Open-World oder Schlauchlevel?

    • Open-World oder Schlauchlevel?

      Was ist euch bei Spielen lieber? 25
      1.  
        Mischung aus beidem/Genreabhängig (17) 68%
      2.  
        Open-World (4) 16%
      3.  
        Schlauchlevel (4) 16%
      In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass immer mehr Spieleserien die Herangehensweise einer offenen Welt verfolgen - gerade Ubisoft ist in den letzten Jahren berühmt-berüchtigt dafür geworden, jedes Spielprinzip in das Korsett einer Open-World zu zwängen. Entgegen dazu stehen Spiele, die dem Konsumenten einen eher linearen Weg vorgeben und auf diese Elemente verzichten. Für sich genommen ist keines der beiden Konzepte besser oder schlechter, nur ergeben sich daraus gewisse Vor- und Nachteile, die nunmal jeweils mehr oder weniger im Fokus der Spielidee liegen. Mir persönlich fällt (gerade in den Bethesda-RPGs Fallout und The Elder Scrolls) immer wieder auf, wie sehr sich diese Fülle an optionalen Nebenbeschäftigungen negativ auf die Inszenierung und Entwicklung der Hauptstory auswirkt, die dadurch an Spannung verliert und oft in den Hintergrund rückt, eben weil die Spielwelt durch ihre inhaltliche Größe ablenkend wirkt. Natürlich liegt der Hauptfokus dort oft nicht auf der Mainquest, aber vielleicht erzählen dennoch lineare Spiele oft eine packendere Geschichte, da die Atmosphäre nicht gestört wird. Letzten Endes entscheidet man als Spieler vermutlich selbst, welchen Aspekten mehr Gewichtung zukommen sollte.
      Charakteristisch für eine Open-World ist in einem weiten Spektrum (neben sekundären Quests) die von Beginn an ungehinderte Bewegungsfreiheit in einem Gebiet - das Spiel lässt den Spieler selbst entscheiden, welchen Teil der Welt er zuerst erkunden möchte (oder auch nicht). Gerade wegen dieser Schaffung von Freiheiten und Möglichkeiten erfreut sich diese Art von Design großer Beliebtheit, bekannte Beispiele wären Zelda: Breath of the Wild, Assassin's Creed oder The Witcher 3. Auf Seiten der eher linearen Spiele fallen mir vor allem Shooter (z.B. Uncharted, Half-Life) oder auch Jump'n'Runs ein, die idealerweise auch noch in einzelne Level/Kapitel unterteilt sind und somit nicht viele Möglichkeiten für individuellen Bewegungsspielraum oder alternative Handlungsabläufe bieten. Wie steht ihr dazu?

      Welches Konzept mögt ihr mehr?
      Ist diese Entscheidung abhängig vom Genre?
      Welche Erfahrungen habt ihr mit eher offenen/linearen Spielen gemacht, die das andere Konzept missen lässt?
      Fällt euch sonst noch etwas zu der Thematik ein?
    • Welches Konzept mir besser gefällt ist eine schwierige Frage, da mir beide sehr gefallen, ich allerdings nur Zelda BotW als Referenz für selbst-gespielte Open-World spiele habe :/
      Bei Open World gefällt mir am besten, dass eben das Erforschen im Vordergrund steht und man nicht gezwungen wird, dies oder das zu machen. Auch wenn dies wiederum ein kleiner "Nachteil" (das klingt irgendwie negativer als es sein sollte :/) sein könnte: Man läuft durch die Gegend, hat den Auftrag "Gehe zu Ort X" oder "Besorge Y und bringe es zu Z) und dann siehst du während du gehst etwas interessantes, gehst dort hin, entdeckst vllt. wieder was neues und wieder was neues und letzten Endes ist man gefühlt tausend Kilometer vom eigentlichen Weg abgekommen und fragt sich, was man denn ursprünglich machen wollte. Das ist ein zweischneidiges Schwert, denn zum einen macht es auch Spaß, immer mehr zu entdecken, zum anderen lenkt es aber auch stark von der eigentlichen Mission ab.
      Außerdem, das ist aber ein persönliches Problem, neige ich stark dazu, mich in Videospielen zu verlaufen, selbst wenn es eine große Karte und eventuell sogar eine Mini-Map gibt. Das ist manchmal schon bei Schlauch-Leveln ärgerlich, weil es einfach Zeit kostet (wirklich ärgerlich, wenn die Zeit dann auch noch in die Bewertung des Spielers in jenem Level einfließt, aber gerade in einem Open-World-Spiel, wo man überall hinlaufen kann, wie man gerade will, irre ich da schon gerne mal etwas länger herum, selbst wenn ich mein Ziel genau vor Augen habe.

      Insgesamt gilt bei mir also:
      Open World
      + fördert den Entdeckerdrang
      + man kann seinen eigenen Weg suchen, wenn einem der vom Entwickler angedachte zu schwierig erscheint
      + höheres Aufkommen von Nebenquests
      - Abkommen von der eigentlichen Story extrem leicht möglich
      - gerade für Neulinge könnte es überfordernt/überwältigend wirken
      Lineare Spiele
      + man hat die Story immer direkt vor Augen
      + evtl. auch für Neulinge eher geeignet
      + durch linearem Aufbau konstante Steigerung der Schwierigkeit von Leicht zu Schwer
      - weniger Gründe, sich genau in den Leveln umzusehen
      - evtl. weniger Wiederspiel-Wert, da man schneller/vllt. schon beim ersten Durchspielen alles im Level findet
      (Natürlich ist jeder hier genannte Aspekt nicht in Stein gemeißelt, es gibt bei jedem Spielkonzept auch positive als auch negative Beispiele, man wird also eventuell auch Openworld-Spiele finden, die die positiven Aspekte der Linearen Spiele auch aufgreifen und umgekehrt. Es wurde etwas verallgemeinert geschrieben)

      Für mich hat also jedes der beiden Konzepte etwas positives, aber auch negatives, weshalb ich keinem von beiden abgeneigt bin und keinem Spiel nur wegen der Wahl des Spielaufbaus von Grundherein abgeneigt bin. Ob es Genres gibt, bei denen ein Spielkonzept mehr passt als das andere weiß ich nicht, gerade aber bei Jump'n'Runs stelle ich mir eine komplette Open-World wie bei Zelda BotW schwierig vor. Natürlich gibt's solche Spiele wie Mario Odyssey, aber hier hat man im Prinzip auch wieder Level, die man nacheinander erstmal im groben abklappern muss (Hauptstory) bevor man zum nächsten kann. Das sehe ich also doch noch differenziert.
      Auch bei bereits fest etablierten Franchises darf gerne was neues gewagt werden, wie bei Zelda, aber dann muss auch wirklich auf die Community gehört werden: Gefällt es der Mehrheit? Will die Mehrheit in Zukunft weitere solcher Spiele oder war es zwar ein netter Auflug, aber nichts, was man noch mal haben muss?
      Die Entwickler sollten aber auch nicht mit Gewalt jedes neue Spiel auf den Openworld-Trend aufspringen lassen: Bei manchen passt es einfach nicht und es könnte gekünstelt wirken. Da beide Spielearten ihre positiven als auch negativen Aspekte haben muss immer unterschiedlich entschieden werden.
    • Innuendo schrieb:

