprung, weshalb die Leerzeile dort nicht hingehört und einen Interpunktionsfehler darstellt.

      Sunaki schrieb:

      Um sie herum wachsen plötzlich überall riesige Wolkenkratzer wie Pflanzen aus dem Boden heraus, die im dämmrigen Licht wie Silber funkeln.
      [...]

      Sunaki schrieb:

      Sie springt vor sie
      Welches "sie" bezieht sich auf wen?
      Es ist zwar im Kontext zu erahnen, aber rein vom Text her, ist es nicht eindeutig zu lesen.

      Sunaki schrieb:

      Das Mädchen versichert ihre Bereitschaft, mit einem kurzen Lächeln. "Lass uns Spaß haben()"
      Wieder ist "ihre" das falsche Pronomen. "seine", da "Mädchen" eben neutrales Geschlecht hat. (Ja, ich weiß, es ist absolut konterintuitiv und ein Fehler, den ich auch immer wieder mache.)
      Das Komma gehört da nicht hin.
      Und am Ende vom Dialog fehlt ein Satzzeichen. Also wohl ein Punkt oder Ausrufezeichen.

      Ich würde übrigens den Satz umstellen - aber das ist nur Geschmack:
      Mit einem kurzen Lächeln versichert das Mädchen seine Bereitschaft.

      Sunaki schrieb:

      Sie zieht zwei Karten aus einem Set, das sie in einer separaten Klappe in ihrer Tasche aufbewahrt(,) heraus und zieht sie durch den Kartenschlitz ihres D-Powers.
      Nur ein fehlendes Komma am Ende vom Relativsatz. ^^

      Sunaki schrieb:

      Sie verwandeln sich in Geschosse(,) die pfeifend wie Silvesterraketen durch die Luft sausen, um den großen Kerl [??] runter zu holen.
      Das fehlende Komma ist selbstredend.
      Dann "dem großen Kerl", da Dativ. Wobei ich es übrigens - da du alles von einer äußeren Perspektive beschreibst - besser fände, das Gorimon ausführlicher zu beschreiben. Gerade da "der große Kerl" in meinen Augen keine besonders treffende Beschreibung ist. Es ist ja kein "Kerl", sondern ein Affe.

      runterzuholen zum einen zusammen, zum anderen das falsche Wort. Jemanden einen runterholen heißt denjenigen zu masturbieren. ^^"
      Außerdem fehlt da eben der Akkusativ.
      Du meinst wohl "um dem großen Kerl eine runterzuhauen".
      Allerdings finde ich das "eine runterzuhauen" auch sehr unglücklich formuliert, wenn ich ehrlich bin, da es sehr umgangssprachlich ist.

      Sunaki schrieb:

      nur wenige cm
      Zentimeter müssen in einer Geschichte ebenfalls ausgeschrieben werden ;)

      Sunaki schrieb:

      und lassen ihm den Halt verlieren. Es
      "ihn" den Halt verlieren. Hier Akkusativ.
      Außerdem wechselst du hier plötzlich zwischen maskulinem Pronomen und neutralem Pronomen

      Sunaki schrieb:

      mit einer Zwangsjacke verschnürt
      Schöner "in eine Zwangsjacke"

      Sunaki schrieb:

      gräbt durch seinen Fall ein großes Loch in den Asphalt.
      Falsches Wort. Graben beschreibt eine bestimmte Aktivität, die Gorimon hier sicher nicht ausführen kann.

      Wortmöglichkeiten: "schlägt", "bricht"

      Ich finde übrigens, an dieser Stelle könnte das ganze ein wenig physischer beschrieben werden. Man merkt hier halt nicht die schwere des Aufschlags. Gibt es einen Knall? Einen harten Aufschlag?

      Vorschlag:
      [...] schlägt hart auf den Boden auf und reißt damit ein tiefes Loch in den Asphalt. (Oder so ähnlich)

      Sunaki schrieb:

      Doch es ist noch nicht vorbei. Es richtet sich mühsam wieder auf und brüllt.
      Hier ist das erste Problem durch die Markierung denke ich deutlich sichtbar. Dadurch, dass du das unbezogene "es" im ersten Satz verwendest, ist grammatikalisch wieder nicht deutlich, worauf das zweite "es" bezogen ist. Dazu klingt es, wenn du es laut liest, etwas umständlich.

      Dazu würde ich die Sätze beide umstellen, um eine andere Betonung zu erzielen.

      Mein Vorschlag:
      Doch noch ist es nicht vorbei. Mühsam kämpft sich das Monster auf seine Beine und brüllt.

      Im ersten Satz wird durch diese Formulierung das Noch betont und dadurch mehr Spannung erzeugt. "Doch es ist nicht vorbei" klingt eher wie etwas, das ein Kommentator beim Boxen sagen würde. "Doch noch ist es nicht vorbei" passt IMHO besser in einen Erzähltext.
      Im zweiten Satz wird durch die Vorausstellung das Mühsam betont. :) Das macht das "mühsam" sichtbarer, als wenn es mitten im Satz steht.


