• Kürzlich führte das englische Tech-Magazin Bloomberg ein Interview mit Tsunekazu Ishihara, der Taschenmonster-Fans auch als Präsident von The Pokémon Company International bestens bekannt sein dürfte. Thematisch befasste man sich mit der Zukunft der Pokémon-Videospiele-Reihe, wobei sich Ishihara zu Pokémon GO, dem Spiel für die Nintendo Switch und dem Einsatz von Augumented Reality äußerte. Die wichtigsten Informationen haben wir für alle Leser in Stichpunkten ins Deutsche übersetzt:


    Pokémon GO

    • „Bislang wurden erst 10 Prozent davon erreicht, was sich die Pokémon Company und Niantic vorgenommen haben. In Zukunft werden fundamentale Pokémon-Erfahrungen wie das Tauschen und Kämpfen (PvP) mit anderen Spielern, aber auch weitere Möglichkeiten hinzukommen.“
    • „Abhängig von der jeweiligen Örtlichkeit findet man viele Pokémon mit verschiedenen Eigenschaften. Daher stellt sich die Frage, wie man damit in der realen Welt umgeht. Kühlere Pokémon könnte man bei einem kalten Klima vorfinden, aber somit hätten Spieler auf tropischen Inseln nicht die Möglichkeit, diese zu fangen. Aus diesem Grund bedarf es einer richtigen Balance zwischen dem Spieldesign, auf welche Weise die Pokémon existieren und wie die Spieler über ihre Sammlung fühlen sollen.“
    • „Momentan begibt man sich an die Küste, um Wasser-Pokémon zu fangen. Wenn man beispielsweise nach einem Ort für ein Elektro-Pokémon wie Pikachu sucht, könnten sich Elektrokraftwerke anbieten. Allerdings ist es fraglich, ob dies wirklich eine gute Idee und dieser Ort regional betrachtet sicher ist. Darin wird ein sehr realistisches Problem gesehen.“
    • „Andererseits bestehen auch eine Vielzahl sozialer Probleme, denn zu große Ansammlungen von Spielern an einem Ort können bei anderen Menschen für Verwirrung sorgen. Dies betrifft nicht nur Pokémon GO, aber die Tatsache, dass die Menschen während des Laufens auf ihr Smartphone schauen, ist etwas, worüber nachgedacht werden muss.“


    Pokémon-Spiel für die Nintendo Switch

    • „Die Ankündigung trug dazu bei, dass Nintendos Aktienkurs um etwa 3 Prozent in den USA anstieg, da die Investoren von zunehmenden Nintendo Switch-Verkäufen durch den neuen Titel ausgehen.“
    • „Mit der Nintendo Switch besteht die Chance, ein Pokémon-Spiel zu kreieren, das tiefer geht und ein höheres Ausdruckslevel ermöglicht. Das macht die Konsole zu einer sehr wichtigen Plattform.“
    • „Momentan wurden Bildschirme mit einer Größe von 7 bis 8 Zoll genutzt, aber auf einem hochauflösenden TV-Gerät lässt sich eine vollkommen andere Welt hinsichtlich Grafik und Sound darstellen.“
    • „Bis zum aktuellen Zeitpunkt wurden die Spiele so gemacht, dass jede Person eines besitzt, aber nun kann man nach Hause gehen und gemeinsam miteinander spielen. So stellt sich die Frage, wie man dies umsetzt und es nicht zu kompliziert gestaltet.“
    • „Es kann nicht gesagt werden, ob Zubehör veröffentlicht wird, aber es wäre eine Möglichkeit.“
    • „Im Gegensatz zu Smartphones ist die Nintendo Switch kein Spielgerät, das eine konstante Netzwerkwerkverbindung aufbauen kann. Hinsichtlich der Konnektivität ist die Nintendo Switch nicht wirklich anders als der Nintendo DS oder der Nintendo 3DS zuvor.


    Augumented Reality

    • „Unter Einsatz der aktuellen Technik, die eine „erweiterte Realität“ ermöglicht, kann man sagen, dass dort ein Pikachu sei, auch wenn es niemand erwartet. Aber die Realität ist davon nur einen Schritt entfernt. Wenn man beispielsweise ein Pikachu findet, kann dieses einen Tisch erkennen und auf diesen springen. Man kann anschließend seinen Schatten auf dem Tisch sehen, wenn es einen anblickt und zu reden beginnt. Es wird sich zeigen, wie sich diese Realität durchsetzt, aber sie ist eine Stufe höher als jene in Pokémon GO.“
    • „Die Anzahl von Sprachassistenten wie Google Home, Amazon Echo oder Apple Homepod nimmt zu. Diese dialogbasierten Geräte können eine neue Form der Unterhaltung hervorbringen.“
    • „Die Nintendo Switch ist eine dieser möglichen Plattformen. Es werden sich auf diesen weitere Möglichkeiten eröffnen. Spielen auf eine mehr realistische Weise sollte möglich sein.


    Quelle: bloomberg.com
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