      Welches Konzept mögt ihr mehr?
      Ist diese Entscheidung abhängig vom Genre?
      Welche Erfahrungen habt ihr mit eher offenen/linearen Spielen gemacht, die das andere Konzept missen lässt?
      Fällt euch sonst noch etwas zu der Thematik ein?
      In letzter Zeit bin ich von OpenWorld Spielen eher gelangweilt. Früher habe ich es sehr gemocht jeden Winkel zu erkunden und Dinge zu entdecken. Jetzt finde ich es irgendwie ermüdend.

      Mein aktuelles Negativ Beispiel ist Final Fantasy 15. Habe mich da total in den Sidequests verloren, so dass ich mit der Hauptstory noch nicht wirklich weit gekommen bin (Kampf gegen Leviathan). Irgendwie habe ich dadurch die Lust verloren und schon seit Monaten nicht weitergespielt.

      Dafür habe ich dieses Jahr die Uncharted Spiele für mich entdeckt, die ich alle in einem Rutsch hintereinander weg gespielt habe. Zu Weihnachten gibts den aktuellen Teil und da freue ich mich schon richtig drauf.

      Mein persönliches Problem ist wohl, dass ich einfach zu viele Spiele auf meinem Stapel of Shame liegen habe und davon selbst so gernervt bin. Ich will die alle abarbeiten und kann die Spiele gar nicht mehr richtig genießen. Open World nimmt einfach so viel Zeit in Anspruch. Eigentlich total blöd von mir, denn im Normalfall freut man sich ja, wenn man ein Spiel mag und man sehr viel Zeit damit verbringen kann.

      Aber ich merke halt auch, dass ich Spiele wie Uncharted momentan besser finde, weil es eben knackig flott vorwärts geht.

      Ein Spiel was eine gute Balance bietet ist Horizon Zero Dawn. Das ist auch Open World, aber es ist so gut gemacht, dass keine Langeweile aufkommt und man auch das Gefühl hat, dass die Sidequests sinnvoll sind und die Hauptstory gut ergänzen.

      Also kurz zusammen gefasst, ich hab für "Mischung aus Beiden" gestimmt.
    • Ich liebe Open-World. Da gibt es so vieles zu erkunden. Mein Lieblingsspiel Go Vacation spiele ich nur, um da herum zu laufen und Geheimnisse zu erkunden. Heute habe erst eine weitere Schatztruhe entdeckt. Die würde ich nicht finden, wenn ich nur die Minispiele spielen würde.
      Es gibt hier so vieles, was ich noch nicht kenne, alleine sich damit zu beschäftigen, garantiert stundenlangen Spielspaß.

      Auch der neue Mario Teil auf der Switch ist Openworld und es macht mir eine Menge Spaß die ganzen Level frei zu erkunden. Auch hier gibt es eine Menge zu entdeckten.
      Gleiches gilt für die Spiele Family Ski und Family Ski and Snowboard. Ich verbringe hier mehr Zeit damit in der Welt herum zu laufen, anstelle des eigentlichen Spieles.
      Deshalb bin ich ein großer Fan von Spielen dieser Art.

      Wii Sports Resort ist eine tolle Insel, die ich aber leider nicht frei erkunden kann. Dies ist sehr schade.
    • Um ehrlich zu sein nervt mich der aktuelle Trend zu "Open Worlds". Ich meine, ich habe nichts dagegen, wenn man mir ein bisschen Freiheit lässt, die Umgebung zu betrachten, aber mir persönlich werden die Welten einfach zu groß. Irgendwie versucht jedes Spiel das andere zu übertrumpfen und ich merke mit jedem Mal, dass mich das Spielen in dieser Hinsicht einfach ermüdet. Ein Grund mehr, warum ich in letzter Zeit nur Spiele mit Schlauchleveln spiele, wie aktuell "The Last of Us" oder "Crash Bandicoot", oder eben welche mit kleinen Welten, wie "Stardew Valley". Das letzte große Spiel, welches ich zocken durfte, was "Horizon: Zero Dawn", und obwohl mir das Spiel durchaus sehr viel Spaß gemacht hat, so habe ich auch dort längst gemerkt, dass mich die große Welt stört.
      Ich will zwar Entdecken, aber dies kann man auch in deutlich kleineren Welten/Leveln machen, es muss nicht immer alles größer sein. Mir zumindest gefällt dieser Trend nicht und lasse das daher mal für eine Weile ruhen.
      "Wie beim Kartenspiel kommt es auch im wirklichen Leben darauf an,
      das Beste aus dem zu machen, was einem gegeben wurde,
      anstatt sich über ein ungünstiges Blatt zu beschweren und mit dem Schicksal zu hadern."


      [Astor, Pokémon - Schwarze Edition]
    • Ich persönlich bin absolut kein Freund von Open World Spielen, beziehungsweise zumindest davon, dass alles in Open World verpackt wird. Ich spiele Spiele wegen der Handlung(zumindest RPGs) und diese verliere ich bei zu großen Spielen aus den Augen. Ein hochgelobtes Skyrim, zum Beispiel, habe ich kaum gespielt, einfach weil ich zu schnell von der Handlung weggedriftet bin. Generell ist das letzte wirkliche Open World was ich durchgespielt habe, wohl Gothic 2 gewesen. Das war aber zu Zeiten wo die Welten selten den Rahmen sprengten und man trotzdem noch durch starke Monster eher in eine Richtung geschoben wurdest.

      Bei RPGs mag ich es generell am Liebsten, wenn man zwar was entdecken kann aber dennoch klar durchs Spiel geführt wird. Ein Beispiel dafür ist FInal Fantasy VII, wo man zwar eine World Map hat, aber diese Stück für Stück erst erkundet und dann erst im letzten Spielabschnitt die Möglichkeit hat sie wirklich komplett zu bereisen. Da kennt man sie aber schon und sucht auch nur noch nach Secrets. Auch die Kingdom Hearts Reihe macht es so, dass zwar die einzelnen Welten großräumig erkundbar sind, aber man eben immer nur auf eine begrenzte Zahl von Welten zu Anfang zurückgreifen kann und dann eben Stück für Stück das Spiel erweitert.