      Sunaki schrieb:

      Als sein Brüllen erklingt, scheint weniger ein Affe, als eine simple Bestie präsent zu sein(.) und während es brüllt(,) konzentriert es all seine Stärke (worauf?) und spannt seine Muskeln an
      Wie du an der Vielfarbigkeit des Satzes erkennen kannst, habe ich hier ein paar Probleme. ^^^"
      Erst einmal der tatsächliche Fehler: "während ..." ist ein temporaler Nebensatz und muss als solcher mit einem Komma abgetrennt werden.
      Und während wir technisch gesehen "konzentriert X" gerne verwenden, wirkt der Satz hier doch sehr inkomplett ohne einen entsprechenden Dativ. Die Konstruktion würde besser funktionieren, würdest du das Wort "sammeln" statt "konzentrieren" verwenden.

      Dann haben wir wieder einen unklaren Bezug mit "es", da das grammatikalisch am nahe liegendste Neutrum "das Brüllen" wäre.
      "präsent zu sein" ist derweil wieder eine recht unpassende Formulierung.

      In gelb wiederholt sich "Brüllen" und "brüllt", während der Teilsatz "spannt seine Muskeln an" zwar nicht an sich problematisch, aber in meinen Augen einfach sehr farblos ist, da es stark unter "tell" fällt - und dabei bin ich nicht einmal ein großer Fan davon bei Geschichte von "Show, don't tell" zu reden, doch hier sticht es wirklich als sehr trocken und wenig bildlich ins Auge.

      Mein Vorschlag:
      Als das animalische Brüllen in der Häuserschlucht wiederhallt, scheint weniger ein Affe, als eine Bestie vor ihnen zu stehen. [Zeilenumbruch]
      Während das Ungeheuer brüllt, sammelt es all seine Stärke. Stück für Stück treten seine Muskeln hervor, zeichnen sich deutlich unter seinem Fell ab.

      Sunaki schrieb:

      Stark schnaufend blickt es seinem Gegner wütend entgegen, aber ehe es sich für den Angriff rächen kann, erntet er einen Neko Punch. Das Tailmon schlägt ihrem Gegner direkt auf die Backe.
      Ich zitiere diese Stelle in einem, da sie einfach nur furchtbar verwirrend geschrieben ist - doppelt so, wenn man bedenkt, dass du anscheindend versucht mit einem eigentlich unwissenden Blickwinkel an die Szene zu gehen - sprich dem Blickwinkel von jemanden, der einfach nur beschreibt, was er sieht, aber nicht weiß, was ein Digimon ist.

      Folgende Probleme:
      Erst einmal: Das "erntet er" soll wohl ein "erntet es" sein.
      Ebenso kannst du nicht erst "Das Tailmon" (Neutrum) schreiben und dann den Gegner als "ihren" (Femininum) bezeichnen.

      Dann die Formulierungsprobleme:
      Wie "stark" ist "stark schnaufend"?
      Es ist unschön, die beiden Adverbien (schnaufend und wütend), die sich auf dasselbe Verb beziehen (blicken) soweit auseinander zu ziehen..
      "erntet" ist extrem Umgangssprachlich.
      Es ist sehr unschön, im Fließtext Attackennamen zu nennen, ohne die Attacke zu beschreiben. Gerade aus der unwissenden Perspektive, den der Erzähler hier größtenteils einnimmt, muss die Frage doch lauten "Was ist ein Neko Punch"?
      Auch "auf die Backe" ist eine sehr umgangssprachliche Formulierung, die hier zudem den Schlag "aufweicht", da Backe ein weich assoziiertes Wort ist und die gesamte Konstruktion eher nach einer sanften Ohrfeige, als nach einem deftigen Schlag klingt.

      Vorschlag:
      Mit schwerem Atem und unbändiger Wut in den Augen sieht es zu seinem Gegner hinüber. Doch es kommt nicht dazu sich zu rächen, ehe die kleine Katze bereits in die Luft springt und mit seiner krallenbesetzten Faust dem großen Gorilla einen Schlag direkt ins Gesicht versetzt.

      Sunaki schrieb:

      Blacktailmon

      Sunaki schrieb:

      Blacktailmon wiederum fliegt ein paar Meter
      Black Tailmon.
      Außerdem wieder das Problem, dass der tatsächliche Digimonname in dieser Szene stark hervorsticht, da du die meiste Zeit nur umschreibst.

      Davon abgesehen fliegt Black Tailmon nicht ein paar Meter. Es wird einige Meter durch die Luft geworfen.
      An sich sagt man, Passiv vermeiden, doch hier hilft es, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Denn es soll ja so wirken, als wäre es beinahe in Bedrängnis - etwas, das durch das Passiv unterstützt wird.


      Sunaki schrieb:

      einen Hit zu landen
      Ja, nein.
      Hit ist so kein deutsches Wort. Es sei denn du meinst einen "Nr. 1 Hit in den Charts" ;)
      Treffer ist das Wort, das du suchst.

      Auch hier könnte man den Kampf etwas lebhafter gestalten.

      Davon abgesehen wirkt auch diese Konstruktion unnötig kompliziert. Direkter wäre - mit ähnlich viel Wörtern:
      Immer wieder versucht Gorillamon die schwarze Katze mit seinen Schlägen zu treffen, doch jedes Mal weicht das kleinere Wesen im letzten Moment aus, duckt sich oder windet sich zur Seite, ganz so, als würde es jede Bewegung seines Gegners vorhersehen.

