• Vor kurzem erhielt die englischsprachige Videospielzeitschrift Game Informer die einmalige Gelegenheit, dem Entwicklerstudio Game Freak einen Besuch in Japan abzustatten. Dabei wurde nicht nur ein Blick hinter die Kulissen des Pokémon-Entwicklers geworfen, sondern auch ein Interview mit Junichi Masuda, Spieleproduzent und Mitbegründer von Game Freak, geführt.

    Unter anderem wurde über die Anfänge gesprochen, denn in den allerersten Spielen des Studios erkundete man nicht wie gewöhnlich die Welt der Pokémon. Ursprünglich startete Game Freak als Magazin über Arcadespiele in Japan, bevor die Entwicklung von Titeln wie Quinty (Mendel Palace), Smart Ball oder Mario & Yoshi begann. Daneben erläuterte Junichi Masuda die Abläufe beim Erstellen neuer Designs für Taschenmonster, die wir in Stichpunkten für euch ins Deutsche übersetzt und zusammengefasst haben.

    Wer sich für die beiden Interviews interessiert, kann diese in den neuesten Artikeln (#1, #2) von Game Informer auf Englisch nachlesen.
    • Anregungen für neue Pokémon können aus jedem Bereich des Studios stammen und durch das Gameplay, die Visualisierungen und die Handlung beeinflusst werden, bevor die Ideen zu einem Design führen.
    • Für das finale Aussehen der Pokémon sind die Grafik-Designer verantwortlich, aber Ideen und Zeichnungen der Taschenmonster kommen nicht ausschließlich von diesen. Manchmal werden bestimmte Pokémon für neue Attacken oder einen Abschnitt in der Handlung benötigt.
    • Bei der Entscheidung, ob etwas ein Pokémon sein kann, wird vorausgesetzt, es sich als lebendiges Wesen vorzustellen und in welcher Umgebung es leben könnte oder wodurch sein Aussehen begründet wird.
    • Pokémon-Designs werden nur selten verworfen. Wenn ein neues Pokémon nicht in das Spiel oder die Region passt, überschreitet es nicht die Konzeptphasen. Werden während des Designprozesses Zweifel an der aktuellen Form geäußert, fügt man weitere Ideen hinzu, um es zu verbessern.
    • Beim Entwerfen von Entwicklungen werden die Gründe hinterfragt, die zu den Änderungen des Aussehens führen.
    • Bedingt durch die Hardware des Game Boys stand zu Beginn nur eine begrenzte Anzahl von Pixeln zur Verfügung und Kreise ließen sich schwer bilden, sodass viele Pokémon ein ähnliches Design hinsichtlich der Augen besaßen. Mit der Entwicklung der Hardware ergaben sich zugleich mehr Variationsmöglichkeiten.
    • Das Design und der Prozess des Erstellens neuer Pokémon ändert sich mit dem Voranschreiten der Serie und wer daran arbeitet, aber auch welche Ideen vom Studio umgesetzt werden.
    Quelle: gameinformer.com (#1, #2)
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