      Und für diejenigen die mit Square Spielen nicht so viel zu tun haben, als ganz aktuelles Beispiel Super Mario Odyssey, entgegen @Animusics Aussage:

      Animusic schrieb:

      Auch der neue Mario Teil auf der Switch ist Openworld
      Finde ich nämlich nicht, dass es ein klassischer Open World Titel ist. Auch dort lernt man Stück für Stück die Welten kennen und kann eben nicht alle direkt frei bereisen.

      Abschließend muss ich sagen, dass ich hoffe das dieser Trend der nun schon 2-3 Jahre ins extreme abgerutscht ist, sich irgendwann wieder ändert. Wobei ja vielen Open World sehr viel Spaß macht und dies also wohl erst eintrifft wenn bei der Masse der aktuellen Open World Fans, ne Ermüdung beim Genre zu erkennen ist und somit sich die Studios was neues überlegen müssen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Ausbildiosus ()

    • Ausbildiosus schrieb:

      Finde ich nämlich nicht, dass es ein klassischer Open World Titel ist. Auch dort lernt man Stück für Stück die Welten kennen und kann eben nicht alle direkt frei bereisen.
      Ist in Go Vaction auch erstmal eingeschränkt. Da musst du 4 Minispiele spielen, um weiter zu kommen. Übriegens lustigerweise besingen sie die Open World in Mario Odyssey. Runter von den Schienen.(...) Es ist Freiheit, wie du sie noch nie kanntest.



      Ich finde es schon sehr Oben-World, da du dich frei in der jeweiligen Welt bewegen kannst.
    • Animusic schrieb:

      Ich finde es schon sehr Oben-World, da du dich frei in der jeweiligen Welt bewegen kannst.
      Ich denke das ist so ein bisschen eine Frage der Definition. Ich finde es legitim, dass du sagst es ist Open World, da man jede einzelne Welt immer frei erkunden kann.

      Für mich wäre es aber eben so, dass es nur Open World wäre, wenn du von Anfang an jede Welt frei begehen könntest und eben auch jede Welt auswählen könntest. Weil meine Definition eines Open World Spiels ist:
      Eine komplett frei begehbare Welt, wo du nicht erst im Spiel bestimmte Bedingungen erfüllt haben MUSST um an Ort x zu kommen.

      Ich finde übrigens bei Mario wird es genau richtig gemacht, du musst erst x Monde sammeln und eine Welt dementsprechend erkunden, ehe du dich auf zur nächsten Welt machst!

      Also wie gesagt ich kann deine Begründung es als Open World zu bezeichnen nachvollziehen und ist auch völlig in Ordnung, es entspricht nur nicht meinen Vorstellungen einer Open World:)
    • Ausbildiosus schrieb:

      Also wie gesagt ich kann deine Begründung es als Open World zu bezeichnen nachvollziehen und ist auch völlig in Ordnung, es entspricht nur nicht meinen Vorstellungen einer Open World:)
      Bei einem Jump and Run ist dann aber wahrscheinlich die Problematiken mit den Gegner, die werden ja in jedem Level schwieriger und wenn du zu Beginn in die letzte Welt reist, ist es da sehr schwer. Ich finde es für ein Jump and Run aber sehr gut gelungen.
      In Go Vaction verstehe ich diese Speere allerdings nicht und sie macht auch keinen Sinn.

      In Family Ski und Family Ski and Snowbaord weiß ich im Moment nicht, ob du da von Beginn an frei reisen kannst, dafür habe ich die Spiele schon zu lange. Auf jeden Fal kannst du in Familiy Ski erstmal lernen, wie du fährst und besuchst dazu eine Skischule.Da beginnst du nicht auf der Spitze, sondern machst alles Schritt für Schritt. Es wäre auch in meinen Augen ungerecht, als Anfänger gleich von der Bergspitze zu starten.Das ist wie bei echtem Ski, da fährst du ja auch nicht gleich die Profistrecke.
    • Ganz klar Open World.

      Ich war nie der Story-Mensch und bin es auch heute nicht. Und es ist mir überhaupt nicht wichtig, ob ein Spiel jetzt eine tiefgründige Story hat, oder nicht, wobei das eher Genre-abhängig ist. Aber Fakt ist: Mir ist immer die Welt am wichtigsten und die steht im Vordergrund. Ich bin jemand, der Spiele gerne komplett erkundet. Ich liebe es, in der Welt jede Ecke auszukundschaften und etwas neues zu entdecken und das funktioniert halt in einer Open World am besten. Das ist das, was mir Spaß macht und was mir mit am wichtigsten ist.
    • Neu

      Weder noch, ich mag beides, solang es gut gemacht. Es kommt bei einem Spiel auch immer stark darauf an, was es eigentlich erreichen will und letztendlich ist es einfach nicht möglich, jede Spielserie mit einer riesigen offenen Welt zu versehen, weil es sich mit den Gameplay-Elementen beißen würde. Stellt euch mal ein Devil May Cry oder Bayonetta, wo es mitunter auch um die Highscore-Jagd geht, mit einer offenen Welt und ohne genau dieses Feature vor. Es würde zu einem Schatten seiner Selbst verkommen, weil das Design der Spiele auf der Linearität basiert.

      Dass es geht, zeigt dann zum Beispiel ein Mario (und das schon vor 20 Jahren) oder, wenn es rein um die Erweiterung der Welt geht, ein Monster Hunter. Das war ja bisher immer in einzelne Gebiete unterteilt und erst mit World ist es auch mal möglich, komplett frei umherzulaufen und keine Ladezeiten zu haben. Auch wenn mich das Spieldesign nicht anspricht, empfinde ich das als sinnvoll, weil man immer mal unabsichtlich das Gebiet wechseln kann und dann eine oder zwei Ladezeiten vor sich hat.

      Auch ein guter Punkt, der mehrmals in diesem Thema genannt wurde, ist ja folgender:

      Foxhound schrieb:

      Um ehrlich zu sein nervt mich der aktuelle Trend zu "Open Worlds".
      Angesichts dessen, dass lineare Spiele wohl wegen ihrer kurzen Spielzeit nicht mehr so gut bei der Masse ankommen oder nicht denselben Umsatz erzielen, kam es in den letzten Jahren zu dieser Menge an Open-World-Spielen. Wenn sie gut gefüllt sind und sich die Missionen und Aktivitäten nicht wie Arbeit anfühlen würden, wäre das vermutlich kein Problem, aber viele dieser Welten haben schlicht das Problem, dass sie leer und eintönig sind, ohne die großen Möglichkeiten zu haben, die einem versprochen werden. Und selbst wenn sie da sind, nutzen sie meist nur die wenigsten Spieler.
      Was viele Open-World-Spiele meist auch übertreiben, ist einfach die Zahl der Collectibles. Ubisoft hat ja schon mehrere Male gezeigt, wie man eine Karte regelrecht überfüllen kann, sodass man nur noch von einem Symbol auf der Minimap zum nächsten geht. Da steht dann beispielsweise auch nicht mehr die Stadt im Vordergrund, sondern nur noch die Karte und letztendlich ist auch das ein Problem der Open-World-Spiele: Viele Gegenden erkennt man wohl ohne Karte nicht wieder, weil sie einfach zu ähnlich zu anderen aussehen.