      Sunaki schrieb:

      Die kleine Katze macht sich zum Sprung bereit und schlägt dabei den Arm des Monsters zur Seite, der gerade mit der großen Kanone(,) in die dieser endete(,) auf ihre Partnerin zieht(,) und springt.
      Okay, dieser Satz war beim ersten und zweiten Lesen einfach nur ein großes Fragezeichen. Erst beim dritten Lesen wurde es langsam klar. Ein großes Manko dabei sind natürlich die fehlenden Kommata, die es schwer machen, die Satzstruktur, des doch sehr langen Satzes zu durchblicken.
      Aber auch die Wiederholung (Sprung und springt) und die Formulierung ist sehr wirr. Ich bin mir selbst jetzt nicht zu 100% sicher, worauf du genau hinaus wolltest.

      Meine Vermutung ist folgende - korrigier mich bitte, wenn ich falsch liege:
      Black Tailmon macht sich zum Sprung bereit, springt und schlägt dann im Sprung den Arm zur Seite (denn wie soll ein kleines Black Tailmon sonst an den Arm kommen?), da eben der Arm sich gerade bedrohlich auf die Partnerin wendet und mit der Waffe auf sie zielt.

      Was dort steht, unterstellt irgendwie folgende zeitliche Abfolge:
      Tailmon macht sich zum Sprung bereit. Während es dabei ist, sich zum Sprung bereit zu machen, schlägt es den Arm zur Seite (wie?). Dann springt es.

      Zusätzlich ist da die Frage, auf was sich das markierte "Der" bezieht. Auf den Arm? Zielt der Arm denn selbst oder ist es nicht eher das Monster (aka "Das"), das hier zielt?

      Davon abgesehen, dass es eben sehr verwirrend formuliert ist, sehe ich noch ein anderes Problem:
      Dieser Moment, in dem Gorimon auf das Mädchen zielt, könnte ein wunderbarer Moment sein, deine Leser ein wenig zittern zu lassen. Aber dadurch, dass du den Akt des Zielens erst an einer Stelle einbringt, wo er bereits unterbunden wurde (im Satz kommt erst das "Zur Seite Schlagen" des Arms, dann die Erwähnung davon, was dieser macht). Dadurch entsteht keine Spannung, sie wird eher gezielt unterbunden.

      Mein Vorschlag (aufbauend auf meiner Vermutung, was das Ziel war):
      Eine Kanone bildete sich am Ende von Gorillamons Arm, doch zielte es damit nicht auf Black Tailmon. Stattdessen wandte sich die Kanone dem Mädchen zu, das noch immer das D-Power in der Hand hielt.
      Black Tailmon machte sich zum Sprung bereit. Es stieß sich vom Boden ab. Mit Schwung trifft es den Arm und lenkt damit den Strahl, der im selben Moment aus dem Ende der Kanone abgefeuert wird, um. Er trifft ein Gebäude (oder was auch immer - du weißt, was ich meine) vielleicht drei Meter von der jungen Frau entfernt.


      Sunaki schrieb:

      Der Strahl, der aus der Kanone gefeuert kam,
      Also erst einmal der falsche Tempus. Wenn schon hier Präsens - "kommt".
      Davon abgesehen ist diese Formulierung einfach nicht schön.
      Man siehe oben meine Formulierung. "gefeuert wird" wäre eine Beispiel.

      Sunaki schrieb:

      Bevor es aufschlägt, hat es sich schon halb aufgelöst(,) und als es am Boden liegt, verschwindet es ganz und hinterlässt nur Datenstaub, den Tailmon dankbar in sich aufnimmt.
      Auch dem Satz fehlt etwas Pfeffer und er leidet so ein wenig an seiner Länge.

      Das größte Problem, das ich hier jedoch sehe, ist, dass du eben wieder im neutralen Beschreiber bist, aber gleichzeitig davon ausgehst, dass alle wissen, das sich ein Digimon auflöst.

      Hier wieder ein Vorschlag:
      Noch während es fällt, lösen sich einzelne rötlich leuchtende Partikel aus seinem Körper. Mehr und mehr zerfällt sein Körper, bis schließlich - kaum das er auf dem Boden aufgeschlagen ist - nur noch jene seltsamen leuchtenden Staubkörner, Datenstaub geblieben sind. Für einen Moment schweben sie in der Luft, ehe sie sich verfärben und von Tailmon absorbiert werden.

      Sunaki schrieb:

      Die Fäden von Dokugumon enthalten selbst Gift, das eine lähmende Wirkung hat.
      Unnötiger Nebensatz, wie ich finde. ;)
      Warum nicht einfach:
      Die Fäden von Dokugumon enthalten selbst ein lähmendes Gift.

      Sunaki schrieb:

      P-Power
      Typo :P

      Sunaki schrieb:

      nochmal
      "nochmal" ist wieder so ein Wort, mit dem ich meine Probleme habe ^^" Zum einen, weil ich immer an Teletubbis denke ("Nomal, nomal") und zum anderen, weil es halt eine extrem umgangssprachliche Formulierung ist, die gerade hier zu dem neutralen, deutlich nicht personalen Erzähler nicht passen will. "Noch einmal" ist hübscher, "wieder" oder "erneut" an dieser Stelle sogar noch besser.

      Sunaki schrieb:

      greift nach ihrem D-Power.
      Wieso greift sie danach? Sie hatte es doch die ganze Zeit in der Hand.