      Das Problem können lineare Spiele aber ebenfalls haben, wenn auch nicht so krass. Da muss man sich für den Spielverlauf doch einiges ausdenken, um den Spieler bei der Stande zu halten und ihn zu motivieren. Etwa durch optionale Wege, die man entdecken kann oder Items, die in einem Safe versteckt sind und dessen Kombination man suchen muss. Mit diesen kleinen Auflockerungen neben dem Entlanglaufen im Schlauch weckt man ebenfalls das Interesse, ohne zu große Gebiete zu haben und ohne dass die Story davon einen merklichen Schaden davonträgt. Der Nachteil ist natürlich, dass man meist nicht so viele Möglichkeiten im Gameplay hat und daher auch recht eingeschränkt sein kann. Positive Beispiele zeigen sich da etwa in Dishonored oder Pray, wo einfach viele Lösungsansätze gegeben werden und sich der Spieler anpassen kann.

      Letztendlich kann ich mich nicht mal richtig festlegen, welche von beiden Spielvarianten ich lieber mag. Ich erkunde gern Gebiete, wenn es die Möglichkeiten zulassen, möchte dann aber auch einen klaren Faden haben, was ich als nächstes zu tun habe, einfach damit sich nicht zuviele Nebensächlichkeiten anhäufen. Da eine gute Balance zu finden ist ziemlich schwer.
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      Rusalka schrieb:

      Was viele Open-World-Spiele meist auch übertreiben, ist einfach die Zahl der Collectibles. Ubisoft hat ja schon mehrere Male gezeigt, wie man eine Karte regelrecht überfüllen kann, sodass man nur noch von einem Symbol auf der Minimap zum nächsten geht. Da steht dann beispielsweise auch nicht mehr die Stadt im Vordergrund, sondern nur noch die Karte und letztendlich ist auch das ein Problem der Open-World-Spiele: Viele Gegenden erkennt man wohl ohne Karte nicht wieder, weil sie einfach zu ähnlich zu anderen aussehen.
      Und ganu hier gibt es zum Beispiel "Team Rockstar", das den Sinn und die Möglichkeiten hinter Open Worlds recht gut erkennt und auch umsetzt. Sie schießen eine Map und die damit einhergehende Open World nicht mit Collectables und Zielen zu, sondern gestalten die Welt eher so, dass man sich irgendwann problemlos ohne Karte zurecht findet. Da habe ich dann auch kein Problem damit von A nach B zu kommen, und dennoch sind mir die ganzen verschiedenen Orte in den meisten Spielen einfach zu groß. Ich will nicht zwanzig bis dreißig Minuten über den unwirtlichsten Boden rennen, um irgendwann dort anzukommen, wo ich auch hin will. Da sind auch diese Schnellreise-Optionen einfach nur deplaziert, denn die zerstören das Prinzip der Open World am Ende grundlos, weil Spieler eben nicht mehr reisen möchten, sondern einfach nur so schnell wie möglich zum festgesetzten Zielort.
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      @Foxhound Nach GTA IV und Red Dead Redemption bin ich zwar nicht der Meinung, dass man sich ohne Karte recht gut in den Rockstar-Spielen zurecht finden kann, aber ja, dass da nicht viele Collectibles sind, ist auf jeden Fall ein Pluspunkt. Überhaupt RDR hat ja stark auf seine Wildwest-Atmosphäre gebaut und da darf bei einem langen Ritt zu Pferde einfach nicht so viel los sein.

      Und auch den anderen Punkt, den du ansprichst, finde ich gut, weil er ein grundsätzliches Problem mit dem Open-World-Design beschreibt. Zum einen möchte man nicht unendlich lang durch die riesige Welt laufen, um wo hinzugelangen und auf der anderen Seite stören aber die Schnellreisepunkte, weil man sich nicht mehr auf die Welt konzentriert, sondern nur auf das Erfüllen der Missionen. Was halt im Endeffekt wieder zur Linearität führt, wenn sich der Spieler nicht mit der offenen Welt arrangiert. Und das ist besonders dann interessant, wenn immer mehr dieser großen und offenen Welten gefordert werden, obwohl ihr Potential nur von wenigen Spielern dieser Spiele genutzt wird.
      ich hab übrigens kein Problem mit Schnellreisepunkten, solange es nicht zu viele sind und sie sinnvoll in die Welt integriert sind. Irgendwie muss man ja auch von einer Seite der Karte auf die andere gelangen, ohne erst mal zwanzig Minuten mit dem Fußmarsch zu verbringen. Auf die Weise ist es möglich, jedem Spieler sein eigenes Tempo zu geben.
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      Schlauchlevel > Open-World. Ich habe es oft genug gesagt und sage es gerne wieder, Open World ist das schlimmste was der Videospielindustrie in jüngster Zeit passiert ist.
      Ich verstehe durchaus wieso jedes Spiel open world nutzt und wieso es vielen Leuten so gut gefällt. Man hat "Freiheit", man wird nicht "eingeengt". Allerdings geht Open World immer zu kosten der Story. Ich kann es nicht verstehen was spaßig daran sein soll durch eine "große" Welt zu laufen und alles zu erkunden, wenn ich mit dieser Welt nichts verbinde. Diese ganzen Open World games sind einfach nur rießige Sandbox spiele. Der Spieler schreibt sich seine eigene Geschichte. Ich möchte aber bitte eine Geschichte erzählt bekommen :<

      Innuendo schrieb:

      Letzten Endes entscheidet man als Spieler vermutlich selbst, welchen Aspekten mehr Gewichtung zukommen sollte.
      Jein? Ich wünschte es wäre so. Leider entscheidet der "Markt" was er haben möchte und es ist nunmal so, dass Open-World games einfach viel zu gut laufen. Jedes spielt versucht noch mehr Zeug reinzupacken und zu zeigen. Dann hört man immer wieder solche Sprüche wie: "Die Spielwelt ist 2 mal so groß wie in Teil eins" oder ähnliches. Toll, dass die Welt so groß ist, aber ich persönlich möchte einfach nur eine Story erleben und danach aufhören. Ich möchte nicht an jeder Ecke von irgendeinem Extra abgelenkt werden, hier sachen upgraden, dort ein Minispiel spielen, hier ein Geheimniss entdecken. Das interessiert mich alles nicht, es fühlt sich eher an als sei man in einem schlechten Handygame, das einen mit täglichen Boni zum einloggen zwingt...

      Klar gibt es ab und an immernoch gute alte Schlauch games, aber bei weitem nicht in der Fülle, dass ich als Spieler tatsächlich die "Wahl" hätte.
      Shadow Warrior 1 war ein Shooter, den ich geliebt habe, weil er einfach nur ein normaler Shooter war. Man spielt ein Level und kann sich innerhalb diesem abgegrenzten Raum umsehen und Sachen entdecken. Ist man nun "eingeschränkt" ? Bei weitem nicht.
      Trotzdem hat der Entwickler mit Teil 2 zwanghaft open World Elemente eingebaut, die einfach nur aufgesetzt wirkten und völlig unnötig waren. (Das gleiche passierte mit Shelter 2)
      Half life war ein schlauch shooter, gab es irgendeine Stelle, an der man open world vermisst hätte? Gab es irgendeine Sekunde in der man sich dachte oh, schade, das ist ja "nur" ein vorgefertigter Raum.
      Ich finde es einfach schade zu sehen, wie viele Entwickler sich daran anpassen und in meinem Augen gute Spiele, dadurch ruinieren.
      Schlauchlevel sind, wenn es darum geht eine Story zu erzählen, perfekt.
      Ganz ehrlich bin ich daher auch extrem froh, dass Half life 3 nicht releast wurde. Wenn das Heute rauskommen würde, dann wäre es wahrscheinlich ein Open World shooter. BÄH :P

      Ausbildiosus schrieb:

      Generell ist das letzte wirkliche Open World was ich durchgespielt habe, wohl Gothic 2 gewesen. Das war aber zu Zeiten wo die Welten selten den Rahmen sprengten und man trotzdem noch durch starke Monster eher in eine Richtung geschoben wurdest.
      Jap, genau das ist der Punkt. "Open-World" gab es in der Hinsicht schon früher, nur in einer etwas anderen Art.
      Gothic hatte keine Schlauchlevel (was in einem RPG auch eher hinderlich wäre) Gothic hat gesagt: Hey! geh hin wo du willst, erledige Quest in der Reihenfolge, wie du willst. Aber wenn man dann in den Wald gegangen ist war man halt tot. Simpel aber genial.
      Persönlich bezeichne ich Gothic eher ungern als Open-World, da man dann eine falsche Vorstellung bekommt. Aber ich muss sagen, dass diese Art von open World perfekt ist. Du KANNST hingehen wo du willst und erkunden was du willst. Allerdings werden dich die Monster killen. Was macht man also? man erledigt das, was man kann und nach und nach öffnet sich die Welt mehr und mehr.

      Yveltal schrieb:

      Ich liebe es, in der Welt jede Ecke auszukundschaften und etwas neues zu entdecken und das funktioniert halt in einer Open World am besten.
      ja, das stimmt, nur konnte ich es noch nie verstehen was daran spaß machen soll durch eine Welt zu laufen und zeug zu looten? Ich verbinde nichts mit dieser Welt, es ist einfach nur ein Spielplatz, nicht mehr.
      Wenn ich die Charaktere und die Geschichte dieser Welt kennenlerne und dann an Orte komme, von denen mir schon erzählt wurde oder ähnliches, DANN habe ich Spaß daran es zu erkunden. Ich möchte aber nicht durch eine Höhle latschen nur um durchgelatscht zu sein :D

      Verlass dich auf jemanden und du bist verlassen,
      das ist eben so

    • Neu

      Metaknight schrieb:

      ja, das stimmt, nur konnte ich es noch nie verstehen was daran spaß machen soll durch eine Welt zu laufen und zeug zu looten? Ich verbinde nichts mit dieser Welt, es ist einfach nur ein Spielplatz, nicht mehr.
      Naja, was gibt es denn Geileres, zum Beispiel durch die Welt von Fallout zu laufen und sich einfach alles anzuschauen, was durch diesen Atomkrieg entstanden ist und verursacht wurde? *^ * Es gibt so viel zu entdecken, so viel zu erkunden und das ist meiner Meinung nach mindestens genauso spannend wie die Quests, die man da lösen kann/muss/soll, wenn nicht sogar noch ein bisschen mehr x3 Wenn man nicht Munition bräuchte, um sich zu verteidigen und überhaupt zu überleben, fände ich es wahrscheinlich auch so schon aufregend genug cx

      Gerade, weil ich mich jetzt durch Ultramond kämpfe, merke ich, wie sehr mir dieses Openworld-Feeling doch fehlt. Ständig wird man da von seinen vermeintlichen Freunden angequatscht, an die Hand genommen, man muss Stadt für Stadt, Insel für Insel die Orte besuchen, die einem vorgegeben werden, weil man sonst nicht weiterkommt und auch die ganzen Prüfungen erst einmal bestehen, bevor man manche Routen weiter passieren kann - das ist mir schon in den ersten Minuten auf die Nerven gegangen und geht mir immer noch auf die Nerven und es nimmt mir zugegebenermaßen sehr viel Spaß am Spiel ^^" Ich will selbst überall herumlaufen und alles entdecken, ohne dass man mir sagt, wo ich hinmuss, gerade wo es sich doch für mich um eine völlig neue Region handelt.

      Gleichzeitig sind Open World Spiele, so sehr ich sie auch mag, auch der Untergang für mich, weil ich so jemand bin, der.. naja, ALLES auskundschaften will, alles mitnehmen, alles sammeln. Und dann hat man im schlimmsten Fall auch noch ein begrenztes Inventar bzw eine begrenzte Tragekapazität für den jeweiligen Charakter und argh, das ist einfach so ärgerlich x=
      "僕の命令は絶対."
      "My orders are absolute."

      赤司・征十郎 ~
    • Neu

      Metaknight schrieb:

      Allerdings geht Open World immer zu kosten der Story.
      Wie kommst du denn bitte darauf? Es gibt durchaus Open World-Spiele mit sehr guter Story, zum Beispiel Witcher 3.
      Außerdem stellt es ja gerade einen Reiz der Open World dar, die verschiedenen Orte zu entdecken und verschiedenen Bewohnern zu begegnen, die eben alle ihre eigene Hintergrundgeschichte haben, was für das Worldbuilding sehr wichtig ist.
      Du sagst, dass du mit der Welt, in der du herumläufst, nichts verbindest, aber das ist am Anfang ja ganz normal. Natürlich kennt man die Welt erst nicht, deswegen erkundet man ja und versucht, mehr über sie zu erfahren. Was verbindest du denn in einem Schlauchlevel-Spiel mit der Welt? Da gibt es weit weniger Möglichkeiten, die Welt wirklich lebendig und vielfältig erscheinen zu lassen.