      Davon abgesehen fällt mir in dem Absatz auf, dass du gleich drei Mal "D-Power" schreibst. Warum nicht "das Gerät" oder "das Digivice"? ;)

      Sunaki schrieb:

      aber in der selben Stadt


      Sunaki schrieb:

      aber in der selben Stadt macht ein junger Polizist einen Rundgang durch die Stadt.
      der-, die-, dasselbe wird immer zusammengeschrieben.
      Aka "in derselben Stadt".

      Was den jungen Polizisten angeht ist mein erster Gedanke:
      Hier stellt sich jetzt die Frage: Macht er einen Rundgang oder ist er auf Streife? Wenn er auf Streife ist, würde ich es auch so schreiben. Wenn das nicht der Fall ist: Warum wird erwähnt, dass er ein Polizist ist? Denn die Erwähnung lässt natürlich direkt eine Assoziation von einem jungen Mann in Uniform aufkommen.

      Und dann ist da natürlich noch der innere Klugscheißer: Polizist? Allein unterwegs? (Also selbst mit Partner "allein"?) Und das schon mit 23? Alle Achtung! (Was ich sagen will: Polizisten sind eigentlich in Gruppen unterwegs und da ich nicht glaube, dass der Partner auch ein ausgebildeter Polizist ist, denke ich, da wird zumindest noch ein anderer Polizist dabei sein.
      Davon abgesehen dauert die Polizeiausbildung relativ lang. Es ist also eher untypisch damit bereits mit 23 fertig zu sein, weshalb das mit dem "allein nur mit Partner" noch mehr auffällt.

      Also das ist mir so in den Kopf gekommen an dieser Stelle.


      Sunaki schrieb:

      Weil er gerade Mittagspause macht, hat er genug Zeit, sich über einige Dinge Gedanken zu machen.

      Sunaki schrieb:

      Wrath selbst ist 3 Jahre jünger als sie, also 23.
      Als wer?
      Ich meine, ich weiß, dass du dich auf das Mädchen beziehst, aber du kannst dich an dieser Stelle nicht auf jemanden aus der letzten, vollkommen unabhängigen Szene beziehen ohne zu spezifizieren, wen du meinst. ^^" Daher solltest du hier konkret den Charakternamen einbauen.

      Ich frage mich ohnehin, warum du hier den Vergleich reinbringst. Es reicht ja eigentlich zu wissen, dass er 23 Jahre alt ist ;)

      Ansonsten: Drei wieder ausschreiben.

      Sunaki schrieb:

      Es war eine Armee, eine Armee(,) die nur zu einem Zweck existierte, die Menschheit auszulöschen.
      Interpunktionsfehler.

      Richtig:
      Es war eine Armee. (Könnte auch ein Semikolon sein. Die verdienen mehr Liebe!) Eine Armee, die nur zu einem Zweck existierte: Die Menschheit auszulöschen.

      Sunaki schrieb:

      Sie überlebte, aber ihr Hirn hatte Schaden genommen und seitdem war sie nicht mehr ansprechbar.
      Also zuerst einmal: Persönlich würde ich es ja ein wenig umstellen. Auf jeden Fall würde ich den Tempus im letzten Teil auf "ist" ändern, da es ja ein Zustand ist, der sich bis auf die Gegenwart auswirkt - jedenfalls sagt mir das Signalwort "seitdem" das. Sollte er das nicht mehr wissen - und es ein etwaiger Twist sein, würde ich das "seitdem" durch ein "danach" ersetzen. So oder so würde ich raten, das "war" vor das Temporalwort stellen. Das liest sich dann fließender. ;)
      Außerdem ist das "nicht mehr ansprechbar" ein wenig wage. Wie wirkt sich das aus? Koma? Wachkoma?

      Ich würde es irgendwie so schreiben:
      Sie überlebte, doch hatte sie einen schweren Hirnschaden erlitten. Seit diesem Tag ist sie komatös [hier eine dramatische Umschreibung einfügen].

      Sunaki schrieb:

      Zuerst kam er sie noch besuchen. Aber mit jedem Monat, jedem Tag und jeder Stunde wurde es schwerer und schwerer. Es änderte sich nichts. Manchmal wünschte er sich, sie würde einfach sterben. Dann schämte er sich wieder dafür.
      Okay. Hier sind die Zeiten wieder das Hauptproblem oder eher die Verben.

      Die erste Konstruktion ist wieder unnötig kompliziert und indirekt. Es ist angenehmer zu lesen, wenn du schreibst: "Zuerst besuchte er sie noch". Dann kommt ein Fehler: Vor dem "Aber" kommt ein Komma, kein Punkt.
      Ich mag die Konstruktion von wegen "jedem Monat, jedem Tag und jeder Stunde" übrigens tatsächlich sehr gern. Das sei an dieser Stelle auch einmal gesagt. An sich finde ich den Satz schön. Er unterstreicht das Drama.

      Dafür finde ich den Satz danach... Hier ist halt das Problem, dass du gegenwärtig schreibst und hier im Präteritum bist, was leider weniger schön klingt, als das Plusquamperfekt. Jedenfalls meiner Meinung nach. Hehe. Das Problem ist, dass das Präteritum so abgeschlossen klingt, aber die Sache für ihn nicht abgeschlossen ist. Ich gebe offen zu, einen klugen Vorschlag habe ich gerade nicht. Ist ja aber auch spät *gähn*

      Dennoch. Ich würde den letzten Satz anders mit dem Vorsatz verbinden. Auf denselben Tempus gehalten:
      Manchmal wünschte er sich, sie würde einfach sterben, nur um sich kurz darauf für diesen Gedanken zu schämen.
      Das stellt eine schönere Verbindung (IMHO) zwischen den Teilen her.