      Was nicht heißen soll, dass ich Schlauchlevel grundsätzlich ablehne, nur sind diese eben in einigen Genres (hauptsächlich RPG) nicht mehr zeitgemäß. Oder könnte sich hier irgendjemand Spiele wie Witcher, Skyrim oder Nier:Automata ohne Open World vorstellen? Bei Mario dagegen hätte ich zum Beispiel kein Problem damit, wenn wie in den letzten Jahrzehnten weitestgehend auf Open World verzichtet werden würde.


      Metaknight schrieb:

      Open World ist das schlimmste was der Videospielindustrie in jüngster Zeit passiert ist.
      Hierzu noch kurz: Open World ist keineswegs eine neuere Entwicklung, das hat es auch schon früher gegeben (nur eben nicht im selben Umfang). Man sehe sich nur einmal Ocarina of Time an, das inzwischen gute zwanzig Jahre auf dem Buckel hat.
      Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.
      - Bilbo Beutlin -

      Mein erstes Buch: RIA - Das Erbe von Esgalot
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      Namine schrieb:

      Gerade, weil ich mich jetzt durch Ultramond kämpfe, merke ich, wie sehr mir dieses Openworld-Feeling doch fehlt. Ständig wird man da von seinen vermeintlichen Freunden angequatscht, an die Hand genommen, man muss Stadt für Stadt, Insel für Insel die Orte besuchen, die einem vorgegeben werden, weil man sonst nicht weiterkommt und auch die ganzen Prüfungen erst einmal bestehen, bevor man manche Routen weiter passieren kann - das ist mir schon in den ersten Minuten auf die Nerven gegangen und geht mir immer noch auf die Nerven und es nimmt mir zugegebenermaßen sehr viel Spaß am Spiel ^^" Ich will selbst überall herumlaufen und alles entdecken, ohne dass man mir sagt, wo ich hinmuss, gerade wo es sich doch für mich um eine völlig neue Region handelt.
      Jeehh, wobei ich bin der Meinung, dass Pokemon US/UM hierfür ein schlechtes Beispiel ist (habe zwar nur So/Mo gezockt, aber, basierend auf deinem Text gehe ich davon aus, dass es sehr ähnlich ist)
      Die 7.Generation reißt einen alle zwei Meter durch eine Zwischensequenz aus dem Spielgeschehen und man wird wirklich buchstäblich an der Hand genommen, das finde ich extrem nervig und unnötig. ABER die neuen Pokemon Spiele sind nicht wie die Alten.
      Wenn du dir einfach mal die 1.Gen ansiehst (oder irgendeine Gen bis zur 5.), erkennt man, dass man hier praktisch nie irgendwo hingeführt wird. Man konnte alles selbst erkunden, was bei Pokemon ja auch ein Teil des Spaß ausmacht. Die 7.Gen (und auch die 6.) sind für mich riesige Fehlgriffe (hoffentlich ändert sich das wieder, aber ich bezweifel es)

      Namine schrieb:

      Metaknight schrieb:

      ja, das stimmt, nur konnte ich es noch nie verstehen was daran spaß machen soll durch eine Welt zu laufen und zeug zu looten? Ich verbinde nichts mit dieser Welt, es ist einfach nur ein Spielplatz, nicht mehr.
      Naja, was gibt es denn Geileres, zum Beispiel durch die Welt von Fallout zu laufen und sich einfach alles anzuschauen, was durch diesen Atomkrieg entstanden ist und verursacht wurde? *^ * Es gibt so viel zu entdecken, so viel zu erkunden und das ist meiner Meinung nach mindestens genauso spannend wie die Quests, die man da lösen kann/muss/soll, wenn nicht sogar noch ein bisschen mehr x3 Wenn man nicht Munition bräuchte, um sich zu verteidigen und überhaupt zu überleben, fände ich es wahrscheinlich auch so schon aufregend genug cx
      Fallout ist ein gutes Beispiel :p Ich wurde mit Fallout 3 nie warm. Der Start war ganz spannend und hat einen doch schon sehr gut in die Welt eingeführt, aber dann kommt der Moment, in dem sich die Vault-Türe öffnet und man ins Ödland stapft...
      Genau in dem Moment verliert das Spiel für mich den Reiz. Es wird gesagt; sie her! Das Ödland, so eine weite Landschaft und soviel zu entdecken. ICH persönlich habe aber einfach nur das Verlangen meinen Vater zu finden, immerhin ist das die Hauptquest, wieso sollte ich irgendetwas anderes tun? Deswegen fühlen sich solche Spiele für mich einfach nur unnötig träge und beschwerlich an.
      Mir ist durchaus bewusst, dass das an MIR liegt und nicht an dem Spiel, aber genau darum geht es ja.
      Alle Leute finden Fallout aus diesem Grund genial, für mich ist es nichts. Alle Entwickler erstellen Open World games, weil es (fast) alle Leute lieben, aber für MICH ist das nichts :/

      Azaril schrieb:

      Wie kommst du denn bitte darauf? Es gibt durchaus Open World-Spiele mit sehr guter Story, zum Beispiel Witcher 3.
      Außerdem stellt es ja gerade einen Reiz der Open World dar, die verschiedenen Orte zu entdecken und verschiedenen Bewohnern zu begegnen, die eben alle ihre eigene Hintergrundgeschichte haben, was für das Worldbuilding sehr wichtig ist.
      Du sagst, dass du mit der Welt, in der du herumläufst, nichts verbindest, aber das ist am Anfang ja ganz normal. Natürlich kennt man die Welt erst nicht, deswegen erkundet man ja und versucht, mehr über sie zu erfahren. Was verbindest du denn in einem Schlauchlevel-Spiel mit der Welt? Da gibt es weit weniger Möglichkeiten, die Welt wirklich lebendig und vielfältig erscheinen zu lassen.
      Tut mir leid, aber da muss ich dir widersprechen. Zu allererst bezog sich meine Aussage "openworld geht auf Kosten der Story" auf die Tatsache, dass Open world games im allgemeinen EINE Hauptstory haben, die durch eine Hauptquestline erzählt wird. Die ganzen "Nebenquest" dienen nur dazu mehr Spielzeit reinzupacken. Klar erfährt man so etwas über die Bewohner, über die Welt oder sonstiges, aber es sind nunmal Nebenquests, die ICH als Spieler immer gerne ignorieren, da sie mich in der Story nicht weiterbringen.
      Ich sage in keiner Weise, dass Open World an sich "schlecht" ist, ich sage nur, dass open world so wie sie momentan genutzt wird eine schlimme Sache ist.
      Ja open world ist kein neues Konzept, das ist mir bewusst, deswegen habe ich in meinem ersten Post auch auf Gothic hingewiesen.

      Open world ja, solange (fast) alles was man macht einen "wichtigen" Teil in dem gesamt Bild einnimmt.
      Was Open world bedeuten sollte ist: "du hast Freiheit, WIE du Quests erledigst, du hast Freiheit in WELCHER Reihenfolge du (vorhandene!) Quests erledigst, aber (fast) alles trägt zur Hauptstory bei und du hast die Freiheit zu erkunden (solange du stark genug bist)
      Was Open world momentan aber ist, ist: Mach WAS du willst, WO du willst und WANN du willst. <-- also nichts anderes als "Sandbox"

      Und das ein gescriptetes Game weniger Möglichkeiten bieten würde, eine lebendige Welt zu erschaffen ist schlicht Falsch.
      Eine lebendige Welt entsteht dadurch, dass man eine glaubwürdige Story hat, die durch glaubwürdige Charaktere und Ereignisse "lebendig" wird. Zu sehen wie sich die Story und die Charaktere entwickeln, wie sich die Welt und seine eigene Rolle verändert...
      Ein open world game in dem ICH, selbst die Freiheit habe zu erkunden (was so gesehen auch Falsch ist, da "Schlauchlevel" genausoviel Erkundungsfreiheit bieten, nur in begrenztem Umfang) wirkt für mich leblos. Die Dörfer und Städte in die ich komme sind nur irgendwelche NPC's die dort sind um mir Nebenquests aufzuhalsen; ich erledige die Quest, hole mir mein loot ab und weiter gehts.
      Der NPC ist im weiteren Verlauf völlig irrelevant und trägt nichts mehr zum Spiel bei. (also in keiner weise "lebendig", eher eine gesichtslose Person, genausogut könnte ich meine Quests nur von einem schwarzen Brett aufsammeln.)

      Azaril schrieb:

      Was nicht heißen soll, dass ich Schlauchlevel grundsätzlich ablehne, nur sind diese eben in einigen Genres (hauptsächlich RPG) nicht mehr zeitgemäß. Oder könnte sich hier irgendjemand Spiele wie Witcher, Skyrim oder Nier:Automata ohne Open World vorstellen?
      Wobei ich hier sagen muss, dass generell ein großes Missverständnis besteht. Openworld bedeutet für viele Leute eine große, frei erkundbare Welt, ohne Ladezeiten. Es gibt aber nicht nur diese zwei extremen. Open world und schlauchlevel.
      Wie gesagt, kann ich nur immer wieder auf Gothic verweisen. Open World bedeutet hier nämlich: erkunde und erledige die Quest die du willst, aber die Welt ist begrenzt durch zu starke Gegner. Ist es nun kein Open world game mehr? Doch, es ändert sich nichts an der Tatsache, dass du tun kannst was du willst.

      Und wie gesagt "Schlauchlevel" sind ja auch nicht nur laufe von Punkt A nach Punkt B. Es ist ja immernoch eine relativ große Map, auf welcher Rätsel gelöst werden, Gegner gekillt, Zeug gelootet etc. Man schlägt sich weiter vor erledigt irgendwelche Rätsel und muss wieder zurück zu seinem Ausgangspunkt, der (eventuell) mit neuen Fallen gespickt ist.
      Ein Videospiel hat in meinen Augen die Verantwortung eine immersive Welt (und Story) zu erschaffen, die sich dem Spieler langsam öffnet. Man erfährt mehr über die Charaktere und die Welt in einem Tempo, welches angemessen ist.
      Open World gibt einem aber ALLES aufeinmal und lässt den Spieler dann selbst entscheiden. Wenn ein Spiel mir selbst die Wahl lässt, dann entscheide ICH mich dafür mich auszuloggen, weil ich habe genug andere (Online)games, die meine Zeit benötigen. Also entweder gibt man mir einen Grund, warum ich spielen soll oder man lässt es :P
      (gilt jetzt nur für mich, mir ist bewusst, dass die meisten anderer Meinung sind (gerade was Story angeht))

      Verlass dich auf jemanden und du bist verlassen,
      das ist eben so

    • Neu

      Metaknight schrieb:

      Allerdings geht Open World immer zu kosten der Story.
      Nope, nope, nope. Das Schöne an Open World ist doch gerade, dass nicht nur die eine geradlinige Story (oder bestenfalls noch eine Nebenhandlung) erzählt wird, sondern viele kleine Geschichten neben der großen Geschichte. Dass die kleinen Geschichten die große Geschichte nicht maßgeblich beeinflussen, ist nur logisch, immerhin ist ein Spiel ein Spiel.

      Metaknight schrieb:

      Ich kann es nicht verstehen was spaßig daran sein soll durch eine "große" Welt zu laufen und alles zu erkunden, wenn ich mit dieser Welt nichts verbinde.
      Wenn du es nicht versuchst, wirst du auch keinen Spaß erfahren. Ich hatte enormen Spaß durch die Welt von Fallout 3 und 4 zu laufen, Gegenden zu entdecken, Geschichten erzählt zu bekommen. Ob eine Welt interessant genug ist sie zu erkunden hängt doch nicht an ihrer Offenheit. Klar kann Open World totlangweilig sein, wenn man die Welt grundsätzlich uninteressant findet. Ich konnte beispielsweise mit dem Cowboysetting in Fallout NV nichts anfangen und habs daher nie fertig gespielt. Daran ist aber ganz offensichtlich nicht Open World Schuld. Eher hat mich die gestört, dass ich eben doch nicht relativ frei herumlaufen konnte, weil künstliche Barrieren in Form zu starker Gegner da waren.

      Metaknight schrieb:

      ICH persönlich habe aber einfach nur das Verlangen meinen Vater zu finden, immerhin ist das die Hauptquest, wieso sollte ich irgendetwas anderes tun?
      Und was genau hat dich daran gehindert genau das zu tun? Wenn du keinen Bock hast nach links und rechts zu schauen,dann hindert das Spiel dich doch nicht daran. Dann such halt deinen Vater, dann folge nur der Mainstory. Daran hindert dich doch eine offene Spielwelt nicht.