      Sunaki schrieb:

      Innerhalb von nur 10 Tagen sind 2 Tamer und ihre Partnerdigimon gestorben, beide Deutsche.
      Hier ist das Tempus richtig :)
      Aber die Zahlen sollten dennoch weiterhin ausgeschrieben werden. ;)

      Inhaltlich frage ich mich natürlich jetzt, woher man weiß, dass die Partner gestorben sind.

      Sunaki schrieb:

      Das komische ist nur, falls sie bei ihrer Jagd von Wilden getötet wurden, wo sind diese dann ab geblieben?
      Okay. Zuerst einmal noch so eine stilistische Sache. Das Komische (übrigens großgeschrieben) ist so ein Ausdruck, den man als stilistisch sehr unschön bewertet. Besser schreibt man: "Seltsam war nur:" oder vergleichbar, ohne zu nominalisieren.
      Allerdings falsch ist der Übergang. Hier sollte ein Doppelpunkt hin.
      Das Falls ist nicht falsch, allerdings gibt es auch ein schöneres Wort: "wenn".
      "von" ist ebenfalls nicht falsch, aber "auf" ist genauer.
      "diese" bezieht sich auf die Wilden, aber wirkt auch sehr ungenau.
      Und abgeblieben wird zusammen geschrieben, ist aber erneut extrem umgangssprachlich. Vor allem sollte das weniger die Frage sein. Immerhin ist es ja generell nicht so schwer, Wilde aus dem Auge zu verlieren. Vielleicht wäre ein anderes Wort besser, um Mystery zu bauen: "passiert".

      Entsprechend mein Vorschlag, inklusive Korrekturen:
      "Seltsam war nur eins: Wenn beide bei der Jagd auf Wilde getötet wurden, was ist dann mit den Wilden geschehen?"

      Sunaki schrieb:

      Außerdem, dieser Job ist gefährlich, aber das 3 Tamers innerhalb von wenigen Wochen sterben, ist seltsam.
      Okay. Zuerst: Die Satzkonstruktion funktioniert so nicht. Der eingeschobene, rot markierte Teilsatz, soll eigentlich eine Kausalität darstellen, ist aber nicht entsprechend eingebunden. Auch der Hauptsatz ist falsch. Was ist überhaupt der Hauptsatz?
      Alle drei Satzteile machen mit dem Außerdem zusammen grammatikalisch keinen Sinn.
      - Außerdem dieser Job ist gefährlich.
      - Außerdem aber dass drei Tamer innerhalb weniger Wochen sterben.
      - Außerdem ist seltsam.
      Funktioniert alles nicht.
      Davon abgesehen: Das "das" hat wohl ein S verloren. :P Da sollte "dass" sein. Drei ausschreiben. Deutscher Plural von Tamer ist Tamer. "Sterben" ist wieder im falschen Tempus - die sind ja schon tot. Also "starben" oder "gestorben sind", geht in diesem Fall beides. "seltsam" ist hier zwar nicht falsch, "ungewöhnlich" trifft es eher.

      Entsprechend mein Vorschlag:
      Außerdem: Auch wenn der Job gefährlich ist, ist es doch ungewöhnlich, dass gleich drei Tamer innerhalb weniger Wochen gestorben sind.

      Sunaki schrieb:

      Die Katze lässt es sich nicht ansehen, aber es macht sich Sorgen.
      Die Katze ist Femininum und daher "aber sie macht sich Sorgen".

      Übrigens würde ich folgende Konstruktion vorschlagen:
      Auch wenn die Katze es sich nicht ansehen lässt, sorgt sie sich.

      Sunaki schrieb:

      In der digitalen Welt findet gerade ein Artensterben statt. Zufällig zur selben Zeit, wie die vermeidliche Mordserie begann.
      Zuerst einmal: Das gerade ist hier überflüssig und auch nicht unbedingt treffend. Die Mordserie hat ja schon angefangen, also ist das nicht "gerade". Artensterben finde ich als Wort hier seltsam. Ich bin mir nicht sicher, was du damit sagen willst.
      Der Punkt gehört da nicht hin - der zweite Teil ist kein eigenständiger Satz.
      "vermeidlich" ist denke ich auch nicht das richtige Wort. "vermeidlich" heißt, dass sie vermeidbar ist. Also es möglich wäre, sie zu meiden. Ich denke, du meinst "vermeintlich", also dass fälschlicher Weise angenommen wird, dass das eine das andere ist. "allegedly" im englischen.
      Und wenn es "zur selben Zeit" ist, müssen die beiden Verben (findet statt und "begann") im selben Tempus stehen. Also entweder beide Präteritum oder beide Präsens.

      Generell würde ich den Satz etwas umstellen und daher folgendes Vorschlagen:
      Zur selben Zeit, wie die vermeintliche Mordserie begann, fand auch in der digitalen Welt ein Artensterben statt.

      Sunaki schrieb:

      In einer Welt zwischen den Welten, im Internet.
      Ich bin über diesen Abschnitt verwirrt. @.@
      Das Internet ist ja bei Tamers keine Welt zwischen den Welten, aber auch davon abgesehen: War möchtest du mit diesem Stück bezwecken. Soll es einfach nur eine Einordnung, praktisch ein "establishing frame" sein?
      Dann würde ich da nur eins von beidem Schreiben. Also "Welt zwischen den Welten" oder "Internet". Oder es ganz weglassen, denn eigentlich ist es im Kontext klar. ^^

      Sunaki schrieb:

      Die ebene besteht aus einer grünen Fläche und einer Ebene aus grünen Linien(,) die ein Feld aus Rechtecke bilden.
      Kurz und schmerzlos:
      Ebene am Anfang groß, dann doppelt sich der Begriff Ebene, es fehlt ein Komma vor dem Relativsatz und der Kasus sollte "Rechtecken" sein. :)

      Sunaki schrieb:

      Zwei riesige(,) gepanzerte Kolosse bahnen sich einen Weg durch die freie Landschaft.
      Hier fehlt ein Komma. Das ist allerdings weniger mein großes Problem. Eher habe ich Probleme, mir das ganze Vorzustellen.
      "sich einen Weg bahnen" heißt eigentlich, dass etwas den Weg versperrt, doch was ist da, dass den Weg versperren kann?
      Landschaft finde ich eine komische Bezeichnung, denn eine wirkliche Landschaft ist es nicht, oder?
      Auch sagt "gepanzerter Koloss" wenig darüber aus, wie man sie sich vorstellen kann.

      Sunaki schrieb:

      und greifen den Engel damit von beiden Seiten ().
      .... an

      Sunaki schrieb:

      Ehe er es verhindern kann, wir er von ihren Schwertern in die Seite geschnitten und stürzt das Feld hinab auf die digitale Welt, während sich die beiden schattenhaften Formen aufmachen zur Welt der Menschen.
      Grammatikalisch wieder sehr seltsam gestellt
      Also kleinerer Fehler: Da fehlt ein "d".
      Größeres Problem ist die Satzkonstruktion und Wortwahl.
      "geschnitten" klingt sehr oberflächlich und alles in allem erst einmal nicht gefährlich. Dann ist die Frage: "stürzt er das Feld hinab" oder "stürzt er hinab auf die digitale Welt"? Die Kombi so geht nicht. Irgendwas ist über.

      Auch der letzte Teil: Ganz falsch ist es nicht, aber es ließt sich besser, wenn man es vor das Verb stellt. Und um es erneut nicht ganz so umgangssprachlich klingen zu lassen, würde ich das Verb auch zu "auf den Weg machen" ändern.

      Entsprechend mein Vorschlag:
      Ehe er es verhindern kann, bohren sich die Schwerter in seine Seite. Dann stürzt er, bricht durch das Feld, fällt weiter hinab auf die digitale Welt, während die schattenhaften Gestalten sich auf den Weg in die reale Welt, die Welt der Menschen, machen.


      So, dass war's nun von mir.

      Ich hoffe wirklich, dass dir die Verbesserungen vielleicht etwas helfen :)

      Du musst auch nicht alles so übernehmen. lol Die Vorschläge sind nur Vorschläge.
      Nicht mehr. Haha. Und auch nicht perfekt. Halt einfach nur ein paar Gedanken, was ich anders gemacht hätte.

      Aber gut.

      Jetzt gehe ich wirklich in mein liebes, weiches Bettchen und schlafe. Und hoffe halt - noch immer - dass du mir die Masse an Kritik nicht übel nimmst. Ich hoffe, du empfindest sie als konstruktiv. ^^"

      Pieces [Kurzgeschichtensammlung]

      Pomaika'i ma ahi [Fantasy à la Hawai'i]
    • Alaiya schrieb:

      Und ich möchte noch einmal betonen: Ich fühle mich sehr geehrt, dass du zu einem meiner Werke etwas geschrieben hast Das freut mich noch immer sehr! Danke dafür!
      Ach da gibts garnicht so viel zum dankbar sein. Mir kam eine gute Idee für eine Story die sich gut auf die Ereignisse deiner Handlung aufbauen lässt.

      Alaiya schrieb:

      dass ich mit diesem ein großes Problem hatte: Die Rechtschreibung und Grammatik. Ich habe in dem relativ kurzen Kapitel über 50 Fehler gefunden. Teilweise einfache Tippfehler, die nicht so schlimm sind
      Oh weh. Na ja, ich habe ja schon vorher betont dass das meine große Schwäche ist. Ich würde sogar sagen, grammatisch ist das meine beste Arbeit bisher. Ich bin deshalb auch nicht angefressen, es war von anfang an klar dass du massig Fehler finden wirst. Die sehe ich mir dann auch an. Auch die Titelidee klingt gut, ich denke das übernehme ich.

      Alaiya schrieb:

      Ein wenig verwirrt haben mich ja die Namen: Lust und Wrath. Sind das Spitznamen?
      Eigentlich nicht. Ich weiß das Charaktere in Digimon eiiiiiiigentlich normale Namen haben, aber ich kannte auch ein paar Anime in denen es solche Namen gibt. Ich kommen nur gerade nicht darauf woher ich das habe. FMA wäre das eine, aber da machen die Namen auch deutlich mehr Sinn.
      Oh und keine Angst die Partner sind nicht die 7 Demon Lords aus deiner Story, sondern zufällig die selbe Spezies.