      Metaknight schrieb:

      Was Open world bedeuten sollte ist: "du hast Freiheit, WIE du Quests erledigst, du hast Freiheit in WELCHER Reihenfolge du (vorhandene!) Quests erledigst, aber (fast) alles trägt zur Hauptstory bei und du hast die Freiheit zu erkunden (solange du stark genug bist)
      Sollte es das? Dann müssten die GTA-Spiele ja ein Traum für dich sein, denn dort gibt es in erster Linie jede Menge Hauptmissionen, die alle irgendwie zusammenhängen, aber üblicherweise in gewissem Maße frei in ihrer Reihenfolge sind. Dazu noch einige Geschichten, die zwar die Story nicht voranbringen, aber halt einfach irgendwas nebenbei erzählen. Dass man keine völlige Freiheit in der Reihenfolge geben kann, ist völlig logisch, es ist wenig sinnvoll erst zu erzählen, wie ein NPC stirbt, um dann zu erfahren, wie man ihn kennengelernt hat.

      Metaknight schrieb:

      Was Open world momentan aber ist, ist: Mach WAS du willst, WO du willst und WANN du willst.
      Auch ein Schlauchlevel kann dir nicht verbieten nicht zu tun, was das Spiel dir vorschlägt zu tun. Du hast halt nur einen verhältnismäßig begrenzten Raum zu tun und zu lassen, was du grad willst. Aber jeder wird es kennen, dass er sich in Schlauchleveln schonmal überlegt hat, wie er an eine Stelle kommt, die das Spiel möglicherwiese gar nicht vorgesehen hat sie zu erreichen. Open World sagt dir üblicherweise auch, was du zu tun hast, macht sich aber deutlicher bewusst, dass der Spieler nicht immer tun will, was der Entwickler sich überlegt hat. Falls du noch nicht hast, empfehle ich an der Stelle mal The Stanley Parable, ein Spiel, das viel übers Spielen selbst erzählt und über Freiheit und Unfreiheit in Spielen.

      Metaknight schrieb:

      Die Dörfer und Städte in die ich komme sind nur irgendwelche NPC's die dort sind um mir Nebenquests aufzuhalsen; ich erledige die Quest, hole mir mein loot ab und weiter gehts.
      Also in Fallout 3 bin ich irgendwann in Andale angekommen, weil ich irgendwie sinnlos durch die Gegend gelaufen bin, hab mich mit den Menschen unterhalten und fand den Kram so skurril, dass genau das mich motiviert hat zu untersuchen, was bei diesen Typen eigentlich falsch läuft. Nicht wegen Loot oder ner Quest.

      Metaknight schrieb:

      Der NPC ist im weiteren Verlauf völlig irrelevant und trägt nichts mehr zum Spiel bei.
      Ist das Effizienzdenken, dass jeder NPC relevant sein muss, sonst muss man ihn streichen? Ist es nicht ein Zeichen von Lebendigkeit, wenn auch mal einfach Figuren da sind, die die Geschichte eben nicht voranbringen?
      Wie nennt man Alternativmedizin, die nachgewiesenermaßen wirkt? Medizin!
    • Neu

      Metaknight schrieb:

      Jeehh, wobei ich bin der Meinung, dass Pokemon US/UM hierfür ein schlechtes Beispiel ist (habe zwar nur So/Mo gezockt, aber, basierend auf deinem Text gehe ich davon aus, dass es sehr ähnlich ist)
      Die 7.Generation reißt einen alle zwei Meter durch eine Zwischensequenz aus dem Spielgeschehen und man wird wirklich buchstäblich an der Hand genommen, das finde ich extrem nervig und unnötig. ABER die neuen Pokemon Spiele sind nicht wie die Alten.
      Wenn du dir einfach mal die 1.Gen ansiehst (oder irgendeine Gen bis zur 5.), erkennt man, dass man hier praktisch nie irgendwo hingeführt wird. Man konnte alles selbst erkunden, was bei Pokemon ja auch ein Teil des Spaß ausmacht. Die 7.Gen (und auch die 6.) sind für mich riesige Fehlgriffe (hoffentlich ändert sich das wieder, aber ich bezweifel es)
      An früheren Generationen habe ich nichts auszusetzen, im Gegenteil. Da war das noch gut gemacht, dass man ab und zu seinen Rivalen getroffen hat und gegen ihn kämpfen musste und zwischendrin hin und wieder ein bisschen Story hatte, dagegen sage ich nichts. Es ist mir nur speziell in Ultramond aufgefallen (S/M habe ich nicht gespielt), weil es sich einem so mega aufdrängt ^^" Und deshalb habe ich es auch als Beispiel gewählt, eben weil ich mir auch etwas davon erwartet habe. Spiele, von denen ich von Anfang an erwarten kann, dass sie mich nicht völlig frei agieren lassen, dagegen habe ich nichts. Ich spiele zum Beispiel auch sehr gerne Sengoku Basara, auch wenn es "nur" stupides Zerschlagen von Gegnern mit ein bisschen Story ist, je nachdem, welchen Gegner man sich wann aussucht. Nur habe ich wie gesagt bei Pokemon etwas anderes erwartet, nachdem mit X/Y so viele schöne neue Features dazu gekommen sind cx


      Metaknight schrieb:

      Fallout ist ein gutes Beispiel :P Ich wurde mit Fallout 3 nie warm. Der Start war ganz spannend und hat einen doch schon sehr gut in die Welt eingeführt, aber dann kommt der Moment, in dem sich die Vault-Türe öffnet und man ins Ödland stapft...
      Genau in dem Moment verliert das Spiel für mich den Reiz.
      Aber dann verstehe ich nicht, wie man ein paar Dutzend Euro, denn solche Spiele kosten zu Anfang nicht gerade wenig - auch wenn jetzt Fallout 3 in Media Markt und Co für ~10€ rumfliegt -, für nur die Hauptquest ausgeben kann ^^" Ich meine, wenn man das Spiel wirklich voll auskostet, alles entdecken, alle Geschichten erleben will, dann ist es auf jeden Fall eigentlich noch mehr Geld wert als der Preis, für den man es im Laden bekommt. So viele Details, Easter Eggs, Geschichten, Dialoge... wenn man bedenkt, wie viel Arbeit dort hineingeflossen ist und was in Fallout alles möglich ist - auch ohne DLC's - , ist es meiner Meinung nach schon ein richtiges Meisterwerk. Und wenn dann Spieler kommen und sich darüber beschweren, dass das Spiel ZU WEITLÄUFIG ist... sorry, dann kauf dir das Spiel nicht, weil man informiert sich ja vorher ein bisschen, worauf man sich einlässt x=
      "僕の命令は絶対."
      "My orders are absolute."

      赤司・征十郎 ~