      Alaiya schrieb:

      Ich fand es außerdem lustig, dass beide Katzenhafte Partner haben, auch wenn ich nicht ganz drauf gekommen bin, wer der Partner von Wrath ist.
      Das mit den beiden Partnern hat sich so ergeben. Ich bin etwas unglücklich darüber das es sich so überschnitten hat.
      Wahrscheinlich kennst du die mittelalterlichen Legenden, dass der Teufel in Katzengestalt auftaucht, oder das kleine schwarze Männchen von der Schulter aus anderen Leuten Dinge ins Ohr flüstern? Die Dynamik zwischen den beiden und die kleine rote Katze basiert darauf. Wraths Partner ist eigentlich ein Phelesmon, welches sich zur Tarnung verwandelt hat.

      Alaiya schrieb:

      Davon abgesehen fand ich es ja ein wenig seltsam, dass ein Digital Field auftaucht. Das weißt du natürlich nicht, weil du DBG nicht gelesen hast, aber zumindest laut DBG ist es im Generations Universum halt so, dass nachdem die Grenze zwischen den Welten gebrochen ist, Digimon sich ohne Zone materialisieren können, da die Grenzen viel schwimmender verlaufen. Aber wie gesagt, das kannst du ja nicht wissen. Ich wollte es dennoch anmerken.
      Ja, auch ohne die Begründung habe ich mich noch erinnert, dass es dort keine Felder mehr gab.
      In Kapitel 2, oder 3 wird erwähnt, dass der Angriff von D-Reaper #2 die Digimon so stark dezimiert hat, dass sie sich angepasst haben.
      Sie haben extra einen Teil mitgenommen um besser geschützt zu sein. Ich wollte außerdem das Motiv aus Madoka Magica einbringen weil es sehr gut reingepasst hat.

      Alaiya schrieb:

      Etwas seltsam fand ich die Wahl die Namen und Begriffe zu mischen. "Black Tailmon" und "Neko Punch", aber "Gorillamon" und "D-Power". Persönlich hätte ich es wohl bevorzugt, wenn es durchweg dieselbe Fassung gewesen wäre.
      Habe ich da was durcheinandergebracht, wirklich? Ich hatte eigentlich vor es akkurat japanisch zu halten. Meine Quelle war übrigens Wikimon, aber vielleicht habe ich mich da verguckt?

      Zum Schluss noch eine Frage. Von Kapitel 1 aus. Kannst du den Beruf meiner Heldin erraten? Er wird in der Handlung nie genannt, aber man kann es sich denke ich denken.

      Alaiya schrieb:

      Schade fand ich übrigens, dass die Charaktere wenig beschrieben wurden. Ich weiß nicht einmal, welche Haarfarbe Lust hat. Oder habe ich etwas übersehen? @.@ Generell hätte ich hier und da ein wenig mehr physische Beschreibung nicht schlecht gefunden (ja ja, da redet diejenige, die verpennt hat, im ersten Band zu erwähnen, wie Kyra aussieht, da sie es ja in der Vorgeschichte schon geschrieben hat.)
      Genau wegen solcher Stellen habe ichs gelassen. Ich glaube in einer Szene habe ich beschrieben wie sie sich durchs Haar streicht und dabei entweder die Länge, oder Farbe erwähnt, aber ich habe oft genug Storys gelesen die diesen Punkt der Phantasie überlassen hat.
      Ich habe ja wie gesagt gewisse grammatikalische Probleme und deshalb war die Frage von Anfang an da, wie, ob und wie viel ich nun beschreibe. Falls es dich noch interessiert, sie hat kurze braune Haare. Sie sieht ein klein bisschen aus wie Meme Tatane, oder Yui Hirasawa. Also so fluffig wie möglich. Das kann etwas klischeehaft rüber kommen, aber ich habe da einen gewissen Grund warum sie unbedingt so aussehen muss.

      Alaiya schrieb:

      Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wo die Geschichte spielt. Irgendwie war meine Vorstellung Düsseldorf. Vielleicht auch, weil Japaner. Und weil ich Düsseldorf gut kenne.
      Das würde ganz gut passen. Ich muss gestehen, dass ich absolut und unbeschreiblich schlecht in Geographie bin. Ich habs mir vielleicht etwas leicht gemacht mit der Recherche, weil ich nicht gesagt habe was für eine Stadt genau es ist.

      _______________________________________________________________________________________


      Nun habe ich nochmal alles durchgesehen und Sachen korrigiert die du markiert hast.
      Ich muss gestehen für mich ist es immer so eine verdammte Zwickmühle wenn man sich so stark zu verbessern hat. Es ist natürlich sinnvoll sich was von anderen anzuschauen und Satzvorschläge anzunehmen, was ich diesmal auch gemacht habe. Aber dabei habe ich auch immer das Gefühl abzuschreiben, anstatt selbst darauf zu kommen. Argh.

      Ich habe dich zwar schon gelikt, aber selbstredend bedanke ich mich nochmal schriftlich.
      Es war sehr schön, nun doch etwas von dir lesen zu können, gerade da sich scheinbar alle Mächte des Himmels gegen dich verschworen haben.
      Gehirnerschütterung, kranke Tiere (ich hoffe es hat sich gebessert mit der Kleinen), Prüfungen (viel Glück dabei) und was weiß ich noch alles.

      Wenn es dich nicht stören sollte könnte ich dir nochmal alle Parallelen zu meiner und deiner Handlung einzeln zusammenfassen.
      Würde dir dann hier, oder per PN nochmal schreiben.

      Alaiya schrieb:

      Allerdings finde ich das "eine runterzuhauen" auch sehr unglücklich formuliert, wenn ich ehrlich bin, da es sehr umgangssprachlich ist.

      Die Haupttätigkeit ist hier wirklich eher das, ihn fallen zu lassen und nicht ihm Schaden zuzufügen.
      Ach ja, genau wie bei einem Kampfflugzeug. "Wie holen wie den Vogel runter?"
      An so was hatte ich an der Stelle gedacht. Müsste also eigentlich seinen Sinn erfüllen.

      Alaiya schrieb:

      Außerdem wechselst du hier plötzlich zwischen maskulinem Pronomen und neutralem Pronomen
      Ja, das habe ich auch bei Black Tailmon oft korrigieren müssen, da es der Serie nach eigentlich geschlechtsneutral wäre, von mir aber als weiblich codiert angesehen wird.

      Alaiya schrieb:

      schlägt hart auf den Boden auf und reißt damit ein tiefes Loch in den Asphalt. (Oder so ähnlich)

      Vielleicht hätte es auch gepasst wenn ich "sein Körper bohrt sich durch den Asphalt" geschrieben hätte? Denn gerade die Formulierung sollte abdecken was du gleich darauf bemängelt hast, nämlich das bei irgendeinem Angriff der Impact gefehlt hat.
      Das bohren soll die Härte des Aufpralls verdeutlichen.



      Ich weiß was ich an dem Punk falsch gemacht habe, aber was meintest du mit Typo?


      Alaiya schrieb:

      "nochmal" ist wieder so ein Wort, mit dem ich meine Probleme habe ^^" Zum einen, weil ich immer an Teletubbis denke ("Nomal, nomal")
      Oder Baby Sinclair^^

      Alaiya schrieb:

      Es ist also eher untypisch damit bereits mit 23 fertig zu sein, weshalb das mit dem "allein nur mit Partner" noch mehr auffällt.

      Also das ist mir so in den Kopf gekommen an dieser Stelle.
      Wirklich? Gerade wegen seines Umzugs habe ich meine Story und deine Story um 1 Jahr verlängert. Ursprünglich sollte sie 2 Jahre später spielen. Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung dass es so lange dauert. Und als 23 Jähriger hätte er sehr viel Zeit um Polizist zu werden.
      Ich sage mal, er macht Pause. Als Lust gekämpft hat, war gerade 12, also kommt das gut zusammen.

      Alaiya schrieb:

      Ich frage mich ohnehin, warum du hier den Vergleich reinbringst. Es reicht ja eigentlich zu wissen, dass er 23 Jahre alt ist
      Ich glaube an der Stelle hatte ich vergessen, dass ich ihr Alter schon genannt hatte.

      Alaiya schrieb:

      Eine Armee, die nur zu einem Zweck existierte:
      Ah, dafür braucht mal Doppelpunkte. Im Ernst ich habe so Probleme damit einzuschätzen wo und wann ich die benutzen kann.


      Alaiya schrieb:

      Außerdem ist das "nicht mehr ansprechbar" ein wenig wage. Wie wirkt sich das aus? Koma? Wachkoma?
      Sie ist an sich wach, reagiert aber nicht auf äußere Reize und kann sich kaum bewegen. Sie ist also nicht direkt im Koma.
      Wobei Wachkoma schon hinkommt.


      Alaiya schrieb:

      Das Internet ist ja bei Tamers keine Welt zwischen den Welten, aber auch davon abgesehen: War möchtest du mit diesem Stück bezwecken. Soll es einfach nur eine Einordnung, praktisch ein "establishing frame" sein?
      Das ist so ein Fall für sich.
      In der ersten Episode in der Culumon von Maildramon angegriffen wurde sah man ja eine Zwischenwelt. Später tauchte diese noch einmal auf, als Makuramon Culumon entführte. Du weißt sicher was ich meine und auch wenn das nicht ganz klar war, könnte man das Internet doch mit diesem Zwischenraum vergleichen. Ich habe mir dabei die Freiheit genommen zu sagen, dass das jetzt wirklich das Internet ist.
      Vielleicht weißt du ja mehr darüber, keine Ahnung.

      Alaiya schrieb:

      Auch sagt "gepanzerter Koloss" wenig darüber aus, wie man sie sich vorstellen kann.
      Soll auch so sein. Sie sind groß, bedrohlich und gut geschützt. Mehr muss man noch nicht wissen.

      Alaiya schrieb:

      ährend die schattenhaften Gestalten sich auf den Weg in die reale Welt, die Welt der Menschen, machen
      In meiner Story habe ich tatsächlich bewusst versucht den Begriff "real" in "die reale Welt" zu vermeiden. Einige paar Male habe ich deshalb auch den Begriff "organische" Welt verwendet, da es sinngemäßer ist.
      Meine aktuelle Fanfiction Tres vicios nobles

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Sunaki ()

    • Benutzer online 1

      1 Besucher